Monalisa TV – SCHWARZ – WEIß und in FARBE … 9.Juli 2016

„Obamas Außenpolitik:

Zurück zum Offshore Balancing“

Obamas Außenpolitik: Zurück zum Offshore Balancing

Quelle: Reuters
8.07.2016 • 17:50 UhrIn den Internationalen Beziehungen scheint in den letzten Jahren die Unordnung zu dominieren. Viele vermuten zwar, angestoßen etwa durch George Friedman, eine außenpolitische Methode hinter scheinbar chaotischen Umbrüchen. Eine Systematik lässt sich jedoch nur schwer erkennen. In den USA beginnen unterdessen die Bilanzen für acht Jahre unter Barack Obama. – von Malte Daniljuk  – Als Barack Obama im Dezember 2008 gewählt wurde, eröffnete dies fraglos eine neue Epoche in der amerikanischen Außenpolitik. Das Land befand sich damals in den Niederungen einer Finanzkrise, die drohte, die gesamte westliche Wirtschaftsordnung zu erschüttern. Das internationale Re­nom­mee befand sich auf dem Tiefpunkt: Jahre der neuen Kriege, der Besatzung und der Folter hatten die Kassen und die Gemüter belastet…. https://deutsch.rt.com/international/39355-obamas-aussenpolitik-zuruck-zum-offshore/ 

MLI Programm für den 9. JULI 2016

MLI – Eisig Mutterland

Veröffentlicht am 29.05.2014

Wieder eine Zugabe zur Video-Reihe „Die verschwiegenen Früchte“

Mehr dazu finden Sie unter monalisa.land.

„Schauplatz Gotland: Die unsichtbare russische Gefahr“

Dieses schwedische U-Boot heißt nach der Insel Gotland und symbolisiert die Probleme, die das Land mit den Russen hat: Immer wenn das Militär eine engere Bindung an die NATO will, tauchen unidentifizierte U-Boote in den Medien auf.

8.07.2016 • 16:19 UhrDieses schwedische U-Boot heißt nach der Insel Gotland und symbolisiert die Probleme, die das Land mit den Russen hat: Immer wenn das Militär eine engere Bindung an die NATO will, tauchen unidentifizierte U-Boote in den Medien auf. Dieser Tage treffen sich Vertreter der schwedischen Politik auf der beschaulichen Insel Gotland. In diesem Jahr inszenieren schwedische Sicherheitspolitiker – parallel zum NATO-Gipfel – die russische Gefahr. Angeblich wird Gotland bei einer „Invasion der Russen“ als erstes eingenommen. Doch noch sind keine Russen in Sichtweite und so wird in deren Abwesenheit über die unsichtbare Gefahr diskutiert. von Olga Banach … https://deutsch.rt.com/gesellschaft/39351-schauplatz-gotland-unsichtbare-russische-gefahr/

„Nato-Pakt: Ende der Neutralität von Österreich“


Das war einmal: 60 Jahre Staatsvertrag:
„Neutralität ist nicht Teilnahmslosigkeit“ (Salzburger Nachrichten, 15. Mai 2015)

– Die neue Partnerschaft zwischen der EU und der Nato hat weitreichende Folgen für die Neutralität einiger Mitgliedsstaaten wie Österreich und Schweden. Denn die Regelungen sind für die Mitgliedsstaaten verpflichtend, wie aus einem internen EU-Papier der Außenbeauftragten Mogherini hervorgeht: „Die Mitgliedstaaten müssen ihre in den Verträgen verankerten Verpflichtungen zur gegenseitigen Unterstützung und Solidarität in konkretes Handeln umsetzen. Die EU wird ihren Beitrag zur kollektiven Sicherheit Europas aufstocken und eng mit ihren Partnern – angefangen bei der NATO – zusammenarbeiten.“ … http://unser-mitteleuropa.info/

UKRAINE & Co

FORTSETZUNG v. „I LOVE PUTIN“ (2014)

Monettis Goldmünzen

„Eskalation in der Ostukraine? COMPACT Talk mit YuriKofner und Yuri Georgievski“ Monetti begann sich nun langsam aber sicher doch ernsthaft Sorgen zu machen. Würde die Kiewer Möchtegern-Regierung jetzt etwa alle Scham fallen lassen und einen Bürgerkrieg herbei schießen um damit Russland zum militärischen Eingreifen zwingen? Das konnte doch nicht wahr sein, wer spielte denn da derart hirnlos mit dem Feuer, mit einem echten Krieg, ja einem 3. Weltkrieg womöglich? Seine Informanten gingen zwar die ganze Zeit immer davon aus, dass dieses ganze Säbelrasseln nur dazu dienen sollte, einen Vorwand für die 3. Sanktionsstufe zu bekommen, damit man Russland wirtschaftlich schaden konnte. Ja, der ganze Konflikt war seines Wissens nach nur aus diesem Grunde angezettelt worden, weil Amerika sich durch das Erstarken Russlands und Chinas einfach zu sehr bedroht sah, zumal diese beiden Riesenreiche jetzt ihren Handel schon länger trotz aller Drohungen nicht mehr in Dollar abwickelten. Das war ein ernstes Problem für die USA. Dieses Land war so hoch verschuldet, dass seine nationale Sicherheit in Gefahr geriet, wenn dies Schule machen würde, und auch die BRICS-Staaten dem Dollar bei Geschäften untereinander den Rücken kehrten. Aber, wenn er sich im Internet über die Lage informierte, dann wuchsen seine Befürchtungen, dass, wenn der Konflikt weiter eskalierte, diese Geschichte am Ende doch noch in einen militärischen Flächenbrand ausarten könnte, dessen Entwicklung dann niemand mehr in der Hand haben würde.

Wenn man versuchte Putins Verhalten objektiv zu betrachten, dann musste Monetti zugeben, der Mann tat wirklich sein Möglichstes um Fehler zu vermeiden, nur wenn es jetzt jeden Tag 40-50 oder sogar mehr Tote in der Ukraine geben sollte, dann konnte der Russe gar nicht anders, dann musste er einschreiten. Doch, was dann im Westen los sein würde, dass konnte Monetti sich jetzt schon lebhaft vorstellen. Er war wahrlich kein Putin-Versteher, aber er konnte sich durchaus in dessen Lage versetzen. Und die Lage war kritisch, denn ganz offensichtlich war der Westen nicht daran interessiert, die Kiewer Regierung ernsthaft zur Mäßigung und Deeskalation zu bringen. Im Gegenteil, Monetti bekam immer mehr den Verdacht, dass sich die Kriegswilligen in der USA und NATO durchsetzten. Stand den Amerikanern denn das Wasser wirklich schon bis zum Hals? Vielleicht sollte auch er seine Dollarreserven umtauschen, nur in welche Währung? Der Euro war im Kriegsfall auch keine gute Anlage. Gold? Ja, dachte er, er hätte es schon längst tun sollen, Gold war im Falle eines Krieges immer eine sehr gute Wahl.

Monetti schaute im Internet nach dem aktuellen Goldpreis und stellte fest, vor wenigen Stunden hatte der Preis einen richtig großen Sprung um mehr als 15 Euro nach Oben gemacht, offensichtlich gab es noch mehr Leute, die auf die Idee kamen ihr Geldvermögen in Gold zu verwandeln. Er überlegte nur kurz und entschied fast seine ganzen Dollarguthaben in handelsfähige Goldmünzen einzutauschen. Mit solchen Münzen konnte man in Kriegszeiten immer gute Geschäfte machen. Ja, und er entschied, auch einen Teil seiner Euro-Bestände zu vergolden, sicher war sicher. Nachdem er seine Bestellungen via Internet getätigt hatte, schrieb er auch noch eine Mail an seinen Sohn und seine Töchter, denn auch sie sollten seinem Rat folgen. Er spürte es mit einem Mal deutlich, der Krieg stand vor der Tür. Es würde zwar nicht gleich morgen losgehen, aber wenn die USA erst mal mit dem Rücken an der Wand stand, dann war mit allem zu rechnen. Den russischen Bären reizte man besser nicht.

Und als er in seinem E-Mail-Postfach nach sah, da fand er auch eine Nachricht von einem seiner amerikanischen Informanten. Der berichtete ihm von dem gestrigen Merkel-Obama-Treffen. Sein Informant äußerte die starke Vermutung, dass dieses Treffen dazu gedient habe, die deutsche Kanzlerin auf die bevorstehende, militärische Auseinandersetzung vorzubereiten, denn natürlich würde der Krieg von deutschem Boden aus gehen müssen, da sich dort die wichtigsten Stützpunkte Amerikas befanden. Sein Informant wusste aus bester Quelle zu berichten, dass die Kanzlerin ihre Unterstützung zugesagt hatte, ihr Einverständnis sei allerdings sowieso nur eine Formsache, denn die Amerikaner konnten sich auch locker über ihren Willen hinweg setzen. Nur würde dies natürlich nicht gerade gut aussehen, ihr Ja war also wichtig, wenn es um die öffentliche Meinung ging. Zu gut erinnerte man sich in Amerika noch an die riesigen Friedensdemonstrationen in Deutschland, als es um den Irak-Krieg gegangen war. So etwas durfte diesmal nicht geschehen. Doch Merkel galt als sehr erfahren im Umgang mit der Presse. Es würde daher wie so oft bald eine Einladung an die Chefredakteure der größten Zeitungen und Fernsehanstalten ergehen und dort würde die Kanzlerin dann das Meinungsbild vorgeben, in dessen Rahmen berichtet werden sollte. So ein Treffen hätte es schon öfter gegeben und da es bisher immer gut funktioniert hatte, man musste nur an die Euro-Krise denken, rechne Obama fest damit, das die zur Zeit nicht so optimale Einstellung der deutschen Bevölkerung zur Ukraine-Krise in eine Zustimmung zum Krieg verändert werden konnte. Sicher, dies war in Zeiten des freien Internets nicht mehr ganz so einfach, aber es war notwendig, denn ein Land, in dem die Bevölkerung gegen Amerika und seine Soldaten auf die Straße ging, das konnte Obama sich gerade in Deutschland nicht leisten, zumindest wäre es sehr unangenehm. Außerdem sollte Merkel entsprechend auf die übrigen Europäer einwirken, nach Außen jedoch weiter die Rolle der Bremserin spielen. Sein Informant war ein begeisterter Anhänger der deutschen Kanzlerin und kam am Ende seines Berichtes zu dem Schluss, dass er ganz sicher sei, dass Angela diesen Job bestens erledigen würde.

Nun ja, dachte Monetti, möglicher Weise schaute sich der Mann nicht gründlich genug im Internet um. Wenn diese Montagsdemonstrationen weiter einen solch großen Zulauf bekamen, dann würde im Juni die 100.000er-Marke erreicht werden können, zumindest, wenn man alle Demonstranten in den unterschiedlichen Städten zusammenrechnete. Und dann war eine Diffamierung der Demonstranten als rechte Spinner nicht mehr ratsam. Er wusste noch nicht so genau, welche Position er zu diesen Leuten einnehmen sollte. Er war von seinem Naturell her kein Demonstrant, im Gegenteil, er hielt solche Leute meist für ungewaschene Träumer. Doch nachdem er sich diesen Ken Jebsen und all die anderen Mitstreiter angehört hatte, da sah er die Sache doch etwas anders. Und insbesondere dieses Compact-Magazin fand er sehr aufschlussreich. Dort hörte man zumindest auch mal die Seite der sogenannten Separatisten und Terroristen.

Sein Blick fiel auf die lederne Mappe. Er hatte bisher noch nicht hinein geschaut, der Titel schreckte ihn immer noch etwas ab. Aber Benedikt würde ihn bei seinem nächsten Besuch sicher danach fragen und so beschloss er mit dem Manuskript ins Bett zu gehen. Er ging in die Küche um sich seine Milch mit Honig warm zu machen und er nahm sich auch noch einen der Kekse mit, die er in einer Dose in seinem Arbeitszimmer aufbewahrte. Diesen würde er aber erst etwas später essen, damit er nicht so schnell einschlief, denn auf ihn hatten diese Kekse wirklich eine sehr beruhigende Wirkung. Er schaute in die Dose und dachte: „Oh, schon fast wieder leer, ich werde wohl bald Neue machen müssen.“

„AHAHHHHH..OH..OH..OHMMMMMMM…“

Wir lassen Ihren Traumurlaub wahr werden…

 

Appetit auf Gott?

Appetit auf Gott? Benedikt fand diese Formulierung ganz passend. Doch sein Appetit wurde nicht mehr durch das intensive Studium alter Schriften oder auch nur durch das versenkende Gebet befriedigt, ihm reichte es einen von Monettis Keksen zu sich zu nehmen. Der Cannabis-Rausch machte seine Seele offen für Gott, ja, Benedikt hatte den Verdacht, dass auch der liebe Gott ganz gerne ab und zu von diesen Keksen naschte. Deshalb war diese Droge ja auch verboten, denn, was würde wohl geschehen, wenn Hinz und Kunz mit Gott auf so einfache Weise in Kontakt treten konnte? Wozu brauchte er dann noch die Kirche? Sicher, nicht jeder Kiffer nahm im Zustand des Rausches mit dem Allmächtigen Kontakt auf, Viele blieben in ihren Erfahrungen an der Oberfläche, sie bekamen einfach nur einen Fresskick und/oder einen Lachanfall. Andere wurden schnell müde und versanken in einen tiefen, Traum losen Schlaf, wieder andere wurden zur Quasselstrippe und konnten gar nicht mehr aufhören irgendwelchen Unsinn zu erzählen. Die Meisten waren so mit ihrer veränderten Wahrnehmung und der Sensibilisierung ihrer Sinne beschäftigt, dass Gott gar kleine Chance hatte mit ihnen ein Gespräch zu beginnen. Es gab auch Menschen, die reagierten mit Übelkeit und Erbrechen. Ihnen wurde schwindelig oder sie litten unter plötzlich aufkommenden großen, sehr unangenehmen Ängsten. Cannabis war in diesem Sinne durchaus auch gefährlich. Ja, und bei dem Einen oder Anderen hörte der Rausch gar nicht mehr auf und sie gelangten irgendwann in einen psychotischen Zustand. Cannabis war nun mal eine Droge und wie immer, die Dosis machte das Gift. Nur eines war Cannabis nicht, es war nicht tödlich und eine körperliche Abhängigkeit wie sie bei Alkohol und Opiaten entstand, die gab es auch nicht. Wenn ein Kiffer den Eindruck hatte, er wäre abhängig von seinen Joints, so lag dies mehr an dem Tabak, den er mit dem Cannabis rauchte. Er wurde körperlich abhängig nach dessen Nikotin und höchstens seelisch nach dem THC der Cannabispflanze, dass für den besonderen Rauschzustand verantwortlich war. Diese seelische Abhängigkeit verflog aber schon nach wenigen Tagen der Abstinenz.Benedikt aber genoss diese Wirkung, denn sie verminderte seine Ängste, die ihn oft heimsuchten. Wenn der Keks so nach einer halben Stunde wirksam wurde, dann wurde ihm ganz leicht ums Herz. Seine Schuldgefühle verschwanden und er konnte richtig gut entspannen. Sein innerer Stress ließ spürbar nach. Und dann war er auch sicher, Gott würde ihn trotz seiner Sünden in sein Raumschiff aufnehmen. Er würde dort vielleicht erst mal niedrige Dienste tun müssen, die Straßen kehren oder den Müll entsorgen, aber vielleicht durfte er auch im Gemüsegarten helfen. Benedikt war es egal, er legte auf all die Ehrungen und den Luxus, den er in seinem Leben auf der Erde genießen durfte, keinen großen Wert mehr. Er wäre einfach nur glücklich, wenn der liebe Gott bei seinem Rundgang durch den Garten, auch bei ihm stehen bleiben würde um ein paar freundliche Worte mit ihm aus zu tauschen.

Nun, und wenn Benedikt sich dann entspannt auf sein Bett legte, dann hoffte er, Gott würde endlich jemanden schicken, der ihn abholte. Er war bereit zu gehen, er war des Lebens satt und müde. Aber es kam keiner und wenn er auf Gottes Worte lauschte, dann spürte er, Gott hatte noch einen Auftrag oder besser eine Bitte an ihn. Doch, diese Bitte konnte er nicht erfüllen. „Frieden ohne Krieg!“ Wie sollte er diese Forderung erfüllen? Auf ihn hörte in der Welt fast niemand mehr, alle schauten jetzt auf Franziskus und auch der flog nicht nach Donezk und stellte sich dort mitten auf den Marktplatz um den Frieden zu predigen, geschweige denn, dass er sich mit seiner Macht und Autorität den Panzern entgegen stellte. Das hatte Monalisa damals der katholischen Kirche und insbesondere dem Vatikan vorgeworfen. Sie hatte ihn gefragt, warum er nicht in den Irak gereist sei und den Krieg verhindert habe. Seine Anwesenheit und die seiner kardinalen Kollegen hätte dort so unendlich viel Leid und Elend verhindern können. Nun aber sei die Erde dort mit der strahlenden Uran-Munition auf Jahrtausende verseucht und in der Wiege der Zivilisation würden Kinder liegen, die wie Monster aussehen. Offene Rücken, Wasserköpfe, fehlende Gliedmaßen … sie hatte ihn gefragt, ob er sich die Fotos dieser Kinder überhaupt schon mal angesehen hätte. Diese Kinder und alle die vielen Tausend, die noch geboren würden, die gingen alle auf sein Konto. Er hätte sich der unterlassenen Hilfeleistung zu verantworten, denn er hätte all das Leid und die über 100 000 Toten mit einem einzigen Besuch in Bagdad verhindern können.

Es war klar, solche Vorwürfe waren ihm sehr, sehr unangenehm, denn er musste zugeben, dass sie Recht hatte. Und er war sich sicher, Gott würde ihm ganz ähnliche Fragen stellen und natürlich war er schon länger auf der Suche nach überzeugenden, ihn entlastenden Antworten, doch das war gar nicht so einfach. Das Einzige, was ihm einfiel war, dass er damals noch kein Papst gewesen war und Johannes Paul II. den Krieg im Irak immer wieder als ein Verbrechen bezeichnet hatte. Vor der UNO und in Radio Vatikan hatte Johannes Paul II. Eindeutig Stellung bezogen, doch selbst dessen große Autorität hatte das Unrecht nicht verhindern können, denn die Kriegstreiber gehorchten nun mal einem anderen Herrn.

Wowa

Stehen wir wieder vor so einem Problem, fragte sich Alexander, als er am Montagmorgen im Büro saß. Waren sie diesmal besser vorbereitet und konnten sie sich vor einem überraschenden Angriff der NATO schützen? Wie sah es heute um den Zustand ihrer Armee und den Fähigkeiten der Generäle aus? War Putin ein kluger Feldherr? Was plante er, wollte er in den sich in der Ost-Ukraine entwickelnden Bürgerkrieg eingreifen? Würde er sein Versprechen halten und den dortigen „Landsleuten“ zu Hilfe eilen, oder würde er im Interesse des Weltfriedens dieses Versprechen brechen? Auch Stalin hatte ja geglaubt durch Zurückhaltung eine Konfrontation vermeiden zu können. Sicher, das war im Rückblick ein fataler Fehler gewesen und dieser  Philosoph Peter Feist wies in seinem Vortrag sehr überzeugend nach wie dramatisch und fehlerhaft die Entscheidungen Stalins vor und auch nach dem Ausbruch des Krieges mit Deutschland 1941 gewesen waren. So etwas durfte sich nicht wiederholen. Doch eine derartige Naivität war bei Putin bisher nicht zu entdecken.Klar, es stellte sich schon die Frage, war Stalin wirklich so ein Grotten schlechter Feldherr gewesen, oder steckte eine andere Absicht dahinter? Wollte Stalin Hitler in Wahrheit an die Macht in Europa bringen? Auf den Gedanken konnte man kommen, wenn man Stalins Entscheidungen betrachtete. Alexander war mittlerweile tatsächlich ziemlich misstrauisch geworden, denn hinter den Kulissen lief nicht selten ein ganz anderer, geheimer Plan ab, als nach Außen sichtbar wurde. Denn, man musste wissen, auch Stalin war ein Hochgradfreimaurer gewesen, so wie auch Lenin und einige andere entscheidende Gestalten des 20. Jahrhunderts. In der historischen Rückschau wurde zumindest Alexander klar, dass diese Hochgrad-Freimaurerei einen sehr großen Einfluss auf die Geschichte und die Kriege des letzten Jahrhunderts genommen hatte und dies durfte nicht so weiter gehen. Eine wichtige Frage war daher für ihn, arbeitete auch Putin mit diesen Verschwörern, diesen Illuminaten zusammen? Verfolgte er deren Pläne? Hatte man ihm vielleicht den Posten des Obersten Führers der Neuen Weltregierung angeboten? Wollte er der Diktator einer sozialistischen und faschistischen Weltordnung werden? Oder war sein immer wieder geäußerter Widerstand zu diesem Ziel der NWO-Aktivisten echt? Konnte und durfte man ihm vertrauen?

Gerne hätte er Putin einer kompletten Observation unterzogen, sein Telefon angehört und auch sein Umfeld kontrolliert. Eine Wanze in seinem Büro oder noch besser ein Chip in seinem Gehirn. Doch das ging natürlich nicht, im Gegenteil, ihre Aufgabe war es Putin so viel Sicherheit vor Bespitzelung wie nur irgend möglich zu gewährleisten. Nur, dass hatte natürlich zur Folge, dass sie nicht wirklich wussten, wessen Geistes Kind ihr Präsident war. Keiner wusste, ob Putin heimlich Kontakt mit anderen Freimaurern unterhielt. Was besprach er in seinen Telefonaten mit Merkel und Obama wirklich? Arbeiteten sie im Geheimen an ganz anderen Plänen? Oder bekam Putin oder besser Wowa seine Befehle gleich von den Rothschilds?

Wowa, der einzige, keine, schmächtige, sehr zurückhaltende Sohn einer jüdischen Mutter war tatsächlich der heutige, russische Präsident Wladimir Putin, daran bestand in seinem Hause kein großer Zweifel mehr. http://julius-hensel.com/2013/07/russland-zwei-mutter-von-einem-putin/ Konnte man diesem Wowa vertrauen? Spielte er mit offenen Karten? Nun, dies konnte man mit einem klaren Nein beantworten, denn zumindest was seine Vergangenheit anging, verbreitete Putin nicht die Wahrheit. Und dies kam bei einigen wichtigen Persönlichkeiten der Geschichte und Gegenwart immer wieder vor. Auch bei Obama gab es Unklarheiten, was seine Geburtsurkunde und die seiner Töchter anging. Oft ging es dabei auch um die Verschleierung von speziellen Verwandtschaftsbeziehungen und religiösen Zugehörigkeiten. Insbesondere eine jüdische Herkunft wurde gerne unterschlagen. Lag dies daran, dass diese Herkunft immer noch ein Problem war? Oder wollte man nicht sichtbar werden lassen, dass praktisch alle mächtigen Führer eine enge Beziehung zum Jüdischen hatten? Wollte man verschleiern, dass es gebürtige Juden waren, die die Fäden der Macht in den Händen hielten, und dass diese Personen eine zionistische Weltverschwörung betrieben? Waren dies antisemitische Gedanken? Musste man nicht genauer sagen, dass es ein gut begründeter Antizionismus war? Denn, eines musste man schon unterscheiden, nicht jeder Jude war auch gleich ein Zionist, aber es waren die Zionisten, vor denen man sich hüten musste.

Ist Wowa also ein heimlicher Zionist? Das war für Alexander die alles entscheidende Frage, denn nur so ließ sich klären, welche wahren Ziele Putin heute verfolgte. Aber es war auch klar, wenn seine Befürchtungen zutreffen sollten, dann musste er seine Gedanken und Pläne absolut für sich behalten, denn mit den Zionisten war wirklich nicht zu spaßen, wer denen in die Quere kam, der war schnell nicht mehr unter den Lebenden.

 

Der Rauch Satans

„Zionisten kontrollieren die Medien, die Politik und die Banken“ nur, was ist ihre Agenda, was wollen sie, fragte sich Reinhard, der auch wieder an seinem Schreibtisch im Büro saß. Waren die Befürchtungen der Verschwörungstheoretiker auch in diesem Punkt zutreffend? Gab es eine geheim verbundene Elite in der Politik, den Massenmedien und in der Finanzwelt, die aus Juden bestand, die zionistische Pläne hegten. Was waren das für Ziele?

„Zionisten wollen dritten Weltkrieg – Israel gegen Iran“ Alexander überlegte, ob die Zionisten ihre Pläne nicht spontan geändert hatten, nachdem ein Krieg gegen den Iran zur Zeit nicht mehr auf der Tagesordnung der Welt stand. Sahen sie in der Ukraine-Krise jetzt eine viel bessere Chance, einen 3. Weltkrieg vom Zaun zu brechen? Hier standen sich die NATO und die Russen schließlich direkt gegenüber und das Pulverfass war gerade dabei zu explodieren. Ein europäischer Flächenbrand war vorhersehbar, wenn Russland in die Ukraine einmarschierte. Hatten die Mächtigen in der Politik, den Medien und der Finanzwelt jetzt eine neue Idee? Nicht mehr Syrien, nicht mehr Iran, sondern gleich Russland? Wie wird Putin auf den sich augenscheinlich entwickelnden Bürgerkrieg in der Ost-Ukraine reagieren? Würde er in diese Falle treten?

Es war krass, aber die Welt stand wirklich vor einem großen Drama, realisierte Reinhard, nur wenn man in die Zeitungen schaute oder das Fernsehen anmachte, dann war davon nichts zu lesen oder zu hören. Es war wie kurz vor den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts, auch da lebten die Menschen zufrieden und glücklich, sie tanzten in den Mai und genossen den Frühling auf einer Aussichtsterrasse bei Kaffee und Kuchen. Doch schon wenige Jahre später lag ganz Europa in Schutt und Asche, viele Zig Millionen Männer, Frauen und Kinder waren gestorben und die Überlebenden verstanden nicht wie es soweit hatte kommen können. Würde es in zwei, drei Jahren wieder so sein?

Auf dem Weg in sein Büro hatte er sich noch über die herrliche Sonne gefreut und an seinen Feierabend gedacht, denn er wollte mit Martina in ein hübsches Biergarten-Lokal gehen, dort wollte sie ihm einige Künstler vorstellen. Martina hatte tatsächlich Anschluss an die Szene gefunden und man hatte ihr in einem Gemeinschaftsateilier einen Arbeitsplatz angeboten. Dort gab es offenbar viel Platz und auch einen wunderbaren Videoschneideraum und ein richtig professionelles Studio. Die Miete war zwar nicht gerade ein Pappenstiel, aber wenn seine Frau auf diesem Weg neue Möglichkeiten für ihre künstlerische Arbeit erhielt, dann war dies auch in seinem Interesse. Er wollte, dass Martina sich weiter entwickelte. Wenn dann am Ende ihre Werke auch mal etwas Geld in die Kasse bringen würden, dann war dies natürlich sehr schön. Aber vor allen Dingen ging es ihm darum, dass Martina an seiner Seite glücklich war.

Nur, was, wenn all dies durch die kommenden Ereignisse zerstört wurde? Was, wenn es wirklich einen Krieg geben würde und Alois Irlmaier Recht behielt und russische Panzer bald schon Deutschland überrollten? Irlmaier hatte zwar gesagt, dass die Russen nur etwa 3 Monate bleiben würden, doch wenn er daran dachte, warum ihr Vorstoß letztendlich scheitern würde, dann war ihm auch nicht wohl in seiner Haut.

„Ein einzelnes Flugzeug, das von Osten kommt, wirft einen Gegenstand ins große Wasser. Da hebt sich das Wasser wie ein einziges Stück turmhoch und fällt wieder herunter. Alles wird überschwemmt. Es gibt ein Erdbeben. Der südliche Teil Englands rutscht ins Wasser ab. Schäumen tut es, als ob es unterirdisch kochte. Doch gleichzeitig kommt die Rache über das große Wasser. Was das ist, weiß ich nicht. Wann es kommt, weiß ich nicht.“ 

Während des Krieges kommt die große Finsternis, die 72 Stunden dauert. …Bei diesem Geschehen sehe ich ein großes Kreuz (Zeichen) am Himmel stehen (Norden) und ein Erdbeben wird unter Blitz und Donner sein, daß alles erschrickt und die ganze Welt aufschreie: „Es gibt einen Gott!“…Finster wird es werden an einem Tag unterm Krieg. Dann bricht ein Hagelschlag aus mit Blitz und Donner, und ein Erdbeben schüttelt die Erde.“

Wie organisierte er nun seinen Widerstand? Wo sollte er beginnen? Die ideologische Befreiung der Bevölkerung machte Dank Internet gute Fortschritte und auch der passive Widerstand formierte sich, wenn man zum Beispiel an die Montagsdemonstrationen dachte. Aber was würde von seiner Seite aus zu tun sein, wenn der aktive Widerstand notwendig wurde? Die ganze Sache war wirklich eine sehr komplizierte Angelegenheit, denn die NWO existierte in Wahrheit schon längst, sie zeigte sich nur noch nicht offen. Noch wurde so getan, als gäbe es souveräne Nationen, aber dies war eine trügerische Illusion. Nicht nur Deutschland war ein von den Amerikanern besetztes Land, die USA hatten in mehr als 150 weiteren Ländern mittlerweile hochgerüstete, militärische Basen errichtet. Außerdem waren die israelischen Atomraketen auch schon länger auf Europas Hauptstädte gerichtet. Und jetzt dieses Pulverfass in der Ukraine. Reinhard begann sich ernstliche Sorgen zu machen und suchte nach einer Antwort auf seine Fragen wie so oft auch diesmal im Internet.

Der Anti-Christ

Veröffentlicht am 05.04.2016

Erneut veröffentlicht, nachdem es 21118-mal angesehen wurde Vertiefen wir uns in diese heiklen Themen großer globaler Wichtigkeit, abgesehen von der rituellen „Zahl 11“, die von den schlauen Manipulierern der „beiden Seiten oder Fraktionen“ benutzt wird, dem „außerirdischen Illuminati-Reptilen“ Einfluss und „den schrecklichen, verschleierten Attentaten auf die Zwillingstürme von N.Y.“, kommt auch ein enormer und kolossaler „wirtschaftlicher Betrug“ ans Licht, der viele Privat- und „Regierungseinrichtungen“ ins Verderben stürzt.

Zufällig sah sich auch Monetti am Montag Abend das Video  „ALCYON-PLEYADEB – Ende der Illulinati-Herrschaft“ und er war wieder einmal zutiefst schockiert. Waren Franziskus und Pietro Bertone tatsächlich die Köpfe der NWO, der Illuminaten, ja der ganzen Satanisten-Brut? War Franziskus demonstrative Bescheidenheit und Demut reine Heuchelei und in Wahrheit aß er das rohe Fleisch unschuldiger, gefolterter Kinder? War Bertone sein Gegenstück, der „Böse“ im Hintergrund? Waren diese beiden Jesuiten der personifizierte Anti-Christ, vor dem die Welt schon seit Jahrhunderten gewarnt wurde? Oh, was hatte Benedikt nicht alles ertragen müssen, denn während seines Pontifikats war er von vielen Verschwörungstheoretikern als möglicher Anti-Christ verdächtigt worden. Dabei war Benedikt wirklich ein sehr ehrenwerter Mann, davon war Monetti immer noch überzeugt. Benedikt war sein Freund und er konnte sich nicht vorstellen, dass seine Menschenkenntnis ihn so sehr betrogen haben konnte. Hatte der Jesuitenführer und heutige Papst Franziskus Benedikt vielleicht zum Rücktritt gezwungen, weil er die Notwendigkeit sah aus dem Schatten hervor zu treten und die Geschäfte selbst ganz offiziell in die Hand zu nehmen? War Benedikt vielleicht nicht bereit gewesen irgendeine satanische Schweinerei mit zu machen? Oh, warum hatte Benedikt nicht den Mut ganz offen über die Umstände seines Rücktritts zu reden? Selbst ihm, seinem Freund, mochte er sich nicht anvertrauen. Was für ein Geheimnis steckte hinter diesem Papst-Wechsel? Er hatte ja gedacht, es hinge mit diesem Haftbefehl zusammen, aber vielleicht war dies nur einer von mehreren Erpressungsversuchen gewesen. Was war dieser Vatikan doch nur für eine Schlangengrube, dort konnte man eigentlich niemandem mehr trauen. Wenn Monetti die Frage: „Ist Papst Franziskus der Anti-Christ?“ bei Google stellte, dann bekam er tatsächlich eine Menge Treffer, zum Beispiel:

http://youtu.be/L_MOWq6BAew„Wie man den Papst als Anti-Christ entlarvt! Chistentum Satantum“ Doch es war schockierend, was er da zu lesen und zu hören bekam. Warum wurde Benedikt nur in so schrecklichen Bildern dargestellt? Warum machte man ihn für die pädophilen Verbrechen seiner Priester verantwortlich? Warum hielt man ihn für einen Satanisten, ja, die ganze römisch-katholische Kirche für einen Hort Satans? Konnte es sein, dass er, Monetti, die Wahrheit nicht sah? War sein Freund in Wirklichkeit ein schwarzmagischer Verbrecher und das ehemalige Oberhaupt einer satanischen Verbrecherorganisation? Betete Benedikt in Wahrheit einen Gehörnten an, huldigte er diesem Monster und opferte er diesem kleine, unschuldige Kinder? Wie war es möglich, dass er diese mögliche Seite an seinem Freund nie entdeckt hatte? Waren all diese Unterstellungen nichts als eine hässliche Verleumdung? Monetti war hin und her gerissen, er ahnte die Wahrheit, aber noch konnte er sie sich nicht zu Eigen machen, noch hoffte er auf eine gute und nachvollziehbare Erklärung für all diese Vorwürfe, so dass sein Weltbild wieder in Ordnung war.

„Die dunkle Seite der „Christen“ Satanisten im Vatikan (Der Beweis)!“ Doch je mehr er nach Erklärungen suchte, desto schwieriger wurde es. Er war wahrlich schon lange keiner dieser gutgläubigen Kirchgänger mehr, er hatte mit den Jahren sein eigenes Gottesbild entwickelt, aber dass er regelmäßig im Reich Satans mit einem Anti-Christen bei Kaffee und Kuchen gesessen haben sollte, also, darauf wäre er nie von selbst gekommen. Und das dieser vermeintliche Anti-Christ nun aber plötzlich an einen Gott glaubte, der in einem Raumschiff lebte und hoffte bei ihm als Gärtner aufgenommen zu werden, also das war dagegen wirklich eine sehr harmlose Vorstellung. Nur, wenn Benedikt Kinder geschlachtet haben sollte, dann war es ausgeschlossen, dass er im sonnigen Teil des Raumschiffes leben würde. Denn Joseph, der Kommandant, war, wenn man Monalisa glauben schenkte, tatsächlich der Mensch gewordene liebe Gott, und dem konnte Keiner etwas vormachen. Benedikt würde als überführter Satanist sich damit abfinden müssen, dass er in den dunklen Teil des Raumschiffes einziehen musste. Dort hatte dann „der Herr der Finsternis“, ein gewisser Satan Senior das Sagen. Ob Benedikt als alter Satansanbeter dann an dessen Tafel sitzen durfte oder auch auf Jahrhunderte in einem seiner Kerker leiden musste wie dieser dort immer noch zeternde Hitler, nun dass würde man auf der Erde wohl nie erfahren. Er für sich selbst hoffte jedenfalls nie durch eigene Anschauung dessen gewahr zu werden.

„Ritueller Kindesmissbrauch (Doku) Satanismus und Okkultismus“ Monetti konnte diese ganzen Geschichten kaum ertragen, allein zuzuhören war eine fürchterliche Qual und wiedereinmal musste er sich übergeben. Ihn machte das ganze Thema völlig fertig, aber er konnte auch nicht aufhören, sich damit zu beschäftigen. Irgendwie dachte er, dass es wichtig war, dass diese Schilderungen Gehör und Glauben fanden. Es war der erste notwendige Schritt um solchen Verbrechen ein für alle Male ein Ende zu bereiten. Bei dem Ausmaß der Vertuschung und Verschwörung war mit einem schnellen Ende dieser unerhörten, satanischen Praxis allerdings nicht zu rechnen. Insbesondere schien die Polizei und Justiz keinen besonderen Eifer an den Tag zu legen. Wie es in diesem ARD-Bericht richtig festgestellt wurde, trotz aller Zeugenaussagen wurde das Thema Satanismus immer noch nicht wirklich ernst genommen. Aber er selbst hatte ja auch Probleme an diese Machenschaften zu glauben, zumindest konnte und wollte er sich nicht vorstellen, dass sein alter Freund zu solchen Dingen fähig war. Und so ging es natürlich auch den Polizisten und Staatsanwälten. Wie sollten sie glauben können, dass ihre Vorgesetzten mit diesen Verbrechern gemeinsame Sache machten und diese auch aus eigenem Interesse die Satanisten vor einer genaueren Untersuchung der unglaublichen Vorwürfe schützten?

Es war einfach entsetzlich, aber wenn Monetti zuließ, dass sich der Vorhang etwas öffnete, der seine eigenen Erinnerungen verhüllte, dann sah er die Wahrheit. Die Macht der Welt lag in den blutigen Händen der grausamsten Verbrecher. Ja, er wusste, er kotzte nicht ohne Grund und er ahnte, dass ihm eine sehr erschütternde, schmerzliche Reise in seine eigene Vergangenheit bevor stand. Die Zeit der Verdrängung kam an ihr Ende und sein Unterbewusstsein machte sich daran, die ersten Akte einer fürchterlichen Aufführung zu offenbaren. Er wusste nicht, was ihn erwarten würde. War er ein verängstigtes, unschuldiges Opfer gewesen oder gar ein mit den perfidesten Methoden abgerichteter Täter? Hatte er geblutet oder hatte er das Blut anderer an seinen Kinderhänden?

Nadja

Nadja lief mit einem Wäschekorb durch die Wohnung und sammelte die herumliegenden Socken und T-Shirts ein. Ihr Sohn war in der Schule und ihr Mann saß in seinem Arbeitszimmer und wollte nicht gestört werden. Er musste wie er ihr beim gemeinsamen Frühstück gesagt hatte einen dringenden Auftrag erledigen. Es war zwar schön für sie, das Frisby viel von zu Hause aus erledigen konnte, und glücklicherweise hatte er auch meistens genug zu tun, so dass das Geld stimmte, aber so cool und rebellisch wie sie ihn kennen gelernt hatte, war ihr geliebter Amerikaner leider nicht mehr. Sicher, er war immer noch sehr engagiert, wenn es um seinen Frisby-Sport ging, aber irgend etwas stimmte mit ihm nicht. Früher hatte er mit ihr oft Nächte lang über sehr interessante, politische Zusammenhänge diskutiert, er hatte mit ihr jede Menge Joints geraucht und im Bett war er sehr zärtlich gewesen, jetzt aber lief dort praktisch gar nichts mehr und über Politik sprach er auch nicht mehr mit ihr.

Dabei, so fand sie, waren gerade die aktuellen Ereignisse doch sehr entscheidend, ja, wenn sie sich die Nachrichten anschaute, dann machte sie sich Sorgen. Was war das für ein Mist, der sich da in der Ukraine entwickelte? Warum waren die nationalistischen Schlägertrupps und westlich orientierten Demonstranten gut, und die Ost-Ukrainer nicht? Warum war die Erstürmung öffentlicher Gebäude am Maidan ein Akt der Selbstbestimmung und im Osten nannte man solche Leute Terroristen? Warum hatte man von Janukowitsch verlangt sich mit den Oppositionellen an einen Tisch zu setzen und ein polizeiliches Vorgehen als unrechtmäßig verurteilt, aber jetzt, wo die Panzer gegen die eigene Bevölkerung in Stellung gingen und schon weit über 40 Tote zu beklagen waren, da war das alles völlig in Ordnung? Sie hatte Frisby schon mehrmals darauf angesprochen, aber der sagte nur: „Was interessiert mich der Scheiß? Ich muss mein Spiel fertig programmieren, das ist wichtig. Und außerdem, beschäftigen mich Toms Hausaufgaben schon genug.“ Klar, Nadja war froh, dass Friby sich sehr um ihren gemeinsamen Sohn kümmerte, doch musste man sich deshalb den aktuellen politischen Ereignissen gleich so verschließen? Was, wenn es tatsächlich zu einem Krieg kam?

Wenn sie mit ihrem Haushalt fertig war und das Essen im Ofen brutschelte, dann ging sie immer öfter mit ihrem Laptop ins Internet um sich dort über die Ereignisse zu informieren, denn im Fernsehen wurde nicht alles berichtet, was sie wissen wollte. Und sie hatte sich dort zum Beispiel ein Interview mit einem ost-ukrainischen „Seperatisten“ angehört. Es war ein Jurastudent und der erzählte von den Zielen ihrer Freien Republik, die sie ausgerufen hatten und sie fand es sehr bemerkenswert, dass diese Leute die Oligarchen entmachten und enteignen wollten. Davon hörte man in der westlichen Presse überhaupt nichts. Dort wurde immer behauptet, diese Leute wollten den Anschluss an Russland. Wenn man diesem jungen Mann jedoch zuhörte, dann wurde klar, davon konnte gar keine Rede sein. Sicher, sie sahen in Putin einen Freund, aber eigentlich ging es ihnen um die Beseitigung der Oligarchen, die seit Jahren das Land und die Bevölkerung ausplünderten. Und diesen Wusch konnte man doch sehr gut verstehen. Alle sprachen sie immer ganz empört über die schlimme Korruption, den Machtnmissbrauch und den unverschämten Reichtum der Oligarchen, aber wer war denn jetzt in Kiew an der Regierung? Würde sich durch diese Putschisten irgend etwas zum Positiven wenden? Warum war so eine Timoschenko im Westen gut gelitten? Warum gab es kaum jemanden, der sich darüber wunderte, dass diese Frau in wenigen Jahren Milliarden auf ihrem Konto gebunkert hatte? War sie nicht zu Recht im Gefängnis gelandet? Sicher, dieser Janukowisch war wohl auch ein ziemlicher Spinner, der sich auf einen goldenen Thron zum Scheißen setzen wollte, doch wie mochte es wohl in dem Haus des jetzigen Übergangspräsidenten aussehen?

Das Interview mit dem Jurastudenten hatte ihr jedenfalls gut gefallen und sie entwickelte eine gewisse Sympathie für diese Befreiungsbewegung, denn diese Leute packten das Übel endlich mal an der Wurzel an. Nadja war sich sicher, wenn dieses Interview im deutschen Fernsehen gezeigt würde, dann wäre die Bevölkerung auch schnell auf der Seite der Ost-Ukrainer. Und da die Medien dies wussten, deshalb machten sie erst gar keine solchen Interviews. Stattdessen taten sie alles, um diesen Aufstand zu diskreditieren und als einen von Putin gesteuerten Destabilisierungsversuch zu brandmarken. Nadja ärgerte sich über diese komplette Volksverarschung, aber mit ihrem Mann konnte sie darüber leider nicht reden. Schade, dachte sie, damals, als er noch wie ein Penner durch die Gegend gelaufen war und lachend einen Joint aus der Tasche zog, da hatte er ihr besser gefallen.

Opium für das Volk

„Die verschwundene Zivilisation (DOKU)“ und Benedikt fühlte sich bestätigt. Von wegen, Religion war Opium für das Volk! Der Glaube an eine göttliche Macht, die den Menschen bestätigte, etwas Besonderes zu sein, das motivierte zu großen Taten! Diese Tempel aus der Steinzeit bewiesen es doch, ihr Glaube an ein höheres Wesen hatte die Menschen zusammengebracht und in die Zivilisation geführt. Allerdings stellte sich natürlich die Frage, wie diese Jäger und Sammler plötzlich auf diese Idee gekommen waren. Ob sie Besuch von Außerirdischen hatten? Und hatten diese Leute den Jägern in der Südtürkei damals vor mindestens 12000 Jahren gezeigt, wie sie 16 Tonnen schwere Steinplatten bewegen konnten? Es war doch wohl kaum ein einzelner Jäger gewesen, der am Lagerfeuer sich plötzlich diese Tempel ausgedacht hatte und dann zudem auch noch die Fähigkeit besessen hatte, seine Kumpel und auch noch Jäger aus anderen Sippen davon zu überzeugen, dass sie ihre Kraft zusammen tun mussten, um solch schwere und schön verzierte Steinplatten auf einem Hügel zu errichten. Um ein solches Gemeinschaftswerk, dass wie in der Dokumentation gesagt wurde, mindestens ein Jahr lang jeden Tag harte Arbeit für mindestens 50 starke Männer bedeutete, zu errichten, dafür musste es sehr gute Gründe geben haben.

Aber, wenn ein außerirdisches Raumschiff gelandet wäre und dieses Ereignis die Jäger und Sammler begeistert hätte, nun, wer weiß, vielleicht hätte so eine Begegnung zu dieser Revolution führen können, überlegte Benedikt. Und es war doch durchaus möglich, dass der Kommandant dieses Raumschiffes, sein unsterblicher Joseph gewesen war. Vielleicht zog der liebe Gott in Gestalt dieses Mannes ja wirklich mit seinen Engeln durch das Universum um dort Planeten mit intelligentem Leben zu suchen. Und auf der Erde waren sie fündig geworden. Natürlich hatten diese Sternen-Reisenden einen sehr großen Eindruck auf diese Steinzeit-Menschen gemacht. Ja, und wenn Joseph ihnen dann erzählt hat, dass sie eine ganz besondere Schöpfung seien, dass sie es auch irgendwann schaffen würden aus eigener Kraft heraus zum Mond und zu den Sternen zu fliegen, dass sie herrliche Städte erschaffen konnten und mit der Zeit lernen würden, die Erde und selbst das Wetter zu beherrschen, also, wenn das keine Motivation bewirken konnte, solche Tempel zu errichten, was dann?

Benedikt stand auf, ging an seinen Schrank und holte Monettis Keksdose hervor. Oh, es waren nur noch eine Handvoll darin verborgen. Er würde bald schon Neue brauchen. Er schaute in sein Cannabis-Schächtelchen und stellte erleichtert fest, es waren noch ein paar Blüten darin, zur Not würde er sich davon einige Joints drehen können. Aber trotzdem beschloss er Stephano eine Mail zu schreiben und ihn um Nachschub zu bitten. Ohne diese Droge kam er einfach nicht mehr klar, nur damit konnte er sein schlechtes Gewissen beruhigen, nur damit fand er in den Schlaf und zum Glück, die Alpträume ließen endlich nach. Es stimmte tatsächlich, bekifft träumte man nicht, zumindest nach längerem, regelmäßigem Konsum.

Trotzdem machte er sich natürlich immer noch Sorgen, wenn er an sein Jüngstes Gericht dachte, denn sein Sündenregister war nicht unerheblich. Doch, wenn er einen Keks gegessen hatte, dann wuchs sein Vertrauen in die Barmherzigkeit Gottes und er hoffte, dass ER ihm am Ende doch noch verzeihen würde. Er hatte zumindest keine kleinen Kinder geschlachtet, er hatte zwar davon gewusst, ja, und er hatte auch an einigen Schwarzen Messen teilgenommen, ja, aber er hatte nie selbst ein Messer in der Hand gehalten. Und was seine sexuellen Ausschweifungen anging, nun, es waren keine Kinder gewesen. Gott hatte dem Menschen nun mal die Lust auf Sex gegeben, sie war ja auch wirklich ein sehr wichtiger Trieb, ohne ihn wären die Menschen noch nicht mal bis zur Steinzeit gekommen. Die Sexualität war absolut entscheidend für den Fortbestand und die Vermehrung nicht nur des Menschen. Alles Leben auf der Erde hing von der guten Fruchtbarkeit ab. Deshalb war es ja auch so problematisch, dass diese Fruchtbarkeit immer mehr nach ließ und die Geburtenraten in den Industrienationen so deutlich sanken. Die Pille und das Kondom mochten für den Einzelnen eine große Befreiung sein, aber für den Fortbestand der Menschheit waren Verhütungsmittel nun mal ein Problem. Und wenn dann jetzt auch noch die hormonelle Vergiftung des Wassers hinzu kam, nun, dann war die Fortpflanzungsfähigkeit auch ohne Verhüterli gefährdet.

Man durfte wirklich nicht glauben, dass Benedikt sich dieser ganzen Zusammenhänge nicht klar geworden war, schließlich hing er nun schon seit einem Jahr im Internet herum und machte sich schlau. Und nur weil er sich dort umgeschaut hatte, war ihm die Perfidität der Ziele der Hochgrad-Freimaurerei und Illuminaten überhaupt klar geworden. Da erst hatte er begriffen in welchem üblen Netz er eingefangen war, denn das sollte jedem Kritiker dieser geheimen Gesellschaften klar sein, als Freimaurer merkte man erst sehr spät wohin die Reise tatsächlich ging. Gut, die Kirche hatte die Freimaurerei immer schon bekämpft, aber nicht wegen ihrer satanischen Ziele, die kannte keiner so genau. Der Kirche waren mehr die „positiven“ Ziele wie Demokratie, Verfassung, Bildung, freiheitliches Denken und Naturwissenschaft ein Dorn im Auge gewesen. All diese Dinge zielten schließlich auf die Entmachtung der Kirche ab. Und dann kam auch noch ihre Verneinung der Existenz Jesus dazu. Dass die Hochgrad-Freimaurer stattdessen Satan huldigten, dass war ihm lange nicht bewusst gewesen und als er es erkannte, da steckte er schon so tief mit drin, eine klare Abkehr war da nicht mehr möglich gewesen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

Jetzt aber war er so gut wie frei. Er durfte hier im Vatikan einen geruhsamen Lebensabend verbringen und solange er sich nicht öffentlich irgendwie kritisch äußerte, ließ man ihn in Ruhe. Er hatte aber auch gar keine Kraft mehr sich diesen Satanisten in den Weg zu stellen. Er kam nur noch schwer alleine aus seinem Bett, seine mangelnde Beweglichkeit machte den Gang auf die Toilette immer schwerer, sich anzuziehen dauerte ewig und wenn er sich einmal irgendwo hingesetzt hatte, dann überlegte er es sich dreimal, ob er sich die Mühe machte aufzustehen. Zum Glück verwöhnte Pater Mario ihn und sorgte für sein leibliches Wohl und Schwester Agathe kam jeden Tag und kümmerte sich um den Staub. Sie trug den Müll heraus und ab und zu kam sie mit zwei anderen Schwestern und dann wurde alles gründlich geputzt. Ja, und wenn ein offizieller Termin an stand oder hoher Besuch kam, dann halfen sie ihm beim Ankleiden seiner weißen Robe. Aber normaler Weise ließ man ihn in Ruhe vor seinen Büchern oder eben seinem Laptop sitzen. Und wenn er mit diesem Fenster zur Welt technische Probleme hatte, dann hatte er ja noch seinen persönlichen Sekretär, der kümmerte sich gerne darum. Er tippte seine Mail an Monetti und dann spürte er auch schon die Wirkung des Kekses. Oh ja, dachte er, das ist schön, ich werde mich jetzt einfach hinlegen und entspannen, denn zum Glück, bis Mario mit dem Abendessen kommt, dauert es noch ein gutes Stündchen.

Dr. Casus magicus

„Das Voynich Rätsel“ Monetti hatte gleich zu Beginn des Videos gedacht: „Ich glaube ich weiß, wer dieses Manuskript verfasst hat, es war garantiert Dr. Casus magicus!“ Den Namen hatte er sich zwar ausgedacht, aber er war sicher, dieser Mann hatte tatsächlich gelebt. Denn das Rätsel um die nicht zu entschlüsselnde Schrift und die ungewöhnlichen Zeichnungen von unbekannten Pflanzen ließ sich doch erklären, wenn man an einen Außerirdischen dachte. Warum sollte nicht zum Beispiel ein Crew-Mitglied von Joseph auf die Idee gekommen sein, eine Weile auf der Erde zu leben um sich dort zu Beginn des 15. Jahrhunderts in der modernsten Metropole der Zeit umzusehen, Erfahrungen zu machen und wissenschaftliche Forschung zu betreiben? Und, dass seine Schrift keinen Rückschluss auf irgendeine menschliche Sprache zuließ, nun, dann das lag vielleicht daran, dass er von einem anderen Stern kam. Vielleicht war ihm das Leben in dem Paradies-Raumschiff auf die Dauer zu langweilig geworden und er hatte die Erlaubnis bekommen, sich eine Weile bei den Menschen auf der Erde umzusehen. Sein wahrscheinlich sehr aufschlussreiches Manuskript brauchte er dann gar nicht aufwendig zu verschlüsseln, er konnte es ganz bequem in seiner Muttersprache verfassen. Und die abgebildeten, sonderbaren Pflanzen waren vielleicht wirklich durch seine Beobachtungen mit Hilfe eines vom Raumschiff mitgebrachten Mikroskops entstanden. Vielleicht enthielt das Manuskript ja auch spezielles, medizinisches Wissen und Rezepturen von seinem Heimat-Planeten.

Klar, solche Gedanken kamen einem nur, wenn man Haschisch-Kekse gegessen hatte. Aber er musste schließlich ihre Wirkung testen, bevor er Benedikt eine neue Lieferung brachte. Er hatte Benedikts Mail sofort zum Anlass genommen in die Küche zu gehen und zu backen, denn auch seine Dose war fast leer. Sein ganzes Haus roch jetzt zwar wieder wie ein Coffeeshop, aber zum Glück hatte Maria heute frei. Ihr Haus musste auch mal gründlich geputzt werden, hatte sie gesagt. Bei ihm glänzte und strahlte schon alles, denn Maria und Anna hatten ganze Arbeit in den letzten Tagen geleistet. Monetti hatte ihr empfohlen lieber mal die Beine etwas hoch zu legen und sich von der Putzerei zu erholen, aber sie meinte, sie wolle die Zeit nutzen, solange Anna so motiviert bei der Sache war. Ihr Speicher müsste dringend gemacht werden und auch im Keller hätte sich einiges angesammelt. Daraufhin hatte er Maria gesagt, sie könne sich ruhig den Rest der Woche frei nehmen, er käme solange auch alleine klar. Maria hatte das Angebot gerne angenommen und so hatte er jetzt ein paar Tage ganz für sich. Morgen würde er bei Benedikt vorbei gehen und ihm die Kekse bringen, doch dann musste er sich endlich mit sich und seiner Vergangenheit auseinander setzen. Im Keller seines Unterbewusstseins war einiges durcheinander geraten und es drängte ihn nach zu schauen, was da los war. Dazu würde er eine magische Reise unternehmen müssen, doch mit Hilfe seiner Kekse hoffte er diese gut zu überstehen. Und wenn es stimmte, was er vermutete, dann würde er mit Benedikt ein sehr ernstes Wörtchen reden müssen.

FORTSETZUNG folgt!

 

monalisatv

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