Monalisa TV – Die magischen KLEIDER der HUMMEL KuBiKu … 7. April 2016

Die AUGEN der SONNENGÖTTIN entdeckten SIE als Erstes:

„Da bist DU ja endlich! Welche FREUDE gerade DICH hier hinein fliegen zu sehen! Huhu ….KuBiKu!“ und die GÖTTIN verfolgte die kleine HUMMEL, die ganz offensichtlich auf der SUCHE nach einer interessanten und geeigneten LANDESTELLE war. MONALISA staune, so klein war diese HUMMEL gar nicht…Da! SIE hatte auf einem hölzernen VORSPRUNG PLATZ gefunden und nun lief SIE geschickt neben dem ABGRUND entlang, bis SIE von einer GELBEN WAND gestoppt wurde. Die kleine HUMMEL untersuchte diese WAND und schwups di wupp… war SIE plötzlich verschwunden. Die GÖTTIN schaute sich die entsprechende STELLE genauer an und fand ein kleines LOCH. Interessant, interessant … solche LÖCHER suche ich auch…

Denn, nachdem SIE IHR SCHIFF einer ersten INAUGENSCHEINNAHME unterzogen hatte, war SIE sich sicher, LEBEWESEN IHRER GRÖßE waren hier schon sehr, sehr lange nicht mehr vorbeigekommen. IHR SCHIFF war demnach glücklicherweise unentdeckt durch die JAHRTAUSENDE gekommen, einzig ein paar VERTRETER der FAMILIE der NAGER und/oder SAMTPFOTEN hatten sich hier offenbar irgendwo eingenistet. Hm … und UNGEZIEFER aller ART natürlich. SPINNENFÄDEN durchzogen die RÄUME und an manchen STELLEN hatten sich riesige BRUTNESTER gebildet, in denen sich etwas bewegte. SIE wollte lieber nicht so genau hinschauen, was sich da bis zur (SELBST)BEFREIUNG weiterentwickelte. Darum würde sich SATAN kümmern müssen, das war wirklich keine ARBEIT für eine FRAU, selbst, wenn SIE persönlich kein KIND mehr austragen wollte. Aber als FRUCHTBARKEITSGÖTTIN musste SIE einfach gut darauf ACHT geben, welchen MANIFESTATIONEN SIE sich näherte… und außerdem, so dachte SIE, irgendwas muss IHRE zukünftige BELEGSCHAFT ja auch zu tun haben, und SIE war schließlich kein MATROSE, sondern … ja, das war jetzt die GROßE FRAGE, WELCHE ROLLE sollte SIE selbst zukünftig übernehmen? Wollte SIE wie ein EINGEBILDETER PHARAO den OBERLEHRER spielen oder wollte SIE auch während der NACHTSCHICHT selbst am STEUER stehen? Ja, vielleicht wollte SIE auch gar nichts von alle dem und lieber wieder zurück in den GARTEN, die SAAT ausbringen. Schließlich, niemand, oder zumindest fast niemand kannte IHR uraltes RAUMSCHIFF und warum sollte SIE seinen STANDORT verraten… Warum sollte SIE so ein RISIKO eingehen, wenn SIE das DING doch auch ohne STROM betreiben konnte. Im GRUNDE brauchte SIE doch nur daran zu denken … und der REST der WELT würde es noch nicht einmal bemerken, die STERNE blieben weiterhin an ORT und STELLE, und auch der MOND würde weiter mit IHR KATZ und MAUS spielen… und dann, irgendwann würden sie ALLE im PARADIES vom Lieben Gott angekommen sein…hm … und… nun ja, wahrscheinlich würde das dann auch keiner merken. Nur, warum sollte SIE dann dieses SCHIFF überhaupt mitnehmen? Im GRUNDE könnte SIE auch gleich verduften, keiner würde es bemerken und SATAN und Co. konnten sich dann weiter um den DACHGARTEN streiten, bis ALLES dermaßen verseucht und verstrahlt war, dass an einen gemeinsamen BESUCH beim Lieben Gott nicht mehr zu denken war, denn, dass SIE mit so einem DRECKSSCHRIFF dort überhaupt eingelassen würde, das war unwahrscheinlich. Der Liebe Gott war schließlich nicht so blöd und verseuchte sich mit dem DRECK ANDERER seine eigene DIMENSION. Ne, ne … darauf brauchte wirklich keiner zu spekulieren, so zugemüllt und verdreckt würde ein möglicher EMPFANG eine EXTREM KALTE DUSCHE für jeden. Insofern, wenn MONALISAS RAUMSCHIFF-ABENTEUER irgendwie in ein HAPPY END münden sollte, dann würde jeder einen BESEN in die HAND nehmen und erst einmal vor der EIGENEN TÜRE kehren müssen. Ja, und dann kämen die BÖDEN und GEWÄSSER dran, dann die LUFT und auch die KELLER. Es müsste wirklich ALLES wieder an ORT und STELLE oder eben in den MÜLL. Und, dass dieser natürlich nicht mehr verbrannt oder verbuddelt werden konnte, das musste auch klar sein. Ja und was dann unbedingt gemacht werden musste …

Ach ja, der GÖTTIN ging schon wieder die halbe WELT im KOPF herum, es gab wahrlich noch sehr viel zu tun, bis irgendwann mal wieder jemand über LANGEWEILE klagen musste. Denn, das war IHR auch klar, ein PARADIES ohne die MÖGLICHKEIT sich darin weiterzuentwickeln und zu entfalten war kein PARADIES. Die VORAUSSETZUNGEN durften also gar nicht perfekt sein, ein ABENTEUERSPIELPLATZ machte KINDERN schließlich auch nur Spass, wenn sie selbst HAMMER und NÄGEL in die Hand nehmen durften. Man durfte den NAGEL allerdings nicht in den KOPF einer SCHILDKRÖTE schlagen, oder was auch immer. Es musste einfach ein paar REGELN geben, zumindest für diejenigen, denen die 10 GEBOTE genetisch nicht eingegeben waren. Und von solchen GESTALTEN gab es leider einige unter ihnen. Doch das zu erklären, dazu sah SIE sich jetzt weder genötigt noch schien ihr dies vordringlich zu sein. Jetzt stand erst mal so etwas wie ein GROßREINEMACHEN an. Und die REISENDEN, oben auf dem SONNENDECK, die mussten sich jetzt sowieso erst mal noch mal etwas sortieren um für sich ganz persönlich zu entscheiden: Stiegen sie lieber in das RAUMSCHIFF irgendwelcher „AUßERIRDISCHEN“ oder blieben sie auf ihrem EIGENEN, und machten dieses wieder flott, um dann selbst den WEG zu GOTT zu bestimmen und zu finden. Für MONALISA war diese FRAGE natürlich schon längst geklärt, aber DA OBEN schien man sich trotz all IHRER BEMÜHUNGEN immer noch nicht wirklich einig zu sein. Und dies, obwohl SIE doch nun wirklich lange und laut genug vor diesem SCH(R)ITT gewarnt hatte. Aber egal, das war deren BIER, dachte SIE, ich werde mich derweil um DIE KLEIDERFRAGE kümmern.

„Brüssel-Terrorist soll in EU-Parlament gearbeitet haben

Nach den Anschlägen von Brüssel sickern noch immer unglaubliche Details durch. So soll einer der Terror-Drahtzieher im EU-Parlament als Putzmann gearbeitet haben. Als solcher hatte er auch Zugang zu Abgeordnetenbüros… 

„Ein Abend mit Herzogin Kate – für 10.000 Pfund?!

Sie wollten schon immer eine Nacht mit Kate Middleton verbringen? Dann haben Sie jetzt die Möglichkeit. Alles, was Sie dazu brauchen, ist die Zugehörigkeit zur High Society – und 10.000 britische Pfund…

„ARD Bundes-Propaganda-Sender stellt

Wake News auf die Erste Reihe

by mywakenews

ARD Bundes-Propaganda-Sender stellt Wake News auf die Erste Reihe

Abb.: Collage aus Internetbildern und Wake News

„Bundesregierung attackiert Pleite-Griechen“

In den letzten Jahren sind Milliarden Euro nach Griechenland geflossen. Als Gegenleistung sollten die Griechen Staatsvermögen privatisieren. Das stockt jedoch. Die Bundesregierung ist empört…  http://www.boersennews.de/nachrichten/artikel/bundesregierung–vereinbarung-mit-athen-zu-privatisierungen-gilt/463235765?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=softlead

„Gewalt ist eine Lösung! #01 The Walking Dead:

Michonne [Episode 2/deutsche Untertitel]“

Veröffentlicht am 07.04.2016

Kommentiertes Gameplay zu The Walking Dead Michonne von tyraphine

„Gefahr: Lidl ruft Eier zurück“


Ostern ist gerade erst vorbei, schon bahnt sich ein neuer Lebensmittelskandal in Deutschland an. Der Discounter LIDL muss massenhaft Eier zurückrufen… NECKARSULM (dpa-AFX) – Der Discounter Lidl ruft wegen eines falschen Mindesthaltbarkeitsdatums Eier des niederländischen Unternehmens Omega zurück. Die Eier seien in Lidl-Filialen in Baden-Württemberg und Bayern verkauft worden, teilte das Unternehmen mit Sitz in Neckarsulm bei Heilbronn am Mittwoch mit. Sie sollten nicht verzehrt werden. Auf verschiedenen Verpackungen befinde sich wegen eines Etikettierungsfehlers ein zu langes Haltbarkeitsdatum. Statt des korrekten Datums, dem 7. April, sei der 7. Juni angegeben. Lidl habe die Lebensmittel aus dem Regal genommen. Bereits verkaufte Eier nimmt der Discounter zurück. Der Kaufpreis werde erstattet, auch ohne Vorlage des Kassenbons./ruf/DP/stb

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START 7.4.2016

„Und? Was sagst Du dazu?“

„Schneller geht es tatsächlich nicht, es sei denn, Du würdest jetzt auch noch BEITRÄGE zeigen, die noch gar nicht stattgefunden haben.“

„So etwas nennt man LIVE, LIVE TV.“

„LOVE TV?“

„Nein, LIVE wie LEBEN, lebendig…mit PORNOS hat das nichts zu tun.“

„Wie schade…wenn es schon kein SPORT gibt, dann sollte es aber doch wenigstens im BETT…“

„…lebendig sein? Kein PROBLEM, aber dabei muss ja nicht unbedingt die HALBE WELT  zuschaun, oder?“

„Zu dumm aber auch, gerade dieses PROGRAMM brächte ganz sicher die höchsten EINSCHALTQUOTEN.“

„So etwas kann sich aber wirklich nur ein COMPUTER ausrechnen! Schon mal was von PRIVATSPHÄRE gehört? SCHAMGEFÜHL, INTIMITÄT und so?“

„I’m so sorry… Das ist mir wohl nicht einprogrammiert worden.“

„Ein FEHLER im MATRIX-SYSTEM? Ich wette der PROGRAMMIERER hatte keine EHEFRAU, die er hätte fragen können, bevor er das PROGRAMM geschrieben hat. Ich versichere Dir, sonst würdest Du verstehen, wieso dieses ganze SPIEL solch PERVERSE ZÜGE angenommen hat.“

„Amanda Ripley meldet sich zum Dienst…“

Veröffentlicht am 07.04.2016

http://alcyonpleyaden.blogspot.com/20…

Wie wir in den Videodokumentationen von Alcyon Pleyaden sehen können, leben wir im kritischsten Moment der Menschheit, da sich der Planet in einer Übergangsphase befindet, in einem so extremen Wandel, wie es ihn in der Geschichte noch nicht gegeben hat und das wird auch von einer großen Menge an Photonenenergie begleitet, die auf unseren Planeten gelangt und zu einem Erwachen führt, einer tiefgreifenden Veränderung der genetischen Mutation im Menschen, während andererseits weltweit unzählige Ereignisse stattfinden, Veränderungen in der Geopolitik, den Regierungen, Religionen und auf gesellschaftlicher Ebene. Sie sind für die höchst dringende Vertreibung und Ausschaltung der Elite und ihrer Verbündeten der sichtbaren Regierung und der Schattenregierung notwendig, sowie der herrschenden Aliens, die unseren Planeten für sich behalten wollen…

Veröffentlicht am 07.10.2014

 tyraphine

07.04.2061 – Wetterfrösche prophezeien für Freitag ein einzigartiges Wetterphänomen. Ein Blutregen ergießt sich über Deutschland. Welche Regionen betroffen sind und welche Gefahren vom roten Regen ausgehen, erfahren Sie hier...

„Blutregen über Deutschland! Droht uns die Apokalypse?“

„Bundesverwaltungsgericht: Schmerzpatient darf Cannabis anbauen Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am Mittwoch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) verpflichtet, einem schwer kranken Kläger eine Ausnahmeerlaubnis zum Eigenanbau von Cannabis zu erteilen…“
„Eine AUSNAHME-ERLAUBNIS, sagst Du? Ist ja schon mal ein Anfang, aber weißt Du auch, warum es überhaupt verboten wurde,“ fragte die GÖTTIN IHREN ALTEN COMPUTER.
„Diese DATEIEN stehen mir leider nicht zu verfüg…“
„Ach, wie kann das denn? Ich habe DIR doch nicht ohne Grund zu Allem ZUGANG gewährt. Na ja, egal, ich habe die UNTERLAGEN noch auf CD…“
„Sorry, my Lady, aber einige meiner LAUFWERKE tut es wohl nicht mehr so richtig, ich…“
„Wie bitte? Sag mal, was kannst Du denn überhaupt noch? Ich glaube bei Dir ist ein WURM DRIN.“ Die Laune der SONNENGÖTTIN konnte so natürlich nicht besser werden. Überall begegnete SIE immer wieder neuen PROBLEMEN. SIE hatte ja auch durchaus mit einigen ANLAUFSCHWIERIGKEITEN gerechnet, aber dass SIE IHR RAUMSCHIFF in einem derart verwahrlosten Zustand vorfand, das war nur schwer zu verkraften. Hier hatten BANAUSEN gewütet und alles was nicht niet- und nagelfest war mit sich genommen. Es war schlicht und ergreifend ein BILD des JAMMERS, das sich IHR bot. Und je mehr SIE der URSACHE auf den GRUND ging, desto größer wurde IHR TO DO-ZETTEL. Zu allem Überfluss kamen jetzt auch noch die FLÖHE hinzu. SO hatte SIE sich IHRE HEIMKEHR wirklich nicht vorgestellt. Wie war es möglich, dass ALLE das MUTTERSCHIFF verlassen hatten? Warum? Und, wo nur waren all die GÖTTER hin? Die SPUREN des CHAOS ließen nicht unbedingt auf FREIWILLIGKEIT schließen…insofern war es pures GLÜCK, dass IHR ZENTRAL-COMPUTER noch an ORT und STELLE und zumindest ansprechbar war. Aber alle anderen SYSTEME befanden sich leider in einem sehr beklagenswerten Zustand. Ach Lieber Gott, DU GROßER ZAUBERER, dachte MONALISA, warum, WARUM HAST DU UNS NUR VERLASSEN…
„…China stoppt DevisenfluchtIm letzten Jahr hatte China unter einer massiven Kapitalflucht zu leiden. Hunderte Milliarden an Devisen wurden aus dem Land transferiert. Doch nun scheint der Abfluss vorerst gestoppt…
EZB wollte Zinsen noch radikaler senken Wie jetzt bekannt wurde, wollten Teile der EZB die Zinsen deutlich stärker senken. Hat die Notenbank endgültig ihr Pulver verschossen?…
Verkehrsminister will PKW-Maut durchboxen Es war ein wichtiges Wahlversprechen von Kanzlerin Merkel: Keine PKW-Maut. Doch kaum versprochen, schon gebrochen. Der Verkehrsminister will die Maut nun durchboxen...“
Die perfekte Krisenvorsorge

„… I am so sorry, my Lady…“

„Ja, ja, ICH bin nicht BEGRIFFSSTUTZIG. Aber kannst Du mir vielleicht mal erklären, wie das überhaupt passieren konnte?“

„Lieber nicht, Du könntest echt BÖSE werden, zumindest steht das hier so im SKRIPT.“

„Ach? Tatsächlich? Das halte ich für ausgeschlossen, aber lies nur weiter, ICH BIN ganz OHR…“

„Der Anfang allen Übels #26 Alien: Isolation [deutsch] –

Let’s Play Alien: Isolation“

Veröffentlicht am 06.11.2014

Monalisa

und der liebe Gott

Eine Reise durch Universum 27061964

von Monica Kraemer

2013

Vorwort

Schön, dass Sie mit auf die Reise gehen wollen. Haben Sie auch zuvor das Buch „Das Bombini-Projekt und eine Bessere Weltordnung“ sowie „Himmel und Erde“ gelesen? Diese beiden Bücher sind zwar nicht unbedingt zum Verständnis dieser Geschichte von Nöten, aber bestimmt sehr hilfreich.

Wenn sie „Himmel und Erde“ gelesen haben und auch die wichtigsten Videos gesehen haben, dann können Sie sich wahrscheinlich schon vorstellen wie dieses Buch beginnen wird. Vielleicht haben Sie sogar schon eine Ahnung was auf Sie zukommt. Aber seien Sie sicher, es kommt immer anders als man denkt. Ich weiß jetzt auch nur den Anfang der Geschichte, das Buch wird wie auch die beiden anderen ein Experiment mit offenem Ausgang sein.

Sie werden diesmal wahrscheinlich nicht ständig mit ihrem Laptop in der Nähe lesen müssen, obwohl es sicher auch wieder viele Videoempfehlungen geben wird. Dieses Buch soll aber vor allen Dingen eine wunderbare Geschichte werden. Eine Geschichte über Universum 27061964.

Sie sehen, es handelt sich dabei um ein Universum unter Millionen und dennoch, es ist absolut einzigartig. Und der liebe Gott will genau dieses Universum besuchen um wie er sagt nach dem Rechten zu schauen. Solche Reisen unternimmt er wirklich nicht oft und wir sollten uns darum sehr geehrt fühlen, denn es ist, zufällig oder nicht, unser Universum.

Das letzte Mal, als er eine Reise zu uns unternahm hat es jede Menge Komplikationen gegeben und er hätte beinahe nicht mehr in sein Paradies zurück gefunden. Doch zum Glück hatte seine Frau das Paradies gut in seiner langen Abwesenheit geführt. Auch diesmal bleibt sie zurück und hält die Stellung. Natürlich wäre auch die Frau vom lieben Gott gerne mal mit auf die Reise gegangen, aber so gut das Paradies auch organisiert ist, ohne Führung geriete auch da womöglich einiges durcheinander. Aber Monalisa, die gescheiterte Sonnengöttin, ist spontan zu dieser Reise eingeladen worden und sie wird alles Wichtige in ihrem Laptop festhalten, damit die Frau vom lieben Gott später alles nachlesen kann.

Sie hingegen haben das Glück live dabei zu sein, vielleicht stellen Sie sich also vor, Sie wären ein Crewmitglied oder einer der vielen Gäste, die der liebe Gott mit auf seiner Inspektionsreise an Bord genommen hat. Sie fragen, mit was für einem Raumschiff der liebe Gott unterwegs sein wird? Na, was glauben sie wohl, natürlich mit einem Bombini. Einem sehr großen Bombini. Ich wünsche Ihnen eine gute Reise, nette Bekanntschaften und auch das eine oder andere kleinere Abenteuer. Und hoffen wir mal, dass der liebe Gott diesmal beim Eintritt in das Universum 20611964 nicht wieder sein Gedächtnis verliert.

Das Riesenbombini

Monalisa staunte. Was war das nur für ein riesiges Bombini! Und so schön! Damit würde Sie nun gleich durch das Universum 27061964 reisen. Wie aufregend! Ihre Koffer waren noch am gestrigen Abend auf das Schiff gebracht worden, die Frau vom lieben Gott hatte es sich nicht nehmen lassen, Monalisa die schönsten Kleider zu schenken, denn, so hatte sie bestimmt, als Sekretärin des lieben Gottes sollte sie unbedingt gut aussehen. Kleider machen Leute, sagte sie, und das galt ganz besonders im Universum 2701964.

Für die Reise hatte Monalisa sich jedoch einen bequemen Hosenanzug ausgewählt, auch er war ein Geschenk der Frau vom lieben Gott. Damit sei sie selbst auch schon mal unterwegs gewesen, sagte die Frau vom lieben Gott und Monalisa gefiel sich darin sehr. Er war weiß, doch der Stoff hatte die Eigenschaft nicht dreckig zu werden und auch nicht zu verknittern. Er fühlte sich wunderbar weich auf der Haut an und sie sah darin tatsächlich sehr respektabel aus. Die Menschen, denen sie auf ihrem Weg zur Kommandobrücke begegnete grüßen sie alle mit einer gewissen Hochachtung. Sie war die Sekretärin des lieben Gottes und damit hatte sie eine sehr wichtige Position bekommen. Einige fragten sich zwar, warum ausgerechnet diese gescheiterte Sonnenkönigin eine solch verantwortungsvolle Aufgabe bekommen hatte, aber jeder wusste, wenn Gott jemanden einstellte, dann hatte er sich dies immer sehr gut überlegt.

Monalisa war sich der Größe ihrer Aufgabe sehr bewusst und sie zweifelte selbst ein bisschen, ob sie wirklich die richtige für den Job war. Was wusste sie schon von den Aufgaben einer Sekretärin? Sie hatte in den letzten Jahren im Grunde nur herumgegammelt, nachdem sie ihr Häuschen renoviert hatte. Sie hatte Blumenbilder gemalt und natürlich viel geschrieben. Aber jetzt hatte sie einen großen Mann auf einer langen Geschäftsreise zu begleiten, und sie sollte für die Leitung des Büro und die Termine zuständig sein. Zum Glück musste sie es nicht alleine machen, denn der liebe Gott hatte auch noch ein paar andere fleißige Mitarbeiter angeworben. Sie sollte vor allen Dingen alles beobachten und schriftlich festhalten, denn sollte es wiedereinmal zu einem großen, allgemeinen Gedächtnisverlust kommen, dann wollte Gott wenigstens die Geschehnisse nachlesen und rekonstruieren können. Das hatte er bei seiner letzten Reise nämlich versäumt und weil er sogar vergessen hatte wer er war und wo er hergekommen war, hatte die Reise viele Tausend Jahre gedauert. Und wenn er nicht glücklicherweise irgendwann ein Buch gefunden hätte, dass vom Paradies des lieben Gottes erzählte, worauf er sich dann endlich erinnerte, dann wäre er möglicherweise immer noch auf der Suche nach sich selbst.

Monalisa betrat die Kommandobrücke und war erstaunt relativ wenig Technik zu sehen. Hier blinkte und leuchtete es nicht überall wie sie es aus den Siencefiktionfilmen kannte. Auch gab es relativ wenig Personal wie ihr schien. Sie sah den lieben Gott mit einem relativ jungen Mann zusammenstehen, an einigen Pulten saßen insgesamt fünf weitere, sie erkannte eine Frau, die sie freundlich anlächelte, das war offensichtlich die ganze Mannschaft. Monalisa hatte gedacht, so ein großes Bombini würde eine riesige Kommandozentrale haben müssen, aber hier sah es ehr aus wie in einem Großraumbüro. In der Mitte befanden sich zwei große Sessel mit eingelassenen Knöpfchen in den Armlehnen, die Mitarbeiter saßen an den Seiten und hatten jeweils einen großen Bildschirm vor sich. In die Wände waren Schränke eingelassen, auf denen einige kleine Lämpchen leuchteten, vor den beiden Sesseln gab es ein großes Pult und die Wand dahinter schien eine Art Bildschirmfenster zu sein. Sie konnte draußen den großen Hangar sehen, in dem das Bombini normalerweise abgestellt war. Dort hatte man in den letzten Wochen intensiv an dem Bombini gearbeitet um es für die große Reise fit zu machen.

Der liebe Gott bemerkte nun ihre Anwesenheit und sagte: „Na, was sagst Du, ist dieses Bombini nicht wunderschön geworden? Ich habe es selbst entworfen.“

„Es ist riesig und sehr schön. Nur, warum gibt es hier so wenig Technik, in den Filmen sieht so eine Kommandobrücke immer sehr technisch aus. Auch scheinst Du hier nicht viele Mitarbeiter zu benötigen.“

„Ach, ich habe die Technik gut versteckt, ich will mich hier wohlfühlen. Darf ich Dir den ersten Offizier vorstellen, dies ist der wichtigste Mann hier, er wird das Bombini fliegen. Thomas Townsend Braun, dies ist meine engste Mitarbeiterin, meine Sekretärin Monalisa.“

„Herzlich Willkommen auf der Brücke, Sekretärin Monalisa. Bitte Nenne mich Thomas. Ich wünsche Dir und uns allen eine gute Reise, ich habe gerade gehört, wie sind vollständig, es kann also gleich losgehen.“

„Danke Thomas, ich bin schon sehr aufgeregt. Darf ich hier auf der Brücke bleiben? Ich würde gerne sehen, wie wir in das Universum eintreten.“

„Gerne, auf der großen Bank ist Platz für Gäste. Darf ich Dir die Crew vorstellen, oder hat das noch etwas Zeit, denn ich würde sagen, wir sollten starten, das Zeitfenster ist nicht ewig offen.“

„Ja,“ sagte der liebe Gott, „lass uns starten, sonst landen wir nachher noch in einem anderen Universum. Monalisa, nimm Platz und genieße den Anblick, es ist jedes Mal ein wunderschöner Anblick, wenn ein Universum vor einem liegt.“

Monalisa setzte sich auf die große, gepolsterte Bank hinter den beiden Sesseln. Sie hatte einen guten Blick auf das Fenster, wo jetzt immer noch der Hangar zu sehen war. Einige Personen sah sie ganz klein auf dem Rollfeld stehen und sie erkannte unter ihnen die Frau vom lieben Gott. Diese winkte mit einem weißen Tüchlein in der Hand und auch die anderen begannen nun zu winken. Das Bombini hob ab und neigte sich zweimal etwas zu beiden Seiten, sie sah den lieben Gott auf ein Knöpfchen drücken und schon sausten sie davon. Vor ihr breitet sich der Himmel aus und sie durchstießen die Wolken, dann sah sie ein paar Lichter und in kürzester Zeit war es dunkel und Millionen Lichter zogen an ihr vorbei. Auf dem Bildschirmfenster sah sie Nummern aufleuchten und dann sah sie einen leuchtenden Punkt, der immer größer wurde. Der Punkt war beschriftet mit der Zahl 27061964 und dann drehte der liebe Gott sich zu ihr um und meinte: „Jetzt geht’s ab, gleich sind wir alle lebendig.“

Monalisa spürte ein Kribbeln in sich aufkommen, der Punkt mit der Nummer wurde immer größer er wurde zu einer bunt schillernden Kugel, die sie an eine leuchtende Seifenblase erinnerte und dann sah sie einen Tunnel aus Licht vor sich auftauchen, dorthin steuerte das Bombini und schon waren sie auch schon mittendrin. Lichtwirbel in allen Farben kreisten vor ihren Augen und dann, plop, waren sie durch. Ja, dachte sie, der Anblick dieses Universums ist wirklich atemberaubend. Das Bombini flog mit einer unglaublichen Geschwindigkeit durch den unermesslichen Raum, der nun vor ihnen lag. Sie sah unendlich viele bunt leuchtende Sterne, farbige Nebel und es glitzerte überall. Monalisa klatschte in die Hände und fragte den lieben Gott: „Und, weißt Du jetzt auch noch wer Du bist?“

„Keine Sorge, schließlich habe auch ich dazugelernt. So, was ist, willst Du mitkommen, die Mitreisenden begrüßen? Ich denke Thomas weiß jetzt alleine zurecht zu kommen.“

Monalisa stand auf und folgte dem lieben Gott, jedoch nicht ohne sich noch mal nach der Frau umzusehen. Sie winkte ihr zu, die Frau lächelte und winkte zurück. Die anderen waren jedoch voll konzentriert. Sie hörte den ersten Offizier einige Koordinaten nennen, auch er war jetzt erst mal gut beschäftigt.

Monalisa betrat mit dem lieben Gott einen Aufzug und als die Türen sich geschlossen hatten, drückte der liebe Gott ihren Arm und gab ihr einen Kuss auf die Wange. „Schön, dass Du mitgekommen bist.“

„Oh, ich fühle mich geehrt mit zu dürfen. Ich werde versuchen Dir eine gute Sekretärin zu sein.“

„Das wirst Du, schreibe nur alles schön auf. Reiseberichte sind oft Bestseller. Ich könnte mir vorstellen, dass es dafür im Paradies viele begeisterte Leser gibt.“

„Hoffentlich finde ich auch genug Zeit dazu, ich soll doch auch noch das Büro leiten.“

„Dafür habe ich noch jemand anderes, konzentriere Dich auf den Reisebericht, für alles andere ist schon gesorgt.“

„Da bin ich aber erleichtert, lieber Gott, ich habe vom Büro so gar keine Ahnung.“

„Ich erbitte nur das von Dir, was Du auch leisten kannst, dass solltest Du doch langsam wissen.“

Die Tür ging auf und sie traten auf eine Galerie. Unter ihnen war eine große Lobby mit vielen Tischen und bequemen Sesseln. Hier konnte man etwas trinken, auch eine Kleinigkeit essen, hier war das kommunikative Herz des Bombinis. Viele Tische waren besetzt und nun, als man den lieben Gott auf der Galerie bemerkte, da klatschten die Anwesenden und einige jubelten sogar. Der liebe Gott trat an das Geländer und winkte hinunter. Es wurde still und Gott sprach: „Ich begrüße Euch auf meinem Bombini, ich hoffe ihr habt Euch schon Eure Zimmer angeschaut und Euch darin eingerichtet. Wir werden etwa zwei Tage unterwegs sein, dann werden wir einen ganz besonderen Planeten besuchen, dort werden wir noch einige Gäste aufnehmen. Ihr habt einen ganzen Tag um Euch dort umzuschauen, dann geht es weiter. Und jetzt würde ich sagen, wir sollten auf eine glückliche Reise miteinander anstoßen. Es traten einige Engel in weißen Uniformen mit jeweils einem Tablett mit gefüllten Champagnergläsern hervor und Monalisa ging hinter dem lieben Gott die breite Treppe hinunter. Ein Engel reichte ihr ein Glas und sie war plötzlich umringt von Menschen, die auch mit ihr anstoßen wollten. Sie kannte persönlich so gut wie niemanden auf diesem Schiff und ihr wurde klar, dass sie sich in den letzten Jahren offensichtlich sehr zurück gezogen hatte. Viele stellten sich ihr mit Namen vor, aber sie war unmöglich in der Lage sich alle zu merken, zumal sie immer schon ein schlechtes Namensgedächtnis gehabt hatte. Sie würde sich in Zukunft Notizen machen müssen. Jetzt aber ließ sie sich einfach treiben und schaute zu wie der liebe Gott mit dem Ansturm der Menschen klar kam. Und der schien wirklich jeden beim Namen zu kennen, für jeden hatte er einen netten Satz, ein Schulterklopfen und die Frauen bekamen einen Kuss auf die Wange. Der liebe Gott war einfach unglaublich liebenswürdig, freundlich zu jedem, und immer bereit zu lachen.

Die Engel reichten weitere Gläser und bald schon breitete sich eine sehr gelöste Stimmung aus. Monalisa schaute sich um und entdeckte runde Fenster an den Seiten. Sie ging zu einem Tisch, der direkt vor einem der runden Fenster stand. Sie stellte ihr Glas ab und rutschte auf der dazugehörigen Bank an das Fenster und schaute hinaus. Obwohl, wie sie wusste, sie unglaublich schnell unterwegs waren, bewegten sich die Sterne, das heißt die Galaxien, nur sehr langsam an ihnen vorbei. Jetzt wurde ihr erst richtig klar, dass sie nun wirklich lebte. Sie war wieder ein Geschöpf der 3. Dimension. Sie musste Pippi.

Sie wandte sich an einen der Engel und fragte ihn, wo denn ihr Zimmer sei, denn sie hatte bisher noch keine Gelegenheit dazu gehabt sich dort umzuschauen. Der Engel aber wusste sofort Bescheid und geleitete sie zu einem Aufzug, damit ging es ganz nach Oben. Sie betrat einen großen runden Raum mit mehreren großen Pflanzen und einer großen, gläsernen Kuppel. Von diesem Raum gingen mehrere Gänge ab. Sie folgte dem Engel in einen der Gänge. Sie gingen an einigen Türen vorbei und der Engel sagte: „Dort hinten ist das Zimmer vom lieben Gott, Deines ist gleich daneben. Hier, bitte, das ist es Zimmer 02. Brauchst Du noch etwas?“

„Nein Danke, wie gut, dass Du Dich hier so gut auskennst. Ich denke, ich muss erst mal eine ordentliche Besichtigung machen, bevor ich mich hier zurecht finde.“

„Ich führe Dich gerne einmal überall herum, doch jetzt muss ich zurück in die Lobby. Den Weg dorthin findest Du leicht zurück, denn im Aufzug sind die Ebenen beschriftet. Die Lobby ist auf Ebene 3.“

„Danke, ich werde mich schon zurecht finden, verlaufen wird man sich hier trotz der Größe ja nun auch nicht so einfach.“

„Bis später. Ich denke, Dein Zimmer wird Dir gefallen. Ich heiße übrigens Michael.“

„Danke Michael, bis später.“

Monalisa betrat den Raum und war überrascht. Er war größer als erwartet und mit sehr schönen, antiken Möbeln eingerichtet. Es gab ein großes Himmelbett direkt an einem großen Fenster, daneben stand ein schöner alter Schreibtisch mit einem gepolsterten Armlehnstuhl. Auf dem Tisch lag schon ihr Laptop und als sie in den Einbauschrank an der Seite schaute, hingen dort schon alle ihre Anziehsachen ordentlich auf Bügeln. In dem Zimmer gab es eine Tür, die führte in ein kleines aber einladendes Duschbad. Und natürlich gab es auch eine Toilette. Da musste sie jetzt dringend drauf. Ihr Astralkörper brauchte nicht auf Klo, aber jetzt war sie auch wieder ein Wesen der 3. Dimension und die mussten nun mal pinkeln. Sie sah, dass auch eine Zahnbürste schon in einem Zahnputzglas stand. Zähneputzen war als Astralkörper auch nicht nötig, sie würde sich also etwas umstellen müssen.

Die Dusche war schön groß und am liebsten wäre sie gleich drunter gesprungen, doch erst mal wollte sie sich an ihren Laptop setzen und die ersten Eindrücke festhalten. Duschen würde sie dann vor dem Schlafengehen.

Monalisa stellte fest, dass sie sogar mit ihrem Laptop ins Internet gehen konnte und sie sah sich einen BBC-Film über einen „Besuch im Jenseits“ an. Da kam sie zwar gerade erst her, aber es war doch interessant zu sehen, dass immer mehr Menschen über diesen Ort etwas berichten konnten. Da sie jedoch wieder zurück ins Leben mussten, waren ihre Aufenthalte im Jenseits nur kurz. Viele betraten es durch einen Tunnel, an dessen Ende ein wundersames, helles Licht leuchtete. Und nicht wenige entdeckten am Ende des Tunnels, dass er auf eine schöne Wiese führte. Die Landschaft um sie herum war so schön, dass sie alle gerne bleiben wollten, doch sie wurden wieder zurück geschickt. Bei dem einen war es ein verstorbener Verwandter, bei dem nächsten ein Engel, oder es war der liebe Gott selbst, der ihnen erklärte, dass sie nicht bleiben konnten. Niemand wollte wirklich zurück, aber ihre Lebensaufgabe war nun mal noch nicht erfüllt und so wurden sie in ihren Körper zurückgezogen.

Der Tunnel, durch den sie gerade ins Universum 27061964 eingetreten waren, der hatte ganz ähnlich ausgesehen, nur dass an seinem Ende kein Licht geleuchtet hatte. Im Gegenteil, dort war es dunkel gewesen. Sie waren aus dem Licht gekommen und in die dunkle Welt des Alls geflogen. Sie schaute aus ihrem Fenster. Immer noch zogen die Galaxien an ihnen vorbei. Wenn sie in ihrem Astralkörper durch das Universum flog, dann ging das alles noch viel, viel schneller, ja, es reichte fast ein Gedanke und man war am gewünschten Ort. Doch nun waren sie alle Wesen der 3. Dimension und da brauchten die Dinge nun mal ihre Zeit. Dennoch waren sie ungeheuer schnell. Sie würde auf der Kommandobrücke nach der genauen Geschwindigkeit fragen, aber sie schätzte, dass sie mindestens 100 mal so schnell wie das Licht waren, vielleicht aber auch noch um einiges schneller.

In „Ich war 5 Stunden tot, war im Himmel und wurde mit einem Auftrag zurückgeschickt“ berichtet ein Pastor von seiner Erfahrung nach seinem Tod. Er verließ wie alle anderen seinen sterbenden Körper und schwebte durch die Deckenwand ohne sie zu spüren. Er schwebte über dem Krankenhaus und konnte durch die Wände sich selbst auf dem OP-Tisch liegen sehen. Auch er fand es unnötig, dass man sich dort um sein Leben bemühte, denn er fühlte sich sehr glücklich und frei. Dann hörte er himmlische Gesänge und sehr viele Menschen in weißen Kleidern kamen ihm entgegen. Es war ein Kind darunter, welches er erst vor 2 Wochen beerdigt hatte. Es nahm ihn bei der Hand und alles war gut. Er wollte ganz bestimmt nicht mehr zurück in seinen schwer verletzten Körper.

Doch dann hörte er die Stimme von Jesus und der stellte ihm einige Fragen. Er zeigte ihm eine Straße, auf der gingen die Menschen dicht gedrängt in Richtung Hölle und er zeigte ihm einen schmalen Weg, der direkt ins Paradies führte. Dann sagte er zu ihm: „Du kannst noch nicht ins Paradies, Du musst zurück auf die Erde und zumindest einige Menschen, die auf dem breiten Weg gehen, zur Umkehr bewegen. Deine Aufgabe ist es die Menschen zu mir zu führen.“ Und so wurde der Pastor unter seinem Leichentuch wieder wach und erschreckte die Ärzteschaft, die ihn schon vor 5 Stunden für tot erklärt hatten. Schnell wurde er wieder in den OP-Saal geschoben und man versuchte seine Verletzungen zu behandeln. Doch es mussten ihm einige Organe entfernt werden, so dass für die Ärzte klar war, dieser Mann würde so nicht weiterleben können, es war medizinisch einfach unmöglich.

Und dennoch war dieser Mann heute, Jahre später, äußerlich völlig gesund und konnte predigen und Interviews geben. Jesus, so sagt er, will dass er lebt und Menschen zu ihm führt und deshalb ist das medizinisch Unmögliche eben wundersamer Weise trotzdem möglich.

Monalisa fragte sich nicht zum ersten Mal, wo dieser Jesus nur lebte. In ihrem Paradies hatte sie ihn noch nie getroffen. Ob er vielleicht sein eigenes Paradies hat? Hatte auch Mohammed sein eigenes Paradies? Hatte Buddha sein eigenes Paradies? Gab es also unendlich viele Paradiese? Warum eigentlich nicht, schließlich hatte der liebe Gott nicht für alle Platz. Man stelle sich nur die vielen belebten Planeten im Universum 27061964 vor und dann noch all die bewohnten Planeten in den Millionen anderen Universen. Ein einziges Paradies war mit so vielen Seelen schließlich gar nicht mehr zu organisieren, ja, es war einfach sinnvoll jedem geistigen Führer, jedem der Götter sein eigenes Paradies zu geben. Monalisa nahm sich vor den lieben Gott bei Gelegenheit diesbezüglich noch mal genauer zu befragen.

Sie schaute auf die Uhr und sah, dass es schon Zeit zum Abendessen war, der Tag war wirklich wie im Flug vergangen. Sie zog sich ein schlichtes, schwarzes, langes Kleid an, richtete ihre Haare, putzte sich die Zähne, ging noch mal auf die Toilette, etwas Wimperntusche konnte auch nicht schaden und dann machte sie sich auf den Weg in die Lobby, denn von dort aus kam man in den Speisesaal.

Der Speisesaal war schon gut besetzt und die ersten Tische hatten auch schon mit dem Essen angefangen. Sie schaute sich um und sah an einem großen runden Tisch in der Mitte den lieben Gott ihr zuwinken. Sie ging zu seinem Tisch und der liebe Gott bat sie, ihm gegenüber Platz zu nehmen. Neben ihr saß die Frau von der Kommandobrücke, auch sie hatte sich hübsch gemacht. „Hallo, ich bin Lisa, schön dass Du neben mir sitzt. Ich freue mich Dich kennen zu lernen.“

„Ich heiße Monalisa und auch ich freue mich, Du warst mir auf der Brücke gleich aufgefallen. Bist Du dort die einzige Frau?“

„Nein, in der zweiten Schicht sind sogar drei Frauen. Aber ich arbeite gerne mit Männern und ich kann es ja ruhig sagen, einer gefällt mir ganz besonders gut.“

„Der erste Offizier?“

„Ist er nicht wunderbar? Ich bin ziemlich verliebt in ihn, aber er meint, Beziehungen während einer Dienstreise, das ginge nun mal nicht.“

„Kennst Du ihn denn schon länger?“

„Seit wir uns auf diese Reise vorbereiten, also gute zwei Wochen.“

„So frisch ist das Ganze also. Nun, das verliebt sein steht Dir, Du siehst zauberhaft in Deinem hübschen Kleid aus.“

„Auf so ein Kompliment warte ich nun schon seit zwei Wochen. Danke.“

„Was sagt denn der liebe Gott dazu? Ist Liebe unter den Crewmitgliedern denn nicht erlaubt?“

„Ach was, ich wette es war Amors Pfeil der mich traf und der macht nichts ohne Gottes Einverständnis. Aber Thomas nimmt seine Aufgabe sehr ernst. Er hat an dem Bombini mitgebaut, es ist für ihn wie ein eigenes Baby. Er will sich von mir nicht ablenken lassen. Er liebt stattdessen lieber das Raumschiff.“

Mehrere große Vorspeisenplatten mit verschiedenen Cremes und gegrilltem Gemüse wurden auf den Tisch gestellt, es gab ein duftendes Weißbrot dazu und einen Weißwein auf Wunsch. Monalisa ließ sich jedoch Wasser einschenken, sie hatte ziemlichen Durst.

Neben ihr nahm ein weiteres Crewmitglied Platz. Er stellte sich als Steffen vor, er sei für die Navigation zuständig. Es entspannte sich ein angeregtes Gespräch am Tisch und der liebe Gott nahm sein Glas in die Hand, stand auf, hob das Glas in die Höhe und schaute zu den umstehenden Tischen. Auch dort hob man die Gläser, und der liebe Gott sprach mit kräftiger Stimme: „Ich wünsche Euch alle einen guten Appetit, auf eine erfolgreiche Reise und möge jeder sein Ziel gesund und munter erreichen! Prost meine Lieben!“

Alle prosteten zurück und der liebe Gott setzte sich wieder. Er zwinkerte Lisa zu und die errötete prompt. Der liebe Gott fragte in die Runde: „Wo bleibt denn Thomas?“

„Der hat sich etwas zu Essen nach Oben bringen lassen, er will noch in den Karten studieren,“ antwortete Steffan

„Nanu, der nimmt die Sache aber sehr ernst,“ meinte der liebe Gott.

„Thomas will halt alles richtig machen.“

„Ohne Not nicht zum Essen zu erscheinen ist schon mal nicht richtig. Oder, was meinst Du Lisa?“ Der liebe Gott schaute Lisa freundlich an.

„Ich könnte ihn ja holen.“

„Na, das wird nicht nötig sein, heute lassen wir es ihm noch mal durchgehen, aber ich finde es eigentlich sehr wichtig, dass man mit seiner Crew beim Essen möglichst oft zusammen sitzt. Ich werde mit ihm darüber noch mal reden müssen.“

„Und da stand Jesus“ empfehle ich allen, die nicht glauben, dass es einen Gott gibt. Sie müssen sich Gott nicht so vorstellen wie ich es tue. Für mich ist es der liebe Gott und seine Frau, doch letztendlich ist Gott eine Kraft, die sich in vielen Persönlichkeiten zeigt. Jesus, Mohammed, Buddah und all die vielen anderen, großartigen Religionsgründer der Geschichte. Und jeder hat sein eigenes Paradies. Klar, mein lieber Gott ist der oberste Zauberer, der, welcher nach einem langem Studium der Magie die Universen erschaffen hat. Lange ist es her. Heute lebt er mit seinen Universen und ist froh um jeden, der ihm bei der Bewältigung der damit verbundenen Aufgaben hilft. Jesus ist ihm allerdings manchmal etwas zu eingebildet, denn er hält sich nach wie vor für den Einzigen, der ein Paradies hat. Jedenfalls war dies der Eindruck, der bei Monalisa zurück blieb, als sie den lieben Gott beim Nachtisch nach Jesus fragte.

Der liebe Gott erzählte von einem Moslem, der in einer großen Notsituation nach ihm gerufen habe und er hatte ihm natürlich auch geholfen, doch anschließend dankte dieser Moslem nicht Allah oder Gott, sondern er hielt nach eingehendem Studium von Koran und Bibel Jesus für den Helfer in der Not. „Ein Moslem erkennt, dass Jesus Gott ist“. So sei das in letzter Zeit eigentlich immer. Wenn etwas Gutes geschah, dann hielt man Jesus für den Verursacher. Aber Gott war großzügig, ihm war es nicht wichtig, dass man an ihn persönlich glaubte, Hauptsache man lief nicht diesem Satan hinterher. Wenn man Jesus diese ganzen Wunder zuschrieb, so meinte er, dann sei das ja auch oft nicht falsch, denn gerade Jesus sei sehr aktiv. Er versuchte wirklich mit aller Kraft die Menschen vom satanischen Weg abzubringen. Mohammed hingegen hielt sich mit irgendwelchen Wundern sehr zurück. Er hatte den Menschen ein umfangreiches Gesetzesbuch geschrieben und war der Meinung, dies müsse als Leitfaden im Leben völlig ausreichen. Wer sich trotz der Weisheit seines Korans vom Weg abbringen ließ, der musste halt selber sehen wie er klar kam. Das wiederum schien Gott auch nicht 100%ig zu gefallen, aber was sollte er sich da einmischen. Viele Wege führten nun mal zu ihm.

„Islam: Die am schnellsten wachsende Religion“ macht allerdings auch deutlich, dass das Wachstum der moslemischen Religionszugehörigkeit vorwiegend auf den Geburtenreichtum der moslemisch geprägten Länder zurück zu führen war und eine Abwendung von dieser Religion in einigen Ländern gar mit der Todesstrafe belegt war. Mohammed war in dieser Hinsicht wohl sehr ungnädig, zumindest wurde er so verstanden. Aber der liebe Gott wollte sich seinen Abend nicht mit diesem Thema verderben und wechselte geschickt das Thema.

Steffen erzählte Monalisa jedoch, dass es wirklich viele Konvertiten gebe, die gerade den Islam für die logische und wahre Religion halten würden „Islam, die logische Religion – Vom Christentum zum Islam“ und dass auch er in seinem letzten Leben viel mit Moslems zu tun gehabt hatte. Er wäre beinahe selbst Moslem geworden, doch dann habe er sich lieber sein eigenes Bild von Gott gemacht und zu seiner großen Freude hätte ihn Gott nach seinem Tod auf der Erde zu sich ins Paradies eingeladen um dort als Navigator zu arbeiten. Und dies sei immer schon sein Traum gewesen. Er wollte durch den Weltraum reisen, er wollte in einem großen Raumschiff leben und andere Planeten kennen lernen. Und nun würde sein Traum gerade wahr werden und zu allem Glück würde er jetzt sogar wieder in der 3. Dimension leben können. Das sei doch einfach fantastisch. Er sei jedenfalls froh, dass er nicht in Mohammeds Paradies gelandet sei und auch bei Jesus wäre es fraglich, ob es dort Raumschiffe wie dieses schöne Bombini gebe. Sicher, man müsse im Paradies vom lieben Gott auch ziemlich viel arbeiten, aber Arbeit machte ihm eigentlich immer schon viel Spaß und seit er Navigator war sowieso.

Nach dem Essen zog sich Monalisa wieder auf ihr Zimmer zurück, sie wollte das Gespräch über Jesus und Mohammed in ihrem Reisebericht festhalten, denn sie war sich sicher, dieses Thema war noch lange nicht beendet. Ein großes Problem auf der Erde hatte sie nämlich bisher fast vollständig ausgelassen und das waren die Religionskonflikte. Dem lieben Gott war dieses Thema ganz offensichtlich gar nicht recht, er bekam davon wahrscheinlich Bauchschmerzen, überlegte Monalisa. Doch das Wegsehen löste selten die Probleme. Klar, hier ging es um ihn, den lieben Gott selbst, da war es kein Wunder, wenn ihm das Thema unangenehm war. Aber Monalisa hatte nicht vor, davor die Augen zu verschließen. Es war nämlich, so hatte sie erkannt, nicht nur damit getan, dass Satan Senior endlich abhaute, auch die großen Religionen mussten sich wieder vertragen. Satan Senior hatte sie in all den Jahren so geschickt gegen einander ausgespielt, hatte Unfrieden gesät und Feindschaft gefördert. Er hatte zur Radikalisierung beigetragen und auch Attentäter produziert. Denn seinen nächsten Krieg wollte er zu einem Religionskrieg machen, Juden und Christen gegen die Moslems, das versprach ein echtes Pulverfass zu sein, daraus konnte leicht ein ewiger Krieg werden, denn bis sich die Moslems wieder beruhigen würden und zum Frieden bereit wären, dass würde lange dauern. Dafür würde er schon sorgen. Die Moslems waren nun mal sehr stolze Menschen und wenn man sie so richtig demütigte, dann würden sie sich alle erheben. Aber natürlich hätten sie keine Chance gegen die westliche Militärtechnik, und nach dem Sieg der Westmächte würde er auch die Herrschaft über die moslemischen Gebiete erringen.

Monalisa schaute auf ihre Uhr und war überrascht, es war schon nach 2 Uhr morgens, die Zeit schien hier wirklich zu rasen. Sie machte darum ihren Laptop aus und ging sich die Zähne putzen, duschen würde sie dann doch lieber erst vor dem Frühstück. Sie zog sich aus und nahm sich das schöne Nachthemd, welches sie ebenfalls geschenkt bekommen hatte. Es war weiß und fast bodenlang. Der Saum war eine breite Spitzenbordüre und es fühlte sich sehr schön auf der Haut an. Dann schlüpfte sie unter das feine Laken, auf dem eine herrliche Wolldecke lag. Sie schaute zum Fenster hinaus und immer noch zogen die Sterne und Galaxien vorbei. Es war ein wunderschöner Anblick und ihr fiel ein, dass sie nicht nach der aktuellen Geschwindigkeit gefragt hatte. Morgen würde sie auf die Brücke gehen und sich etwas näher mit der Technik des Bombinis auseinandersetzen. Sie wusste zwar wie ein Bombini prinzipiell funktionierte, sie hatte schließlich selbst mal eines besessen. Doch ihr Bombini war klein und relativ langsam gewesen. Sie war nicht über die Lichtgeschwindigkeit hinaus gekommen, denn mit der dafür notwendigen Torsionsfeldimplosion war sie nicht richtig klar gekommen. Wenn sie es versuchte, dann war sie immer Gottweißwo gelandet, aber nie da wo sie hingewollt hatte. Aber nun hatte sie ja Steffen kennen gelernt, vielleicht würde er ihr das Geheimnis der Torsionsfeldnavigation näher erklären können.

Sie schloss die Augen und kuschelte sich ein. Ach, was war das doch für ein aufregender Tag gewesen, gestern noch hatte sie in ihrem Garten gesessen und jetzt war sie schon tief ins Universum 27061964 eingedrungen.

Veröffentlicht am 13.11.2014

Der erste Tag

Monalisa hatte total verschlafen. Als sie immer noch halb im Traum versunken auf die Uhr schaute, da war es halb Elf. Das war nun aber wirklich sehr überraschend, denn für gewöhnlich stand sie mit der Sonne auf. Sie schaute aus dem Fenster und da sah es genauso aus wie in der Nacht. Millionen von kleinen Lichtern zogen vorbei. Manchmal war man einer Galaxie so nah, dass man ihre Scheibenform erkennen konnte. Doch die Meisten zeigten sich nur als kleine Punkte in der Dunkelheit.

Monalisa stand auf und ging als Erstes mal auf die Toilette und dann unter die Dusche. Oh, das tat gut! Das Wasser war angenehm warm und massierte ihre Haut. Sie wusch sich auch die langen Haare und wickelte diese und sich selbst anschließend in weiche, angewärmte Handtücher. Sie besah sich während des Zähneputzens im Spiegel und war zufrieden. Sie sah auch in der 3. Dimension immer noch sehr gut aus. Ja, man konnte schon sagen, sie war eine sehr schöne Frau. Sie ging in ihr Zimmer und suchte sich hübsche Unterwäsche aus, ach das war wirklich ein Luxus, den sie gar nicht gewöhnt war, denn normalerweise hatte sie nie sonderlich auf ihre Kleidung geachtet. Für sie musste es praktisch und bequem sein. Gerne trug sie Jeanshosen und ein einfaches T-Shirt. Doch hier auf der großen Reise sollte sie natürlich auch Repräsentieren. Der liebe Gott wollte schon auch etwas Eindruck machen, obwohl auch er im Paradies die Dinge meistens etwas lockerer sah. Aber sie waren nun mal nicht auf einer Urlaubsreise. Ihr Weg führte zur großen kosmischen Versammlung und dort erwarteten sie die größten Führer im Universum. Und alle würden sich natürlich entsprechend präsentieren. Wie die Frau vom lieben Gott es schon gesagt hatte, Kleider machen Leute.

Sie entschied sich wieder für ihren Hosenanzug, darin sah sie wie ein Crewmitglied oder die Engel aus, denn auch die trugen alle weiße Uniformen. Einige hatten goldene Steifen und Sterne auf ihren Schultern. Auch der liebe Gott trug so eine weiße Uniform. Er sah darin aus wie der Kapitän eines großen Kreuzfahrtschiffes.

Die Mitreisenden waren jedoch zivil gekleidet, aber Monalisa vermutete, auch sie hatten sich ihre schönsten Anziehsachen mitgenommen.

Monalisa trocknete ihre Haare mit einem Fön, den sie im Badezimmer vorfand und dann schminkte sie sich ganz dezent. So, jetzt sah sie frisch und ausgeschlafen aus. Jetzt hatte sie Lust auf einen guten Kaffee. Sie öffnete die Tür und schaute zum Zimmer vom lieben Gott. Ob er vielleicht auch verschlafen hatte? Es war absolut ruhig auf dem Gang und sie befürchtete, dass sie die einzige war, die so lange im Bett gelegen hatte.

Als sie die Lobby betrat, schallte ihr die Geräuschkulisse von vielen Menschen im Gespräch entgegen. Vereinzeltes Lachen war zu hören und sie sah die Engel fleißig Getränke umhertragen. Der Engel Michael erkannte sie und kam auf sie zu. „Guten Morgen Monalisa, Du siehst sehr ausgeschlafen aus, soll ich Dir ein kleines Frühstück bringen?“

„Oh, danke Michael, ein Kaffee wäre jetzt das Beste. Ich habe verschlafen, irgendwie rast die Zeit hier an mir vorbei.“

„Das ist heute fast allen so gegangen. Wo willst Du Dich hinsetzten??

„Ach, ich gehe wieder an das Fenster. Gibt es zum Frühstück vielleicht Croissants?“

„So viele Du willst. Ich bringe Dir alles zum Tisch.“

Monalisa ging durch den Raum und wurde von einigen freundlich lächelnd begrüßt, sie schüttelte ein paar Hände und verfluchte ihr Namensgedächtnis. Sie setzte sich an das Fenster und schon kam Michael mit einem Tablett herbei und reichte ihr einen großen Becher mit Kaffee. Milchkaffee. Dazu stellte er ihr ein kleines Körbchen mit warmen Croissants etwas Butter und Marmelade auf den Tisch. „Möchtest Du Zucker in Deinen Kaffee?“

„Eigentlich trinke ich den Kaffee ja immer schwarz.“

„Oh, entschuldige, ich dachte, zu einem Croissant gehört ein schöner Milchkaffee.“

„Ist schon recht, Danke sehr, aber den Zucker lasse ich lieber weg.“

„Probiere die Marmelade, sie ist herrlich. Ein Rezept vom lieben Gott.“

„Ich danke Dir, es sieht alles sehr gut aus.“

„Dann, guten Appetit, wenn Du nachher Lust hast, dann führe ich Dich durch das Schiff.“

„Das wäre wunderbar.“

Der Engel ging und sie schaute aus dem Fenster, während sie den Kaffee probierte. Hm, der schmeckte wirklich sehr gut. Draußen zogen immer noch die Galaxien vorbei, gerade hatte sie eine Wunderschöne im Blick. Sie war superflach und fast durchscheinend. In der Mitte leuchtete eine Kugel wie ein geschliffener Diamant. Der Rand der Galaxie glitzerte und man konnte unendlich viele kleine Sterne erkennen. Weiter hinten sah sie einen rotglühenden Nebel in dem auch Millionen Sterne leuchteten. Er sah aus wie ein Stier. Aber diese Welt zog vorbei und es kamen neue Galaxien in den Blick. Es wurde einfach nie langweilig aus dem Fenster zu schauen.

Sie schaute sich in der Lobby um und entdeckte den lieben Gott im Gespräch mit einer Gruppe von Menschen. Es wurde gelacht, ja alle schienen wirklich bester Laune zu sein. Der liebe Gott entdeckte sie und kam langsam zu ihr herüber und setzte sich an ihren Tisch.

„Na, ausgeschlafen?“

„Ich habe tatsächlich bis halb Elf fest geschlafen, tut mir Leid, normalerweise bin ich früher auf. Irgendwie rast mir hier die Zeit davon.“

„Du brauchst Dich nicht entschuldigen, das ist ganz normal. Auch ich habe etwas länger geschlafen. Das liegt an der hohen Geschwindigkeit.“

„Wie schnell sind wir denn?“

„Nun, jetzt fliegen wir gerade in 100 000facher Lichtgeschwindigkeit.“

„Tausendfach! Unglaublich, mit meinem Bombini schaffte ich es nur bis zur einfachen Lichtgeschwindigkeit. Aber, warum verwendest Du nicht die Torsionsfeldimplosion, dann könnten wir in Null-Komma-Nichts am Ziel ankommen?“

„Eben darum, ich möchte uns allen etwas Zeit geben und die Reise genießen. Schmeckt Die Dein Frühstück?“

„Die Croissants sind super, danke, ich fühle mich total verwöhnt.“

„So soll es sein, eine Reise sollte ein Erlebnis sein.“

„Der Engel Michael will mich gleich durch das Schiff führen und dann würde ich mich gerne etwas auf der Brücke aufhalten.“

„Lass Dir auch den Maschinenraum zeigen. Ich werde gleich auch auf die Brücke gehen, Thomas ist zwar ein sehr zuverlässiger Offizier, aber ich möchte, dass er sich zwischendurch auch mal etwas entspannt.“

„Warum hast Du denn nur Lisa einen Pfeil Amors geschickt, sie wird noch ganz unglücklich werden.“

„Ach was, auch Thomas ist getroffen worden, aber er wehrt sich noch etwas dagegen. Er meint Liebe verträgt sich nicht mit seiner Position.“

„Ja, er scheint seine Aufgabe sehr ernst zu nehmen.“

„Das ist ja auch gut so, nur, das Leben hat mehr zu bieten. Lisa ist doch wirklich eine sehr hübsche Person. Sie macht ihre Arbeit auch sehr gewissenhaft, aber sie kann trotzdem lieben.“

„Ich wünsche ihr, dass Thomas sich dessen bewusst wird. Unerfüllte Liebe ist grässlich.“

„Keine Sorge, der wird schon noch wach werden. So, jetzt muss ich langsam los, ach, wie gefällt Dir denn Dein Zimmer?“

„Es ist sehr schön, Danke, ich kann dort wunderbar arbeiten.“

„So soll es auch sein. Warst Du auch schon im Internet?“

„Natürlich, aber sag mal, wie ist das möglich? Wir sind doch Milliarden Kilometer weit weg?“

„Das ist kein Problem, wenn man weiß wie, dann kann man an jedem Ort im Universum alles empfangen. Man muss nur wissen, welche Wellen man entschlüsseln muss.“

„Guckst Du etwa auch Fernsehen?“

„Nun, ich muss doch wissen, was der alte Satan so treibt.“

„Auf dem Weg zum UFO-Antrieb (1/3)“, über die ersten Versuche auf der Erde zur Abschirmung der Schwerkraft berichtet dieses Video. Doch darüber war das Bombini des lieben Gottes natürlich schon längst hinausgewachsen.

Monalisa wusste, auch Gottes Bombini funktionierte mit einer unter Hochspannung gesetzten riesigen, runden Scheibe. Diese Scheibe bestimmte die Größe des Bombinis und sie befand sich direkt unter der Lobby, der Ebene 3. Michael führte sie dort hin und Monalisa stand direkt auf ihr. Obwohl sie unter mehreren Millionen Volt Spannung stand, konnte man auf ihr ohne Probleme laufen. Der Raum war riesig und angefüllt mit allerhand Technik. Es gab drei Techniker, die auf dieser Ebene arbeiteten. Sie stellten sicher, dass alles wie gewünscht funktionierte.

Das Wichtigste war die Spannungsquelle. Es handelte sich im Prinzip um einen riesigen Trafo, der während des Fluges immer wieder aufgeladen wurde. Die Energie bezog der Trafo aus der Vakuumenergie, die durch ein kleineres Bombini in elektromagnetische Energie umgewandelt wurde. Außerdem gab es noch einen Schwerkraftgenerator, der dafür sorgte, dass im Riesenbombini ein eigenes Schwerkraftfeld existierte. Monalisa ließ sich einiges erklären, doch sie war kein Ingenieur und so konnte sie vieles nicht wirklich nachvollziehen. Aber eines war klar, mit Supraleitung hatte das Ganze nichts zu tun. Die Fortbewegung wurde hingegen über die Form des Torsionsfeldes gesteuert. Das Torsionsfeld ist das, durch das starke Magnetfeld der unter Hochspannung stehenden Scheibe, erzeugte Wirbelfeld im Vakuum. Man konnte es kleiner und größer werden lassen und ja, es konnte auch implodieren. Dann würde man praktisch ohne Zeitverzug durch das All flutschen und an jedem beliebigen Punkt im Universum landen können. Doch der liebe Gott wollte sich auf der Reise etwas Zeit nehmen und so war das Torsionsfeld jetzt zu einem fast unendlich langen Strahl geformt, und auf diesem Strahl schossen sie durch das Weltall. Man richtete den Strahl auf einen festgelegten Punkt und dann reiste man auf diesem Strahl zu dem anvisierten Ort. Die Energie dafür bezog man aus der im Vakuum gespeicherten praktisch unbegrenzt vorhandenen Energie. Es gab auch noch einige kleinere Bombinigeneratoren, die für die Stromversorgung des Schiffes zuständig waren, aber letztendlich war alles Vakuumenergie.

Michael führte sie auch noch in einen Raum, der einen sehr großen Quantencomputer enthielt. Hier arbeiteten ebenfalls drei Personen und einer von ihnen zeigte ihr auch das an ich relativ unscheinbare Gerät, welches für die Entschlüsselung der verschiedenen im Universum schwingenden elektromagnetischen Wellen zuständig war. Es ermöglichte alle Informationen, die im Raum vorhanden waren zu isolieren und so konnte der liebe Gott auf seinem Fernseher alle Programme der Welt empfangen. Auch ihr Internet war daran angeschlossen. Das Gerät war ein Heiligtum und nur der liebe Gott hatte vollständigen Zugriff darauf, denn, auch er wusste, Wissen ist Macht.

Die Rechenleistung der Quantencomputer war gigantisch und sie ermöglichten die Berechnung der umfangreichsten Fragestellungen. Auch wurde mit diesem Rechner die Position aller Sterne und Planeten im Universum zu jedem Zeitpunkt berechnet, so dass man im Kommandozentrum immer genau wusste, wo man sich gerade befand und wohin die Reise ging.

Monalisa fiel auf, dass hier im sogenannten Maschinenraum nur Männer arbeiteten und sie fragte den leitenden Offizier, er hieß Johannes, warum keine Frauen unter ihm arbeiteten.

„Wir würden durchaus auch Frauen einstellen, doch im Paradies sind die wenigsten daran interessiert. Sie wollen lieber Kuchen backen, künstlerisch aktiv sein oder sich um die Ausbildung von Kindern kümmern. Es wird wahrscheinlich noch einige Generationen dauern, bis sich das ändert, zumindest, wenn man Personal von der Erde rekrutieren möchte. Und wir alle haben unsere Leben auf der Erde hinter uns gebracht.“

„Ach, ist die ganze Crew irdischen Ursprungs,“ fragte Monalisa.

„Wir kommen alle von der Erde. Soweit ich es verstanden habe, sollen wir auf der großen Versammlung die Interessen der Erde vertreten. Und wer könnte das nicht besser als ehemalige Erdenbewohner.“

„Das stimmt. Aber gut, ich habe erst mal genug gesehen, ich wünsche Ihnen und uns einen guten und sicheren Flug. Michael bring mich doch jetzt bitte auf die Brücke.“

„Hier entlang, der Aufzug bringt uns direkt auf Ebene 1.“

Auf der Brücke war es sehr still. Alle saßen an ihren Plätzen und taten, was immer ihre Aufgabe war. Monalisa sah Lisa über ein dickes Buch gebeugt. Sie schien sehr in ihre Arbeit vertieft. Thomas saß auf einem der beiden zentralen Sessel, er hatte den großen Fensterbildschirm im Blick. Darauf waren viele Daten und Diagramme zu sehen. Auch die anderen arbeiteten konzentriert. Monalisa wollte nicht stören und gleich wieder gehen, doch nun hatte Lisa sie entdeckt und winkte sie zu sich.

„Hallo Monalisa, ich habe gehört, Du hast Dich mal so richtig ausgeschlafen?“

„Ja, es ist mir schleierhaft, aber ich bin erst um halb Elf aufgewacht. Allerdings habe ich gestern noch lange am Schreibtisch gesessen. Die Zeit vergeht hier irgendwie wie im Flug.“

„Das liegt an der Geschwindigkeit, gleich ist schon wieder Schichtwechsel. Ich werde dann eine Runde schwimmen gehen und vielleicht mache ich auch einen Saunagang.“

„Ach es gibt auch ein Schwimmbad an Bord?“

„Auf der unteren Seite der Scheiben, magst Du mitkommen?“

„Hm, ich bin frisch geduscht, aber warum nicht. Ein bisschen Saunen, dass ist bestimmt sehr erholsam. Mir schwirrt nämlich ganz schön der Kopf, ich war gerade im Maschinenraum.“

„Oh ja, da gibt es viel zu sehen und bis man kapiert wie alles funktioniert, dass dauert.“

„Und was machst Du mit dem dicken Buch? Ich denke ihr arbeitet mit Hilfe des Quantencomputers.“

„Aber trotzdem führen wir auch ein ganz klassisches Logbuch. Man kann schließlich nie wissen, so ein Computer könnte ja auch mal ausfallen. Ich übertrage die Eintragungen allerdings regelmäßig auch in den Computer. Doch bald bin ich fertig, können wir in die Sauna gehen.“

„Einverstanden, ich gehe nur schnell auf mein Zimmer und mache ebenfalls ein paar Eintragungen. Es ist jetzt halb Drei, in einer Stunde bin ich soweit.“

„Gut, bis gleich. Es ist schön Dich kennen gelernt zu haben, das lenkt mich etwas ab.“

„Der liebe Gott sagt, alles wird gut.“

Lisa schaute zu Thomas hinüber, doch der war mit seinen Daten beschäftigt. Monalisa fragte sich, ob Amor den Pfeil vielleicht nicht tief genug geschossen hatte. Oder aber dieser Thomas war ein Muster an Pflichtversessenheit. Sie berührte Lisas Schulter und klopfte diese beruhigend. „Das wird schon.“ Und damit verließ sie die Kommandobrücke und fuhr eine Ebene höher und ging in ihr Zimmer.

„Schneller als das Licht: Eine Reise an die Grenzen der Physik“ zeigt, wie schwer sich die irdischen Wissenschaftler heute noch mit der Tatsache der Überlichtgeschwindigkeit tun. Sie bestreiten einfach die experimentellen Ergebnisse, allerdings ohne sich wirklich mit ihnen auseinander zu setzen. Sie sagen einfach, es ist nicht möglich, Punkt. Was nicht sein darf, das nicht sein kann. Und es darf nicht sein, weil sie dann die Grenzen ihrer physikalischen Gesetze erweitern müssten. Doch das wollen sie nicht, allein der Versuch ist ihnen schon ein Greul. Maxwell aber vor allen Dingen Einstein dürfen nicht in Frage gestellt werden. Ihre Gesetze sind ein Dogma in der Physikergemeinde.

Monalisa fragte sich, was diese Wissenschaftler wohl denken würden, wenn sie mit auf dieser Reise wären. Wahrscheinlich würden sie es für einen Traum halten, einen Alptraum. Dabei fand Monalisa es wirklich nicht schwer sich das mit dem Tunneln zu erklären. Es war wie mit dem Wasser. Wenn es plötzlich durch ein Rohr mit geringerem Querschnitt musste, dann wurde es auch schneller. Doch Einstein hatte sich über Tunnel nun mal keine Gedanken gemacht und seine Gesetze müssen darum damit auch nicht in Einklang gebracht werden. Zweifache und natürlich erst Recht 100000fache Lichtgeschwindigkeit, für ihn ein absolutes Unding. Aber, er kannte eben auch keine Torsionsfelder oder Torsionsfeldstrahlen.

Monalisa würde sich ja gerne mit Einstein mal darüber unterhalten, doch sie wusste nicht in welchem Paradies er sich aufhielt oder ob er nicht vielleicht sogar in der Hölle gelandet war, denn immerhin, auf seiner berühmten Formel beruhte ja angeblich die Atombombe. Und er hatte ihre Entwicklung auch in einem Brief an den damaligen amerikanischen Präsidenten gefordert. Damit war er letztendlich auch für den Tod von mindestens 200000 unschuldiger Menschen und vielleicht ebenso vielen schwer Verletzten verantwortlich. Sicher, er hatte die Atombombe nicht gebaut und abgeworfen, aber ohne ihn wäre der Welt diese Bombe vielleicht erspart geblieben. „Die Geschichte der Atombombe“, „Einstein war geistig behindert – Die Atombombe und Einstein“ und „EINSTEIN WIDERLEGT! EIN STEIN KOMMT INS ROLLEN!“

Monalisa fuhr ihren Laptop herunter, denn nun wollte sie in die Sauna. Sie zog sich einen Jogginganzug an, steckte die Haare hoch und machte sich auf den Weg. Handtücher sollte es in der Sauna zu Genüge geben. Sie begegnete auf dem Gang einem Mann, der sich ihr schon am ersten Abend vorgestellt hatte, doch der Name war ihr leider entfallen. Er grüßte sie: „Guten Abend, Monalisa, wo wollen Sie hin? Eine Runde Joggen?“

„Nein, ich bin auf dem Weg in die Sauna. Ähm, ich habe leider Ihren Namen vergessen, bitte entschuldigen Sie …“

„Kein Problem, ich habe an sich auch ein schlechtes Namensgedächtnis. Mein Name ist Willhelm, auf der Erde Brandt mit Nachnahmen. Doch hier nennt mich jeder nur Willi.“

„Der berühmte Willi Brandt?“

„Habe die Ehre, genau der. Doch heute lebe ich als Privatmann, ich erforsche das Leben in all seinen Fragestellungen. Auf der großen Versammlung habe ich allerdings die Ehre einen Vortrag über die natürliche Demokratie zu halten.“

„Natürliche Demokratie? Was darf ich darunter verstehen?“

„Nun, keine Parteiendemokratie. Die natürliche Demokratie ist sehr ursprünglich, sie geht im Grunde schon auf die Jäger- und Sammlerzeit zurück. Oder was glauben Sie, wie man sich damals auf Fragen des Alltags geeinigt hat?“

„Das klingt sehr interessant und ich würde mich gerne mit Ihnen darüber unterhalten, doch ich bin jetzt in der Sauna verabredet.“

„Unsere Reise dauert ja auch noch etwas, wir werden bestimmt eine Gelegenheit haben zu Reden. Ich bin eigentlich oft in der Lobby zu finden, dort gibt es einen sehr guten Wein und immer anregende Gespräche.“

„Ich werde die Augen nach Ihnen offen halten, Willi.“

„Viel Spaß in der Sauna.“

Monalisa und Lisa lagen auf ihren Badetüchern und schwitzten. Sie waren allein in der Sauna, doch sie rechneten nicht damit, dass dies so blieb, denn durch das große Fenster sahen sie immer mehr Menschen in der Badelandschaft auftauchen. Es gab eine kleine Bar, ein größeres Schwimmbad, welches die Form einer Blume hatte, auf einigen Liegen lagen Menschen in Bademänteln oder in Badetücher gewickelt. Es gab ein Eiswasserbecken und jede Menge Duschen. Neben der Bar gab es sogar einen großen Wirlpool. Darin saßen schon einige junge Leute und ließen sich Drinks servieren. Ja, hier konnte man seine Zeit herrlich verbringen. Es gab an einer Seite große Fenster, die den Blick auf die vorbeiziehenden Galaxien ermöglichten.

Die Tür ging auf und zwei Männer kamen herein. Sie grüßten unaufdringlich und legten sich ebenfalls auf die hölzernen Stufen. Ein Engel kam herein und goss etwas auf die heißen Steine in der Mitte dieser Saunahütte. Sogleich brach Monalisa der Schweiß in Strömen aus und auch Lisa hatte zu kämpfen. Sie schaute auf die Uhr, die über der Tür angebracht war und meinte zu Monalisa: „Ich glaube ich habe genug, ich muss mich abkühlen.“

„Ich komme mit, ich will ins Eiswasser, mir ist auch schrecklich heiß.“

„Aber erst vorsichtig mit kaltem Wasser abkühlen.“

Die Männer blieben in der Hitze zurück und schauten nicht auf, obwohl dies als Mann in der 3. Dimension nicht ganz einfach war. War Sexualität im Paradies eine Seltenheit, hier in der 3. Dimension spürten gerade die Männer eine wachsende Erregbarkeit.

Monalisa und Lisa hatten sich von einem Engel je einen kuscheligen, weichen Bademantel geben lassen und lagen nun ermattet in der Nähe der großen Fenster, ein erfrischendes Getränk in der Hand. So ließ es sich wirklich ausgezeichnet leben, dachte nicht nur Monalisa.

„Schade, dass Thomas seine Freizeit nicht auch hier verbringt,“ sagte Lisa.

„Hängt er wieder über irgendwelchen Karten?“

„Er hat mich heute ganz komisch angesehen, aber kaum ein Wort mit mir gewechselt. Ich habe fast das Gefühl, er ist etwas böse auf mich.“

„Du irritierst ihn wahrscheinlich, vielleicht fühlt er sich durch Dich abgelenkt.“

„Ich will ihm doch nichts Böses, ich fände es nur schön, wenn er mich vielleicht einfach mal anlächeln würde.“

„Er scheint wirklich eine harte Nuss zu sein. Vielleicht sollte Amor noch mal nachlegen.“

„Ich bin schon so verunsichert, ich weiß gar nicht mehr, wie ich mich verhalten soll.“

„Das Gefühl kenne ich. Aber dies gehört alles zu einer richtigen Liebesgeschichte, denke ich.“

„Noch vor zwei Wochen war ich eine völlig unbeschwerte Seele. Ich war glücklich und zufrieden. Doch langsam fange ich an zu leiden.“

„Vielleicht musst Du einen Schritt auf ihn zugehen. Bringe ihm doch mal einen Kaffee.“

Die beiden Männer aus der Sauna legten sich in ihre Nähe. Sie schauten zu den Frauen hinüber, sie lächelten freundlich, doch Lisa hatte dafür keinen Sinn. Sie wollte von ihrem Thomas angelächelt werden und auch Monalisa hatte nicht vor zu flirten. Sie zog an ihrem Strohhalm und stellte das Glas auf einem kleinen Tischchen ab.

„Schau Dir nur diese Galaxien an, keine gleicht der anderen, jede ist einzigartig.“

„Aber fast alle sind Scheiben. Ich verstehe eigentlich nicht, wieso nicht auch mal eine Viereckige dabei ist,“ meinte Lisa.

„Nun, ein Bombini ist auch rund, eine Scheibe. Die Form ist einfach natürlich. Ich glaube, das Magnetfeld einer Galaxie sieht genauso geformt aus, wie das Magnetfeld eines Bombinis. Ich denke, ein Bombini und eine Galaxie sind sich wirklich sehr ähnlich.“

„Und warum fliegen die Galaxien dann nicht auch durch das Universum?“

„Das tun sie doch. Keine steht wirklich still. Ich glaube ihr Torsionsfeld ist dafür verantwortlich.“

„Du meinst Galaxien sind riesige Bombinis?“

„Im Prinzip ja.“

Monalisa schloss die Augen. Sie dachte an Monica, denn die hatte als Erste diesen Gedanken gehabt. Monalisa erinnerte sich an die Zeichnungen auf der großen Tafel, an die Kamera und an die viele Arbeit, die Filme zu schneiden. Es war eine wunderbare Zeit gewesen. Sie war voller Erkenntnisse und belohnt wurden sie durch höchste Glücksgefühle. Aber auch Monica war die ganze Zeit unglücklich verliebt gewesen. Ihr Herz hing an einer verlorenen Jugendliebe und sie hoffte die ganze Zeit, dass ihr der liebe Gott zum Dank für ihre fleißige Forschertätigkeit den Mann ihrer Träume zurück brachte. Aber es sollte ganz anders kommen. Satan Junior und sie wollten nun mal zusammen sein. War das egoistisch von ihnen gewesen? Oder war Osram nicht wirklich der bessere Freund? Alles was sie von diesem Jugendfreund wusste, dass stieß sie total ab. Dieser Typ war ein totaler Egoist, ein wunderbarer Künstler zwar, aber auf einem absoluten Egotrip. Er hatte Monicas Liebe nie wirklich erfasst, ja, er hatte sie weggeworfen. Ob Monica diese Liebe wohl endlich aufgegeben hatte? Sie schien mit Osram ein angenehmes Leben zu führen, nur, sexuell lief zwischen den Beiden so gut wie gar nichts. Vielleicht wurde Monica ja deshalb immer dicker. Unerfüllte Liebe konnte krank machen.

„Lisa, Du solltest auf Thomas zugehen, zeige ihm, dass Du ihn liebst.“

„Ehrlich gesagt, ich bin es gewohnt, dass ein Mann auf mich zukommt.“

„Das wird Thomas aber wahrscheinlich nicht machen. Du musst ihm einen Kaffee bringen und ihm Dein schönstes Lächeln schenken.“

„Hm, ich kann es ja mal versuchen.“

Monalisa entschied zu all den Wohltaten, sich auch noch massieren zu lassen. Ein kräftiger Engel bot diesen Dienst an. Sie gingen dazu in einen Nebenraum. Monalisa legte sich auf den Bauch auf eine Liege und dann ging es auch schon los. Sie dachte gleich, oh je, der Engel kennt aber keine Gnade! Er fand immer wieder Stellen, die besonders weh taten. Aber nachdem er diese Stellen bearbeitet hatte, spürte sie gleich eine große Erleichterung. Sie hatte wirklich nicht geahnt, dass sie so verspannt gewesen war. Der Engel meinte zu ihr, diese Stellen seien alle Zeichen eines großen inneren Kampfes. Er empfahl ihr, in Zukunft die Dinge etwas lockerer zu sehen. Sie dachte an ihre Satans-Jagd und wirklich, diese Suche hatte sie sehr angestrengt. Aber es war einfach notwendig gewesen. Sie konnte den Gedanken, dass dieser Scheißkerl die Macht über die Erde bekam, einfach nicht ertragen. Sie fühlte sich dadurch persönlich angegriffen, denn ja, es stimmte, sie wollte die Macht. Sie wollte aus der Erde ein Paradies machen, ihr Paradies. Ein Paradies der 3. Dimension, warum auch nicht? Warum sollte man erst sterben um in den Genuss eines Paradieses zu kommen? Aber Satan Senior wollte eine Hölle dort errichten. Das musste einfach verhindert werden, auch wenn die Masse der Menschen meinten dort ihr Glück zu finden. Geld, Macht, Ruhm … letztendlich waren dies die einzigen Gaben, die Satan zu geben hatte. Sie hingegen wollte, dass alle Menschen ausreichend zum Leben hatten, dass sie über ihren Alltag und ihre Lebensweise selbst bestimmen konnten, dass jeder die Chance hatte über sich selbst hinaus zu wachsen, dass Talente gefördert wurden und dabei Selbsterkenntnis gewonnen wurde. Ihre Welt unterschied sich vollkommen von der eines Satan Seniors, ja, dieser Mann hatte darin keinen Platz, er sollte verschwinden und sich auf dem Mars niederlassen. Den Planeten hatte schließlich er in diesen trostlosen Zustand gebracht. Mit der Erde durfte dies nicht auch noch geschehen. Und die einzige Lösung für dieses Problem sah sie in der Wahrheit.

Der Engel knetete jetzt ihre Arme und Beine und sie spürte deutlich, sie war ein dreidimensionales Wesen. Es würde wohl Gottes Geheimnis bleiben, wie er das geschafft hatte, dass sie alle nun einen materiellen Körper besaßen. Aber es war wunderbar, sie fühlte sich langsam wirklich ausgezeichnet. So eine Massage war einfach wunderbar. Der Engel war fertig und sagte: „So, am Besten Du entspannst noch ein Bisschen, aber dann müsstest Du Dich wie neugeboren fühlen und kannst wieder Bäume ausreißen.“

„Ich will doch keine Bäume ausreißen“, lachte Monalisa. „Ich will nur dem Teufel seine drei goldenen Haare entfernen.“

„Das dürfte nun kein Problem mehr sein, musst einfach immer schön locker bleiben.“

Langsam wurde es Zeit für das Abendessen und Monalisa und Lisa machten sich auf den Weg in ihre Zimmer um sich etwas Schönes anzuziehen. Monalisa wählte ein weißes Kleid, es war oben herum eng geschnitten, doch der Rock war weit und fließend. Es stand ihr ausgezeichnet. Die Haare steckte sie hoch und sie legte sich auch noch eine Kette aus kleinen bunten Steinen um den Hals. Zeit für den Laptop hatte sie leider nicht mehr, sie würde sich später hinsetzen und an ihrem Bericht weiterschreiben.

Im Speisesaal waren wieder schon fast alle Tische besetzt und sie ging zu ihrem Platz. Lisa war auch schon da und welche Überraschung auch Thomas war gekommen. Der liebe Gott hatte ihn direkt neben Lisa gesetzt und die schien überglücklich zu sein. Sie sah strahlend schön aus in ihrem roten Kleid. Thomas unterhielt sich allerdings mit seinem Tischnachbarn auf der anderen Seite. Galant war das nicht gerade, fand Monalisa.

Der liebe Gott schaute Monalisa bewundernd an und meinte: „Was ist geschehen, die Frauen sehen heute alle so zauberhaft aus?“

Das Essen wurde serviert. Es gab eine Gemüsesuppe als Vorspeise, sie war köstlich und mit frischen Kräutern gewürzt. Monalisa fragte den lieben Gott, woher er hier auf dem Schiff nur all die wunderbaren Lebensmittel habe und er erklärte, dass es ganz unten im Schiff eine Art Gewächshaus gebe, sie solle ruhig auch dort einmal vorbeischauen. Es gebe sogar Hühner und einige Kühe dort, so dass es den Köchen an nichts mangeln würde. Auch die Küche solle sie sich mal zeigen lassen, dort gebe es ein großes Kühlhaus, in dem sehr viele Köstlichkeiten aus dem Paradies gelagert würden. Aber sie würden bei ihren Zwischenstops auch immer wieder neue Lebensmittel an Bord nehmen, man bräuchte wirklich keine Angst haben, dass man auf diesem Schiff verhungern würde.

Als Hauptgang gab es eine wunderbare Gemüselasagne und zum Nachtisch gab es Vanilleeis mit Erdbeeren und Schokoladensoße. Monalisa trank dazu wieder Wasser, welches wie sie erfuhr aus einer besonderen Quelle im Paradies kam. Das Wasser hatte heilende Kräfte und schmeckte sehr erfrischend, denn es war mit Sprudel versehen.

Thomas hatte endlich erkannt, dass er den Frauen gegenüber nicht so abweisend sein durfte und er fragte Monalisa wie sie den ersten Tag auf dem Schiff erlebt hätte. Sie erzählte daraufhin von ihrem Besuch im Maschinenraum und dem sehr angenehmen Nachmittag in der Sauna. Dies gab die Gelegenheit Lisa in das Gespräch mit einzubeziehen und Monalisa fragte Lisa, wie sie ihre Massage denn erlebt hätte.

Lisa errötete etwas, aber dann berichtete sie sehr unterhaltsam von ihren Gefühlen unter den Händen des wunderbaren Engels. Auch sie hatte einige Knoten auf dem Rücken gehabt, doch nun sei sie frei davon und fühle sich ausgezeichnet. Thomas schaute sie dabei sehr aufmerksam an. War er etwa etwas eifersüchtig auf den Engel? Monalisa hatte ganz den Eindruck. Thomas fragte Lisa um was für Punkte es sich denn auf ihrem Rücken gehandelt habe und Monalisa zog sich diskret aus diesem Gespräch zurück. Vielleicht war ja jetzt das Eis zwischen den Beiden gebrochen.

Monalisa bestellte sich noch einen Espresso, den sie aber in der Lobby zu sich nehmen wollte. Ihr war nach einer guten Zigarette und zum Glück gab es auf dem Schiff kein grundsätzliches Rauchverbot.

Sie setzte sich wieder an ihren Platz am Fenster und schaute die Galaxien an. Wie unendlich groß war doch das Universum, überall leuchteten diese herrlichen Scheiben und in allen lebten Wesen der 3. Dimension. Der liebe Gott konnte unmöglich alle besuchen.

Jemand setzte sich zu ihr an den Tisch und reichte ihr ein entzündetes Feuerzeug, denn sie war mit dem Drehen ihrer Zigarette gerade fertig. Es war Willi. Nach dem sie ihre Zigarette angemacht hatte, zündete er sich auch eine an. „Ab und zu tut so ein Glimmstengel wirklich gut, vielleicht sollte ich auch einen Kaffee dazu trinken. Wie war die Sauna, sind Sie jetzt gut erholt?“

„Es war ganz wunderbar, Willi, ich kann Ihnen vor allen Dingen die Massage empfehlen. Danach sieht man die Welt erheblich lockerer.“

„Nun, dann gehe ich morgen vielleicht auch mal da hinunter. Ich werde immer aufgeregter, wenn ich an meine Rede denke.“

„Haben Sie die Rede schon geschrieben?“

„Ich werde nur ein paar Stichworte mitnehmen, ich will frei Reden.“

„Oh, das ist wirklich eine große Herausforderung, aber wahrscheinlich der beste Weg, wenn man weiß, was man zu sagen hat.“

„Ich habe mir in den letzten Jahren eingehende Gedanken gemacht und auch ein Buch darüber geschrieben, ich hoffe, ich kann meine Ideen überzeugend darlegen.“

„Die Natürliche Demokratie? Das klingt zumindest schon mal sehr sympathisch.“

„Ja, im Gegensatz zur Parteiendemokratie auf jeden Fall. Parteien sind eine Erfindung der Satanisten. Teile und herrsche, ein sehr hinterhältiges Prinzip. Aber auch ich bin darauf herein gefallen, alle fallen darauf herein.“

„Und wie funktioniert die Natürliche Demokratie?“

„Sie baut auf kleine, möglichst selbstständige Einheiten auf. Es kann ein Stadtteil sein, eine ganze Region oder auch ein einzelnes Dorf, je nach dem. Die interessierten Menschen kommen zusammen und entscheiden gemeinsam, was sie zusammen realisieren wollen. Wer nicht mitmachen will, weil er sich nur um seinen Hof kümmern möchte, nun, er ist nicht gezwungen. Auf seinem Hof passiert nur was er will. Aber alle, die gemeinsam Probleme lösen wollen, die setzen sich zusammen und hören sich Vorträge zu den verschiedenen Themen an. Am Ende wird dann abgestimmt. Reden darf jeder und abstimmen auch.“

„Und was ist, wenn die eine Hälfte etwas anderes will als die Andere?“

„Nun, dann wird Beides gemacht. Zum Beispiel, die einen wollen ein Wasserkraftwerk, die anderen Windräder. Wo ist das Problem? Man baut ein Wasserkraftwerk und stellt Windräder auf. Ich vertraue auf die Intelligenz der Menschen, sie werden gemeinsam die beste Lösung finden. Wichtig ist nur, dass sie ehrlich informiert werden. Es darf keine Selektion der Ideen im Vorfeld geben. So lief das nämlich bei uns damals und auf diese Weise verschwanden die besten Ideen in der Schublade und nur dass was einige wenige wollten wurde den Menschen vorgeschlagen.“

„Und, gibt es in der Natürlichen Demokratie auch einen Kanzler?“

„Es wird nicht ganz ohne gehen, denn einer sollte als Gesprächspartner für die Nachbarstaaten da sein. Er ist eigentlich nur ein Außenminister, denn innerhalb des Landes regieren die Menschen sich selbst.“

„Gibt es denn Beamte, Polizei und ähnliches?“

„Es gibt eine ausschließlich auf Landesverteidigung ausgerichtete Armee, vorwiegend eine Wehrpflichtarmee, da macht jeder junge Mann und vielleicht auch jede Frau ihren Dienst, denn solange es angreifende Staaten gibt, muss das einfach sein. Das kann man nicht lokal lösen, denn hier gilt das Motto: Gemeinsam sind wir stärker. Es wäre naiv zu glauben, nur weil zum Beispiel Deutschland in einer Natürlichen Demokratie lebt, tun das alle anderen auch. Es wird wahrscheinlich immer Gruppen geben, die diese Demokratie zerstören wollen. Schutz ist also sinnvoll, ja notwendig.“

„Klingt vernünftig. Nur, wollen die Menschen sich wirklich selbst regieren? Ich denke manchmal, die Bevölkerung ist sehr bequem geworden. Selbstbestimmung erfordert Mitarbeit. Was hältst Du denn von dem bedingungslosen Grundeinkommen?“

„Das ist eine absolute Voraussetzung, doch jede Region bestimmt die Höhe selbst. Es sollte sich an den wirtschaftlichen Bedingungen orientieren, aber Existenzangst sollte keiner haben müssen. Natürlich fällt dann auch der wahnsinnige Reichtum einzelner weg. Das Geld sollte wie im goldenen Mittelalter am Ende des Jahres seinen Wert verlieren. Ich sage mal 20%, das sind dann die Steuereinnahmen zum Beispiel für die Armee. Beamte braucht man eigentlich gar nicht, jedenfalls nur sehr wenige, Richter und Anwälte vielleicht, denn es wird immer auch einzelne Verbrecher geben. Aber diese Leute werden von den Bürgern selbst gewählt und wieder abgesetzt, sollten sie sich als unfähig erweisen. Gesetze gibt es auch nur sehr bedingt.“

„Ich habe mir über diese Dinge auch Gedanken gemacht und ich habe mein Konzept die Bessere Weltordnung genannt. Dazu gehört natürlich das Fließende Geld, die Freie Presse, das Bedingungslose Grundeinkommen, gewählte Richter und Staatsanwälte, regionale Selbstverwaltung, Abschaffung der Parteien und noch einige Dinge mehr.“

„Ich sehe, wir sind uns in Vielem einig.“

„Der Begriff, natürliche Demokratie gefällt mir jedenfalls sehr gut, wenn Sie erlauben, übernehme ich ihn. Die Natürliche Demokratie in einer Besseren Weltordnung.“

„Das bringt es gut auf den Punkt, das mit der Besseren Weltordnung gefällt mir auch, den Begriff würde ich auch gerne übernehmen.“

„Also, abgemacht. Natürliche Demokratie und eine Bessere Weltordnung. Wir sollten unsere Konzepte angleichen und gemeinsam vertreten.“

Monalisa sah auf die Uhr und stellte fest, es war schon nach 11 Uhr, sie musste noch an ihren Reisebericht, und so verabschiedete Sie sich von Willi und wünschte ihm eine gute Nacht. Sie fand, dieser Mann war wirklich sehr sympathisch und sie drückte ihm die Daumen, dass seine Rede ein großer Erfolg werden würde.

„Willi Brandt – Der Visionär“ sagte damals „Wir wollen mehr Demokratie wagen!“ und nun war er endlich da angekommen, wo seine Vision Wirklichkeit werden konnte, dachte Monalisa. Brandt hatte die Erfahrung, Kanzler einer Parteiendemokratie gewesen zu sein, gemacht und wenn auch er heute zu dem Schluss kam, Parteien seien das eigentliche Übel, so konnte sie ihm nur Recht geben. Sicher, damals wäre es für die Natürliche Demokratie noch zu früh gewesen, aber im Zeitalter des Internets war es keine Utopie mehr. Die Menschen hatten mit der modernen Technik sehr gute Möglichkeiten sich breit zu informieren und zusammenzuschließen. Ein großer Staatapparat war einfach nicht mehr nötig, ja er war überflüssig, wenn nicht gar hinderlich. Ein Kanzler als gewählter Staatsvertreter in auswärtigen Angelegenheiten, das war sicher nicht falsch, denn in anderen Ländern mochte es noch Könige oder Präsidenten geben und irgendwer musste sich mit diesen Personen an einen Tisch setzten um über die jeweiligen Beziehungen zu reden. Das Land brauchte ein Gesicht, ein offenes, freundliches aber auch gut informiertes Gesicht. Hinter ihm stünde dann nicht nur eine Partei, hinter ihm stünde das ganze Land. Sein Auftrag wäre es Frieden mit den Nachbarn zu schließen, sein Auftrag wäre es die Freiheit im Innern aufrecht zu halten. Er würde die verfassungsgebende Versammlung leiten, denn Deutschland hatte schließlich noch keine. Sein Auftrag wäre es, sich um die Verteidigung zu kümmern, denn einer musste die Generäle führen und die Verteidigungsrichtlinien erlassen.

Monalisa wollte mit ihm bei nächster Gelegenheit über die Art der Verteidigung sprechen, denn das Buch der Strugatzkis hatte auch sie gelesen. Warum sollte man die Skalarwellentechnik nicht an den Grenzen stationieren und bei einem Angriff bei den Angreifern für einen Meinungswechsel sorgen. Raketenabwehr war sicher auch notwendig. Aber Soldaten sollten nicht schießen müssen, denn der liebe Gott bestand aus gutem Grund auf seinem Gesetzt: „Du sollst nicht töten!“ Man würde ganz neue Verteidigungstechniken entwickeln müssen. Und Angriffe im Ausland sollten ausgeschlossen, ja technisch unmöglich sein, denn kein Land sollte noch einmal vor Deutschland Angst haben müssen.

„Eine Woche mit Willi Brandt (1981)“ zeigt das politische Alltagsleben eines engagierten Parteivorsitzenden und Monalisa fand, er hatte seine Sache eigentlich wirklich gut gemacht, er war immer ein Mensch geblieben. Wenn es nur solche aufrechten Persönlichkeiten in den Parteien gäbe, dann hätte sie mit der Parteiendemokratie keine Probleme. Doch heutzutage wimmelte es dort von ruckgratlosen Diätenabzockern. Ein Politiker wie Willi Brandt hätte heute innerhalb einer Partei gar keine Chance mehr aufzusteigen, ja, er würde sich angewidert abwenden und das hatte Willi nun ja auch getan. Heute bereitete er eine Rede vor, die eine Abschaffung der Parteien forderte und die die Selbstbestimmung der Bürger in den Vordergrund stellte. Er wollte wirklich mehr Demokratie wagen, und darum hatte der liebe Gott ihn wohl auch in sein Paradies eingeladen. Dort hatte er sich seinen Wusch erfüllt und an der großen Universität ein Studium aufgenommen. Vielleicht würde er dort ja Karriere machen und irgendwann Professor werden. Ein Professor für Friedensforschung und Friedenspolitik. Ja, Monalisa würde sich sicherlich noch häufiger auf eine Zigarette mit ihm zusammensetzen. Sie fuhr den Rechner herunter, ging sich die Zähne putzen und zog sich das Nachthemd über. Unter der kuscheligen Decke liegend schaute sie noch einmal zu den Sternen und war bald schon tief und fest eingeschlafen.

Veröffentlicht am 29.11.2014

FORTSETZUNG folgt!

monalisatv

3 Comments

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