Das Spiel des Lebens…5.Dezember 2017

Große Koalition?

Beata SzydloRoter Stern Belgrad - 1. FC Köln LivetickerAktualisiert am 07. Dezember 2017, 19:37 Uhr

„Gibt kein..e-n A*u(to

m..is/m/us für ir/r-gen..det..was“

Es sind zutiefst verstörende Aufnahmen. Zugleich führen sie

nur klar wie nie vor Augen, was Menschenrechtsorgani/

sationen seit Langem beklagen. Schmuggler verkau/

fen afrikanische Migranten in Libyen

als Arbeitssklaven…

Bild zu Martin Schulz SPD, Große KoalitionAktualisiert am 07. Dezember 2017, 19:11 Uhr

„Die SPD muss wieder die Partei des

Mutes werden“, sagte er…

Mode & Accessoires für Sie

Trump ‘most pro-Zionist’

president in US history: Analyst

Published on Dec 7, 2017 / PressTV News Videos

US President Donald Trump’s decision to recognize Jerusalem al-Quds as the capital of Israel

despite constant warnings from world leaders proves that he is the “most pro-

Zionist” American president to have ever been elected,

an analyst in Virginia says.

F/Cake-Sh/Jo/ps…

Bild zu Paulo Fonseca Zugunglück in Meerbusch

Die Führung in Nordkorea hält einen Krieg mit den USA für

„unausweichlich“. Es sei nur eine Frage der Zeit,

bis es zur militärischen Ko-n..fron/

tat-ion komme…

Neuer Trend:

Real Madrid - Borussia DortmundWeihnachten 2017, Trend, WeihnachtsbaumAktualisiert am 07. Dezember 2017, 08:02 Uhr

Upsidedown-Bäume sind praktischer,

als gedacht…

In/Tel/l/Elektrogeräte verb/

rauchen mehr Strom als angegeben:

Bild zu WaschmaschineAktualisiert am 07. Dezember 2017, 12:57 Uhr

Betrug im großen Stil oder Einzelfälle?

Meerbusch (dpa) – Vor dem Zugunglück von Meerbusch hat der Lokführer des Regionalexpresses einen Fahrauftrag erhalten, obwohl die Strecke noch nicht frei war. „Damit durfte er weiterfahren“, sagte ein Sprecher der Bundesstelle für Eisenbahn-Unfalluntersuchungen in Bonn am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Ein Fahrauftrag hebe ein Haltesignal auf. Das bedeute aber noch nicht, dass das Unglück auf einen Fehler der Fahrdienstleitung zurückgeht. „Auch
technische Ursachen sind noch möglich“, sagte der Sprecher und bat um Geduld.
„Wir rekonstruieren das Ereignis im Ist-Ablauf. Das kann lange dauern.“
Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft kündigte eine

Stellungnahme an…

@996

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Ich verstehe es nicht!!!

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Wer seine Weihnachtsgeschenke im Internet kauft, freut sich

über besonders günstige Angebote. Hinter manchen Shops stecken

allerdings Betrüger: Sie lassen sich für bestellte Produkte

bezahlen, liefern dann aber nicht…

Rollkragen-Pullover mit BaumwolleUS-Repräsentantenhaus beschließt Lockerung von Waffenrecht

Schwarzes Loch stellt neuen Rekord auf

Bild zu Schwarzes LochAktualisiert am 07. Dezember 2017, 10:26 Uhr

Astronomen haben das bislang fernste Schwarze Loch im Weltall entdeckt.

Es treibt sein Unwesen in einem sogenannten Quasar. Dessen

extrem helles Licht brachte die Forscher auf die

Spur des Massemonsters…

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Martin Schulz schlägt massiver

Widerstand gegen Große Koalition entgegen

Bundesparteitag der SPD Aktualisiert am 07. Dezember 2017, 16:04 Uhr

Gespräche mit der Union oder Absage an die große Koalition?

Die SPD entscheidet, wie es im Drama um die Regierungsbildung

weitergeht. Der Widerstand gegen eine große Koalition

ist massiv. Die Jusos warnen vor einer

„Verzwergung“ der SPD…

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Deutsches Ski-Talent in Lake Louise verunglückt

Lake Louise Time, Titelbild, Ellbogen, #metoo Potsdam Paket Bombe Hamas Kämpfer

Bislang 113 Hinweise zu möglichen Tätern eingegangen

Neue Entwicklung im Fall der DHL-Erpressung: Brandenburgs

Innenstaatssekretärin teilte nun mit, dass die

Bombe mit Batterien nun doch

zündfähig war…

Bild zu RB Leipzig - Besiktas IstanbulClick hereWaldbrände, Kalifornien, Flucht, Menschen, BilderAktualisiert am 06. Dezember 2017, 20:05 Uhr

Schwere Waldbrände haben in Kalifornien zehntausende

Menschen in die Flucht getrieben und weit mehr

als hundert Gebäude zerstört…

© dpa

Das Geschäft mit unserem Durst

Michael Schumacher, Wasser

Vollsperrung und Schaulustige

BlaulichtAktualisiert am 06. Dezember 2017, 23:33 Uhr

Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 20

bei Greifswald sind am Mittwochabend sechs

Menschen verletzt worden – zwei von

ihn..e-n schw..er….

Champions League:

Real Madrid - Borussia Dortmund

Irrsinn mit dem „Premium“-Wasser

Wasser ist unser Lebenselixier. Ohne Flüssigkeitszufuhr sterben wir binnen we/

niger Tage. Doch inzwischen ist Wasser in den wohlhabenden Ländern der

Welt auch zum Lifestyle-Produkt geworden. „Angereichert mit extra

vielen Mineralien“ soll es besonders gesund sein. Aber ist

teures Flaschenwasser wirklich besser als

unser Leitungswasser?

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„Runter vom Gas!“

Zipfelmützen-Party: Gartenzwerge nutzen sturmfreie Bude Emotionaler Brief einer Mutter Champions League, FC Bayern München Biss auf dem Klo, Schlangenplage, BangkokRekordverdächtiger Regenbogen in Taiwan Bitcoin Elyas M'BarekBild zu Thomas Müller

Dem FC Bayern ist die Revanche gegen Paris Saint-

Germain eindrucksvoll geglückt. Thomas Müller

war nach dem 3:1-Sieg in der heimischen

Allianz-Arena dennoch im

Mecker-Modus…

End-e Le..gen-de?

Bild zu Donal Trump, Klagemauer, Israel, US-Präsident, Jerusalem Cristiano Ronaldp

Er trifft immer seltener, erntet Widerspruch von seinen

Mannschaftskameraden und hat nicht mehr nur Fußball

im Kopf. Neigt sich die große Zeit von Cristiano

Ronaldo bei Real Madrid dem

E-n..de zu?

Nur ein urbaner Mythos?

Weihnachtsmann, Brief, Skeptiker, Santa ClausViagra, irisches Dorf, Dauererektion, LiebesdämpfeAktualisiert am 06. Dezember 2017, 07:59 Uhr

„Harte Zeiten“ in einem kleinen irischen Dorf:

Männer und Hunde laufen in Ringaskiddy, County

Cork angeblich mit Dauererektionen durch

die Straßen –wegen der ortsansässi/

gen Viagra-Fabrik…

Junge glaubt nicht ans Sündenregister

Jedes Jahr schreiben viele Kinder dem Weihnachtsmann einen

persönlichen Brief mit Wünschen und Sorgen. Nicht so ein

Junge aus den USA, der deutlich macht, was er von

Santa Claus wirklich hält…

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Wenn das Ili..o*h(..sak-ral-gelenk blockiert

RückenschmerzenFritz Wepper, Herz-OP

„Ilio-was?“

Bild zu Iliosakralgelenk

Zugunglück nahe Neuss:

Bei dem Unfall am Dienstagabend wurden laut

Bundespolizei 9 Menschen schwer und 41 leicht verletzt.

Bild zu Zugunglück Neuss

Warum fuhr der Zug auf falschem Gleis?

Neue Erkenntnisse zum schweren Zugunglück nahe Neuss.

Die Bundesstelle für Eisenbahn-Unfalluntersuchungen

gab bekannt, dass der Personenzug den betreffen/

den Gleisabschnitt nicht hätte

befahren dürfen…

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gar „Chaos und Instabilität“…

FORTSETZUNG

Das Spiel des Lebens

So, das war jetzt erst mal eine kurze, biographische Zusammenfassung,

aber wenn Sie glauben, damit das Entscheidende zu kennen, dann muss ich Sie

enttäuschen, es gibt noch einige andere, wichtige Schlüsselmomente in dieser Zeit.

Allerdings kann ich Ihnen nicht 100%ig versichern, dass sie real sind. Ich persönlich glaube zwar sehr wohl daran, dass sie tatsächlich stattgefunden haben, aber wenn Sie ein Psychologe oder Psychiater sind, dann werden Sie wahrscheinlich die Stirn kraus ziehen und an eine schizophrene Störung denken. Und damit werden Sie dann auch nicht alleine stehen. Ich bin bisher noch niemandem begegnet, der meine Erlebnisse ernst genommen hat. Ich selbst habe auch daran gezweifelt, aber tief in mir drin gibt es eine Stimme, die versichert mir: „Monica, dass was Du erlebt hast, ist absolut real!“
Erinnern Sie sich an mein Gespräch mit dem Freund meiner Mutter und seinem Angebot, ein „Spiel des Lebens“ mit mir zu spielen? Nun, schon dieses Gespräch halten Fachleute für eine Wahnvorstellung. Sie bezweifeln meine Erinnerung und glauben, dass ich mir dieses Erlebnis eingebildet habe. Mein Unterbewusstsein hätte mir dieses Gespräch vorgespielt um mich psychisch zu stärken. Denn die traumatischen Geschehnisse dieser Zeit hätten mich krank gemacht. Erst die Scheidung, dann das Internat und anschließend die Zurückweisung meines Vaters. Das alles wären schwierige Herausforderungen für ein kleines Kind und so hätte mein Unterbewusstsein zu einem Trick gegriffen und mir das Gefühl vermittelt etwas Besonderes zu sein. Klug und tapfer, intelligent und auserwählt. Das „Spiel des Lebens“ sei eine kreative Erfindung meines Geistes und dieses vermeintliche Erlebnis hätte dafür gesorgt, dass ich anschließend mit größerem Selbstbewusstsein durch das Leben gegangen sei. Mein selbst gegebenes Versprechen, den Schwierigkeiten meines Lebens mit Stärke zu begegnen, sei sicherlich darauf zurück zu führen.

Nun, wäre es das einzige, sonderbare Erlebnis geblieben, ich würde

diesem Erklärungsansatz sicher auch folgen. Doch es

sollte nicht das Einzige bleiben.

Japan im 19. Jahrhundert:

Die Geschichte Japans ist eine ganz besondere.

In nur 40 Jahren schaffte es das Land vom Mittelalter

in die Moderne. Der Umschwung begann mit einem

amerikanischen Kapitän und drei

schwarzen Schiffen…

Mit SpaceX-Rakete und David Bowie:

Elon Musk und Tesla RoadsterAktualisiert am 04. Dezember 2017, 15:58 Uhr

Es scheint keine Woche zu vergehen, in der Multimilliardär und

Tesla-Gründer Elon Musk nicht mit einer neuen, verrückten Idee

um die Ecke kommt: Jetzt will er die Errungenschaften des

Elektroautoherstellers und seiner Raumfahrtfirma

SpaceX verknüpfen – mit einer

irren Aktion…

Adventskalender bei Jackpot.de

Ich war ungefähr 13 oder 14 Jahre alt und ich verbrachte wie

so oft mein Wochenende mit meiner Schwester bei unserem Großvater.

Wie immer waren wir gemeinsam durch den Wald spazieren gegangen und hatten auch etwas eingekauft. Wir hatten ebenfalls wie schon so oft zusammen gekocht und am Sonntagmorgen zusammen die Kirche besucht. Nach dem Mittagessen saßen wir dann gemeinsam am Tisch und unterhielten uns. Plötzlich holte unser Großvater ein kleines Stöckchen hervor und sagte: „Kinder, heute möchte ich mal etwas ganz Besonderes mit Euch machen. Ich möchte Euch hypnotisieren.“
Sicher, wir fragten uns, was das sei, Hypnose, aber wir vertrauten unserem Großvater sehr und sagten natürlich nicht nein. Er tippte daraufhin mit dem Stöckchen auf unsere Köpfe und das war meines Wissens auch schon alles. Mein Großvater sagte zu uns: „Ich will ein Spiel spielen, doch Kathrin kann daran nicht teilnehmen, sie ist wegen ihrer Krankheit dafür nicht stark genug.“
Ich bemerkte erst mal nichts Besonderes, ich fühlte mich ganz normal. Doch es war keine normale Situation, denn plötzlich wurde meine Schwester immer blasser, ja, sie löste sich vor meinen Augen in Luft auf. Auf ihrem Platz saß dafür jetzt ein Junge von vielleicht 15 bis 16 Jahren. Er hatte dunkles Haar und sah nicht unsympathisch aus. Mein Großvater stellte uns nicht namentlich einander vor, aber er sagte: „Ihr Beide werdet eines Tages ein Paar sein. Es wird noch viele Jahre dauern, aber dann werdet ihr gemeinsam eine ganz große Tat vollbringen. Doch damit diese Tat auch wirklich gut gelingt, sollte wenigstens einer von Euch Physik studieren.“
„Physik? Das kommt ja gar nicht in Frage,“ sagte der junge Mann, „das habe ich nun schon so oft gemacht, ich habe darauf in diesem Leben keine Lust mehr.“
Ich fand seine Reaktion ziemlich ungehörig, denn, wenn mein Großvater dies verlangte, dann konnte man doch nicht einfach so Nein sagen. Ich überlegte darum nicht lange und sagte: „Gut, wenn Du Dich weigerst, dann werde ich es tun.“

An viel mehr erinnere ich mich nicht und nachdem meine Schwester wieder

sichtbar wurde und die Hypnose beendet war, vergaßen wir

das Erlebnis auch schnell wieder.

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Diese Hypnosesitzung sollte jedoch nicht die Einzige bleiben.

Unser Großvater holte öfter sein Stöckchen hervor und dann erzählte er uns von einem großen Spiel, dem „Spiel des Lebens“. Er erklärte uns unter Hypnose, dass ich einmal eine Art Wunderwaffe erfinden würde, ja, dass ich damit weltberühmt werden würde. Als ich ihn dann fragte, was passieren würde, wenn es mir nicht gelingen würde diese Wunderwaffe zu realisieren, da meinte er nur, es würde schon reichen, wenn ich es einfach behaupten würde. Unser Großvater war von meinem Erfolg absolut überzeugt und wir fragten uns, wie es nur möglich war, dass er wissen konnte, was in der Zukunft einmal geschehen würde. Aber Zweifel hatten wir nicht. Im Gegenteil, wir diskutierten viel darüber, wir überlegten, wie das Ziel einer Wunderwaffe zu erreichen wäre und irgendwann meinte ich, es wäre doch eine gute Idee, wenn man ein Brettspiel daraus machen würde.
Diese Idee fiel auf fruchtbaren Boden und beim nächsten Mal holte mein Großvater ein Brettspiel hervor. Es hieß „Das Spiel des Lebens“. Dummerweise verblassten die Erinnerungen an diese Hypnosesitzungen immer schon wenige Minuten nachdem die Hypnose aufgelöst worden war. Nur einzelne Fetzen konnte ich mir davon merken. Aber auch diese Fetzen verschwanden dann in meinem Unterbewusstsein, so dass diese Sitzungen erst mal keinen bewussten Einfluss auf die Geschichte nahmen. Und so sollte es auch sein. Das Wissen um die Zukunft würde sonst schädlich sein, erklärte uns unser Großvater.

Aber die Hypnose sollte Einfluss auf unser Unterbewusstsein nehmen

und unsere Schritte in die richtige Richtung lenken.

Markus Söder ist am Ziel

Markus Söder, Horst Seehofer, Aktualisiert am 04. Dezember 2017, 22:08 Uhr

Als ich viel, viel später meiner Mutter von diesen Sitzungen erzählte,

da lachte sie, und sagte: „Was, so etwas Verrücktes hat Euer

Großvater mit Euch gemacht? Das ist ja

kaum zu glauben.“

Aber schlimm fand sie es erst mal nicht. Im Gegensatz zu mir, als mir diese Sitzungen erinnerlich wurden, war ich total geschockt. Ich wurde ungeheuer wütend, denn ich fand, so etwas war doch wirklich absolut unverantwortlich. Wie konnte man mit seinen Enkeln nur solche Experimente machen?!
Ich erinnerte mich nämlich an noch eine andere Hypnose. Ich war da vielleicht gerade 17 Jahre alt. Ich war bei meinem Großvater zu Besuch und er forderte mich auf, ein Buch unter Hypnose zu lesen. Da ich Hypnose irgendwie toll fand, ließ ich mich also hypnotisieren und mein Großvater drückte mir ein Buch in die Hand. Damit ging ich in die kleine Bibliothek und legte mich auf die dort befindliche Liege und las das Buch in gefühlten 2 Stunden durch. Es war interessant und als ich es ausgelesen hatte, öffnete ich die Tür und mein Großvater kam und fragte mich, ob ich fertig sei und ob mir das Buch gefallen hätte. Ich bejahte dies und da sagte er: „Das Buch wirst Du in der Zukunft einmal schreiben.“ Dann löste er die Hypnose auf und schlagartig konnte ich mich nicht mehr an den Inhalt des Buches erinnern. Nur der Schluss blieb irgendwie hängen. Das Buch hatte mit einem Gespräch zwischen einem altägyptischen Schreiber und seinem Schüler geendet. Der alte Mann sagte zu dem jungen Mann: „So, jetzt kennst Du die Wahrheit, der neue Pharao wird diese Wahrheit unterdrücken, er wird alles von den Wänden kratzen, er wird die Niederschriften vernichten. Du aber kennst die Wahrheit jetzt, bewahre sie gut und schreibe sie für die Zukunft auf.“
Ich fragte mich damals schon, wieso sollte ich einmal über die altägyptische Geschichte schreiben, ich dachte ich sollte die Welt mit einer Wunderwaffe beglücken.

Aber wie immer, all diese Gedanken verschwanden

in den Tiefen meines Unterbewusstseins.

„House of Cards“

House of Cards, Kevin Spacey,

Es gab aber nicht nur diese Hypnosen, die mich später,

nachdem die Erinnerung daran zurück kehrte, irritierten, denn kurz

nach dem Vorfall mit meinem Vater passierte noch etwas sehr Ungewöhnliches.

Ich stand an der gefährlichen Kreuzung vor dem Mehrfamilienhaus, in dem ich mit meiner Mutter und Egon lebte. Es waren ausnahmsweise mal keine Autos zu sehen. Dafür erschien aber plötzlich ein grelles Licht mitten auf der Kreuzung und ein junger Mann kam aus dem Licht auf mich zugelaufen. Er war offensichtlich sehr in Eile und auch aufgeregt. Er stoppte vor mir und sagte: „Monica, ich will Dir helfen! Ich habe da ein paar ganz verrückte Leute aus der Zukunft kennen gelernt. Sie leben in einem großen Raumschiff und ich werde mit ihnen gehen. Sie haben technische Möglichkeiten, die sind einfach unglaublich. Mit ihnen werde ich in die Zukunft reisen und da werde ich Dir helfen. Du wirst nämlich noch gute Musik benötigen. Warte auf mich, in spätestens einem halben Jahr werde ich wieder da sein.“ Dann drehte er sich um, und rannte zurück zu dem Licht und verschwand mit ihm.

Ich war wie Sie sich denken können ziemlich überrascht, doch es sollte noch verrückter werden, denn nun kam meine Freundin Brigitte auf mich zu gelaufen und sagte: „Monica, Du wirst es kaum glauben, aber ich habe gerade ganz verrückte Leute kennen gelernt. Sie kommen aus der Zukunft und sie haben uns einen Film gezeigt. Der Film ist ein Film über Dein Leben. Ich sage Dir, Du wirst einmal weltberühmt werden. Du wirst eine ganz tolle Erfindung machen, damit werden wir den Weltraum erobern. Ich werde hingegen einen tollen Job haben und Du wirst es kaum glauben, aber ich werde einmal Annette heiraten. Und wir Beide, wir werden einmal Analsex haben.“
Nun, das Letztere war ja nun wirklich kaum vorstellbar. Brigitte fuhr fort: „Ich werde diese Begegnung allerdings schon bald vergessen, darum erzähle ich es Dir. Du hast so ein fantastisch gutes Gedächtnis, Du wirst Dich daran erinnern können.“
Ich war ziemlich überrascht und war mir sicher, so etwas Verrücktes konnte man nicht vergessen. Doch auch dieses Erlebnis verschwand schon bald in meinem Unterbewusstsein, denn als ich am nächsten Tag feststellte, dass sich Brigitte tatsächlich an nichts erinnern konnte, da hätte ich nicht gewusst, mit wem ich darüber noch hätte reden können.
Aber natürlich machte ich mir Gedanken über diese Leute aus der Zukunft. Hatten sie eventuell mit meinem Großvater Kontakt aufgenommen? Wusste er deshalb von der Wunderwaffe? Hatte er von diesen Leuten das Buch bekommen, welches ich einmal schreiben würde?

Was war das für ein Film? Aber diese Gedanken verflogen

wie die Erinnerung an diese Begebenheiten.

Türchen Teil 2

Das nächste Mal wo ich mich an alles erinnerte,

das war, als ich mit C. bei meinem Großvater war.

Ich wollte ihm meinen tollen, neuen Freund vorstellen und mein Großvater wollte ihm wohl etwas auf den Zahn fühlen, denn er wünschte mit ihm unter vier Augen zu reden. Das Gespräch verlief wohl ganz gut, denn anschließend zeigte er uns einen Spiegel. Mit diesem Spiegel konnte man in die Zukunft schauen. C. stellte sich davor und erschrak, denn nun schaute ihn ein Typ mit Halbglatze an. Aber man konnte sich auch in einem anderen Geschlecht darin sehen und C. gefiel sich als Frau durchaus. Mein Großvater schien diesem jungen Mann, den ich da geangelt hatte, also durchaus auch zu vertrauen. Anschließend wusste C. jedenfalls von der Wunderwaffe und er versicherte mir seine Hilfe. Auch von dem „Spiel des Lebens“ wusste er nun und offensichtlich hatte er seinem Vater davon erzählt, denn nun besaß sein Vater auch so ein Spiel.
Damit ging er mit uns in seinen Keller. Dort hatte der Vater sich einen besonderen Raum eingerichtet, den die Kinder normalerweise nicht betreten durften. Es stand ein Tisch mit vier Stühlen darin. Sein Vater, C. und ich setzten uns an den Tisch und der Vater holte das Spiel hervor. Er wollte es mit uns ebenfalls unter Hypnose spielen. Ziel des Spieles war es bestimmte Gegenstände zu erlangen, die mir helfen sollten, berühmt zu werden. Ich hatte in diesem Spiel ziemliches Pech, denn ich verlor mein feuerrotes Campingmobil an C. ,und mein Traumhaus an seinen Vater. Der Vater tröstete mich am Ende und meinte: „Mach Dir nichts daraus, Du wirst meinen Sohn sicher mal heiraten und dann fahrt ihr zusammen in dem tollen, roten Mobil und ihr werdet auch mal das Haus erben. So kommen alle Dinge wieder zu Dir zurück.“ Zumindest konnte ich mich später so daran erinnern.
Nach dem Spiel gingen wir wieder nach Oben und C. schaute sich im Spiegel an. Das tat er normalerweise nicht, er hatte es sich verboten, denn er wollte nicht eingebildet werden, ob seines guten Aussehens. Doch nun schaute er sich an und sagte: „Ich will die Haare ab haben, meinst Du, Du kannst sie mir abschneiden,“ fragte er mich. Nun, ich fand das zwar nicht so gut, aber wenn er es wollte, dann würde ich mein Bestes versuchen. Wir gingen ins Bad und ich begann mit der Arbeit. Ich wollte nichts verschnibbeln und war sehr vorsichtig. Das machte C. unruhig und er nahm mir die Schere ab und machte es selbst. Er schnitt ohne groß zu überlegen und ruck zuck, die Haare waren ab.

Jetzt sah er noch besser aus, als er eh schon war. Diese

kurzen Haare standen ihm wirklich sehr gut.

„Das Spiel des Lebens“ machte irgendwie die Runde, denn eines

Tages erzählte mir C., dass er es mit seinen Künstlerkumpels gespielt hätte.

Sie hätten um meine Zukunft gespielt, doch leider hätte er da feststellen müssen, dass ich in der Zukunft nicht mit meinem Abbild auf den Titelseiten landen würde. Die Frau sei eine ganz andere gewesen und darum hätte er den Spiegel des Spiels zerstört, er hätte sich einfach nicht anders zu helfen gewusst. Ich machte mir wegen des Titelbildes keine Sorgen, aber dass er den Spiegel des Spieles zerstört hatte, das war ein Problem, denn nun konnte man mit ihm nicht mehr in die Zukunft schauen. Das würde sicherlich einmal schlimme Folgen haben, dachte ich. Das Spiel war nämlich ein magisches Spiel und der kleine Spiegel war sehr wichtig. Aber wie ich hatte C. ein sehr gutes Gedächtnis und er wusste noch so einiges über das Spiel, auch noch nach Tagen. Er war sich meiner Bedeutung für die Zukunft sehr wohl bewusst. Damals jedenfalls noch.
Die Zukunft spielte für uns eine große Rolle. Er fragte mich, wie ich sie mir wünschen würde und ich sagte: „Ich möchte Schriftstellerin sein, ich möchte viel lesen und Bücher schreiben. Und wenn Du dann so wie jetzt neben mir an der Staffelei stehst, dann werde ich glücklich sein.“
„Oh, vielleicht möchte ich aber lieber selber Schriftsteller werden,“ war seine Antwort.
Nun, was er heute macht, das weiß ich nicht, ich jedenfalls schreibe seit einigen Jahren tatsächlich ein Buch nach dem Anderen. Nur einen vernünftigen Weg zur Veröffentlichung habe ich noch nicht gefunden, aber wenn Sie dieses hier jetzt lesen, dann werde ich wohl einen Weg gefunden haben.

Nur eines kann ich schon mal sagen, bis es soweit war, dass ich mich zum

Schreiben an den Tisch setzen konnte, habe ich noch

sehr viele andere Dinge erleben müssen.

DB-Anzeige in Chemnitz

Nachdem C. mich verlassen hatte ging ich ein gutes Jahr lang auf eine Kollegschule.

Dort wollte ich mein Abitur machen und gleichzeitig eine Ausbildung als Erzieherin absolvieren. Diese Schule war eine ganz Besondere, denn sie gehörte zu einer Gesamtschule, die besonders gefördert wurde. Das sah man schon an dem Gebäude und den vielfältigen Freizeitmöglichkeite, es gab sogar ein eigenes Schwimmbad und Tennisplätze. Ich hatte das Gymnasium verlassen müssen, denn meine Fehlzeiten und Noten waren einfach ein großes Problem geworden. Auf der Kollegschule lief es denn auch gleich sehr viel besser. Mir gefiel der Unterricht, schnell war ich wieder Klassenbeste und Klassensprecherin und schwänzen tat ich auch nicht mehr. Meine Noten waren sehr erfreulich und in dem Fach Politik bekam ich mit einer anderen Klassenkameradin, mit der ich mittlerweile auch zusammen wohnte, die Aufforderung, dem Unterricht bitte fernzubleiben, wir bekämen auch so eine Eins. Es war dem Lehrer, nach eigener Aussage, einfach nicht möglich mit uns und den anderen einen ordentlichen Unterricht zu machen, denn die würden immer nur darauf warten, dass wir Zwei uns melden würden. Doch, obwohl es mir auf der Schule sehr gut ging, ich verlor die Lust. Das lag nicht an den Lehrern oder Klassenkameraden. Ich hatte einfach zu viele persönliche Probleme. Denn ich hatte jetzt nicht nur meine große Liebe verloren, ich zerstritt mich auch mit meiner geliebten Brigitte. Wir hatten eine Zeit lang viel Zeit miteinander verbracht und unsere gegenseitige Liebe war sehr groß, doch ich lernte  auch ihren Michael kennen und lieben. Diese Liebe war gegenseitig und so versuchten wir es zu Dritt. Wir teilten gemeinsam das Bett und ich kam damit durchaus ganz gut zurecht, doch Brigitte hielt es nicht aus und so war ich bald schon mit Michael allein. Aber das ertrug Brigitte auch nicht und so angelte sie ihn sich zurück. Jetzt war ich allein und ich litt sehr darunter. Es kam zu unangenehmen Situationen, in denen die Beiden mit dem Auto an mir vorbei fuhren und mich nicht beachteten. Das war wirklich sehr schlimm für mich. Die Schocks in meinem Leben wollten einfach kein Ende nehmen. Und irgendwann stellte ich mir die Frage: „Wer zwingt Dich eigentlich das alles auszuhalten?“ Und meine Antwort war: „Niemand!“
Und so meldete ich mich von der Schule ab, ich verkaufte mein Hab und Gut, und stellte mich nur mit einem Rucksack auf den Schultern an die Autobahn, und streckte den Daumen heraus. Ich hatte einfach keine Kraft mehr für all diese Enttäuschungen und ich dachte, wenn ich nicht mehr für Brigitte und Michael zu erreichen sein würde, dann hielt ich es besser aus, dass sich keiner von ihnen bei mir meldete. Ich wollte stattdessen die Welt bereisen. Ich wollte dem Schicksal ein Schnippchen schlagen und meinem Leben eine unvorhersehbare Wendung geben. Mein erstes Ziel waren zwei Studenten in München.

Die hatte ich in den Sommerferien kennen gelernt und ich hoffte, bei den Beiden

erst mal aufgenommen zu werden. Ich hatte insgesamt 600DM in

meinem Brustbeutel und es würde sich zeigen

wie weit ich damit kam.

Schimmernde Satin-Bluse

Die Studenten waren zwar etwas überrascht als ich

vor der Tür stand, aber nachdem sie hörten, dass ich alles

aufgegeben hatte, boten sie mir eine Matratze zum Schlafen an.

Ich sage es gleich, sexuell lief gar nichts, dafür waren die beiden viel zu anständig. Und so kochte ich für sie und vertrieb mir die Zeit in der Stadt. Es war Herbst und da ist München ganz besonders schön, denn die Stadt leuchtet goldgelb. Ich suchte mir ein nettes, alternatives Cafe und begann damit Tagebuch zu schreiben. Was sollte ich jetzt mit meiner neuen Freiheit tun? War der Schmerz jetzt nicht mehr so groß? Nun ja, ich machte die altbekannte Erfahrung, dass man sich überall hin mit nimmt. Ich dachte ständig an Michael und Brigitte und ich wünschte mir, dass sie mich jetzt sehen könnten. Aber sie suchten nicht nach mir, ich war ihnen egal. Und obwohl mir dies bewusst war, hatte ich trotzdem den Eindruck, dass mich jemand beobachtete. Ich kam mir vor wie in einem Film.
So ging das ganze 6 Wochen, dann war ich pleite. Ich musste etwas tun. Ich musste zu meiner Patentante, sie lebte mittlerweile mit ihrem Mann Henry in einem Vorort von München und sicherlich hatte sich schon bis zu ihnen herum gesprochen, dass ich die Schule geschmissen hatte und abgehauen war.

Ob man sich schon Sorgen machte? Ich kaufte also von meinem

letzten Geld eine Fahrkarte und fuhr zu ihnen.

Asymmetrische Langkette

Das Hallo war überschwänglich, endlich, ein Lebenszeichen!

Man hatte sich in den letzten Wochen einfach unendliche Sorgen gemacht. Meine Tante rief sofort meine Mutter an und die hörte endlich auf zu weinen. Später einmal erzählte sie mir, dass sie in diesen 6 Wochen um 10 Jahre gealtert sei. Sie hätte immer an den Film „Vogelfrei“ denken müssen und sie sah mich irgendwo tot im Graben liegen.
Meine Tante bereitete mir das Gästezimmer und schickte mich unter die Dusche. Dann nahm sie meine Wäsche und Henry stand am Herd und kochte etwas zu essen. Natürlich sollte ich bleiben. Natürlich würde erst mal eine Krankenversicherung organisiert werden müssen. Und ja, meine Tante bot an, ich könne wirklich gerne bleiben und im Nachbarort zur Schule gehen.
Oh Schule, nein, das kam ja gar nicht in Frage! Keine Schule mehr! Wenn überhaupt, dann wollte ich auf eine Abendschule, doch da würde man mich erst in frühestens drei Jahren aufnehmen. Nein, außerdem, so erklärte ich, ich wollte an dieser Gesellschaft nicht mehr teilnehmen. Ich wollte stattdessen die Welt bereisen.
Henry und meine Tante kamen wohl zu dem Schluss, dass ich noch etwas Zeit brauchte. Sie wollten mich erst mal hegen und pflegen und dann würde ich sicherlich wieder vernünftig werden.

Die Hauptsache war, dass ich nicht mehr irgendwo

in der Weltgeschichte herum lief.

Schimmerndes Lagenshirt

Und so verbrachte ich die nächsten sechs

Wochen in der schönen Welt meiner geliebten Patentante.

Henry war Pharma-Referent und ging tagsüber Krankenhäuser besuchen, abends hockte er über seinen Kunstwerken. Er füllte Kästen mit Gegenständen. Seine Arbeiten waren sehr anspruchsvoll und sie hingen in dem ganzen Haus an den Wänden.
Meine Tante war Patentanwaltsgehilfin und fuhr jeden morgen früh ins Büro in die Stadt. Abends wurde zusammen gegessen, was Henry gekocht hatte und dann wurden im Fernsehzimmer die Nachrichten geschaut.
Ich tat den ganzen Tag praktisch nichts. Ich lümmelte auf dem weichen Teppich im Wohnzimmer herum und studierte die Zeitung, an etwas anderes kann ich mich nicht erinnern. Ob ich mich nicht langweilte? Nein, ich langweilte mich überhaupt nicht. Ich brauchte einfach nur Ruhe. Meine Tante übte keinerlei Druck aus, aber natürlich hoffte man sehr, dass ich irgendwann genug gegammelt haben würde und ich vielleicht doch wieder zur Schule gehen würde. Ohne Abitur oder Ausbildung war mein Leben doch völlig verfuscht.
Das fehlende Abitur, ja, das war natürlich ein Problem. Denn ohne diesen Schulabschluss blieben mir sehr viele Türen verschlossen. Ich hatte alle Türen hinter mir zu geschlagen, doch nun stand ich an einem Ort ohne Türen. Es machte mir Probleme und ich wusste, dieses Abitur würde ich irgendwann nachmachen müssen, wenn ich wieder Türen vor mir sehen wollte. Doch dazu hatte ich jetzt drei Jahre Zeit, denn vorher, so hatte ich mich schon erkundigt, würde ich keinen Platz auf einer Abendschule bekommen. Was sollte ich also in den kommenden drei Jahren tun?

Ohne Geld war es nicht so einfach durch die Welt zu reisen. Und alleine

als hübsche, junge Frau, das war auch nicht ohne.

Kette mit Ornament-Amulett

Nach 6 Wochen konsequenten ausruhen hatte ich allerdings erst

mal auch genug von meiner Tante und ich ließ mir etwas Taschengeld

geben und fuhr mit der S-Bahn auf die andere Seite der Stadt, nach Eichenau.

Dort lebte noch eine Sabine, eine Freundin meiner Ex-Mitbewohnerin Sabine. Ich hatte sie auch in den Sommerferien kennen gelernt und sehr sympathisch gefunden. Ich beschloss sie zu besuchen.
Ich klingelte bei ihr, sie empfing mich freudig überrascht, und ich blieb. Sie hatte gerade ihr zweites Kind geboren und sie gehört für mich zu den liebsten Menschen, die ich je kennen gelernt habe. Mit dem Vater ihrer Kinder verband sie eine große Liebe, doch der kam immer nur gelegentlich vorbei. Er war ein ehemaliges Heimkind und recht schwierig, aber nicht blöd. Er interessierte sich sehr für Musik und spielte mal hier und dort. Aber ein verlässlicher Partner war er in keiner Weise. Sabine liebte ihn aber trotzdem. Sie hätte zwar lieber Kunst studiert, doch daran war mit zwei kleinen Kindern erst mal nicht zu denken, zumal ihre Eltern, insbesondere ihr Vater, ihr finanziell nicht helfen wollte, solange sie mit dem Vater der Kinder noch Kontakt hielt.
Die Wohnung war sehr klein, aber auch sehr gemütlich. Es gab eine Küche mit einem Hexenofen und ein Schlafzimmer mit einem überdachten größeren Balkon. Außerdem existierte noch ein kleiner Verschlag, in dem lag eine Matratze. Dort schlief ich, wenn Sabines Freund da war. Ansonsten teilten wir uns das Schlafzimmer mit den Kindern. Sabine legte viel wert auf biologische Lebensmittel und so spazierten wir regelmäßig durch den Wald in den nächsten, größeren Ort nach Fürstenfeldbruck. Dort gab es einen Bioladen.

Das Geld war allerdings immer sehr knapp.

Doch es ging uns trotzdem gut.

Glänzende Satin-Bluse

Ich fuhr alle zwei Wochen zu meiner Tante und holte mir dort mein

Taschengeld ab, damit konnte ich wenigstens etwas zum Lebensunterhalt beitragen.

Sabine und ich, wir verstanden uns, Geld hin oder her, sehr gut. Wir nähten uns Klamotten, hackten Holz für den Ofen, gruben im Garten die Erde um, ich schrieb in mein Tagebuch und ansonsten diskutierten wir über Gott und die Welt. Sabine hatte einen Wusch. Sie wollte mit ihren Kindern gerne in ein buddhistisches, absolut autark organisiertes Dorf ziehen. Sie hatte davon gehört, es lag irgendwo in Norditalien und sie wäre gerne mal hin gefahren um es sich anzuschauen. Doch mit den keinen Kindern? Sie hatte weder einen Führerschein noch ein Auto.
Ich fand die Idee mit dem Dorf auch sehr interessant und so begann ich nach einem Job zu suchen. Wir brauchten Geld. Doch das war gar nicht so einfach. Ich studierte die Stellenanzeigen und bewarb mich auch einige Male. Doch man war in Bayern den „Preußen“ gegenüber etwas voreingenommen. Meine Cousine, die mit meinem Onkel Volker und meiner Tante Anne in München lebte, half mir letztendlich. Sie hatte einen Job bei Herti angeboten bekommen, doch wollte sie ihn nicht antreten. Ich ging also an ihrer Stelle und der unterschiedliche Vorname fiel nicht weiter auf. Ich arbeitete gute zwei Wochen in diesem Kaufhaus. Man steckte mich in der Vorweihnachtszeit in die Schallplattenabteilung und ich gab dort mein Bestes. Das ganztägige Stehen ließ zwar meine Schuhe platzen, aber ich hatte nette Kollegen und aus irgendeinem Grund liebten mich die Kunden. Es waren zumeist ältere Herrschaften, die eine Schallplatte für ihre Enkel suchten. Und obwohl ich von Musik nur wenig Ahnung hatte, meine Umsätze waren wirklich nicht schlecht und die Arbeit machte mir durchaus auch Spaß. Ich blieb abends auch immer noch bis die Kasse gezählt war, denn wie auch meine Kollegen interessierte es mich, was wir für einen Umsatz gemacht hatten. Der wurde dann mit dem Vorjahresergebnis verglichen, und wenn wir drüber lagen, dann gingen wir alle zufrieden nach Hause. Ich wohnte in dieser Zeit bei meiner Tante und die war froh, dass ich zumindest schon mal nicht mehr nur herum hing.
Aber nach Weihnachten war mit Herti Schluss. Das Geld reichte natürlich nicht weit und so suchte ich weiter nach Jobs, doch irgendwie war ich dabei nicht besonders erfolgreich. Die Wochen vergingen und der Frühling stand vor der Tür. Jetzt gab es wieder mehr Jobangebote und ich schaffe es eine Stelle als Kellnerin in einem feinen Terrassenrestaurant in Grünwald zu bekommen. Dazu benötigte ich jedoch ein Dirndel und wieder half mir meine Cousine aus. Das Kleid stand mir ausgezeichnet, wenn ich nur meine Haare nicht abgeschnitten hätte. Ich hatte mir die Haare in einem Anfall von IchWeißNichtWas von wieder einer anderen Sabine abschneiden lassen. Nur einen einzigen, langen Zopf hatte ich behalten. Meine Tante hatte die Hände über den Kopf zusammengeschlagen, als ich so vor ihrer Tür gestanden hatte. Sie schickte mich sofort zum Frisör , der sollte retten was zu retten war. Der Zopf blieb aber dran, denn ich fand das irgendwie schön. Klamottenmäßig konnte es mir nicht abgerissen genug sein und wenn meine Tante wenigstens die größten Löcher flicken wollte, dann wehrte ich mich mit Händen und Füßen.

Ich befürchte, ich sah ziemlich schlimm aus, Fotos habe ich davon leider nicht.

Weihnachten, Stiefel

In dieser Zeit kam es zu einem denkwürdigen

Kontakt, zumindest ich erinnere mich noch sehr gut daran.

Aber wahrscheinlich wiedereinmal nur ich. Ich saß mit der Sabine in der kleinen Küche, wir tranken einen Kaffee wie ich meine, als es an der Tür unten klingelte. Sabine ging öffnen und zu meiner Überraschung kamen 3 oder 4 Besucher die Treppe hinauf, einer war mein Onkel Henry. Sie drängten in die Küche und einer, der mir völlig unbekannten Männer sprach: „Hallo Monica, wir sind Menschen aus der Zukunft und wir wollen Dir helfen. Und eine Hilfe wäre es, wenn Deine Freundin ein paar Stündchen mit uns käme.“ Mein Onkel bestätigte das Gesagte und ich dachte: „Das also sind diese verrückten Typen!“ Sabine war natürlich wie ich total überrascht, aber nach einigem Hin und Her erklärte sie sich bereit mit diesen Leuten zu gehen. Ich sollte solange auf die Kinder aufpassen, was ich dann auch tat. Ich kochte etwas und war gerade am Spülen, da kam sie ganz aufgeregt zurück. Wir setzten uns an den Tisch und dann erzählte sie Folgendes: „Monica, ich war tatsächlich auf einem Raumschiff. Es ist sehr groß und damit sind wir in die Zukunft gereist. Ich war in Hamburg bei einem großen Verlag und dort habe ich an einem Meeting teilgenommen. Es ging um das Titelbild der Ausgabe des „Spiegel“, in der über Deine Erfindung berichtet werden wird. Ja, Monica, Du wirst einmal weltberühmt. Aber ich wollte nicht, dass Du persönlich auf dem Titelbild abgebildet wirst, die Frau soll vielmehr eine moderne Göttin vor einem Sternenhimmel sein. Ich durfte bestimmen wie sie aussehen soll. Sie ist sehr schön geworden, mit langen, blonden Haaren und einem blauen Kopftuch auf dem Kopf. Ich werde dieses Erlebnis jedoch bald schon vergessen. Du mit Deinem tollen Gedächtnis, Du wirst es Dir aber sicherlich merken können.“

Nun, es war wie bei Brigitte, am nächsten Tag wusste Sabine nichts mehr von

dem Raumschiff und seinen Bewohnern und auch ich vergaß

für lange Zeit diese sonderbare  Geschichte.

Wir träumten weiter unseren Traum von einem VW-

Bus und immerhin, Sabine machte schon mal den Führerschein.

Die Kinder waren herzallerliebst und ich bewunderte meine Freundin für ihre immer liebevolle Art, ihr konsequentes Handeln und überhaupt. Auch heute noch muss ich sagen, sie war beeindruckend. Ich musste öfter an C. denken und ich war mir sicher, auch er hätte sich in sie verliebt. Sie ging wie er auch stur ihren Weg, wenn er auch ein ganz Anderer war, als der Weg meines Herzensbrechers. Ich dachte immer, sie hätten gut Geschwister sein können. Ob ich viel an C. dachte? Es hielt sich in Grenzen. Ich hatte ihn nach unserer Trennung eigentlich nur noch zwei mal gesehen. Einmal war es auf der ABI-Abschlussparty. Es war auch der Tag meines 18. Geburtstags, doch weder gratulierte er mir, noch schenkte er mir einen Blick. Ich nahm es hin, obwohl ich nicht verstand, womit ich dieses Verhalten verdient hatte.
Das andere Mal war ein paar Wochen später. Da rief er mich überraschend an und bat mich, ihm das Bild mit der Traumfrau für eine Ausstellung zu leihen Er hatte es mir geschenkt, allerdings mit den Worten: „Das bist nicht Du.“ Ich habe das Bild heute immer noch, es hängt in meinem Arbeitszimmer.
Jedenfalls kam er mich deswegen besuchen und es wurde ein Wochenende im Bett daraus. Doch nach dem Wochenende verließ er mich wieder um sein aufregendes Künstlerleben zu leben. Ob ich anschließend litt? Ich muss sagen, nein, ich liebte ihn zwar immer noch, aber ohne jeden Anspruch an ihn. Mir war klar, er war nicht der Typ, an den ich mein Herz hängen durfte. Ich verdrängte ihn daher sogleich wieder. Ich nahm mir allerdings tief in meinem Herzen vor, ihm zu beweisen, dass ich nicht zu jung für ein eigenes, aufregendes Leben war. Mich wurmten seine Trennungsgründe. Für wen hielt er mich nur? Klar, ich war romantisch und hatte von Hochzeit und all den Dingen geträumt. Aber ich hätte ihn doch nie eingeschränkt. Ich liebte ihn als den unabhängigen Künstler und ich hätte sicherlich alles getan, um ihm die Freiheit zu lassen, ein großer Künstler zu werden.

Aber gut, er wollte mich nicht. Das war zum Glück nur ein

paar Stunden lang schmerzhaft gewesen.

Der Job in dem Restaurant endete nach der

Osterzeit und ich suchte nach einer neuen Orientierung.

Ich liebäugelte mit einem Praktikum auf einem Biohof. Das fand meine Tante ganz vernünftig und so verschaffte sie mir erst mal einen Job bei dem ortsansässigen Gemüsebauern. Dort musste ich Blumenzwiebeln setzen und dem Bauern auf dem Feld beim Giftsprühen helfen. Die Arbeit war ganz schön anstrengend, aber ich hatte trotz des Giftes Spaß daran, denn diese Bauernfamilie war sehr freundlich zu mir. Ich war für sie ein ziemlicher Exot und ihr Sohn hatte wohl ein gewisses Interesse an mir. Aber nach ein paar Wochen war klar, ich war für diese harte Arbeit nicht geschaffen, ich bekam ständig Krämpfe in den Beinen. Ich ging deswegen zum Arzt und der erklärte mir, ich solle mir besser einen Schreibtischjob suchen, ich bekäme sonst bald ganz schwarze Beine. Nun, das wollte ich bestimmt nicht. Dennoch, ich schrieb an einige Biolandwirte und bekam auch eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Der Hof lag irgendwo südlich von Bremen
Ich packte also meinen Rucksack und trampte erst mal nach Osterath. Dort besuchte ich meine Mutter, die immer noch daran verzweifelte, dass ich dermaßen aus der Spur gefallen war. Sie hatte immer sehr große Hoffnungen in mich gesetzt. Sie hatte sich bisher nie Sorgen wegen mir machen müssen, selbstverständlich war sie davon ausgegangen, dass ich mal mein Abitur machen würde um dann zu studieren. Doch nun verweigerte ich mich all dem und wollte einen alternativen Weg einschlagen. Wie hatte das nur passieren können?

Aber immerhin, auf so einem Biohof würde ich ein geregeltes Leben

führen müssen und ich hing nicht weiter in der Luft.

Myanmar

Bevor ich mich jedoch auf den Weg

in den Norden machte, besuchte ich Michael.

Ich hatte ihn ein paar Wochen zuvor auch schon mal besucht, denn ich wusste jemanden, der seinen tollen, alten Volvo kaufen wollte. Michael war nämlich Automechaniker geworden und hatte diesen Wagen selbst wieder flott gemacht. Unser erstes Treffen war ein Besonderes gewesen, denn er erzählte mir, dass er und Brigitte sich endgültig getrennt hatten. Er schaute mich an und ich war sofort wieder in ihn verliebt. Ich verzieh ihm alles und landete mit ihm im Bett. Nun, und er war bereit mich zu diesem Biohof zu begleiten. Wir wollten zusammen dort hin trampen und anschließend an die Ostsee und nach Hamburg. Er hatte Zeit, denn sein Ausbildungsbetrieb hatte ihn nicht übernommen. Seither lebte er in dem Gartenhäuschen seiner Eltern und in deren Garage bastelte er an Autos.

Er wusste nicht, was er mit seinem Leben anfangen sollte und

so kam die Idee einer kleinen Reise ganz recht.

Nebelwald

Der Biohof lag in einem winzigen Dorf weit ab

von der Autobahn, aber wir schaffen es dort anzukommen.

Nur, als wir bei dem Hof ankamen, da war keiner da. Wir gingen zurück ins Dorf und setzten uns in die einzige, kleine Kneipe, die es dort gab. Wir kamen mit einigen Gästen ins Gespräch, doch als wir sagten, zu wem wir wollten, da ernteten wir merkwürdige Blicke. Besonders beliebt schien dieser Biobauer hier nicht gerade zu sein. Nun, und als wir diesen Bauern dann etwas später kennen lernten, da begriffen wir schnell, diese Abneigung war gegenseitig. Als wir dem Mann nämlich erzählten, dass wir in der Kneipe ein Bier getrunken hatten, da wurde uns klar gemacht, dass er solche Dinge und Kontakte nicht gerne sähe, denn zwischen den Dorfbewohnern und ihm herrsche Krieg.
Der Biobauer war nämlich ein 1000%iger. Er war studierter Biologe und sein Hof war absolut vorbildlich geführt. Er lebte damit völlig autark und außerdem hielt er regelmäßig irgendwelche Vorlesungen an der Universität. Er erklärte uns, dass die meisten Biohöfe scheitern würden, weil sie glaubten, man bräuchte nur zu sähen und schon könne man ernten. Doch wirkliche biologische Landwirtschaft war nun mal eine Wissenschaft. Und er legte viel Wert darauf, dass seine Praktikanten keinen Kontakt zum Dorf pflegten und schon mal gar nicht dort in die Kneipe gingen. Puh, was war das denn nur für ein Typ? Klar, der Hof war beeindruckend und ein Praktikum dort war sicherlich sehr wertvoll, aber mir missfiel seine feindselige Haltung dem Dorf gegenüber. Ich war mir nicht sicher, ob ich damit auf Dauer klar kommen würde und so sagten wir man nächsten Tag Adieu.

Wir stellten uns wieder an die Straße und trampten an die Ostsee.

Affe

Viel Geld hatten wir nicht und so schliefen wir in einem gemeinsamen Schlafsack am Strand.

Wir gingen stundenlang am Strand entlang und kamen von einem Ostsee-Ort zum Nächsten. Überall blühten die Rapsfelder und das Meer tat uns beiden gut. Wir verstanden uns prima und ich war bereit die Beziehung zu erneuern und Michael hatte auch nichts dagegen. Wir waren füreinander der schon immer gewünschte Zwillingspartner, denn auch Michael war ein Zwillingskind, das mit seinem Zwilling nicht wirklich zufrieden war. Ihm ging es wie mir. Auch er wünschte sich zu seinem Zwilling zwar eine innige Beziehung, doch auch sein Bruder war einfach charakterlich zu unterschiedlich. Ich füllte bei ihm seine Lücke und er füllte Meine. Ich fand ihn sehr schön mit seinen langen, dunklen Locken, und seinen schönen, grünen Augen. Ich liebte es, ihn Querflöte spielen zu sehen und ich schätzte es, dass er mich den Weg bestimmen ließ. Michel war nicht der Typ, der sagte, wo es langgehen sollte. Er hatte keine klare Vorstellung von seinem Leben, er hatte keine Ziele. Dass ich die Führung übernahm, das störte ihn nicht. Er liebte selbstbewusste, starke Frauen und das war auch der Grund gewesen, wieso er Brigitte geliebt hatte. Aber diese Beziehung war wie er mir versicherte endgültig vorbei.
Wir verlebten also ein paar schöne Tage am Meer, doch das Geld ging zur Neige und wenn wir noch ein paar Tage in Hamburg bleiben wollten, dann mussten wir dort langsam hin. Wir standen also wieder auf der Straße und steckten den Daumen heraus. In Hamburg angekommen fuhren wir mit der U-Bahn nach Altonar. Dort verfrachteten wir unsere Rucksäcke in Schließfächern, wir fuhren mit der Rolltreppe an die Oberfläche und als wir uns umschauten, da schaute ich in zwei strahlende, blaue Augen. Es war C. Wir fielen uns ob der Überraschung in die Arme und konnten diesen Zufall gar nicht fassen. C. lud uns ein, ihn am Nachmittag besuchen zu kommen und natürlich nahmen wir die Einladung erfreut an.

Wir schauten uns also in der Stadt um und mir fielen die vielen Mülltonnen

auf den Straßen auf, aber an viel mehr erinnere ich

mich nicht, denn ich dachte nur an C..

Duftkerzen

Diese Begegnung war doch nicht einfach nur ein Zufall!

Und wie sich C. gefreut hatte mich zu sehen, das erfreute mich sehr. Und als wir dann endlich am Nachmittag bei ihm klingelten, da war ich ziemlich aufgeregt. C. begrüßte uns wieder sehr freundlich und lud uns in sein Zimmer ein. Er wohnte mit seinem besten Freund zusammen, jeder hatte ein größeres Zimmer mit schönen, großen alten Fenstern. Außerdem gab es eine gemütliche Küche. An das Bad erinnere ich mich nicht, aber es wird eines gegeben haben. C.s Zimmer war wieder mal sehr schön eingerichtet, aber ich erinnere mich eigentlich nur an sein Bett. Es war eine große Matratze auf dem Boden und darauf nahm ich Platz. Michael setzte sich irgendwo in die Nähe des Fensters. C. kam zu mir auf das Bett und wir begannen zu erzählen. Er fragte mich wie es mir ginge, was ich täte. Ich kann mich nicht mehr an Einzelheiten erinnern, nur, dass ich mich freute, dass er alles sehr genau wissen wollte. Michael, der in meinem Rücken saß, vergaß ich völlig und auch C. ignorierte ihn. Irgendwann verließ Michael das Zimmer und setzte sich zu dem Freund in die Küche. Uns war es recht, denn wir hatten nur noch Augen füreinander. Seine Augen übten eine magische Anziehungskraft auf mich aus. Ich rückte näher heran und als C. gerade Anstalten machte mich zu küssen, da ging die Tür auf und Michael stand im Türrahmen und erklärte, er wolle jetzt gerne gehen.
Puh! Ausgerechnet jetzt! Ich schaute Michael, ich schaute C. an. Was sollte ich tun.? Gerne wollte ich natürlich bei C. bleiben, aber ich konnte doch Michael nicht einfach allein gehen lassen. Er hatte schließlich kein Geld mehr in der Tasche und außerdem traute ich ihm nicht so recht zu, alleine einen anderen Schlafplatz zu finden. Andererseits, ich war hin und weg von C., ich sehnte mich nach ihm und wünschte mir von ihm in die Arme genommen zu werden. Aber C. lud uns nicht ein, zusammen über Nacht zu bleiben und Michael wollte offensichtlich auch gar nicht bleiben. Meine Gedanken gingen hin und her und letztendlich entschied ich mich für Michael. Ich hätte es von mir einfach absolut arschig gefunden, wenn ich ihn allein in die Stadt hätte gehen lassen. Wir waren gemeinsam gekommen und so gingen wir auch gemeinsam wieder.

C. zeigte ein gewisses Bedauern, aber es war meine

Entscheidung und die akzeptierte er.

Michael und ich liefen schweigend zur

S-Bahn-Station zurück um unsere Rucksäcke zu holen.

Dort angekommen hockte sich Michael auf den Boden und fing an zu weinen. Er schluchzte heftig und ich nahm ihn in die Arme. Was hast Du denn? Was ist los?
Da brach es aus ihm heraus, er hatte diese Stunden bei C. als die Hölle erlebt. Dieser C. hatte ihn total ignoriert, er war ja so cool, so toll, so beeindruckend! Michael hatte sich bald schon absolut klein gefühlt und er war eifersüchtig geworden. Und der Freund von C. war auch nicht besonders  nett zu ihm gewesen. Michael erklärte mir, dass er nie wieder etwas von diesem C. hören wollte, ja, er würde ihn richtig hassen. Und, dass ich ihm die ganze Zeit auch nur den Rücken zu gekehrt hatte, das fand er auch sehr schlimm.
Ich versuchte Michael nach Kräften zu trösten. Ich ging erst mal mit ihm in eine naheliegende Kneipe und dort erklärte ich ihm, dass ich ihn lieben würde und er solle dies doch erkennen, schließlich sei ich nicht bei C. geblieben, sondern mit ihm mitgegangen. Doch wirklich überzeugen lassen wollte er sich nicht. Er war einfach völlig fertig mit den Nerven. In dieser Verfassung waren wir natürlich nicht in der Lage uns mit irgendwem so anzufreunden, dass wir bei demjenigen einen Schlafplatz bekamen und so entschied ich mein letztes Geld für ein Hotelzimmer zu opfern. Wir fanden zum Glück auch eines, dass ich bezahlen konnte und dann verbrachten wir eine problematische Nacht zusammen, denn Michael konnte nicht aufhören zu weinen. Er war einfach am Ende mit den Nerven und unsere Beziehung war es für ihn auch. Er eröffnete mir dann auch am nächsten Morgen, dass er nun ohne mich nach Dänemark trampen wolle. Dort wäre Brigitte bei einigen, netten Dänen zu Gast und die würden sich sicher freuen ihn zu sehen.
Das war nun wirklich der Hammer! Jetzt ließ mich diese Heulsuse doch tatsächlich ohne Geld allein in Hamburg sitzen. Ich versuchte ihn umzustimmen, doch es war nichts zu machen. Michael verließ mich um sich an die nächste Autobahnauffahrt zu stellen. Und ich stand da mit meinem Rucksack und etwas Kleingeld in der Hand. Ich ging zu einer Telefonzelle und rief bei C. an, doch der war nicht gerade begeistert. Er erklärte mir, er hätte keine Zeit, denn er wolle malen. Na, das war ja nun wirklich eine totale Scheiße. Was sollte ich jetzt tun? Nun, ich stellte mich auch an eine Autobahnauffahrt und streckte den Daumen raus.

Ich wollte nach Düsseldorf zu meinen beiden Sabinen. Dort

fand sich für mich immer ein warmes Plätzchen.

Hut

Als ich dort endlich ankam, war es später Nachmittag.

Ich erzählte meinen Freundinnen von dem fatalen Ende meiner

kleinen Reise und natürlich hatten Beide viel Verständnis für mich.

Später am Abend rief ich dann wieder bei C. an und der war total erstaunt, dass ich wieder in Düsseldorf war. Er hatte offensichtlich seine Meinung geändert, denn jetzt wollte er mich doch gerne wiedersehen. Er fragte mich, ob ich nicht noch mal zu ihm kommen wolle und natürlich, natürlich sagte ich Ja. Ich versprach mich gleich am nächsten Morgen wieder an die Straße zu stellen. Und so kam es, dass wir uns dann endlich doch in die Arme nehmen konnten.
Jetzt hätte natürlich alles klar sein können. Michael war weg und C. war da, und schenkte mir seine ganze Aufmerksamkeit. Doch ich hatte irgendwie ein Problem. Wir schliefen natürlich zusammen in seinem Bett, aber ich wollte keinen Sex. Ich kuschelte mich bei ihm ein, aber mehr war nicht drin. Das wunderte C. natürlich schon, aber erst mal sagte er nichts dazu.
Ich lernte seine Exfreundin Anne kennen und wir gingen mit ihr zusammen ins Kino, wir kochten zusammen und ich verstand mich sehr gut mit ihr. Gemeinsam hackten wir etwas auf C. herum, so dass der sich wirklich anfing zu wundern. „Was ist nur mit Dir los,“ fragte er mich und ich konnte ihm darauf keine Antwort geben.
Und dann kam es zu einem echten Schlüsselerlebnis für mich. Ich hatte schlecht geschlafen und war durch einen sehr irritierenden Traum wach geworden. Ich hatte beim Aufwachen Stimmen gehört, die Stimmen von Tausend Hexen, die mich alle anschrien: „Verlasse diesen Herzendbrecher, verlasse diesen Mann! Neben ihm wirst Du das Spiel niemals gewinnen können. Er wird immer wieder fremdgehen, er liebt Dich nicht, Du wirst an seiner Seite sehr leiden. Du wirst immer in seinem Schatten stehen, Du wirst Dich nicht entfalten können …“ und so weiter. Das hing mir noch im Kopf, als C. mich zu sich ans Fenster rief. Er schaute hinaus und sagte: „Schau mal, was dort unten steht. Das gehört mir.“
Und was sah ich da? Ein feuerrotes Campingmobil. Es war ein altes Feuerwehrauto und wie er mir erklärte wunderbar ausgebaut. Da ratstete ich aus. Ich erinnerte mich plötzlich an das Spiel mit seinem Vater und ich wusste, dieses Spiel war tatsächlich wahr geworden. Er hatte sein Campingmobil nur viel zu früh bekommen. Und mir wurde klar, C. würde alles in seinem Leben bekommen, was er sich nur wünschte. Er würde ein wunderbares Leben haben, aber ich? Mir stand ein absolut hartes Leben bevor. Ich würde ohne jede Hilfe auskommen müssen. Niemand erinnerte sich jetzt noch an meine große Lebensaufgabe und auch ich wusste ja praktisch nichts darüber. Aber was ich in diesem Moment wusste, das war, dass ich am völlig falschen Platz war. Ich musste weg, ich musste C. seinen Weg alleine gehen lassen, für mich gab es an seiner Seite nichts zu gewinnen. Aber, was mir bevorstand, dass würde höllisch werden. Es würde kein Traumhaus geben, es würde kein feuerrotes Campingmobil für mich geben. In mir stieg ein ungeheurer Frust hoch und ich brach von einem Moment zum Anderen einen großen Streit vom Zaun, dessen Anlass C. gar nicht verstand. Er sah nur, dass ich wie aus heiterem Himmel absolut wütend wurde, ihn beschimpfte und die Sachen packte. Ich sehe mich noch heute bei ihm im Treppenhaus stehen und ihn anschreien. Ich erinnere mich allerdings nur an meinen letzten Satz: „Ich möchte noch nicht einmal Dein Nachbar sein!“

Damit drehte ich mich um und ich verließ ihn für immer.

Die Rückfahrt nach Düsseldorf war

problematisch, denn zum ersten Mal hatte ich Pech.

Ich war ohne es zu wissen in einen LKW eingestiegen, in dem es zwei Fahrer gab. Sie hatten einen Fahrerwechsel gemacht und nun lag einer gelangweilt in seiner Koje. Er begann mich anzumachen, allerdings auf eine sehr unangenehme Art. So etwas war mir noch nie passiert, ich hatte eigentlich immer sehr viel Glück beim Trampen gehabt. Der Typ aber träumte von einem Abenteuer in seiner Koje und er sagte so Sachen wie: „Oh, wütend siehst Du noch schöner aus.“ Er fummelte an meinen Haaren herum, aber ich schaffte es trotzdem irgendwie, dass er es aufgab und irgendwann einschlief. Der andere Fahrer hatte sich die ganze Zeit heraus gehalten und er schien mir im Falle des Falles keine große Hilfe sein zu wollen, aber er war dann letztendlich doch so nett, mich bis vor die Tür meiner Sabinen zu fahren. Er wollte wohl doch sicher sein, dass ich unbeschadet nach Hause kam.
Dort empfingen meine Sabinen mich mitten in der Nacht und natürlich hatte ich viel zu erzählen. Ich hatte irgendwie ganz merkwürdige Probleme. Und am nächsten Tag traf ich eine Entscheidung. Ich würde jetzt erst mal als Serviererin arbeiten. Meine Mutter hatte mir diesen Job besorgt. Sie kannte den Wirt des „Wirtshaus im Park“ in Willich noch aus früheren Jahren, als sie noch mit unserem Vater verheiratet gewesen war. Damals hatte dieser Wirt auch ein Restaurant am Niederrhein. Jetzt kochte er gehobene, gutbürgerliche Küche in Willich und meine Mutter half ihm ab und an hinter der Theke.

Jedenfalls, ich zog mir etwas Ordentliches an und begann dort zu kellnern.

Vanessa Mai

Außerdem hatte ich Glück und mein alter Freund HaPe flog für drei

Monate nach Südamerika und ich konnte solange in seinem kleinen Häuschen wohnen.

Ich fuhr mit einem alten, selbst angemalten Fahrrad jeden Tag nach Willich und nachts wieder den weiten Weg zurück. Michael hatte in Dänemark offensichtlich viel Spaß, jedenfalls kam er nicht zurück. Ich rief mehrmals bei seinen Eltern an, aber seine Mutter vertröstete mich immer wieder und meinte irgendwann, ich solle erkennen, dass Michael mich nun mal nicht so lieb hätte wie ich ihn.
Ich aber hoffte immer noch, er würde an meinen Geburtstag denken und spätestens bis dahin zurück sein. Doch Michael dachte ja gar nicht dran. Ich weiß nicht wann genau, aber irgendwann hatte ich ihn an der Strippe und ich lud ihn ein, mich in dem Häuschen besuchen zu kommen. Ich hatte mich entschieden, ich wollte mit Michael zusammen sein. Doch, das war gar nicht so einfach, denn Michael war immer noch verstimmt. Er erzählte mir wie toll es in Dänemark gewesen sei. Die Dänen seien total nett zu ihm gewesen und auch mit Brigitte habe er sich gut verstanden. Nun, ich gab nicht auf und brachte ihn immerhin dazu, bei mir zu übernachten. Sex aber wollte er nicht. Das ging Wochen so, bis ich ihn irgendwann soweit hatte. Er gab seine Zurückhaltung auf und es war entschieden, wir waren zusammen.
HaPe kam zurück und reagierte knatschig. Seine Wohnung befand sich im Chaos und dieser Michael passte ihm gar nicht, denn er hatte durchaus auch ein Interesse an mir. Nun, ich zog bei ihm aus und bei Michael im Gartenhäuschen ein. 8 Quadratmeter, aber urgemütlich. Wir bekamen häufig Besuch, kifften zusammen und liebten uns. Dazu ging ich arbeiten und ich hatte auch schon etwas angespart. Mein Leben war endlich wieder einigermaßen geregelt und ich konnte nachdenken.

Was sollte ich in Zukunft tun? Was wollte ich? Wo waren die Türen, durch

die ich gehen konnte? Was erwartete ich von meinem Leben?

Und ich fand auch eine Antwort. Ich wollte einen

Hund, ein Kind und

das Abitur.

Hund, Kind und Abitur

Das mit dem Hund sollte nur ein gutes Jahr dauern,

dann war er da. Es war ein supersüßer Mischlingswelpe,

der versprach nicht nur sehr schön, sondern auch sehr

groß zu werden. Und sehen Sie selbst,

ist dieser Hund

nicht wirklich wunderbar:

6.Foto

Wir nannten ihn Bicu und er war wirklich ein ganz besonderer Wegbegleiter.

Er war nicht nur sehr lieb, er liebte mich vor allen Dingen abgöttisch. Ich konnte ihn überall ohne Leine mitnehmen, denn er wich nie von meiner Seite. Er hatte auch kein Interesse daran Kaninchen zu jagen oder Artgenossen zu züchtigen. Er war ganz damit beschäftigt mich im Auge zu behalten und ansonsten auch das kleinste Stöckchen zu bringen um zu spielen. Ich liebte diesen Hund wirklich sehr. Er wurde leider nur 11 Jahre alt, denn, so vermuteten wir, unser böser Nachbar hatte irgendein Gift ausgebracht, an dem er ziemlich schnell verstarb. Doch wir konnten unseren Verdacht leider nicht beweisen. Aber wie auch immer, in den 11 Jahren hat dieser Hund nicht nur mir sehr viel Freude geschenkt.
Wir kamen auf diesen Hund, als Michael und ich in unserer ersten gemeinsamen Wohnung lebten. Es war eine sehr schöne, große Wohnung mit Garten in dem ehemaligen Bürgermeisterhaus von Krefeld-Fischeln. Unter uns wohnte Michaels älterer Bruder mit seiner Freundin und über uns wohnten zwei Kumpels von Michael. Da unsere Wohnung ein Zimmer zuviel hatte, vermieteten wir es immer wieder mal an jemanden, der gerade keine Wohnung hatte. Es war in diesem Haus also immer etwas los und es ging uns gut dort. Michael verdiente das Geld indem er „Schneiderwagen“ fuhr. „Schneiderwagen“ war ein Funktaxiunternnehmen, und Michael fuhr mit seinem eigenen Auto, ein alter Renault Kastenwagen, für dieses Unternehmen als Subunternehmer. Ich wollte natürlich auch zum Lebensunterhalt beitragen und so ermöglichte Michael es mir, den Führerschein zu machen, damit ich mich mit ihm mit dem Scheiderwagenfahren abwechseln konnte. So hatte jeder von uns genug Freizeit. Er fuhr 3 Tage und ich zwei. Das Geld war zwar nicht sehr üppig, aber es reichte mir um eine private Abendschule zu finanzieren.

Denn ich war fest entschlossen, ich wollte unbedingt

mein Abitur nachmachen.

Cathy Hummels

Doch schon nach einem Dreivierteljahr machte diese Schule

pleite und ich ließ mich anwaltlich vertreten, um Druck auf die Schule

auszuüben, mir den Besuch eines anderen Abendgymnasiums zu ermöglichen.

Und damit hatte ich auch Erfolg und so kam ich endlich auf das Abendgymnasium, auf das ich immer schon gewollt hatte. Das Rückert-Abendgymnasium in Düsseldorf. Ich hatte mich schon Jahre zuvor nach den Aufnahmebedingungen erkundigt, und obwohl ich noch keine drei Jahre aus der Schule heraus war, wurde ich aufgenommen. Ich verschwieg einfach mein Jahr auf dem Kikweg-Kolleg und behauptete die letzten Jahre als Aupair-Mädchen unterwegs gewesen zu sein. Das war natürlich gelogen, aber es war eine Not-Lüge wie ich fand.
Ich konnte auf Grund meiner guten Noten von der Privatschule direkt in die 12. Klasse gehen, was mich sehr freute. So würde ich in zwei Jahren endlich mein Abitur haben können. Und ich muss wirklich sagen, diese Zeit gehört zur Schönsten meines Schullebens. Ich hatte es gewusst, ich kam mit dieser Schulform sehr viel besser zurecht. Dort wurde nicht über Tische und Bänke geklettert, dort gab es keine pädagogischen Erziehungsversuche, dort war jeder daran interessiert zu lernen, denn alle waren freiwillig dort. Viele gingen neben der Schule tagsüber noch arbeiten, hatten Familie oder sonstige Verpflichtungen. Insofern war die Atmosphäre im Unterricht und das Verhältnis zu den Lehrern sehr gut. Bicu war oft mit dabei und wartete im Auto, oder wenn es all zu kalt war, dann durfte er während des Unterrichtes auch neben mir sitzen.
Ich hatte Mathematik und Biologie als Leistungskurs gewählt und ich darf sagen, ich war in Mathe gut und in Biologie sogar sehr gut. Auch die anderen Fächer machten mir keine Probleme. Ich konnte wirklich hoffen, dass es am Ende sogar für einen Medizinstudienplatz reichen würde.
Aber der Hund und das Abitur waren ja nur zwei der drei Ziele und darum diskutierte ich mit Michael auch intensiv die Kinderfrage. Michael war nicht ganz so sicher wie ich, dass dies eine gute Idee war, doch ich hatte ein gutes Argument. Ich sagte, die Frage sei doch ob es nicht besser war ein Kind als Student groß zu ziehen, als zu warten bis man im Beruf stand und Karriere machen wollte. Letztendlich lief es darauf hinaus, dass wir es darauf ankommen ließen und Simsalabim, ich wurde sofort schwanger.
Michael ließ sich nicht nur in der Kinderfrage von mir überzeugen, er entschied sich ebenfalls das Abitur zu machen und besuchte drei mal in der Woche abends eine Fachoberschule. Was er mit seinem Fachabitur dann machen sollte, dass wusste er zwar noch nicht so recht, aber es würde wohl kein Musikstudium sein können. Musik war trotzdem sein Thema und so kaufte er sich ein wirklich tolles Saxophon. Ich fand, er war ein sehr begabter Musiker und wenn es nach mir gegangen wäre, dann hätte er gerne eine Karriere als Musiker machen können, doch am Ende entschied er sich für ein Ingenieurstudium.

Doch bevor er damit beginnen konnte, kam erst mal unser Felix:

7.Foto

Und damit waren wir komplett, ich hatte einen tollen Hund, ein süßes Kind

und mein Abitur würde ich auch bald in der Tasche haben. Es hatte

mit meinen Wünschen also ganz wunderbar

geklappt.

 

FORTSETYUNG folgt!

monalisatv

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