17.September 2018

Der-AchtzehnteTag-Plakat-klDie-Rückkehr

Der Regierung ent/d g-leit

..et die K-on/trolle im..

me/er weil/ter…

Bild zu Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen Anschlag, Kabul, AfghanistanAktualisiert am 17. September 2018, 22:00 Uhr

Der ACHTZEHNTE TAG

Russland und Türkei richten demili/

tarisierte Zone um Idlib ein

Wetter heute 2. Bundesliga, FC Magdeburg, Arminia Bielefeld, "Florence" verursacht Überschwemmungen Bild zu Erdogan zu Besuch in RusslandAktualisiert am 17. September 2018, 06:20 Uhr

Einige Regionen können langsam aufatmen, andere

zittern noch vor der unbändigen kraft der Wassermassen.

Der Regen ist bekanntlich schlimmer als der Sturm. Bereits

17 Menschen sind am Sonntag durch die Folgen des

Hurrikans „Florence“ ums Leben

gekommen…

Bild zu Fan BingbingAktualisiert am 17. September 2018, 16:28 Uhr

Zu Spielsperre kommt Geldstrafe

Bild zu Andrea Kiewel Leverkusens Bellarabi foult Bayerns Rafinha.

Bayer Leverkusens Karim Bellarabi kommt sein Brutalo-Foul gegen Bayerns

Rafinha teuer zu stehen. Ganz solange aussetzen, wie es sich Bayern Präsident

Uli Hoeneß wünschte, muss er zwar nicht – trotzdem wird der Bayer-Akteur

mehrere Partien verpassen. Obendrein erwartet ihn eine Geldstrafe…

„Integrationsbarometer“:

Wrackteile auf dem Gauligletscher geborgen

Es ist ein Großprojekt: Sieben Jahrzehnte nach einem Flugzeugab/

sturz will die Schweizer Luftwaffe nun die Teile des Wracks

bergen. Der Fall machte seinerzeit weltweit

Schlagzeilen…

Bundesliga 2018/19:

Uli Hoeneß

In München poltert Uli Hoeneß, in Wolfsburg brummt

ein Schädel ganz besonders – und abseits der Bundesliga

waren die Volltreffer des Wochenendes sogar noch viel

spektakulärer. Unsere – wie immer nicht ganz ernst

gemeinten – Lehren des 3. Spieltags…

Importierte Epidemien:

Bild zu Asiatische TigermueckeAngela MerkelAktualisiert am 17. September 2018, 11:34 Uhr

PROGRAMM f[r den 16.09.2018ff

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 Wei*h(n-acht-en 2006

MSNBC Beitrag Bild zu Tobias Welz Bild zu Emanuel Macron, Gärtner Aktualisiert am 16. September 2018, 11:37 Uhr

Mit einem Fabellauf hat der Kenianer Eliud Kipchoge hat beim

Berlin-Marathon einen neuen Weltrekord aufgestellt. Er

pulverisierte die bisherige Bestmarke um weit

über eine Minute…

Die besten Schallplattenspieler

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Zunächst aber bekam ich Besuch

von einem Freund, der an der Haustür klingelte. Ich verließ

meinen immer aktiven Laptop um hinunter zu gehen und die Türe zu öffnen.

Davor stand Patrick, mein amerikanischer Freund. Ich hatte ihn kurz vor meinem Bankrott bei Easyman im Coffeeshop kennen gelernt. Er fiel mir damals auf, weil er lange blonde Haare hatte und ziemlich cool gekleidet war. Er stand neben mir um sich etwas Gras zu kaufen und auch ein Glas Bananenmilch zu trinken. Vielleichtwar es auch etwas anderes, ich jedenfalls trank so eine Milch. Easyman legte Wert darauf, dass man nicht nur kam um Drogen zu kaufen, er wollte, dass die Kunden auch etwas verzehrten. Sein Geschäft war ein richtig verrückter Laden. Alles was das Rastaherz begehrte konnte man hier betrachten. Überall hingen Bilder oder sonstige Gegenstände an den Wänden, alles war bunt und fröhlich. Die Musik war natürlich immer sehr gut. Nun, ich kam jedenfalls mit diesem Langhaarigen ins Gespräch und bald schon zeigte ich ihm meine Präsentationsmappe, denn die hatte ich zufällig mit dabei. Patrick, so stellte er sich vor, fand meine Sachen ganz interessant und so tauschten wir irgendwann Visitenkarten aus. Es wurde ein netter Nachmittag und ich versprach mich bei ihm bei Gelegenheit zu melden. Wir hatten versucht uns auf englisch zu unterhalten, aber sprachlich war ich sehr ungeübt. Dennoch hatte es mir Spaß gemacht mit ihm zu diskutieren. Er schien politisch bewandert zu sein und eigentlich hatte ich sogar den leisen Verdacht, er sei vielleicht ein Spion. In meinem Buch, dass ich bald schon schreiben sollte trat Patrick jedenfalls mit zwei unterschiedlichen Schuhen an den Füßen auf und er versorgte mich mit Zeitungen, die nicht erlaubt waren zu lesen. Jedenfalls nicht in der Welt, in die ich auf meiner Innenweltreise geriet.
Ich besuchte ihn ein paar Wochen später tatsächlich und wir landeten im Bett. Er hätte vielleicht sogar mehr von mir gewollt, aber ich hatte überhaupt keine Lust auf eine Beziehung, ich war froh mich gerade endgültig von Mansur getrennt zu haben.

Aber wir blieben in Kontakt und jetzt kam er mal wieder zufällig bei mir vorbei.

Doch diesmal sollte der Besuch für mich zu einem Problem werden.

Der Salvini-Eklat – eine Falle?

Ralph SiegelBild zu Salvini, AsselbornAktualisiert am 16. September 2018, 08:42 Uhr

Italiens Innenminister Salvini stellt mit einem offenbar heimlich

angefertigten Video seinen luxemburgischen Kollegen Asselborn

bloß. Es ist ein beispielloser Vorgang. Hat der eine Politiker

den anderen gezielt in eine Falle gelockt?

„Tor des Monats“

Bild zu Serdal CelebiAktualisiert am 16. September 2018, 10:42 Uhr

Celebi trifft genau den Winkel…

Direkt als ich ihn sah bekam ich es mit der Angst

zu tun. Wollte er mich vielleicht auch umbringen? Bilder

von einem Drahtseil, dass er um meinen Hals legte, stiegen in mir auf.

Ich lud ihn dennoch ein zu mir nach oben zu kommen. Vielleicht irrte ich mich ja auch. Doch die Angst wollte nicht nachlassen. Ich blieb daher ziemlich schweigsam. Er setzte sich zu mir auf das Sofa und schaute in meinen Rechner. Er wollte dort irgendetwas nach sehen, meinte er. Er war von Beruf Programmierer. Er hatte an dem Siedlerspiel mitgewirkt. In seiner Freizeit spielte er professionell Frisbi. Er war deutscher Meister wie er mir sagte. Ein echter Sportsmann also.
Patrick merkte das etwas mit mir nicht stimmte, aber er sagte nichts. Er verabschiedete sich nur ziemlich bald schon wieder. Mir war es Recht, denn ichkonnte die Angst nur noch schwer beherrschen. Immer wieder sah ich ihn ein Drahtseil hervorziehen, es war wirklich ziemlich schlimm. Ich brachte ihn hinunter zur Tür und als er sich von mir verabschiedete, da nahm er mich kurz in den Arm und drückte mich. Ich hätte am liebsten laut aufgeschrieen, ich konnte mich gerade noch beherrschen. Dann verschwand er mit einem besorgten, traurigen Blick im Gesicht. Ich aber war total erleichtert. Es war gut gegangen. Vielleicht war dieser Besuch ja auch so einer dieser göttlichen Tests. Tests meines Vertrauens und Nervenstärke.

Nun, ich hatte diesen Test wohl bestanden, auch wenn ich nun ziemlich fertig

mit den Nerven war. Ich geriet jetzt wirklich langsam

unter große Stress.

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Schnibbelfilme machte ich nicht mehr, es war mir einfach zu anstrengend.

Ich schaute nur noch wie paralysiert in den Bildschirm und zappte durch die Programme. Dieser sprach jetzt ununterbrochen zu mir, auch wenn ich in meiner Verzweiflung einfach nur noch wahllos umschaltete, er hatte immer etwas zu mir zu sagen. Er quälte mich und ich hatte den verdammten Verdacht dabei beobachtet zu werden. Nicht vom lieben Gott, der schien sich zurückgezogen zu haben. Jetzt hatte ich den leibhaftigen Teufel an der Strippe. Und den Geheimdienst. Klar war der an mir interessiert. Zum Einen wegen des Bombinis, zum Anderen wegen meines guten Drahtes zum Allmächtigen. Sie hingen irgendwie alle an meinem Computer mit dran. Der KGB war auch mit von der Partie.

Er steckte in meiner Kamera, die ich

immer auf Stand By eingeschaltet bei mir stehen hatte.

Ich hatte auch den Eindruck das meine Wohnung total verwanzt war. Alle Geheimdienste der Welt waren plötzlich an mir interessiert, da war ich mir sicher. Anders ließen sich die Dinge nicht mehr erklären. Saßen da nicht irgendwelche Typen im Auto vor meinem Haus? Hatte der Techniker, der irgendwann geklingelt hatte nicht etwas an der Antenne meiner Nachbarn Bisigo gemacht? Schauten die etwa jetzt auch zu? Warum hatten sie so ein merkwürdiges Plakat an ihre Wohnungstür gehängt? Waren die zwei Raben darauf eine Botschaft an mich? Ja, steckten denn alle unter der Decke dieser Außerirdischen?

Hatte die sich etwa an meine ganze Umgebung heran gemacht?

Wem konnte ich eigentlich noch

vertrauen?

Bild zu Alexander Gauland, Alice Weidel

Nun, meinen Freunden bestimmt nicht mehr.

Die hatte ich laut lachen hören, als es mir ganz besonders dreckig ging.

Ich hörte überall Geräusch in meiner Wohnung, einPiepen, es war wirklich total nervtötend und ich wusste nicht mehr ein noch aus. Da hörte ich sie lachen, im Chor, so eine Unverschämtheit! Waren die denn wirklich so blöd? Was dachten die sich nur dabei mich hier ganz alleine die Welt retten zu lassen? Kam denn keiner auf die Idee, dass ich Unterstützung gut gebrauchen konnte! Schließlich, ich tat das alles am Ende ja auch für sie, für alle Menschen auf der Welt. Da schauten sie sich den tollen Film an und glaubten, Monica macht das schon, auch wenn sie ganz alleine mit der Scheiße dasteht. Sie will es ja nicht anders, oder noch besser Gott will es so. Nur wenn sie das Ding ganz alleine meistert, dann hat sie das Spiel schließlich gewonnen. Und dann geht es allen gut. Dann wird es bald Bombinis auf der Welt geben, wir werden zu den entferntesten Sternen reisen können, wir werden unendlich viel Energie zur Verfügung haben, jeder Mann und jede Frau, es würde keine großen, die Luft verpestenden Energiekonzerne mehr geben. Selbst der Afrikaner im Busch wird mit Hilfe eines Bombinis seinen Herd heiß bekommen. Der Wald würde wieder wachsen, die Wüsten würden zurückgedrängt. Das Leben auf dem ganzen Planeten würde von der Erfindung einer alleinstehenden Designerin profitieren.

Und, das tolle war, man brauchte ihr dabei nicht helfen, sie alle

bräuchten nichts anderes zu tun als abzuwarten.

Das Schicksal war schließlich

vorgezeichnet.

Bild zu McDonald's

Halleluja!

Ich erinnerte mich an einen Traum.

Darin begegnete ich meinem Sohn irgendwo in Osterath.

Er kam ganz aufgeregt auf mich zu und meinte zu mir: „Mutter, ich habe ganz verrückte Leute kennen gelernt, Menschen aus der Zukunft und die haben mir ein super Angebot gemacht. Ich soll mit ihnen mit kommen und ein neues Leben anfangen, in diesem Leben werde ich dann einmal ein ganz großer Schlagzeuger, ich werde sehr berühmt. Aber mach Dir nichts daraus, Du wirst schließlich auch einmal weltbekannt. Ich habe es in einem Film gesehen.“ Da hatten sie also auch meinen Sohn um den Finger gewickelt. Es war nicht Gott, der mich alleine stehen haben wollte, die Außerirdischen waren die Wurzel allen Übels. Sie blendeten die Menschen mit ihrer sagenhaften Technik, sie träufelten ihnen vermeintliche Zukunftsaussichten ins Ohr und führten sie von mir weg. Sie spielten ganz und gar ihr eigenes Spiel und zwar auf meine Kosten.Mich hatten sie ja auch genarrt, nur waren sie bei mir erheblich brutaler. Sie wollten mich endgültig um den Verstand bringen. Sie wollten mich und mein Bombini vernichten. Oder etwa nicht? Was waren ihre wahren Ziele? Welchen Plan verfolgten sie? Waren sie für mich oder gegen mich? Ich kannte mich so langsam aber sicher nicht mehr aus in dem Spiel. Hatte ich nicht vielleicht schon gewonnen? Immerhin, wenn die Geheimdienste mich beobachteten und auch in meinem Rechner steckten, dann kannten sie schließlich meine Pläne und das Bombini-Prinzip. Es hatte mich zwar zuerst total aufgeregt, als ich den Beweis dafür bekam, dass man tatsächlich in meinem Laptop herumgeisterte, aber dann hatte ich mich wieder gefangen und mir gesagt: Genau das wollte ich doch eigentlich! Die Regierung soll doch schließlich von mir erfahren, von mir und meinem Bombini. Deswegen war ich dann ja auch zu einer Zusammenarbeit bereit gewesen.

Welchen Beweis ich für die allgegenwärtige Überwachung hatte?

Nun, es war irgendwann kurz vor Weihnachten,

ich saß auf meinem Sofa und schaute

einfach nur fern.

Bild zu Weißer Hai

Ich zappte nicht herum sondern versuchte mich durch irgend/

einen Film zu entspannen, die letzte Zeit war einfach

zu anstrengend gewesen.

Auf meinem Bildschirm gab es eine Programmleiste, die benutzte ich zum umschalten. Der Curser ruhte jetzt aber einfach nur irgendwo seitlich der Mitte und wartete auf mich und meinen göttlichen Finger.
Plötzlich jedoch begann sich dieser kleine Pfeil von selbst zu bewegen, er zeichnete Kreise auf dem Schirm. Ich glaubte erst mich zu vergucken, doch dann ging der Pfeil auf die Seite und schaltete in der Leiste das Programm auf Fußball um. Ich war geschockt! Was war das denn für ein Scheiß? Wer wagte es mir das Programm umzuschalten?

Wer hatte die magische Grenze überschritten und nicht mehr nur einfach zugeschaut

sondern sich in meine Programmgestaltung eingemischt.

Bild zu Zlatan Ibrahimovic

Unverschämtheit!

Und dann wurde mir klar was das bedeutete.

Man hing tatsächlich an meinem Rechner und konnte sich

alles in Ruhe ansehen, meine Geschichten lesen und meine

unveröffentlichten Filme anschauen. Das war doch wirk/

lich der Hammer, welch eine Grenzverletzung!

Wie sollte ich das denn jetzt nur auch

noch verkraften?

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Meine Fantasie ging mit mir durch.

Ich sah einen großen Raum, gefüllt mit lauter Bild/

schirmen und eine menge Leute, die in diese Bildschirme schauten.

Und diese Leute waren alles Agenten, Leute die für den Geheimdienst und damit für dieRegierung arbeiteten. Und nicht wenige dieser Mitarbeiter schauten sich die Bilder meines Laptops an. Sie verfolgten mein besonders gestaltetes Programm, welches aus Schibbeln des Fernsehprogramms und meinen eigenen Filmen bestand. Sie versuchten so wie ich die Botschaft Gottes zu verstehen um ihre Konsequenzen daraus zu ziehen. Denn es war klar, der Menschheit stand eine großartige Revolution ins Haus. Und natürlich wollte die Regierung vorbereitet sein. So musste es sein! Anders konnte ich mir das Ganze alles nicht mehr erklären. Nun, wie gesagt, nach dem ersten großen Schock hatte ich mich mit der Wendung dieser Geschichte einverstanden erklärt. Ich würde von nun an noch stärker darauf achten, dass diese Männer dort sich nicht langweilten. Hatten sie deshalb auf Fußball umgeschaltet?

Wollten sie sich mir zu erkennen geben? Waren sie auf meiner Seite?

Manchmal fand man ja an den ungewöhnlichsten

Orten Verbündete.

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Und Verbündete konnte ich wirklich gut gebrauchen.

Ich fühlte mich der ganzen Sache irgendwie überhaupt nicht mehr gewachsen.

Wo sollte das alles nur hinführen? Und, wie würde ich die bevorstehende Berühmtheit verkraften? Was kam da auf mich zu? Wie würden die Menschen auf der Straße auf eine Sekretärin Gottes reagieren? Ohne Monalisa in mir fehlte mir möglicherweise die Kraft damit auch richtig umzugehen. Zumindest im Moment war ich zu gar nichts Großem mehr in der Lage. Ich lag auf meinem Sofa und es raste mein Herz. Ich bekam es mit der Angst zu tun. Würde ich jetzt vielleicht einen Herzinfarkt bekommen? Es fühlte sich fast so an. Der Stress zehrte wirklich an meinen Nerven. Ich hatte schon länger nichts mehr gegessen. Ich raffte mich daher auf um mir ein Brot zu machen, und setzte mich damit vor meinen Fernseher. Doch irgendwie bekam ich keinen Bissen herunter.

Was, wenn alles was ich tat eine Bedeutung hatte?

Was, wenn ich jetzt die Rolle der Göttin in diesem Spiel hatte?

Dann war schließlich alles magisch was ich tat. Nur leider kannte ich mich mit solchen Dingen gar nicht aus. Ich biss in das Brot, ich hatte es mit hartgekochten Eiern belegt. Ich kaute und hatte plötzlich ein riesiges, schlechtes Gewissen. Aß ich jetzt womöglich die Fruchtbarkeit eines Anderen auf? Oder gleich die der ganzen Welt? Ich bemühte mich das ganze Brot aufzuessen, aber ich machte mir große Sorgen, dass dies irgendwo einen Schaden verursachte. Getrunken hatte ich auch schon länger nichts mehr. Ich schaute in den Kühlschrank, es war nichts mehr zu Trinken da. Ich musste unbedingt mal etwas einkaufen.Ich machte mich auf den Weg in den Ort und überall verfolgten mich irgendwelche magischen Zeichen.

Waren es Drohungen? Oder war man auf meiner Seite?

Ich kaufte mir einen Joghurtdrink und trank ihn direkt vor dem Supermarkt. Die plötzliche Flüssigkeit verursachte mir totale Schmerzen. Ich hatte wohl wirklich schon lange, zu lange nichts mehr getrunken. Wieder zu Hause angekommen legte ich mich schnell wieder hin. Es ging mir immer noch gar nicht gut. Irgendwann stand ich auf um mir irgendetwas aus der Küche zu holen, doch da wurde ich plötzlich von so etwas wie einen schweren Stein am Kopf getroffen. Ich fiel auf den Boden und konnte mich einfach nicht mehr rühren. Ich lag bestimmt eine halbe Stunde da und war halb ohnmächtig. Da machte ich mir wirklich ernste Sorgen um mich. Warum kam nur niemand und half mir? Hatte man mir das nicht hoch und heilig versprochen? Warum kam jetzt kein Krankenwagen mit Notärzten vorbei? Schließlich war den Außerirdischen doch so gut wie alles bisher möglich gewesen.

Wollten sie mich jetzt hier vielleicht sterben lassen?

Mir ging so einiges durch den Kopf während ich quer in meiner Küche lag, aber bewegen konnte ich mich nicht. Erst nach einer ziemlich langen Zeit, wie gesagt, vielleicht eine halbe Stunde, stand ich vorsichtig wieder auf.

Ich schleppte mich zurück auf mein Sofa und

blieb dort die ganze Nacht liegen.

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15. Juni 2012

Es ist wiedereinmal sehr früh am Morgen.

Heute, wenn ich mit dem Hund draußen gewesen bin und auch das

Fitnessstudio besucht habe, werde ich endlich mal wieder ein Bad nehmen.

Ich zog diese notwendige Reinigung meistens ziemlich hinaus, denn ich bade nun schon seit längerem wirklich nur noch sehr ungern. Früher hatte ich das Baden in meinem selbstgebauten, schönen, weißen Badezimmer immer sehr genossen. Doch dann kam die Katastrophe und seit dem konnte ich Wasser an meinem Körper nicht mehr leiden. Mit der Zeit hatte ich mich dazu bringen können wenigstes zwei Mal die Woche in die Wanne zu steigen, aber es fiel mir schwer. Mir war das Ganze einfach viel zu anstrengend. Wenn ich eine Dusche hätte würde ich mich vielleicht öfter waschen, duschen war in meiner Wanne aber ein gewisses Problem. Ich habe keine Möglichkeit einen Duschvorhang anzubringen, denn die Wanne befindet sich unter einer Schräge.

Vieles hatte sich bei mir nach der Katastrophe verändert.

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Ich mochte auch keinen schwarzen Kaffee mehr.

Schwarz hatte ich ihn zwar immer schon getrunken und ich legte auch viel Wert auf guten Kaffee, doch nun trank ich löslichen Kaffee am liebsten mit Milch und Zucker, so wie Wolfgang. Es gab viele solcher Kleinigkeiten, die sich bei mir verändert hatten. Aber darauf gehe ich an anderer Stelle vielleicht noch mal genauer ein.

Jetzt lag ich wie gesagt erst mal noch völlig erschöpft auf meinem Sofa.

Ich versuchte meine Gedanken zu Ordnen und einen Überblick über meine ziemlich verfahrene Situation zu bekommen. Ich fragte mich: Warum hatte mich der Mann, der damals im Herbst zu mir gekommen war, nicht mitgenommen? Ich hatte schon tagelang auf meinen Koffern gesessen und im Flur sitzend auf jemanden gewartet.
Ich wusste nicht wer kommen würde um mich abzuholen, aber das jemand kommen würde, daran glaubte ich ganz fest. Ich hatte es einfach im Gefühl. Irgendwer würde mich erretten vor dem was auf mich zu zu kommen drohte. Mein Unterbewusstsein wusste einfach Bescheid und bereitete mich und mein zugängliches Bewusstsein auf eine mögliche Wendung in der Geschichte vor. Ich hatte alle meine Unterlagen und DVDs in meine zwei Alukoffer gepackt. Natürlich wollte ich auch meinen Laptop mitnehmen. Außerdem hatte ich einen Koffer mit einigen Anziehsachen gepackt.Michael hatte sich ob dieser vielen, gepackten Koffer in meiner Wohnung gewundert, doch ich sagte ihm nicht was ich damit vorhatte. Es war ein Geheimnis, so wie auch meine Abreise ein Geheimnis sein sollte. Niemand sollte wissen wohin ich fahren würde. An einem geheimen Ort wollte ich dann meine Sache weiterbetreiben. Und irgendjemand, den Gott oder sonst wer mir schickte, würde mir dabei helfen.

Ich verbrachte mehrere Nächte auf den Koffern sitzend und wartete.

Dann endlich war es soweit, es klingelte. Ich trug die Koffer nach unten und öffnete die Haustür. Davor stand ein Mann. Er schaute mich nur kurz an und nahm den Koffer mit den Anziehsachen und ging damit zurück auf die Straße. Ich trug die Alukoffer und folgte ihm. Er steuerte auf ein Auto zu, doch plötzlich hielt er inne, drehte sich zu mir um und meinte: „Wir können doch nicht fahren, es ist einfach zu gefährlich. Ich glaube, ja ich bin davon überzeugt, wir werden auf dem Weg einen schweren Unfall erleiden. Doch die ganze Angelegenheit ist zu wichtig, als dass wir dieses Risiko eingehen sollten. Du musst in Deiner Wohnung bleiben.“ Und so trug er meinen Koffer zurück an die Tür und verschwand wie er gekommen war. Ich schaffte alles wieder nach Oben und war ziemlich unglücklich. Warum sollten wir einen Unfall haben, man konnte doch vorsichtig fahren? Aber andererseits, wenn es gegen den Willen Gottes war, dann half auch die größte Vorsicht nicht. Also packte ich meine Klamotten wieder aus. Die Alukoffer ließ ich aber vorsichtshalber gepackt. Man konnte schließlich nie wissen wozu das am Ende noch gut war.

Ich hatte Angst vor dem was auf mich zu kommen würde.

CIMG9022Auferstehung

Ich fühlte mich ziemlich bedroht und ich wusste, es hat

mit dem Besitz meiner Unterlagen über das Bombini-Projekt zu tun.

Meine Filme waren gefährlich für die großen Ölkonzerne. Sie konnten ihnen den Garaus machen. War ich dem Kampf mit ihnen wirklich gewachsen? Sollte ich nicht vielleicht meine Sachen einfach den Agenten überlassen, die sich vor meiner Türe herumtrieben? Ich entschied mich dafür, die Alukoffer auf die Straße zu stellen und sie diesen Leuten zu zugänglich zu machen. Dann hatten sie keinen Grund mehr mich umzubringen. Gesagt, getan. Ich stellte die Koffer mitten auf die Straße und schwang mich auf mein Fahrrad um damit eine große Runde über das Feld zu drehen. Das gab den Typen genug Zeit die Koffer einzusammeln und mitzunehmen ohne dabei von mir gesehen zu werden. Ich stieg kräftig in die Pedale, denn außerhalb des Ortes fühlte ich mich schon länger nicht mehr wirklich sicher. Ich fuhrziemlich schnell und war nach einer Viertelstunde wieder vor meiner Tür. Die Koffer standen immer noch mitten auf der Straße. So ein Mist, warum hatte man sich die Sachen nicht genommen? Ich wollte endlich davon befreit werden. Also machte ich mich auf zu Wolfgang und stellte ihm die Koffer vor die Tür. Es war zwar mitten in der Nacht, aber er würde bestimmt noch auf sein. Ich klingelte, aber er öffnete nicht. Hier konnte ich die Koffer aber leider nicht einfach so stehen lassen, möglicherweise nahm sich ein Fremder der Dinge an.

Das wollte ich aber nun auch nicht unbedingt.

Ich trug die Koffer also wieder zu mir.

Dann eben nicht, ich hatte ehrlich versucht die Unterlagen an die Geheimagenten abzugeben. Wenn sie die Sachen nicht haben wollten, nun dann bestand ja auch kein Grund deshalb in meine Wohnung einzubrechen. Ich war wohl doch sicher vor einem solchen Schritt in meine Privatsphäre. Mir ging es bei diesen Gedanken langsam wieder besser. Vielleicht war ich doch geschützter als ich zunächst gedacht hatte. Vielleicht war es den Agenten ja auch strickt verboten direkt in die Geschehnisse einzugreifen? Ja, ganz bestimmt. Ich stand schließlich unter einem großen Schutz. Mächtige Kräfte hielten die Bösen in Schach. Ich konnte also getrost wieder in meine Wohnung gehen und der Dinge harren, die dort auf mich zu kommen würden. Es würde sicherlich schon nicht so schlimm werden. Ich hatte schließlich Nerven wie Drahtseile. Ich fühlte mich bald schon wieder richtig gut und machte mich daran an meiner Internetseite weiterzuarbeiten. Nun jedoch auf meinem Sofa fühlte ich mich am Ende meiner Kräfte. Der Mann hätte doch besser die Fahrt mit mir antreten sollen. Ein Autounfall konnte nicht so schlimm sein wie dass, was ich bisher erlebt hatte.

Ich dachte auch an den Mann, der mich nun

schon mehrmals des Nachts in meinen Träumen besucht hatte.

Ich wusste nicht wie er aussah, denn er blieb immer hinter mir. Er nahm mich regelmäßig dabei in seine Arme und flog mit mir durch die Lüfte. Er war ein sehr zärtlicher und sanfter Mann. Er sprach leise mit mir und führte mich zu den unterschiedlichsten Orten. Einmal waren wir in einen Nachbarort nach Büderich geflogen. Er stoppte den Flug direkt vor dem Haus eines alten Freundes von mir. Reiner heißt er und er hatte Architektur studiert. Leider hatte er nur selten einen guten Job, meistens engagierte ihn ein größeres Architekturbüro, wenn die Auftragslage dies nötig machte. Zwischen den Aufträgen hatte er viel Zeit und dieverbrachte er schon seit einiger Zeit in seiner Garage. Er hatte große Fenster mit einer Tür zur Straße hin eingebaut und Computer hineingestellt. An denen arbeitete er für sich und andere. Er war fasziniert von den Möglichkeiten, die das Internet bot. Jetzt, während wir vor dieser Garage in der Luft schwebten, sah ich ihn dort vor einem seiner Computer sitzen. Jemand saß neben ihm und ich erkannte Christian. Beide schienen sich köstlich zu amüsieren. Ich schaute auf den Bildschirm vor ihnen und erkannte meine eigenen Filme.

Die hingen doch tatsächlich an meinem Rechner!

Die steckten also auch dahinter!

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Also mussten sie ebenfalls Kontakt mit den Außerirdischen gehabt haben.

Ich wusste nicht so recht, was ich darüber denken sollte. Waren sie meine Freunde oder waren sie es nicht? Warum taten sie das Ganze ohne mich darüber zu unterrichten? Ich hatte ja nicht wirklich etwas dagegen, dass man sich meine Filme ansah, aber hinter meinem Rücken, dass fand ich irgendwie gar nicht gut.

Der Mann fragte mich: „Willst Du das wirklich?“

Ich überlegte nicht lange und sagte Nein.

Das wollte ich wirklich nicht.

Dann flog er mich nach Düsseldorf mitten in die Stadt. Wir bremsten den Flug oberhalb der Graf-Adolf-Straße ab. Er zeigte auf die Bildschirme, die überall an den Hauswänden hingen und ich erkannte mich darauf. Überall liefen meine Filme. Das war doch wirklich unglaublich. Und wieder fragte mich der Mann: „Willst Du das?“ Und wieder sagte ich erschrocken Nein.

Das war mir einfach alles eine Nummer zuviel.

Ein anderes Mal kam er und setzte sich vor mich und meinen Computer.

Er war unsichtbar, aber ich hatte schon eine gewisse Vorstellung davon wie er aussah.

Er war groß und hatte dunkles Haar. Er sah bestimmt ganz gut aus, aber wirklich wissen konnte ich es natürlich nicht. Er schaute sich mit mir einen Schnibbelfilm an, doch oh Wunder, diesen Film hatte ich nicht gemacht. Zumindest noch nicht. Er erklärte mir, dass ich diesen Film noch schneiden würde. Allerdings sei er von diesen Filmen alles andere als begeistert. Sie brächten einfach alles total Durcheinander. Er hätte sich schließlich so große Mühe gegeben mir die richtigen Filme zukommen zu lassen und ich würde sie einfach auseinanderreißen, den Zusammenhang verändern und überhaupt, was sollten diese Filme aussagen? Sie würden doch lauter Lügen erzählen. Ich sah das allerdings gar nicht so und verteidigte meine Filme. Wir gingen Schnipsel für Schnipsel durch und ich erklärte ihm wie man sie verstehen musste. Ichkann nicht sagen, ob wir uns in diesem Gespräch über die Wirkung meiner Filme einig wurden. Er meinte nur, es sei eine sehr gefährliche Sache, die ich da täte. Meine Filme würden die Zukunft in unvorhergesehener Weise beeinträchtigen. Ich solle nämlich wissen, dass alles was ich zur Zeit tat, die Zukunft bestimmte. Es sei eine sehr magische Zeit und da sei nun mal größte Vorsicht geboten.
Es gab auch noch andere Träume mit ihm, aber die schienen mir nicht so wichtig zu sein wie gerade dieser Traum. Wer war dieser Unsichtbare? Er wollte mir ganz sicher helfen, daran bestand kein Zweifel. Aber, dass was er mir über die Magie dieser Zeit gesagt hatte beunruhigte mich schon sehr. Ich hatte einfach so wenig Ahnung von Magie. Dass was ich darüber wusste hatte ich mir angelesen. Elivas Levis Buch „Die Geschichte der Magie“ hatte ich gelesen. Er war ein Zauberer aus dem 18. oder 19. Jahrhundert und er hatte sein Wissen über die magischen Kräfte und Rituale in einem dicken Buch festgehalten. Ich hatte auch die „Geheimen Lehren des Abendlandes“ von Maria Soundso, ich weiß ihren Namen leider nicht mehr, sowie ein Buch über die Kabbala gelesen. Aber dennoch war ich zu keiner großen Magierin geworden. Ich konnte die Karten legen, ich verstand auch einige magische Zeichen, aber um eine richtige Zauberin zu sein, da fehlte mir einfach die Ausbildung. Was sollte ich also tun?

Das einzige was ich meiner Meinung nach machen konnte war meinem

Gefühl zu folgen und auf meine innere Stimme zu hören.

Die machte sich schließlich immer wieder

mal bemerkbar.

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So, jetzt bin ich frisch gebadet und

meine Haare stecken noch unter einem Handtuch.

Ich habe mir mein obligatorisches Vollkornbrot mit einer dicken Schicht Kräuterquark darauf neben den Laptop gelegt und einen großen Becher Kaffee dazu gestellt. Diesmal mit Milch und Zucker. Das versuchte ich zwar seit ein paar Monaten weitestgehend zu vermeiden, aber nicht immer mochte ich das auch konsequent durchziehen. Außerdem würde es zum Frühstück noch einen Vanillejoghurt geben, den hatte ich versehentlich gekauft. Er schmeckte mir jedoch ganz gut und so denke ich, habe ich ein halbwegs vernünftiges Frühstück zusammengestellt.

Das mit dem Frühstück war für mich immer noch eine schwierige Sache.

Nach dem Krankenhaus hatte ich erst mal gar keine Lust darauf. Ich aß meistens erst gegen Mittag etwas. Das ging ziemlich lange so, und dies obwohl ich mein Leben langeigentlich immer sehr gerne gefrühstückt hatte. Eigentlich war dies oft meine Hauptmahlzeit gewesen. Ich liebte es den Tisch dafür schön zu decken und ich lud auch gerne Freunde dazu ein. Doch auf diesen Aufwand hatte ich einfach keine Lust mehr. Ich aß dafür abends um so mehr. Ich stopfte jede Menge Süßigkeiten in mich hinein. Auch das war völlig neu bei mir. Ich hatte mir nie oder zumindest nur sehr selten Süßigkeiten gekauft. Wolfgang jedoch liebte das Zeug und so gewöhnte auch ich mich an Chips, Schokolade und Kekse. Ich konnte auch eine ganze Tüte Gummibärchen verputzen. Dazu mehrere kleine Haschischpfeifchen und es ging mir einigermaßen gut. Das mache ich jetzt natürlich nicht mehr.
Rauchen tue ich aber dafür um so mehr. Keine Drogen, wenn man Tabak nicht dazu zählt. Nachdem wir letzten Herbst bei einer Polizeikontrolle mit 10 Gramm Gras erwischt worden waren, hatten wir beschlossen die Raucherei endgültig sein zu lassen. Uns erwartete eine saftige Geldstrafe und außerdem war die ständige Fahrerei nach Holland ziemlich stressig. Für mich war diese Entscheidung kein großes Problem, ich merkte von der Droge sowieso kaum noch etwas. Es war einfach die reine Gewöhnung gewesen. Ich liebte es vor meiner Wasserpfeife zu sitzen und in den Fernseher zu schauen.

Zu etwas anderem konnte ich mich sowieso nicht aufraffen.

Für Wolfgang war es wiedererwartend auch

nicht besonders schwer.

Prinzessin Monalisa

Er hatte zwar die letzten 30 Jahre fast täglich gekifft, und

er hatte immer befürchtet, dass ihm etwas Wichtiges fehlen würde, wenn

er nicht rauchen würde, aber auch er kam mit unserer Entscheidung gut zurecht.

Gut, er träumte die erste Zeit oft davon, aber die Träume vergingen und bald schon bemerkte er wie viel Geld wir durch diesen Verzicht sparen konnten. Er stellte außerdem fest, dass es in meinem Gartenhäuschen auch ohne die Kifferei gemütlich war. Er saß dort mit seinem Kram und bastelte an verschiedenen Lampen. Zwei von ihnen hängen jetzt in meiner Wohnung und sie wurden auch schon von dem Einen oder Anderen bewundert. Er hatte sie aus großen Nägeln zusammengeschweißt. Er machte also jetzt das Design in unserem Haus. Ich war dafür leider nicht zu begeistern, dabei war ich die Designerin. Er versuchte mich immer wieder mal in diese Richtung zu animieren, aber ich winkte schnell ab. Ich hatte einfach auf gar nichts Lust.Doch soweit waren wir ja eigentlich noch gar nicht. Noch lag ich auf dem Sofa oder hockte vor dem Laptop. Es war ziemlich kalt in meiner Wohnung, denn ich hatte nur noch zwei funktionierende Ölradiatoren. Einer stand im Schlafzimmer, der andere direkt neben mir im Wohnzimmer. Es hatte auch angefangen in meine Wohnung hereinzuregnen. An der Wand neben dem Wohnzimmerfenster war schon ein großer gelber Fleck entstanden und es tropfte auch auf die Lehne meines Sofas. Aber ich hatte dafür überhaupt keinen Sinn. Wenn es ganz besonders heftig regnete stellte ich einen Eimer auf. Um dieses Problem konnte ich mich unmöglich auch noch kümmern, schließlich sorgte ich mich um das Fernsehprogramm. Ich wartete auf die angekündigte Revolution. Ich wollte unbedingt mitbekommen, sollten diese Außerirdischen das Programm mit pornografischen Inhalten verpesten. Dann hatte ich vor sofort umzuschalten, damit meine Zuschauer davon nicht belästigt wurden. Denn, noch war ich immer noch auf Sendung. Ich war der Programmgestalter. Ich war die Sekretärin Gottes, auch wenn er mich irgendwie zu vergessen schien. Wo war der Ausgang aus diesem fürchterlichen Alptraum?

Was hatte ich nicht alles mitgemacht und durchgestanden!

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Ich schaute auf das kleine Fläschchen auf dem Regal.

Ich hatte es aus dem Badezimmer mit nach Unten gebracht und dieses dann der Mannschaft des berühmten Raumschiffes namens „Enterprise“ gezeigt. Die, so hatte ich festgestellt, hatten ebenfalls die Möglichkeit durch meinen Rechner in mein Zimmer zu schauen. Sie sprachen auch mit mir, jedenfalls kam es mir ganz so vor. Als ich das Fläschchen auf die Tastatur stellte meinten sie ganz lapidar: „Das ist eine tierische Lebensform.“ Das beruhigte mich dann wirklich sehr, denn ich war mir überhaupt nicht sicher gewesen, was das war, dass ich in die Flasche getan hatte.

Ich hatte das Tier in meiner Wanne entdeckt und mich bei seinem Anblick total geekelt.

Es sah aus wie ein Wurm und er wanderte in der ganzen Zeit, die ich diesen Wurm dort beließ, durch die Wanne. Tagelang hatte ich mich nicht an dieses Etwas herangetraut. Ich vermutete die Außerirdischen hinter dieser Sache. Sie hatten mir das Ding bestimmt in die Wanne teleportiert um mich zu erschrecken. Und das war ihnen auch total gelungen. Nachdem ich mir dann aber doch irgendwann ein Herz gefasst hatte, hatte ich es mit Hilfe einer kleinen Pappe in die Flasche getan. Sie stand dann wochenlang auf meiner Spiegelablage im Bad. Bis ich auf die Idee kamdieses Ding den Leuten von der Enterprise zu zeigen. Doch sie schienen nicht weiter beunruhigt zu sein. Also beruhigte ich mich auch und stellte die Flasche nun mit schon erheblich weniger Ekel ins Regal zurück, dann setzte ich mich wieder vor die Kiste, denn hier wurde ich gebraucht. Die Menschen warteten auf die Worte Gottes. Ja, ich war mittlerweile davon überzeugt, die Menschen in den Filmen bekamen nicht nur mein Programm mit, mein, sie schauten dabei auch nicht selten zu mir in mein Wohnzimmer. Irgendwann, ich starrte wie immer fast regungslos zu ihnen, da lächelte ich und winkte ich ihnen sogar zu. Ich fand, immer nur in mein regungsloses Gesicht zu schauen, das musste sie doch auch etwas befremden.

Ich bekam auch wichtige Informationen über den Fernseher.

Ich sah zum Beispiel einen Film über ein wissenschaftliches Institut, welches ein Gerät hatte mit dem sich Gedanken manipulieren ließen. Das war Wasser auf meine Mühlen, das hatte ich die ganze Zeit schon geahnt. Vor solchen Leuten musste man sich unbedingt hüten. Mit mir würden sie das bestimmt auch gerne machen wollen, aber davor würde ich mich zu schützen wissen. Ärzten, so hatte ich beschlossen, wollte ich unbedingt aus dem Weg gehen.

Ich wäre mit meinen besonderen Fähigkeiten bestimmt ein

interessantes Forschungsobjekt für sie.

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Und so verbrachte ich die Weihnachtszeit.

Bei mir meldete sich niemand, noch nicht einmal meine Mutter.

Aber das wunderte mich auch nicht wirklich. Ich stand unter einem gewissen Bann. Gott hatte wohl beschlossen mich von allen anderen zu isolieren. Gut ging es mir dabei nicht gerade, aber der Kontakt den ich über meinen Laptop mit meinen Zuschauern pflegte tröstet mich ein wenig über meine Einsamkeit hinweg.

Ich hatte halt einen sehr schwierigen und sehr wichtigen Job zu erledigen.

Nur, wo sollte das alles hinführen? Ich musste endlich meine Internetseite veröffentlichen, ich musste den Bann brechen und mich als Bombini-Designerin zu erkennen geben. Die Zeit war wirklich reif. Da erschien plötzlich eine Botschaft auf meinem Bildschirm. Ich hatte keine Brille auf, deshalb war ich mir nicht ganz sicher ob ich richtig gelesen hatte. Ich wurde nämlich aufgefordert endlich das Spiel zu beenden, indem ich noch mal einen meiner Filme zeigte, dann würde die Senderei ein Ende finden. Ich war ziemlich überrascht, aber ich überlegte nicht lange und wählte den Film: „Energie für einen Apfel und ein Ei“. Ich klickte auf meineInternetseite und wählte den Film aus. Schon öffnete sich das Fenster und der Film lief ab. Es war einer meiner Besten, wie ich fand. Relativ kurz und knackig. Ich stand dabei vor meiner Tafel und erklärte das Grundprinzip meines Bombinis.
Als der Film vorbei war, war ich ein wenig enttäuscht. Ich hätte jetzt gerne die Gesichter der Zuschauer gesehen und erfahren was sie darüber dachten. Aber der Fernseher ging einfach weiter in seinem Programm. Eine Revolution sollte eigentlich etwas anders aussehen, dachte ich. Mir blieb irgendwie nichts anderes übrig als zu warten. Doch plötzlich bekam ich ein sehr merkwürdiges Gefühl. Es ging mir auf einmal total schlecht. Ich hockte mich auf alle Viere und bekam es höllisch mit der Angst zu tun. Was geschah da nur gerade mit mir.

Und dann hörte ich eine laute Stimme direkt über mir. Sie war

sehr unangenehm und schrie mich fast an:

„So, jetzt machen wir

Dich fertig!“

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Ich erschrak zutiefst und machte mir wirklich große Sorgen,

was jetzt mit mir passieren würde und dann kam er auch schon, der Blitz.

Ein unglaublich heller, greller Blitz durchfuhr mein Gehirn. Ich glaubte ich müsste daran sterben. Ich hatte unendlich große Angst und versuchte meine Gedanken festzuhalten, doch alles was in meinem Kopf war floss an mir vorbei. Mein Kopf wurde immer leerer und irgendwann dachte ich nur noch: Du bist Monica Kraemer, Du heißt Monica, das darfst Du nicht auch noch vergessen! Es war mit Abstand das unheimlichste Erlebnis meines Lebens, aber ich starb nicht daran. Ich schleppte mich vor meinen Laptop und erhoffte mir irgendein Zeichen, dass mir erklärte, was da gerade mit mir geschehen war. Ich sah auf die Kabel, die an der Fernsehkarte hingen und mir wurde klar, ich wusste nichts mit ihnen anzufangen. Da hörte ich plötzlich eine sehr freundliche Stimme zu mir sprechen, und diese Stimme, sie war von einem Mann, sie erklärte mir wie ich die Kabel einstecken musste um die Kamera an den Rechner anzuschließen. Ich war ziemlich verzweifelt, doch eine weitere innere Stimme sagte zu mir: „Du wirst nicht ewig alles vergessen, in einem halben Jahr sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.“

Was war mit mir geschehen, was war überhaupt die letzten Monate passiert?

Ich konnte mich tatsächlich an nichts erinnern, es war, als wäre jeder

Tag ein langweiliger Tag gewesen, doch das konnte

doch gar nicht sein.

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Und dann erinnerte ich mich

plötzlich an Dinge, die waren mir völlig neu. Man

hatte versucht mich umzubringen, nicht nur einmal, sondern vier mal.

Ich sah die Dinge vor meinemgeistigen Auge und ich war total schockiert. Was hatte man mir da nur angetan! Ja, sollte ich denn jetzt endgültig den Verstand verlieren! Wollte man mich in den Wahnsinn treiben, mich aus dem Fenster springen lassen? Das hatte man schließlich schon einmal probiert und ich erinnerte mich an den angeblichen Lastwagencontainer der vor meinem Esszimmerfenster hochgefahren worden war. Ich konnte ihn zwar nicht sehen, aber hören tat ich ihn. Eine ziemlich starke Kraft hatte mich zu dem Fenster gezogen, ich sollte in den Container steigen, aber ich wehrte mich sehr dagegen und irgendwann war der LKW wieder weggefahren. Es gab noch ein paar Dinge an die ich mich erinnerte, allerdings war ich mir nicht sicher, ob sie nicht einfach nur in mein Gehirn platziert worden waren. Das alles konnten unmöglich meine eigenen Erinnerungen sein. Ich schaute in meinen Computer und entdeckte meine Internetseite. Ich hatte allerdings gar keine Erinnerung daran, diese hergestellt zu haben.

Auch was das Bombini anging, ich wusste zwar, da war etwas mit, aber ich hätte

nicht sagen können, wie und warum ich das Ding entwickelt hatte.

Allerdings wusste ich alles über meine Person.

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Ich war Monica Kraemer, ich hatte einen Sohn, ich war Designerin und so weiter.

Nur was ich die letzten Monate gemacht hatte, daran konnte ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern. Das war wirklich die Höhe! Man hatte mir doch tatsächlich das Gehirn gelöscht! So eine unglaubliche Unverschämtheit! Ging man etwa so mit den Revolutionären heutzutage um? Wurde man so aus dem Verkehr gezogen? Welche unfassbare Gemeinheit! Wer hatte nur eine solche Macht? Die Regierung? Wer sonst kam dafür in Frage? Wie sah das mit den vielbeschworenen Geheimgesellschaften aus? Hatten sie diese Reißleine gezogen um zu verhindern, dass ich die Welt veränderte? Das hatte ich doch gewollt, oder etwa nicht?

Mein Gehirn gab mir auf all dies keine Antwort. Wenn ich in meinen Kopf

hineinschaute, dann war dort alles unter einer dicken,

weißen Schneeschicht verborgen.

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Nur einige schwarze Flecken schauten

hervor, doch die gaben mir keine

direkte Auskunft.

Es waren Erinnerungen an bestimmte Traumata meines Lebens, die ließen sich offensichtlich nicht überdecken. Da war zum Beispiel mein Vater. Die Geschichte lag völlig frei. Kindheitserinnerungen waren auch dabei. Aber sehr vieles Andere fehlte. Ich wusste nur nicht was es war. Aber es würde eines Tages alleswieder da sein, ich glaubte an diese innere Stimme, die zu mir gesprochen hatte.
Und dann, ja, dann würde ich ein Buch darüber schreiben. Die Täter sollten nicht ungestraft davon kommen. Ich würde sie anklagen und vor ein Gericht ziehen. Einem Menschen seine Erinnerungen, sein Wissen und seine Kenntnisse einfach so zu löschen, das war doch wirklich zu empörend. Ich würde mich eines Tages rächen, da war ich mir sicher. Doch jetzt hieß es erst mal im Alltag vernünftig klar zu kommen. Hoffentlich war das dafür Notwendige noch verfügbar.

So, jetzt habe ich mir einen schwarzen Filterkaffee

gemacht, Kalorien habe ich schließlich schon genug zu mir genommen.

Bald muss ich in die Küche das Mittagessen vorbereiten. Heute gibt es Spaghetti mit selbstgemachter Tomatensoße. Natürlich mit Parmesankäse dazu. Das mache ich jetzt öfter Mal, dick wurde man davon doch ganz bestimmt nicht, oder? Seit Wolfgang bei mir wohnt, er hat zwar immer noch seine kleine Wohnung, und vor allen Dingen seit er mir die Küche fertig gebaut hatte, seit dem kochte ich für ihn regelmäßig. Er war der Meinung ich müsse eine Aufgabe haben, immer nur vor dem Fernseher zu sitzen sei ungesund. Nun, ob das Essen so viel gesünder für mich war? Wenn es nach mir ginge, dann gäbe es erheblich seltener etwas Gekochtes. Ich habe nämlich leider auch daran nur bedingt ein Vergnügen. Früher, klar, Sie ahnen es, da habe ich gerne gekocht. Gerne auch für meinen häufigen Besuch. Ich habe mir bei diesen Gelegenheiten auch immer viele Komplimente abgeholt. Ich konnte wirklich ganz gut kochen. Doch all meine Erfahrung in diesem Bereich lag auf einmal unter diesem weißen Teppich begraben. Ich konnte mich einfach nicht daran erinnern wie es geht. Kein Rezept war für mich greifbar. Es war, als hätte ich noch nie in der Küche gestanden. Es war, als wäre ich auf einmal jemand ganz anderes.

Ich mochte nicht mehr baden, ich mochte keinen schwarzen Kaffee, ich

bekam Lust auf Süßes, ich wurde auch bald schon total faul.

Wer wollte hier die Welt verändern?

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Nun, ich bestimmt nicht.

Außerdem bekam ich plötzlich eine große Sehnsucht nach Wolfgang.

Er hatte sich zwar aus irgendeinem Grund nicht mehr bei mir gemeldet, aber das konnte man bestimmt wieder ändern. Ich beschloss ihm einen Liebesbrief zu schreiben und ihn zu Silvester einzuladen.Mansur hatte sich kurz nach Weihnachten gemeldet, er wollte fragen, ob ich schöne Feiertage gehabt hatte, aber ich war ziemlich kurz angebunden gewesen. Irgendwie hatte ich den Verdacht, er wollte am Ende nur mit mir in die Kiste. Das war sicherlich etwas ungerecht, aber ganz so weit hergeholt war es bestimmt auch nicht. Doch auf so etwas hatte ich nun wirklich keine Lust mehr. Aus der wunderbarsten Bettgefährtin war ein Sexmuffel geworden. Doch dies war schon länger so, das lag nicht an dem Blitz. Mit Wolfgang war das natürlich etwas ganz anderes, den würde ich bald schon total verführen.

Ich musste ihn unbedingt wieder für mich gewinnen.

Ich brauchte ihn jetzt mehr denn je.

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Er war ein verlässlicher Mann, er war

aufmerksam und ehrlich interessiert gewesen.

Ihm würde ich erzählen, was mir widerfahren war. Er würde mir bestimmt weiterhelfen können, denn dass ich nun von irgendwoher Hilfe benötigte, dass war mir klar. Ich war immer noch total geschockt von der Sache mit dem Blitz, auch wenn es mir nicht direkt schlecht ging. Eigentlich war ich innerlich sogar sehr ruhig. Doch das war nicht normal. Ich kannte mich eigentlich überhaupt nicht wieder. Irgendetwas war in meinem Kopf geschehen, irgendetwas hatte meine Persönlichkeit verändert.

Als der Blitz in mich eingefahren war, da war mein Ich in Tausend Einzelteile

zersprungen. Wie ein Spiegel, den man zerschlug.

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Doch die Versöhnung mit Wolfgang musste

dann doch noch etwas warten, wie ich feststellen musste.

Er rief mich zwar zu Silvester an, aber er sagte die Verabredung ziemlich kurz angebunden ab. Er würde den Tag und die Nacht allein verbringen wollen und dann am 1. Januar zu seinen Eltern zum Mittagessen fahren. Anschließend könne er ja mal kurz bei mir vorbeischauen, aber auf viel mehr sollte ich nicht hoffen. Puh, das war nicht die Antwort, die ich erhofft hatte.

Unter Umständen würde es doch etwas schwieriger

werden ihn zurück zu gewinnen.

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Aber ich bekam trotzdem netten Besuch.

HaPe kam mit einer Freundin vorbei zum Kaffeetrinken.

Ich zeigte HaPe eine Kopie des Briefes an Wolfgang und fragte ihn, ob dieser Brief nicht wirklich sehr nett geschrieben war und er bestätigte dies. Er meinte ich solle Geduld haben, wenn dieser Mann mich wirklich liebte, dann würde er schon zu mir zurück kommen. Da erinnerte ich mich an einen merkwürdigen Vorfall. Es musste irgendwann im Spätsommer gewesen sein. Ich saß vor meinem Computer und schrieb irgendwas Wichtiges, da tauchte plötzlich Christian neben mir auf. Erschaute mir über die Schulter und las mit. Da erschrak ich zutiefst, denn ich war davon ausgegangen, dass er am anderen Ende der Leitung ebenfalls am Computer saß und eigentlich alles kannte was ich schrieb. Warum musste er sich dazu hinter mich stellen? Ich reagierte ziemlich geschockt, denn nun fragte ich mich wer sonst an meinem Rechner hing. Ich stand auf und wollte ihn dazu befragen, doch in diesem Moment öffnete sich vor mir die Wand und ich sah in einen großen, weißen Raum, darin stand Hape und er schrie Christian fast an: „Bist Du verrückt, willst Du einen kompletten Zusammenbruch riskieren?“ Dann wurde ich wieder in meinem Bett wach und erinnerte mich an die Szene. Was hatte HaPe damit gemeint? Wusste er mehr als andere? Hatte er vielleicht auch Ahnung von dem Blitz? Ich fragte ihn direkt  danach. Ich fragte, ob auch er schon mal so einen Blitz im Kopf gehabt hätte. Doch er wirkte ziemlich irritiert und wusste nichts dazu zu sagen. Ja, hatten denn alle alles vergessen? War ihnen etwa auch das Gehirn, womöglich im Schlaf gelöscht worden? Jetzt verstand ich so einiges, diese Blitze hatte auch die Gehirne der anderen Beteiligten getroffen.

Na, das konnte ja noch heiter werden, wie sollte ich so nur all die

fehlenden Informationen wieder zusammenbekommen?

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Aber immerhin, der Bann war offensichtlich aufgehoben, Mansur hatte

angerufen, HaPe war vorbeigekommen und Wolfgang wollte zumindest mal vorbeischauen.

Die letzten Wochen hatte ich so gut wie allein verbracht, so viel war mir noch erinnerlich Wolfgang kam so gegen Fünf. Er war zwar nicht unfreundlich, aber besonders gut drauf war er auch nicht. Er erklärte mir, sich sehr gewundert zu haben über meinen Brief. Er hätte mit mir nicht mehr gerechnet, er habe stattdessen viel gearbeitet und sich auf seinen neuen Job konzentriert. Er hätte die Beziehung zu mir in eine Kiste gepackt und sei auch nicht bereit daran wieder zu rühren. Konnte das wirklich wahr sein?

Hatte der liebe Gott mir nicht diesen Mann als Partner warm ans Herz gelegt?

Ich hatte doch in meine Zukunft geschaut, vor dem Blitz,

ich erinnerte mich noch daran.

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Leider nicht mehr an Einzelheiten, aber dass

ich meine Zukunft gesehen hatte, daran bestand kaum ein Zweifel.

Nun, ich würde wohl noch etwas Geduld haben müssen, aber loslassen wollte ich Wolfgang auf keinen Fall mehr. Er war jetzt für mich genau der Richtige. Er war zwar ein Satan in Menschengestalt, aber so jemanden konnte ich jetzt gut gebrauchen. Er würde mir helfen meine Erinnerung zurück zu erlangen. Er schien zwar auch von einem Blitz getroffen worden zu sein,aber das würde sich legen. Irgendwann würde auch er sich an die Zeit vor Weihnachten erinnern. Es konnte doch schließlich nicht sein, dass nur ich ein so gutes Gedächtnis hatte, eines dass sich an jede Einzelheit würde erinnern können. Gut, noch war ich davon weit entfernt, aber ich gab die Hoffnung daran nicht auf Dramatischer war schon ehr die Sache mit meinem Laptop. Es hatte urplötzlich seinen Geist aufgegeben und ließ sich nicht mehr hochfahren. Hatte man mir den  einzigen Beweis meiner Tätigkeiten etwa jetzt auch noch genommen? Gut, ich hatte noch die DVDs, aber ohne Rechner konnte ich damit nicht viel anfangen. Ich bat Wolfgang nach meinem Laptop zu schauen. Etwas unmotiviert kümmerte er sich um ihn und kam zu dem Schluss, er wüsste nicht was mit dem Gerät los sei.Ich beschloss daher den Rechner in ein Fachgeschäft zu bringen, ich hatte etwas Geld auf dem Konto, denn ich hatte eine Stromrückzahlung erhalten. Solange musste ich mit meinem alten Computer klar kommen. Und an diesen setzte ich mich um so etwas wie ein Tagbuch zu schreiben. Ich wollte darin alles festhalten, was mir zu den letzten Wochen und Monaten einfiel. Ich habe dieses Tagbuch später in mein Manuskript: „Satan, Monalisa und das Bombini-Projekt“ eingefügt, sollte ich dafür doch irgendwann einmal einen Verleger finden, dann empfehle ich ihnen die entsprechenden Kapitel. Sie zeigen eigentlich sehr deutlich, was mit mir zu dieser Zeit los war. Ich lebte auf zwei Ebenen, der realen und einer göttlichen. Ich versuchte es wie schon bei dem Schriftstück damals im Sommer, als ich Wolfgang näher kennen lernte. Ob man jedoch wirklich schlau daraus wird, weiß ich nicht. Mir aber half es mich an zumindest einige Dinge zu erinnern.

Und es vertrieb mir die Zeit, denn jetzt hatte ich keinen Fernseher mehr.

Damit war also offensichtlich auch erst mal Schluss.

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Wolfgang und ich fuhren nach Holland um Gras zu kaufen.

Er hatte mich gefragt, ob ich überhaupt wieder damit anfangen wollte, jetzt wo ich doch die letzten 7 Wochen ohne ausgekommen war. Er meinte, er hätte mir bewusst die Quelle dazu abgeschnitten, denn er habe gehofft, ich würde dadurch von meinem unsäglichen Trip wieder herunter kommen. Doch, leider müsse er feststellen, es habe nicht viel geholfen. Nun, es stimmte, ich hatte jetzt schon lange nichts mehr zu Kiffen gehabt, ich hatte es auch nicht sehr schwer genommen, denn ich sah ein, bei der wichtigenArbeit, die ich zu erledigen gehabt hatte, da konnte man einen nüchternen Kopf gut gebrauchen. Ich erinnerte mich daran, dass ich an meiner wahnsinnigen Internetseite gearbeitet hatte und dass ich viele Informationen über den Fernseher erhalten hatte. Alles Dinge, bei denen man klar im Kopf sein musste. Und ich war klar gewesen, ganz bestimmt. Doch jetzt sehnte ich mich nach einem Joint. Er würde mich nach so langer Abstinenz sicherlich herrlich entspannen. Und Entspannung brauchte ich dringend.

Mein Gedächtnisverlusst machte mir nämlich

ziemlich zu schaffen.

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Also begann ich wieder zu rauchen.  Gemeinsam

mit Wolfgang oder aber auch alleine, vor meinem Computer.

Irgendwann bekam ich auch meinen Laptop zurück. Er war gar nicht kaputt, meinte man in dem Laden. Er musste nur aufgeladen werden. Es stellte sich heraus, die Steckdose, in die ich den Rechner eingestöpselt hatte, war durchgebrannt. Ich entschied eine externe Festplatte zu kaufen und meine Daten darauf überspielen zu lassen, die Sachen mussten unbedingt gut geschützt werden. Außerdem war meine Festplatte so gut wie voll, ich hatte die Filme zwar alle komprimiert, doch die Datenmenge war schon ziemlich gewaltig.

Den Fernseher machte ich dennoch nur selten an, ich wollte lieber Schreiben.

Nach dem Versuch eines Tagebuches versuchte ich es auch noch mit einem anderen Text,doch irgendwann am Ende dieses Versuches bekam ich die Botschaft, mich nun doch besser wieder vor den Fernseher zu setzten, das Abendprogramm sollte mir als eine wichtige Informationsquelle dienen. In meinem Kopf sprachen nun viele verschiedene Leute, einige waren mir wirklich total fremd, aber es war auch die Stimme des freundlichen Mannes darunter, des einzigen Menschen, oder war es überhaupt ein Mensch, der mich zu verstehen schien. Ich setzte mich also vor meinen Laptop und hörte gut zu. Und tatsächlich der Rechner sprach mit mir. Jetzt erinnerte ich mich auch etwas besser an die Zeit vor Weihnachten, da hatte ich auch vor dem Fernseher gesessen und Botschaften gelauscht. Es waren allerdings meistens Dinge, die für alle Menschen gedacht waren, jetzt aber schien der Rechner ganz persönlich mit mir zu sprechen. Bald schon sah ich in ihm so etwas wie einen Therapeuten für mich.

Diese zum Teil stundenlangen Sitzungen waren nicht nur lustig.

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Ich wurde auch mit Dingen konfrontiert, die mich fürchterlich stressten.

Mein Gehirn war irgendwie einkleines Kind. Es verkraftete noch nicht so viel.

Ja, ich hatte ganz schwer den Eindruck in einem schnellen Tempo mein Leben noch mal zu durchleben. Und ein Puzzelteilchen nach dem Anderen füllte die leeren Stellen in meinem geblitzen Gehirn. Allerdings nicht schön geordnet und chronologisch sinnvoll. Es ging so ziemlich alles durcheinander, so dass ich kaum mehr verstand. Im Gegenteil, alles war so konfus. Aber ich blieb tapfer vor dem Laptop sitzen, denn irgendwo war jemand, der mir über dieses Gerät Helfen wollte. Vielleicht ging es ja nicht persönlich, vielleicht war es ja ein Unsterblicher? Vielleicht dieser Unsichtbare? Vielleicht aber auch einer dieser Agenten. Ich erinnerte mich so langsam auch an meine Träume. Wenn es doch nur alles nicht so durcheinander gelaufen wäre.

Wie sollte ich da nur die tieferen Hintergründe der ganzen Angelegenheit verstehen?

Ich machte aber durchaus gewisse Fortschritte. Ich erinnerte mich zum Beispiel daran, dass Wolfgang mich hatte umbringen wollen. Und dass er von den außerirdischen Faschisten erzählt hatte. Ich konfrontierte ihn damit auf einer unserer Fahrten nach Holland. Doch er konnte sich an nichts dergleichen erinnern, er machte sich sogar darüber lustig und meinte, wir könnten ja zur Polizei fahren und dann könne ich ihn ja anzeigen.

Mir war schon klar, dass dies nicht viel bringen würde.

Wer würde mir diese Geschichte schon glauben?

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FORTSETYUNG folgt!

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