Monalisa TV – Die JULIS…10.April 2016

Monalisa erwachte. Sie schaute auf die Uhr. Es war kurz nach Zehn.

Oh je, schon wieder hatte sie verschlafen, dabei wurden

sie doch von den Julis erwartet.

Sie sprang aus dem Bett, öffnete die Tür und dort stand ihr Kaffee und eine rote Rose steckte in ihrem Becher. Sie freute sich und trug den Kaffee und die Rose in ihr Zimmer. Sie hatte keine Vase. Sie ging ins Badezimmer und nahm sich das Zahnputzglas, füllte es mit Wasser und stellte dieses mit der Rose auf ihren Schreibtisch. Dann goss sie sich Kaffee in ihren Becher und ging noch mal in ihr Bett. Es war ein wunderschönes Himmelbett und sie fühlte sich in diesem Moment wie eine Prinzessin. Was war das doch für ein aufregender Abend gewesen. Sie hatte sich völlig gehen lassen und nun war sie sehr entspannt. Michael war wirklich ein ganz hervorragender Liebhaber. Er hatte sich absolut in sie eingefühlt und ihr das Gefühl gegeben die aufregendste Frau des Universums zu sein. Sie schloss noch mal kurz die Augen und ließ den Abend Revue passieren. Sie waren zusammen dort bei den Tieren eingeschlummert, doch ganz in der Früh waren sie erwacht. Er hatte sie noch mal ganz wunderbar geküsst, dann hatte er sie zu ihrem Zimmer gebracht. Zum Glück waren sie niemandem begegnet.
Dann hatte sie sich schnell hingelegt und war sofort eingeschlafen. Die Zähne hatte sie nicht geputzt. Sie stand auf um dies nun gründlich nachzuholen. Sie duschte ausgiebig und danach überlegte sie, was sie anziehen sollte. Sie würden gleich auf dem Planeten landen und es war nicht sicher, was für ein Wetter dort herrschen würde. Zum Bankett würde sie ein langes Kleid tragen, doch noch war es Tag. Sie entschied sich dennoch für ein Kleid. Es war weiß und knielang. Sie zog sich lange Seidenstrümpfe an. Zu dem Kleid gehörte auch eine kurze Jacke. Ja, so sah sie ordentlich aus, schließlich war es ein offizieller Besuch. Sie steckte die Haare hoch, legte sich eine Halskette aus bunten Steinen um, zog sich Pömps mit relativ flachem Absatz an und dann nahm sie sich eine schmale, weiße Ledertasche, die sehr elegant aber auch geschäftsmäßig aussah. So konnte sie gut aus dem Haus gehen, dachte sie. Sie sah aus wie eine Chefsekretärin.

Sie betrat die Lobby und dort war alles in heller Aufregung, denn sie waren gerade gelandet. Der liebe Gott wurde von vielen umringt und beantwortete Fragen. Alle hatten sich recht fein gemacht, er trug eine reichverzierte weiße Uniform und als der liebe Gott sie entdeckte, da schaute er sehr zufrieden aus. Offensichtlich hatte sie sich angemessen gekleidet. „Schön dass Du pünktlich bist, Du siehst gut aus, wir werden alle zusammen aussteigen und dann sehen, was auf uns zukommt. Ich denke, es wird einen kleinen offiziellen Empfang geben, aber danach werdet ihr Gelegenheit haben Euch in der Stadt umzuschauen. Monalisa wird mich zum König begleiten.
Wir sehen uns dann spätestens zum Bankett wieder, ihr solltet Euch zuvor jedoch alle schön machen, die Julis legen viel Wert auf festliche Kleidung. Ihr werdet sehen, sie sind alle sehr schön anzusehen, auch wenn sich ihre Gestalt etwas von der unsrigen unterscheidet. Bildung wird bei ihnen groß geschrieben und natürlich der pflegliche Umgang mit der Natur.
Es gibt ein großes Museum in der Stadt, aber auch viele Teehäuser, in denen könnt ihr die kulinarischen Besonderheiten dieses Planeten probieren. Aber denkt daran, um 18 Uhr beginnt das Bankett, dann solltet ihr alle zum Palast kommen. Man wird Euch einen Führer anbieten, der Euch begleitet und alles erklärt. Und ach ja, sie kommunizieren auch über Telepathie, es dürfte also keine Verständigungsschwierigkeiten geben. Ich würde sagen, wir sammeln uns jetzt alle und dann geht es los.

Monalisa schaute sich nach Michael um, doch er war nirgendwo zu sehen. Schade, dachte sie, sie hätte sich gerne für die Rose bedankt. Aber nun war keine Zeit mehr ihn zu suchen, denn der liebe Gott nahm sie bei der Hand, drückte diese und sagte: „Dann wollen wir mal!“
Er ging mit ihr zusammen vorne weg, alle anderen kamen hinterher. An einer Seite der Lobby ging eine große Tür auf. Die Luft des Planeten Juli umfing sie und die Sonne schien warm auf sie herunter, als sie die Treppe betraten. Ein schöner Sommertag erwartete sie. Unten vor der Treppe standen mehrere Personen in langen Gewändern in einer Reihe und als der liebe Gott winkte, da winkten alle zurück und ein großen Jubel drang zu ihnen nach Oben. Gott ging als erster die Treppe hinunter und Monalisa folgte ihm. Unten angekommen trat ein Mann in einem langen roten Kleid, welches mit goldenen Mustern verziert war hervor und begrüßte den lieben Gott, indem er die Hände faltete und sich tief verbeugte. Monalisa hörte die Worte: „Willkommen auf unserem Planeten, alle Julis begrüßen Dich und Deine Gefolgschaft auf das Herzlichste. Wir fühlen uns sehr geehrt, dass Ihre Majestät uns die Ehre gibt. Bitte, nehmt als Willkommenszeichen einen Blumenkranz entgegen.“
Und eine junge, sehr schlanke Frau in einem weißen, langen Kleid, es erinnerte an einen orientalischen Kaftan, trat hervor und der liebe Gott neigte seinen Kopf und sie legte ihm einen geflochtenen Blumenkranz um den Hals. Dann war Monalisa dran und auch sie bekam einen solchen Kranz umgelegt, ja jeder von ihnen wurde so begrüßt. Der liebe Gott schritt die Ehrenformation ab, die alle ihre Hände falteten und sich tief verbeugten. Der Mann in dem roten Kleid ging an seiner Seite und führte Gott auf einen großen Platz, wo Tausende standen und ihm freudig zujubelten. Der Platz war mit Blumen übersät. Ein Mann und eine Frau kamen gemessenen Schrittes ihnen entgegen und Monalisa ahnte, dies mussten der König und die Königin sein, denn ihre Gewänder waren überaus prächtig.
Sie verneigten sich tief und Monalisa hörte den König sprechen: „Wir freuen uns über alle Maßen, Dich wiedereinmal bei uns begrüßen zu dürfen. Es ist uns eine sehr große Ehre. Ich hoffe, die weite Fahrt bis zu uns ist angenehm verlaufen.“
„Ich danke für den freundlichen Empfang, lieber König Janu, meine Verehrung, liebe Königin Sana, ich sehe, wir haben gutes Wetter mitgebracht. Darf ich Ihnen Göttin Monalisa, meine Geschichtsschreiberin, vorstellen.“
Der König und die Königin neigten leicht ihre Köpfe, die tatsächlich ziemlich langgestreckt waren. Sie trugen kunstvoll verzierte Hauben, die Monalisa etwas ägyptisch anmuteten. „Sei herzlich willkommen auf Juli, wir haben schon von Dir gehört und natürlich nur das Beste. Du sollst eine großartige Schriftstellerin sein. Die Kunst des Schreibens ist auch bei uns sehr hoch angesehen. Meine Frau wird Dir unsere große Bibliothek zeigen können.“

„Ich danke für den netten Empfang und die lobenden Worte, aber ich bin eine Anfängerin.

Es hat Größere in der Geschichte gegeben.“

„Nur nicht so bescheiden. Bitte folgt uns durch den großen Park, wir haben im Palast einen kleinen Empfang vorbereitet.“ Und der König ging an Gottes Seite voran und Monalisa und Königin Sana schritten hinterher. Der große Rest folgte und staunte. Was war das für eine wundersame Welt! Die Pflanzen waren so außergewöhnlich, die Gebäude, welche zu sehen waren, strahlten hell in der Sonne und sie schienen wie aus Tausend und einer Nacht zu sein. Dabei waren sie aber sehr modern, es gab viel Glas und auch glänzendes Metall, die Fenster hatten Rundbögen und an allen Häusern waren Balkone, auf denen die Julianer ihnen zuwinkten. Der Tross schob sich an kleinen Teichen mit Springbrunnen vorbei, unter den ausladenden Bäumen standen Parkbänke, und überall wuchsen die exotischsten, in allen Farben leuchtenden Blumen.
Die Königin zeigte auf die verschiedenen Pflanzen und erklärte, dass Blumen ihre Leidenschaft seien, sie würde oft im Garten sitzen und ihre Lieblinge malen. Das konnte Monalisa verstehen, denn die Blüten der Blumen waren faszinierend schön. Sie erzählte, dass auch sie gerne in ihrem Garten an der Staffelei stand und so hatten sie schnell ein gemeinsames Thema gefunden.

Sie erreichten den Palast. Es war ein unbeschreibliches Gebäude, überall glitzerte es, es gab jede Menge Figuren auf der weißen Fassade zu bestaunen, auch wieder Blumen in ungezählter Menge und ganz oben sah man eine große, goldglänzende Kuppel leuchten.
Steinerne Stufen führten durch mehrere geöffnete Glastüren in einen großen Saal wo schon jede Menge Julianer auf sie warteten. Es wurden Gläser verteilt und in kleinen Schälchen befanden sich irgendwelche besonderen Früchte. Monalisa nahm sich eines dieser roten Früchte und als man ihr aufmunternd zunickte, steckte sie sich dieses rote Etwas in den Mund. Der Geschmack war absolut ungewöhnlich, süß sicherlich, aber auch sauer. Sie merkte gleich, diese Früchte stiegen einem in den Kopf, denn nun fühlte sie sich seltsam leicht und beschwingt.
Die Königin schaute sie fragend an und Monalisa sagte: „Sie schmecken ganz wunderbar, aber sie scheinen mir fast so wirksam wie eine Droge zu sein. Sie machen einen leicht beschwipst.“
„Sie gehören bei uns zu jeder festlichen Begrüßung, sie heißen Lulitis und sind sehr gefragt, denn sie sind selten, da sie nur alle paar Jahre an den Sträuchern heranwachsen.“
„Interessant, ich hörte, ihr ernährt Euch ausschließlich von den Gaben der Pflanzen?“
„Es macht unser Leben leicht, denn da jeder bei uns einen großen Garten besitzt ist Hunger bei uns eine Seltenheit. Im Winter wird es schon mal etwas eng, denn nicht jeder hat auch ein Gewächshaus, aber in diesem Jahr wird die Ernte wohl sehr gut werden und dann wird sehr viel eingelagert und zu wohlschmeckenden Marmeladen verarbeitet. Dazu essen wir jede Menge gutes Brot, denn Getreide wächst bei uns praktisch überall.“
„Gibt es denn keine Tiere auf diesem Planeten?“
„Oh doch, wir haben sehr viele Vögel und einige große Tierarten. Aber wir leben in absolutem Frieden mit ihnen. Wir tun ihnen nichts, sie tun uns nichts.“
„Und Fische?“
„Oh, davon haben wir auch sehr viele. Aber wir würden sie nicht anrühren. Sie sind alle Geschöpfe des Himmels wie wir und es ist uns ein Gräuel ihnen etwas anzutun.“
Monalisa dachte an Rudi, den Chefkoch, und sie bezweifelte, dass er hier zu seiner Forelle kommen würde.
Der König stand etwas erhöht und erhob sein Glas: „Herzlich Willkommen liebe Gäste, wir freuen uns Sie begrüßen zu dürfen und Ihnen unsere wunderbare Hauptstadt zu zeigen. Bitte, wer Lust hat, hier bei mir stehen einige der verehrtesten Bürger unserer Stadt, sie freuen sich mit Ihnen zu gehen und sie werden Ihnen alles Wissenswerte gerne erklären. Später erwarte ich Sie zu einem großen Bankett, es darf nach dem Essen auch gerne getanzt werden. Noch einmal, ein herzlichstes Willkommen auf Juli!“

Monalisa sah wie sich überall kleine Grüppchen bildeten, sie schaute nach Michael, doch nirgendwo konnte sie ihn erblicken. Ob er wohl immer noch schlief? Sie hatte jedoch keine Zeit darüber nachzudenken, denn der liebe Gott trat an ihre Seite und sagte: „Wir werden dem König jetzt unser Geschenk überreichen, komm …“
Die Königin und der König standen neben einander und warteten schon. Monalisa und der liebe Gott gingen zu ihnen und gemeinsam betraten sie einen großen Saal. Er erinnerte Monalisa an den Spiegelsaal in Versaille, obwohl er auch etwas Orientalisches an sich hatte. Sie wurden gebeten auf wundervoll geschnitzten und verzierten Sesseln Platz zu nehmen und der König begann das Gespräch: „Wir fühlen uns wirklich sehr geehrt und freuen uns ganz besonders. Wir sind nur ein kleiner Planet unter vielen und so fühlen wir uns außerordentlich ausgezeichnet. Gerne würden wir Euch alle zu einem ausgiebigen Urlaub auf Juli einladen, aber die große Versammlung ruft uns zum Mittelpunkt den Universums. Meine Frau wird die Geschäfte hier weiterführen, während ich mich freue, dass ihr mich und mein kleines Gefolge mitnehmt. Wir haben keine Raumschiffe, die eine solche weite Reise in vertretbarer Zeit machen ließe. Darf ich fragen, bleibt es dabei, dass es morgen Mittag schon wieder los geht?“
„Ja, die Zeit drängt, denn auch mein Riesenbombini braucht für diese Strecke eine gewisse Zeit. Wir werden auch noch mal einen Zwischenstopp machen müssen, aber in einer Woche beginnt die Versammlung und ich möchte gerne zwei Tage früher da sein um einige Vorgespräche zu führen.“
„Nun, meine Koffer sind gepackt und meine Delegation ist ebenfalls reisefertig. Aber heute wollen wir trotzdem zusammen feiern. Ich hoffe, dass unsere Musik gefällt, unser Orchester hat lange geprobt.“
„Wir danken für diese Gastfreundschaft und haben zum Dank eine Kleinigkeit mitgebracht. Darf ich kurz nach meinem Engel rufen, er wartet schon vor der Tür denke ich.“

Ein Diener des Königs, der die ganze Zeit still in einiger Entfernung gestanden hatte ging zur großen Tür und herein kam Michael und der Chefkoch. Sie schoben einen Wagen und verneigten sich vor dem König und der Königin. Rudi trug ein Tablett, auf dem sich kunstvoll drapiert, hauchdünn geschnittener Schinken und Melonenschiffchen befanden. Auf ein Zeichen vom lieben Gott stellte er das Tablett auf den Tisch zwischen ihnen.
„Lieber König Janu, liebe Königin Sana, hier möchte ich Ihnen meine neueste Kreation vorstellen. Es sind ganz besonders exquisite Honigmelonen mit einem ganz besonderen Schinken.“
Der König und die Königin schauten mehr als skeptisch, doch der liebe Gott ließ sich nicht beirren: „Keine Sorge, für diesen Schinken musste keiner sterben, es ist ein besonderes Produkt aus meiner molekularen Küche. Ich weiß, auch ihr seid in dieser Technik gut bewandert. Ich habe Euch die Samen der Pflanze mitgebracht, die die Grundlage für diesen Schinken ist. Der Name wird Euch nichts sagen, denn ich habe diese Pflanze in einem anderen Universum entdeckt. Aber sie verträgt sich mit den Pflanzen dieses Universums sehr gut, sie benötigt nur wenig Wasser, aber ihre Früchte sind wunderbar. Man kann sie roh nicht essen, aber wenn man sie entsprechend verarbeitet, dann kann man daraus so einen Schinken machen. Mein Chefkoch wird gerne Ihre Köche unterweisen. Leider kann ich ihn nicht hier lassen, aber ich bin sicher, Eure Köche werden auch so mit dem Rezept zurecht kommen. Bitte probiert diese Kombination, Melone und Schinken, die beiden Dinge harmonieren sehr gut miteinander.
Der König hatte sich bei diesen Worten wieder entspannt und griff beherzt zu. „Aus einem anderen Universum sagt Ihr, das ist natürlich sehr aufregend. Bitte Sana, nimm auch Du eines dieser kleinen Schiffchen. Die molekulare Küche ist bei uns eine große Kunst und wir sind immer begierig Neues kennen zu lernen.“
Der König steckte sich mutig das ganze Schiffchen in den Mund und kaute. Die Königin biss erst mal nur ein Stück ab, aber auch sie machte ein ganz zufriedenes Gesicht. Es schien Beiden gut zu schmecken. Da nahm auch der liebe Gott ein Schiffchen und reichte es Monalisa. Dann nahm er selbst eines und steckte es sich ebenfalls komplett in den Mund.
„Ja,“ sagte der König, „exquisit, sehr außergewöhnlich, aber großartig. Das Salz ist natürlich besonders wichtig für uns, davon haben wir selbst nur wenig in unserer Nahrung.“
Der liebe Gott erklärte: „Es enthält vor allen Dingen auch viele Proteine und dürfte Eure Ernährung gut ergänzen. Mein Gärtner wird Euren Botanikern die Aussaat und Pflege der Pflanzen erklären, er wartet sicherlich auch draußen vor der Tür.“
„Ich lasse gleich unseren Oberbotaniker rufen. Wirklich es schmeckt sehr gut, ungewöhnlich zwar, aber ich bin dem Neuen gegenüber immer schon sehr aufgeschlossen gegenüber, was sagst Du dazu Sana?“
„Es wird unseren Speisezettel sicherlich sehr bereichern. Was kann man denn noch mit diesem Schinken machen?“
„Oh, er schmeckt auch zusammen mit Brot ganz ausgezeichnet,“ antwortete Monalisa. „Leider verwendet ihr ja keine Eier, aber vielleicht habt ihr einen anderen Brotaufstrich, der noch dazu passt.“
„Oh, ich denke unsere Köche werden begeistert sein, das ist mal eine ganz neue Herausforderung für sie. Ich gebe zu, im ersten Moment war ich schockiert, aber da dieser Schinken eine Pflanze ist, also, wir bedanken uns sehr für dieses aufgefallene Geschenk. Nun möchten auch wir ein Willkommensgeschenk überreichen. Der König klatschte in die Hände und eine andere große Tür ging auf und ein Stuhl wurde von zwei Dienern hereingetragen.
Er war ganz außerordentlich reich verziert, ja, es war ein sehr angemessener Thron für einen großen König, ja für den König der Könige. Auf seiner Rückenlehne strahlte eine große Sonne, überall waren Figuren und Blumen geschnitzt. Der ganze Stuhl war ein einziges Kunstwerk.
„Bitte, nimm diesen Stuhl und sitze darauf bei der großen Versammlung, es wäre uns wirklich eine große Ehre,“ sagte der König zum lieben Gott. „Einer unserer größten Künstler hat ihn extra für dieses Ereignis entworfen.“
„Er ist wunderschön und ich bedanke mich sehr, ich werde ihn gerne mitnehmen und auch darauf sitzen. Es ist wahrlich ein Stuhl für einen König, habt Dank für diese Ehre.“
„Die Ehre liegt ganz bei uns, wir wollen, das die Versammlung ein Erfolg wird und wir hoffen, dass dieser Stuhl Dir den nötigen Respekt einbringt.“
„Oh, ich hoffe auch so auf Respekt zu stoßen, aber sicherlich, bei einigen Anwesenden kann so ein Thron schon für den nötigen Nachdruck sorgen. Wirklich, er ist großartig, was sagst Du zu diesem Möbelstück, Monalisa?“
„Er ist ein ganz großartiges Kunstwerk, hoffentlich ist er auch bequem.“
„Bitte, lieber Gott, nimm auf diesem Stuhl Platz, probiere, wie er sich anfühlt.“
Die Diener brachten den Stuhl näher herbei und stellten ihn in die Runde. Der liebe Gott stand von seinem Platz auf und setzte sich auf diesen besonderen Thron.
„Oh, ja, er ist angenehm gepolstert, ja, ich denke, hier kann ich stundenlang ohne Probleme drauf sitzen, ich werde mich so auch nach einer stundenlangen Sitzung körperlich sehr wohl fühlen. Meinen aufrichtigen Dank und ein Lob für den Künstler, der Stuhl ist wirklich sehr prächtig und dabei nicht allzu protzig. Ich werde ihn im Paradies in mein Arbeitszimmer stellen, sicherlich immer eine sehr schöne Erinnerung an diese Reise.“

Das Tablett war leer, denn der König hatte alle Schiffchen nacheinander verspeist. Offensichtlich sehnte sich sein Körper nach Salz und Proteinen. Auch die Königin hatte zugegriffen und schien angetan. Monalisa nahm sicherlich nicht zu Unrecht an, dass dieser Schinken schnell viele Liebhaber auf Juli gewinnen würde.
Nun klatschte die Königin in die Hände und es wurden Schalen mit den verschiedensten Früchten gereicht. Monalisa ließ sich nicht lange bitten und die Königin nannte ihr die Namen der entsprechend dazugehörigen Pflanzen, aber wie schon gesagt, das Namensgedächtnis von Monalisa war ihre größte Schwachstelle. Michael stand die ganze Zeit schweigend neben dem Wagen mit den weiteren Geschenken, denn zu dem Schinken gehörte natürlich eine nicht unbeträchtliche, technische Ausrüstung. Der König wurde auf Michael aufmerksam und fragte den lieben Gott, was denn in all den Kisten sei.
„Nun, mein Engel Michael wird mit meinem Chefkoch diese Dinge gerne in Eure Küche bringen und dort die Verwendung erklären, ich habe Beide in die besondere Technik der Schinkenproduktion eingeweiht, sie werden sich heute darum kümmern, dass Ihre Köche damit in Zukunft zurecht kommen.“
„Dann soll man sie gleich in die Küche geleiten,“ und wieder klatschte er in die Hände. Ein Diener trat zu den Beiden und gemeinsam verließen sie den Raum. Monalisa hatte Michael die ganze Zeit nicht aus den Augen gelassen, aber außer ein kleines Zwinkern war ihm nichts anzumerken. Sie fand ihn immer noch wunderschön, doch es würde wohl eine einmalige Geschichte bleiben, er war nun mal ein Engel und kein Partner für die Ewigkeit. Der liebe Gott sah sie an und sie hörte ihn ohne Worte sagen: „Wenn Du es wünschst, dann wird er immer für Dich da sein.“

Der Nachmittag war dann voller neuer Eindrücke, Königin Sana führte Monalisa durch die Räumlichkeiten ihres Palastes und sie besuchten auch das große, wunderschöne Gewächshaus, in dem die Königin Blumen und eine Vielzahl an essbaren Pflanzen züchtete. Sie zeigte ihr auch ihr Atelier, wo sie gerade an einem großen Bild malte. Es zeigte einen großen Vogel, der Monalisa an einen Pfau erinnerte. Im Hintergrund waren wieder jede Menge Blumen zu sehen. Sana war eine begabte Malerin und Monalisa musste sich eingestehen, dass sie niemals so viel Geduld für ein Bild aufbringen würde. Bei ihr musste es möglichst an einem Tag fertig sein, es war bisher nur sehr selten vorgekommen, dass sie länger als eine Woche an einem Bild gemalt hatte. Doch Königin Sana erklärte, dass sie an dem Vogelbild nun schon ein ganzes Jahr arbeiten würde und es sei natürlich immer noch nicht fertig. Aber sie würde auch gerne zeichnen, das würde nicht so lange dauern und so ließ Monalisa sich auch einige Zeichnungen zeigen und da konnte man sehen, Königin Sana hatte wirklich ein gutes Auge für Details. Die waren bei Monalisa selten wirklich wichtig. Ihr ging es um den Gesamteindruck, den Moment. Eigentlich ging es ihr auch gar nicht um das Ergebnis, der Prozess selbst war wichtig.
Sie besuchten auch die große Bibliothek und Monalisa staunte über die Menge an Büchern. Der König wollte möglichst von allen Büchern seines Planeten ein Exemplar besitzen, und so war diese Bibliothek nicht die einzige, es gab noch ein großes Gebäude in der Stadt, wo jedermann die Bücher studieren konnte. Da diese Bibliothek schon vor vielen Jahrhunderten angelegt worden und gepflegt worden war, konnte man durchaus sagen, hier wurde das Gedächtnis des Planeten gehütet. Bildung war denn auch eines der wichtigsten Dinge auf Juli. Fast in jeder Familie gab es einen der studierte und dafür sorgte, dass das Wissen in der Bevölkerung verankert wurde. Auch wurde die Technik hoch geachtet und gerade die Jugend war sehr an der Raumfahrt interessiert. Der Austausch mit den Planeten innerhalb ihrer Galaxie hatte eine hohe Priorität. Aber Reisen darüber hinaus kamen nur sehr selten vor, denn ihre Raumschiffe waren gemessen an dem Riesenbombini des lieben Gottes immer noch sehr langsam. Man wusste zwar, dass es technisch möglich war, instantan zu reisen, dass heißt ohne Zeitverzug, doch in der Umsetzung der dafür notwendigen Technik standen sie alle noch am Anfang. Man erhoffte sich durch den Besuch des lieben Gottes auch in diesem Bereich einen Fortschritt, aber natürlich wusste man auch, dass jede Gesellschaft sich diese Technik selbst erarbeiten musste. Aber den einen oder anderen Hinweis wünschte man sich schon. Monalisa musste gestehen, dass sie davon leider auch kleine Ahnung hatte, denn ihr eigenes Bombini sei nur in Lichtgeschwindigkeit geflogen, wenn sie instantan reisen wollte, dann war sie nie da angekommen, wo sie hingewollt hatte. Königin sana erklärte, dies sei auch ihr großes Problem, die letzte Exkursion habe sich praktisch heillos verirrt und man hatte schon befürchtet, man hätte die Mannschaft auf ewig verloren. Nur durch Zufall hätten sie nach Juli zurück gefunden.

Irgendwann kamen sie zu einem wunderschönen Wintergarten und dort wurde Tee und Gebäck serviert. Der König kam mit dem lieben Gott hinzu und es entwickelte sich ein entspanntes Gespräch über das Verhältnis zu den Nachbarplaneten. Dort wurde ganz anders gelebt, dort hielt man auch Tiere und verarbeitete ihre Produkte. Immer mehr junge Julis flogen mit ihren kleinen Raumschiffen dort hin und probierten die dortigen Spezialitäten. Auf Juli sah man dies nicht gerne, aber andererseits, man konnte die jungen Leute nicht alle kontrollieren. Sie mussten ihre eigenen Erfahrungen machen. Aber auf Juli war die Eintracht mit der Tierwelt Gesetz und es würde niemals erlaubt werden auch nur einen Fisch zu fangen. Es kam in letzter Zeit zwar schon mal vor, dass junge Leute dabei erwischt wurden, aber letztendlich erkannten alle irgendwann, dass es Unrecht war und die Tiere das gleiche Lebensrecht hatten wie alle auf Juli.

Monalisa war sich nun absolut sicher, es würde hier keine Forelle für Rudi geben. Aber sie würden ja eine Rast auf einem ganz besonderen Planeten machen, vielleicht würde er ja da zu seinem Fisch kommen. Der liebe Gott erzählte, dass sich dieser Planet auf halber Strecke befinden würde und das dort nur ein paar Zaubererfamilien leben würden. Es war ein gewisses Wunder, dass man sie dort bereit war zu empfangen, denn eigentlich wollte man von dort neugierige Augen und Ohren fernhalten. Aber da sie bis auf die Julis ja wieder zurück ins Paradies fliegen würden und der liebe Gott für ihre Sicherheit garantiert hatte, war man bereit sie zu empfangen. Der Ort musste jedoch unbedingt geheim bleiben, denn auf diesem Planeten wurden die großartigsten Wunder erarbeitet. Und das wusste man ja, Zauberer ließen sich nur sehr ungern dabei beobachten. Aber da der liebe Gott für sie alle der große Meister war, hatte man ihm diesen Besuch natürlich nicht abschlagen können und wollen.
Der König versprach, er würde Geheimnisse gut bewahren können und da dieser geheimnisvolle Planet viel zu weit für sie entfernt sei, bräuchte man sich wegen ihnen nicht zu ängstigen. Noch seien sie nicht in der Lage die Galaxie hinter sich zu lassen. Auch der König erzählte jetzt von der letzten großen Expedition, bei der man sich beinahe hoffnungslos verirrt hatte. Das Universum sei einfach unendlich groß, bis man sich dort so sicher drin bewegen könnte, wie der liebe Gott dies täte, das würde noch Jahrtausende dauern.

Irgendwann schaute der liebe Gott auf seine Uhr und meinte, er wolle nun gerne zurück auf das Schiff, denn er müsse sich noch etwas Festlicheres anziehen. Auch Monalisa verabschiedete sich daher und dankte für den schönen Nachmittag. Man begleitete sie bis vor den Palast und der Mann mit der roten Robe, der sie am Mittag empfangen hatte, begleitete sie durch den Park zum großen Landeplatz. Er hatte vorgeschlagen sie in einem kleinen Fahrzeug zu transportieren, doch der liebe Gott wollte lieber zu Fuß gehen. Monalisa und er gingen einige Schritte hinter dem Mann her, der vielleicht etwas enttäuscht war, dass man ihn nicht in das Gespräch einbeziehen mochte. Er war bestimmt ein sehr hochrangiger Staatvertreter, aber so etwas nützte beim lieben Gott nicht viel.
„Und, hat Dir der Rundgang durch den Palast gefallen?“
„Sehr, die Königin ist wirklich sehr nett und sie kann wunderbar zeichnen und malen. Dagegen bin ich ein Stümper. Stell Dir vor sie arbeitet an einem Bild länger als ein ganzes Jahr.“
„Das ist doch nicht ungewöhnlich, auf der Erde haben die großen Meister der Renaissance ein halbes Leben an einem Bild gemalt. Denke nur an die berühmte Monalisa, bis der Meister mit diesem Bild zufrieden war, hat es ewig gedauert. Aber es hat sich gelohnt, heute ist es das berühmteste Gemälde der Welt.“
„Ich habe diese Geduld nicht. Ich male um des Malens willen und wenn der Tag vorbei ist, dann will ich ein Ergebnis sehen.“
„Diese Ungeduld ist Dein Problem, gute Dinge brauchen nun mal ihre Zeit. Revolutionen, die an einem Tag stattfinden enden meist in Mord und Totschlag.“

Sie kamen am Bombini an und der liebe Gott wendete sich nun doch endlich auch dem hohen Beamten zu: „Vielen Dank, dass Sie uns geführt haben, wir werden sicherlich heute Abend noch mal die Gelegenheit haben uns etwas näher bekannt zu machen. Wie heißen Sie denn?“
„Ich bin der Reichskanzler Humel, doch ich bin es gewohnt, dass man mich nicht zur Kenntnis nimmt. Wir haben zwar laut Verfassung eine konstitutionelle Monarchie, aber keiner hält sich dran. Alle hören nur auf das was der König und die Königin sagen. Ich hörte sie vorhin von der Revolution sprechen, ich kann Ihnen sagen, wir machen das mit der langsamen Veränderung der Verhältnisse, doch mir fehlt es auch langsam an der Geduld.“
„Wird ihr Planet denn nicht gut durch den König und die Königin repräsentiert? Ist ihr Vorbild nicht vorbildlich?“
„Schauen Sie sich unsere Körper an, wir sind alle Haut und Knochen. Es gibt nicht wenige Wissenschaftler, die zu der Erkenntnis gekommen sind, dass wir zu wenig Proteine und vor allen Dingen Fette zu uns nehmen.“
„Nun, dann kann ich Sie in diesem Punkt schon mal trösten, ich denke, es wird nicht mehr lange dauern, und überall wird es meinen Schinken zu essen geben.“
„Schinken? Wir sind absolut gegen die Tötung von Tieren!“
„Der Schinken ist ein pflanzliches Produkt, aber es enthält sehr viele Proteine und vor allen Dingen Salz. Dem König hat es jedenfalls gut geschmeckt.“
„Ein pflanzlicher Schinken, was für eine Idee. Wissen Sie, was ich mir in meiner Jugend erlaubt habe, damals als ich eine große Reise zu den verschiedenen Nachbarplaneten gemacht habe, ich habe Milch getrunken und Käse gegessen. Auch ein Ei. Das war zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich habe mich danach blendend gefühlt. Die Jugend kommt immer wieder mit solchen Erfahrungen von ihren Reisen zurück und man wünscht sich eine Erweiterung unserer Speisekarte. Aber der König und die Königin sind völlig dagegen.“
„Ich denke, man kann sie über die molekulare Küche gewinnen. Der Schinken ist da ja nur ein erster Anfang. Ich habe meinem Engel ein dickes Kochbuch mitgegeben. Es wird vielleicht etwas dauern, aber dann wird es bestimmt immer wieder neue, gehaltvolle Lebensmittel geben. Sie müssen nur etwas Geduld haben.“
„Nun, was Sie sagen ist ein Lichtblick für viele von uns. Danke, dass Sie mich aufgebaut haben. Soll ich auf sie warten, oder finden Sie den Weg zum Palast auch alleine?“
„Wollen Sie solange unser Gast sein? Ich denke, in der Küche gibt es bestimmt auch ein Glas Milch für Sie.“
„Oh, also, wirklich, das wäre, welche Ehre, ich würde mir gerne einmal das Schiff von Innen ansehen.“
„Dann hereinspaziert! Monalisa, lass Dir nicht allzu viel Zeit mit dem Umziehen, ich sehe, wir haben nur noch eine knappe Stunde.“
„Ich werde pünktlich sein. Ich bringe zuvor nur den Reichskanzler in die Küche.“

Und so sorgte Monalisa dafür, dass dem Reichskanzler allerhand Speisen zum Probieren gereicht wurden und als sie sah, dass der Mann glücklich versorgt war, machte sie sich auf in ihr Zimmer. Sie sah die Rose auf dem Schreibtisch und roch daran. Hm, diese Rose verströmte im ganzen Zimmer ihren herrlichen Duft. Sie zog sich ihr enges Kleid aus und sprang ganz kurz unter die Dusche, ohne sich die Haare nass zu machen. Dann stand sie vor der Qual der Wahl. Schwarz? Weiß? Rot? Oder vielleicht Himmelblau? Sie entschied sich für Letztes. Das Kleid hatte einen weiten Rock aus sehr viel hellblauem Tüll, die Korsage war bestickt mit goldenen Blumen und Vögeln, das passte doch ganz gut, fand sie. Ihre Haare ließ sie offen, leicht gelockt fielen sie über die Schulter bis zum Rücken. Sie steckte sich einen goldenen Haarreifen ins Haar und dann schminkte sie sich etwas aufwendiger. Sie legte goldenen Liedschatten auf und tuschte sich kräftig die langen Wimpern. Jetzt noch etwas Lippenstift und Puder, dann war sie fertig. So angemalt ging sie nur sehr selten vor die Tür, aber ein Bankett in einem solchen Palast, da musste das einfach sein.

Als Monalisa in die Lobby kam, warteten dort schon viele Männer und Frauen, alle in ihre schönste Garderobe gewandet. Die meisten Männer trugen einen Smoking und die Frauen sahen alle hinreißend in ihren schönen Ballkleidern aus. Monalisa suchte nach dem Reichskanzler und sie sah ihn im Gespräch mit Willi, der auch einen Smoking trug. Der Reichskanzler hörte Willi sehr aufmerksam zu und als Monalisa an ihren Tisch trat, hörte Sie ihn sagen: „Das ist wirklich sehr interessant, was Sie sagen. Aber die Demokratie steckt bei uns noch in den kleinsten Kinderschuhen.“ Dann bemerkte er Monalisa und stand auf um sich zu verbeugen. „Göttin, Sie werden die Schönste für mich am heutigen Abend sein, ich habe Ihnen für Ihre Gastfreundschaft sehr zu danken. Die Küche war für mich ein absolutes Erlebnis.“
„Vielleicht sollten wir alle zuvor noch ein Käsebrot essen,“ schlug Willi vor. „Ich kann für heute eigentlich keine Früchte mehr sehen.“
„Einen Tag wird es doch mal gehen, Willi, aber wenn Du Hunger hast, in der Küche stehen ein paar Käsehäppchen bereit.“
„Dann gehe ich dort gleich mal hin. Es war mir ein Vergnügen mich mit Ihnen zu Unterhalten Reichskanzler Humel. Ich denke, wir haben später noch die Gelegenheit.“ Willi verbeugte sich und entschwand in Richtung Küche. Der Reichskanzler sagte zu Monalisa: „Das ist wirklich ein sehr interessanter Mann, was er mir über die Natürliche Demokratie erzählt hat ist einfach unglaublich.“
„Nun, auch seine Natürliche Demokratie steckt noch in den Kinderschuhen. Die Bevölkerung muss erst mal begreifen, dass sie sich selbst regieren kann. Das ist allerdings mit Arbeit verbunden und wenn etwas schief geht, dann ist man dafür selbst verantwortlich und kann es nicht auf den dummen König abwälzen.“
„Ich will nicht gesagt haben, dass unser König dumm ist, er will halt die Tradition bewahren. Ich möchte auch keine Tiere töten, aber ein Huhn legt genug Eier, da kann man ihm ruhig das Eine oder Andere abnehmen. Ich hatte gerade so ein Ei, einfach fantastisch, der Geschmack. Mit etwas Salz und einem Brot mit Butter, einfach himmlisch. Natürlich braucht man für die Butter Milch, aber hat eine Kuh nicht auch genug davon?“
„Es ist eine Frage der Tierhaltung, ein Tier in Freiheit produziert nur soviel wie es für den Arterhalt nötig ist. Damit eine Kuh viel Milch gibt, muss man ihr das Kind wegnehmen. Das ist nicht wirklich toll. Und auch ein Huhn legt nur Eier, wenn es keine Küken um sich hat.“
„Ja, das ist ein Problem. Welche Mutter gibt schon gerne ihr Kind her?“
„Aber über Fischfang können Sie vielleicht mit dem König reden. Fische sind es gewohnt gefressen zu werden, alle bis auf wenige Ausnahmen sind Teil der Nahrungskette, da wäre der Mensch nur ein Räuber unter Vielen.“
„Das sehen einige unserer Jugendlichen ganz ähnlich, für sie sind Schnecken zum Beispiel auch einfach nur Meeresfrüchte. Sie braten sie über Feuer und verspeisen sie mit Öl einer sehr scharfen Zwiebel, die Sie sicherlich auch kennen. Ich habe Knollen davon in der Küche gesehen.“

„Jede neue Generation bringt die Revolution ein Stück näher,

Sie müssen wie ich wohl Geduld haben.“

„Ich habe gehört, dass Sie auch für eine große Revolution arbeiten. Die Bessere Weltordnung, wenn ich nicht irre.“
„Ja, auf der Erde, dies ist ein kleiner Planet in der Milchstraßengalaxie, ist diese Revolution absolut überfällig. Dort hat sich die Gesellschaft leider in die völlig falsche Richtung entwickelt. Wenn Sie die Verhältnisse dort kennen lernen würden, dann würden Sie vor Heimweh schwer krank. Sie glauben ja gar nicht, wie dort mit den Tieren umgegangen wird. Es ist ein einziges großes Verbrechen, was dort stattfindet. Jeden Tag, jede Stunde werden dort Millionen Tiere brutal getötet. Sie werden in engen Ställen ohne Sonnenlicht geboren und gemästet. Dann kommen sie in einen Schlachtbetrieb, der kurzen Prozess mit ihnen macht. Diese Tiere leiden von Geburt bis zum Tod. Es ist wirklich eine himmelschreiende Katastrophe. Noch vor vielleicht 10 000 Jahren hat man jedes Tier mit Hochachtung behandelt, wenn man es tötete, dann entschuldigte man sich bei dem Tier und dankte ihm für sein Opfer, sein Fleisch. Aber heute wird das Tier als Massenware betrachtet ohne Seele ohne ein Recht auf Liebe. Mich macht es ganz unglücklich, wenn ich an all das ihnen zugefügte Leid denke. Da finde ich die Konsequenz ihrer Lebensart wirklich um Vieles sympathischer, obwohl ich jetzt auch gerne noch mal kurz in ein Käsebrot beißen möchte.“
„Dann aber hurtig, Monalisa,“ sagte der liebe Gott, der die letzten Sätze von ihr gehört hatte. „Wir sollten uns langsam auf den Weg machen, Herr Reichskanzler, bitte führen Sie uns.“

Die ganze Gesellschaft machte sich auf den Weg und nicht wenige aßen noch ein Käsebrot auf dem Weg. Monalisa ging neben Lisa und Thomas. Dieser trug seine Festtagsuniform, weiß mit goldenen Streifen und einigen Orden an der Brust. Er sah sehr gut aus und schien auch sonst bester Laune zu sein. Auch Lisa strahlte über das ganze Gesicht. Sie trug ein weißes Tüllkleid mit goldenen Stickereien und so passten die Beiden auch äußerlich hervorragend zusammen. Lisa fragte Monalisa mit einem verschwörerischem Lächeln. „Und, wie war Dein Abend noch?“
„Himmlisch, meine Liebe. Einfach himmlisch.“
„Wer ist es?“
„Er ist ein Engel.“
„Ein echter Engel? Ja, können die denn überhaupt küssen?“
„Das und noch viel mehr.“
„Na so etwas! Hat man davon schon mal gehört?“
„Ist Thomas denn kein Engel für Dich?“
„Sicher, doch da ist zum Glück alles dran.“
„Engel sind auch keine Kastraten, glaube mir. Dass sie geschlechtslos sind ist ein Märchen.“
„Wirklich, Du hast mit einem Engel?“
„Wie schon gesagt, es war himmlisch.“
„Wer ist es denn?“
„Nun, ich hoffe er kommt heute zum Tanz, dann siehst Du ihn.“

Sie wurden in einen großen Saal geführt, wo in einem großen U Tische aufgestellt und mit wunderschönem Geschirr eingedeckt waren. Sie wurde von einem Diener an ihren Platz neben der Königin geleitet. Zu ihrer Linken saß der Reichskanzler und seine Frau. Der liebe Gott hatte den Ehrenplatz neben dem König und daneben saß die Tochter des Königs. Monalisa hielt Ausschau nach Michael, doch er war nicht zu entdecken. Thomas und Lisa nahmen neben der Königstochter Platz. Sie sah Willi ganz in der Nähe, er machte sich gerade mit einer sehr aparten Erscheinung bekannt, Monalisa erkannte in ihr die junge Frau, die ihnen bei der Ankunft die Blumenkränze überreicht hatte. Die Sitzordnung war so, dass neben jedem Gast ein Junilaner saß. Alle machten sich miteinander bekannt und erst als der König sich erhob, wurde es leiser, bis keiner mehr sprach.
„Liebe Gäste, ich hoffe Sie hatten einen angenehmen Tag bei uns in der Stadt und konnten sich einiges anschauen. Gerne würde ich Sie zu einem längeren Aufenthalt einladen, aber wir alle haben ja ein großes Ziel, die kosmische Versammlung. Morgen geht es darum gleich wieder weiter. Aber heute wollen wir Ihnen noch unsere besondere Küche vorstellen. Unser Team in der Küche hat wie ich denke gezaubert und ich hoffe, Sie werden zufrieden, ja überrascht sein. Es geht auch alles ohne tierische Lebensmittel. Ich will Sie hier nicht bekehren, aber einige Vorurteile hoffentlich abbauen. Bitte, lassen Sie es sich schmecken! Auf einen wunderbaren Abend, Ich hebe mein Glas auf Sie alle, wie man bei ihnen sagt: Prost und wohl bekomm’s!“
Alle griffen nach ihrem Glas und prosteten dem König zu. Jetzt waren doch alle ziemlich neugierig, was aufgetischt würde.
Als Erstes gab es frittiertes Gemüse, eine an Avocados erinnernde Creme und etwas das rosa aussah. Es schmeckte Monalisa vorzüglich und auch alle anderen lobten den Geschmack. Das frittierte Gemüse kam besondern gut an und Monalisa dachte, dass das Käsebrot gar nicht nötig gewesen wäre. Der Reichskanzler fragte Sie, wie es ihr schmecken würde und sie konnte nur Begeisterung zeigen. „Wenn Sie zunehmen wollen, lieber Reichskanzler, dann essen Sie viel von diesem Gemüse. Es schmeckt wunderbar und ist herrlich fettig. Das Öl scheint mir auch besonders schmackhaft zu sein.“
Da meldete sich die Frau vom Reichkanzler zu Wort und sagte: „Wir gewinnen Öl aus sehr vielen Pflanzen, es ist unsere wichtigste Fettquelle.“
Der nächste Gang war eine Gemüsesuppe mit vielen Kräutern, und die war wirklich köstlich, das Gemüse war sehr fein und zugleich kunstvoll geschnitten, denn alles hatte sie Form von Blumen.
Danach gab es eine Art Steak aus Sojabohnen. Dazu gab es wieder eine besonders wohlschmeckende Creme die etwas nach Nüssen schmeckte und Salat. Dann gab es das Highlight des Tages, Melone mit Schinken, dem Schinken. Nun waren es die Julianer, die überrascht waren und sich begeistert äußerten. Zum Abschluss des Dinners wurden nun heiße, gebackene Früchte mit Fruchteis aus einer Art Kokusmilch gereicht und alle waren sehr zufrieden.

Die Königin wendete sich an Monalisa und fragte, ob sie satt geworden sei. „Majestät, ich bin absolut zufrieden, ich gebe zu, ich habe zuvor noch in ein Käsebrot gebissen, aber es wäre nicht nötig gewesen. Alles war ganz wunderbar.“
„Käse wird doch aus Milch gemacht, halten Sie dies für vertretbar? Ich meine es ist doch die Milch für die Kälber.“
„Da haben Sie vollkommen Recht, aber die Natur schenkt oft mehr als nötig. Wenn man dafür sorgt, dass es den Tieren in der Tierhaltung gut geht, dann sind sie sehr großzügig. Und Käse ist wirklich ein Genuss. Es ist reich an Fett, das braucht der Körper, wenn er selbst auch Fett anlegen will.“
„Warum sollte man fett sein wollen?“
„Nun, für Notzeiten, im Winter zum Beispiel. Außerdem schmeckt es sehr gut.“
„Unsere Jugend verlangt immer häufiger nach solchen Dingen. Aber wir wollen in Frieden mit den Tieren leben.“
„Das kann ich gut verstehen, aber es kann auch ein gegenseitiges Geben und Nehmen sein. In der Natur hat das Tier Feinde, wenn der Bauer es davor beschützt und ihm regelmäßig Futter gibt, gibt es gerne etwas dafür.“

„Vegan Leben in Deutschland Euromaxx / Euromaxx“ und „Der Star der Vegan-Küche: Attila Hildmann / Euromaxx“ zeigt, es geht tatsächlich auch ohne Fleisch und Tierprodukte. Fantasie ist gefragt und nach dem Sojasteak fragte sich Monalisa wirklich ob der Schinken so notwendig war. Doch der liebe Gott würde schon wissen, was sich in dem Schinken für Stoffe verbargen und warum er diese Medizin den Julis verabreicht hatte. Vielleicht waren es bestimmte Vitamine oder Spurenelemente. Jedenfalls war die Resonanz bei den Julis sehr groß. Auch der König hatte bei dem Melonengang wieder kräftig zugegriffen. Es war doch immer wieder sehr erstaunlich, der Körper wusste sehr gut, was er brauchte. Das Lebewesen selbst musste es gar nicht wissen, es stellte nur fest: „Oh, das schmeckt!“
Und das war das Urteil aller Bankettgäste und nun konnten sich immer mehr Paradiesbewohner vorstellen einmal auf Juli Urlaub zu machen. Die Natur war hier ganz besonders schön und man erzählte sich, dass die Tiere alle sehr zutraulich den Julianern gegenüber waren. Auch größere Tiere sahen in dem Julianer weder einen Fressfeind noch einen gefährlichen Jäger. Die meisten Tiere ernährten sich zudem auch ausschließlich von Pflanzen. Etwas anders sah dies bei den Fischen aus, da hieß es fressen und gefressen werden.

Die Königin stand auf und wendete sich an die Gäste: „Liebe Gäste, ich hoffe, es hat jedem geschmeckt und wir sind nun alle gestärkt für den Tanz. Zunächst wird eine Gruppe der königlichen Tanzakademie auftreten, ich bitt Sie also, kommen sie mit mir mit in den großen Tanzsaal. Unsere Musiker haben wie sie hören können schon angefangen zu spielen.“
Und tatsächlich, Monalisa hörte eine Flöte begleitet von so etwas wie Streichinstrumenten, es klang sehr ungewöhnlich und sie fragte sich, wie man zu dieser Musik nur tanzen sollte.
Sie betrat mit dem Reichskanzler und seiner Frau den Tanzsaal und sah ein ziemlich großes Orchester mit unbekannten Instrumenten in der Hand. In der Mitte des Saales standen die Tänzer, Männer und Frauen und sie bewegten sich sehr gelenk mit fließenden Bewegungen zu der Musik. Es sah etwas merkwürdig aus und hatte nichts mit Walzer oder Foxtrott zu tun. Die Gäste verteilten sich an den Rändern des Saales, wo Stühle und Sofas um kleine Tische gestellt waren. Die Ersten nahmen darauf Platz und beobachteten diesen ungewöhnlichen Tanz. Die Julianer waren wirklich extrem dünn, man konnte ihre Körper durch den zarten Stoff ihrer Gewänder durchscheinen sehen. Die Kleidung auch der übrigen Julianer war eindeutig ziemlich orientalisch.
Monalisa setzte sich an ein kleines Tischchen und sogleich kam ein Diener mit einem Tablett herbeigeeilt und bot ihr ein Getränk an. Es gab mehrere zur Auswahl, doch sie wusste nicht, um was es sich handelte. Bei Tisch hatte es eine Art Wein gegeben, der ihr doch ganz schön in den Kopf gestiegen war. Sie wollte daher etwas ohne Alkohol und die Frau vom Reichskanzler empfahl ihr einen alkoholfreien Sekt, für den würde sie sich auch entscheiden. Er habe zwar keinen Alkohol, aber er würde dennoch sehr munter machen, denn in diesem Getränk seien auch wieder diese Früchte, die sie zur Begrüßung angeboten bekommen hatten. Monalisa schwante zwar nichts Gutes, aber sie ließ sich überreden.
Das Getränk erfrischte sie sehr und sie spürte auch diesmal, diese Früchte machten gute Laune. Auf der Erde würde man dieses Getränk wahrscheinlich verbieten, dachte Monalisa, denn es hatte etwas von einer Droge. Nun kamen ihr auch die Tänzer gar nicht mehr so fremd vor, ja, sie bekam Lust es ihnen gleich zu tun. In diesem Moment sah sie den Engel Michael den Raum betreten. Ihre Augen trafen sich und Monalisa stand auf um ihm entgegen zu gehen. Ihre Füße schienen ihr wie gesteuert, sie konnte sich seiner Anziehung einfach nicht entziehen. Sie kam an Lisa und Thomas vorbei, die mit einigen Julianern zusammen standen und Lisa schaute ihr verwundert hinterher.  Dann entdeckte sie auch den Engel und sie wusste Bescheid. Das war also dieser Verführer.
Sie sah wie die Beiden sich etwas verstohlen an den Händen berührten und dann führte der Engel Monalisa auf die Tanzfläche. Monalisa ließ sich auf die Musik ein und Michael hatte keine Probleme sie zu den Flötenklängen durch den Raum zu führen. Ihr Tanz war einem langsamen Walzer ähnlich und nun bekamen auch die anderen Gäste Lust und versuchten ebenfalls sich zu dieser Musik zu bewegen. Es ging überraschend gut.
Die Julianer schauten zunächst erstaunt zu, denn bei ihnen wurde nicht zusammen getanzt. Der Anblick der schwingenden, weiten Röcke der Frauen ließ sie staunen. Monalisa kam an Willi vorbei, der eine Julianerin an der Hand festhielt. Er wollte ihr offensichtlich zeigen, wie man zusammen tanzt. Doch viel mehr bekam sie von den Übrigen gar nicht mit, sie hatte nur Augen für Michael. Er sah in seinem weißen Smoking einfach wunderbar aus. Er schaute ihr tief in die Augen und lächelte. Der liebe Gott hatte ihn gerade erst gefragt, ob er bei Monalisa in den Dienst gehen wolle, sie als Göttin bräuchte doch so langsam einen Helfer an ihrer Seite. Auch würde es ihrer hohen Position vor der großen Versammlung gut anstehen, wenn Sie einen Begleiter hätte. Allerdings nahm er Micheal das Versprechen ab, ihr nichts über das Geheimnis der Schinkenherstellung zu erzählen.

Michael führte Monalisa hinaus auf die große Terrasse, wo ein sehr ungewöhnlicher Nachthimmel zu bewundern war. Juli besaß nämlich drei Monde. Einer war sehr groß, die beiden anderen waren um einiges kleiner und einer von ihnen hatte eine leicht rötliche Färbung. Ansonsten erinnerte der Sternenhimmel dem der Erde, doch das war kein großes Wunder, denn das Universum sah aus der Ferne überall gleich aus.
Michael nahm Monalisa in seine Arme und fragte sie: „Brauchst Du einen diensteifrigen Engel an Deiner Seite? Der liebe Gott hat mich freigestellt, damit ich mich um Dich kümmern kann.“
„Wirklich! Oh, ich würde mich darüber sehr freuen. Einen eigenen Engel, wie wunderbar! Bringst Du mir dann in Zukunft meinen Kaffee direkt ans Bett?“
„Alles was Du willst. Ich kenne mich auch sehr gut mit Büroarbeit aus. Auch der Umgang mit Computern liegt mir.“
„Oh, das ist ausgezeichnet! Wir werden zusammen arbeiten!“
„Was immer Du Dir wünschst, ich werde es möglich machen.“
„Oh, ich glaube ich bin dabei mich ganz heftig in Dich zu verlieben!“
Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und gab ihrem neuen Mitarbeiter einen Kuss auf den Mund. Dann meinte sie: „Darauf würde ich jetzt gerne eine Zigarette rauchen, aber ich habe meinen Tabak vergessen.“
„Kein Problem, ich habe welchen für Dich.“
„Du bist wirklich Gold wert!“

Sie setzten sich auf eine steinerne Bank und Monalisa drehte sich eine Zigarette. Er gab ihr Feuer und dann schauten sie zusammen in den Himmel. Sie hörten Stimmen näher kommen und Monalisa erkannte Lisa, die mit Thomas zusammen auf die Terrasse kam. Sie dachten wohl ungestört zu sein, denn sie umarmten und küssten sich leidenschaftlich, bis Thomas Monalisa und ihren Engel auf der Bank entdeckte. Er löste Lisa zart aus seinen Armen und führte sie zu ihnen. Lisa war rot geworden, das konnte man im Licht der überall aufgestellten Kerzen sehen.
„Darf ich Euch meinen frischgebackenen Mitarbeiter Engel Michael vorstellen?“
„Mitarbeiter?“
„Jawohl, mein Helfer in allen Lebenslagen, er wird in Zukunft viel an meiner Seite sein.“
Thomas und Michael kannten sich schon, aber Lisa hatte diesen Engel noch nie gesehen. Sie fand ihn sehr gutaussehend und auf Anhieb sympathisch. Da hatte Monalisa also nun auch einen Freund, dachte sie. Vielleicht konnte man ja die Freizeit auch mal zusammen verbringen. Sie legte ihren Arm um Thomas und meinte: „Sollen wir nicht noch etwas tanzen?“
Michael sah Monalisa fragend und aufmunternd an und so machten sich die beiden Paare wieder auf die Tanzfläche. Die Musik war fetziger geworden und fast alle tanzten nun frei, ja, die Sache schien nun einer Disco nicht unähnlich. An die besondere Musik hatten sich alle längst gewöhnt, Julianer und Paradiesbewohner tanzen gemeinsam und die gute Laune hielt bis in die frühen Morgenstunden an. Es kam auch vereinzelt zu intensiveren Gesprächen am Rande, aber eigentlich waren alle in bester Feststimmung.

Ja, ein Urlaub auf Juli wurde zu einem häufig ausgesprochenem Wunsch

und nicht wenige Julianer interessierten sich für

das Paradies des lieben Gottes.

Veröffentlicht am 03.03.2016

Kommentiertes Gameplay von tyraphine zu PvZ Garden Warfare 2

Die Reise geht weiter…

Monalisa erwachte das erste Mal so gegen halb Neun, doch sie drehte sich wieder um und schlief bis sie von Kaffeeduft geweckt wurde. Michael setzte sich auf ihr Bett und gab ihr einen Kuss auf die Stirn und sagte leise: „Monalisa, willst Du denn den halben Tag verschlafen?“

„Oh, ich habe so schön geträumt … ist es denn schon spät?“

„Gleich ist bald Mittag und wir reisen ab. Der König ist mit seinem Gefolge gerade auf das Schiff gekommen. Die Königin möchte sich gerne noch von Dir verabschieden.“

„Oh je, ich bin noch völlig verpennt.“

Michael reichte ihr einen Becher mit Kaffee und meinte: „Spring kurz unter die Dusche, ich helfe Dir beim Anziehen.“ Er ging an den Schrank und holte ihren weißen Anzug hervor. „Die Arbeit ruft,“ hörte sie ihn sagen, als sie unter die Dusche trat. Sie beeilte sich.

Sie zog sich im Bad ihre Wäsche an, die Michael ihr hingelegt hatte. Das war wirklich Service. Als sie zurück ins Zimmer kam, machte Michael gerade das Bett und sie schlüpfte in ihren Anzug. Er hatte ihr ein hellblaues T-Schirt heraus gelegt. Ihre hellblauen Sandalen standen ebenfalls bereit, sie nahm noch einen Schluck Kaffee, band sich die Haare zu einem Zopf und schon konnten sie losgehen.

Michael begleitete sie in die Lobby, wo große Aufregung herrschte. Der König stellte gerade sein Gefolge vor und die Königin stand an seiner Seite und verabschiedete sich von allen Anwesenden. Sie wünschte eine gute und erfolgreiche Reise und als sie Monalisa entdeckte, kam sie auf sie zu und reichte ihr die Hand. Das war für einen Julianer eine ungewöhnliche Geste, denn dies taten sie nur bei ganz besonderen Anlässen. Es war ein Zeichen der Hochachtung. „Es war mir eine Freude Dich kennen zu lernen, bitte lass uns Dutzen. Ich lade Dich ein, uns einmal für längere Zeit besuchen zu kommen.“

„Danke, Sana, ich habe mich auch gefreut Dich kennen zu lernen. Gerne komme ich mal für länger, ich denke ich kann viel von Dir lernen.“

„Und ich von Dir. Ich würde gerne mal sehen wie Du malst. Ein Bild an einem einzigen Tag, dass ist schon etwas ganz Besonderes. Deinen Engel musst Du dann aber natürlich auch mitbringen,“ sagte sie mit einem Augenzwinkern.

Offensichtlich war es niemandem verborgen geblieben, dass Monalisa nun einen ständigen Begleiter hatte. Michael verneigte sich höflich. Die Königin sah nach ihrem Mann und der kam um sie ein letztes Mal zu umarmen. „Sage den Kindern, ich bringe bestimmt etwas Schönes von der Reise für sie mit nach Hause. So, jetzt aber, Du wirst die Zeit ohne mich bestimmt auch etwas genießen. Und keine Revolutionen ohne mich,“ sagte er zum Reichskanzler gewandt. Auch der wollte sich von Monalisa verabschieden. Er überreichte ihr einen großen Korb mit allerhand Julianischen Spezialitäten. „Mit den besten Wünschen von meiner Frau, es war uns eine Ehre.“ Michael nahm Monalisa den Korb ab und Monalisa verabschiedete sich auch von dem Reichskanzler mit einem Handschlag. „Vielen Dank, ich komme bestimmt einmal für länger vorbei, dann reden wir über die Bessere Weltordnung, ich denke, ich kann bei Ihnen noch einiges Wichtiges lernen.“

Die Königin verließ mit ihren Leuten das Schiff und die Türen schossen sich. Der König und viele andere traten an die Fenster und winkten. Michael brachte in dieser Zeit den Korb auf Monalisas Zimmer und anschließend ging er in die Küche um für sie ein kleines Frühstück zu bestellen. Er kam mit Kaffee an ihren Stammplatz, wo sich auch der König niedergelassen hatte. Er kannte keinen Kaffee und war interessiert dieses Getränk zu probieren.

Michael füllte die Tassen und ging das Frühstück holen. Monalisa hatte sich ein weichgekochtes Ei gewünscht und so brachte er dieses, Brötchen, Butter, Salz und etwas Marmelade. Der König hatte schon gefrühstückt wie er sagte, aber er wollte sich gerne mit Monalisa etwas unterhalten. Noch schaute er jedoch aus dem Fenster und winkte seiner Frau, die immer noch auf dem großen Platz stand und zurück winkte. Dann hob das Bombini ab und sie sahen die wunderbare Landschaft, doch bald schon wurde alles winzig klein unter ihnen und nur wenige Momente später waren draußen nur noch die Sterne zu sehen. Sie flogen an dem großen Mond vorbei und dann umfing sie auch schon wieder die unendliche Weite des Weltraumes. Der König probierte den Kaffee und er verzog das Gesicht. „Uh, das ist aber bitter!“

„Sie können auch Zucker hinein tun,“ schlug Monalisa vor und Michael ging Zucker und Milch holen. Der König tat zwei Löffel Zucker in seinen Kaffee und diesmal war er von dem Geschmack ganz angetan. Monalisa wollte zu ihrem Ei auch einen süßen Kaffee und sie tat auch einen guten Schuss Milch hinzu. Sie brauchte es heute, denn sie hatte leichtes Kopfweh. Der alkoholfreie Sekt war wohl nicht ganz ohne Nebenwirkungen geblieben.

Michael zog sich diskret zurück und der König begann das Gespräch, währen Monalisa ihr Ei aufklopfte. „Sie sind also der Meinung, dass man Tiere ruhig halten darf?“

„Es kommt darauf an,“ antwortete Monalisa, „wenn die Tiere glücklich mit ihrem Bauern sind, dann sehe ich darin kein unüberwindbares Problem. Die Tiere sind dankbar, wenn sie mit leckerem Futter und einem schönen und vor allen Dingen sicheren Lebensraum verwöhnt werden. Sie lieben die Menschen und werden gerne von ihnen gestreichelt. Aber wenn es so ausartet wie auf der Erde, dann ist es ein Verbrechen. Es kommt wirklich auf das gerechte Geben und Nehmen an.“

„Und dieses Ei wurde von einem glücklichen Huhn gelegt? Will das Huhn nicht lieber ein Küken daraus schlüpfen sehen?“

„Das ist der Deal, Majestät. Der Bauer sorgt für gutes Futter und ein sicheres Heim und dafür bekommt er jeden Tag ein Ei.“

„Darf ich vielleicht mal probieren,“ fragte der König.

„Aber sicher, bitte, nehmen Sie sich dieses Ei, Michael hat mir zwei gegeben.“

„Wenn das mein Reichskanzler sehen würde, aber zum Glück ist er ja jetzt außer Sichtweite.“

Der König machte es Monalisa nach und nahm mit seinem Löffel von dem Ei und steckte ihn in den Mund. „Nicht schlecht. Mein Reichskanzler schwärmt ständig davon. Und auch die Jugend will immer wieder Neues ausprobieren. Vielleicht müssen wir uns etwas für diese Dinge öffnen, aber ich will von den Tieren nichts nehmen, was sie nicht freiwillig geben.“ Der König probierte nun auch das Gelbe vom Ei und Monalisa schlug ihm vor, mit ihm bei Gelegenheit hinunter zu den Tieren zu gehen. Dort könne er sich dann ein erstes, eigenes Bild von den Hühnern machen. Sie sei sich jedenfalls sicher, den Hühnern dort ginge es sehr gut. Natürlich sei es dort nicht ganz so schön wie unter freiem Himmel, aber es gäbe auf dem Schiff auch keine Greifvögel oder Füchse, die sie fürchten müssten.

„Haben Sie sich schon ihr Zimmer angeschaut, Majestät. Ich glaube wir sind Nachbarn, ich habe vorhin allerhand Gepäck dort stehen sehen.“

„Wir sind zu Viert, zuzüglich der Dienerschaft, zum Glück ist dieses Raumschiff ja sehr groß und wir haben einen ganzen Gang für uns bekommen. Das Zimmer habe ich mir schon angesehen, es ist sehr schön eingerichtet und ich denke, auch die anderen sind zufrieden. Ich habe den Außenminister und einen bei uns sehr hoch angesehenen Professor dabei, die beiden anderen sind Offiziere der Luftfahrt, sie sollen hier auf dem Schiff wichtige Erfahrungen sammeln. Wir teilen uns zwei Diener, die auch sehr neugierig auf diese Reise sind. Sie bewohnen zusammen ein Zimmer.

Da fragte sich Monalisa, wo Michael eigentlich untergebracht war. Sie würde ihn bei nächster Gelegenheit danach fragen. Sie schaute sich nach ihm um und gleich kam er herbei um den Tisch abzuräumen. Er lächelte sie an und fragte: „Hat das Ei geschmeckt?“

Der König antwortete: „Bitte sorgen Sie dafür, dass man meiner Dienerschaft zeigt, wie so ein Ei richtig gekocht wird. Ich muss sagen, es macht richtig gut satt.“

„Ich werde dafür sorgen, dass ihre Dienerschaft alles über die Zubereitung von Eiern erfährt.“

„Vielen Dank, sie sind ein Engel.“

Michael verneigte sich und entschwand mit seinem Tablett. „Ein sehr sympathischer Mann, ist er in Ihren Diensten?“

„Der liebe Gott hat ihn mir geschenkt, es ist eigentlich sein Engel. Aber vielleicht denkt er, ich könnte eine helfende Hand gut gebrauchen. Ich habe hier auf dem Schiff ständig verschlafen.“

„Und wie heißt er?“

„Michael, wenn Sie irgendwelche Fragen haben, dann wird er ihnen gerne helfen.“

„Ach, das wird bestimmt eine wunderbare Reise, ich danke Ihnen für die nette Gesellschaft, aber ich denke, ich schau mich jetzt erst mal etwas hier um. Es soll sogar ein Schwimmbad mit Sauna geben.“

„Michael wird ihnen alles zeigen, wenn Sie es wünschen.“

„Danke, aber zuerst werde ich auf mein Zimmer gehen und dort schauen, ob alles gut hergerichtet ist. Mein Schreibtisch ruft auch.“

„Dann vielleicht bis später, ich denke, ich setzte mich jetzt auch erst mal an meinen Computer, ich kann Sie gerne zu ihren Räumlichkeiten begleiten.“

„Das ist nett, und später zeigen Sie mir die Hühner, ja?“

„Jederzeit gerne.“

Und so machten sich der König und Monalisa auf den Weg zu ihren Zimmern. Michael kam mit, er drückte den obersten Knopf. Oben angekommen sah Monalisa, dass die Koffer beseitigt waren und ein Diener des Königs schon wartete. Man verabschiedete sich und Monalisa betrat mit Michael ihr Zimmer. Sie sehnte sich nach ihrem Bett und ließ sich darauf fallen. „Michael, würdest Du mich vielleicht wieder etwas massieren?“ Nun, der ließ sich nicht lange bitten und so verbrachten sie zwei herrliche Stunden im Bett.

Sex, so dachte Monalisa, war doch wirklich eine wunderschöne Angelegenheit, zumindest wenn man einen solch tollen Liebhaber wie Michael hatte. Er wusste irgendwie immer genau, was sie sich wünschte. Und er küsste wunderbar, sie verlor dabei jedes Zeitgefühl. Sie fühlte sich herrlich entspannt, als sie aufstand, sich ein bequemes Kleid überzog, und sich an den Schreibtisch setzte. Michael lag in ihrem Bett und beobachtete sie. „Was ist, willst Du Dir die Sachen im Korb nicht mal anschauen?“

„Sind da auch diese besonderen Früchte bei?“

„Es gibt auch Kuchen, soll ich einen Kaffee dazu holen?“

„Gute Idee, ich will nur eben ein paar Notizen machen.“

„Ich bin gleich wieder da,“ sagte Michael und zog sich an. „Du bist wirklich eine wunderbare Frau, ich freue mich an Deiner Seite zu sein.“

„Sag, Michael, wo ist eigentlich Dein Zimmer?“

„Ich werde ab heute direkt neben Dir wohnen, dort ist ein kleines aber schönes Zimmer. Ich bin also immer ganz in Deiner Nähe. Brauchst es nur zu wünschen und ich bin da.“

„Du bist wirklich der beste Engel, den man sich wünschen kann.“

Michael verließ das Zimmer und Monalisa konzentrierte sich auf ihren Bericht. Sie fühlte sich blendend und das Schreiben ging ihr locker von der Hand. Sie berichtete von dem gestrigen Fest und merkte gar nicht, dass Michael wieder den Raum betrat. Er stellte ihr den Kaffee in einem schönen, großen Becher hin und auf einem Tellerchen lagen drei kleine Törtchen, die gut mit der Hand gegessen werden konnten. Dann zog sich Michael zurück und ließ sie alleine weiterschreiben. Sie las das Geschriebene durch und korrigierte die Tippfehler. Dann probierte sie eines der Törtchen. Sie waren köstlich, doch welche Früchte darauf waren konnte sie nicht sagen. Sie drehte sich eine Zigarette und rauchte diese ganz entspannt, dann schrieb sie weiter und ehe sie sich versah, war der Nachmittag um. Sie speicherte ihren Text ab und legte sich auf das Bett. Gleich würde sie sich für das Abendessen fertig machen und hinunter gehen. Vorher aber würde sie sich Michaels Zimmer ansehen.

Sie hatte sich ihr langes schlichtes, schwarzes Lieblingskleid angezogen und stand nun fertig hergerichtet für das Abendessen bei Michael vor der Tür. Sie klopfte zweimal und die Tür ging auf. Michael schaute sie bewundernd von Oben bis Unten an. „Du siehst fantastisch aus, sehr elegant das Kleid. Monalisa drehte sich und lachte. „Ach, das ist doch nur ein ganz einfaches Kleid. Es ist eines der wenigen Kleidungsstücke aus meinen eigenen Kleiderschrank.“ „Es steht Dir ausgezeichnet. Nun, willst Du einen Blick in mein Zimmer werfen?“

„Gerne, wenn ich darf?“

„Bitte, tritt ein, es ist etwas kleiner als Deines, aber ich finde, hier kann man es gut aushalten.“ Es war sehr modern eingerichtet, die Möbel waren schlicht aber formschön. Er hatte ein Bett, dass jetzt aussah wie ein Sofa, auf dem er wohl gelegen hatte um in einem Buch zu lesen. Es gab ein kleines Tischchen und einen bequemen Sessel. Der Blick aus dem Fenster war wie der ihre, wieder zogen die Sterne und Galaxien vorbei. Monalisa hatte den Eindruck, dass sie etwas schneller unterwegs waren, denn auch die großen Spiralen zogen recht schnell vorbei. Michael bot ihr den Sessel an und sie nahm Platz. In einer Wand war ein Regal eingelassen; in dem nicht wenige Bücher aufgereiht waren. Eine Tür führte wohl in das Bad. „Schön hast Du es hier, vielleicht komme ich Dich ja mal besuchen und dann erzählst Du mir, was Du so liest.“

„Du bist immer herzlich willkommen. Ich habe auch eine schöne Wasserpfeife, wenn Du Lust hast rauchen wir uns dabei einen.“

„Oh, das wäre schön, am Besten wir tun es gleich heute Abend. Ich habe Lust mal so richtig zu klönen.“

„Gerne, ich habe auch Lust, denn ich lese gerade ein Buch, da wird ständig gekifft. Es handelt von einer Truppe junger Leute, die eine große Reise auf Motorrädern zusammen machen. Es ist aus der Sicht einer Frau geschrieben. Sehr interessant, an was Frauen alles so denken. Die Männer sind eigentlich nur an ihren Motorrädern interessiert, aber diese Frau beobachtet die Welt von ihrem Sozius aus mit ganz aufmerksamen Augen.“

„Ist es ein Abenteuerroman?“

„Sie erleben auch Abenteuer, aber das Wichtige sind ihre Beobachtungen von den Orten, durch die sie fahren. Sie erinnert mich etwas an Dich, denn auch sie schreibt bei jeder Gelegenheit alles auf, was ihr so unterwegs auffällt. Sie versucht sich zudem in kleinen Gedichten.“

„Das Du Dich so für Frauen interessierst …“

„Ich will sie verstehen, denn die Frau unterscheidet sich von einem Mann mehr als nur Äußerlich. Sie denkt anders.“

„Würdest Du auch meinen Reisebericht lesen, bevor ich ihn an die Frau vom lieben Gott abgebe? Ich könnte jemanden gebrauchen, der ihn auf Tipp- oder gar Rechtschreibfehler untersucht.“

„Na, klar, gerne, ich bin schon sehr gespannt auf Deinen Bericht. Hast Du unser Picknick darin auch erwähnt?“

„In allen Einzelheiten.“

„Wirklich? Nun, jetzt bin ich aber wirklich neugierig.“

„Vielleicht lese ich Dir ja ein paar Passagen vorab schon mal vor.“

„Gute Idee, aber, wir sollten uns jetzt langsam auf den Weg in den Speisesaal machen, denke ich.“

„Danke für den Kaffee und den Kuchen vorhin, ich habe gar nicht bemerkt, wie Du ihn gebracht hast.“

„Du warst so konzentriert, da wollte ich Dich nicht stören.“

„Ja, die Worte kamen wie von selbst, ich bin ein gutes Stück voran gekommen.“

Sie erhoben sich und Michael öffnete die Tür. „Nach Ihnen gute Frau.“ Monalisa trat auf den Gang und da sah sie den lieben Gott mit dem König zusammen stehen. Beide schauten zu ihnen herüber, taten aber wenig überrascht. Sie führten ihr Gespräch weiter und lächelten sie nur kurz an, als sie an ihnen vorbei kamen. Monalisa betrat mit Michael den Aufzug und als die Türen sich schlossen, fielen sie sich in die Arme. Sie küssten sich innig, dann strafften sie sich und betraten die Lobby. „Ich werde beim Servieren helfen, wir sehen uns später,“ sagte Michael und er verschwand in Richtung Küche.

Monalisa betrat den Speisesaal und stellte fest, nun war der Tisch in der Mitte fast komplett besetzt. Sie wünschte einen guten Abend und setzte sich. Lisa schaute sie neugierig an: „Und, wie hast Du geschlafen? Ich war heute völlig gerädert, ich habe wohl zuviel von diesem Sekt getrunken.“

„Ich hatte auch leichte Kopfschmerzen. Diese Früchte sind nicht ohne. Aber es war doch ein sehr schönes Fest. Wann wart ihr denn im Bett?“

„Oh, es wurde schon hell. Ich habe die ganze Zeit getanzt und gar nicht gemerkt wie die Zeit verflog. Aber zum Glück musste ich nicht so früh arbeiten, wir sind ja erst am Mittag losgeflogen. Wir sind jetzt etwas schneller unterwegs, hast Du es gemerkt?“

„Ja, die Galaxien scheinen alle vorbeizurasen.“

„Wir wollen in zwei Tagen bei den Zauberern sein, doch dafür müssten wir noch schneller fliegen, ich denke, wir werden heute Nacht noch mal richtig Gas geben. Wenn man dann aus dem Fenster schaut, dann kann einem leicht schwindelig werden. Darum wird gewartet bis der Großteil schläft.“

Der liebe Gott kam mit dem König an den Tisch und sie setzten sich, immer noch ins Gespräch vertieft. Monalisa hörte wie der König sagte: „Die Föderation wird wohl nicht begeistert sein, wenn sie davon hört,“ und der liebe Gott sagte: „Ich habe es mir gut überlegt. Aber jetzt sollten wir unser Gespräch vertagen, ich habe Hunger.“

Es wurde zunächst ein großer Teller Salat gereicht und der liebe Gott fragte, was es denn danach geben würde. „Es gibt Julianische Frikadellen, der Koch hat im Gegenzug zu dem Schinkenrezept viele neue Gerichte aus einer speziellen Bohne, die nur bei den Julis wächst, bekommen. Er hat auch einige Pflanzen mitbekommen und jede Menge Samen.“

„Na, dann guten Appetit meine Lieben. Ist das auch julianischer Wein?“

„Jawohl, der König hat unseren Weinkeller bereichert.“

„Dann, auf ihr Wohl Majestät. Auf eine erfolgreiche Reise.“

Jetzt wurde erst mal gegessen und Monalisa schaute sich die neuen Gäste genauer an. Neben dem König saßen wohl der Außenminister und der Professor. Sie unterhielten sich leise und als sie merkten, dass Monalisa zu ihnen schaute, neigten sie ihre langen Köpfe. Monalisa lächelte zurück. Mit diesen beiden Männern würde sie sich sicherlich auch noch mal unterhalten. Die beiden Offiziere aber waren wohl auf der Brücke.

Der Salat schmeckte sehr gut und auch die Frikadellen waren köstlich. Dazu gab es Bratkartoffeln und eine Creme mit Kräutern. Zum Nachtisch gab es ein besonderes Eis, es war ohne Milch gemacht, so dass es auch für die julianischen Gäste annehmbar war. Doch der König meinte, er wolle keine Umstände in der Küche verursachen, sie wären Gäste und wollten offen sein auch für die hochgelobte, paradiesische Küche. Das hörte der liebe Gott gerne, denn er wollte auf seine Lieblingsspeisen nicht verzichten müssen. Und er liebte nun mal Sahnetorten und Obstkuchen mit viel Schlagsahne.

Monalisa sah Michael fleißig die Gäste bedienen und nahm sich vor, ihn später mal zu massieren. Er würde bestimmt geschafft sein, nach der vielen Rennerei.

Sie freute sich auf den gemütlichen Abend bei ihm, sie hatte so lange in ihrem Häuschen die Zeit alleine verbracht, da war es einfach schön so nette Gesellschaft zu haben. Der liebe Gott schaute sie über den Tisch hinweg an und meinte: „Heute werden wir bestimmt alle früh schlafen gehen, es ist gestern doch sehr spät geworden. Aber ich muss sagen, es war ein sehr schönes Fest. Die Musik hat mir gefallen und ich hatte sehr nette Gespräche. Auf der Rückreise sollten wir dies noch mal wiederholen.“

„Oh, es wird uns ein Vergnügen sein,“ meinte der König.

Die Tafel wurde aufgehoben und viele setzten sich zu einem Espresso und einem Cognac in die Lobby, doch Monalisa verabschiedete sich und ging nach Oben. Michael meinte zu ihr im Vorbeigehen, er wäre in einer halben Stunde in seinem Zimmer, er wolle nur noch etwas in der Küche helfen. Der liebe Gott hatte ihn zwar freigestellt, doch unter den Engeln half man sich gerne gegenseitig und da Monalisa ja im Moment keinen eigenen Haushalt zu führen hatte, wollte Michael sich gerne auch weiterhin im Service nützlich machen. Aber er beeilte sich und war gerade auf seinem Zimmer zurück und wollte noch schnell unter die Dusche springen, da klopfte es an seiner Tür und Monalisa stand dort mit einer Flasche julianischem Sekt in der Hand. „Oh, bin ich zu früh,“ fragte sie, als sie Michael halbnackt vor sich stehen sah. „Ich möchte noch eben kurz unter die Dusche, aber komm herein und mache es Dir gemütlich. Ich bin gleich fertig.“

Monalisa betrat den Raum und stellte die Flasche auf den Tisch. Dann legte sie sich auf das Sofa und schaute zu den Sternen. Diese zogen jetzt ziemlich rasant vorbei und es stimmte, dieser Anblick machte einen leicht schwindelig. Sie schloss die Augen und sie öffnete sie erst wieder, als Michael sich zu ihr setzte und sie den Korken knallen hörte. „Madam, darf ich Ihnen einschenken?“

„Oh ja, ach, ich fühle mich ja so großartig.“

„Du bist großartig, hat Dir das denn noch keiner gesagt?“

„Ich war in den letzten Jahren eigentlich fast nur für mich. Ich habe ab und zu jemanden besucht, natürlich auch den lieben Gott, aber im Grunde war ich viel allein.“

„Das wird sich ändern. Die Zeit der Einigelei ist jetzt vorbei, nun heißt es auf die Menschen wieder zuzugehen.“

„Ich arbeite daran, aber es ist komisch, ich bin nicht gerade ein Ausbund an Geselligkeit. Früher war das anders. Aber seit meinem unrühmlichen Ende auf der Erde bin ich etwas eingeschüchtert. Ich fühle mich immer noch wie eine Versagerin.“

„Du hast doch gar nicht versagt! Schau Dich im Internet um, überall sprießen die alternativen Fernsehsender aus dem Boden. Du magst zwar Deinen eigenen Sender nicht realisiert haben, aber die Idee ist in viele Köpfe eingedrungen und nun kann man sich stundenlang im Netz die unterschiedlichsten Sendungen anschauen.“

„Hast Du etwa auch Zugang zum Internet?“

„Im Paradies gibt es ein Institut, dass sich mit der Internetkommunikation beschäftigt. Dort habe ich länger gearbeitet und wir haben festgestellt, Deine Idee hat Früchte getragen. Du musst wirklich nicht alles alleine machen, wir Engel unterstützen Dich. Es gibt viele von uns, die sich an die Seite der aktiven Internetnutzer gestellt haben. Kennst Du den Sender Bewusst.TV? Oder das Alpenparlament? Da sind viele meiner Kollegen sehr engagiert dabei. Auf der ganzen Welt entstehen jetzt solche Sender und wir sind überzeugt, damit wird die Wahrheit eine gewaltige Stimme bekommen.“

„Das hoffe ich, denn die Wahrheit ist der einzige Weg, wie man diese Satanisten in die Schranken weisen kann. Sie haben das Fernsehen und die großen Medien fest im Griff. Dort verbreiten sie eine Lüge nach der Anderen. Und die Menschen merken es nicht. Sie glauben an die Pressefreiheit, und dass sie in den Nachrichten objektiv unterrichtet werden. Aber dort wird ihnen nur erzählt, was die Satanisten sie wissen lassen wollen.“

„Das wird bald schon nicht mehr funktionieren, immer mehr machen den Fernseher gar nicht mehr an. Insbesondere die Jugend.“

„Ja, nur dass diese die ganze Zeit bei Facebook herum hängt. Ich frage mich, was man da nur stundenlang macht. Einige sind permanent online und erzählen jeden Scheiß. Sie machen Fotos von ihrem Essen, sie dokumentieren alle ihre Freizeitaktivitäten, also, die Geheimdienste brauchen sich nur zu bedienen. Davon hat die Stasi geträumt. Aber die Menschen wollen einfach alles über ihr Leben erzählen. Ich habe den Eindruck, jeder will sich wie ein Popstar fühlen, der alles über sich in der Zeitung liest.“

„Das ist wohl so, die Welt verändert sich, wer nicht bei Facebook ist, der existiert nicht.“

Monalisa nahm ihr Glas entgegen und sie stießen miteinander an.

„Was meinst Du, ein schönes Pfeifchen dazu,“ fragte Michael und griff nach einer sehr schönen Wasserpfeife und einem Schälchen, das im Regal stand.

Michael stellte die Wasserpfeife auf das Tischchen und nahm das Köpfchen heraus. Er füllte den Pfeifenkopf und sagte: „Vielleicht sollten wir mal ein großes Picknick organisieren, ich könnte mir vorstellen, das würde gerade den Jüngeren gut gefallen.“

„Das ist eine gute Idee, dann lerne ich alle etwas besser kennen. Ich sollte wirklich etwas zugänglicher sein. Die meisten schauen mich immer nur verschüchtert an.“

„Nun, sie wissen, dass Du eine wichtige Persönlichkeit bist, da ist es nur natürlich, dass sie sich zurück halten. Du frühstückst mit dem lieben Gott und dem König, das beeindruckt ungemein.“

„Ich bin aber doch gar nichts Besonderes! Wenn die Menschen wüssten, wie normal ich in Wirklichkeit bin!“

„Du bist eine Göttin, das ist nicht normal.“

„Ich bin nur eine Göttin auf dem Papier.“

Monalisa nahm die Pfeife entgegen und Michael hielt ihr das Feuerzeug. Sie tat einen tiefen Zug und spürte sogleich das wunderbare Gefühl, welches nur gutes Haschisch zu schenken vermochte. Michael zog auch an der Pfeife und dann machte er sich gleich daran, ein neues zu stopfen. „Das ist doch wirklich mal ein schöner Feierabend, alleine macht Rauchen nur halb soviel Spaß.“

„Rauchst Du regelmäßig?“

„Für mich ist es die schönste Art den Tag zu beenden. Als Engel ist man immer auf den Beinen und versucht den ganzen Tag alle Wünsche von den Augen abzulesen. Abends, wenn ich dann Ruhe habe, dann genieße ich diese kleine Auszeit. Hier, Nummer Zwei!“

Und so rauchten sie und plauderten entspannt über dies und das, denn das Haschisch machte sehr redselig.

Irgendwann drehte es sich in Monalisas Kopf und sie musste sich ausstrecken. Sie war total high und hätte wohl Schwierigkeiten gehabt gerade aus zu laufen. Michael legte sich neben sie und sie kuschelte sich in seine starken Arme. Er streichelte sie sanft und ihr Kreislauf fing sich wieder. Sie suchte seinen Mund und dann küssten sie sich lange. Er berührte ihre relativ kleinen Brüste, aber unter seinen Händen schienen sie zu wachsen. Ihre Brustwarzen stellten sich auf und eine Welle der Erregung ging durch ihren Körper. Michael zog ihr das Kleid aus und nun lag sie nur noch mit einem knappen, schwarzen Höschen bekleidet da. Er fuhr mit dem Finger die Linien ihres Körpers nach, er umkreiste ihre Brustwarzen und zog sanft an ihrem Höschen. Sie konnte sich nicht mehr bewegen, das war das Haschisch, es ließ sie absolut entspannen. Eigentlich hatte sie ihn ja massieren wollen, dachte sie noch, aber dazu war sie nun nicht mehr in der Lage. Michael küsste erst ihren Mund, dann ihre Brüste und ihren flachen Bauch. Er rutschte immer tiefer und dann spürte sie wieder seinen warmen Atem zwischen ihren Beinen. Oh, es war ja so schön … sie fühlte sich auf Wolken schweben.

Michael glitt mit seiner Hand über ihre Schenkel, hinauf über den Bauch zu ihren Brüsten. Er küsste sie mit Leidenschaft und dann fuhr seine Hand zwischen ihre Beine. Sie ließ es geschehen und öffnete sie. Seine Hand schob das Höschen zur Seite und sie spürte ihren feuchten Sonnenschein, ein Finger glitt zwischen ihre Schamlippen und berührte sie da, wo es besonders empfindlich war. Dann beugte er sich hinunter und küsste sie an dieser Stelle. Oh … ja, sie stöhnte auf und er steckte ihr einen Finger in den Mund und gleichzeitig drang er mit der anderen Hand auch in ihre Scheide ein. Sie gab sich den aufkommenden Gefühlen hin und vergaß alles um sich herum.

Michael stand auf und sie lag einfach nur da. Sie konnte sich einfach nicht mehr bewegen. Dann kam Michael zurück zu ihr und sie fühlte etwas kaltes auf ihrem Bauch, dieses Kalte ging immer Tiefer, berührte ihre Schenkel und dann ihre heißen Schamlippen. Dieses kalte Etwas glitt über ihre Feuchte und sie fühlte es am Eingang zu ihrem Heiligtum. Die Kälte war wohltuend und aufregend zugleich und sie wollte den Gegenstand in sich spüren. Michael führte denn auch diesen kalten Gegenstand in sie ein und sie stöhnte auf. Oh ja, so etwas hatte sie sich immer schon gewünscht. Sie spreizte ihre Beine soweit es ging und Michael führte den Gegenstand in sie ein, zog ihn heraus und ließ ihn wieder hineingleiten. Immer wieder und sie wand sich vor Erregung.

Sie drehte sich auf den Bauch und streckte ihren Hintern etwas in die Höhe. Michael wusste war sie wollte und küsste ihre Rosette, er steckte seine heiße Zunge hinein und sie glaubte wahnsinnig zu werden. Jetzt war sie absolut geil und sie sehnte sich nach dem kalten Stab. Er drückte ihn in die Rosette hinein und sie spürte plötzlich ein unglaubliches Kribbeln in sich. Der Stab war elektrisch aufgeladen und sorgte für gänzlich neue Gefühle. So etwas hatte sie noch nie erlebt. Nun postierte sich Michael hinter sie und dann spürte sie ihn auch noch in ihrer Scheide. Es war der Wahnsinn, sie stöhnte nun in einem fort und Michael stieß sie heftig, er zog den Stab heraus und dann drang er mit seinem erregten, zu imponierender Größe angewachsenen Penis in sie ein und trieb sie ihrem Höhepunkt entgegen. Wieder kamen sie zusammen und Monalisa schrie auf. Er hielt ihr den Mund zu und dann sackten sie zusammen auf das Bett.

Man war das toll gewesen! Sie hielten sich eng umschlungen und er küsste sie zart auf den Mund. „Du bist wirklich die tollste Frau, die ich jemals kennen gelernt habe.“

Monalisa öffnete die Augen und sagte: „Und Du bist der Wahnsinn!“

„SEX und EROTIK“ eine Scobel-Sendung, die sie im Internet finden, thematisiert die Frage nach Sexualität und Spiritualität. Hat Sex etwas mit Religion zu tun? Nach dieser Sendung schon. In den christlichen Religionen wird Sexualität allerdings als etwas sehr Privates angesehen, dass möglichst nur zwischen sich liebenden Eheleuten praktiziert werden sollte und bei den Katholiken sollte immer auch ein Kinderwunsch mitschwingen. Sexualität als Selbsterfahrung und Spaß an der Freude steht dabei hinten an. Und außereheliche, sexuelle Abenteuer werden ehr als sündhaft betrachtet. Masturbation galt lange sogar als gesundheitsschädlich und war darum zu unterdrücken. Zum Glück hat es dann die sexuelle Revolution der 68er-Generation gegeben und die Sexualität wurde befreiter erlebt und ausgelebt. Die Frauen haben davon ganz besonders profitiert, denn plötzlich war es ihnen dank Pille möglich ihre eigenen, vielfältigen Erfahrungen zu machen. Sex wurde zunehmend zu einem Erlebnis, dass insbesondere für die Frauen zur Selbsterfahrung wurde. Jahrhunderte, ja Jahrtausende waren sie diesbezüglich völlig unterdrückt worden. Sicherlich gab es auch zu diesen Zeiten Männer, die ihre Frau liebten und den gemeinsamen Spaß mit ihr suchten, aber eigentlich war Sex ein Tabu. Man sprach nicht darüber, man erzählte sich nicht, was in den Betten zwischen Mann und Frau passierte.

Heute ist das anders. Dank Internet hat jeder die Möglichkeit in zeigefreudige Schlaf- und Wohnzimmer zu schauen. Es gibt auch Menschen auf die wirkt die Küche sehr erregend. Im Netz lässt sich jede sexuelle Spielart entdecken, von einer schnellen Nummer bis hin zu bizarren Orgien. Frauen lassen sich dort auspeitschen und in jeder nur erdenklichen Art und Weise quälen, so dass man schon denkt, man wäre Beobachter einer kriminellen Straftat. Aber anschließen sitzen der Sadist und die Frau strahlend vor der Kamera und die Frau beteuert, dass sie den größten Spaß dabei gehabt habe. Ich habe auch mit mehreren. einfachen Handykameras dokumentierte Orgien von jungen Erwachsenen, ja Jugendlichen gesehen, die sich ganz offensichtlich alle freiwillig zu diesem Stelldichein zusammen gefunden hatten. Und anschließend wurden die Aufnahmen zusammengeschnitten und ins Internet gestellt. Ich habe mich gefragt, was sich in unserer Zeit verändert hat, denn zugegeben so etwas mitzumachen und dann auch noch zu veröffentlichen, wäre mir im Traum nicht mal eingefallen. Sex ist heute aber offensichtlich zu einer sehr öffentlichen Sache geworden.

Ist das ein Problem? Oder macht sich nur die ältere Generation deswegen Sorgen? Was, wenn der zukünftige Chef oder der Nachbar derartige Filme zu sehen bekommt? Dank Gesichterkennung ist jedem Gesicht auch schnell ein Name zuzuordnen. Was denken diese jungen Leute in ein paar Jahren über ihr öffentlich gezeigtes, sexuelles Abenteuer? Generation Porno? Ist das nur ein medienwirksames Schlagwort oder ist die Jugend heute wirklich so viel freier und experimentierfreudiger geworden? Schlägt das Ganze irgendwann um und alle suchen wieder nach intimer Zweisamkeit?

Ich hatte in den 90er Jahren eine sexuell sehr erfüllende Beziehung und gemeinsam mit meinem damaligen Freund habe ich viele neue Erfahrungen im Bett gemacht. Wir liebten unsere erotischen Wochenenden und haben dabei auch jede Menge Pornos angeschaut. Ich war immer auf der Suche nach einem Film, der auch für Frauen wirklich aufregend war, doch haben mich diesbezügliche Versuche nicht besonders zufrieden gestellt. Ich wollte darum am Liebsten selber welche drehen. Heute finden sich im Internet vereinzelt Filme, die sehr spannend für mich sind, aber so wirklich überzeugt bin ich noch immer nicht. Ich glaube der wirklich erotische Film für die Frau ist noch nicht gemacht worden, denn noch ist das anvisierte Publikum ehr männlich. Vielleicht erzähle ich ihnen irgendwann mal von meinem „Paradies für Frauen“, das letzte große Projekt, dem ich mich vor meinem finanziellen Bankrott intensiv gewidmet habe. Mich würde interessieren was Sie davon halten, denn ich denke auch heute noch, so ein Paradies ist wirklich überfällig.

Monalisa erwachte in Michaels Armen, sie löste sich vorsichtig von ihm und zog sich an. Gerne wäre sie bei ihm liegen geblieben, doch sie wollte an ihren Computer. Jetzt mitten in der Nacht war genau die richtige Zeit um weiter zu schreiben. Ihr Kopf war wieder klar, der Rausch verflogen. Sie goss sich ein Glas Sekt ein und schlich hinüber in ihr Zimmer. Sie setzte sich an ihren Schreibtisch, zündete sich eine Zigarette an und überflog die letzten Seiten. Dann begannen ihre Finger auch schon über die Tasten zu springen. Sie würde in ihrem Reisebericht alles erzählen, auch das Intimste. Ihr wurde immer klarer, dass sie diese Seite an sich völlig vernachlässigt hatte. Seit ihrer Zeit mit Satan Junior hatte sie keine derartigen Abenteuer mehr erlebt und das war nun schon viele Jahre her. Sie erinnerte sich an eine Zeit, wo sie von solchen Nächten nicht genug hatte bekommen können. Ja, damals wollte sie zu einer wirklichen Göttin der Liebe werden. Sie wollte vor allen Dingen für die Frauen da sein und ihnen helfen, sich sexuell vollkommen zu befreien.

Das „Paradies der Frauen“ war zwar nicht ihre Idee, aber als sie davon hörte, war sie sogleich Feuer und Flamme dafür. So ein Erlebniszentrum war wirklich eine bomben Geschäftsidee und ganz besonders gefreut hatte sie sich über die kleine, zentrale Kapelle, die ihr geweiht sein sollte. Dort sollten die Frauen ihre geheimsten Sehnsüchte in den Himmel schicken können. Hier würden sie ein offenes Ohr für ihre Wünsche finden. Früher hatte es solche Tempel schon mal gegeben, doch dann kam die Herrschaft der Männer und die Priesterinnen wurden vertrieben, wenn nicht gar getötet. Man nahm den Frauen ihre Tempel. Die Männer wollten allein für Gott zuständig sein und eine gleichberechtigte Göttin war bald nicht mehr vorstellbar. Gott war in ihren Augen ein allein lebender, alter Mann, der aus sich selbst heraus die Kinder zeugte. Das war natürlich totaler Quatsch, aber die Menschen glaubten den Priestern, die dies erzählten. Und weil Gott ein einsamer Mann ohne sexuelle Bedürfnisse war, sollten auch die Priester ohne Frauen leben. Das war nicht für jeden zu schaffen und so liebten viele heimlich oder gingen in die überall entstehenden Bordelle. Die Frauen wurden vielfach zu diesen Liebesdiensten gezwungen, denn es gab für sie kaum eine andere Möglichkeit zu überleben. „Justin (Marquis de Sade)“ ist ein Versuch die Geschichte einer solchen jungen Frau zu erzählen.

Aber die Kirche ging in ihrer Sexfeindlichkeit sogar soweit zu behaupten, Gott hätte mit einer Frau auf der Erde ein Kind nur durch das Wort eines Engels gezeugt. Warum glaubte man nur, dass Gott auf eine zärtliche Nacht verzichten würde? Monalisa war sich sicher, der liebe Gott war ein sehr erfahrener und fantasievoller Liebhaber. Er war der Gott der Liebe und da gehörten die Freuden des Sexes unbedingt dazu. Warum sonst hatte er ihr diesen Engel geschenkt? Sie brauchte letztendlich keinen Diener, der ihr die Kleider heraus legte. Aber einen Freund, der wusste, was sie sich im Bett wünschte, das war wie ihr jetzt bewusst wurde bitter nötig gewesen. Und Michael war wirklich der beste Liebhaber, den sie sich wünschen konnte. Er wusste offensichtlich sehr viel über sie. Und er hatte genauso viel Spaß an der ganzen Sache wie sie. Von wegen, Engel sind geschlechtslos!

Sie trank den Sekt aus und fuhr den Laptop hinunter, sie wollte noch ein paar Stündchen schlafen, denn morgen würde sie wieder fit sein müssen, denn dann würde sie für alle Engel an Bord ein Picknick veranstalten. Vielleicht würde Lisa mit ihrem Thomas ja auch dabei sein wollen. Sie zog sich ihr Nachthemd an und kletterte in ihr Bett. Als sie zum Fenster hinaus sah, da waren keine Sterne mehr zu erkennen. Offensichtlich waren sie jetzt so schnell, dass man nichts mehr sah…

„Idomeni: Flüchtlinge stürmen Grenze –

Polizei reagiert mit Tränengas und Blendgranaten“

„Atemnot, tränende Augen – viele Menschen wurden verletzt zurück ins Lager gebracht“, berichtete Niemeyer. Auch Kinder seien von dem aggressiven Gas betroffen. Die griechische Polizei habe nicht eingegriffen.

„Flugblatt auf Arabisch offenbar für Sturm verantwortlich“

Ausgangspunkt für den erneuten Sturm auf die Grenze war offenbar ein Flugblatt auf Arabisch, das bereits am Samstag verbreitet worden war. Darin wurden die rund 11.000 Bewohner des wilden Lagers für Sonntagmorgen zum „Marsch auf die mazedonische Grenze“ aufgerufen. Bereits Mitte März hatte ein ähnliches Flugblatt für einen Sturm auf den Grenzzaun gesorgt. Rund 2000 Flüchtlinge waren damals der Aufforderung gefolgt, einen reißenden Fluss zu überqueren. Drei Menschen waren dabei ertrunken. Wer es nach Mazedonien schaffte, wurde von den dortigen Sicherheitskräften umgehend zurückgeschickt. Griechische Medien vermuten, dass Aktivisten hinter diesen gefährlichen Aktionen stecken. Die freiwilligen Helfer stehen in Griechenland zunehmend in der Kritik, weil sie zum Teil eigene politische Ziele wie die Grenzöffnung verfolgen. (cai/dpa/afp) http://www.gmx.net/magazine/politik/fluechtlingskrise-in-europa/idomeni-fluechtlinge-stuermen-grenze-polizei-traenengas-blendgranaten-31483426#.logout.hero.Dramatische%20Szenen%20in%20Idomeni.1

„Bayer 04 blickt nach 2:0 in Köln Richtung Königsklasse“

Bayer Leverkusen hat die Patzer der Konkurrenz genutzt. Mit dem souveränen 2:0 (2:0) im Nachbarschaftsduell beim 1. FC Köln rückte die Werkself zum Abschluss des 29. Spieltags der Fußball-Bundesliga auf Platz vier vor und hat bei nur noch einem Zähler Rückstand auf Hertha BSC sogar die direkte Qualifikation für die Königsklasse vor Augen…http://www.gmx.net/magazine/sport/fussball/bundesliga/bayer-04-blickt-20-koeln-richtung-koenigsklasse-31483864#.logout.focus.Leverkusen%20r%C3%BCckt%20vor.0

„Donald Trump nackt gemalt:

Künstlerin erhält sogar Morddrohungen“

Auf einem Aktgemälden der Künstlerin Illma Gore aus Los Angeles ist Donald Trump in unbekleideter Pose zu bestaunen…http://www.gmx.net/magazine/politik/donald-trump-nackt-31482558#.logout.channel_small.Aufregung%20um%20%22nackten%22%20Trump.0

FORTSETZUNG folgt!

monalisatv

2 Comments

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