Monalisa TV – Für FRIEDEN OHNE KRIEG! …26.Juni 2016

„Zu beliebt! Kate und William ganz neidisch auf Prinz Harry“

24.06.2016Die royalen Skandale reißen einfach nicht ab! Neuesten Gerüchten zufolge sollen Kate Middleton und Prinz William eifersüchtig auf Prinz Harry sein. Scheinbar geht ihnen seine Beliebtheit gegen den Strich…. Wie in einem guten Schmierenroman natürlich auf den Prinzen-Bruder. Der liebe Harry, früher gern als Party-Prinz unterwegs, sei nämlich viel beliebter als sie selbst, schreibt zumindest „CelebDirtyLaundry“. Und das geht nun wirklich nicht. Es gibt schließlich nur ein Sonnenschein-Paar auf der Insel. Wirklich unglaublich, diese Royal-News… http://www.news.de/promis/855642198/kate-middleton-neidisch-auf-prinz-harry-herzogin-kate-und-prinz-william-eifersuechtig/1/

Brexit 2016

„Das sind die Brexit-Folgen für Fußball und Co.“

24.06.2016Weniger Profis aus der EU in der Premier League? Weniger Talente für ManUnited & Co? Ein Standortnachteil für London? Durch den Brexit drohen auch dem britischen Sport tiefe Einschnitte. Doch noch ist vieles unklar…  http://www.news.de/politik/855642231/brexit-2016-eu-austritt-auswirkungen-im-sport-und-fussball-brexit-folgen-fuer-premier-league-abloese-formel-1-rugby/1/

Monalisa TV – „Vorsicht, Vorsicht!“… – 2.April 2015

… sagt die MUTTER nach einem BLICK in die PORZELLANKISTE.

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„Überblick:

Wie berichten russische Medien über den Brexit?“

Überblick: Wie berichten russische Medien über den Brexit?

 26.06.2016 • 07:56 Uhr – Das Referendum in Großbritannien hat nicht nur innerhalb der EU hohe Wellen geschlagen. Auch in Russland wurde das Ergebnis genau beobachtet. Wie russische Medien darüber berichten – hier ein Überblick….
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Schwerpunkt der Berichterstattung sich auf die Wiedergabe der einzelnen Zitate beschränkt und die wirtschaftlichen Folgen… https://deutsch.rt.com/international/39116-uberblick-wie-berichten-russische-medien/
22. Januar 2015

…und EIN DANKE würde reichen!

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„Liebe Unterstützer unserer wichtigen Petition!“

25.06.2016 – 100.000 Unterschriften sind „drin“! Kriegstreiber wüten – WIR SETZEN ZEICHEN: Frieden, Verständigung und Freundschaft in Europa! 100.000 Unterschriften – es wird gaaanz knapp! DAS SCHAFFEN WIR!: Wenn Sie jetzt an alle Bekannten, Freunde, Verwandten den Link weitergeben! Dürfen wir Sie noch einmal daran erinnern – darum bitten?

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Die Prophezeiung

Veröffentlicht am 15.04.2012

Zur Zeit bereitet sich die Menschheit vor, ins Goldene Alter zu übergehen. Jeder von uns muss dann wählen: entweder Kräften der Dunkelheit oder Kräften des Lichtes zu dienen. Niemand kann abseits bleiben…

Das Video http://youtu.be/VZWqz1DOw-s „Prophezeiung. Die Frau wird die Welt retten“ war Dimitri nicht neu und er wusste, die Prophezeiung, dass eine Frau Russland und die Welt retten würde, war auch Putin wohl bekannt, dennoch hatte er diese, in Russland verbreitete Hoffnung, dass zum Beispiel Swetlana Peunova diese Frau sein könnte, als absoluten Schwachsinn abgetan. Ohne allerdings gleichzeitig dafür zu sorgen, dieser Frau einen Haufen Schwierigkeiten zu machen, so dass sie mit ihrer Partei bei den Wahlen nicht antreten konnte. Man konnte schließlich nie wissen, Putin ging gerne auf Nummer Sicher.
Genauso war es auch bei Monalisa gewesen, nicht wenige seiner Kollegen hatten damals den Verdacht geäußert, dass möglicherweise sie „die Frau“ sein könnte. Sie hatten deshalb sogar im Vatikan vorgesprochen. Aber Putin hatte Monalisas Bombini-Theorie als vollkommenen Unsinn abgetan, allerdings wieder nicht ohne gleichzeitig den Auftrag zu erteilten, diese Designerin auszuschalten. Er kannte jedoch auch die Drohung der Zeitreisenden, und so konnten sie nicht einfach einen Killer schicken, sondern, so hatte Putin es vorgeschlagen, es sollte ein zweifelsfreier Selbstmord sein. Insofern, dachte Dimitri, war es wirklich schräg, dass Monalisa ihrem Manuskript ausgerechnet den Titel „I LOVE PUTIN“ gegeben hatte.

Er selbst machte sich schon länger keine Illusionen mehr über seinen Präsidenten. Der war zwar wirklich ein engagierter Kämpfer für das Wohlergehen Russlands, aber er war nun mal auch ein Mann des Öls und ein Macho dazu. Außerdem war er sehr, sehr Macht bewusst und noch lange nicht bereit seinen Thron herzugeben. Er war schlicht und einfach davon überzeugt, dass nur er Russland zu neuer Blüte verhelfen konnte. Und was er dazu benötigte, das war ein möglichst hoher Ölpreis und nicht Energie für einen Apfel und ein Ei.
Das bedeutete natürlich nicht, dass Putin nicht auch einige Millionen in die Erforschung der Freien Energie steckte, schließlich taten die Amerikaner dies auch. Aber so lange es noch Öl in Russland zu fördern gab, solange wollte er auch damit Geld verdienen, denn ohne die Milliarden aus dem Öl- und Gasgeschäft wäre das Land und auch er selbst schnell am Ende. Und Putin wusste zudem, welche weitreichenden politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen ein Wechsel zur Freien Energie haben würde. Er befürchtete wohl nicht zu Unrecht, das der Einsatz von Freier Energie eine völlig unkontrollierbare und umfassende, globale Revolution zur Folge haben würde, welche die Machtverhältnisse radikal verändern und auch ihn mit samt seinem Thron in die Tiefe reißen würde. Und danach wäre Swetlana Peunova vielleicht wirklich die neue, große Führerin Russlands.
Insofern war Putin an dem Fortbestand der jetzigen Verhältnisse sehr interessiert und er würde wohl nicht zögern, in diesem Sinne selbst mit erklärten Erz-Feinden wie den amerikanischen NeoCons gemeinsame Sache zu machen. Ja, Dimitri hegte sogar den Verdacht, dass Putin mit diesen Verbrechern teilweise gemeinsame Sache machte, denn spätestens seit der Sache im Winter 2006 waren sich beide Seiten darüber klar, dass sie nur gemeinsam die Zukunft aufhalten konnten.
Darum glaubte Dimitri auch nicht daran, dass es wegen der Ukraine zu einem 3. Weltkrieg kommen würde, selbst, wenn Russland dort einmarschieren würde. Es würde wie es auch die Karten von Monalisas Götterboten vorhersagten zu harten Wirtschaftssanktionen kommen, die Russland in seiner Entwicklung zurückwerfen würde. Denn, bei allen Gemeinsamkeiten, man durfte sich nicht täuschen, für die NeoCons war die wirtschaftliche Zerstörung Russlands und Chinas immer noch das wichtigste, außenpolitische Ziel. Ein starkes Russland und eine starke Wirtschaftsmacht China stand ihren Eine-Welt-Macht-Bestrebungen nun mal im Wege. Putin jedoch, da war Dimitri sich sicher, wollte die von den NeoCons angestrebte Weltdiktatur der anglo-amerikanischen Bankenmafia ganz sicher nicht. Wenn Putin eine Weltdiktatur anstrebte, dann nur mit ihm selbst auf dem Thron. Gleiches galt für China.

http://youtu.be/Fu66OCA0Zac „Endgame (Doku) Die globale Versklavung,“ und http://youtu.be/cUSazICuBiM „Das 4. Reich – Unterwerfung der Völker durch die europäische Union“sind wichtige Videos, die ich beispielhaft den Lesern empfehlen möchte, welche Dimitris Gedanken zum Thema Weltdiktatur nicht nachvollziehen können. Danach werden Sie erkennen, das wir Europäer leider einer EU-Diktatur, und damit der notwendigen Vorstufe zur angestrebten anglo-amerikanischen Weltdiktatur, schon sehr viel näher sind, als uns lieb sein kann.

Jack

In London machte sich ein Mann namens Jack Johnson auf den Weg zu einem geschäftlichen Termin. Er kam ursprünglich vom Militär, doch nach dem Ende seiner offiziellen Dienstzeit arbeitete er nun schon seit über 15 Jahren in der City of London. Er war dort ein gefragter Berater wichtiger Bankmanager. Heute war er auf dem Weg zu einem hohen Tier der Rothschild-Bank. Für Jack war dies ein besonderer Termin, denn auch wenn die Rothschild-Familie die mächtigste Familie auf dem Globus war, es gab nur sehr Wenige, die persönlichen Kontakt zu ihnen hatten. Es gab praktisch keine Fotos von ihnen und selbst die unerschrockensten Paparazzis hüteten sich, diesem relativ kleinen Personenkreis zu nahe zu kommen. Außerdem würde sich auch kaum ein Verlag finden, der ihnen ihre Bilder abkaufte. Berichte oder gar Fotos dieser sehr einflussreichen Familie waren nun mal absolut Tabu. Ein Herausgeber, der es dennoch wagen würde, der Welt etwas über diese Familie zu erzählen, der musste nicht nur mit den größten, wirtschaftlichen Problemen rechnen, auch sein Leben und das seiner Familie wäre schnell in größter Gefahr.
Dies war allen größeren Verlagen und Medienanstalten klar und darum war es überhaupt nicht verwunderlich, dass es nur sehr selten vor kam, dass auch nur der Name der Rothschilds erwähnt wurde. Im Internet sah das etwas anders aus, da gab es viele Videos und Artikel, die sich mit der Geschichte und den Machenschaften dieser Familie beschäftigten. Und dort wurden sie auch nicht ohne Grund für die größten Probleme auf dem Globus verantwortlich gemacht, und damit lagen diese viel gescholtenen „Verschwörungstheoretiker“ wohl auch tatsächlich nicht falsch, dachte Jack, als er durch die Straßen der City ging.

Die relativ kleine City bestand nur aus wenigen Straßenzügen, und doch war sie ein Staat im Staate, was jedoch kaum einer wusste. Dort hatten weder die Polizei noch andere staatlichen Organe Großbritanniens irgendetwas zu sagen. Selbst die Königin durfte diesen Ort nur auf ausdrückliche Einladung betreten, oder besser, sie musste einmal im Jahr ganz offiziell antreten. Denn, die wahren Herrscher Englands waren weder die Royals noch der Premierminister. Der Einzige, der die Fäden der Macht in den Händen hielt war das jeweilige Oberhaupt der Rothschilds und dies nicht erst seit gestern. Aber das sollte die Bevölkerung natürlich nicht wissen, denn dann würde sie womöglich erkennen, dass ihre geliebte Queen und das Parlament nur Schauspieler waren, die nicht Dank der Verehrung der Menschen oder mit Hilfe einer demokratischen Wahl die Macht vom Volk übertragen bekommen hatten, sondern dass es nicht erst seit heute allein auf das Wort Jacob Rothschilds ankam. Er bestimmte, wer was wo wann tun durfte und wer nicht. Insofern war es nicht weiter verwunderlich, dass Jack etwas nervös war, als er das große Bankhaus betrat, welches nach Außen nicht erkennen ließ, wer darin seinen Sitz hatte. Ein normaler Bürger würde das kleine Hochhaus glatt übersehen, denn seine Fassade war absolut nichtssagend. Und dennoch hatte genau hier der mächtigste Mann der Welt sein Büro. Er selbst war zwar nur selten vor Ort, denn soweit Jack es wusste, regelte Jacob Rothschild seine Geschäfte meistens von einer seiner vielen Villen oder Landsitze aus, aber immerhin, es kam vor und der Mann saß tatsächlich in seinem Büro.
Heute war damit nicht zu rechnen, aber Jack wollte ja auch nicht zu ihm. Er hatte einen Termin mit Sir Henry.

Jack betrat das große Foyer und übergab seine Einladung an eine hübsche, junge Frau, die hinter einem riesigen Marmortresen saß und ihn freundlich anlächelte.
„Oh, einen Moment bitte, ich melde Sie an,“ sagte sie. Es dauerte nicht lange und er wurde er von einem jungen Mann begrüßt. „Good morning Sir, wenn Sie mir bitte folgen wollen.“ Es war auffallend, aber hier wurden grundsätzlich keine Namen genannt. Jack betrat mit dem jungen Mann einen hochmodernen Aufzug und wenig später betraten sie eine Ebene, wo er wieder von einer jungen Frau hinter einem, diesmal etwas kleineren Tresen begrüßt wurde. Auch sie lächelte freundlich und sagte: „Sie werden schon erwartet, bitte folgen Sie mir.“
Und dann ging es einen breiteren Gang entlang, an dessen Wänden moderne Kunst zu bewundern war. Doch dafür hatte Jack jetzt keinen Sinn, er konzentrierte sich ganz auf seinen bevorstehenden Termin mit Sir Henry.

Die junge Frau öffnete eine Tür und bedeutete ihm einzutreten. „Sir Henry wird gleich bei Ihnen sein.“ Jack schaute sich um. Dieser Raum war ein typischer Konferenzraum, nicht sehr groß, aber teuer eingerichtet. Auch hier gab es Kunst an den Wänden. Eine große Fensterfront ermöglichte einen beeindruckend weiten Blick über die Stadt. Von außen hatte er nicht in die Büros hineinschauen können, die Fenster waren alle schwarz gewesen. Offensichtlich waren die Scheiben nur zu einer Seite hin durchsichtig. Auf dem großen, schwarz glänzenden, ovalen Tisch standen schon, ganz typisch, Kaffeetassen und ein Teller mit Gebäck bereit. Er entdeckte einen großen Bildschirm an einer Seite des Raumes. Es war kein besonders repräsentativer Raum, und Jack dachte, so oder so ähnlich sahen die meisten Konferenzräume auf der Welt aus.

Die Tür öffnete sich und Sir Henry trat ein. Er lächelte freundlich und streckte seine Hand zur Begrüßung aus: „Schön, dass Du so schnell kommen konntest. Ich habe leider nur wenig Zeit, kommen wir daher gleich zum Thema. Möchten Du einen Tee oder lieber Kaffee?“
„Danke, ein Tee wäre schön.“
Sir Henry bot ihm an Platz zu nehmen und die junge Frau, die ihn hier hin geführt hatte, schenkte ihnen Beiden einen wohlriechenden, schwarzen Tee ein. Sie stellte Milch, Zitrone und Zucker auf den Tisch. Dann verließ sie den Raum und Sir Henry kam sofort zur Sache: „Hast Du die Unterlagen eingesehen? Auch das Video? Gut, dann weißt Du ja worum es geht.“
„Das schon, nur, aber warum wendest Du sich damit an mich? Meiner Meinung nach ist das eine Sache, mit der sich der Militärgeheimdienst beschäftigen sollte, wenn er es nicht schon längst getan hat.“
„Wir wollen in diesem Fall aber lieber zusätzlich noch eigene Wege gehen. Was meinst Du, ist es für Dich möglich mehr in Erfahrung zu bringen?“
„Nun, ich bin schon länger kein James Bond mehr.“
„Das ist in diesem Fall auch sicher nicht nötig, wir möchten nur, dass Du mit ihr einen augenscheinlich völlig zufälligen Kontakt aufnehnimmst und herausfindest, ob sie mehr weiß, als sie in diesem Video erklärt hat. Du sprichst hervorragend deutsch und kennst den aktuellen Forschungsstand. Wir möchten in dieser Frage möglichst nicht noch mehr schlafenden Hunde wecken, sondern einfach nur aus erster Hand wissen, was sie über die Bombe mehr weiß und was sie möglicherweise daüber veröffentlichen will.“
„Ich glaube nicht, dass sie einem Fremden dies einfach so erzählt. Vielleicht solltest Du doch lieber beim MI6 nachfragen, die haben ganz andere Möglichkeiten in solchen Fällen.“
„Das ist sicher so, doch bislang konnte in dieser speziellen Frage auch dort noch keine Antwort gefunden werden. Bis auf dieses Video gibt es praktisch nichts. Und vielleicht weiß sie auch gar nicht mehr. Wir würden nur gerne sicher gehen, denn eine Veröffentlichung dieser Thematik wäre für uns alle sehr problematisch.“
„Ihr könnt sie aber so wie es aussieht nicht daran hindern.“
„Das ist wohl leider so, aber vielleicht ist es möglich, sie im Falle des Falles davon zu überzeugen, über die Bombenfähigkeit nichts weiter zu veröffentlichen. Es reicht, was sie in dem Video dazu sagt, das ist schon schlimm genug. Wir müssen verhindern, dass mehr davon an die Öffentlichkeit kommt. Du musst sie davon überzeugen, dass es besser für uns alle, ja die ganze Menschheit ist. Stell Dir sich nur mal vor, irgendwelche Terroristen bekämen Wind davon.“
„Ich verstehe nicht, warum redet man nicht ganz offen mit ihr darüber?“
„Das geht eben nicht, uns sind die Hände gebunden. Aber Du bist kein Geheimdienstler und auch kein Regierungsbeamter mehr,Du kannst mit ihr völlig zufällig ins Gespräch gekommen sein. Soweit ich weiß, will sie Ende Juni für ein paar Tage nach Holland um dort am Meer spazieren zu gehen. Was hältst Du davon, wenn Du dies auch tust und schaust, ob Du mit ihr ins Gespräch kommen kannst?“

Jack war nicht gerade begeistert. Sicher ein paar Tage am Meer, das war ganz schön, aber er war nun mal nicht mehr der Jüngste. Und er hatte wirklich nur wenig Interesse, wenn es darum ging mit einer Frau ins Gespräch zu kommen. Er war nicht ohne Grund nach dem frühen Tod seiner Frau ledig geblieben. Wenn er in den Spiegel schaute, dann fragte er sich auch nicht mehr warum. Er war nun mal kein Frauentyp und seine Schüchternheit war gerade in jungen Jahren sehr hinderlich gewesen. Und jetzt sollte er nicht nur das Gespräch mit einer Frau suchen, er würde auch ihr noch Vertrauen gewinnen müssen. Großes Vertrauen sogar.
Mit diesem betont sehr vertraulichen Auftrag hatte er wirklich nicht gerechnet, doch nein zu sagen, dass war kaum möglich. Wenn Jacob Rothschild wünschte, dass er nach Holland fuhr, dann führte daran nur schwer ein Weg vorbei, es sei denn, er wollte in Zukunft in der City vor verschlossenen Türen stehen. Es genügte ein Wort von Rothschild und sein geschäftiger Ruhestand war vorbei.

Er verließ die Rothschild-Bank also alles andere als glücklich. Er hatte sich natürlich ziemlich über das Papier gewundert, das ihm mit der Einladung zum Gespräch übergeben worden war, denn seines Wissen galt die Causa Monalisa längst als erledigt. Damals 2006 hatte er von dieser deutschen Designerin natürlich auch gehört, doch kurz nach Weihnachten ging das Gerücht um, sie sei glücklicher Weise plötzlich dem Wahnsinn verfallen. Niemand wunderte sich damals groß darüber, denn es war wahrlich keine neue Erkenntnis, Genie und Wahnsinn lagen nun mal oft sehr nah beieinander.
Dem Papier hatte er entnehmen können, dass sie mittlerweile wohl wieder klar im Kopf war. Leider wusste keiner so recht, was sie darin plante, nur eines war sicher, ihr Ziel, die Welt mit ihrer Bombini-Theorie zu beglücken, das war immer noch aktuell. Er würde jetzt erst mal die ziemlich dicke Akte, die Sir Henry ihm zum Abschied in die Hand gedrückt hatte, genau studieren müssen. Es war auch ein Stick dabei und der sollte jede Menge interessantes Bildmaterial enthalten. Er war natürlich sehr neugierig, was er da zu sehen bekommen würde. Denn, er wusste ja eigentlich auch nur das, was damals in den hektischen Wochen vor Weihnachten an Gerüchten durchgesickert war. Damals erwarteten nicht wenige in der City einen dramatischen Sturz am Aktienmarkt, selbst einen großen Krieg wollte man nicht auszuschließen. Wer die Bankenwelt kennt, der weiß, so eine Befürchtung verwandelte die Büros in den Bankhäusern in einen Hühnerstall, in den ein Fuchs eingebrochen war.
Alle versuchten hektisch zu ermitteln, wie die Kurse an der Börse wohl auf Monalisas Internetseite reagieren würden und man arbeitete fieberhaft an Strategien, die es ermöglichten trotz des drohenden Untergangs der Ölindustrie, möglichst hohe Gewinne zu machen. Auch er hatte in dieser Zeit viel zu tun, denn man wollte von ihm wissen, welche Folgen Monalisas Bombini-Theorie für das Militär haben könnte. Ja, dachte Jack, damals ging wahrlich die nackte Angst um. Und jetzt schien sie wieder hoch zu kommen, zumindest schien sich Jacob Rothschild nicht allein auf die Informationen des MI6 und seine vielfältigen Partner verlassen zu wollen. Das Spesen-Honorar war jedenfalls üppig bemessen, dafür konnte er locker eine 5 Sterne-Suite im besten Hotel Amsterdams bezahlen. Doch Sir Henry meinte, Madame würde wohl ehr in einer preiswerten Ferienwohnanlage zu finden sein.
Er bestieg ein Taxi und nannte seine Adresse. Er fragte sich, warum Jacob Rothschild ausgerechnet ihn alten Sack für diese Auftrag ausgewählt hatte und nicht irgend einen attraktiven, jungen Mann, der sich mit viel Charme und schönen Worten in das Herz dieser Frau schleichen konnte. Doch, dann erreichte das Taxi auch schon das große Appartmenthaus, in dem er seit vielen Jahren eine schöne, große Eigentumswohnung besaß. Er bezahlte den Fahrer, machte sich auf den Weg zum Aufzug und als er auf das Knöpfchen drückte, dachte er: „Vielleicht sollte ich mir heute Abend mal wieder so einen richtig guten Agenten-Thriller anschauen.“ Sir Henry hingegen fand dazu keine Zeit, denn er hatte noch ein anderes, zur Zeit drängenderes Problem. Die verschwundene MH 370.

Noch eine Postkarte

Alexander fühlte sich nun doch etwas bedrängt, denn es war ihm nicht möglich auch noch die zweite Karte einfach zu zerreißen. Er fragte sich, wenn General Redding etwas von ihm wollte, warum nahm er nicht den für einen Kontakt vorgeschriebenen, offiziellen Weg? Warum rief er nicht bei der Zentrale an und ließ sich verbinden oder schickte einfach eine Mail? Es war unwahrscheinlich, dass die NSA seine E-Mail-Adresse nicht kannte. Der Weg über eine Postkarte war nur nötig, wenn Redding Kontakt suchte, ohne dass dies eine digitale Spur hinterließ. Das konnte an sich nur einen Grund haben, Redding wollte sicherstellen, dass die da Oben nichts davon mitbekamen. Also weder sein eigener Verein, noch der Seine, und ja, auch die Übermächtigen sollten nichts darüber wissen.
Er würde diesmal wohl reagieren müssen, sonst stand Redding womöglich bald nachts vor seinem Schlafzimmer und warf mit Steinchen. Alexander musste bei dieser Vorstellung lachen, denn es war klar, das würde sicher die Aufmerksamkeit seiner schrecklich neugierigen Nachbarin hervorrufen. Die hatte ihre Augen und Ohren wirklich überall. Zu Sowjetzeiten wäre sie garantiert eine sehr gute Quelle gewesen. Mittlerweile waren solche Leute jedoch so gut wie überflüssig geworden, heute erfuhr man über die meisten Zielpersonen weit mehr, wenn man nur regelmäßig bei Facebook nachschaute.
Was also wollte Redding von ihm? Es musste wohl etwas sehr Wichtiges sein, sonst wäre es sicherlich bei der ersten Grußkarte geblieben. Er hatte sie als einen dummen Scherz abgetan, nach dem Motto, hier, schau, ich kenne Dein geheimes Postfach. Doch diesmal kam die Karte aus Italien, sie zeigte eine Innenansicht des Petersdoms. Redding schrieb, er mache Urlaub in Italien und freue sich auf Ostersonntag, er wolle dann zu Franziskus feierlicher Ostermesse gehen.
Wenn er diesen deutlichen Wink mit dem Zaunpfahl richtig verstand, dann hieß dies für ihn und seine Frau, dass sie über die Osterfeiertage wohl einen Kurzurlaub in Rom machen mussten. Nun, Natascha wird sich sicher sehr darüber freuen, überlegte Alexander, unser letzter gemeinsamer Urlaub ist schließlich schon etwas länger her. Also, gut, dann eben Rom. Doch wie er seiner Frau erklären sollte, dass er unbedingt in die heilige Ostermesse wollte, dass wusste er noch nicht genau. Religion, da waren sie sich einig, war Opium fürs Volk, auch wenn er zugeben musste, dieser Franziskus schien tatsächlich ein ganz guter Mann zu sein.
Er wusste nicht, ob Redding auch ein geheimes Postfach hatte, es war wohl anzunehmen, doch leider kannte er die Adresse nicht. Er würde also nicht antworten können, sondern einfach hinfahren und schauen, ob sie sich in dem Gewühl der Gläubigen fanden. Er schaute sich die Karte noch mal genauer an und dann sah er neben einer der Säulen ein kleines Kreuz, das mit einem Kugelschreiber gemacht worden war. Nun, damit war natürlich alles Wichtige gesagt, er zerriss die Karte in kleine Stücke und warf sie in die nächste, öffentliche Mülltonne.

Das Kosmische Handy

„Monalisa schreibt in ihrem Buch: Das „kosmische Handy“ kann nicht lügen.“ sagte Ivan zu seinem Freund Sascha. „Insofern machst Du mir nichts vor, Du bist in Deine neue Nachbarin verknallt, hier schau, der Götterbote sagt: Herzensmann – Liebe – Karo Dame.“
„Quatsch, ich habe sie doch erst zwei Mal gesehen. Ich weiß nicht, vielleicht hat sie ja schon einen Freund.“
„Dann läge dort keine Karo Dame sondern eine Kreuz Dame. Die könnte dann bedeuten, dass sie in festen Händen ist.“
„Du meinst also, sie ist zu haben?
„Fragen wir doch den Götterboten! Hier, es gibt da diese Dreier-Legung, mit der kann man angeblich sehr schnell eine konkrete Antworten bekommen. Misch einfach und dann lege drei Karten nebeneinander.“
Sascha nahm die Karten, mischte und legte aus. „Hm, was meinst Du, wer ist denn der Pik König hier?“
„Könnte sein, es ist ihr Ex,“ sagte Iwan. Er schaute auf seinen Zettel und sagte: „Die Kreuz 10 steht für eine Veränderung über den großen Weg und die Herz 10 steht für die Familie, die Beziehung. Ich würde sagen, ihr Ex hat die Beziehung beendet, vielleicht ist er weiter weggezogen, oder sogar ins Ausland gegangen. Aber wir können es genauer sagen, wenn Du jetzt unter jede Karte zwei Weitere legst.“
Sascha fragte: „Muss ich sie nacheinander legen?“
„Nein, sie schreibt, man soll es ganz nach seinem Gefühl machen.“
„Ich weiß nicht, das ist doch alles totaler Zufall, hier schau, was soll jetzt der Pik Bube unter dem Pik König und dann auch noch die Pik Dame.“
„Also, der Pik Bube ist der sogenannte Lumpejung und die Pik Dame, nun, ich denke, vielleicht ist er mit der fremd gegangen. Das könnte der Grund für die Trennung sein.“
„Na, da bin ich ja mal gespannt, was Irina mir irgendwann erzählen wird.“
„So, so, woher kennst Du denn ihren Namen, ich denke, Du hast mit ihr noch nicht gesprochen?“
„Steht doch auf dem Klingelschild, mein Lieber. Irina Gorbatschow.“
„Na, hoffentlich ist sie keine Verwandte von dem Blödmann,“ sagte Ivan.
„Das glaube ich nicht, der Name ist doch sehr geläufig. Und außerdem, ich finde nicht, dass Gorbatschow so schlecht war. Seine Perestroika war wirklich ein notwendiger Schritt.“
„Kann schon sein, aber er war dem Westen gegenüber viel zu gutgläubig. Der hat sich nichts schriftlich geben lassen und was haben wir jetzt vor der Tür stehen? Die NATO.“
„Sicher, er hat Fehler gemacht, aber ohne ihn wäre es so schnell nicht zur Reisefreiheit gekommen. Meine größte Kritik an das alte System war immer schon, dass sie die Bevölkerung eingesperrt haben. Ich finde, dazu hat kein Staat der Welt das Recht.“
„Das sehe ich ja auch so, nur, wenn Du die Grenzen öffnest, dann kommen eben auch Deine Feinde ins Land hinein. Denke nur an die Zeit mit Jelzin, überall hockten die Amerikaner herum und spielten ihre Spielchen mit uns.“
„Zum Glück haben wir heute unseren Putin, dem tanzt so schnell keiner auf der Nase herum,“ meinte Sascha.

Die beiden Männer saßen noch bis nach Mitternacht beisammen und stellten dem Götterboten viele, ganz unterschiedliche Fragen, doch sie mussten feststellen, die Karten richtig zu deuten war auch mit dem Lehrbuch in der Hand gar nicht so einfach. Ivan hatte es sich ausgedruckt und schlug darin immer wieder nach. Ivan war schon immer etwas esoterisch angehaucht gewesen und glaubte an eine höhere Macht im Kosmos. Er sah in den Karten wie Monalisa eine gute Methode nicht nur Antworten auf Herzensangelegenheiten zu bekommen, sondern auch hinter die Kulissen der Politik zu schauen. In ihrem Buch bewies sie in vielen Beispielen, das dies möglich war und er nahm sich fest vor, diese Kunst zu erlernen, denn gerade in seinem Job war es wichtig die Hintergründe von Ereignissen zu durchschauen. Sascha glaubte hingegen nur an dass, was wissenschaftlich auch zu beweisen war. Und da er nicht an irgendwelche höheren Mächte glaubte, war für ihn die Vorstellung, ein Götterbote würde sich die Mühe machen auf die vielfältigen Fragen Ratsuchender zu antworten, einfach absurd. Trotzdem hoffte er natürlich, dass die Karten Recht behielten und seine hübsche Nachbarin keinen festen Freund hatte.

 

Monettis Kekse

Seniore Monetti wartete bis seine Haushälterin gegangen war. Es war Freitag und da ging sie immer etwas früher, um auch für ihre Familie den Großeinkauf für das Wochenende machen zu können. Monettis Kühlschrank und auch die Vorratskammer waren durch sie schon aufgefüllt worden. Der Hausherr konnte also loslegen und endlich die versprochenen Kekse backen. Kochen und Backen hatte er sich in den letzten Jahren selbst mit Hilfe diverser Kochbücher beigebracht und auch Maria, seine Haushälterin, hatte ihm immer wieder wertvolle Ratschläge gegeben, so dass es für Monetti heute kein Problem mehr war, mal eben ein paar Plätzchen zu backen. Er stellte alle benötigten Zutaten, auch die zerkleinerten Cannabisblüten, vor sich auf den großen Tisch, der mitten in der Küche stand. Dann baute er die große Küchenmaschine auf und begann mit der Herstellung des Teiges. Die einzelnen Mengenangaben für seine Gewürzkekse entnahm er einem alten Kochbuch seiner Mutter, die Zutaten selbst wog er hingegen ganz modern auf seiner neuen, digitalen Küchenwaage ab. Beim Cannabis musste er allerdings seinem Bauchgefühl folgen und er hoffte nicht zu großzügig gewesen zu sein.

Im Radio lief einer seiner Lieblingssender, Radio Vatikan und er verfolgte das dort gesendete Live-Interview mit einem Vatikan-Berichterstatter. Er war ein deutscher Journalist, der dafür bekannt war unglaublich schnell zu reden. Er berichtete schon seit fast 20 Jahren über das Innenleben des Vatikans und es war unüberhörbar, der Mann war ein begeisterter Anhänger des neuen Papstes. Die Begeisterung wirkte ansteckend und Monetti fühlte sich ein wenig wie ein Verräter gegenüber Benedikt, der leider niemals solche Zustimmung erhalten hatte.
Dabei war auch Benedikt im Herzen immer sehr bescheiden gewesen. Aber er hatte dies nicht nach Außen gezeigt, sondern sich ohne Widerspruch in Hermelin und Goldbrokat kleiden lassen. Er hatte selbstverständlich auch den prunkvollen, päpstlichen Palast bewohnt und auch seine Zimmer von den Schwestern putzen lassen. Das alles lehnte Franziskus entschieden ab wie auch die Nutzung der päpstlichen Staatskarosse. Er fuhr lieber in seinem alten, kleinen Klapperkasten und Monetti musste zugeben, der Blick auf den Parkplatz war ein deutliches Statement. Dort standen immer schon sehr viele große, schwarze Luxuslimusinen, niemand hatte sich bisher daran gestört. Doch seit Franziskus mit seinem kleinen, weißen Schrottauto dort parkte, seit dem fielen die anderen Autos unangenehm auf. Man fragte sich auf einmal, wer von den Kardinälen und Bischöfen alles im sündhaften Luxus schwelgte, während die Menschen ihrer Gemeinden in größter Armut leben mussten. Sicher, nicht alle waren so abgehoben wie dieser Bischof Tebarzt van Elst, aber vielleicht hatte man bisher nur noch nicht genau genug hin geschaut. Franziskus hatte diesem unglaublichen Verschwender jedenfalls das Bistum Limburg entzogen und ihn zur inneren Einkehr aufgefordert. Tebarzt van Elst hatte vergeblich bei Benedikt um Unterstützung nach gesucht, der jedoch bei der gegebenen Sachlage auch nichts mehr für ihn tun konnte. Es ging ja nicht nur um die horrenden Baukosten seines, zugegebener Maßen sehr schön sanierten Bischofsitzes. Van Elst hatte auch mehrfach gelogen und sogar einen Meineid geleistet. Monetti war daher auch der Meinung, dass Franziskus gar nicht anders gekonnt hatte, als diesen Verrückten zum Rücktritt zu zwingen. Monetti war der Meinung, dass dieser Protzbischof nicht ganz normal im Kopf war und er fand, das sah man diesem Mann auch optisch an.
Hauptthema des Interviews war allerdings Franziskus heutige, offizielle Entschuldigung bei den vielen Opfern sexueller Übergriffe durch katholische Priester. Diese Entschuldigung war überfällig, denn leider hatte Benedikt auf dieses Problem nicht wirklich angemessen reagiert, das musste Monetti zugeben. Ja, dachte er, Franziskus hatte wirklich etwas mehr Mut sich in den eigenen Reihen unbeliebt zu machen. Es blieb nur zu hoffen, dass dieser Schnellsprecher im Radio Recht behielt und Franziskus tatsächlich der am schwierigsten zu ermordende Papst der Geschichte war, eben weil er so unberechenbar war.

Monetti stellte die Maschine aus und entnahm den fertig gekneteten Teig um ihn eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen zu lassen. Er nutzte die Zeit um die Maschine zu reinigen und alles für das Ausstechen des Teiges vorzubereiten. Es würden sicher mehr als zwei Kilo Plätzchen werden, damit sollte Benedikt erst mal versorgt sein. Monetti glaubte, dass ein oder zwei Kekse reichen würden um wunderbar einschlafen zu können. Er würde ein paar Kekse für sich zurück behalten, denn auch er hatte in letzter Zeit einige Probleme mit dem Einschlafen.

Er holte den Teig aus dem Kühlschrank und rollte ihn auf dem Tisch aus. Er hatte verschiedene Formen zum Ausstechen ausgewählt. Einfache Runde, Sterne und Halbmonde in unterschiedlichen Größen. Damit müsste eine Dosierung gut möglich sein, hatte er überlegt. Wichtig war nur, dass Benedikt die Kekse nicht offen herum liegen ließ. Eine heimliche Naschkatze könnte ansonsten ihr blaues Wunder erleben, das wusste er nur zu gut. Ihm war das nämlich in seiner Jugend mal passiert. Wenn man nicht wusste, dass man eine Droge im Körper hatte, dann konnte so ein unerklärlicher Rausch sehr unangenehm sein. Er hatte damals geglaubt, mit einem Mal wahnsinnig geworden zu sein. Seine Kumpels hatten ihn leider nicht sofort aufgeklärt und ihn in dem Glauben gelassen, er sei verrückt, was wirklich eine ganz schöne Gemeinheit gewesen war. Ja, ja, seine Enkel glaubten zwar, er sei immer schon ein alter Mann gewesen, aber das war natürlich nicht so. Auch er hatte in seiner Jugend mit seinen Kumpels ziemlich viele Dummheiten gemacht.

Monetti war ganz in seine Arbeit vertieft und ein Blech nach dem Anderen wanderte in den Ofen. Der Duft der Gewürzkekse zog dabei durch das ganze Haus, obwohl er wohlweislich die Küchentüre geschlossen hatte. Nur noch ein Blech und ich bin fertig, dachte er gerade, als es plötzlich an der Türe klingelte. Na so etwas, wer wagte es denn, ihn ausgerechnet jetzt zu stören? Er ging zur Tür und öffnete sie einen Spalt, doch als er General Redding erkannte, machte er die Türe mit einem Schwung weit auf und sagte: „Oh, welche Überraschung, George! Das ist aber eine Freude!“
„Hallo Stephano, ich hoffe ich störe Dich nicht, es riecht nach Plätzchen.“
„Ja, ich bin am Backen, ein Blech muss ich noch fertig machen, aber komm doch herein. Sag, machst Du Urlaub oder bist Du beruflich hier? Hättest doch was sagen können!“
„Ach, es war eine sehr spontane Entscheidung, Rachel hatte Lust und da habe ich einfach zwei Ticket gekauft,“ sagte Redding und trat ein.
„Wohnt ihr im Hotel? Das ist doch nicht nötig, spart Euch das Geld, ihr könnt bei mir wohnen. Wo ist Deine Frau denn jetzt?“
„Sie besucht eine alte Schulfreundin, die vor ein paar Jahren hier hin gezogen ist. Nun, und da dachte ich, ich sage Bescheid, dass wir in der Stadt sind.“
„Was machen denn meiner Tochter und die Kinder?“
„Lisa und den Kindern geht es gut, ich soll Dich natürlich von ihnen umarmen,“sagte General Redding.
„Oh, nicht jetzt bitte,“ wehrte Monetti ab und eilte in die Küche. „Entschuldige, komm herein, ich muss die Kekse aus dem Ofen holen.“

General Redding betrat die Küche und wunderte sich etwas über den Duft, der den heißen Keksen entströmte.
„Ich backe Gewürzkekse, nein, lass, bitte nicht naschen. Es sind spezielle Einschlaf-Kekse. Und Du willst doch jetzt nicht schlafen, oder?“
„Einschlaf-Kekse, so so, ich finde hier riecht es wie, nun, also …“
„Dir kann man wohl gar nichts verheimlichen was,“ sagte Monetti. „Du wirst es mir nicht glauben, aber das sind Haschischkekse für Benedikt.“
„Du machst Witze,“ lachte Redding.
„Nein echt, er hat mich zu seinem Dealer gemacht. Doch er raucht nun mal nicht so gerne und darum backe ich ihm jetzt Kekse.“
„Ja, aber, warum nimmt er keine Pille, wenn er nicht schlafen kann?“
„Nun, ich nehme an, von Schlaftabletten träumt man nicht so schön,“ lachte Monetti und schob das letzte Blech in den Ofen.
„Also, was sind das nur für Zeiten, erst die Koks-Geschichte und nun noch ein kiffender Ex-Papst,“ tat Redding entrüstet und lachte ebenfalls. „Also, wenn das so ist, schenkst Du mir Einen, ich würde ihn mir gerne heute Nacht mit Rachel teilen.“
„Ich sollte ein Geschäft aufmachen,“ sagte Monetti und reichte dem Vater seines Schwiegersohnes eine ganze Handvoll. „Hier, nimm und werde glücklich damit. Ich gebe Dir noch eine kleine Dose dafür.“
„Vielen Dank, Du bist wirklich immer wieder für eine Überraschung gut, Stephano.“

Monetti kramte in einer großen Schublade und reichte Redding eine kleine, ehemalige Bonbon-Dose. „Aber passe auf, dass kein Unbefugter daran nascht, ein unartiges Zimmermädchen zum Beispiel.“
„Keine Sorge, ich werde sie gut verstecken.“
„Was ist, George, soll ich uns einen gute Roten aufmachen? Hast Du Hunger?“
„Ein Glas können wir gerne trinken, aber um Acht erwartet mich Rachel im Hotelrestaurant.“
„In welchem Hotel wohnt ihr denn?“
„Im Hotel de Russie.“
„Na, dagegen kann ich natürlich nicht anstinken, ist wirklich ein wunderschönes Hotel. Aber vielleicht kommt ihr trotzdem an einem Abend mal zu mir, ich koche auch ganz gut.“
„Wir kommen natürlich gerne mit den größten Vergnügen. Sie wird sich freuen. Ich möchte ihr einfach mal eine schöne Zeit schenken, ich hatte in den letzten Jahren oft nur wenig Zeit für sie. Außerdem ist mein Besuch nicht nur privater Natur,“ sagte Redding, als sie sich mit dem Wein in den Innenhof gesetzt hatten. Monetti behielt seinen Küchenwecker im Auge, denn noch war das letzte Blech nicht fertig.
„So, so, kannst Du darüber reden?“
„Nun ja, ich hoffe auf einen Termin bei Benedikt,“ sagte Redding.
„Ach, echt? Nun, vielleicht kann ich Dir da helfen. Ich bin dort ein häufiger Gast.“
„Das hatte ich mir ehrlich gesagt erhofft.“
„Kein Problem, ich schätze er wartet schon auf seine Kekse, ich frage einfach, ob Du mitkommen kannst.“
„Das wäre natürlich super, Danke Stephano, damit tust Du mir einen großen Gefallen.“
„Wenn ich helfen kann, dann freut es mich,“ sagte Monetti und er hob sein Glas um mit Redding anzustoßen. „Salute! Auf eine wunderbare Zeit in Rom und unseren Besuch bei Benedikt!“
„Salute! Hoffen wir, das es klappt!“

KenFM

Die folgenden Videos sind nur zwei gute Beispiele, die die Autorin dem interessierten Leser vorschlagen möchte. Sie sind wichtig um zu verstehen, warum Thomas Müller und seine Frau Martina sich an ihrem ersten gemeinsamen Wochenende in Berlin in die Haare bekamen. Bitte, nehmen Sie sich die Zeit :“Monday Demonstration Berlin English subtitles March 31 2014“ und „KenFM im Gespräch mit Willy Wimmer“.

„Also, Du kannst mir doch nicht verbieten auf eine Friedens-Demonstration zu gehen! Wir leben immer noch in einem freien und friedlichen Land und ich will, dass dies auch so bleibt!“
„Martina, verstehe doch, wir sind nicht so frei wie Du denkst! Wenn Du da hingehst, dann musst Du damit rechnen genauestens erfasst zu werden. Und, wenn dann klar wird, dass Du meine Frau bist, dann bin ich in Erklärungsnot! Das kann ich zur Zeit gar nicht gebrauchen!“
„Kannst ja behaupten, ich würde in Deinem Auftrag verdeckt ermitteln!“
„Das ist heutzutage doch völlig überflüssig, die filmen sich doch selbst und stellen es für alle Welt ins Netz! Ich bitte Dich, setze Dich von mir aus vor Deinen Rechner und schau Dir diesen KenFM im Internet an, aber zeige Dich dort nicht.“ versuchte es Thomas etwas ruhiger. „Ich bin da an einer Sache dran, da kann ich mir keine Aufmerksamkeit von welcher Behörde auch immer leisten, ich bitte Dich inständig!“
„Was soll das heißen, was für eine Sache ist das?“
„Liebchen, ich bitte Dich, vertrau mir! Ich kann Dir nichts darüber sagen, aber ich versichere Dir, Du würdest es unterstützen, wenn Du davon wüsstest. Und eine Unterstützung wäre es, wenn Du am Montag nicht auf diese Demo gehst. Was ich jetzt brauche ist absolute Unauffälligkeit.“
Martina schaute ihren Mann an und sah, es war ihm offensichtlich sehr ernst. Was führte er im Schilde? In was war er verwickelt? Sollte sie wirklich klein beigeben? „Also, mein Lieber, Du wirst mir schon noch etwas mehr erklären müssen. Wieso benötigst Du Unauffälligkeit?“
„Ich kann Dir nichts darüber sagen, ehrlich nicht. Aber Du solltest mich nach all der Zeit wirklich gut genug kennen, um zu wissen, dass auch Du meine Handlungen unterschreiben könntest. Es muss absolut geheim bleiben und wir dürfen in keiner Weise die Aufmerksamkeit auf uns ziehen. Geh zu diesem Künstlertreff, knüpfe dort Kontakte und konzentriere Dich auf Deine Ausstellung. Du wolltest doch ein Video über Dich und Deine Arbeit machen, ich finde das eine sehr gute Idee, aber die Politik lass im Moment wirklich außen vor. Die Besucher der Montags-Demonstrationen und insbesondere dieser KenFM stehen unter genauester Beobachtung. Mache also bitte einen großen Bogen um diese Leute.“
„Das ist wirklich viel verlangt von Dir,“ sagte Martina, aber sie wusste, sie würde wohl nachgeben, denn sie wollte nicht nur Frieden auf der Welt, sondern auch in ihren eigenen vier Wänden.
„Ich weiß, mein Schatz, ich weiß. Aber es ist wirklich wichtig,“ sagte Thomas und er war erleichtert, dass seine Frau sich von ihm in die Arme nehmen ließ. Er küsste sie und drückte sie fest an sich. „Ich liebe Dich…“ flüsterte er und sie gab endlich ihren Widerstand auf.

 

Sandys Nase juckt

Sandy hatte Urlaub bekommen. Eine ganze Woche und weil dazu noch die Feiertage kamen, hatte sie nun ganze 10 Tage frei. Der Urlaub war für sie sehr überraschend gekommen, denn General Redding war erst vor drei Tagen zu ihr an den Schreibtisch getreten, und meinte, es sei nicht nötig, dass sie sich während seiner Abwesenheit vor dem Telefon zu Tode langweile, ihre Arbeit könne in der Woche gut von der Sekretärin nebenan mitgemacht werden. Und da sie ja nun ihre Probezeit erfolgreich hinter sich habe, hätte sie sich die freien Tage auch redlich verdient.
General Redding war Tags darauf mit seiner Frau nach Rom aufgebrochen, angeblich war es eine rein private Reise, doch Sandy war sich da nicht ganz so sicher. Ihre Nase hatte gejuckt, als er ihr diese Reise angekündigt hatte und ihre kribbelnde Nase war immer ein untrügliches Zeichen, dass an einer Sache etwas faul war.
Ihre Mutter lachte als sie ihr davon erzählte. „Ach Kind, an Dir ist ein Scherlock Holms vorbei gegangen. Warum soll Dein Chef nicht einfach mal mit seiner Frau in Urlaub fahren?“
„Du weiß genau, dass meine Nase immer Recht hat.“
„Ja, ja, Du musst Deine Nase von meiner Mutter geerbt haben, die behauptete auch immer, sie könne eine Lüge zwei Meilen gegen den Wind riechen.“ Sandys Mutter lachte und stellte ihr ihren geliebten Käsekuchen auf den Tisch. Sie war glücklich, dass ihre Tochter sie mal wieder besuchen kam. „Freue Dich einfach über Deinen Urlaub und vergiss die Arbeit eine Weile. Wie wäre es, Du könntest doch ein paar Tage ans Meer fahren? Geh mal so richtig ausgiebig spazieren und genieße die herrliche Luft dort. Wer weiß, vielleicht lernst Du dabei ja jemand Nettes kennen,“ versuchte die Mutter ihre Tochter auf andere Gedanken zu bringen. Sie machte sich wie so oft etwas Sorgen um ihre Jüngste, denn bisher hatte ihr Mädchen einfach immer nur Pech in der Liebe gehabt.
„Ach, ich weiß nicht, was soll ich am Meer? Noch ist das Wasser zu kalt zum Schwimmen und alleine am Strand herum zu irren, nein lieber nicht.“
„Der Winter war so hart dieses Jahr und Du warst viel zu wenig draußen. Wenn Du immer nur mit Deinen Freundinnen im Zimmer hockst, dann lernst Du nie jemanden kennen. Du musst auch mal vor die Tür gehen und dem Schicksal eine Chance geben.“
„Ich habe keine Lust jemanden kennen zu lernen, die Männer können mir gestohlen bleiben, von denen habe ich die Nase erst mal gestrichen voll.“
„Nicht alle sind solche Blödmänner wie dieser dumme Ron, mein Kind. Er wird schon noch sehen, was er an Dir verloren hat. Gib den Glauben an die Liebe nicht auf, ich bin sicher, Du wirst noch den Richtigen finden. Nur dazu musst Du hinaus in die Welt gehen. Der Märchenprinz wird nicht von alleine an Deiner Türe klingeln.“
„Vergiss den Märchenprinz, Mama, ich will keinen mehr. Vielleicht werde ich einfach lesbisch.“
„Was redest Du denn da für einen Unsinn?“ Sandys Mutter war nun doch etwas besorgt. Sie wusste, dass ihre Tochter eine enge Freundschaft mit Patty verband, doch die war nun wirklich alles andere als eine Lesbe. Sie selbst gehörte nicht zu den Menschen, die gegenüber Homosexuellen große Vorurteile hegte, sie wusste, die Liebe war eine sehr magische Sache, sie entstand in den meisten Fällen völlig überraschend und sie konnte jeden mit jedem verbinden. Nicht nur einen Mann und eine Frau. Trotzdem hoffte sie als Mutter natürlich genau darauf, denn sie wünschte sich irgendwann auch endlich mal Oma zu werden. Bei ihrem Sohn sah es in dieser Beziehung bisher ja leider auch nicht nach Enkelkindern aus, denn dieser Tunichtgut reiste unentwegt in der Welt herum und vermied es konsequent sich fest zu binden.

„Du könntest ja auch mal Tante Nelly in New York besuchen, die würde sich sicher sehr freuen,“ versuchte es Sandys Mutter noch einmal.
„New York?“ fragte Sandy schon mit etwas mehr Interesse. „Ich weiß nicht, ich will Tante Nelly nicht überfallen, die hat wirklich genug um die Ohren mit ihrem Laden.“
„Ach was, ich habe erst gestern mit ihr telefoniert. Sie hat natürlich auch nach Dir gefragt. Ich bin sicher, sie freut sich, wenn Du sie besuchst. Kannst ihr ja etwas in der Galerie zur Hand gehen. Da kommen immer interessante Leute vorbei und Andy wird sich ebenfalls freuen, Dich wieder zu sehen. Er kennt die Stadt wie seine Westentasche und nimmt Dich bestimmt mit auf eine der vielen Partys dort. Andy ist wahrlich kein pickeliger Junge mehr. Tante Nelly sagt, die Frauen sind alle ganz verliebt in ihn.“
„New York im Frühling? Nun, das ist vielleicht gar keine so schlechte Idee, Mama,“ sagte Sandy und ihre Mutter nahm gleich ihr Handy in die Hand und rief ihre Schwester an. „Wir fragen sie am Besten gleich mal … Nelly? Ich bin’s, Lea, ich hoffe ich störe Dich nicht. Nein? … Gut, sag mal, Sandy würde gerne für ein paar Tage zu Dir kommen, sie hat überraschend Urlaub bekommen. … Ja, das ist ja toll, ich gebe sie Dir mal …“
Und so kam es, dass Sandy schon am nächsten Morgen in einem Flieger saß. Sie hatte Glück gehabt und sogar noch ein günstiges Last-Minute-Ticket bekommen.

Hu Li

Hu Li saß auch in einem Flugzeug in Richtung New York. Er wollte dort einen Kollegen treffen, von dem er hoffte einige neue und möglicherweise sehr interessante Informationen zu erhalten, die wie immer weder telefonisch noch schriftlich übermittelt werden konnten. Spätestens seit Snowden die Katze aus dem Sack gelassen hatte, musste es jedem klar sein, es gab keine wirklich sichere Telefonverbindung und auch kein Briefgeheimnis mehr. Und was E-Mails und so anging, nun, das wusste er schließlich am Besten, auf digitalem Wege gab es tatsächlich nur noch sehr wenige Möglichkeiten, Sicherheit zu garantieren. Und sein Informant wusste das natürlich auch und darum verschickte er wie so Viele nur noch Postkarten. Zwar musste man davon ausgehen, dass auch die geskannt wurden, doch da auf ihnen meist nicht viel mehr als liebe Grüße standen, war nicht davon auszugehen, dass sie besondere Aufmerksamkeit erregten. Trotzdem war natürlich immer größte Vorsicht geboten und Li registrierte auch hier im Flugzeug aufmerksam, wer sich in seiner Nähe befand.
Neben ihm saß eine junge Frau mit ihrem Sohn, hinter ihm waren zwei Plätze frei, nur ein älterer Mann saß dort und las in einem Stapel von Zeitungen.
Vor ihm nervten zwei jugendliche Gören ihre Mutter und in der Reihe neben der ihren sah es ganz ähnlich aus. Die Osterferien hatten offensichtlich begonnen.

Li lehnte sich zurück und schaute aus dem Fenster. Unter ihm war nichts als das weite, blaue Meer. Was würde wohl in dieser Maschine passieren, wenn die Passagiere feststellen würden, dass dies ungewöhnlich sei. Was, wenn sie merken würden, dass das Flugzeug nicht nach Norden, sondern nach Süden flog? Was würden sie tun, wenn sie alle befürchten mussten, dass ihr Flug in diesem unendlichen Meer enden würde? Wie würde das Bordpersonal reagieren? Wie groß wären die Verzweiflung und Panik in diesem beengten Raum? Würden die Kinder anfangen zu weinen? Würden mutige Männer versuchen gewaltsam ins Cockpit einzudringen? Ja, und wären sie dann nicht alle sehr erleichtert, wenn die Maschine überraschender Weise doch noch auf einer kleinen Insel landen würde? Nun, seine letzten Informationen zur verschwundenen MH 370 waren leider nicht dazu angetan, diese Erleichterung zu teilen.

Eine neue, zusätzliche und mittlerweile auch sehr wichtige Quelle für seine Recherchen hatte er erst vor Kurzem über ein Video bei You Tube entdeckt. Diese Quelle arbeitete nicht im Geheimen wie sein Kollege, den er in New York zu treffen hoffte, sondern sie war öffentlich zugänglich. Das Video war von einem Mann namens Alexander Gottwald und der Name seiner Internetseite „Sternenstaubastrologie.info“ machte schon deutlich, der Typ suchte Antworten in den Sternen. Klar, erst hatte er auch gedacht, dass es sich dabei um albernen Hokuspokus handeln musste, dennoch hatte er sich das Video und danach auch die dazugehörige Internetseite genauer angeschaut. Und was dieser Alexander alles aus den astrologischen Sternenkonstellationen herauslas, dass war wirklich sehr erstaunlich. Li hatte bisher immer gedacht, ein Horoskop könne, wenn überhaupt, nur etwas über den Charakter und das Schicksal eines Menschen aussagen, doch offensichtlich konnte so ein versierter und erfahrener Astrologe wie dieser Gottwald sehr viel mehr. Dessen Analyse zum Flug der MH 370 kam seiner eigenen Recherche jedenfalls sehr nah und auch seine Charakteranalyse von Putin und Obama war ausgesprochen bemerkenswert. Leider musste man, wenn man vollständige Informationen haben wollte, Mitglied werden und das hieß, man musste Name, Adresse, Telefon und so weiter angeben und zudem auch noch 67 Euro im Jahr bezahlen. Das Geld war natürlich nicht das Problem, aber seine Daten gab er grundsätzlich nicht preis, da es für die Schnüffelnasen der NSA kein großes Problem war diese einzusehen. Er hatte stattdessen einen Bekannten gebeten, sich dort für ihn anzumelden und seitdem hatte er Zugang zu wirklich sehr interessanten Informationen, denn sie gaben ihm die Möglichkeit seine eigenen Recherchen mit denen der Sternendeutung dieses Alexander Gottwald zu vergleichen und seine ursprünglich abwehrende Haltung gegenüber der Astrologie hatte sich dadurch doch sehr gewandelt.

Er sah jetzt auch die Kartenlegerei von Monalisa mit anderen Augen. Auch sie versuchte ja mit Hilfe ihres Götterboten hinter die Kulissen der Macht zu schauen. Und wenn man ihr Lehrbuch aufmerksam gelesen hatte, dann erinnerte man sich in diesen Tagen sicherlich auch an den zunächst etwas unerklärlichen Pik Bube neben Putin. Bei der Legung ging es um die Syrien-Geschichte und Monalisa hatte wie dieser Gottwald den Verdacht geäußert, dass Putin in Wahrheit ein „Lunpejung“ sei, wie es bei ihr so schön heißt. Natürlich nicht in dem Sinne, wie es in der westlichen Presse dargestellt wurde. Seinem Freund Ben und ihn beschäftigte diese Frage auch sehr und sie vermuteten ebenfalls, dass Putin eine wichtige Rolle in dem satanischen Spiel „Wie erschaffen wir die Eine-Welt-Regierung?“ spielte.

Die Entdeckung des sehr beeindruckenden Astrologen und Reikimeisters Alexander Gottwald war für Li wirklich ein großer Glücksfall, denn seit er dessen Internetseite entdeckt hatte verfügte er nicht nur über eine neue, sehr wichtige Quelle für die Beurteilung von politisch relevanten Geschehnissen, nein, diese Quelle bot eben auch Ausblicke in die Zukunft. Zu wissen, wie die Sterne für ganz bestimmte gesellschaftliche Vorgänge und politische Entwicklungen standen, das war natürlich ein sehr großer Vorteil für seine eigentliche Arbeit.
Ihm und seinen Leuten ging es schließlich nicht nur darum, die Hintergründe zu verstehen, sie wollten durch ihr Handeln auch gezielt in die Geschehnisse eingreifen. Das große, übergeordnete Ziel ihrer Arbeit war es, die satanische Eine-Welt-Regierung zu verhindern und stattdessen dem weißen Drachen den Weg zu bahnen. Die White Dragon Society sah sich in der Pflicht für das Wohl der ganzen Menschheit zu kämpfen. Sie waren der Joker, also der große Unbekannte in dem großen, Jahrtausende alten Spiel um die Macht auf der Erde. Er war seit nun mehr 10 Jahren dabei und er konnte sich nichts Wichtigeres in seinem Leben vorstellen und so zählte er sich zu den glücklichen Menschen, die ihre Aufgabe im Leben schon früh gefunden hatten.
Leider sah es in seinem privaten Lebensbereich ziemlich einsam aus, denn bisher hatte er keine Partnerin gefunden, die sein unstetes Leben mitmachte. Er musste oft sehr spontan Entscheiden was er tat, auch dieser Flug nach New York war vorgestern noch nicht vorgesehen gewesen. So etwas machte keine Frau länger mit, denn Frauen erwarteten von einer Beziehung Verlässlichkeit und auch eine gewisse Planbarkeit. Überraschende Reisen des Partners, und das hieß ja auch, des möglichen Vaters der zukünftigen, gemeinsamen Kinder, mit ungewisser Heimkehr waren bisher jedenfalls nicht gerade ein Vorteil bei seiner Partnersuche gewesen. Er musste sich entscheiden, entweder er konzentrierte sich auf sein persönliches Glück oder auf das aller Menschen und da war seine Entscheidung gefallen.

Sie flogen jetzt schon länger über Land, bald würden sie Landen und dann würde er erst mal ein Hotel suchen müssen. Er buchte natürlich nie im Voraus, schließlich wollte er es seinen möglichen Verfolgern nicht allzu leicht machen. Das Licht wurde heller und eine Anzeige forderte die Passagiere dazu auf, sich an zu schnallen. In den Sitzreihen wurde es unruhig und auch der alte Mann hinter ihm packte endlich seine Zeitungen zusammen. Die Frau neben ihm lächelte ihn freundlich an, sagte aber nichts. Den ganzen Flug über hatten sie praktisch kein Wort miteinander gewechselt und er merkte erst jetzt, dass sie eine sehr hübsche Frau war. Aber sie hatte ein Kind und war sicherlich in guten und festen Händen. Wahrscheinlich wartete ihr geliebter Mann am Flughafen schon ungeduldig auf sie, oder sie besuchte mit ihrem Kind die liebevollen Großeltern. Einen kurzen Moment beneidete er sie, doch dann dachte er an seine Aufgabe und war froh, dass er frei und ungebunden war. Frei für ein Abenteuer in New York…

 

Charlie

Veröffentlicht am 10.07.2013

http://astrologie.alexandergottwald.com Alexander Gottwald betrachtet das Horoskop von Edward Ed Snowden, der momentan als Whistleblower der NSA gefeiert wird unter dem Aspekt der Astrologie, also der Deutung der astrologischen Aspekte, die sichtbar werden, wenn wir einfach nur anschauen, welche Planeten in welchen Tierkreiszeichen und Häusern stehen und in welchen Aspekten zu anderen Planeten. Die Sonne-Neptun-Oppostion, die stark von einer Saturn-Pluto-Konjunktion aspektiert wird, liefert hier deutliche Hinweise, die durch andere Aspekte noch verstärkt werden, dass es sich bei Edward Snowden um eine Limited Hangout Op handelt, die dazu dient, den Menschen durch die Massenmedien falsche Informationen und den Eindruck zukommen zu lassen, es sei möglich, dass ein einzelner kleiner Spion den gesamten Apparat der NSA täuscht und überlistet.

http://youtu.be/XPb9Tr9lxH8 „Horoskop Edward Ed Snowden – Alexander Gottwald Neptun Täuschung NSA“ ist kein Video, welches Charlie groß überraschen würde, denn er kam gerade von Snowden und mit dem hatte er sich einen ganzen Tag lang sehr ausführlich unterhalten. Charlie war mit seiner Maschine erst am letzten Freitag von Moskau nach New York zurück gekehrt und nun wartete er auf seinen Freund Li, mit dem er sich im Central Park treffen wollte. Die Zeit bis dahin verbrachte er bei einer Freundin, die er eigentlich immer aufsuchte, wenn er in New York war. Sie war Künstlerin, das heißt, sie malte sehr schön, doch bisher hatte sie damit noch keinen großen Erfolg gehabt.
Bei seinem letzten Besuch hatte er sie daher mit seiner Tante Nelly bekannt gemacht. Seine Tante war eine sehr aufgeschlossene und mittlerweile auch weithin anerkannte Galeristin im Zentrum Manhattens. Ihr hatte Lucia ihre großen, sehr farbenfrohen Bilder zeigen können und wie er nun erfahren hatte, war seine Tante ganz begeistert gewesen und hatte Lucia umgehend unter ihre Fittiche genommen, was nun dazu geführt hatte, dass Lucia zur Zeit im Rahmen einer Gruppenausstellung drei ihrer Werke zeigen konnte. Natürlich war Lucia ziemlich aufgeregt und ihre Hoffnung, endlich Anerkennung zu finden war sehr groß. Ihre Dankbarkeit ihm gegenüber war entsprechend und so hatte er ein ganz angenehmes Wochenende und zwei wunderbare Nächte hinter sich. Er war darum sehr entspannt, als er nun die U-Bahn-Station verließ um in den Central Park zu gehen.

Er sah Li schon von weitem auf einer Bank sitzen und setzte er sich einfach dazu. „Hi, Alter Chinese, wie geht’s?“
„Hallo mein Freund, danke der Nachfrage, mir geht es gut. Und Dir? Siehst blendend aus.“
„Nun ja, Jucia machte mir das Ankommen sehr leicht.“
„Du bist einfach unverbesserlich! Aber bitte, Hauptsache Du kommst zurecht. Was gibt es denn Neues von der Quaselstrippe?“
„Er lässt es sich ganz gut gehen, will ich mal sagen. Er glaubt allerdings immer noch, ein großer Held der Menschheit zu sein. Er will einfach nicht wahrhaben, dass er hereingelegt worden ist und ist davon berzeugt, er hätte mit seiner Aktion allen einen sehr großen Dienst erwiesen.“
„Und? Konntest Du irgendetwas aus ihm herausbekommen, was nicht sowieso schon alle wissen?“
„So wie ich das sehe, war er bei der NSA ein recht kleines Licht. Er weiß praktisch gar nichts.“
„Vielleicht spielt er nur den Dummen?“
„Ich habe ihm wirklich auf den Zahn gefühlt, doch den können wir als Quelle vergessen. Tut mir Leid, aber ich fürchte, die Kosten hätten wir uns sparen können. Stell Dir vor, er war tatsächlich so blöd, alle Unterlagen abzugeben. Jetzt kann er nichts beweisen, nichts selber recherchieren, er hat sich mit seiner Paranoia also selbst direkt ins Aus geschossen. Er meinte, da er keine Daten mehr besitze, sei dies die beste Lebensversicherung für ihn, denn dann würde ihn niemand deswegen umbringen wollen.“
„Was für eine Flasche!“
„Da sagst Du was!“

Charlie schaute sich während des Gespräches die ganze Zeit unauffällig um, doch bisher hatte er noch nichts entdeckt, was seine Aufmerksamkeit erregt hätte. Auch Li war diese Umsicht zur Gewohnheit geworden und so bemerkte er einen älteren Mann in Begleitung eines kleinen Jungen, sie strebten auf einen nahe gelegenen Spielplatz zu. War das nicht der Mann, der während des Fluges hinter ihm gesessen hatte? Das war dann aber wirklich ein sehr großer Zufall, denn New York war an sich zu groß um sich so ohne Weiteres noch mal zu begegnen. Er beobachtete den Mann und war sich bald sicher, es war der Typ mit den vielen Zeitungen. Ob der Junge wirklich sein Enkel war, oder hatte er diesen Jungen nur zur Tarnung dabei? Der Mann ging mit dem Jungen auf den Platz und setzte sich dort auf eine Bank. Der Junge bestieg ein Klettergerüst und spielte bald schon mit einigen anderen Kindern. Der Mann schaute ihnen zunächst zu, doch dann holte sich dann eine zusammengerollte Zeitung aus seinem Mantel. Vielleicht bin ich auch schon völlig paranoid, dachte Li. Dennoch sagte er zu seinem Freund: „Ich würde mich gerne etwas bewegen.“
„O.K., lass uns in Richtung eines Cafes gehen, ich habe noch nicht gefrühstückt.“
„Ich hatte auch nur einen trockenen Toast, mein Hotel ist diesmal leider eine ziemliche Absteige.“
„Wenn Du willst, dann komm mit zu Lucia, sie hat ein Zimmer frei,“ sagte Charlie mit einem Augenzwinkern.
„Ne, lass mal, ich suche mir nachher ein anderes Hotel.“
„Wie lange willst Du denn bleiben?“
„Ich weiß es noch nicht, kommt darauf an, was Du mir noch alles so zu erzählen hast.“
„Nun, es gibt da noch einiges und auch etwas Curioses, aber das wirst Du mir vielleicht nicht glauben.“
„Mich verwundert wirklich kaum noch etwas.“
„Nun, dann beantworte mir folgende Frage: „Glaubst Du, der alte Papst Benedikt könnte unter die Kiffer gegangen sein?“
„Nun, die tiefen Ringe unter seinen Augen sind schon etwas auffällig, aber ich kann ihn mir nur schlecht mit einem Joint in der Hand vorstellen.“
„Ich hielt es auch erst für einen Scherz, aber es stimmt wohl.“
„Nein, echt? Und wer weiß jetzt schon alles davon?“
„Nun, noch ist der Kreis der Wissenden sehr klein.“

Li und Charlie hatten ein Cafe gefunden und waren in ihr Gespräch vertieft. Li erzählte seinem Freund von seiner neuen Sichtweise auf die Astrologie durch die Entdeckung der Internetseite Alexander Gottwalds. Er erklärte, dass er bis dahin keinen rechten Sinn für diese Art Informationsbeschaffung gehabt hätte, doch seien die Erläuterungen dieses Mannes dermaßen interessant und auch nachvollziehbar, dass er seine Meinung zu dieser esoterischen Praxis revidieren müsse.
Daraufhin empfahl ihm Charlie ein Video, welches er kürzlich im Internet gesehen hätte, es würde die Zusammenhänge und Hintergründe auch der okkulten Astrologie sehr gut aufdröseln. Charlie erklärte, dass die negative Reaktion des Mainstreams auf die Esoterik, auf das Bemühen zurückzuführen sei, diese wichtige und entscheidende Quelle der Erkenntnis vor dem gemeinen Volk zu verbergen. Er wisse aus allerbester Quelle, dass gerade die Astrologie im Kreise der Hintergrundmächte eine sehr entscheidende Rolle spielen würde. Ja, und wenn man sich das Video http://youtu.be/ZxV42hG1L54 „Okkulte Astrologie – Wie oben so unten“aufmerksam anschauen würde, dann würde man schnell begreifen, dass es sich bei der Astrologie um eine Jahrtausende alte Geheimwissenschaft handeln würde, derer sich nicht nur die Freimaurer in ihren geheimen Logen bedienten. Das Wissen, wann die Sterne für Kriege besonders günstig stehen, sei immer schon sehr wichtig gewesen.

Veröffentlicht am 08.03.2012

info – über „okkulte“ zeichen und symbole in unserem leben. Das wir alle keine ahnung von diesem haben, bestätigt diese doku. Sehr interessant es mal aus einer anderen richtung zu sehen. Anschließend ist völlig klar, das die eliteren gruppierungen so aufgebaut worden sind, nicht nur heute, sondern es reicht bis in die tiefste vergangenheit hinein.

„Li, ich sage Dir doch nichts Neues, wenn ich behaupte, dass diese Leute noch nie etwas dem Zufall überlassen haben. Die Satanisten wissen, dass der Zufall das Werkzeug Gottes ist, diesen auszuschalten ist für sie der einzige Weg zum Erfolg.“
„So gesehen könnte Monalisa Recht haben, und ihre Karten übersetzen tatsächlich eine von Gott, bzw. von einem Götterboten, übermittelte Information. Denn bei ihrer Kartenlegerei spielt der Zufall eine sehr große Rolle. Sie hat ein Lehrbuch dazu geschrieben, ich lese es gerade und muss sagen, ich finde es sehr bemerkenswert, was sie alles aus diesen paar Karten herauslesen kann,“ sagte Li
„Seit wann betreibt sie denn Wahrsagerei?“
„Sie schreibt, sie hätte 2000 die Bedeutung der Karten von ihrer Großmutter erklärt bekommen. Seit dem übt sie sich darin, mal mehr mal weniger intensiv. Doch seit dem letztem Jahr benutzt sie die Karten regelmäßig um ihren Götterboten zu aktuellen, politischen Ereignissen zu befragen und sie hält ihre Ergebnisse schriftlich fest, um ihre Trefferquote ermitteln zu können. Aber sie meint, ihre Karten seien ein „Kosmisches Handy“, dass jeder Mensch benutzen könne.“
„Das Lehrbuch hätte ich auch gerne, kann man es kaufen?“
„Nein. Ich habe es mir von ihrem Rechner heruntergeladen. Und ich war nicht der Einzige. Ihr Rechner ist wieder mal zu einer viel besuchten Quelle der üblichen Verdächtigen geworden.“
„Nun, dann passe aber diesmal auf Dein Mäuschen auf,“ sagte Charlie und lachte.
„Keine Sorge, mein Mäuschen ist jetzt wirklich unsichtbar.“

Li schaute sich kurz in dem fast leeren Bistro um und griff dann in seinen keinen Rucksack, den er neben sich auf einen Stuhl abgelegt hatte. Er holte ein Päckchen hervor. „Hier, Charlie, ich habe ein kleines aber sicher sehr nützliches Geschenk für Dich.“
„Oh, lass mich raten … ist es das was ich meine?“
„Ja, es ist alles installiert, brauchst das Ding nur aufsetzen und das dazugehörige kleine Gerät einschalten.“
Charlie öffnete das Päckchen und holte eine schwarze Sonnenbrille hervor. „Ah, die ist aber cool, toll …“ Er setzte sie auf und nahm das kleine, ebenfalls schwarze Gerät in die Hand und schaltete es ein. „Oh, das ist ja total abgefahren, …“
„Es ist das aktuellste Modell, ich finde sie optisch sehr gelungen, denn im Gegensatz zu den Google-Brillen erkennst Du nicht, was die Brille kann. Sie ist auch mit der NSA-Datenbank verbunden, Du müsstest als so gut wie jeden damit identifizieren können.“
„Du bist wirklich genial.“
„Sie ist nicht von mir.“
„Wer hat sie denn gemacht?“
„Ein alter Kumpel hat sich auf diese Dinge spezialisiert. Der chinesische Geheimdienst ist auch schon ganz scharf darauf, seine Auftragsbücher sind rappel voll, er konnte mir daher erst mal nur drei Stück aushändigen. Ich habe mich in den letzten Wochen dafür intensiv mit der Optimierung der Software beschäftigt und so wurde es ein Geschäft auf Gegenseitigkeit, insofern haben sich die Kosten dafür in Grenzen gehalten. Aber gehe bitte trotzdem sorgsam mit der Brille um.“
„Die muss ich gleich mal ausprobieren …“ sagte Charlie und er ging an die Theke um noch zwei Milchkaffee zu bestellen. Anschließend ging er auf die Toilette. Als er wieder kam stand der Kaffee schon auf dem Tisch und ihr Frühstück war abgeräumt.
„Sie ist ein Mädel aus Ohio, Mary Sutter, 23 Jahre und sie studiert Mathematik auf Lehramt … auf ihrer Facebook-Seite hat sie jede Menge Fotos von ihren Freunde. Bei der NSA ist sie allerdings ein so gut wie unbeschriebenes Blatt.“
„Nun, dass sie aus Ohio kommt und hier studiert, das habe ich auch so herausgefunden,“ sagte Li. Er hatte das Ding zwar beschafft und die Software überarbeitet, doch bis jetzt hatte er sich noch nicht dazu entschließen können, sich selbst auch so eine Brille aufzusetzen. Vorhin im Central Park hatte er sich allerdings gewünscht, er hätte sie auf der Nase sitzen gehabt, denn dann hätte ein Blick ausgereicht und er hätte gewusst, ob der Typ mit der Zeitung wirklich der Opa des Jungen war.
„Für wen sind denn die beiden anderen Brillen gedacht?“
„Mal sehen, vielleicht behalte ich eine für mich und die andere wird sicher Ben haben wollen. In 6 Wochen bekomme ich noch mal Drei. Letztendlich denke ich, werden wir über kurz oder lang alle damit herum laufen.“
„Hm, damit sind wir dann aber auch für alle anderen gut zu erkennen,“ gab Charlie zu bedenken.
„Darum wird ihr Design ja auch unterschiedlich sein.“
„Nun, ich finde, mir steht diese Brille sehr gut,“ sagte Charlie, der auf der Toilette natürlich einen kritischen Blick in den Spiegel geworfen hatte. Er sah damit aus wie ein blonder Blues Brothers. Aber er war überzeugt, diese Brille würde ihm in den nächsten Wochen sicherlich sehr nützlich sein.
„Danke Li.“
„Teste sie gründlich und gib mir dann eine Rückmeldung, nichts ist so gut, dass es nicht noch weiter verbessert werden kann.“
Charlie sah auf die Uhr. „Hm, ich müsste langsam los, ich will Lucia in der Galerie abholen, kommst Du mit? Die Ausstellung ist wirklich ganz interessant.“
Li überlegte kurz und sagte dann: „Also gut, ein Stündchen habe ich noch.“
Sie tranken ihren Kaffee aus und machten sich auf den Weg. Als sie aus dem Bistro in die Sonne traten und den Weg zur U-Bahn einschlugen, sah Li wieder den Mann mit dem kleinen Jungen. Das konnte doch nicht wahr sein, dachte er. Leider sah er sie nur von hinten, sonst hätte er seinen Freund gebeten mit seiner Brille ein Foto von ihnen zu machen. Aber diese nunmehr dritte Begegnung sorgte dafür, dass er sich endgültig dazu entschied, in Zukunft auch eine dieser smarten Sonnenbrillen zu tragen.

Alexander macht sich Sorgen

Mittwoch, 16. April 2014: Alexander las die Zeitung, während er auf seinem Balkon in der Sonne saß. Seine Frau hatte das Frühstück gerade abgeräumt und wollte sich nun mit dem Packen ihrer beiden Koffer beschäftigen. Ihr Flugzeug nach Rom würde um 18.15 Uhr abheben, genug Zeit also um sich noch etwas zu entspannen, dachte er. Doch die Zeitung regte ihn auf, da auch hier das Hauptthema die Eskalation in der Ukraine war. So langsam machte er sich wirklich Sorgen, dass diese hinterhältige NATO-Operation in einen großen Krieg ausarten könnte. John Brennan, der CIA-Chef, war in der letzten Woche zu Geheimgesprächen in Kiew gewesen und hatte dort den sogenannten „Anti-Terror-Kampf“ gegen die pro-russischen Demonstranten eingeleitet. Awakow, der illegitime Innenminister, konnte es offensichtlich aber auch kaum erwarten, die Demonstranten in Slawjansk, Donezk und all den anderen rebellierenden, ostukrainischen Städten nieder zu schießen. Damit brachten diese Verbrecher Putin in eine ziemliche Zwangslage, denn sollte es dort so richtig blutig werden, dann blieb Russland gar nichts anderes übrig als in die Ukraine ein zu marschieren. Und damit hätten die Kriegstreiber genau das erreicht, was sie schon so lange geplant hatten. Mittlerweile war ihm vollkommen klar, hier lief ein ganz mieses Spiel der geheimen Weltregierung ab und die Ukrainer würden die ersten aber nicht die einzigen Opfer sein.
Seine Reise nach Rom war daher nicht leicht zu erklären gewesen, denn natürlich müsste er gerade jetzt in Moskau bleiben. Jetzt, wo es jederzeit zu einem Krieg kommen konnte. Das hatte man ihm auch durchaus deutlich zu verstehen gegeben und er hatte Mühe gehabt, eine vernünftige Begründung für seine Rom-Reise zu finden, ohne den eigentlichen Grund zu nennen. Ja, er hatte am Ende soweit gehen müssen, dass er behauptet hatte, er hätte einen sehr wichtigen und absolut geheimen Termin mit dem Papst.

Alexander schaltete das Radio ein um die Nachrichten zu hören. Dort war die aktuelle Entwicklung in der Ukraine natürlich auch das wichtigste Thema. Seine Frau kam ins Wohnzimmer und hörte ebenfalls zu. „ … Teile, der von Kiew in den Osten geschickten Spezialkräfte, sind offensichtlich auf die Seite der pro-russischen Demonstranten übergelaufen. Sie fahren mit ukrainischen Panzern durch Slawjansk und schwenken die russische Fahne …“
„Na, was sagt man dazu,“ sagte Alexanders Frau Swenja.
„Nun, offensichtlich ist es doch nicht so einfach die Ukrainer dazu zu bringen auf ihre eigenen Landsleute zu schießen. Ich bin ja mal gespannt, wie diese verlogene West-Propaganda das erklären wird. Ich schätze, man wird behaupten, es seien in Wahrheit russische Agenten und Soldaten, die von uns eingeschleust worden sind,“meinte Alexander.
„Oh je, ich frage mich, wo soll das Ganze nur enden,“ fragte Swenja und ging ins Badezimmer um ihre Kosmetik einzupacken. Alexander hörte sie dort schimpfen: „Ich hasse diese ganzen Verbrecher, sie werden uns alle noch in einen Krieg verwickeln, den wirklich niemand will!“
Alexander fielen keine Worte der Beschwichtigung ein, denn auch ihm wurde immer mulmiger zu Mute. Er fragte sich nicht zum ersten Mal, wieso er diese immer größer werdende Gefahr nicht rechtzeitig bemerkt hatte. Man hätte schon vor Jahren sehr viel aufmerksam werden müssen, denn, dass diese Entwicklung das Ergebnis einer jahrelangen Vorbereitung war, das war zwar heute klar, doch in seinem Haus hatte man diese Entwicklung offensichtlich nicht mit dem nötigen Ernst zur Kenntnis genommen. Und jetzt befanden sie sich in einer echten Zwickmühle, dabei hätte man dies alles eigentlich vorhersehen können und müssen, denn das Vorgehen der CIA war letztendlich immer das Gleiche. Ob Putin auch so überrumpelt war wie er? Ja, Alexander war wirklich überrascht über die Dreistigkeit des Westens. Er musste zugeben, er hatte sich nicht vorstellen können, dass die Europäer dies mitmachen würden. Es ging schließlich auch um ihren Frieden, ihre Geschäfte, ihre Zukunft. Doch wie die Lämmer ließen sie sich sehenden Auges auf die Schlachtbank treiben. Er war ganz ehrlich, für so blöd hatte er die Politiker der EU nicht gehalten. Aber offensichtlich steckten sie derart fest im Würgegriff der Amerikaner, dass sie nicht anders konnten. Jedenfalls nicht, wenn sie ihre Posten behalten wollten. Nur, wenn es wirklich zum Äußersten kommen sollte, dachte Alexander, dann wird von Europa nicht viel übrig bleiben, was dann noch von ihnen regiert werden kann.

Jutta Dittfuhrt

Dimitri saß zurück gelehnt in seinem Stuhl und lauschte aufmerksam. Er hatte das Mikrofon in Monalisas Laptop eingeschaltet und er verfolgte das Gespräch, welches gerade zwischen Monalisa und ihrem Freund Osram stattfand. Es ging um ein kleines Interview, welches Beide kurz zuvor im Fernseher gesehen hatten. Die Sendung hieß Kulturzeit, Dimitri kannte dieses 3SAT-Magazin. Es wurde im ganzen deutschsprachigem Raum täglich von Millionen Menschen gerne gesehen. Doch diesmal regte sich Monalisa total auf, denn ihr hatte gar nicht gefallen, was Jutta Dittfuhrt in diesem Interview über die neuen Montangsdemos behauptet hatte. Und es war ja auch wirklich totale Scheiße, dem konnte er nur zustimmen. Monalisa empörte sich lautstark über den unverschämten Versuch dieser Ditfurth diese unabhängige Friedensbewegung in die rechte Ecke zu stellen. Diese Jutta behauptete, die im Internet immer stärker wahrgenommenen kritischen Journalisten wie KenFM, Elsässer und Co. seien alle samt rechtslastige Antisemitisten und Schwulenhasser, die völlig unberechtigter Weise für das Übel in der Welt die amerikanische FED und den Rothschildclan verantwortlich machen würden. Und, dass diese Leute es zwar nicht direkt aussprechen würden, aber in Wahrheit sei es nur wiedereinmal der völlig unzulässige Versuch Juden für das Böse auf der Welt verantwortlich zu machen, denn jeder in diesen Kreise wüsste natürlich, dass die Verantwortlichen in der FED und auch die Rothschilds Juden waren. Ja, so behauptete sie, wer zu diesen Demonstration ginge, der ginge in Wahrheit nur den Neuen Rechten und ihrer jüdischen Weltverschwörungstheorie auf den Leim.

Monalisa regte diese offensichtliche Diffamierung und Diskreditierung der Menschen mit wirklich berechtigter Kritik an der FED, ob die dahinter stehenden Banker nun Juden waren oder nicht, so sehr auf, dass sie sich in Rage redete, und Osram bald schon ziemlich genervt war. Dimitri wusste, dieser Mann wollte von den Machenschaften der FED und der Rothschilds möglichst nichts hören. Monalisa versuchte es dennoch immer wieder ihm deren ungeheuerlichen, menschenverachtenden Einfluss auf alles, was auf der Welt geschah, klar zu machen, doch Osram war auf diesem Ohr taub. Er wollte an eine solche satanische Übermacht nicht glauben, denn er hielt sich selbst für den einzig wahren Satan im Universum. Dimitri fragte sich nicht zum ersten Mal, warum Monalisa sich nicht endlich einen anderen Partner suchte, denn dieser Osram war wahrlich kein „Göttergeschenk“, auch wenn sie ihn immer noch dafür halten mochte.

Nicht zum ersten Mal wünschte er sich an Osrams stelle. Er wäre Monalisa ein erheblich besserer Partner als dieser merkwürdige Typ, davon war er überzeugt. Er würde ihr bei ihrem Kampf um eine Bessere Weltordnung wirklich gerne mit vollem Einsatz und großer Leidenschaft zur Verfügung stehen. Ja und er würde ihr auch körperlich das geben können, was sie sich wünschte. Dieser Osram war nicht nur ein schlechter Liebhaber, er war gar kein Liebhaber. Ja, es war kaum zu fassen, aber er verweigerte sich sexuell sogar vollkommen. Mehr als ein Küsschen war für sie von ihm nicht zu bekommen, dass wusste Dimitri genau, denn er kannte Monalisas Tagebücher sehr gut.
Er hatte sie alle gelesen und er hatte sie bis ins Komma studiert. Ja, er war sich sicher, er kannte Monalisa mittlerweile besser als sie sich selbst. Er wusste allerdings auch Dinge über sie, die sie nur erahnen konnte. Denn, er hatte diesen unsterblichen Joseph nicht wie sie nur ein paar Minuten gesprochen, er hatte sich mit diesem außergewöhnlichen Mann viele Stunden unterhalten. Und Joseph hatte ihm so viel über Monalisas Herkunft und Lebensaufgabe erzählt, dass Dimitri am Ende begriffen hatte, dass Monalisa gar nicht mehr so viel tun musste um ihr großes Ziel zu erreichen. Sie konnte gar nicht mehr scheitern. Ja, er war überzeugt, diese Frau würde allein dadurch, dass sie die Fenster putzte, die ganze Welt sehend machen.
Ach, wäre er doch nur ihr Auserwählter, es wäre ihm ein unendliches Vergnügen ihr bei der Weltverbesserung und auch beim Abnehmen zu helfen. Denn, er war überzeugt, wirklich guter Sex machte jede Frau schlank und wunderschön.

FORTSETZUNG folgt!

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2 Comments

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