Monalisa TV – 777 Bitte Melden! … – 27.07.2016

„DNC-Leak: FBI „vermutet“ russische Hacker hinter

E-Mail-Affäre – Lawrow ironisiert Anschuldigungen“

Der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest, wollte die Untersuchung nicht kommentieren und verwies die Journalisten an das FBI, das seinerseits zugab, eine Ermittlung eingeleitet zu haben. Details wurden aber nicht bekanntgegeben. …

Hollywood dreht durch: Forscher entdecken alte Maya-Rezeptur, die schlank in Rekordzeit macht!

 „In diesen Anschuldigung werden Hacker erwähnt, die mit Russland zu tun hätten. Wenn ich mich nicht irre, hat darauf schon Trump junior geantwortet, indem er das entschieden zurückgewiesen hat.“

DNC-Leak: FBI "vermutet" russische Hacker hinter E-Mail-Affäre - Lawrow ironisiert Anschuldigungen

 26.07.2016 • 15:36 Uhr
FBI-Ermittler gehen davon aus, dass die Veröffentlichung von rund 20.000 internen E-Mails der Demokratischen Partei von Russland aus organisiert worden ist. Der Skandal um die an WikiLeaks zugespielten Briefe, die die Befangenheit der Parteiführung der Demokraten zugunsten Hillary Clintons belegen, zeuge davon, dass der Kreml den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump unterstütze, heißt es in der Demokratischen Partei. Russland weist solche Vorwürfe zurück. …

Der WikiLeaks-Gründer, Julian Assange, erklärte gegenüber NBC, dass es keinen Grund zur Annahme gebe, dass russische Hacker in die Server der Demokratischen Partei eingedrungen wären: 

„Wir haben unsere Quelle nicht preisgegeben. Natürlich ist das bloß ein Versuch, in der Angelegenheit noch mehr Verwirrung zu stiften. Die wahre Story besteht darin, was die E-Mails enthalten, und sie zeigen eine Absprache.“…

https://deutsch.rt.com/international/39666-dnc-leak-fbi-vermutet-russische/

„Bernie or Bust: Unterstützer von Bernie Sanders

empört über Manipulationen des Parteiestablishments“

Bernie or Bust: Unterstützer von Bernie Sanders empört über Manipulationen des Parteiestablishments

Veröffentlicht am 26.07.2016

Wegen Manipulationen musste die Vorsitzende der Demokraten, Debbie Wasserman Schultz zurücktreten. Ihre Freundin Hillary Clinton stellte sie umgehend wieder ein – in ihrem Wahlkampfteam. Auf dem Parteitag zur Nominierung demonstrierten zahlreiche Abgeordnete, dass sie weiterhin nur Bernie Sanders unterstützen wollen. Auch vor der Tür kam es zu Protesten. Aktuell veröffentlichte E-Mails beweisen, wie die demokratische Wahlkampfmaschine den Nominierungsprozess manipulierte. Die Funktionäre zeigen unterdessen auf einen äußeren Feind: Angeblich sind die Russen schuld.

Ted Rall meint: „Sie sollen Beweise vorlegen, oder die Klappe halten.“… 

Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/

Monalisa TV – Auf der Suche nach LÖSUNGEN… – 30.März 2015

Jeffry RockholtHey there just wanted to give you a quick heads up. The text in your content seem to be running off the screen in Opera. I’m not sure if this is a format issue or something to do with browser compatibility but I figured I’d post to let you know. The design look great though! Hope you get the issue fixed soon. Kudos

Monalisa International 27.07.2016

gelöscht………….google sei dank

„Strategische Lage in Aleppo: Der Kampf um die Castello-Straße“

&

Die MACHT der BANKEN

gelöscht …….google sei dank

Ihre Kontoübersicht für Juni

Guten Tag, Monica Kraemer,

das erste Halbjahr ist um, und uns ist aufgefallen, dass Sie im letzten Monat keine internationalen Transaktionen, Zahlungen von Mobilgeräten oder neuen Kunden hatten. Eventuell steckt in diesen Bereichen eine Möglichkeit, Ihr Sommergeschäft anzukurbeln. Falls wir Ihr Interesse geweckt haben, finden Sie hier viele hilfreiche Informationen.  Und wenn Sie Unterstützung bei Ihrer PayPal-Integration brauchen, klicken Sie hier.

„Schießerei in Berliner Benjamin-Franklin-Klinik“

Schießerei in Berliner Benjamin-Franklin-Klinik

„EILMELDUNG:

Firma „BUNDESPOLIZEI“ –Mitarbeiter Runge

nimmt Wake News – Journalisten an der Grenze fest!“

EILMELDUNG - BUNDESPOLIZEI-FIRMA nimmte Wake News Journalisten fest!

Erstveröffentlichung:  https://vugwakenews.wordpress.com/2016/07/26/eilmeldung-firma-bundespolizei-mitarbeiter-runge-nimmt-wake-news-journalisten-an-der-grenze-fest/



FORTSETZUNG v. „I LOVE PUTIN“ (2014)

5.Juli 2014

Kapitän RAISA

http://bewusst.tv/geschlecht-egal/

http://www.alternativ.tv/der-komplizierte-frieden-lars-maehrholz-im-gespraech-mit-frank-hoefer-nuoviso/  Joseph, der von seiner Crew respektvoll Kapitän RAISA genannt wurde, saß vor seinem Schachspiel und war zufrieden. Sein Sieg war zwar noch nicht ganz sicher, zumindest war nicht klar wie lange es noch bis zum Happyend war, aber es ging voran. Satan Senior hatte seinen Zug immer noch nicht gemacht, offensichtlich hatte er Probleme mit der neuen strategischen Lage. Die weiße Dame veränderte natürlich das Spielfeld, doch das war nicht sein einziges Problem. Sorgen machte er sich wegen seinem schwarzen König, die Rochade war nun zwingend und damit würde das Spiel auf die eine oder andere Seite verlagert. Beide Rochaden waren möglich. Links oder Rechts? In der Mitte konnte sein König jedenfalls nicht mehr stehen bleiben, denn da wollte die weiße Dame nun hin.
Satan Senior war etwas ratlos und zudem ziemlich irritiert, denn sein fauler und völlig missratener Sohn war seit einigen Wochen wie verwandelt. Er hockte nicht mehr jeden Abend am Pokertisch, er schaute auch nicht mehr stundenlang diese verblödenden Zeichentrick-Serien, er stand stattdessen früh auf, und arbeitete den ganzen Tag, ohne dass ein Chef dies verlangte oder er zumindest Geld dafür bekam. Die Zeiten, in denen er 250 Euro für das Bohren eines einzigen Loches in eine Wand erwartete, die waren augenscheinlich vorbei. Jetzt gerade hockte er im Keller und reparierte einen Wäschetrockner, obwohl ihn niemand dazu aufgefordert hatte. Und wenn er sich das Gartenhäuschen anschaute, also, da regnete es jetzt nicht mehr hinein. Jahrelang hatte sein Sohn in dieser Bruchbude gesessen und keinen Finger krumm gemacht, außer, dass er ab und zu die Eimer leerte, in denen er das hinein tropfende Regenwasser auffing. Es war unglaublich, aber sein Sohn schien endlich aufgewacht zu sein und verhielt sich völlig unnormal. Das war auf der einen Seite sicher sehr löblich, doch Satan Senior wäre es lieber gewesen, sein Sohn würde weiter schlafen.
Zuerst war er ja sehr verzweifelt gewesen, weil sein Sohn sich geweigert hatte seine Nachfolge anzutreten, doch dann hatte er erkannt, dass mit diesem Sohn als hauptamtlichen Satan die Erde selbst für eingefleischte Satanisten zu chaotisch werden würde, denn sein Sohn war schon in jungen Jahren zu einem Anarchisten geworden. Anarchie war aber so gar nicht dass, was eine Hölle gebrauchen konnte, denn Satan Senior war auf Grund seiner langen Lebenserfahrung zu der Überzeugung gelangt, dass im Gegenteil, der Faschismus der beste Weg war, ein Paradies Gottes auf Erden zu verhindern.

Kapitän RAISA lehnte sich zurück und schaute in sein Döschen. ER hatte alles weg geraucht. Schade, dachte der liebe Gott, jetzt ein Pfeifchen, das wäre echt schön. Ja, das war die Crux mit dem Gras, wenn man einmal damit anfing, dann fiel es schwer keine Sehnsucht nach dem Rauschgefühl zu haben. Klar, mit einer echten Sucht wie bei Alkohol oder Heroin hatte diese Sehnsucht nichts zu tun. Gott zitterte nicht, er hatte auch keine Schmerzen. Sein Gefühl war ehr mit jemanden zu vergleichen, der morgens gerne als Erstes seinen Kaffee trank und die Dose leer fand, weil er vergessen hatte Kaffee zu kaufen. Oh … er sah, das Video war endlich online! Er stupste Satan Senior an und sagte: „Komm, schau Dir das mal an!“

 „Satan und Monalisa fahren ans Meer“

gelöscht………………google sei dank

„Und, was sagst Du dazu? Dein Sohn ist doch wirklich ein sehr fleißiger Typ, ich habe ihn in diesem Film fast immer nur in Bewegung gesehen. Und wie er die Sache mit dem Scheibenwischer gemeistert hat, also „Hut ab!“sage ich, aus Deinem Sohn ist doch am Ende noch ein richtig guter Mann geworden.“
„Ja, sicher, aber hast Du Dir auch die Karten angeschaut? Ich kenne ja nicht Monalisas Code, zumindest nicht so richtig, aber mir sieht das nach einer bevorstehenden, großen Veränderung aus,“ sagte Satan Senior, dem der Film auch sonst nur bedingt gefallen hatte. So hatte er sich seinen Sohn nie vorgestellt. Er hatte sich immer einen gepflegten, elegant gekleideten und vor allen Dingen gut rasierten Mann als Nachfolger vorgestellt. Sein eigener Schrank hing voller maßgeschneiderter Anzüge, in seiner Wohnung konnte man vom Boden essen, aber natürlich besaß er eine sehr teuer und elegant eingerichtete, sehr große Wohnung, ja, eigentlich war es ein richtiges Schloss. Aber zum Glück, der Film würde garantiert bald schon gesperrt werden, denn glücklicher Weise gab es ja das strenge und restriktive Urheberrecht. Monalisa konnte es einfach nicht lassen und schmückte ihre Filme immer wieder mit fremden Federn. Diese Frau war nicht nur eine unverbesserliche Kleptomanin, sie war auch alles andere als eine typische Desingerin. Kleinkram interessierte sie nicht, sie wollte immer gleich eine Revolution. Ihr Bombini war da ja nur ein Beispiel. Warum kümmerte sie sich nicht um die kleinen, schönen Dinge des Lebens?
Leider, sein Sohn hatte an solchen Dingen auch kein Interesse, im Gegenteil, ihm war Monalisas Wunsch, es sich wenigstens ein Bisschen gemütlich zu machen, schon zu viel des Guten. Was brauchte man einen roten Teppich als Tischersatz? Man konnte doch auch einfach auf dem Rasen sitzen und direkt aus der Dose essen. Und darum sagte er zum lieben Gott: „Das mag ja alles ganz schön aussehen und die Musik war auch ganz nett, aber in Wahrheit will mein Sohn das alles nicht haben. Und wenn Du Dir seine Beine angesehen hast, also, ich denke mal, da ist doch etwas zu viel Sonne dran gekommen. Er wäre besser in seinem Tiefkeller geblieben und hätte dort weiterhin die Mäuse gezählt.“
„Das finde ich gar nicht, da wäre er heute ganz sicher ziemlich unglücklich.“
„Seit wann muss ein Satan glücklich sein? Bin ich vielleicht glücklich?“
„Das ist Deine eigene Entscheidung, mein Lieber. Wenn Du nicht glücklich sein willst, bitte, aber lass doch den anderen dieses Vergnügen.“
„Wozu? Was hat der Mensch vom Gefühl des Glücks, es kommt und geht, nie ist es von Dauer. Geld, Macht und jede Menge Sklaven, die für einen die Arbeit tun, die sind wesentlich sinnvoller, denn das bleibt.“
„Aber bestimmt nicht auf ewig, zumindest nicht, wenn ich es verhindern kann.“
„Ach, Joseph, träume schön weiter … willst Du Dir nicht noch einen Joint anzünden? Die Menschen werden immer nach Macht und Einfluss streben, sie werden immer wieder dem Geld hinter her jagen, auch wenn dies nicht mehr Dollar oder Euro genannt werden wird. Der Mensch ist halt gierig und immer auf seinen persönlichen Vorteil bedacht, da machst auch Du nichts dran.“
„Das werden wir ja noch sehen … aber was ist, willst Du nicht endlich mal Deinen Zug machen?“
„Tja … hm … also gut, ich nehme dann mal die linke Seite. Da stehen doch etwas mehr Figuren, die ich verwenden kann.“
Und so spielten sie weiter wie schon seit Tagen und Joseph schnüffelte an seinen Figuren. Zum Glück kifften die fleißig weiter und ließen ihn dankenswerter Weise etwas mit high werden…

http://www.alternativ.tv/kenfm-im-gespraech-mit-peter-wahl-attac/

http://www.alternativ.tv/interview-aus-slawjansk-ukraine-gefuehrt-von-viktor-timtschenko/

http://quer-denken.tv/index.php/bibliothek/631-im-auftrag-ihrer-majestaet

 

 

7.Juli 2014

Die Unsterblichen

http://quer-denken.tv/index.php/mfv-tv/523-total-recall-der-lichtcode Renate Schmid im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt. Diese Zeit in der wir jetzt leben ist eine ganz besondere! Das sollten wir alle wissen. Alles, was zuvor im Dunkeln lag und somit für die meisten Menschen nicht sichtbar war, wird sich offenbaren.
„Meinst Du wirklich, diese Beiden sind Unsterbliche,“ fragte Olga Dimitri, der mit ihr gemeinsam vor dem Wohnmobil beim Frühstück saß. Die Sonne stand schon recht hoch am blauen Himmel, denn sie hatten etwas länger geschlafen. Das war zum Glück kein Problem, denn auch ihre Zielpersonen starteten relativ spät in den Tag. Osram schlief zwar meist nicht ganz so lange, aber bevor er mit seinem Tagewerk begann, ging er erst mal mit dem Hund raus und zwar nicht nur bis zur nächsten Ecke. Dimitri war ihm einige Male heimlich gefolgt und wusste, dass Osram mit dem alten Siux gerne zum Beispiel nach Ratingen an einen See fuhr, um den Hund dort schwimmen zu lassen.
Monalisa schlief in der Regel bis halb Zehn, dann machte sie sich einen Kaffee und deckte den Frühstückstisch. Danach saß sie auch schon wieder vor ihrem Laptop.
„Wenn ich Madame richtig verstanden habe“, antwortete Dimitri auf Olgas Frage, „dann sind wir alle unsterblich. Die Seele stirbt nicht. Die meisten Menschen wissen es nur nicht, oder besser sie sollen es nicht wissen. Und mit dieser Meinung steht sie nicht alleine da. Ich habe mir auf You Tube einige Vorträge und Interviews dazu angehört und ich muss sagen, mir ist der Gedanke der Reinkarnation sehr sympathisch. Insofern sind wir alle Unsterbliche.“
„Du meinst, es gibt nicht nur einige, wenige unsterbliche Familien, wie diese berühmten 333?“
„Sie waren nur die, die sich dessen bewusst waren. Dem Rest erzählte man das Märchen von Tod, Himmel und Hölle.“
„Du glaubst nicht an ein himmlisches Paradies?“
„Doch schon, es mag sogar viele solche Orte geben, aber bis man da hin kommt, das dauert. Ich denke, die Chance da den Eingang zu finden ist recht gering, wenn es einem in seinem Leben nicht gelingt, selbst wenigstens ein kleines Paradies zu erschaffen. Und es ist ja auch sehr einsichtig, warum sollte der liebe Gott sich Destruktive oder Unterentwickelte in sein Reich holen. Nein, ich denke, wir inkarnieren so lange, bis wir uns so weit entwickelt haben, dass ER mit uns etwas anfangen kann.“
„Osram scheint dies allerdings nicht so zu sehen, wenn ich ihn richtig verstanden habe, dann glaubt er, nach seinem jetzigen Leben ist Schluss.“
„Das sagt er, aber in Wahrheit weiß er ziemlich genau, was abgeht.“
„Bist Du Dir da sicher? Ich finde, er redet wie ein eingefleischter Materialist.“
„Klar, seine Herkunft prägt sein Reden. Und er ist nun mal ein Sohn des Herrn der Finsternis. Die Satanisten sind die Letzten, die sich wünschen, dass der Mensch erwacht und sich seiner Unsterblichkeit bewusst wird. Wenn alle wissen, dass sie göttliche Wesen sind, die immer wieder inkarnieren um ihre Seele zu vervollkommnen, nun, dann verlieren die Bösen ihre Macht. Wer würde sich dann noch von ihnen Angst einjagen lassen? Wer würde sich noch von ihnen verführen und verdummen lassen? Wer wollte dann noch ihr Sklave sein? Satan Junior ist zwar rebellisch gegen seinen Vater und will nicht dessen Nachfolger werden, aber so ganz lässt sich die eigene Herkunft nun mal nicht abstreifen. Er ist und bleibt ein Satan Saturnius, der Gegenspieler des Göttlichen. Das ist schließlich seine Aufgabe.“

Olga klopfte ihr Frühstücksei und sagte: „Ich fand ja sehr interessant, was er gestern über seine Lampe gesagt hat. Beide Seiten bringen das Licht zum Leuchten.“
„Ja, die Lampe ist tatsächlich ein ganz wichtiges Objekt, das sehe ich auch so. Sieht zum Einen cool aus und trotz der blanken Stromleiter ist sie völlig ungefährlich. Aber, an seiner Lampe siehst Du, dass er sehr genau Bescheid weiß. Er weiß, wer er ist und was das Ziel seines jetzigen Daseins ist.“
„Und das wäre?“
„Er ist der Sonnengöttin Monalisa als Hilfe zur Seite gestellt.“
„Hm … warum sollte er als Satan daran interessiert sein, ihr bei der Erschaffung eines Paradieses zu helfen?“
„Nun, er hat durch sie das Paradies kennen und lieben gelernt. Seit dem weiß er, da ist es einfach schöner, als in der Hölle. Und er will nun mal nicht wie sein Vater der Herr der Finsternis sein, er will lieber selbst auch in paradiesischen Zuständen leben.“
„Trotzdem, ich finde, Monalisa hat sich da einen schwierigen Mitstreiter gesucht, er zieht sie doch ständig herunter. Die Sache mit dem Spruch an ihrem Geburtstag ist wohl doch kein Ausrutscher gewesen. Seine gestrige Reaktion auf den Hollandfilm, also wirklich, ich finde, er hätte auch etwas Netteres dazu sagen können. Sie lobt ihn ständig für seine Taten, aber er findet an ihren Sachen immer nur etwas auszusetzen.“
„Das ist seine Aufgabe, so versteht er sie. Er will einfach, dass sie noch besser wird.“
„Aber, da kann man doch auch mal loben! Sie will auch, dass er immer besser wird bei dem, was er macht, aber deshalb kritisiert sie ihn doch nicht ständig. Im Gegenteil, ich habe den Eindruck, sie macht ihm immer nur Mut. Er hingegen findet ständig ein Haar in der Suppe.“
„Oh, über ihre Kochkünste klagt er nie,“ widersprach Dimitri.
„Klar, weil er zu bequem ist selbst zu kochen. Ich finde, der Typ wird ganz schön von ihr verwöhnt. Nur er gibt es nicht zurück.“
„Das sehe ich nicht so. In dem Hollandfilm sieht man ihn ständig beschäftigt. Er baut das Zelt auf und ab, er tankt das Auto, prüft die Luft in den Reifen, er fährt, er bezahlt, er füttert den Hund …“
„Ist ja richtig, nur, wann ist er mal zärtlich zu ihr?“
„Tja, das ist tatsächlich nicht sein Ding,“ gab Dimitri zu.
„Ich finde ihre Beziehung ziemlich merkwürdig,“ sagte Olga und biss in ihr Brötchen.
„Damit bist Du nicht allein. Dieser Mike, von dem gestern so viel die Rede war, der lebt auch so.“
„Was ist mit ihnen los, warum haben sie keinen Sex?“
„Ja, ist echt komisch … vielleicht ist das bei Göttern so,“ überlegte Dimitri.
„Wenn das so ist, dann bin ich froh, ein Mensch zu sein,“ sagte Olga und leckte sich die Marmelade von den Lippen.
„Ich auch,“ sagte Dimitri, „was meinst Du, sollen wir zusammen duschen gehen?“
„Die Waschräume sind hier nach Geschlechtern getrennt, mein Lieber.“
„Oh, das ist kein Problem für mich,“ schnurrte Dimitri und legte seine Hand auf Olgas Schenkel. Sie spürte schon wieder diese Gänsehaut und fragte sich, ob sie gerade dabei war sich zu verlieben.
„Wir können auch einfach noch mal zusammen in der Koje verschwinden,“ schlug sie flüsternd vor und Dimitri ließ sich dies nicht zweimal sagen.

Alexander fragte sich, was er nur falsch gemacht hatte. Warum musste er in seinem Büro hocken und sein Untergebener konnte in der Sonne sitzen und herum flirten. Er hatte sein Sturm freies Wochenende zwar sehr genossen, aber jetzt begann für ihn wieder eine Woche hinter grauen Mauern. Auf seinem Schreibtisch stapelten sich die Anfragen. Er hatte in dieser Woche mehrere wichtige Termine, Konferenzen und jede Menge Berichte mussten ausgewertet werden. Seine Frau würde noch die ganze Woche weg sein und dass hieß, er musste sich zu allem Übel auch noch selbst um sein Essen und seine Wäsche kümmern. Und dann stand ihm als Highlight ein Gespräch mit dem Präsidenten persönlich bevor. Putin wollte von ihm auf den Stand der Dinge gebracht werden. Nur, was konnte er ihm schon berichten? Monalisa ließ sich zwar im Prinzip ganz offen in ihre Karten schauen, aber wer verstand schon, was diese für das Weltgeschehen bedeuteten? Die Sache war doch sehr viel komplizierter, als man auf den ersten Blick denken konnte. Alexander hatte sich deshalb mit einem alten, und in eingeweihten Kreisen sehr berühmten Magier verabredet und er hoffte, dass dieser Mann ihm weiter helfen konnte, den Zauber zu durchschauen, den Monalisa veranstaltete.
Es gab viele Fragen, die er klären musste. Zum Beispiel: Was war das für ein Gottes Beweis, den Madame liefern wollte? Er kannte sich mit den Karten zwar schon ganz gut aus, nur, welche Bedeutung hatten sie im globalen Maßstab? Was bedeutete es für sie alle, wenn sie endlich ihren Herzensmann bekam? Diesen Osram kannte man ja jetzt schon ganz gut und man konnte ihn einschätzen, nur wer war dieser C.? Von ihm gab es kein Foto, keine Beschreibung, außer, dass er blond war, blaue Augen hatte und am Ende der Welt lebte. Monalisa, so hatte er begriffen, sah in diesem Mann den Schlüssel zum Erfolg. Oder aber der Typ war so etwas wie eine Belohnung für ihren Erfolg. Wenn er es richtig verstand, dann war die Rückkehr dieses Mannes der gesuchte Gottesbeweis. Hm … er würde sich ihre Biografie wohl noch mal vornehmen müssen, denn nur da fanden sich über diesen C. einige wenige Informationen. Wer war dieser ach so tolle Mann?

Olga drehte sich zu Dimitri um, und fragte: „Sag mal, wer ist denn nun dieser Mike und auch dieser Tux?“
„Das sind Freunde von Monalisa, Mike kenne ich noch aus 2006, da spielte er eine nicht unwichtige Rolle und dieser Tux ist ein Kumpel, den sie aus ihrer Zeit in der Medienwerkstatt her kennt. Beide Typen sind seit Jahren sogenannte Hartzianer und versuchen jeder auf seine Weise der  Arbeit aus dem Weg zu gehen. Ich denke, sie wollen so leben wie Monalisa, doch dass dies mit sehr viel Arbeit, Kraft und Energie zu tun hat, dass wissen diese Trottel nicht. Es ist schon so wie Osram sagt, in einer anarchischen Welt kämen die nicht klar.“
„Ist Osram ein Anarchist?“
„Klar, Monalisa auch.“
„Ich weiß eigentlich gar nicht, was Anarchie ist. Für mich klingt das nach Chaos, Gewalt und Gesetzlosigkeit.“
„Musst Dir dazu vielleicht mal ein paar Sachen im Internet anhören, wirkliche Anarchie sieht anders aus. Die Frage ist nur, funktioniert Anarchie mit solchen Tuxen und Mikes? In meinen Augen sind das echte Versager, kriegen den Arsch nicht hoch, es sei denn für ihr Vergnügen. Dieser Tux, der kann wochenlang mit großer Begeisterung immer wieder die gleiche Wand entlang klettern, er läuft auch locker 20-30 Kilometer am Stück, er kann bis in die Morgenstunden am Rechner sitzen und Gottweißwas herunterladen um es auf seine Festplatten zu speichern, aber ob das alles Sinn macht? Ich habe mich mal in seinen Rechner gehackt um ihn etwas besser einschätzen zu können, aber ich bin zu dem Schluss gekommen, der Typ ist ein paranoider Versager, die Welt wird er jedenfalls kaum verändern. Ja, und was diesen Mike angeht, nun, der träumt von selbstbestimmter, kreativer Arbeit, und er hat ja auch ganz gute Ideen, aber wenn es dann an die Realisierung geht, dann macht er schlapp. Hast es ja gehört, er kündigt immer wieder sein Kommen an und bleibt dann unentschuldigt fern. Er hätte sich zusammen mit Osram bei Monalisa jetzt wirklich ein tolles Arbeitsumfeld erschließen können, aber er hat es vermasselt. Jetzt plant Osram ohne ihn und ich denke, dass ist Mike auch klar. Aber er hat einfach nicht den Mumm sich dem zu stellen. Ich kann Dir nur sagen, wenn ich das Angebot bekäme, mit Osram etwas zusammen auf die Beine zu stellen, ich wäre sofort dabei. Das ist ein Mann, mit dem kann man etwas anfangen, mit dem kann man etwas aufbauen, der weiß, was es heißt zu arbeiten. Denn, um am Ende in so einem tollen Gartenhaus sitzen zu können und davon Leben zu können, kuriose Lampen zu bauen, dazu muss man einfach auch etwas tun. Osram hat zwar auch lange darauf gewartet, dass Monalisa ihm das Nest bereitet, schließlich ist es ihr Häuschen, aber jetzt hat er wohl eingesehen, dass er es selber machen muss. Und hast es ja gehört, nun sitzt er dort so fest wie seine Schrauben. Wenn sie ihn raus schmeißen wollte, dann wird er seine Drohung sicher wahr machen und alle Schrauben, die er hinein gedreht hat, wieder entfernen. Das wird sie sich also sehr gut überlegen. Insofern, seine Position hat sich durch die paar Wochen intensiver Arbeit sehr gefestigt. Und Mike hätte sich dies ebenfalls erarbeiten können. Doch jetzt, hier schau, ich habe mal seinen Rechner aufgemacht, jetzt hockt er da und traut sich noch nicht mal dort anzurufen. Ich kann dazu nur sagen, selber Schuld. Die Chance auf ein Plätzchen im Paradies hat er sich wohl verdorben.“

„Ich muss ja sagen, die Gespräche zwischen Monalisa und Osram sind wirklich total interessant,“ sagte Olga, die sich in der kleinen Küchenecke des Wohnmobils zu schaffen machte. „Die reden echt über Gott und die Welt, und ihre Ansichten sind für mich sehr nachvollziehbar. Wenn es über diese Beiden eine Reality-TV-Serie gäbe, ich glaube, ich würde mir keine Folge entgehen lassen.“
„Na, ich denke, das wäre der Supergau für die Satanisten dieser Welt. Wenn die wüssten, wer nach Satan Senior ihr Herr werden wird, ich glaube, die würden alle ihr Ticket nehmen und mit ihren Raumschiffen den Planeten verlassen.“
„Aber, das wäre doch super,“ begeisterte sich Olga, „so wären wir dieses Dreckspack endlich los.“
„Hm, interessanter Gedanke, vielleicht hat Monalisa das ja auch vor.“
„Im Grunde müssten wir die Bilder unserer Kameras nur online stellen, dann könnte die ganze Welt einen Blick in das MONALISALAND werfen. Ich bin sicher, das hätte weitreichende Folgen und die Zuschauerzahlen würden in kurzer Zeit explodieren.“
„Und dann würden sich überall auf der Welt solche kleinen Paradiese entwickeln,“ sagte Dimitri, „glaube mir, wenn es Eines gibt, was die Mächtigen fürchten müssen, dann ist es das. Sicher, ihre Geheimdienste sollen möglichst jedes Wort mitbekommen, aber bestimmt nicht die normale Bevölkerung. Ist schon schlimm genug, dass Monalisa mit ihrem Kram im Internet zu finden ist. Zum Glück forciert sie ihre Weiterverbreitung nicht, aber ich habe gestern entdeckt, sie hat ihr erstes Abo bekommen. Die Seite nennt sich „Enoughisenough“ oder so. Dort hat jemand ihren You Tube Kanal abonniert. Ich bin ja mal gespannt, vielleicht wird man ja jetzt auf sie aufmerksam. Im Internet kann das sehr schnell gehen und wenn Madame sich endlich dazu durchringen würde auch FACEBOOK zu nutzen, dann könnte sie tatsächlich von einem Tag auf den Anderen weltberühmt werden.“
„Na, glaubst Du wirklich? Die Welt versteht doch kein deutsch, sie müsste ihren Kram zumindest mal auf englisch übersetzen,“ meinte Olga.
„Monalisa kann viel, aber mit Fremdsprachen hat sie es nicht unbedingt. Sie bräuchte jemanden, der dies für sie macht. Ich bin da leider nicht der Richtige für, sonst würde ich schon bei ihr geklingelt haben.“
„Kannst ihr ja eine Übersetzung in russisch anbieten.“
„Klar, und was glaubst Du sagt Putin dazu? Ich weiß nicht, der Titel ihres interaktiven Buches wird ihm zwar gut gefallen, aber der Inhalt? Ihr Bombini ist nicht sein Traum. Er will erst mal noch gute Geschäfte mit Öl und Gas machen, in diesem Punkt ist er nicht anders als die Satanisten.“
„Schade, ich fände es super, wenn es uns Russen als Erstes gelingen würde, so ein Bombini in Serie zu produzieren. Stell Dir vor, unser Wohnmobil hier wäre ein Bombinimobil, dann könnten wir einfach abheben und mal eben nach Moskau fliegen.“
„Was sollen wir da, ich bin froh, aus der Stadt heraus zu sein,“ sagte Dimitri.
„Nun, ich war schon lange nicht mehr zu Hause und ich würde nach einem Kurzbesuch bei meiner Mutter, mit Dir gerne auch noch zu meiner Großmutter fliegen. Sie lebt auf der Krim, direkt am Schwarzen Meer. Dort könnten wir etwas Urlaub machen und meine Oma würde Dir einmal tief in die Augen schauen. Sie hat den 6. Sinn und würde mir dann sicher sagen, ob es gut ist, dass ich Dich getroffen habe.“
„Brauchst Du dazu wirklich Deine Oma,“ fragte Dimitri und seine Hand legte sich auf ihre rundliche Hüfte.
„Nun, im Bett bist Du super, aber wie ernst ist es Dir wirklich,“ fragte Olga und beugte sich, um einen Topf in den Schrank zu räumen.
Dimitri sah ihren Hintern und sagte: „Du musst nicht denken, ich fahre nur auf Deinen Allerwertesten ab, ich finde auch den Rest super.“
„Das ist natürlich schön für Dich, nur was glaubst Du, habe ich im Kopf?“
„Da kann ich zum Glück nicht hinein schauen, aber was da bisher heraus gekommen ist, gefällt mir auch.“
Olga richtete sich auf und sagte: „Es könnte sein, ich verliebe mich in Dich…“
„Das geht mir ganz ähnlich,“ flüsterte Dimitri in ihr Ohr.

Und schon waren sie wieder in der Koje verschwunden.

http://www.alternativ.tv/krim-krise-ein-symptom-andreas-popp-in-russland/

Ist es wahr?

 

 20:30 Uhr

OccupyMe

http://www.newslichter.de/2012/01/occupyme-der-film/

„Phu, wie lange machst Du das denn schon, ich meine ihren Laptop beobachten,“ fragte Olga
„Seit gut einem Jahr,“ antwortete Dimitri.
„Das ist ja krass, kommst Du auch noch mal dazu Dir selbst das Programm auszusuchen?“
„Ich kann natürlich auch weg hören, klar, ich könnte mir selbst ein Video im Internet aussuchen, nur, soll ich ehrlich sein, sie macht es total gut mittlerweile. Wenn Du wüsstest wie das am Anfang, damals 2006 war, nun, ich versichere Dir, das hier ist nicht nur sehr entspannend, es ist auch wirklich sehr informativ. Dieses Video zum Beispiel, ist doch super, ich wusste bisher nur wenig über diese Occupy-Leute. Und wenn Du dann an das Gespräch vorhin im Gartenhäuschen denkst, nun, dann kann ich mir vorstellen, was durch Monalisas Kopf geht. Sie hat die Argumente von Satan präsent, ihre eigenen Vorstellungen und Beurteilungen, ja und jetzt dieses Video, da ist es nur ein kleiner Schritt und ich kann voraussehen, was sie sich nun überlegt. Man muss ihren Weg einfach mitgehen, ich spüre, sie ist auf der Suche nach dem richtigen Weg. Sie weiß, die Welt zu verändern, das haben schon sehr viele versucht und nur sehr selten war es von Erfolg gekrönt. Ich weiß, sie weiß über die Schwierigkeit ihrer Aufgabe.“
„Was für eine Aufgabe?“
„Den Auftrag, den sie vor 12 Jahren erhalten hat.“
„SIE arbeitet im Auftrag??“
„Ja, sie ist im Prinzip eine Angestellte.“
„Von wem?“
„Nun ja, das ist die große Frage. Sie hat es schon mehrfach erwähnt und auch irgendwo genauestens dargelegt, aber das hat ihr natürlich niemand geglaubt.“
„Ja, und wer ist der Auftraggeber? Was zahlt er ihr denn dafür?“
„Sie bekommt kein Geld für den Job, sie kriegt Hartz IV.“
„Nun, also, dann ist der Stundenlohn aber echt mikrig.“
„Na ja, Du siehst, sie fällt nicht vom Fleisch. Sie hat alles was sie braucht. Im Grunde hat sie es doch echt gut. Und seit Osram so aktiv geworden ist, nun, also, er nimmt ihr doch auch sehr viel ab. Und wenn Du wüsstest, wie gut er sich um sie gekümmert hat, als es ihr echt Scheiße ging, wirklich, seit dieser Typ an ihrer Seite ist, hat sie keine großen Sorgen mehr. Wenn Eines auftaucht, wie zum Beispiel erst dieses Jahr irgendwann im April, da machte ihr Rechner Probleme und Osram hat sofort einen Neuen gekauft. Das war schon der dritte Laptop, den er ihr gekauft hat. Man kann wirklich nicht sagen, dass er nicht alles tut um sie zu unterstützen.“
„Aber trotzdem, sie hat kaum was Schönes zum Anziehen, ich habe das Gespräch mit ihrer Betreuerein mitbekommen, Madame hat keine 500 Euro auf dem Konto.“
„Im Grunde hat sie sogar jede Menge Schulden. Gut, in 2 Jahren ist die Insolvenz vorbei, dann ist sie dieses Problem auch los. Ich sage Dir, wir werden sie noch mal total beneiden. Sie macht es doch genau richtig, sie macht was sie will.“
„Na gut, aber da muss dann auch irgendwann mal etwas bei herum kommen.“
„Geld? Wozu, wenn sie Erfolg hat, dann braucht sie kein Geld mehr, dann ist diese Scheiße abgeschafft. In ihrem Paradies gibt es kein Geld. Als Übergangs-Lösung schwebt ihr so etwas wie das Regiogeld vor, solange, bis die Menschen merken, dass die Dinge noch besser funktionieren, wenn man ganz darauf verzichtet. Die Einzigen, die damit Probleme haben werden, sind die Banker der Weltfinanz. Aber gut, die können sich Dauerurlaub auf einem anderen Planeten nehmen. Die meisten Betroffenen haben das Ticket ja eh schon in der Tasche. Also, warum soll sie nach Geld streben, ihr Paradies benötigt Keines.“
„Das ist ja echt radikal…“
„Was glaubst Du, warum ihre Ideen so gefürchtet sind, die haben nicht umsonst so eine Angst vor dem Jahr, in dem Bombinis unterm den Tannenbäumen liegen, dann ist die Welt eine Andere, dann sind die Oben, die heute noch machtlos sind und die alten Ölbarone werden um Almosen betteln. Denn, was glaubst Du? Ob einer von denen in der Lage ist, auch nur einen Nagel in die Wand zu schlagen? Wenn die ihr Personal nicht mehr bezahlen können, wer von diesen Satanisten wird dann noch eine Köchin finden, die ihn bekocht? Es ist wirklich so, sie will alles umkehren, allerdings ohne gleich alles dabei zu zerstören. Sie weiß, das Geld ist nicht nur die Ursache aller Probleme, das Geld ist zudem noch absolut überflüssig. Weg damit, das ist die einzig wirklich sinnvolle Lösung.“
„Man merkt, Du bist bei ihr durch eine sehr radikale Gehirnwäsche gegangen. Eine Welt ohne Geld, das ist doch eine echte Illusion!“
„Solange wir dies glauben, werden wir immer wieder auf die Nase fallen, bis wir es möglicherweise sehr schmerzhaft lernen müssen. Das Geld ist das Grundproblem, alle Anderen resultieren daraus. Man muss diese satanische Pflanze mit der ganzen Wurzel ausreißen, wenn man dieses Wucherzeug nicht gebändigt bekommt. Und da das Finanzsystem von dem Wucher profitiert, sind sie sicher nicht geeignet als Gärtner. Monalisa lässt in ihrem Garten ja alles einfach erst mal wachsen, aber wenn eine Pflanze zu dominant wird und ihr die Sonne stiehlt, nun, dann kommt sie weg. Da ist sie auch gnadenlos. Manchmal muss man ein Opfer bringen. Und warum soll dies nicht eine Pflanze sein, die man eh nicht haben möchte. Wenn es so ist, dass irgendwelche Außerirdische der Menschheit dieses System aufgenötigt haben, nun, dann sollen sie ihr System mitnehmen, wenn sie den Planeten verlassen. Sie braucht es jedenfalls nicht. Und wenn Du dieses Video siehst, nun, sie ist mit ihren Ideen nicht allein. Da irrt sich Osram tatsächlich, er denkt immer nur an seine eigenen frustrierenden Demo-Erfahrungen in den Achtzigern. Aber Monalisa hat die revolutionären Möglichkeiten des Internets schon früh begriffen.“
„Sie scheint sich aber dann doch nicht so gut damit aus zu kennen,“ meinte Olga. „Sie hat ihre Seite jetzt schon fast 2 Monate, aber kaum einer hat sich ihren Kram angeschaut.“
„Ich wundere mich auch etwas, aber vielleicht ist sie noch nicht soweit.“
„Ihre Seite ist doch so voll, da braucht man Tage um sich durch zu arbeiten, und es kommt immer wieder etwas Neues hinzu.“
„Nun, vielleicht sind Mossad, NSA, MI6, der Vatikan-Geheimdienst, BND und wir ihr auch genug.“
„Die hängen auch alle an ihrem Rechner?“
„Davon muss man ausgehen. Ich schätze, Alexander hat Recht und so langsam tauchen die Leute auch persönlich auf. Sind Dir diese Techniker auf dem Campingplatz nicht auch aufgefallen? Ich kann es zwar nicht beweisen, aber ich halte es durchaus für möglich, dass die Typen an den Verteiler-Kästen von der Konkurrenz waren.“
„Und diese Paar mit dem Campingwagen? Die auch?“
„Wer weiß, wir müssen die Augen jedenfalls offen halten.“
Olga drehte sich um und schaute zu den Nachbar-Wohnmobilen. Auch da flimmerte es bläulich durch die kleinen Fenster. Sollten das etwa tatsächlich Kollegen sein? Vielleicht auch der Typ direkt neben ihnen? Der war offensichtlich allein. Er hatte sich kurz vorgestellt. Sein Name war Charlie. Er war Amerikaner und Schriftsteller wie er sagte. Er wolle hier den Sommer über an seinem Buch schreiben, hatte er ungefragt erklärt. Olga berichtete Dimitri nun von dieser Begegnung mit dem Nachbarn und Dimitri verschluckte sich an seinem Bierchen. „Echt, Charlie sagst Du heißt der Mann, das ist ja krass!“
„Wieso? Warum soll er nicht Charlie heißen?“
„Monalisa nutzt normalerweise keine Klarnamen. Du heißt doch auch nicht Olga, auch wenn ich Dich gerne so nennen würde.“
„Na, bitte, tu Dir keinen Zwang an, ich bin gerne Deine Olga,“ lachte sie.
„Vielleicht will der Typ uns auch nur verarschen, vielleicht hat er Monalisas Geschichte über die BWO gelesen.“
„Wie soll er denn aussehen?“
„Gut, viel mehr hat sie dazu nicht gesagt. Ich habe ihn mir mit längeren blonden Haaren vorgestellt, muss eine coole Brille tragen.“
„Dann könnte er es sein.“
„Das kann ich aber nicht glauben, das ist doch sehr unwahrscheinlich, dieser Charlie war vor Kurzem zumindest noch in Berlin. Und außerdem, er scheint mir ehr ein Globetrotter zu sein, was sollte er hier auf diesem Campingplatz wollen? Das ist jemand, der gerne in Kneipen geht.“
„Dieser Charlie will hier jedenfalls in aller Ruhe an seinem Buch schreiben.“
„Hat er Dir auch erzählt, was das für ein Buch ist,“ fragte Dimitri mit einem Anflug an Eifersucht.
„Hat er leider noch nicht, aber er meinte, wir könnten ja bei Gelegenheit mal zusammen ein Bier trinken.“
„Also, wenn das der Typ aus der Geschichte ist, dann fresse ich einen Besen mit Stiel.“Dimitri schaute aus dem Fenster und starrte hinüber zum Nachbar-Wohnmobil. Darin flackerte es bläulich. Monalisa, Monalisa, wenn das stimmt, dann raste ich aus. Das ist wirklich zu krass, das ist unmöglich!…

Das wäre echte Zauberei! Das wäre der Hammer!

8.Juli 2014

Wer ist C.?

Veröffentlicht am 06.07.2014

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Alexander schaute sich dieses Video nicht an, obwohl es sicher auch für ihn sehr interessant gewesen wäre. Er fragte sich hingegen, ob er sich zu weit vor wagte, während er seine Notizen machte. So sattelfest war er bei der Befragung des Götterboten vielleicht doch noch nicht. Aber wenn er sich ganz streng an die inhaltlich festgelegte Übersetzung der einzelnen Karten hielt, also, dann befand sich dieser C. in einer privaten Problemsituation. Seine Frau wollte ihn anscheinend wegen eines Anderen verlassen. Zumindest konnte man die Karten so deuten, dass die Frau für diesen C. nur noch Freundschaft empfand. Wenn er es richtig sah, dann hatte sie dies zumindest einer Freundin, oder gar ihrer Tochter gesagt.
Einen Sohn hatte der Mann auch, dass wusste er aus Monalisas Biografie. Dieser Sohn hatte Sehnsucht nach seinem Vater, oder der Vater nach seinem Sohn, dass konnte er nicht so genau sagen, aber zwischen Beiden lag die Karte der Sehnsucht. C. Selbst erschien als Pik König, er war also nicht besonders gut drauf, vielleicht war er auch schon verlassen worden, obwohl, der König lag ganz rechts, dass hieß, es konnte auch erst noch so kommen. Doch der Pik Bube, der Lumpejung, der lag in der Gegenwart, und dass hieß, die Trennung war wohl aktuell im Gange. Man sprach offenbar sogar schon darüber, dass es zu einer Reise über den großen Weg kommen würde. Plante C. also schon seine Rückkehr nach Deutschland? Das wäre dann ja wirklich interessant.

Allerdings, wenn man nur einen einzigen Anfangsbuchstaben hatte, also, damit war die Identifizierung einer Person am Flughafen wirklich schwer möglich. Was wusste er also noch? Der Gesuchte war nach den vorliegenden Informationen bis zum Abitur auf dem Meerbusch-Gymnasium gewesen und hatte Physik und Kunst im Abitur. Jetzt müsste man nur noch wissen, wer zu der entsprechenden Zeit im Physik- und auch Kunst-Kurs saß. Damit wäre der Kreis dann klar eingegrenzt. Dann brauchte man alle Vornamen mit C. Das dürften nur noch eine Handvoll Kandidaten sein. Ja und dann müsste man Fotos dieser Schüler haben und schauen, wer blond und blauäugig war. Und wenn man dann den oder die Passenden gefunden hatte, dann müsste man noch heraus finden, wer von ihnen Ende der 80er ausgewandert war, also Deutschland verlassen hatte. Alexander überlegte, dass dies eigentlich für sein Haus kein Problem sein dürfte, es müsste sogar mit relativ geringen Aufwand zu schaffen sein, schließlich gab es Dank der vielfach im Internet veröffentlichten Klassenfotos, heute von fast jedem auch ehemaligen Schüler ein Bild im Internet. Ach, dachte Alexander, dies war doch eigentlich eine sehr schöne Aufgabe für seine neue Praktikantin Katharina. Ein nettes Mädchen, nicht unbedingt die Hübscheste, aber sie hatte wohl das Watson-Gen. Dies war eine sehr gute Voraussetzung dafür, dass sie in ein paar Jahren eine Spitzen-Agentin werden konnte. Oft zeigte sich dieses spezielle Gen schon nach wenigen Tagen eines solchen Praktikums. Zumindest war Alexander davon überzeugt, dass er sehr schnell erkennen konnte, ob eine Praktikantin oder auch ein Praktikant sich für diesen Beruf eignete oder nicht. Bei seiner Neuen hatte er jedenfalls ein sehr gutes Gefühl. Ob er sie mit der Recherche beauftragen sollte?

Er lehnte sich auf seinem Stuhl zurück und schaute an die Decke. Hm … wir müssten auch mal wieder streichen, dachte er. Vielleicht sollte er dies auch morgen in Auftrag geben, jetzt, wo seine Frau verreist war. Klar, das müsste möglichst schnell geschehen, am Sonntag Abend würde sie zurück kehren. Er konnte sich vorstellen, dass sie sich über diese Überraschung bestimmt freuen würde. Nur, wo sollte er so schnell einen Anstreicher finden? Regulär lief da wohl kaum etwas, aber er konnte in seinen Hause vielleicht geeignete Mitarbeiter finden … klar, das war nicht unbedingt vorgesehen, aber … oder er müsste es selber tun. Doch er hatte in dieser Woche so viel zu tun … hm … er könnte auch den Sohn seiner Nachbarin fragen, der war doch ständig klamm. Ja, das würde sicher das Beste sein. Der Junge verdingte sich immer wieder mal als Gelegenheitsarbeiter. Seine Mutter war eine tüchtige Frau, sie arbeitete schon seit Jahrzehnten in einer Wäscherei, damit hatte sie all die Jahre ihre vier Kinder ernährt, denn ihr Mann hatte fast nur an der Flasche gehangen, bis er vor drei Jahren stürzte und sich das Kreuz brach. Damit war er dann nicht klar gekommen und hatte sich das Leben genommen. Wo er die Überdosis Heroin her hatte, das war nicht zu klären gewesen.
Jedenfalls, ihr Sohn würde sich sicher über diesen Auftrag freuen, dachte Alexander, und damit war klar, er würde gleich morgen früh noch vor seiner Arbeit bei seinen Nachbarin klingeln. Er fragte die Karten, ob dies eine gute Entscheidung war und er zog „Karo Ass – Kreuz Dame – Freu Dich“ Nun, also, die Mutter würde sich jedenfalls darüber freuen. Ach, dieses Kosmische Handy war doch wirklich eine tolle Sache, damit ließen sich Entscheidungen viel leichter treffen. Er schaute auf die Uhr. Oh … schon gleich 1 Uhr, dann musste er jetzt unbedingt ins Bett, sonst würde er noch trotz seines tollen, neuen Weckers verschlafen. Seit er mit dem Zentral-Computer verbunden war, ließ er sich hin und wieder von dieser sexy Stimme wecken. Sie flüsterte immer erst, dann wurde sie immer lauter und drang auf diese Weise ganz sanft in seine Träume ein. Er wusste es nie genau zu sagen warum, aber wenn er dann die Augen aufschlug, dann war er meistens gut gelaunt. So etwas wäre mit einem noch so tollen Wecker-Geklingel nicht möglich. Seine Frau hatte allerdings dafür weniger Verständnis und sie hatte Einspruch erhoben und gesagt, sie würde diesen Job lieber selber übernehmen. Nun, jetzt war sie aber nun mal auf ihrem Seminar und er so freute sich schon auf den nächsten Morgen. Er legte die Karten zusammen und machte das Licht aus. Jetzt schnell ins Bett, morgen gab es wieder viel für ihn zu tun.

Oj je, dachte Alexander, als er am Ende seines ziemlich stressigen Arbeitstages noch mal einen kurzen Blick auf Monalisas Internetseite warf. Will Madame sich denn wirklich auch noch mit den Israelis anlegen? Wenn die ihre Kartendeutungen entdeckten, dann war doch klar, was das für Folgen haben würde … also, der Antisemitismus-Keule würde sie jetzt bestimmt nicht mehr auszuweichen können, es war nur noch eine Frage der Zeit. Solange die Resonanz auf ihre Seite so gering war, scherte sich der Mossad wahrscheinlich nicht um ihre Deutungen, doch wenn Monalisa damit den Weg in die Öffentlichkeit fand, dann war klar, SIE würde auf der Liste der größten Antisemiten garantiert ganz oben landen. Dabei, wenn man ihre Deutung ganz genau las, dann wurde klar, ihr lieber Gott war (auch) der Gott der Juden, wie anders sollte man es verstehen, wenn von dem Kreuz König, Glücksbub und Herzensmann die Rede war, der „im eigenen Haus“ für eine überraschende Veränderung sorgen würde? Das „eigene Haus“, das war Israel, und das „befreundete Haus“ im Bezug auf die Hamas, das zeigte doch ganz klar, wer dieser liebe Gott war. Joseph war also wohl tatsächlich der berühmte einzige Gott der Juden. Oh je, oh je … wenn ich auf das Ende sehe, ging es ihm durch den Kopf. Er machte sich so langsam wirklich Sorgen um Madame. Wie konnte sie nur so vermessen sein? Sie stellte wirklich alle Bösen der Welt bloß. War sie vielleicht doch etwas größenwahnsinnig?

Er meldete sich über den Zentral-Computer bei Dimitri und Olga. „Hallo ihr Zwei! Wie geht es Euch?“
Es dauerte ein paar Sekunden, dann hörte er Olga antworten: „Hallo Alexander, wir essen gerade etwas.“
„Dann will ich Euch nicht lange stören. Ich möchte nur, dass ihr Euch gründlich umschaut und die Augen auf haltet, insbesondere nach Mossad-Mitarbeitern.“
„Wieso? Haben die sich etwa auch ein Wohnmobil zugelegt,“ fragte Olga lachend.
„Wenn ihr nicht nur Urlaub machen würdet, sondern Monalisas Aktivitäten wie von mir gefordert aufmerksam verfolgen würdet, dann würdet ihr jetzt auch wissen, dass unsere israelischen Kollegen so langsam aber sicher nervös werden müssen. Schaut Euch nur ihre neueste Kartendeutung an. Aber esst erst mal auf, ich mache jetzt auch Feierabend. Wie ist denn das Wetter?“
„Och, es regnet schon den ganzen Tag,“ sagte Olga, „wir sind noch nicht einmal vor der Tür gewesen.“
„Na dann, viel Vergnügen, aber treibt es nicht zu bunt, ich will, dass ihr Eure Augen und Ohren weit offen haltet. Wir müssen langsam wirklich damit rechnen, dass Reaktionen erfolgen. Seid also wachsam!“
„Alles klar, Chef, keine Sorge, wir haben hier alles fest im Blick.“
„Das will ich auch hoffen! Also, dann bis morgen.“
„Bis morgen.“

 

9.Juli 2014

Mitten in der Nacht

„Dimitri, Dimitri … wach auf!“

„Oh … was ist … ist doch noch total früh …“
„Egal, wach auf und komm zu mir,“ sagte Olga, die vor ihrem Bildschirm saß.
Dimitri kroch aus dem Bett und rieb sich die Augen: „Was ist los? Geht etwa die Welt unter?“ Er trat zu ihr und schaute wie sie auf den erleuchteten Bildschirm. Es war 3:45Uhr und er sah Monalisa in ihrem Bett. Das Licht war an und Madame legte sich die Karten.
„Was ist denn los, es ist noch mitten in der Nacht,“ sagte Dimitri immer noch völlig verschlafen.
„Ich weiß es auch nicht, ich war plötzlich wach geworden und wollte Pippi machen. Da sah ich Licht in ihrem Zimmer.“ Olga und er hatten nämlich beschlossen, den Rechner nachts nicht mehr aus zu machen, damit sie jederzeit ihre Augen und Ohren auf Empfang stehen hatten. „Sie war auch auf Klo und ich habe sie mit sich selbst reden hören, konnte jedoch nichts verstehen. Ich glaube, sie hat schlecht geträumt. Und nun legt sie die Karten, ich bin da aber noch nicht so gut drin und verstehe nur Bahnhof.“
„Lass mich mal sehen,“ sagte Dimitri und rutschte neben sie auf die Bank. „Aha … da ist gleich als Erstes der Götterbote und er weist auf die Erfüllung eines Versprechens hin, das scheint mir eindeutig … Das Gespräch/Versprechen – Karo Dame, dass ist sie selbst heute – und dann die Karo 10, die Erfüllung … daneben siehst Du die existenzielle Veränderung, das höchste, persönliche Glück und den Herzensmann. Darunter die Kreuz 10, die große Veränderung/Reise und die Beziehung. T’ja und dahinter liegt der Kreuz König, der Ehemann bzw. feste Partner. Und hier siehst Du, da liegt sie selbst und die Aufforderung, dass sie sich freuen soll. Aber dieses Kuddelmuddel hier … ich kann nicht alle Karten erkennen … nein … wir hätten direkt bei der Auslegung zu schauen müssen.“
„Was ist das für ein Herzensmann? Ob sie von ihm geträumt hat?“
„Das glaube ich nicht, schau, die Kreuz 8 liegt hier mitten in dem Kuddelmuddel. Da liegt die Karte des Sohnes, der Pik König und die Pik Dame und der Lumpejung im fremden Haus … mehr kann ich nicht erkennen.“
„Stimmt, das wollte ich immer schon mal fragen, was ist eigentlich mit ihrem Sohn, überhaupt mit ihrer Familie? Ich habe mich an ihrem Geburtstag schon gewundert, wieso sie niemand angerufen hat. Es war doch ihr 50. Geburtstag, da muss sich ein Sohn doch zumindest telefonisch melden, meine ich.“
„Der hat irgendein Problem …“
„Geht es etwas genauer,“ fragte Olga, die Wasser für Kaffee aufsetzte.
„Ich weiß es auch nicht, er hat im letzten Sommer geheiratet, aber weder seine Mutter noch seinen Vater dazu eingeladen. Hat ihr eine Mail geschrieben, in der er sie ausgeladen hat.“
„Mit welcher Begründung denn?“
„Er hat es nicht begründet, er hat nur geschrieben, dass er Probleme mit ihr hätte und darüber lieber nach der Hochzeit und auf neutralem Boden mit ihr reden wolle.“
„Aha … und, hat es dieses Gespräch mittlerweile gegeben?“
„Nein, er hat seither auf keine ihrer Mails mehr reagiert. Sie hat sich darüber öfter mit Osram unterhalten und ich muss sagen, ich verstehe das Problem des Sohnemannes auch nicht. Wenn Du Dir den Film „Der kleine Prinz“ anschaust, dann wirst Du auch sagen, der Junge hatte es doch toll als Kind.“
„Der Film ist leider gesperrt.“
„Ich habe ihn mir heruntergezogen, kannst ihn Dir ja morgen mal anschauen … aber Liebste, ich meine, wir sollten jetzt zurück in unsere Koje.“
„Hm, ich wollte Kaffee machen,“ sagte Olga.
„Nichts da, komm, sie hat das Licht auch wieder aus gemacht. In dieser Nacht wird weder der Sohn noch der Herzensmann an der Tür klingeln. Los,lass uns zurück in die Kiste gehen, ich bin noch total am pennen.“
Olga drehte die Herdplatte aus und gähnte: „Halb Fünf, hoffentlich wird das nicht zur Gewohnheit bei ihr, ich schlafe ehrlich gesagt auch gerne etwas länger.“

Als sie wieder zusammen im Bett lagen, da flüsterte Dimitri: „Weißt Du, wenn dieser Herzensmann tatsächlich irgendwann bei ihr auftaucht, dann … nun, dann … „
„Was ist dann,“ fragte Olga.
„Dann ist das wohl wirklich ein Wunder Gottes.“
„Wieso?“
„Hast Du ihre Biografie noch nicht gelesen?“
„Natürlich. Du meinst dieser Herzensmann ist dieser C.?“
„Ich glaube ja. Und der Götterbote verspricht ihr sein Kommen.“
„Ach herrje … liebt sie diesen Herzendbrecher denn wirklich immer noch, der hat sie doch garantiert längst vergessen.“
„Das ist ja dieser GottesBeweis, wenn dieser Mann zu ihr zurück kommen sollte, dann kann dies nur daran liegen, weil der liebe Gott es so will. Ein glücklicher, selbst göttlicher Zufall reicht da nicht aus. Dafür ist wirklich ein Wunder nötig. Und Madame will dieses Wunder, denn dann hat sie den Beweis.“
„Du meinst, wenn dieser C. auftaucht, dann ist das ein Beweis von Gottes Existenz?“
„Nicht nur Seiner Existenz, auch seiner Macht. Monalisa ist überzeugt, dass es nie Zufall ist, wenn man sich verliebt, es ist immer ein Geschenk Gottes. Er ist der Herr über die LIEBE. Wenn ER will, dass wir uns lieben, dann wird es auch so kommen. Wenn ER es nicht will, nun, dann wird es nicht geschehen.“

„Und, was meinst Du, hat Gott mit uns Beiden vor,“

fragte Olga und kuschelte sich in tiefer in seine Arme…

„Ich glaube, ER meint, wir passen ganz gut zusammen.“

 „Mahnwache für den Frieden – Prof. Dr. Dr. Berger – Karlsruhe 23.06.2014“ – Ein paar Stunden später: „Osram gibt wirklich ganz schön Gas,“ sagte Dimitri. „Ein Zimmer hat er schon gestrichen und jetzt will er anscheinend die Küche machen. Die Wohnung sieht aber auch wirklich schlimm aus, die ist bestimmt 20 Jahre oder sogar noch länger nicht gestrichen worden.“
„Aber sie ist total billig und für Einen alleine echt groß. Ich würde da sofort einziehen.“
„Ist aber mit Ofenheizung,“ sagte Dimitri.
„Na und? Ist doch super! Wenn Du wüsstest, was ich für meine Zentralheizung hinblättern muss,“ sagte Olga. „Sein Keller ist doch gut bestückt, der friert im nächsten Winter garantiert nicht.“
„Der Hund wird auch ganz froh zu sein, dass er bald nicht mehr die Treppen hinauf muss.“
„Er scheint mir sowieso viel mehr an Osram als an Monalisa zu hängen.“
„Der kümmert sich ja auch viel mehr um ihn. Aber manchmal habe ich auch schon den Eindruck gehabt, dass Osram an dem Hund mehr hängt, als an seiner Freundin. Zumindest streichelt er den Hund sehr ausgiebig und regelmäßig. Auf solche Zuwendungen muss sie leider verzichten.“
„Ich verstehe das nicht, ehrlich, vielleicht ist Osram ja vom anderen Ufer?“
„Glaube ich nicht, ich denke, die Beiden haben ein anderes Problem.“
„Und was für ein Problem soll das sein?“
„Ich vermute, es liegt an Monalisas Gelübte.“
„Was für ein Gelübte?“
Dimitri öffnete eine Datei und sagte: „Hier, lies das mal…“

Alexander stieg in sein Auto und machte sich auf den Weg durch die lärmende Stadt. In Moskau hatte der Verkehr in den letzten Jahren enorm zugenommen, da immer mehr Menschen in die Stadt zogen, die sich ein Auto leisten konnten. Das war zur Sowjet-Zeit noch ganz anders gewesen, da musste man viele Jahre auf ein Auto sparen und zudem auch sehr lange warten, bis man Eines kaufen konnte. Ein Auto war damals ein echtes Privileg. Heute standen sie dafür ständig im Stau. Er selbst fuhr einen Audi, ein älteres Modell, aber dennoch, er war sehr zufrieden mit dem Wagen. Deutsche Autos waren einfach die Besten. Einen Neuwagen konnte er sich allerdings trotz seines guten Gehalts nicht so einfach leisten, er hatte seinen daher gebraucht gekauft. Er war mittlerweile schon über 10 Jahre alt, fuhr aber dennoch sehr zuverlässig und machte auch optisch immer noch etwas her. Ja, er gab es gerne zu, er liebte den Wagen. Für ihn war eine Fahrt mit ihm ein echtes Vergnügen und so freute er sich, dass er heute etwas weiter weg fahren musste. Er hatte endlich einen Termin bei dem Magier bekommen. Dieser war ein sehr gefragter Mann und Alexander war froh, dass er so schnell einen Termin bekommen hatte. Normalerweise musste man sich Monate im Voraus anmelden. Aber er hatte die Dringlichkeit klar machen können, denn der Präsident persönlich war nun mal betroffen.

Er verließ die Stadtautobahn und fuhr über eine noch relativ gut ausgebaute Landstraße. Das würde sich allerdings bald ändern, denn etwas weiter von den großen Städten entfernt, waren die Straßen leider immer noch in einem ziemlich schlechten Zustand. Ja, es dauerte alles halt seine Zeit und bis Russlands Infrastruktur so gut ausgebaut war wie die in Deutschland, das würde sicher noch viele Jahre dauern. Aber seit Putin an der Macht war, hatte man zumindest schon mal damit angefangen. Klar, wenn sie nicht gezwungen wären, so viel Geld in ihre Verteidigung zu stecken, dann sähe es überall schon viel besser aus, aber mit der Nato und den Amerikanern direkt vor der Haustür, wäre es sträflich, die Verteidigung zu vernachlässigen. Denn, eines war vollkommen klar, sollte der Westen eine Chance sehen, Russland zu besiegen, sie würden sofort einmarschieren. Da machte er sich wirklich keine Illusionen. Insofern mussten die Straßen weiter außerhalb erst mal noch etwas warten.
Er machte das Radio an, und lehnte sich entspannt in den Sitz. Ach, so war die Welt doch wirklich schön. Die Straßen wurden immer schmaler und sie führte ihn durch immer kleiner werdende Dörfer, bis er auf einen Feldweg abbog, der in einen Wald führte. Hier kam ihm niemand mehr entgegen und dann, nach wenigen Kilometern war er am Ziel. Das Wetter war wunderbar und er wäre gerne noch viel weiter gefahren, aber er war ja nicht zum Vergnügen unterwegs. Jetzt hieß es hinter das Geheimnis von Monalisas Zauberei zu kommen. Er hatte dem alten Magier, er nannte sich einfach nur Daniyar, was soviel hieß wie „Gott sei mein Richter“, zuvor einige Unterlagen zukommen lassen und nun hoffte er, der Mann würde ihm so einiges erklären können.

Er parkte das Auto vor einem erstaunlichen Anwesen, es war zwar aus Holz, aber nicht weniger beeindruckend als eine große Villa in der Stadt. Daniyar war offensichtlich kein armer Mann und als Alexander vor der großen, bunt verzierten Holztür stand, da spürte er, dass hier ein ganz besonderer Mensch lebte. Ja, er fühlte sich plötzlich ziemlich klein und unbedeutend.
Doch als auf sein Klopfen hin, die Tür geöffnet wurde, da verflog dieses Gefühl schnell, denn Daniyar begrüßte ihn mit einem Lachen und bat ihn freundlich einzutreten. Dieser Mann war ihm auf Anhieb sympathisch und als er sich in dem Haus etwas umsah, stellte er fest, dass Pomp und Luxus hier ein Fremdwort waren. Es gab zwar schöne, alte Truhen, wunderschöne Teppiche und große Bilder in schweren Rahmen, alles wirkte sehr einladend und behaglich, aber in keiner Weise übertrieben luxuriös oder verschwenderisch. Ja, dachte Alexander, hier konnte man sich wirklich wohl fühlen.

Ein großartiger, silberner Samovar stand in dem Raum, in dem Daniyar ihm einen Platz an einem großen, runden Tisch anbot. „Du hast mein Haus problemlos gefunden,“ fragte Daniyar und stellte Teetassen auf den Tisch.
Alexander begriff, hier waren Förmlichkeiten nicht gefragt und er akzeptierte es wie ein Junge geduzt zu werden, selber aber blieb er beim Sie. „Oh, ja, Danke, es war eine schöne und problemfreie Anfahrt, sehr verehrter Daniyar. Sie haben ein großartiges Haus, damit rechnet man in dieser Gegend nicht unbedingt.“
„Du kannst mich gerne auch duzen, ich bin zwar ein alter Mann, aber ich fühle mich zum Glück noch jung und sehr lebendig. Ich finde, Förmlichkeiten machen einen schnell sehr alt.“
„Vielen Dank, Daniyar, wenn ich Dir damit weitere Jugendlichkeit sicherstellen kann, gerne.“
„Ich habe uns einen Tee gemacht, wenn Du rauchen willst, dann bitte, hier ist ein Aschenbecher. Ich selbst rauche schon länger nicht mehr, aber ich mag den Geruch von brennendem Tabak immer noch sehr gerne.“
„Das ist selten, oft sind ehemalige Raucher ziemlich militante Nichtraucher,“ sagte Alexander.
„Am Besten, man lässt es von Anfang an. Aber wenn man erst einmal damit beginnt, dann sollte man sich nicht zwingen, damit aufzuhören. Das stresst nur und die Menschen verhärten sich innerlich. Ich habe früher sehr gerne geraucht, doch irgendwann, es kam wie aus den Nichts, da hatte ich keine Lust mehr und habe es einfach gelassen.“
„Von einem Tag auf den Anderen, ohne Probleme,“ fragte Alexander, der schon oft versucht hatte mit dem Rauchen aufzuhören.
„Wer auf sein Innerstes hört, der weiß, wann es genug ist. Doch mit dem Rauchen gegen den eigenen Willen aufzuhören, dass ist nicht zu empfehlen. Insofern sehe ich diese, gerade im Westen so propagierten Nichtraucher-Kampagnen mit großer Skepsis. Ja, ich halte tatsächlich nur sehr wenig von. Klar, die Jugend sollte besser die Finger von der Raucherei lassen, das ist keine Frage, aber gerade die sind ja so scharf darauf. Nur, wenn man dann raucht, viele Jahre womöglich, dann sollte man mit dem Aufhören vorsichtig sein. Das Problem ist ja nicht nur der Entzug in den ersten Monaten, das Problem ist die langfristige Reaktion des Geistes auf das Fehlen des Nikotins. Bei vielen verändert sich ihre Persönlichkeit zum Nachteil. Aber … deswegen bist Du ja nicht gekommen, ich habe Deine Unterlagen erhalten und aufmerksam gelesen. Das ist ja wirklich ein dickes Ding, was Du da beschreibst.“
„Ja, nicht wahr? Wir haben es zunächst gar nicht begriffen, denn, wer glaubt schon an Zauberei in dieser modernen Welt, aber mit der Zeit … nun … IHR Zauber scheint tatsächlich zu wirken. Normalerweise stellt man sich Zauberei ja so vor, dass sich irgendetwas simsalabim vor einem realisiert, aber dieser Zauber scheint so umfassend zu sein, dass die Realisierung Jahre gedauert hat. Doch jetzt ist es anscheinend soweit.“
„Danach sieht es tatsächlich aus,“ bestätigte Daniyar Alexanders Eindruck. „Aber, was soll ich nun tun? Die Lawine rollt, die kann niemand aufhalten.“
„Aber worauf müssen wir uns jetzt einstellen?“
„Die Welt wird sich auf den Kopf stellen und das heißt, man selbst sollte sich besser mitdrehen, sonst fällt man hinunter.“
„Und Du meinst, niemand kann diese Wende noch verhindern?“
„Dagegen hilft noch nicht einmal die geballte Macht und Gewalt der Schwarzen Magie. Hast Du von dem grandiosen Halbfinal-Spiel der Deutschen gegen die Brasilianer gehört? 7:1, dass ist eine echte Hausnummer, so etwas geschieht nicht einfach so.“
„Du meinst, dieses Ergebnis ist kein Zufall?“
„Ganz sicher nicht. Und wenn Du überlegst, dass 2006 auch eine WM stattfand und die Deutschen dort nur Dritter geworden sind, nun, diesmal sieht es ganz nach einem finalen Sieg für sie aus.“
„Aber was hat die WM mit Monalisas Zauber zu tun?“
„Wenn Du ihre erste, unvollendete Geschichte aus dem Jahr 2005 liest, die von der Begegnung Satan Juniors mit der frisch gebackenen Sonnengöttin, da kannst Du einige Zusammenhänge entdecken. Auch da spielt der Fußball eine Rolle. Für Madame ist alles miteinander auf magische Weise verbunden. Der Fußball ist dabei mit dem Planeten Erde verknüpft, das Fußballspiel der Nationen steht stellvertretend für den Kampf um die Macht. 2006, als Klinsmann mit der Mannschaft im Halbfinale scheiterte, da war klar, auch sie würde scheitern. Doch jetzt stehen ihre Chancen sehr gut. Wir werden das Finale abwarten müssen. Werden die Deutschen am Sonntag Weltmeister, nun, dann werden wir alle wohl bald unser blaues Wunder erleben.“

Als Alexander den Magier verließ, war es später Nachmittag geworden und er war um einige sehr interessante Erkenntnisse reicher. Ihm war nun klar, dass alle Menschen, die den Frieden wollten, und alle, die noch zu ihren Lebzeiten in einem Paradies leben wollten, der deutschen Mannschaft im Finale die Daumen drücken sollten. Doch selbst, wenn Deutschland das Spiel verlieren würde, sah es auch nicht unbedingt schlecht für sie aus. Im Grunde war die Sache nämlich schon längst entschieden worden, als Deutschland gegen die Amerikaner gewonnen hatte.
Daniyar hatte ihm auch die Sache mit C. erklärt. Der Erfolg dieser Geschichte war noch wichtiger, noch entscheidender, denn wenn C. und Monalisa sich wieder finden würden, dann würde sich ein Zauber erfüllen, der nicht nur zu einem Paradies auf Erden führen würde. Diese Liebesgeschichte würde sogar das ganze Universum beeinflussen, denn auch dieses würde sich dann auf den Kopf drehen. Und wenn C. und Monalisa sich dann auch noch gut vertragen würden, nun, dann konnte es tatsächlich wahr werden und alle Wesen im Universum würden in den nächsten 13 Tausend Jahren in einem Zeitalter leben, in dem Mann und Frau gleichberechtigt waren. Ach in seinem Kopf schwirrte es nur so, denn Daniyar hatte ihm so viele unglaubliche Dinge erklärt, dass er die Sache erst mal sacken lassen musste. Und was ebenfalls wichtig war, Putin würde er beruhigen können, für ihn standen die Dinge nämlich auch sehr gut.

Das Einzige, was ihr Präsident jetzt nur noch begreifen musste, das war,

dass es sehr klug wäre, wenn das erste Spielzeug-Bombini ein russisches Produkt würde.

Absolutes CHAOS im Anmarsch

11.Juli 2014

„Nie wieder Deutschland?“

„Tagesenergie 58“ „Oh, Monalisa hat neue Filme hochgeladen,“ rief Olga erfreut aus. Sie hatte sich schon gewundert hatte, dass sich am gestrigen Tag nichts Neues im MONALISALAND getan hatte. Sie und Dimitri hatten diesen Tag fast komplett im Bett verbracht, denn ein Blick aus dem Fenster hatte gezeigt, dass die alte Bauern-Weisheit stimmte. „Wenn das Wetter am 27.Juni schlecht ist, dann wird auch der Sommer scheiße.“ Und sie wussten ja nur zu gut, dass es in diesem Jahr am Siebenschläfer nicht nur geregnet, sondern sogar richtig heftig gewittert hatte. Mit Hochsommer-Wetter war in den nächsten Wochen also nicht mehr zu rechnen.
In der letzten Nacht hatte es denn auch stundenlang geblitzt und gedonnert, das Wasser war in Kübeln über sie herein gebrochen und allein der relativ kurze Weg zum Bistro des Campingplatzes war nicht zu schaffen, ohne dass man bis auf die Haut durchnässt wurde. Und so hatten sie und Dimitri dies auch gar nicht erst versucht und waren stattdessen wie auch alle anderen Campinplatz-Bewohner in ihrem Wohnmobil geblieben. Auch dieser mysteriöse Charlie hatte sich nicht blicken lassen.

Alexander erwartete jedoch von ihnen, dass sie mehr über ihn und auch die anderen Bewohner heraus fanden. Es war zwar nicht damit zu rechnen, dass sich unter ihnen ein Mister Goldmann befand, aber die Leute vom Mossad konnten sehr wohl auch Lust auf einen Camping-Urlaub am Rhein bekommen haben. Außerdem hatte er ihnen von seinem Besuch bei dem alten Magier erzählt und gesagt, auch wenn sie vielleicht keine Lust auf Fußball haben sollten, das Finale der Weltmeisterschaft zu schauen, sei für sie eine Pflicht-Veranstaltung. Überhaupt, sie sollten sich Monalisas Filme alle noch mal sehr genau anschauen, jedes Detail sei wichtig und könne entscheidende Informationen enthalten. Und auch die Musik müsste genauer  analysiert werden, denn diese sei unter Umständen auch Teil der Magie. Insbesondere, wenn man bedenke, wie wichtig Madame diese „geklauten“ Schnipsel seien. An einer Stelle erkläre sie dies ja auch mit der Behauptung, dass der liebe Gott durch die Musik sprechen würde.

Nach dem Gespräch mit Alexander war Olga endgültig klar geworden, dass sie bei diesem, sie doch sehr spontan und zufällig ereilten Auftrag, der eigentlich nur ein kurzes Wochenende dauern sollte, in eine sehr komplexe und in weiten Teilen ziemlich unglaublichen Geschichte geraten war. Und zu allem Überfluss hatte sie auch noch Amors Pfeil getroffen, denn mit jedem Tag verliebte sie sich stärker in ihren Kollegen. Dimitri war einfach ein toller Mann, ja, in ihren Augen wurde er immer attraktiver und großartiger. Er war wirklich ganz nach ihrem Geschmack, er roch einfach super gut, und im Bett, nun ja, da wusste er offensichtlich sehr genau, was sie wollte. Und weil sie spürte, dass er sie mit ihren Rundungen super sexy fand, deshalb gab sie sich ihm mit einer für sie ungewöhnlichen Leidenschaft hin. Oh ja, sie war rund um zufrieden und glücklich mit ihrem Dasein und wenn sie an Amsterdam dachte, dann schüttelte sie sich. Nein, da würde sie nicht mehr hin zurück kehren. Allenfalls um ihre Sachen zu packen. Doch ihr Wohnmobil war so gut ausgestattet und viel mehr passte auch nicht hinein, dass sie mit der Klärung ihrer Amsterdamer Angelegenheiten noch warten konnte. Sollte ihr Schein-Ehemann sich also in Zukunft um sich selber kümmern, sie hatte jetzt andere Pläne.

Sie stand von ihrem Arbeitsplatz auf und trat vor das Wohnmobil. Es hatte endlich aufgehört zu regnen und dass hieß, sie würden draußen frühstücken können. Dimitri war schon vor einiger Zeit mit seinem Auto weggefahren um Brötchen, Eier, Milch und einige andere Dinge fürs Wochenende zu besorgen. Sie sah hinüber zu Charlies Wohnwagen. Auch er schien sich auf den Weg gemacht zu haben, denn sein Fahrrad war nicht zu sehen. Olga streckte sich und schaute zum Fluss. Sie stellte fest, dass dieser nach den starken Niederschlägen der letzten Tage doch ganz schön angestiegen war. Sie ging zurück ins Wohnmobil um den Tisch zu decken und Kaffee zu machen. Sie persönlich legte ja großen Wert auf guten, frisch gemahlenen Kaffee und konnte gar nicht verstehen, wieso Monalisa so süchtig nach ihrem Löslichen war. Aber wie sie, trank auch sie ihren Kaffee gerne mit Milch und sehr süß.

Während sie das Wasser in den Kaffee-Filter goss, lauschte sie dem Gespräch, dass ihre Zielpersonen gerade führten. Monalisa verkündete Osram, dass sie am Sonntag das WM-Finale schauen würde und sie erzählte ihm, dass sie gestern die Karten nach diesem Spiel gefragt hätte und danach würde Deutschland wohl gewinnen. Dann berichtete sie von einer Mail, die ihr vor dem Halbfinale zugeschickt worden sei. Man müsste wohl davon ausgehen, dass es schwarz-magische Rituale gegeben hatte, die einen Sieg Deutschlands verhindern sollten. In der Mail war darum gebeten worden, dieser schwarzen Magie mit Gebeten und viel Liebes-Energie zu begegnen. Sie hätte daraufhin ebenfalls ihre Karten gefragt und beruhigt festgestellt, dass der Götterbote einen Sieg für die Deutschen voraussagte. Dies hätte sie dann auch gleich zurück gemailt. Ja, und dann sei es zu diesem grandiosen 7:1 Ergebnis gekommen und Monalisa meinte, dies könne durchaus auch auf die kollektiv gespendete Liebes-Energie zurück zu führen sein. Ja, und da sie der deutschen Mannschaft den Sieg sehr gönnen würde, denn sie würden ihn auf Grund ihrer guten Leistung sehr wohl verdienen, deshalb würde sie sich dieses Spiel auf jeden Fall ansehen. Schließlich wolle sie wissen, ob ihr Götterbote Recht behielt und die Deutschen tatsächlich Weltmeister werden würden.
Daraufhin sagte Osram, dann würde er jetzt hingehen und ein schwarz-magisches Ritual dagegen setzten, denn er könne nur sagen: „Nie wieder Deutschland!“

Bis zu diesem Moment war die Stimmung zwischen den Beiden an sich ganz friedlich gewesen, doch nun wurde Monalisa ärgerlich. Erst einmal meinte sie, dass es für den Erfolg von Ritualen entscheidend sei, dass man fest an sie glaube und da er im Grunde ja gar nichts von Magie halten würde, seien seine Rituale zum Glück mehr oder weniger wirkungslos. Dann aber regte sie sich wegen dem Spruch: „Nie wieder Deutschland!“ auf und sie warf ihm vor, gedankenlos Feindpropaganda nach zu plappern. Sie meinte, diese Sprüche kämen gerade zu Hauf von sogenannten AntiFa-Leuten, die mit der amerikanischen und israelischen Flagge gegen die Montags-Mahnwachen mit völlig schwachsinnigen Argumenten demonstrieren würden. Auch da würde immer wieder im Chor skandiert: „Nie wieder Deutschland!“
„Nur,“ so fragte Monalisa, „was soll das denn bitte schön heißen?“ Sie würde zwar den Satz „Nie wieder Faschismus in Deutschland!“sofort unterschreiben, aber das Land selbst? Sie fragte ihn, was er denn gegen Deutschland einzuwenden habe und ob er auf der Welt vielleicht ein Land kenne, das besser wäre? Amerika und Israel kämen dafür wohl kaum in Frage, die seien doch gerade Wegs auf dem Weg in eine faschistische Diktatur. Dort würde jeden Tag das Menschen- und Völkerrecht gebrochen, dort gäbe es Konzentrationslager und all den Scheiß. Israel würde zudem gerade mal wieder einen absolut unberechtigten und unfairen Krieg gegen die Palästinenser führen und, und, und… Sie meinte, er solle sich wirklich ernstlich fragen, wessen Sprüche er da eigentlich nachsprechen würde.
Nun, Osram war jetzt natürlich etwas beleidigt und meinte, der Spruch: „Nie wieder Deutschland!“ sei eine Parole der Anarchisten nach den 1. Weltkrieg gewesen, weil die Deutschen so willig in den Krieg gezogen seien. Monalisa meinte darauf hin, sie sei für Anarchie sehr wohl zu haben, aber er müsse sich auch endlich mal Gedanken darüber machen wie man da hin kommen würde. Der Weg führe jedenfalls ganz bestimmt nicht über die Abschaffung der Nationen. Im Gegenteil, eine Zentralisierung durch die EU führe nur ebenfalls in eine Diktatur. Sie sei der Überzeugung, dass es erst mal wichtig sei, dass Deutschland endlich wieder souverän und eine richtige Nation würde, danach könne man dann über die Abschaffung der Parteien-Demokratie sowie die Dezentralisierung mittels regionaler Selbstverwaltung reden. Erst danach könne man dann über die Anarchie nachdenken. Nur, sein Weg, nämlich die Ignoranz aller aktuellen Politik, die führe einfach nur in das genaue Gegenteil.
Jetzt war Osram wirklich sauer und er verließ die Küche mit den Worten: „Du hast ja noch nicht mal das Buch: „Im Westen nichts Neues“ gelesen!“ Aber damit hatte er natürlich nicht das letzte Wort, denn Monsalisa rief ihm hinterher: „Mein Lieber, Du lebst in der Vergangenheit!“

Olga hörte Dimitris Auto kommen, und ging mit der Kaffeekanne nach draußen: „Hallo mein Geliebter, warst ja lange unterwegs! Hast Du alles bekommen?“
„Alles, bis auf die Plane. Oh, schön, der Kaffee ist fertig, den brauche ich jetzt.“
Er legte die Tüte mit den Brötchen auf den Camping-Tisch und gab Olga einen Kuss: „Ich sage Dir, dieser Charlie ist garantiert „unser“ Charlie, ich habe ihn im Supermarkt getroffen und die Gelegenheit genutzt um ihn anzusprechen. Der Typ ist wirklich mit allen Wassern gewaschen.“
„Wieso, was hat er denn gesagt?“
„Er meinte, er würde an einem Liebesroman schreiben.“
„Das sähe Monalisas Charlie aber nicht besonders ähnlich.“
„Das kommt darauf an. Er meinte, es ginge um eine ganz besondere Beziehung, denn sein Held suche seine kosmische Hälfte. Er sei dazu bis ans Ende der Welt gezogen und hätte jeden Stein nach seiner Traumfrau umgedreht, doch, so könne er jetzt schon verraten, am Ende fände er sie genau da, wo er sie verlassen habe. Interessant sei jedoch weniger diese Liebesgeschichte, es ginge mehr um die Geschichten, die der Mann während seiner Suche erlebe. Dieser Hauptteil sei sehr viel weniger romantisch, sondern tatsächlich sehr politisch.“
„Du hast Recht, dass ist unser Mann, das ist C! Sag mal, ist es Dir auch schon aufgefallen, der Name Charlie fängt auch mit C an.“
„Stimmt! Das ist mir ganz entgangen, klar, also … dass wäre ja der absolute Hammer! Charlie könnte tatsächlich C. sein und er schreibt seine eigene Geschichte. Vielleicht hat er ja Monalisas Internetseite entdeckt und nun wartet er darauf, dass Osram endlich den Weg frei macht und in seine eigene Wohnung zieht.“
„Aber Charlie ist Amerikaner, C. soll aber hier in Meerbusch zur Schule gegangen sein.“
„Ach, so genau muss man das alles bestimmt nicht nehmen, erst mal ist fraglich, ob dieser Charlie wirklich ein Amerikaner ist, sein Deutsch scheint mir dafür doch etwas zu gut zu sein. Und dann, also, er ist blond und hat blaue Augen.“
„Trotzdem, wir sollten keine zu schnellen Schlüsse ziehen. Mir erscheint das zu einfach zu sein. Aber wir können Charlie ja bei nächster Gelegenheit zu einem Bierchen einladen.“
„Ehrlich gesagt ich würde lieber einen Joint rauchen,“ sagte Dimitri und griff nach den Brötchen.
„Dann sollten wir vielleicht später mal nach Venlo fahren,“ schlug Olga vor.
„Das ist eine sehr gute Idee! Wir fahren gleich nach dem Frühstück!“

http://terragermania.files.wordpress.com/2011/09/wo-sind-sie-e28093-wo-ist-diec2a0zentrale-byrds-of-paradise.pdf

(Anm. d. Autorin: Ob authentisch oder nicht, die Ratschläge sind richtig!)

„Ach Herrje … Madame glaubt es wohl immer noch nicht,“ sagte der liebe Gott.
„Was glaubt sie nicht,“ fragte Satan Senior.
„Na, dass wir wirklich hier sind. Sie denkt, wir hocken immer noch im Paradies und verhandeln über Deine Sünden oder tun sonst was Schönes.“
„Wenn es nach mir gegangen wäre, dann wären wir da auch geblieben,“ murrte Satan, der sich leider so gar nicht richtig auf das Schachspiel konzentrieren konnte. Ihm ging das 7:1-Ding nicht mehr aus dem Kopf. Warum hatte der Sieg aber auch so krass sein müssen? Das war doch etwas arg auffällig. Ein 2:1 hätte es doch schließlich auch getan! Aber seine Leute bekamen den Hals einfach nie voll … Er dachte dabei nicht an die nun völlig gedemütigten Brasilianer, die Leute waren ihm ziemlich egal, aber dass seine Manipulation Monalisa in die Hände spielte, dass schmerzte ihn gewaltig. Er hatte ja gehofft, Madame würde sich nicht um die WM kümmern, aber offensichtlich hatte sie doch ihren deutschen Kickern die Daumen gedrückt, und mit ihr viele Andere natürlich. Das war immer so, wenn eine Göttin etwas tat, dann machten es alle Anderen automatisch nach. Es war zum Haare ausreißen, ja, es war zutiefst frustrierend, denn seine Macht wurde zu Ihrer… Und wenn er an Sonntag dachte, dann wurde ihm ganz schlecht. SIE wollte sich das Spiel sogar anschauen! Seit er dies wusste, fragte er sich immer verzweifelter, wie er diesen deutschen Sieg noch verhindern konnte, aber es fiel ihm nichts ein, denn alle seine Leute wollten den deutschen Sieg. Seine einzige Hoffnung lag jetzt nur noch auf seinem Sohn, seinen nichtsnutzigen, faulen und völlig missratenen Sohn. Er hatte gehört, dass dieser Dummkopf ein schwarz-magisches Ritual durchführen wollte, um Argentinien gewinnen zu lassen. Satan Senior machte sich zwar keine allzu großen Hoffnungen, aber vielleicht würde sein Sohn ja trotz seines eigentlichen Unglaubens einen Zauber bewirken können, der Erfolg haben würde. Er selbst war mit seinem Latein jedenfalls am Ende. Er hatte wie immer alle Register gezogen und jede Menge Blut vergießen lassen, aber sein Zauber wirkte nicht mehr in seinem Interesse. Seine Macht war dahin. Er spürte es, mit jeder Minute verlor er mehr Kraft und es würde nicht mehr lange Dauern und er war endgültig ein Satan im Ruhestand. Dann würde sein Sohn die Rolle des Herrschers der Finsternis vollständig übernommen haben.

Nur, wenn er jetzt hinunter auf die Erde schaute und seinen Sohn seine neue Wohnung streichen sah, wenn er sah, wie fleißig dieser an seinem neuen Reich im MONALISALAND arbeitete, dann kamen ihm vor Wut die Tränen. Dass, was da Unten gerade geschah, dass war die Realisierung seiner schlimmsten Alpträume. Sein Sohn hatte nicht nur seine Nachfolge abgelehnt, nein, er machte jetzt auch noch Monalisas Paradies wasserdicht. Es war wirklich zum Heulen…und was am aller schlimmsten war, Monalisa plapperte alles aus. Er konnte nie wissen, wann sie in seinem Kopf herum geisterte und ihm seine geheimsten Gedanken stahl, um diese der Welt-Öffentlichkeit zu verraten. Bisher war das ja alles nicht so tragisch gewesen, denn sie hatte diese Geheimnisse immer nur in ihren Laptop getippt. Aber nun veröffentlichte sie ihre Texte gleich nach ihrem Entstehen auf ihrer Internetseite. Das war eine Schnelligkeit, gegen die er machtlos war. Früher konnte er solche Dinge leicht verhindern, indem er dafür sorgte, dass sie keinen Herausgeber fand, der bereit war ihre Geschichten in großer Auflage zu drucken, geschweige denn zu verkaufen. Überhaupt, solange jemand mit seiner Arbeit Geld verdienen wollte, hatte er es leicht, denn diese Wege kontrollierte er so gut wie vollkommen. Doch mit dem Internet wurde diese Kontrolle immer schwerer, denn nicht nur Monalisa nutzte dieses Netz für ihre Zwecke. Auch die klassischen Massenmedien mussten große Einbußen hinnehmen, denn die Menschen kauften ihnen ihre Zeitungen nicht mehr ab und viele machten auch den Fernseher nicht mal mehr für die Nachrichten an.
Aber, dass Monalisa sich noch nicht einmal mehr einen Tag Bedenkzeit gab, bevor sie ihre Texte ins Netz stellte, also, dass machte ihn völlig hilflos. Das Einzige, was er jetzt noch tun konnte, dass war das Internet selbst abzuschalten, doch das war eine Lösung, auf die er nur im absoluten Notfall zurück greifen konnte, schließlich waren auch seine Leute von dem Internet mittlerweile derart abhängig, dass sie ihm auf den Kopf steigen würden, wenn er ihnen ihre I-Phones lahm legte. Und außerdem, wie sollte er die Menschen kontrollieren, wenn das Internet nicht mehr funktionierte?

Er musste es also erst mal hinnehmen, dass Monalisa und auch all die anderen Weltverbesserer ihre Botschaften über das Netz in die Welt hinaus trugen. Das Einzige, was ihn im Moment noch beruhigte, dass war die fehlende Bekanntheit von Monalisas Internetseite. Es waren wirklich nur sehr geringe Klick-Zahlen zu verzeichnen, was Monalisa jedoch gar nicht weiter zu stören schien. Satan war auch klar, warum ihr das relativ egal war, denn in ihrem Fall war es egal. Letztendlich musste niemand wissen was sie tat oder auch nicht tat, es wirkte so oder so. Es war einfach nur zum kotzen, aber diese Schlampe, dieses Flittchen, diese fette Kuh, diese Wahnsinnige, diese naive Weltverbesserin, diese Rabenmutter, diese unglaubliche Egoistin! SIE wollte doch tatsächlich die Macht nicht nur auf der Erde übernehmen, nein diese Vermessene, diese Größenwahnsinnige wollte die Göttin des gesamten Universums sein! Und das für mindestens 13 000 Jahre! Und er hörte sie lachen: „Ja, Du alter Miesepeter, jetzt bin ich dran! Das Ei dreht sich und das Zeitalter des Satanismus ist zu Ende, jetzt kommt meine Zeit! Jetzt kommt meine Bessere Weltordnung zum Zuge und Deine NWO kannst Du Dir sonst wo hin stecken!“

Der liebe Gott schaute auf seinen Gegenspieler und wunderte sich nicht über dessen rote Gesichtsfarbe, denn natürlich hatte er Monalisa gehört. Endlich war es soweit! Endlich glaubte SIE IHM! ER hatte es IHR versprochen und was ER versprach, dass hielt ER auch!

 

 

12.Juli 2014

Weiße Drachen

Dimitri trat vor das Wohnmobil und schaute in den bedeckten Himmel. Ob es heute wieder regnen würde? Zum Glück war es ja nicht kalt, aber ein Sommer war das irgendwie nicht. Für den Campingplatz-Besitzer war dies nach eigener Aussage nur ein geringes Problem, denn er hatte viele Stammgäste, aber klar, das Geschäft lief natürlich erheblich besser, wenn die Sonne heiß vom Himmel herunter brannte. Doch Dimitri war froh, dass alles so war wie es war, denn damit hielt sich die Zahl ihrer Nachbarn in Grenzen. Sie standen mit ihrem Wohnmobil direkt am Ufer des Rhein und sie hatten eine fast freie Sicht über eine große Wiese, wenn sie Flussabwärts schauten.
Auf der anderen Rheinseite lag, der schon in der Römerzeit bekannte Ort Kaiserswerth mit einer durchaus berühmten Ruine, der sogenannten Kaiserpfalz. Direkt neben der Einfahrt des Campingplatzes befand sich eine kleine Auto-Fähre, mit der man hinüber fahren konnte. „Olga?“
„Ja, was ist,“ fragte sie und schaute aus der Tür des Wohnmobils heraus. Sie war gerade dabei etwas aufzuräumen.
„Was meinst Du, sollen wir heute mal hinüber fahren? Wir könnten etwas Essen gehen. Im Internet habe ich gesehen, dort gibt es einige schöne Lokale, auch Eines mit einem großen Biergarten, direkt mit Blick auf den Rhein.“
„Eine schöne Idee, wann willst Du denn los?“
„Jetzt ist es Elf, ich würde sagen, wir machen hier alles klar und dann gehen wir zur Fähre. Heute ist Samstag und ich finde, wir haben auch ein Recht auf etwas Entspannung am Wochenende. Uns entgeht schließlich nichts, Dank unseres allwissenden, sexy Super-Computers.“
„Da hast Du Recht,“ pflichtete Olga ihm bei. „Ich bin gleich mit Spülen fertig, Du könntest in der Zeit kurz den kleinen Staubsauger aktivieren, dann ist hier alles wieder schön sauber und wir können gehen.“

Dimitri zündete sich jedoch erst mal noch eine Zigarette an und schaute zu Charlies Wagen hinüber. Der Mann war wohl wieder mal mit seinem Fahrrad unterwegs. Gestern Nacht hatte bei ihm lange das Licht gebrannt, aber anscheinend brauchte der Typ nicht viel Schlaf. Ob Olga den richtigen Riecher hatte? War Charlie der gesuchte C.? War er vielleicht ein Kollege? Oder hatte Monalisa Recht und er war ein Agent der White Dragon Society? Leider wusste der normale Bürger ja nichts über diese Geheimorganisation, doch im Zeitalter des Internets konnte man durchaus zumindest etwas über die Ziele der Weißen Drachen erfahren, man musste nur mal danach googln.

… Die White Dragon Society ist der Name für eine Gruppe von Menschen aus der CIA, dem Pentagon, den Geheimdiensten und anderen Leuten, auch asiatischen Geheimgesellschaften. Es gibt eine andere Gruppe, die heißt “White Hats“. Alle haben das Ziel, die Kabale aus ihren Positionen zu vertreiben. Fuldford ist Sprecher der White Dragon Society. Fulford ist seit 25 Jahren Journalist mit Schwerpunkt Finanzen. Er bemerkte, dass 90% der Ersparnisse der Welt vom US-militärisch-industriellen Komplex abgesaugt werden, der eine parasitäre Einrichtung darstellt, die keine nutzbringenden Güter oder Dienstleistungen erbringt. Er hat den Asiaten vorgeschlagen, statt dessen Geld für die Erforschung des Weltraums auszugeben. Das wäre zum Nutzen aller Menschen.
Fulford, auf dem mehrere Mordanschläge ausgeübt wurden, trat einer chinesischen Geheimgesellschaft bei, die ihn unter ihrem Schutz nahm. Diese Geheimgesellschaft steht hinter den Nationen, die das gegenwärtige Finanzsystem nicht gutheißen. Aber die Interessengruppen sind grenzüberschreitend. Wenn man in Begriffen wie “Staat” denkt, versteht man nicht, wie die Leute arbeiten. Es gibt von beiden Seiten Gruppen in China, den USA oder Europa…
http://staseve.wordpress.com/2011/09/25/obama-ermachtigt-die-stationierung-von-japanischen-truppen-auf-us-boden/
http://staseve.wordpress.com/2011/10/18/die-rothschild-familie-bietet-der-white-dragon-society-25-billionen-um-zu-%E2%80%9Everschwinden%E2%80%9C/ (Anm. der Autorin: Wichtig! Unbedingt durchlesen!)

Nun, dachte Dimitri, möglich wäre es … ja, es war gar nicht so abwegig, vielleicht arbeitete Charlie tatsächlich in ihrem Auftrag. Aber eine andere ebenfalls sehr wichtige Frage hatte er endlich geklärt, nämlich, wer die von Monalisa immer wieder ins Feld geführten „Torsionsfelder“ entdeckt hatte. Sie selbst wusste es dummer Weise nicht mehr. Das Einzige, was sie dazu sagen konnte, war, dass es zwei russische Wissenschaftler gewesen waren. Nun hatte er endlich einen Artikel im Netz gefunden, der die Namen der Wissenschaftler nannte. Anatoly E. Akimow und Gennady I. Schipow!
Ansonsten gab es jedoch zum Thema Torsionsfelder nur sehr wenige Treffer. Doch dies, da war sich Dimitri sicher, würde sicher schnell ganz anders sein, sobald Monalisa mit ihrer wunderbaren Seifenblasenphysik bekannt würde. Er hatte sich gestern ihren allerersten Vortrag dazu, „Was ist Strom?“, angehört. Er war in der Rubrik „Gottes Beweis“ versteckt. Leider war die Tonqualität streckenweise sehr schlecht. Aber inhaltlich waren ihre Erklärungen eine Offenbarung für ihn gewesen. Und ja, er konnte so langsam von sich behaupten, dass er zu den ganz wenigen Personen auf diesem Planeten zählte, die ihre großartige Theorie verstanden hatten.

http://www.gutefrage.net/frage/torssionsfeld

Eine streng physikalische Erklärung dafür kam aus Russland. Die „Torsions-Felder“, das sind Felder die ihrem Wesen nach keine Energie-Felder sind sondern Spin-Ordnungsfelder und auch nur mit dem Spin eines quantenmechanischen Teilchens wechselwirken. Der Begriff „Torsions-Feld“ hingegen ist mathematisch definiert er kann jedoch leider nicht auf eine einfache Weise veranschaulicht werden. Die beiden russischen Physiker Anatoly E. Akimow und Gennady I. Schipow haben im Jahr 1993 eine neue Theorie des physikalischen Vakuums vorgelegt, welche an das Diracsche Vakuummodell anknüpft und eigentlich eine ganz einfache allgemeine Relativitätstheorie darstellt, die im Gegensatz zur Einsteinschen Relativitätstheorie nicht auf der Riemann-Geometrie basiert, sondern auf der Riemann-Cartan-Geometrie beruht und daher den mathematischen Begriff „Torsion“ enthält. Alle Felder und Teilchen werden darin als Vakuumzustände betrachtet und sie entstehen durch unterschiedliche Polarisationen dieses Vakuums. Transversale Spin-Polarisierung des Vakuums führt zu Torsions-Feldern und longitudinale Spin-Polarisierung zu Gravitations-Feldern, deshalb sind auch einige Eigenschaften von Torsionsfeldern mit denen von den Gravitationsfeldern identisch, sie lassen sich zum Beispiel nicht abschirmen. Das Torsionsfeld resultiert somit aus der Spin-Orientierung von Teilchen und führt bei zusammengesetzten Objekten im Endeffekt dazu, daß jede Substanz und jedes lebende oder auch nicht lebende Objekt sein charakteristisches Torsionsfeld besitzt. Ebenso kann das Torsionsfeld die Spin-Orientierung in den Objekten beeinflussen und dabei metastabile transversale Spinpolarisationszustände im Objekt fixieren…

Aber noch ein Name war in diesem Zusammenhang vielleicht nicht uninteressant, dachte Dimitri. Ervin Laszlo. Klar, wenn man bei wikipedia nachschaute, dann wurde dieser Mann fast verunglimpft, aber das stellte man bei wikipedia recht häufig fest. Wer dem Mainstream nicht nach dem Mund redete, der hatte bei diesem angeblich unabhängigen „Nachschlagewerk“ einen schlechten Stand. „Nachschlage“-Werk, was war die deutsche Sprache doch deutlich, denn, er hatte nicht nur bei Ervin Laszlo den Eindruck, dass dort ganz gerne zumindest unterschwellig auf Vertreter der Wahrheit drauf gehauen wurde.
Ervin László (geb. 1932, Budapest) ist ein ungarischer Philosoph, Pianist und Buchautor. Er bezeichnet sich auch als Systemtheoretiker. Er ist der Gründer einer Global Shift University und des Club of Budapest, deren Präsident er ist.
László beschreibt in seinen Werken ein holistischen Weltbild mit der Idee eines neuen Feldes (so gen. fünftes Feld), das sowohl quantenphysikalische als auch zahlreiche parapsychologische Phänomene erklären soll. Dieses A-Feld nach László soll eine Art kosmisches Gedächtnis im Sinne der Akasha-Chronik darstellen, in dem zudem auf nichtlokale Weise durch so genannte Torsionsfelder und Skalarwellen überlichtschnelle Informationsübertragung in einem Quantenvakuum stattfinden soll. Nach László ist die Welt eine in sich verwobene und holistische Welt. Der Kosmos sei in Wirklichkeit lebendig, und die Menschen seine keine Individuen, sondern durch ein Psi-Feld miteinander verbundene Elemente in einem Netzwerk des Lebens, die mit den Rhythmen und Energien des Universums schwingen würden. Lászlós fünftes Feld bzw. A-Feld wurde indes weder nachgewiesen, noch erscheint es physikalisch plausibel …
Tja, dachte Dimitri, diese wikipedia-Dummschwätzer hatten halt alle noch nicht Monalisas Videos gesehen oder ihren Vortrag angehört. Doch selbst wenn, er konnte sich den Eintrag zu ihrer Arbeit schon jetzt sehr gut vorstellen. Aber, was soll’s, irgendwann würde auch dem Letzten klar werden, dass es sich bei wikipedia um eine von der Kabale geförderte Volksverdummungs-Plattform handelte.

„Na, mein Süßer, keine Lust auf staubsaugen,“ fragte Olga. Dimitri legte den Arm um sie und gab ihr einen Kuss. „Sorry, aber ich musste mich erst mal noch mit Monalisa über etwas Wichtiges unterhalten.“
„Geistert sie jetzt etwa nicht mehr nur durch unsere Köpfe, sondern fängt auch noch an, mit uns zu diskutieren,“ empörte sich Olga, allerdings mit einem Lächeln im Gesicht.
„Ich habe damit angefangen, denn ich habe einige Dinge heraus gefunden, die sie sehr interessiert hat,“ stellte Dimitri klar und er meinte es durchaus ernst. „Ich finde, wir sollten viel enger mit ihr zusammen arbeiten. Warum muss sie die Welt denn ganz alleine retten? Warum dürfen wir ihr nicht etwas unter die Arme greifen? Ich bin mir ehrlich gesagt nicht mehr so sicher, ob diese Anweisung wirklich von Joseph gekommen ist. Was soll daran sinnvoll sein?“
„Gibt es denn dafür eine „offizielle“Begründung,“ fragte Olga.
„Angeblich ist das Teil ihres Deals mit dem lieben Gott. Nur ER darf ihr helfen, niemand sonst.“
„Vielleicht, damit sie Beide am Ende auch allein die Lorbeeren ernten können,“ überlegte Olga. „Der Beweis Gottes … nur so funktioniert er. Wenn Du oder ein Anderer mit hilft, dann wird SEIN Anteil an der Sache womöglich nicht richtig sichtbar.“
Nun, das klingt durchaus einleuchtend, dachte Dimitri, aber er fand es auch ungerecht. Denn, so würde es am Ende so aussehen, als hätte ihr niemand helfen wollen. Doch das war nicht so. Er würde ihr gerne behilflich sein, auch ohne anschließend einen Lorbeerkranz aufgesetzt zu bekommen. Ihm ging es ganz egoistisch um sein eigenes Glück dabei. Er hatte schließlich auch keine Lust auf die NWO. Seit er Monalisas Bessere Weltordnung kannte, wusste er, genau diese Welt wollte er auch. Ein Paradies auf Erden mit jeder Menge Bombinis, und zwar nicht nur unter dem Tannenbaum. Er hatte letzte Nacht von einem richtig tollen Bombini-Mobil geträumt, mit einer Glaskuppel, unter der er in einem Wirlpool liegen konnte, während sein Bombini ihn per Auto-Piloten zum nächsten Auftrag, auf einem Stern, irgendwo in einer weit entfernten Galaxie, flog.

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FORTSETZUNG folgt!

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3 Comments

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