Das GL{CKSEI

Rechtsrock-Konzert in ThüringenBild zu Bayern München - Borussia Mönchengladbach, Bundesliga, Niko Kovac, PressekonferenzBrett KavanaughAirsoft, Pistole, Waffe, Munition, ZielscheibenBanksy Bild, AuktionDonald Trump, Brett KavanaughAktualisiert am 07. Oktober 2018, 09:23 Uhr

Votum ist für Trump ein

großer Erfolg…

So kann jeder Plastikmüll vermeiden

Bild zu PlastikmüllFormel 1 - Großer Preis von JapanBlaulicht, Polizei, NachtAktualisiert am 06. Oktober 2018, 22:06 Uhr

Illegales Autorennen?

Bild zu Smart vor Shell-Tankstelle Hirsch lebt mit RindernAktualisiert am 07.10.2018, 13:33 Uhr

Programm f[r den 7.10.2018

No NWO Titelbild

Me/lan/i/a Trump ist „nicht immer einverstanden“

First Lady Trump besucht Ägypten

US-Präsident Donald Trump benutzt den Kurznachrichtendienst

Twitter wie kein anderer Präsident vor ihm. Das sagt seine

Frau Melania Trump zu seinen Tweets…

Jan Ullrich:

Bild zu GlasscherbenBild zu Jan Ullrich

Jan Ullrich ist wieder in Deutschland, um den Kampf

gegen seine Sucht fortzuführen. Und dem Ex-Radprofi ist

es ernst. „Mir ist nun bewusst, dass ich aus Gründen, auf

die ich heute nicht eingehen möchte – erkrankt

bin“, in einem Statement…

Merkel drohen neue Chaos/

wochen – und die Erben laufen sich warm

Oktoberfest - FC Bayern at the Wiesn

Kriegt die Union noch die Kurve vor dem Abgrund?

Die Nerven liegen blank. Die CSU-Spitze sucht schon

jetzt Schuldige für ein Bayern-Desaster. Kann

Kanzlerin Angela Merkel am Ende ihre

Macht erhalten?

NotrufSC Freiburg - Bayer Leverkusen Aktualisiert am 07. Oktober 2018, 15:30 Uhr

Wolfgang Schäuble:

Bild zu Day of German Unity - "Day of the Nation" demonstration

Wolfgang Schäuble hält die deutsche Demokratie stark

genug für einen Austritt der SPD aus der GroKo. „Wenn die

SPD irgendwann nicht mehr kann, geht davon die Welt nicht

unter. Wir haben stabile demokratische Verhältnisse“, sagte

der CDU-Politiker der „Bild am Sonntag“…

Die Liebesnews der Woche

Michael Wendler und Claudia Norberg

Der Wendler trennt sich von seiner Frau, Babyglück bei Kate

Hudson, Justin Bieber verzichtet auf einen Ehevertrag und

Eddie Murphy will wieder heiraten. Das sind die

Liebesnews der Woche…

Bayern-Frust statt Wiesn-Lust:

Bild zu Fußball: Bundesliga, Bayern München - Borussia MönchengladbachAktualisiert am 07. Oktober 2018, 11:40 Uhr

Was nun, Herr Kovac? Was nun, Herr Hoeneß?

Was nun, Herr Rum/men/igge?

Erdbeben erschüttert Haiti

Bild zu Seismograph

Bei einem schweren Erdbeben im Karibikstaat Haiti sind am

Samstagabend nach ersten Medienberichten im Norden

des Landes mindestens elf Menschen ums

Leben gekommen…

Bundesliga Live-Ticker

Bert Wollersheims Liebe Ginger schmeißt Sophias Sachen weg Dildo Bundesliga, Bayern München - Borussia Mönchengladbach, Torjubel Jair Bolsonaro Bild zu Angela Merkel Russischer Militärgeheimdienst GRUEin Esszimmer mit Lampen die von der Decke hängen.Montserrat CaballeAktualisiert am 06. Oktober 2018, 09:30 Uhr

Die Musikwelt verliert eine große Stimme:

Die spanische Opernsängerin Montserrat

Caballé ist tot. Sie wurde

85 Jahre alt…

Bild zu Sila Sahin, Ute Lemper, Anouschka Renzi, Jessica Stockmann, Sarah Kern

Super-Joker

Erzgebirge Aue - Holstein Kiel Borussia Dortmund - FC Augsburg CIMG1084Dokumentation

Aktualisiert am 06. Oktober 2018, 17:51 Uhr

Alcácer und Götzes traumhaftes /

Debüt retten BVB den 

Sieg…

Bayern München vs. Bor. Mönchengladbach

Bayern München - Borussia Mönchengladbach, Franck Ribéry, Michael LangAktualisiert am 06.10.2018, 20:16 Uhr

0:3

„In the Deer Tonight“

Drei Jahre Hin & Her: Jen & Ben sind offiziell geschieden! Bild zu Panda-Babys

Tiere sind immer wieder für lustige Momente gut,

manche davon werden zum Glück auf Video festgehalten.

Zu Internetruhm brachte es nun eine Hirschkuh, die Phil

Collins‘ Schlagzeugsolo aus „In the Air Tonight“

nahezu perfekt nachmachte…

Bild zu Juventus Turin - Udinese Calcio, Rodrigo Betancur, Cristiano Ronaldo, Paulo Dybala Aktualisiert am 06. Oktober 2018, 21:21 Uhr

Applaus und Buhrufe für

R-on..al..do…

„Ich habe ein großes Werk zu verrichten“

Bild zu Horst Seehofer und Markus Söder

Je angeschlagener Horst Seehofer und die CSU wirken, und je offener über

den bevorstehenden Abschied des Parteichefs von der großen politischen

Bühne spekuliert wird, desto trotziger fallen dessen Kommentare

aus. Warum er noch nicht gehen will…

Dollars, Dollarnoten, USA, Geld, GeldscheineBayern München - Borussia Mönchengladbach, Niko Kovac, BundesligaAktualisiert am 06.10.2018, 20:22 Uhr

Die Katastrophe ist aber nicht mehr

ab+zu..wenden…

Erste Namen und ein Bild

Bild zu Star Wars

Ja, es wird eine „Star Wars“-Serie geben.

Viel mehr hatte Disney über das geplante Projekt

„The Mandalorian“ aber noch nicht verraten.

Bis jetzt – neben ersten Namen ist auch das

erste Bild aufgetaucht…

Aktualisiert am 06. Oktober 2018, 10:32 Uhr

Türstopper entpuppt sich als wert/

voller Me/teori/t…

Bayern München - Borussia Mönchengladbach, Bundesliga, Niko KovacAktualisiert am 06. Oktober 2018, 20:43 Uhr

Nicht nur die CSU liegt in Bayern

am Boden…

Brett Kavanaugh

Gießen: Mehr als 30

Fahrgäste, aber kein Fahrer

Bild zu Linienbus in Gießen fahrerlos in Waldstück gerollt

Unfall mit glimpflichem Ende: Die Bremse eines vollbesetzten

Linienbusses in Gießen löst sich plötzlich und rauscht

fahrerlos in einen Wald…

Bild zu Markus Söder

Außerhalb Bayerns steht die CSU für viele stellvertretend

für den ganzen Freistaat. So sehr die Partei dieses Bild auch

selbst pflegt – bei der Landtagswahl kündigen sich große

Veränderungen an. Nicht nur für Bayern – denn der

Partei droht ein historisches Debakel…

Fortuna Düsseldorf – FC Schalke 04 (45.)

Borussia Dortmund - FC Augsburg

Halbzeitfazit:

Viele Zweikämpfe, viel Stückwerk, wenig Torraumszenen:

Zur Pause steht es zwischen Fortuna Düsseldorf und Schalke 04 0:0 unentschieden. Die Hausherren kamen besser in die Partie und hatten bereits nach vier Minuten durch Raman die erste Riesengelegenheit zur Führung. In der Folge meldete sich auch Schalke im Spiel an, brachte aber nicht mehr als einen Serdar-Fernschuss zu Stande. Die ersten 45 Minuten waren insgesamt von vielen kleinen und größeren Fouls geprägt. Beide Teams sind mit vollem Einsatz dabei, Spielfluss kam dadurch aber nicht wirklich auf.

Gleich geht’s weiter, im besten Fall mit mehr Highlights…

Großer Preis von Japan:

Er ist nicht mehr aufzuhalten:

Für den Großen Preis von Japan hat sich

Formel-1-Spitzenreiter Lewis Hamilton die

Pole Position gesichert. Bei Ferrari-Star

Sebastian Vettel geht hingegen einiges

schief, er wird als Achter

starten…

L1 - all-black-red

Es bleibt spannend…

Bild zu Cristiano RonaldoBild zu Girl with BalloonBild zu Hambacher Forst - Demonstration

Triumph und Wut der Kohlegegner – 50.000 bei Anti-Kohle-Protest

Am Tag nach dem Etappensieg für den Hambacher Forst feiern Tausende.

In den Stunden des Triumphs gibt es auch viel Wut über die

nordrhein-westfälische Landesregierung…

Melania Trump auf Afrika-Tour

Bild zu Gisele Bündchen Bild zu Galapagos-Riesenschildkröte

Bei ihrem Besuch auf dem schwarzen Kontinent

dreht sich alles um die Bildung und Gesund/

he..it von Kind..er-n…

Bild zu Hannover 96 - VfB StuttgartAktualisiert am 06. Oktober 2018, 17:51 Uhr

Ein denkwürdiges Spiel…

Probleme auf Bahnstrecke Hamburg-Berlin:

Bild zu ICE

Zwischen Berlin und Hamburg rasen die ICE-Züge der Deutschen Bahn

auf einer der wichtigsten Verkehrsachsen Deutschlands. Wegen eines

Oberleitungsschadens ist nun einer von ihnen auf freier Strecke

liegen geblieben – mit unangenehmen Folgen

für die Reisenden…

Ohne „Buhei“

Polizei in der NachtBild zu Former Chancellor Schroeder celebrates wedding party in BerlinAktualisiert am 05. Oktober 2018, 22:13 Uhr

Schröder feiert Hochzeitsparty mit

Ehefrau Nummer fünf…

PROGRAMM f[r das WOCHENENDE

Keturah Schanz / Thank you for some other excellent post. Where else may just anyone get that kind of information in such a perfect means of writing? I’ve a presentation subsequent week, and I am on the look for such info.Usługi pielęgniarskie

Latesha Kunda / As a Newbie, I am continuously browsing online

for articles that can be of assistance to me.

Thank you

Kandidat Kavanaugh vor der Bestätigung

Bild zu Donald Trump, Brett Kavanaugh

Brett Kavanaugh soll am Samstag als Richter am

höchsten US-Gericht, dem Supreme Court, bestätigt

werden. Nach derzeitigem Stand könnte er genü/

gend Stimmen im US-Senat bekommen…

7. Juli 2012

CIMG1394

So, jetzt habe ich gerade die letzten Sachen gewaschen und

aufgehangen und sitze mit einem Automatenkaffee an meinem Schreibtisch.

Gleich will Mansur noch mal anrufen, er schient ja wirklich große Sehnsucht nach mir zu haben. Allerdings glaube ich, sie bezieht sich ehr auf meinen Körper als auf meinen Geist. Ich will ihm ja nich unrecht tun, aber dies war der Grund, wieso ich nicht mehr mit ihm zusammen sein wollte. Damals lebte unsere Beziehung vor allen Dingen im Bett, den Rest Gemeinsamkeit hatten wir aufgegeben. Wir hatten nicht die selben Freunde, wir verfolgten auch keine gemeinsamen Projekte mehr und mit meinem Sohn kam er auch nicht richtig zurecht. Aus unserer großen Liebe war eine reine Bettgeschichte geworden. Darin verstanden wir uns noch sehr gut, bis ich auch hieran die Lust verlor. Ich interessierte mich auf einmal mehr für Spirituelles und Sex ging mir auf die Nerven. Ich hatte das starke Gefühl, dass wir diesen Rausch nutzten um von unseren täglichen Sorgen abzulenken. Wenn wir uns einen Joint drehten und uns einen erotischen Film ansahen, dann traten die Sorgen und Ängste des Tages in den Hintergrund. Außerdem bekam ich immer mehr den Eindruck, dass unser Sex mich in meiner Persönlichkeit zu verändern drohte. Tagsüber die starke und engagierte Designerin und Nachts wurde ich immer mehr zur Masochistin. Das gefiel mir jedoch gar nicht. Mein Interesse an Sex ließ daher spürbar nach und damit fiel auch der letzte Grund weg, warum ich mit Mansur zusammen war.
Für ihn war die Trennung sehr schwierig. Er rief mich bestimmt Hundert mal an und kam auch vorbei. Doch ich öffnete nicht die Tür. Mein Sohn bewaffnete sich mit einem schweren Metallrohr und war bereit mich vor diesem Mann zu beschützen.
Nein, ich muss wirklich sagen, ich hatte die Nase gestrichen voll. Jetzt sieht das natürlich anders aus. Ich freue mich, wenn er mich ab und zu anruft, mir etwas von seiner Baustelle erzählt und dann natürlich irgendwann nach meinem Hintern fragt. Das tut er wirklich immer.

Heute nehme ich es mit Humor und freue mich, dass ich zumindest noch

von einem Menschen als sexuelles Wesen wahrgenommen werde.

5.Foto

Natürlich fände ich es viel schöner, wenn dieser

Mensch Wolfgang wäre, aber was nicht ist, das ist eben nicht.

Vielleicht, wenn Wolfgang und ich eine Sexualberatung aufsuchen würden, doch dazu kann ich ihn garantiert nicht bewegen. Er hat nun malkeine Lust und damit muss ich mich wohl abfinden. Dafür stimmt es in jeder anderen Beziehung mit ihm. Ich muss wirklich sagen, so einen guten Partner habe ich noch nie gehabt, und meine anderen Beziehungen waren auch nicht schlecht. Doch Wolfgang ist ein wirklicher, sehr, sehr guter Freund, einer der mit mir durch ganz düstere Phasen gegangen ist, einer der immer ein offenes Ohr für mich und meine Sorgen hat, einer der mir das alltägliche Leben sehr viel leichter macht, praktisch und finanziell. Was ich für ihn dagegen bin? Nun, ich denke ich bin eine gut kochende, liebevolle Freundin. Eine Frau, die ihn sehr interessiert.
Nun ja, aber nun bin ich hier in dieser Burg-Klinik und muss ohne Mann zurechtkommen, denn einen dieser berühmten Kurschatten habe ich hier nicht gefunden. Mein Kurschatten ist Cora. Ich finde sie und vor allen Dingen ihr Leben sehr interessant und ich denke noch immer, ein Buch über sie könnte wirklich ein tolles Projekt sein. Doch ob ich meinen Herrn Stach dazu bekäme, zu dulden, dass meine Arbeitsbemühungen sich in der Schriftstellerei äußern?

Wahrscheinlich ehr nicht, auch wenn der Interessenstrukturtest

eine schriftstellerische Tätigkeit durchaus empfiehlt.

CIMG7078

Ich war jetzt gerade in dem kleinen Supermarkt, der sich hier in

direkter Nachbarschaft befindet, und habe mir Feuerzeuge und Blättchen gekauft.

Anschließend habe ich mich unter den Pavillon gesetzt und mich ein bisschen mit Heiko über Politik unterhalten. Auch er schaut jetzt, wo er krankgeschrieben ist, viel Fernsehen. Wie ich verfolgt er auch die Debatten auf Phönix. Er kommt ja aus Baden-Würtenberg und ist sehr froh, dass es dort die Grünen geschafft haben den Ministerpräsidenten zu stellen und er glaubt sie haben auch die Chance wiedergewählt zu werden, denn dieser Kretschmar mach seine Sache ganz gut.

Ich bin hier ja vom Fernsehen völlig abgekommen.

Aber ich denke, ich verpasse nicht viel, denn jetzt herrscht sowieso das berühmte Sommerloch. Ich bin ja mal gespannt, ob ich zu Hause wieder in mein altes Muster verfalle und mich jeden Abend vor die Kiste setze. Heiko hat einen kleinen Fernseher auf seinem Zimmer und er meint, es sei ganz entspannend sich abends etwas von diesem Gerät unterhalten zu lassen.

Nun, mir fehlt dies überhaupt nicht.

CIMG7441

Danach habe ich mit Cora in der Cafeteria gesessen und

ihr bei ihrem täglichen Kuchenstück Gesellschaft geleistet.

Ich selbst habe mich beherrscht und nur meinen Milchkaffee getrunken. Cora war heute morgen alleine zum Friedhof gegangen, eigentlich wollte sie mit mir zusammen dort hingehen, damit ich schöne Fotos davon machen kann. Sie meint der Friedhof hier in Stadtlengstfeld sei ausgesprochen schön. Dann waren wir noch eine Rauchen und jetzt bin ich irgendwie schon wieder bettreif. Den ganzen Vormittag habe ich schon verschlafen, doch nun lockt mich das Bett schon wieder.
Ich bin froh, dass ich nicht mit der halben Klinik heute nach Bad Hersfeld gefahren bin. Die Klinik organisiert eigentlich jeden Samstag so eine Fahrt ins Umland. Bad Hersfeld soll sehr schön sein, aber ich bin dazu nach so einer Woche einfach zu kaputt. Diese ganzen Therapien schlauchen doch ganz schön, merke ich. Mal sehen, wozu ich mich morgen aufraffen kann. Vielleicht mache ich dann doch endlich auch mal einen schönen Spaziergang in den Wald.

So, ich komme gerade vom Abendessen und der obligatorischen Zigarette danach.

Zuvor habe ich doch tatsächlich noch einmal geschlafen. Ich hoffe, dass ich nach diesem verpennten Tag heute Nacht auch die Augen zu bekomme. Jetzt warte ich jedenfalls erst mal auf Wolfgangs Anruf. Ich bin ja mal gespannt, wie bei ihm das Wetter heute war. Hier ist es jedenfalls immer völlig unterschiedlich.

Heute morgen war es kühl und regnerisch, jetzt scheint die Sonne vom

blau-weißen Himmel. So geht das hier in einem

fort, ein ständiger Wechsel.

CIMG1502

Maybelle Marcinkowski / Very good written story.

It will be valuable to anybody who usess it, as well

as yours truly :). Keep doing what you are

doing – for sure i will check out

more posts.

CIMG7415

Geträumt habe ich heute Nachmittag auch.

Ich war in einer Universität und kam an einer Veranstaltung der Biologen vorbei.

Überraschender Weise ging der Diavortrag dann aber über Architektur. Es wurden sehr schöne Aufnahmen von Mehrfamilienhäusern gezeigt. Anschließend kam ich in ein Gespräch mit einem der Zuschauer und sehr schnell waren wir bei meinem persönlichen Thema, die schizophrene Psychose. Dann ging ich wieder zurück zum großen Parkplatz und suchte mein Auto. Dabei kämpfte ich irgendwie mit einer großen Plastikfolie. Der Wecker klingelte und es war genau 18 Uhr und das Essen wartete schon auf mich.
Ich überlege seit gestern, ob ich eigentlich überhaupt noch etwas zur Psychose erzählen kann, denn so langsam habe ich alle meine Geschichten erzählt und ichdenke, Sie, meine lieben Leser, haben einen guten, ausführlichen Eindruck gewinnen können. Und doch, obwohl ich schon wirklich sehr viel erzählt habe, es gibt immer noch etwas, dass ich nicht erwähnt habe. Zum Beispiel meine Autofahrt nach Neuss. Wolfgang hatte mir freundlicher Weise seinen Zweischlüssel von seinem kleinen Fiat gegeben, damit ich zwischendurch, wenn er das Auto nicht für die Arbeit brauchte, damit zum Beispiel einkaufen fahren konnte.

Irgendwann in dem verrückten Herbst nahm ich mir

also sein Auto und fuhr nach Neuss.

CIMG7152

Eine innere Stimme hatte mich dazu aufgefordert.

Ich sollte nach Grimlinghausen, einem kleinen Stadtteil von Neuss, fahren, und zwar zum Haus von Christians Eltern. Ich war sehr angespannt und aufgeregt, denn meine innere Stimme versprach mir, dort würde ich Christian treffen. Er wollte mich dort zu einem ausgiebigen Frühstück treffen. Die ganze Sache sei aber sehr geheim und von den Göttern inszeniert. Ich sollte einfach nur großes Vertrauen in sie haben, dann würde diese wunderbare Verabredung auch Realität. Ich ließ mich darauf ein, auch wenn ich mich fragte, warum Christian mich nicht anrief, wenn er mich sehen wollte.

Ich folgte der Straße und ließ mich von meiner inneren

Stimme führen und tatsächlich, ich landete

vor dem Haus.

Hambacher Forst

Ich parkte und ging zum Gartentürchen und klingelte, doch niemand öffnete.

Das Haus stand irgendwie sehr verlassen da und so machte ich das Gartentürchen auf und ging zur Haustüre. Wieder klingelte ich, und wieder öffnete keiner. Die Stimme in mir forderte mich auf, um das Haus herum zu gehen und auf der Terrasse mein Glück zu versuchen. Doch als ich von dort aus in das Haus schaute, da schien es mir tatsächlich verlassen zu sein. Hier wohnte niemand mehr. Meine Stimme ließ aber nicht locker und sie drängte mich, alle Türen zum Haus zu betätigen. Auch die Kellertüre sollte ich versuchen zu öffnen. Die Vorstellung, Christian sitzt oben in seinem Zimmer und erwartet mich, war sehr deutlich und ich fragte mich langsam, warum er mir nicht etwas entgegen kam, ich konnte doch wohl schlecht in dieses Haus einbrechen. Ich ging also zurück in den Garten und schaute hoch zu seinem Dachfenster.

Da war einfach nichts zu sehen. Sollten mich die Götter

etwa an der Nase herumgeführt haben?

CIMG7887

Ich stieg wieder in mein Auto und fuhr mit ihm

zum nächstgelegenen Büdchen und kaufte mir eine Cola.

Die trank ich dann in aller Ruhe und ich überlegte, was ich nunnoch tun könne um das Wunder wahr werden zu lassen. Mir fiel nichts Gescheites ein und irgendwann machte ich mich auf den Weg zurück. Wieder ließ ich mich von meiner inneren Stimme durch den Verkehr leiten, doch diesmal versagte die göttliche Straßenkenntnis und ich landete am anderen Ende von Neuss in einer durch eine Baustelle verursachten Straßensperre. Da gab ich es auf dieser Stimme zu folgen, sie hatte mich nicht zu meinem Glück gebracht, sondern in eine Sackgasse. Ich verließ mich jetzt wieder auf mich selbst und bald war ich auf dem richtigen Weg nach Osterath zu Wolfgang. Der wartete schon auf sein Auto und war gar nicht begeistert als er hörte, dass ich mit seinem Wagen durch die Gegend geirrt war. Ich sah ein, dass dies dann doch eine etwas zu verrückte Aktion gewesen war und ich gab ihm den Zweitschlüssel zurück.

Ich wollte nicht noch einmal so verführt werden. Wenn Christian

mich sehen wollte, dann würde er schon an meiner

Tür klingeln müssen.

CIMG1371 CIMG1462 CIMG1490 CIMG1546 CIMG1084 CIMG1588

Das mit den Stimmen ist so eine Sache.

Es gibt innere Stimmen, die sich ehr in Form von Eingebungen verständlich machen, und es gibt die richtigen Stimmen. Davon habe ich nur zwei Mal eine gehört. Die Erste schrie mich fast an und meinte: „So, jetzt machen wir Dich fertig!“ und die Zweite kam kurze Zeit später und erklärte mir wie ich mit den Kabelanschlüssen der Kamera und des Laptops richtig umgehen musste, denn das hatte ich bei diesem fürchterlichen Blitz alles vergessen. Diese zweite Stimme war sehr freundlich und liebevoll gewesen. Ich stellte mir dazu diesen Mann vor, der mit mir durch meine Träume geflogen war. Doch wer diese unangenehme Stimme war, dass konnte ich mir nicht erklären. Beiden eigen ist jedoch, sie waren so deutlich zu vernehmen, als hätte jemand im gleichen Raum zu mir gesprochen.

So gesehen ist die Schizophrenie bei mir ziemlich harmlos.

Gut, die Wahnvorstellungen, also die Erlebnisse, die wahrscheinlich nicht stattgefunden haben, wie die Hypnosesitzungen und die Besuche in meiner Wohnung, die waren schon extrem, aber richtig an Schizophrenie erkrankte Menschen, die berichten von sehr viel beängstigenderen und unangenehmeren Dingen. Da können irgendwelche Gnome erscheinen und die sitzen neben dem Bett oder auf einem Regal und beschimpfen denjenigen die ganze Zeit. Sie verfolgen ihren Menschen durch die Straßen und mischen sich in jedes Gespräch ein. Diese Gnome verschwinden auchnicht, sondern sie begleiten den Kranken viele Jahre, wenn sie nicht gar das ganze Leben bleiben. So eine Erkrankung habe ich nicht und darum würde ich auch eigentlich nicht sagen, dass ich an einer Schizophrenie leide. Für mich waren die Wahnvorstellungen einfach nur Teil meines Lebens. Ich habe sie nie in Frage gestellt. Für mich hat es die Hypnosesitzungen einfach gegeben. Erst jetzt, so seit 2-3 Jahren denke ich, vielleicht sind sie alle nie Wirklichkeit gewesen.
In all den Jahren habe ich nur selten an sie gedacht, ich vergaß sie einfach und so sollte es schließlich auch sein. Sie sollten allein im Unterbewusstsein wirken. Das haben sie dann aber auch getan. Wie sonst lässt sich erklären, dass ich irgendwann auf das Bombini-Projekt so abfuhr.
In meiner Psychosegruppe sitzt ein junger Mann, ich habe seinen Namen vergessen, der hat auch mit Schizophrenie zu tun. Vielleicht erzählt er ja irgendwann mal davon, mich würde es jedenfalls sehr interessieren.

Ich bin sehr neugierig darauf zu erfahren, was das Unterbe/

wusstsein der anderen so auf das Tapet gebracht hat.

Leider sind nicht alle so mitteil/

sam wie ich.

CIMG2685

Viele schämen sich ihrer geistigen Verwirrung oder

sie bekommen ihre Geschichte nicht mehr richtig zusammen.

Wolfgang hat zum Beispiel mit dem Teufel sein Spiel betrieben. Er sah ihn sogar einmal für einen kurzen Augenblick in seinem Tiefkeller stehen. Er wollte sich wohl eigentlich an Wolfgang vorbeischleichen doch Wolfgang verwehrte ihm den Weg und schickte ihn fort. Da verschwand die Gestalt, die er als unbeschreiblich hässlich und sehr unangenehm beschrieb.
Wolfgang hatte sowieso nur wenig mit Engeln und Göttern zu tun. Bei ihm ging es mehr um die geheimen, illegalen Machenschaften, die er um sich herum vermutete.  Er lebte allerdings auch in einer harten Gegend. Sein Keller befand sich auf einem ehemaligen, kleineren Fabrikgelände und die dort entstandenen Wohnungen waren zum größten Teil an ziemlich dunkle Gestalten vermietet. Hier wurden Drogen verkauft und gestohlene Motorräder wechselten auf dem Hof ihre Besitzer. Einmal lief einer sogar nackt mit einem Beil in der Hand über den Hof und drohte ein Blutbad anzurichten.

Wolfgang hatte den Keller zunächst mit seinem Freund Herbi angemietet.

Sie wollten dort Strom und Wasser installieren und sogar das Material für eine Fußbodenheizung hatten sie bald schon zusammen. Im Tiefkeller wollten sie ein Musikstudio einrichtenund coole Partys feiern, im oberen Keller wollten sie wohnen. Doch leider hatte Herbi zwei linke Hände und die Wasserabläufe waren mit alten Nagellackfläschchen total verstopft. Dann führte noch eine dicke Wasserleitung durch den Keller, die immer irgendwo gerade tropfte. Oft hatte er Angst, wenn er nach Hause kommt, alles unter Wasser vorzufinden. Aber die tropfenden Stellen versiegten immer wieder von selbst und so lernte er mit der Gefahr zu leben.

Er kannte sich auch im Dunkeln sehr gut in seinem Keller aus

und übte immer wieder den Weg schnell und sicher auch in

totaler Finsternis wieder heraus zu finden.

CIMG9346

Als der vermeintliche Teufel bei ihm im Keller

gestanden hatte, da hatte er den Eindruck, seine Wohnung

war einer der Eingänge ins Reich der Tiefe zu Satans großer Hölle.

Und er war sehr stolz auf sich, dass er diesen unheimlichen Gesellen von dort vertrieben hatte. Doch man kann schon sagen, dieser Teufel rächte sich später dafür, denn Wolfgang sollte seine Depression in diesem Kellergewölbe jahrelang nicht mehr loswerden. Er ging zwar fast immer zur Arbeit, aber die Arbeit machte ihn alles andere als glücklich. Und wenn er in seinem Keller war, dann verbrachte er die meiste Zeit im Bett und ärgerte sich über die Mäuse, die es sich ebenfalls darunter gemütlich gemacht hatten. Er stellte Eimer mit Wasser auf und legte ein Blatt Papier darüber mit einem Stück Schokolade. Auf diese Weise fing er etliche bis nur noch eine Maus da war. Die ließ sich lange nicht auf die Schokolade ein, aber weil Wolfgang alle denkbaren Nahrungsquellen beiseite geschafft hatte, landete auch diese letzte Maus irgendwann im Eimer. Wolfgang hielt sie fast 2 Wochen gefangen, er wollte dieser Maus eine echte Lektion erteilen und er hoffte, dass sie ihren Kollegen Beschied geben würde, dass bei ihm im Keller für sie nichts mehr zu holen war.

Ich finde sein Leben in diesem Keller hat etwas sehr Satanisches und

darum war es für mich auch naheliegend in ihm

Satan Junior zu erkennen.

CIMG7164

Ein Satan würde sich bestimmt nicht in so eine gottes/

gläubige Frau wie mich einnisten, das wäre ihm viel zu unangenehm.

Aber so ein coole Musik hörender Kellerbewohner war doch ganz sicherlich ein angenehmer Körper. Wolfgang steht zudem dem satanischen Weltbild sehr nahe. Für ihn ist Satan der einzige Engel, der es gewagt hatte Gott zu kritisieren für die Erschaffung des Menschen. Satan hatte nämlich so gut wie gar kein Vertrauen in diese Schöpfung Gottes. Er sah all die Morde und Kriege voraus, die unglaublicheUmweltverschmutzung, das Leid und das Elend, welches einige Menschen ganzen Völkern antaten. Doch Gott wollte nicht auf diesen Skeptiker hören und schmiss ihn aus dem Paradies. Seit dem sind sie sich feindlich gesonnen. Satan tut alles um Recht zu behalten und Gott versucht mit seinen Mitteln dagegen zu halten. Beide sind auf normale Menschen dabei angewiesen und Satan hat es dabei ziemlich leicht.
Er verführt mit materiellen Gewinnen, Ruhm und Erfolg, Gott hat nur die gute Tat an sich anzubieten. Bei ihm winken keine großen Gaben. Die Selbstlosigkeit der Handlung ist nicht selten das allein Entscheidende. Vielleicht kann er eine schwere Krankheit abwenden, vielleicht einen guten Partner an die Seite stellen, aber Reichtümer sind bei ihm nur sehr selten zu vergeben.

Meine Monalisa war nun so etwas wie eine Vermittlerin.

Sie wollte Beide, Satan und Gott, wieder zusammenbringen, denn sie hatte erkannt in gewisser Weise hatte jeder der Beiden Recht. Aber wenn sie zusammenarbeiten würden, dann könnte es für die Menschen, Tiere und Pflanzen auf der Erde wahrhaftig ein Paradies geben.

Ein Paradies auf Erden. Und mit ihrem Bombini

wollte sie einen entscheidenden Beitrag

dazu leisten.

9.Foto

Jetzt war es nur so, es nützte nichts wenn sie als Göttin

dieses Projekt versuchte auf die Welt zu bringen, nein, es musste

von einem Menschen selbstständig erfunden und realisiert werden.

Sie konnte zwar mit Hilfe der Eingebung die ganze Sache vorantreiben, aber die Erfindung selbst musste von einem Menschen gemacht werden. Und für diese Aufgabe hat sie mich ausgesucht. Ich schien die besten Vorraussetzungen mitzubringen, ich war naturwissenschaftlich vorgebildet, ich war zudem eine ganz talentierte Designerin, ich war Neuem gegenüber aufgeschlossen, ich war arbeitslos und suchte händeringend und Gott anrufend nach einer Aufgabe im Leben, die es wert war geleistet zu werden. Und so wurde ich zur wahnsinnigen Bombini-Designerin und ich muss sagen, auch wenn ich einen sehr hohen Preis für mein Engagement zahlen musste, ich würde es wieder tun.

Für mich gehört die Zeit, in der ich an meinem Projekt

gearbeitet habe, zur besten Zeit

meines Lebens.

Bild zu Ottmar Hitzfeld, Niko Kovac, FC Bayern Bild zu Car drives in pedestrian group in BerlinCIMG4159

8. Juli 2012

Ich denke, so langsam müsste ich wirklich

ausgeschlafen sein, denn nach dem verschlafenen Samstag

habe ich nun auch die darauf folgende Nacht gut durchgeschlafen.

Ich wurde kurz vor dem Wecker wach und habe mich zügig auf den Weg zum Frühstück begeben. Geträumt hatte ich natürlich auch wieder viel, doch das Meiste ist schon wieder aus meinem Gedächtnis verschwunden, so dass ich nichts darüber sagen kann. Nur eines vielleicht, es waren keine schlechten Träume.

Das Wetter heute beginnt mal wieder kühl und bewölkt.

Bild zu SV Darmstadt 98 vs Hamburger SV

Ob ich dennoch einen Waldspaziergang machen soll?

Ich denke, ich muss mal raus hier, irgendwas anderes sehen und erleben.

Ich habe jedenfalls schon mal meinen MP3-Player mit neuen Daten angereichert. Und ja, ich denke wirklich, ich mache mich jetzt einfach mal auf den Weg, bis später. So, ich bin wieder da und ziemlich verschwitzt, denn die Straßen außerhalb des Ortes gehen ganz schön steil bergan. Ich habe ein paar Fotos gemacht, doch das Wetter war nicht besonders, zwischendurch nieselte es sogar ein bisschen.

Aber immerhin, ich bin etwas gelaufen und habe den Ort mal von Oben gesehen.

Jetzt bin ich eigentlich schon wieder reif für mein Bett, aber ich möchte vorher noch etwas aus meiner psychotischen Zeit erzählen. Es ist nicht leicht für mich darüber zu berichten, denn so richtig habe ich es auch damals nicht verstanden. Ich denke, es muss etwas mit dem Zukunfts-Film zu tun haben, den ich gesehen habe. Natürlich kann man sagen, dieser Besuch von Michael war doch nur eine Wahnvorstellung, und doch hatte er konkrete Auswirkungen auf meine Realität. Michael sagte ja, nachdem ich den Film gesehen hatte, ich würde im kommenden Jahr wahrscheinlich viele Dejavues haben und so war es auch.

Ich hatte ziemlich oft den Eindruck bestimmte Situationen schon einmal erlebt zu haben.

Zum Beispiel meine Begegnung mit Ralla und seiner Freundin. Ich traf sie an der Eisdiele und wir plauderten ein wenig. Er fragte mich wie es mir und meinem Sohn ginge und ähnliche Dinge mehr. Ich war irritiert, denn ich hatte ein ganz deutliches Dejavue-Gefühl. Ich wusste immer schon im Voraus wie die Situation sich entwickeln würde. Allerdings hatte ich dabei das starke Verlangen ihn lautanzuschreien, ich wollte ihm am liebsten heftige Vorwürfe machen, denn er war in meinen Augen nicht ganz unschuldig daran, dass mein Sohn sich von mir abgewendet hatte. Aber ich riss mich zusammen und blieb freundlich. Ich tat also etwas anderes, als bei der Gelegenheit, die ich irgendwie und irgendwo schon mal erlebt haben musste. Diese Situation war nicht die Einzige, aber die anderen fallen mir jetzt nicht mehr ein. Doch was allen Situationen gleich war, ich verhielt mich etwas anders als in meinem Dejavue. Das hieß für mich, ich konnte die jetzige Realität durchaus beeinflussen und es geschah nicht unbedingt das Gleiche, wie in meinen Dejavues.
Neben dem Gefühl, viele Dinge schon mal erlebt zu haben, hatte ich auch den Eindruck, das ganze Tage verschwanden. Da folgte auf den Dienstag gleich der Donnerstag oder es war plötzlich Sonntag, obwohl ich dachte es müsste ein Samstag sein. Die Menschen schienen dies allerdings nicht mitzubekommen, nur mir wurde dies bewusst. Wolfgang berichtete von ganz ähnlichen Erfahrungen und auch er konnte sich diese Zeitverluste damals nicht erklären.
Irgendwann hatte ich jedenfalls ganz stark den Verdacht, ich erlebte das Jahr 2006/2007 zum zweiten Mal. Doch ich tat nicht haargenau das Gleiche, zumindest in Kleinigkeiten verlief es anders.

Ob dies an dem Film lag, den ich gesehen hatte?

CIMG1595

War meine Gegenwart schon verändert?

Hatten die Außerirdischen tatsächlich die Vergangenheit ein ganz kleines Bisschen manipuliert, so dass der Film nicht mehr 100%ig mit meiner Realität übereinstimmte? Ich fragte mich, wie es möglich war, dass nur ich dies Absonderlichkeiten bemerkte und nicht auch die anderen Menschen.

Wenn ein ganzer Tag fehlte, dass war doch nicht zu übersehen?

Und ich fragte mich, wann ich wieder im normalen Zeitgeschehen sein, wann also das doppelt gelebte Jahr zu Ende sein würde und ob an seinem Ende mein großer, versprochener Durchbruch stattfinden würde, schließlich hatten alle, die den Film gesehen hatten, erzählt, ich würde weltberühmt.
Doch wie sie ja schon wissen, aus meinem großen Auftritt wurde nichts, im Gegenteil, ich landete einfach nur auf der Geschlossenen. Hatten die Außerirdischen meine Gegenwart so verändert, dass meine Bombini-Revolution nicht stattfand? War dies ihr eigentliches Ziel gewesen? War an meinem Bombini irgendetwas zugefährlich und wollte man darum seine Entwicklung verhindern? Dieser Gedanke war nicht so weit hergeholt wie man denken könnte, denn auch ich hatte die Vermutung, dass sich mein Bombini auch als Waffe gebrauchen ließ. Als eine unglaublich starke Waffe, eine, die ganze Kontinente verschwinden lassen konnte. Denn, wenn eine Atombombe die Kraft entfaltete, die zwischen den Protonen herrschte, dann konnte das Bombini bei entsprechender Behandlung die Kraft freisetzten, die zwischen den Quarks bestand. Und diese Kraft war wahrscheinlich um den Faktor einer mehrfachen Million stärker. Es war die Kraft des chiralen, toroidalen Magnetknoten, der Liebe, wie ich es nannte. Und das war natürlich ungeheuerlich, wenn man die Liebe zerstörte, dann zerstörte man einfach alles.

Denn, Gott war diese Liebe, sie hielt die gesamte Schöpfung zusammen.

Offensichtlich war dies selbst Satan zu gefährlich, denn auch er lebte schließlich davon, dass die Welt existierte. War dies vielleicht der Grund, warum Satan und Gott bei der Verhinderung dieser, meiner Erfindung zusammen gearbeitet hatten? War die mögliche Vernichtung der Erde der Grund, warum ich mit diesem schrecklichen Blitz geschlagen worden war? Hatte Gott mich deshalb verlassen? Und hat Satan darum seine geliebte Monalisa töten wollen? War die Gefahr tatsächlich so groß? Hatten die Menschen in der Zukunft mit diesem Problem zu kämpfen und waren sie deshalb in die Vergangenheit gereist um ihre Gegenwart zu verändern? Ihre Zukunft? Wollten sie lieber eine Welt ohne Bombinis? Ohne Reisen in das ferne Universum, ohne Energie aus dem Vakuum? Ohne SpielzeugUFOs? Hatte sich in der Zukunft meine wunderbare Erfindung zu einer Katastrophe entwickelt? So wie es zu unserer Zeit die Entdeckung der Kernkraft gewesen ist? Auch dort wurde nicht zuerst die friedliche Nutzung entwickelt, nein, noch bevor der erste Meiler ans Netz ging, hatten schon Hunderttausende ihr Leben oder ihre Gesundheit verloren. Wenn wir die Entdeckung der Atomkraft rückgängig machen könnten, würden wir es tun?
So jetzt war ich gerade beim Mittagessen, diesmal schmeckte es gar nicht so schlecht. Es gab zwei Kartoffelklöße und Gulasch, mit Salat vom Büffet und einer Suppe als Vorspeise. Jetzt habe ich mir noch einen Automatenkaffee gezogen und sitze wieder an meinem Schreibtisch, denn draußen ist es kalt und es regnet.Obwohl, wenn ich so aus meinem Fenster schaue, dann sehe ich auch schon wieder etwas blauen Himmel.

Ich sage ja, das Wetter ist hier total wandelbar.

Doch ich wollte ja noch etwas aus meiner psychotischen Zeit erzählen.

Ich hatte damals nämlich einen sehr ausgefallenen Traum. Ich befand mich auf einem Raumschiff, dass hoch über der Erde schwebte. Ich stand an einem runden Fenster und konnte die halbe Erdkugel unter mir sich vorbeidrehen sehen. Ich war nicht allein. Ein Mann stand direkt hinter mir und hielt mich in seinen Armen. Ich wusste sogleich, dies ist mein Mann, mein kosmischer Bruder, mein wahrer Partner, meine ganz große Liebe.

Ich sah ihn nicht an, aber ich wusste genau wie er aussah und

ich würde sagen, er ähnelte meinem Wolfgang schon sehr.

Aber er war nicht Wolfgang.

Er war ein Reisender in den Welten, er gehörte zur Mannschaft des Raumschiffes und ich gehörte eigentlich auch dazu. Wir waren zusammen schon Jahrhunderte unterwegs gewesen und eigentlich wollten wir auch schon längst wieder weitergezogen sein. Doch ich hatte den Kapitän des Schiffes überredet noch etwas zu bleiben, denn ich wollte mit einigen Anderen hinunter auf die Erde. Nicht einfach so, als Außerirdische, nein, ich wollte dort unten als Mensch geboren werden und ein ganzes Leben dort verbringen. Denn, ich wollte etwas für die Erde tun. Etwas, dass ihr helfen würde zu überleben, denn uns dort oben war klar, wenn die Menschheit so weitermachte wie bisher, dann würde sie untergehen.
Mein kosmischer Freund war darüber nicht gerade begeistert, aber er versprach mich auf seine Weise zu unterstützen, solange ich dort unten leben würde. Und ich machte mir darum auch gar keine großen Sorgen um mich, ich würde dort als Kind geboren werden, aufwachsen und viel studieren. Und dann, wenn ich erwachsen wäre, würde ich etwas Großes auf dieser Welt bewegen.

Ich konnte nämlich in die Zukunft sehen, das war meine große Gabe.

Dann hatte ich noch einen Traum, der irgendwie zu diesem hier gerade Geschildertem passt. Er ist schon älter, ich hatte ihn irgendwann zu meiner Schulzeit auf dem Gymnasium geträumt. Zumindest spielte er in dieser Zeit. Ich war darin Teilnehmer einer ganz außergewöhnlichen Theater-AG. Geleitet wurde diese AG von meinem kosmischen Freund. Er stellte sich als Sexualtherapeut vor und er erzähltevon seiner ganz großen Liebe. Er erzählte von mir und alle waren ziemlich beeindruckt von seinen Schilderungen. Besonders einer der Teilnehmer reagierte ziemlich frustriert, er meinte, er würde bestimmt nie so etwas Schönes und Tolles erleben, er habe einfach die falschen Augen. In seine Augen könne man sich nun mal nicht verlieben. Da machte der Therapeut ein unglaubliches Angebot. Er bot den Anwesenden an mit ihnen jeweils ein Körperteil zu tauschen. Sie spielten darum und tatsächlich der blonde Junge mit den angeblich so schlimmen Augen, bekam die Augen des Sexualtherapeuten. Ich ging hinaus, denn mir wurde das Ganze zu unheimlich. Ich zog mir einen Kakau am Automaten und rauchte eine Zigarette. Da kam plötzlich dieser junge, blonde Mann auf mich zu und gesellte sich neben mich.

Er schaute mich an und augenblicklich verliebte ich mich unsagbar heftig in ihn.

Ich vergaß meinen kosmischen Freund und auch alles andere um mich herum und als dieser blonde Junge mich fragte, ob ich mit ihm mitgehen würde, da war das für mich gar keine Frage mehr. Wir verließen die Schule und überließen uns unserem Glück.
Als ich erwachte, da war mir klar, dieser blonde Junge war mein geliebter Christian. Hatte ich mich deshalb so sehr in ihn verliebt, weil er die Augen meines kosmischen Ritters hatte? War ich auf ihn am Ende nur hereingefallen? Wo war jetzt mein wirklicher Partner?

War er nicht auf die Erde gekommen, um mir beizustehen?

Gestern war Geburtstermin:

Gestern war Geburtstermin: Bibi zeigt sich an WehenschreiberAktualisiert am 05. Oktober 2018, 16:30 Uhr

Und jetzt, wie sollte ich ihn nur wiedererkennen?

Welche Körperteile hatte er noch

ausgetauscht?

Als ich dann viele Jahre später Wolfgang kennen lernte, da erinnerte ich mich wieder an diesen Traum und ich fragte mich: „Ist Wolfgang mein kosmischer Partner? Warum schaut er mich nie mal so richtig an? Warum blickt er immer nur zur Seite oder auf den Boden? Will er seine Augen vor mir verstecken?“

Man kann jetzt sagen, alles Träume, verrückte

Träume, aber was, wenn doch mehr dahinter steckt?

Zu diesen Träumen gehört nämlich noch ein anderes Erlebnis. Ob es auch ein Traum war, oder etwas anderes, das weiß ich nicht. Ich war wieder irgendwo weit oberhalb der Erde. Diesmal konnte ich aber so gut sehen, dass ich die einzelnen Straßen und Häuser erkennen konnte. Ich war mit einem älteren Mann unterwegs und wir planten meine Geburt auf der Erde. Ich sollte mich gut umschauen und sagen, wo ich leben wollte. Da erkannte ich eine Straße, die durchein kurzes Stück Wald verlief. Eine Straßenbahn fuhr auf ihr und ich sah in die hell erleuchteten Fenster der wenigen, größeren Häuser, die dort standen. Und da sah ich ein schönes, altes, sehr herrschaftlich wirkendes Haus und ich wusste sofort: „Da will ich hin!“ Hier hatte ich die besten Voraussetzungen für meinen Plan, die Welt zu retten. Gesagt, getan, und ich wurde als Tochter des Sohnes gemeinsam mit meine  Zwillingsschwester in diese Familie hineingeboren. Das Haus war das Haus indem mein Großvater lebte. Ist das verrückt? Oder habe ich tatsächlich eine Erinnerung an die Zeit vor meiner Geburt? Ob vielleicht jeder sich aussuchen kann wohin er geboren wird? Und wählt man seinen Ort genauso gezielt aus wie ich es anscheinend getan habe? Was ist mit den Menschen, die in eine sehr schwierige Lebenssituation hineingeboren wurden, sei es weil sie krank geboren wurden oder einfach schreckliche Eltern haben? Nach welchen Kriterien haben sie entschieden? Müssen sie ein schweres Karma aufarbeiten und suchen sich deshalb so schwierige Verhältnisse aus? Oder kann nicht jeder frei entscheiden?

Wird man unter Umständen dazu gezwungen?

Als Strafe für ein verfuschtes Vorleben?

Nun, ich habe mir meine Lebensbedingungen jedenfalls offensichtlich ganz bewusst ausgesucht. Allerdings habe ich nur auf das Haus meines Großvaters geschaut. Meine Eltern habe ich mir vorher wohl nicht so genau angeschaut und ich denke, wenn ich sie zuvor gesehen hätte, dann wäre ich vielleicht doch skeptisch geworden.

Denn ich hätte sicherlich gewusst, welch

schwierige Wege ich mit ihnen würde gehen müssen.

So, jetzt war ich einen leckern Milchkaffe aus der Cafeteria trinken und eine Zigarette rauchen. Anschließend habe ich mir dann noch ein Stück Kuchen mit auf mein Zimmer genommen. Schließlich ist heute Sonntag, da kann man doch mal eine Ausnahme machen, denke ich. Vielleicht lege ich mich gleich wieder etwas hin, ich bin einfach immer noch ziemlich müde. Ob das die letzen zwei Wochen waren, stecken die mir so in den Knochen? Ich habe jetzt übrigens Halbzeit, Bergfest nennt man das hier. In 17 Tagen geht es mit dem Zug wieder nach Hause. Ehrlich gesagt, so langsam freue ich mich auch schon darauf. Was ich dann machen werde? Ich weiß es nicht, aber bestimmt hocke ich mich erst mal vor den Fernseher und schaue was ich alles so verpasst habe. Dann werde ich bestimmt viel mit Wolfgang über meine Kur reden, über meine Erfahrung mit den Leuten hier, ihre Geschichten, ihreErkrankungen. Auch kann ich ihm dann ausführlich von den Therapien berichten und was sie bei mir bewirkt haben. Hm, der Kuchen tut wirklich sehr gut.

Mein anfänglich so nettes Verhältnis zu Eva hat sich etwas abgekühlt.

Sie zieht sich irgendwie zurück. Manchmal denke ich, ihr macht mein Tagebuch Sorgen, ich glaube sie will mir nicht mehr unbedingt etwas erzählen, da sie befürchten muss, dass ich es dann dort hineinschreibe. Aber vielleicht ist sie auch einfach so, zuerst zu jedem strahlend und freundlich, dann aber auch wieder sehr zurückhaltend. Cora ist es auch schon aufgefallen. Sie meinte, am Anfang hätte Eva sie immer sehr freundlich begrüßt, doch nun sei sie fast schon abweisend. Ich sage mal, Cora ist in diesem Punkt sehr empfindlich, aber so richtig Unrecht hat sie wohl nicht.

Es ist ja auch eine ganz besondere Situation hier.

Man sieht sich plötzlich jeden Tag, insbesondere, wenn man regelmäßig unter den Pavillon kommt. Dann teilt man vielleicht noch die eine oder andere Therapie miteinander, Eva und ich sind zum Beispiel in der gleichen Basisgruppe und auch in der Psychosegruppe sitzen wir uns gegenüber. Überall ist Eva ehr zurückhaltend, auch wenn sie sich durchaus auch zu Wort meldet. Aber sie will sich nicht gerne in ihre Karten schauen lassen, das merkt man schon.
Aber vielleicht liegt es auch an meiner sehr offenherzigen Art. Ich erzähle schnell ziemlich viel von mir und ich stelle auch neugierige Fragen. Für mich ist das gelebte Anteilnahme, aber nicht jedem gefällt das gleich gut. Dennoch, ich habe Eva gefragt, ob sie mir ihre E-Mail-Adesse geben mag, damit ich ihr ein paar Fotos schicken kann und sie hat Ja gesagt. Vielleicht können wir über E-Mail auch über die Kur hinaus Kontakt halten, mal sehen.

Morgen beginnt jedenfalls wieder der Ernst des Lebens hier im Haus.

Bei mir beginnt der Tag wie so oft mit Frühsport, und das auch noch bei Frau Krause. Danach kommt die Basisgruppe dran, ich muss daran denken den Zettel mit den schon besprochenen Gefühlen mitnehmen. Dann um 11 Uhr geht es wieder zum Nordic Walking. Mal sehen, ob ich mich dann etwas geschickter anstelle. Nach dem Mittagessen um halb Drei geht es zur Wassergymnastik bei Frau Hanas. Die ist ja nicht ganz so streng wie ihre Kollegen, Krause und Gooma. Dann noch mal eine Packung und der Tag ist überstanden. Montag ist der vollgepackteste Tag derWoche, an den anderen Tagen habe ich jeweils nur vier Termine am Tag, aber ich werde natürlich wieder ausführlich darüber berichten.

Beim freien Gestalten habe ich mir jetzt ein anderes Türschild überlegt.

Das mit der Kartenlegerei ist vielleicht doch nicht ganz die richtige Visitenkarte. Jetzt denke ich an eine Art Palette für Ölfarben, die kennen Sie sicherlich. Vielleicht kann ich sogar einen Pinsel darauf anbringen. Und die Farben glasiere ich darauf. Vielleicht schreibe ich damit auch noch meinen Künstlernamen, aber unter Umständen ist das dann schon zuviel. Auf jeden Fall muss ich mit der Palette schnell fertig werden, wenn es am Mittwoch nicht schon zu spät dafür ist. Denn eigentlich muss die Arbeit zwei Wochen vor Abreise fertig sein zum Trocknen, und Mittwoch sind es genau noch zwei Wochen. Wenn es also nicht mehr geht, dann zeichne ich einfach weiter. Vielleicht versuche ich es mal mit Aquarellstiften, die haben eine wunderbare Leuchtkraft.
So sieht es also aus, die Zeit läuft einem hier sehr schnell davon. Ich werde mich jetzt noch etwas auf mein Bett legen und eine Runde lesen und vielleicht noch einmal ein kleines Nickerchen machen, dann gibt es schon wieder Abendessen und der Tag neigt sich seinem Ende entgegen.

Also, bis später.

So, jetzt war ich Abendessen und mit meiner Tasse Tee noch eine Rauchen.

Ich habe Cora gesagt, dass ich nachher, nach dem Telefonat mit Wolfgang, mit dem Handy nach Unten komme, dann können wir ihre Tochter anrufen wegen unseres Erfuhrt- Besuches. Mal sehen ob ihre Steffi dann etwas Zeit für uns hat. Ich würde mich freuen diese Kartenlegerin und Astrologin näher kennen zu lernen. Sich selbst die Karten zu legen ist einfach nicht so effektiv. Man hat ständig seine eigenen Wünsche im Kopf und kann nicht wirklich vorurteilfrei interpretieren. Das habe ich immer wieder feststellen müssen. Ich weiß allerdings nicht, ob ich noch wirklich an solche Dinge glaube, irgendwie denke ich, zumindest mich haben die Karten ganz schön an der Nase herumgeführt. Andererseits war die kurze Aussage, die Cora mir übermittelt hat, schon ziemlich zutreffend, finden Sie nicht? Ich werde es mir jedenfalls gut anhören und dann erzähle ich Ihnen davon.

Aber, was sagen Sie nun zu meinen Träumen?

Ist mein Unterbewusstsein vielleicht ein Siencefiction-Autor?

Woher kommt nur die Geschichte, die hinter all dem sichtbarwird? Ist das wirklich einfach nur eine Krankheit? Ich habe mich sehr lange dagegen gewehrt, all das als Psychose oder gar Schizophrenie abzutun. Ich wollte nicht, wenn es am Ende doch alles wahr ist, diejenige sein, die nicht dran geglaubt hat. Wie sähe das auch aus? Da geben sich meine kosmischen Freunde und Verwandten alle Mühe mich über das wahre Wesen meiner Person in Kenntnis zu setzen und ich schlage all die Informationen der Träume, Bilder und Geschichten in den Wind. Und am Ende werde ich tatsächlich in einem Raumschiff wach und muss damit leben, alles vermasselt zu haben, weil ich mich nicht darauf eingelassen habe. Was wird mein geliebter Mann dort oben von mir denken? Erst laufe ich mit dem erst Besten davon, nur weil er seine Augen hat, dann vergesse ich auch noch, dass ich Physik zu studieren versprochen habe, dann mache ich mich endlich daran das Bombini zu verwirklichen und scheitere einfach nur grandios damit. Erst gelingt es mir nicht das Ding zum Fliegen zu bringen und dann verfalle ich auch noch dem Wahnsinn und lande in einer Klapse. Danach vergrabe ich mich in einer Depression und werde auf dem Sofa immer dicker. Zu guter Letzt halte ich alles für eine Krankheit und gebe das große, wichtige Projekt ganz auf. Ist das wirklich der richtige Weg?
Coras Tochter meinte zu ihrer Mutter, sage der Monica, dass sie an dem Projekt dran bleiben soll. Soll ich das wirklich tun? Soll ich einfach unverdrossen weitermachen und daran glauben, dass es mir irgendwann gelingt mein Bombini in das Bewusstsein der Welt zu bringen? Ich befürchte, wenn ich diese Gedanken und Fragen an meine Therapeutin weitergebe, dann erhöhen sie glatt die Dosis meiner Medikamente.

Wolfgang darf ich schon gar nicht davon erzählen, er steht mit dem Bombini auf Kriegsfuß und hält es ganz grundsätzlich für den falschen Weg. Er ist der Meinung, die Menschheit könne mit so einem Ding gar nicht umgehen. Sie sollte lieber ihre Kräfte in die Entwicklung und Verbreitung der schon vorhandenen, nachhaltigen Energietechniken stecken. Sonne, Wind und Erdwärme, Biogas und was es da sonst noch Intelligentes gibt. Aber zu den Sternen reisen, dass sollten wir lieber lassen, wir würden nur unser beschissenes System im Kosmos verbreiten. Er ist nämlich in seinem Herzen ein Anarchist und hält nicht viel von unserer Gesellschaftordung, sei es die Demokratie, der Sozialismus oder was es da sonst noch alles gibt. Seiner Meinung nach wäre die Welt völlig in Ordnung, wenn sich jeder an die 10 Gebote hält. Das denke ich allerdings auch. Nur, der Mensch ist nicht so einfach davon zuüberzeugen. Viele brauchen Regeln und Gesetze, und es braucht auch jemanden der diese Gesetze überwacht und durchsetzt. Sonst geht es bei uns schnell zu wie im Mittelalter. Eigentlich denke ich, es ist alles eine Frage der Vernunft und der Fairness. Doch davon haben wir wohl tatsächlich nicht genug mitbekommen. Vielleicht hat Satan doch Recht und der Mensch ist zu unvollkommen für die Welt. Dann wieder denke ich, Gott wird schon wissen was er macht.

Und wenn er so großes Vertrauen in uns setzt, sollten

wir dann nicht versuchen diesem Vertrauen gerecht zu werden?

Damals, bevor ich in das Universum gezogen wurde, da hielt ich das Böse für übermächtig, ich glaubte nicht an eine faire Chance das Gute in der Welt zum Sieg zu verhelfen. Diese schrecklich geldgierigen Ölkonzerne, diese skrupellosen Wirtschaftsbosse, die korrupten Politiker, diese unheimlichen Geheimgesellschaften, der schwache, neidische und all zu bequeme Mensch. Wie sollte man da nur den richtigen Weg durchsetzen. Alle, die so etwas versucht hatten, waren entweder schnell tot, in der Klapse oder sie ließen sich bestechen um wenigstens selbst ein schönes Leben zu haben.

Doch dann sah ich die unendliche Größe

des Universums, seine Schönheit, seine Perfektion.

CIMG0582CIMG5743

Und auf einmal kamen mir die Bösen auf der Erde ganz klein vor.

Was wollten sie schon ausrichten? Sie waren Würmer, sonst gar nichts. Und Gott war gegen sie so unendlich groß und mächtig. Er war eine strahlende Erscheinung aus purem Licht, unendlich ergreifend und voller Sanftheit und Liebe. Und er hatte mich das alles sehen lassen, er trug mich auf seiner Hand und er sprach zu mir. Leider kann ich mich nicht genau daran erinnern, was er mir sagte. Ich war einfach zu perplex, zu ehrfürchtig, zu ängstlich, zu ergriffen. Aber er machte mir großen Mut, er hatte mir die wirklichen Dimensionen von Gut und Böse gezeigt. Und das bedeutete, wir hatten alle eine riesige Chance. Wir mussten nur an ihn und seine Macht glauben. Und das tat ich dann auch, als ich mich wieder in meinen vier Wänden befand. Soll ich dieses Erlebnis nun auch als reines Hirngespinst abtun? Soll ich glauben, dies sei einfach ein weiteres, phantasievolles, schizophrenes Ereignis?

Es fällt mir wirklich nicht leicht alles als Folgen einer Krankheit zu deuten.

Wenn ich dies täte, würde ich dann nicht Gott verhöhnen? „Eh, Du große Gestalt, Dich gibt es gar nicht! Du bist einfach nur eine Krankheit, eine Verirrung meines Geistes!“ Und was ist, wenn ich dann nach meinem Tod tatsächlich vor ihm stehe und erkennen muss, alles war genau so wie ich es erlebt hatte?

Wie kleinmütig muss ich dafür sein?

Bild zu Gerhard Schröder und Soyeon Kim

So, jetzt war ich gerade unten eine rauchen und habe auf Cora gewartet.

Ich entdeckte sie im Foyer und dann habe ich für sie bei ihrer Tochter angerufen, denn Cora hat beide Ohren vereitert und wollte nicht selbst telefonieren. Nach dem ich mich einmal verwählt hatte, nahm sie ab. Eine sehr zurückhaltende und verschlossene Stimme hat diese Steffi. Ich habe ihr gesagt, dass ich neben ihrer Mutter sitze und wir sie fragen wollten, ob wir sie am nächsten Samstag zusammen mit Heiko besuchen dürften. Da sagte sie, es sei ihr nicht recht und ihre Mutter wüsste das auch. Sie würde keine Fremden in ihre Wohnung lassen. Da war leider nichts zu machen. Ich habe ihr noch gesagt, dass sie mit ihrer Weissagung ziemlich ins Schwarze getroffen habe, und dass ich mich für die Mühe bedanken würde. Aber das hat sie nur wenig interessiert und dann hat sie das Gespräch schnell beendet. Da kann man nichts machen, nicht jeder ist so offen und spontan wie ich. Ich habe versucht Cora zu trösten, denn die war über die Absage sehr enttäuscht. Sie meinte, jetzt habe sie ihre Tochter schon 7 Jahre nicht mehr gesehen und jetzt würde es wieder nichts. Schade, ich hätte diese Reise interessant gefunden. Aber vielleicht ist es auch besser so, nachher setzt sie mir mit ihren Weissagungen nur weitere Flöhe ins Ohr. Also, wer weiß wozu es am Ende gut ist.

Ich nehme solche Sachen meistens sehr gelassen,

der liebe Gott weiß schon was richtig ist und was nicht.

Ich habe oft den Eindruck, dass er mein Leben lenkt. Er hat mich hier in die Burg-Klinik geschickt, er hat mich an einen guten Tisch gesetzt, er hat mir jemanden zur Seite gegeben, an den ich etwas Freundlichkeit zurück geben kann, er sorgt für die richtigen Gesprächspartner und er macht sie unmöglich, wenn er es für richtig hält. So kommt man mit Enttäuschungen eigentlich ganz gut zurecht. Dass ist schon auch etwas, dass ich lernen musste. Früher wollte ich die Welt um mich herum kontrollieren und nach meinen Vorstellungen gestalten. Das hat nicht immer gut geklappt. Oft verliefen die Dinge nicht wie geplant und ich habe mich gegrämt. Heute jedoch sehe ich es als Wink des Schicksals. Ich glaube fest daran, dass ich nach wie vor in seiner Hand bin und er auf mich achtet. Gut, damals nach dem Blitz, da hatte ich große Zweifel an ihm. Ich fragte mich immer wieder, wie erdieses Unglück nur hatte zulassen können. Doch heute weiß ich, es war gut so. Ich hätte wahrlich einen riesigen Ärger wegen meiner Internetseite auf mich gezogen.

Das verdammte Urheberrecht, er muss es auch zunächst übersehen haben.

Doch ich nehme an, damit hat Satan ihn überzeugt, einzugreifen. Er wollte mit dem Gedächtnisverlusst im Prinzip nur Schlimmeres verhüten. Dass ich darunter ziemlich gelitten habe, nun dafür gab er mir dann ja den treuen Wolfgang an meine Seite. Er ließ mich soviel Fernsehschauen wie ich wollte, er gab mir immer was zu kiffen, er überschüttete mich mit Süßigkeiten und ließ mich, mich langsam erholen. Er gab uns einen feinen Hund an die Seite, damit ich nicht so einsam bin, er hielt jeden Stress von mir fern und sorgte dafür, dass ich mich Stück für Stück an alles wieder erinnern konnte. Für mich war dies eine ewig lange Zeit des Unglücks, doch nach seinen Maßstäben war es kaum ein Wimpernschlag. Ich hatte einfach zu viel gewollt, ohne nach den Konsequenzen zu fragen. In seiner Weitsicht wird er schon eine andere, bessere Lösung des Problems im Auge haben und ich bin mittlerweile wieder voller Vertrauen in seine Weisheit.

Am Ende werde ich hoffentlich sagen können, es war alles gut so.

Besser hätte es nicht laufen können.

9. Juli 2012

Leute, ich habe meinen Schweinehund

auch heute besiegt und bin zum Frühsport gegangen.

Glücklicherweise war es dann auch gar nicht so schlimm. Trotz Frau Krause. Eigentlich müsste ich diese Musikgymnastik auch zu Hause machen können, vielleicht fallen mir nicht alle Übungen wieder ein, aber so ein Bisschen habe ich mir schon jetzt gemerkt. Doch, ob ich mich so ganz alleine dazu aufraffen kann? Wahrscheinlich ehr nicht.

Aber gut wäre es sicherlich.

Jetzt gehe ich trotzdem erst mal einen Kaffee ziehen und setze mich auf die Raucherbank. Nach der Basisgruppe und dem Walken melde ich mich wieder. Jetzt komme ich gerade vom Mittagessen und sitze mit meinem Automatenkaffee endlich wieder in meinem Zimmer und habe gute 1 1⁄2 Stunden Zeit mich von dem
bisherigen Tag zu erholen.

In der Basisgruppe ging es heute

noch mal um die richtige Einordnung von Gefühlen.

Die Begeisterung steht für mich dabei ganz oben auf der Positivliste.

Für mich ist es ein sehr wichtiges Gefühl. Ich möchte mich möglichst oft für etwas begeistern, denn wenn dieses Gefühl bei mir aufkommt, dann sprudelt meine Fantasie. Als Designerin ist das ein sehr entscheidender Vorgang. In meinem Biologiestudium konnte ich mich sehr für die Funktionsweise der Zelle begeistern, danach für meine Drucke, im Designstudium hielt mich das Freizeit- und Erlebniszentrum gefangen, danach waren es die Möbel, dann die Messestände und zu guter Letzt, das Bombini. Dieses UFO- Projekt ist durch nichts zu toppen gewesen. Es war einfach die Krönung all meiner Wünsche.

Hier konnte ich Naturwissenschaft mit Design verbinden, hier konnte

ich Grundlagen erforschen und im Experiment improvisieren.

CIMG8751

Es war einfach ganz wunderbar.

Jetzt begeistere ich mich für mein Tagebuch und ich hoffe es fällt mir auch die nächsten zwei Wochen immer wieder etwas ein, was ich beschreiben und diskutieren kann. Danach werde ich dieses Projekt erst mal zu einem Ende bringen. Vielleicht kümmere ich mich anschließend um das Cora-Buch oder ich fange wieder an zu malen. Ich weiß es noch nicht. Vielleicht geht es ja auch ziemlich zeitnah mit der beruflichen Reha weiter. Ich werde auf jeden Fall offen für Neues sein.Beim Nordic Walking habe ich wieder mal ziemlich versagt. Ich kriege das mit der Koordination einfach nicht richtig hin. Frau Krause hat sich intensiv meiner angenommen, doch begeistert war sie von mir nicht.

Also, diesen Sport werde ich zu Hause wohl ehr nicht betreiben,

da gehe ich doch lieber ganz normal mit meinem

Hund spazieren.

Der wird allerdings jetzt im Alter immer gemütlicher, einen strammen Spaziergang kann man vor allen Dingen im Sommer nicht mehr mit ihm machen. Gleich kommt noch die Wassergymnastik und die Packung, dann ist es wiedereinmal geschafft. Vielleicht sollte ich mich so lange noch etwas mit meinem Schätzing zurückziehen.

Bald habe ich ihn ausgelesen.

Bis später.

CIMG8144

Also, diese Wassergymnastik ist wirklich ganz wunderbar.

Danach fühlt man sich einfach nur herrlich sauber und entspannt. Frau Hanas ist zudem sehr moderat bei ihren Übungen, kein Vergleich zu ihren Kollegen, aber das sagte ich ja schon mal. Überhaupt hoffe ich, dass ich mich nicht allzu oft wiederhole. Nur, die Therapien wiederholen sich halt immer wieder. Viel Neues ist in dieser Woche nicht dabei. Die Tanztherapie war letzte Woche ausgefallen und das Qigong ist neu, alles andere bleibt sich im Grunde gleich. Ist das gut? Sollte ich vielleicht noch um eine neue, ausgefallene Therapie bitten. Es gibt hier zum Beispiel eine Bibliogruppe, da wird selbst gedichtet und fremde Texte interpretiert. Man kann auch zum Bauchtanz gehen.

Das wäre wohl gerade richtig für mich mit meinem schrecklichen Bauch.

Aber tanzen, das funktioniert einfach noch nicht.

CIMG0017

Psychisch wie physisch.

Seelisch ist mir nicht danach, ich bin froh, dass ich mir mittler/

weile Musik zumindest wieder anhören kann, doch sich danach auch

noch bewegen, da fühle ich mich irgendwie ziemlich fremd in meinem Körper.

Zum Tanzen braucht man ein gutes Körpergefühl und Koordinationsfähigkeit, doch damit ist es bei mir nicht weit her. Natürlich könnte man sagen, nur durch das Üben wird es besser, aber ich kann nur sagen, ich würde mich nicht gut dabei fühlen. Vielleicht sollte ich es zunächst erst mal zu Hause für mich alleine probieren. Und dann müsste ich einfach auch mal wieder ausgehen, am Besten mit Mansur, der hat immer Spaß an solchen Dingen und könnte mich aus meiner Lethargie heraus locken. Aber noch hat der zuviel mit seinem Haus zu tun.Wolfgang geht bestimmt nicht mit mir tanzen, der geht ja noch nicht einmal in eine Kneipe. Aber, vielleicht bekäme ich ihn ja trotzdem dazu überredet mir mal Kölns Nachtleben zu zeigen. Früher solle er sich dort ja überall herumgetrieben haben. Aber gleich bekomme ich erst mal meine Packung und dann gehe ich eine rauchen, damit war ich heute nämlich sehr zurückhaltend.

Heute morgen setzte sich ein Frau zu mir auf die Bank, die ist nun fast eine Woche hier.

Aber irgendwie kommt sie nicht richtig an. Noch nicht. Bei einigen dauerte es gute zwei Wochen bis sie sich auf diese ganze Geschichte hier einlassen können. Andere wie ich machen sofort aktiv mit. Allerdings mache ich hier in meiner Freizeit nicht sehr viel, höchstens dass ich mal einen Spaziergang mache oder einen Kaffee trinken gehe. Andere sind jeden Abend unterwegs, zum Tanzen, zum Trinken, zum Schoppen, zum Essen gehen. Oder sie leihen sich die Stöcke oder ein Fahrrad aus und bewegen sich sportlich. Ich dagegen sitze eigentlich meine freie Zeit hier oben und schreibe. Ist das nun gut oder ehr schlecht? Ich weiß es nicht.

Ich finde halt die Auseinandersetzung mit meinem Laptop sehr wichtig und

für all die vielen Seiten brauche ich eben auch etwas Zeit.

CIMG4085

Oder finden Sie, es sei langsam genug?

Können sie das Wort Psychose vielleicht schon gar nicht mehr hören?

Befürchten Sie wohl gar, angesteckt zu werden? Ich sage ihnen, so etwas kann passieren, aber ich denke nicht beim Lesen. Doch, wenn sie einen psychotischen Freund oder Partner haben und ihm in seine Gedankenwelt folgen, dann kann es schon sein, dass auch sie sich plötzlich etwas verfolgt fühlen. Das ist mal einem Pärchen so ergangen. Die hatten irgendetwas Kriminelles zusammen verbrochen und ihre Angst erwischt zu werden verwandelte sich in eine Psychose. Sie glaubten sich entdeckt und verfolgt, sie flohen mit ihrem Auto durch die halbe Republik und erlebten ihren ganz persönlichen Krimi.

Als sie dann tatsächlich in die Hände der Polizei fielen, da waren

sie total erstaunt, dass man bisher auf sie als

Täter noch gar nicht gekommen war.

So, ich muss jetzt runter,

bis gleich.

CIMG4383

Jetzt habe ich mir zwei Zigarettchen gegönnt und einen Milchkaffe aus der Cafeteria.

Ich kann es mir zum Glück leisten, mein Geld dort hin zu tragen. Anders sieht das schon bei Cora aus. Sie hat jetzt nur noch 3 Euro für den ganzen Monat. Natürlich habe ich ihr angeboten ihr etwas Geld zu leihen, aber noch lehnt sie es stolz ab.

Ihr fällt es nicht leicht etwas von anderen anzunehmen, auch

wenn es zumindest von meiner Seite sehr

nett gemeint ist.

CIMG2628

Denn, ich kenne

das Gefühl kein Geld zu haben.

Vor und während meiner Psychose fehlte mir ab dem

20. eines jeden Monates das Geld für die einfachsten Dinge.

Nicht selten bin ich mit Leergut in der Tüte einkaufen gegangen und dann musste ich sehr gut rechnen, wenn ich für die erhaltenen 3-4 Euro etwas zu Essen kaufen wollte. Zum Glück gab mir Wolfgang oft etwas zu Futtern mit auf den Weg. Oder Petra kam und ließ sich von mir die Karten legen.Irgendwie schaffte ich es immer bis zum Ende eines Monates. Wenn man kein Geld hat, dann kann man die Zuwendungen des lieben Gottes sehr gut gebrauchen, er sorgt letztendlich dafür, dass man nicht Hunger leiden muss. In all den Jahren kam das tatsächlich nur zwei Mal vor. Da zwickte es mir im Magen, es war einfach nichts mehr im Kühlschrank und die Kasse war leer.

Doch dann passierte meistens irgendein glücklicher Umstand und ich kam wieder

zurecht. Geldknappheit ist auch ein sehr spiritualisierender Zustand.

CIMG9096

Da wächst mit der Zeit das Gottvertrauen.

Zu Anfang meines Bankrottes hat mich die Angst kein Geld mehr zu haben ziemlich im Griff gehabt. Ich machte mir ständig darum große Sorgen, doch nach einiger Zeit und der Erkenntnis, dass es immer irgendwie weiter geht, da ließ diese Existenzangst nach und irgendwann machte es mir kaum noch etwas aus. Ich hatte einfach gemerkt, ich bin nicht allein. Da gab es einen großzügigen Heiko, zumindest wenn es ums Essen und Trinken ging, da gab es eine Petra, die mir gerne etwas Geld zusteckte, da gab es einen Wolfgang.
Nur, Cora ist doch ziemlich allein auf der Welt, trotz ihrer vier Kinder. Sie kann sie offensichtlich nicht unbedingt um Unterstützung bitten. Jetzt wartet sie auf ihren Obstchen, der will sie besuchen und wird ihr wie sie hofft etwas aushelfen. Doch was ist, wenn er nicht kommt? Ich denke, ich werde ihr auf jeden Fall noch mal mein Geld anbieten, ich gehe gleich morgen zur Sparkasse. Von mir aus würde ich es ihr sogar schenken, denn ich weiß ja, zurückzahlen ist auch nicht so einfach, wenn man nun mal nur so wenig hat. Doch das wird ihr Stolz nicht zulassen, befürchte ich.
Seit ich mit Wolfgang richtig zusammen bin und regelmäßig für ihn koche, da habe ich eigentlich gar keine Geldsorgen mehr. Er geht alle ein bis zwei Wochen mit mir einen Großeinkauf machen, er bezahlt das Hundefutter, er kauft sich seinen Kram für die Arbeit, wenn irgendeine Anschaffung ansteht wie zum Beispiel der Computer,dann finanziert er das, und so brauche ich nur hin und wieder etwas dazu zu kaufen.
Jedenfalls bleibt mir genügend Geld für meinen Tabak und zum Anziehen kann ich mir auch ab und zu etwas besorgen. Existenzängste habe ich nicht mehr. Das ist allerdings auch ganz gut so, denn Geldnot führt ebenfalls schnell zu seelischen Erkrankungen. Arbeitslosigkeit, Sorgen wegen des Geldes, irgendwelche Abhängigkeiten von irgendwem, fehlende Anerkennung, das soziale Abseits und das Gefühl mit seinen Problemen allein da zu stehen, all das kann krank machen. Hier in der Burg-Klinik sind zwar viele durch den Druck auf der Arbeit krank geworden, aber ohne Arbeit ist der Stress oft auch sehr groß.
Meine verbesserte, alltägliche Lebenssituation lässt mich jedenfalls denken, eine weitere Psychose ist bei mir unwahrscheinlich, ich brauche die Tabletten eigentlich gar nicht mehr. Doch das sehen die Therapeuten hier gar nicht so. Auf die Entscheidung wegen der Reduzierung der Dosis warte ich ja noch. Wie dem auch sei, ich habe auf jeden Fall großes Verständnis für Coras Situation und ich würde ihr gerne helfen.

So gesehen wäre es doch wirklich gut, wenn ich ein Buch über ihre Lebens/

geschichte schreiben würde, denn von dem zu erwartenden

Honorar würde ich ihr dann natürlich etwas

abgeben.

Michelle Hunziker CIMG6703

Jetzt ist bald schon wieder Abendbrotzeit.

Ich denke ich gehe vorher noch mal zum Pavillon, bei einer entspannten

Zigarette fällt mir vielleicht ein, worüber ich heute Abend mit Ihnen reden kann.

Bis dahin. Ich habe mich vorhin etwas zu Cora ins Foyer gesetzt und ihr nochmals meine Hilfe angeboten. Diesmal sagte sie nicht nein. Ich werde ihr also 50 Euro geben, damit kann sie sich ab und zu einen Kaffee kaufen und vielleicht bleibt am Ende ja etwas übrig und sie steht die letzten Tage des Monates zu Hause nicht ganz ohne Geld da.
Ich habe ihr erklärt, dass ich selbst solche Situationen kennen würde, und dass es mir eine Freude sei, ihr etwas unter die Arme zu greifen. Ich selbst hätte auch oft Hilfe bekommen und ich wollte etwas von dieser Hilfe an sie nun zurückgeben. Damit  fühle ich mich jetzt sehr gut, denn, ich könnte nicht in Ruhe meinen Milchkaffee genießen, wenn ich wüsste, sie hat nichts. Ich denke Wolfgang wird das verstehen und schimpft nicht mit mir.

Außerdem brachte Cora mich auf unser Thema für diesen Abend.

Das Universum.

CIMG1588

Dazu habe ich mir nämlich so meine eigenen Gedanken gemacht.

Natürlich hatte ichmich zuvor eingehend mit dem wissenschaftlichen Stand der Dinge auseinandergesetzt, ich will ihnen also darüber nichts von Pferd erzählen. Dennoch glaube ich, einige interessante eigene Gedanken sind durchaus dabei.
Also, wo fangen wir an? Vielleicht beginne ich einfach mal mit der Frage: „Was war vor dem Urknall?“ Diese Frage beschäftigt viele Wissenschaftler aber auch Laien und es gibt die verschiedensten Überlegungen dazu. Mehr als Theorien können diese Überlegungen nicht sein, denn es ist der Forschung nicht möglich soweit in die Vergangenheit zurückzuschauen. Sie kommen zur Zeit zwar bis zigtausendstel Bruchteile einer Sekunde an den Urknall heran, aber ihn selbst und die Zeit davor wird ihnen möglicherweise für immer ein Rätsel bleiben. Es ist und bleibt wahrscheinlich ein Geheimnis. Aber Gedanken kann man sich schon darüber machen.

Einige glauben zum Beispiel, vor dem

Urknall gab es ebenfalls ein

Universum.

CIMG0020

Eines, dass sich so stark zusammengezogen

hat, bis es nur noch tausendstel Millimeter groß war.

Dann entstanden wieder Kräfte, die alles auseinander schießen ließen. Es entstand die Zeit und der Raum und danach aus der unendlichen Energie, die bei dem Urknall frei wurde, die Materie. Diese strebt in unserem Fall nun schon seit ca. 14 Milliarden Jahren immer schneller auseinander und wird dies auch noch lange weiter so tun. Dann aber, so vermuten eben einige, dann fällt das Universum wieder in sich zusammen, bis auf einen winzigen, Millionstel Millimeter und das Spiel beginnt von vorne.
Andere Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Urknall einmalig war, und dass das Universum auf ewig auseinanderdriftet, solange, bis niemand mehr einen Stern am Himmel sehen kann, weil alle viel zu weit weg sind. Einige sagen aber auch, unsere Milchstraße würden wir dennoch sehen, denn die Galaxien würden auf Grund der ihnen innewohnenden Schwerkraft nicht auseinanderfallen. Trotzdem sähe der Himmel dann aber für uns ziemlich dunkel aus, denn alle anderen Sterne und Galaxien wären außer Sichtweite.
Einige halten die Geburt des Universums nicht für einmalig, sondern sie glauben, es gibt Millionen davon. Sie stellen sich einen Multiversenschaum vor, Tausende von Universen, die in einem unendlichen Meer schwimmen. Diese Idee fand ich persönlich sehr reizvoll.

Ich stellte mir den lieben Gott in einer großen Badewanne vor und um ihn

herum Millionen Seifenblasen. Und jede Seifenblase ist

ein ganzes Universum.

CIMG7082

Dann wieder stellte ich ihn mir als einen superbegabten Zauberer vor, der in

seinem Labor ein Universum nach dem anderen entstehen lässt, immer auf

der Suche nach einem Exemplar, das Selbstbewusstsein und

Wissen entwickelt und ihn am Ende als

Schöpfer erkennt.

Das wäre auch für heutige Wissenschaftler ein großes Ziel. Sie erschaffen etwas und das beginnt von selbst zu leben, zu denken und zu handeln. Es gibt nicht wenige, die solche Allmachtsfantasien hegen. Warum sollte Gott da anders denken? Vielleicht fühlt er sich in seinem Labor sehr alleine und würde gerne mit seinen Schöpfungen reden, mit ihnen kommunizieren.

Vielleicht ist Gott aber auch gar nicht alleine, sondern er steht

in einem Wettstreit mit einem anderen, oder

gar vielen Zauberern.

CIMG8569

Vielleicht diskutieren sie ihre unterschiedlichen Forschungs/

ergebnisse und halten unseren Zauberer für anmaßend und irrational.

Vielleicht glauben sie nicht an ein eigenständig denkendes Universum. Oder sie suchen ebenfalls danach. Jedenfalls schaut unser Zauberer ständig in seine wachsenden Seifenblasen hinein und sucht nach einem selbstständig denkenden Geist und oh Wunder, in unserer Seifenblase findet er sogar mehrere.

Mit einigen von ihnen versucht er zu kommunizieren und ab und an hat er sogar Glück und derjenige hört ihn, versteht ihn, spricht mit ihm. Das macht unseren etwas einsamen Zauberer in seinem Labor sehr glücklich und zufrieden. Nur sein alter Widersacher, Satan Senior, der versucht immer wieder ihm die Freude an seinen Gesprächspartnern zu nehmen. Satan Senior, ebenfalls ein alter Zauberer, ist nämlich ziemlich neidisch auf die Erfolge unseres Zauberers. Am Meisten ärgert er sich darüber, dass die Menschen in dem Universum den Zauberer für einen allmächtigen Gott halten. Sie beten ihn an und bitten ihn ständig um alles Mögliche. Er soll es regnen lassen, er soll für eine gute Ernte sorgen, er soll den Feinden das Fürchten lehren, er soll einem Verliebten die Angebetete gewogen machen, er soll für Wohlstand und Gesundheit sorgen, er soll Kinderwünsche erfüllen, eine Eisenbahn zu Weihnachten, eine Puppe zum Geburtstag. Mit all ihren Wünschen wenden sie sich an ihren Schöpfer.

Das macht Satan Senior fast krank vor Wut, denn in seinen

Universen regt sich irgendwie gar nichts.

Sie platzen immerzu. Kaum eine hält so lange, dass sichüberhaupt Materie

bilden kann. Natürlich würde er gerne hinter das Geheimnis

des Erfolges unseres Zauberers kommen, doch

dieser verrät es ihm nicht.

Aber er lässt ihn durchaus ab und zu in unsere Seifenblase hineinschauen, damit er von selbst versteht, wie es funktioniert. Zauberer verraten nun mal ihre Tricks nicht. Den Menschen bei uns auf der Erde ergeht es irgendwie ganz ähnlich wie dem alten Satan, zumindest, wenn es um das Geheimnis geht. Bisher hat Gott es nämlich noch niemandem verraten. Und er tut wohl auch ganz gut daran, denn als er diesem Einstein in einer schwachen Minute von der Kernkraft erzählte, da hatte dieser es schnell ausgequatscht und nur kurze Zeit später bauten einige schon an einer Atombombe. Seit diesem Vorfall ist unser Zauberer sehr vorsichtig geworden. Nicht jeder wusste eben verantwortungsvoll mit dem Wissen umzugehen. Nun, ich hatte wohl einfach Glück, denn ich entlockte ihm das Geheimnis des Bombinis. Ich grübelte einfach so lange darüber nach, dass er nicht anders konnte und mir ganz entscheidende Tipps gab. Ich kann mich noch gut an die Situation vor meiner Tafel erinnern, als mir das mit dem chriralen, toroidalen Magnetknoten so richtig klar wurde. Ich denke, ich habe diesen alten Zauberer mit meiner Fantasie überrascht, und als ich die Lösung des Rätsels einmal vor mir hatte, da konnte er sie mir nicht mehr so einfach nehmen. Er hat es dann ja mit dem Blitz durchaus versucht, aber ich hatte mir alles gut notiert und auch einen Film darüber gemacht. Und so ist das Wissen darum jetzt auf der Welt. Ob daraus irgendwann auch eine Bombe wird? Ich will es nicht hoffen. Ich glaube einfach, dass jedem, der das Potential begreift, welches diese Bombe freisetzen würde, sofort die Finger davon lässt. Ich sagte ja schon, selbst Satan Junior will davon nichts wissen. Wie das natürlich mit Satan Senior ist, dass kann ich nicht einschätzen, ich weiß nicht ob seine Wut und sein Hass soweit gehen würde, die Seifenblase unseres Zauberers platzen zu lassen. Denn, schließlich, auch er hat Freunde in unserem Universum gefunden. Er unterhält sich mit ihnen, wenn er allein in dem Labor unseres Zauberers ist. Denn, unser Zauberer hat ihm erlaubt mit seinen Seifenblasen zu reden. Er hatte einfach Mitleid mit ihm und hoffte so ihn etwas zu besänftigen, weil doch die Seifenblasen Satans immer gleich kaputt gingen.

Sie spielten nun schon seit einiger Zeit ein Spiel,

gerade mit unserer Seifenblase.

Die Frage ist:

CIMG7064

„Wer ist mächtiger? Satan oder Gott.“

So, jetzt war ich gerade meine Gute-Nacht-Zigarette rauchen.

Mit mir ging auch Simone zufällig die Treppe hinunter und wir setzten uns zusammen unter den Pavillon. Sie war heute Abend Salsa tanzen, doch es hat ihr nur wenig Freude gemacht. Überhaupt hängt sie in einer etwas deprimierten Stimmung fest. Sie weiß einfach nicht wie es mit ihr weitergehen soll. Soll sie weiterhin versuchen als Psychologin zu helfen oder sollte sie sich lieber einen anderen Job suchen? Auch als Psychologin zwar, aber nicht im direkten Kontakt mit Patienten. Ich kann ihr immer nur empfehlen ihre psychotische Erfahrung als für ihre Arbeit wertvoll zu betrachten.

Ich bin fest davon überzeugt, mit dieser Erfahrung wird sie einmal eine sehr gute Psychologin. Aber ich wollte ja nicht mehr so viel über Psychosen reden, wir sind schließlich bei einem ganz anderen Thema gelandet. Das Universum und das Geheimnis seiner Entstehung.

Wie schon gesagt, über den Urknall selbst weiß man noch nicht sehr viel.

Außer, dass aus einem winzigen Punkt heraus, aus irgendeinem

Grund, ein wahnsinniges Schauspiel entstand.

Zuerst, so nimmt man an, entfaltete sich mit einer unglaublichen Geschwindigkeit der Raum, die Seifenblase. Und mit diesem Raum auch die Zeit in unserem Universum. Ob es davor Zeit gab oder nur ein fast endloser Stillstand, dass weiß niemand. Aber vom Moment des Urknalls an gab es jedenfalls die Zeit. Und es gab Energie, unendlich viel Energie. Positive und negative Energie, dass heißt die positive Energie bewegte sich von Nord nach Süd und die negative Energie bewegte sich von Süd nach Nord. Zumindest wenn sie sich in einem Magnetfeld befunden hätten. Da aber höchstwahrscheinlich keines da war, bewegten sich die gegenläufigen Energien wild durcheinander und die meiste Energie vernichtete sich dabei gegenseitig. Nur ein Bruchteil der ursprünglich entstandenen Energie blieb am Ende übrig. Doch dies war immer noch so viel, dass daraus unser sichtbares und unsichtbares Universum entstehen konnte. Unter Sichtbar verstehe ich Sonne, Mond und Sterne, unsichtbar ist die neuerdings vermutete dunkle Energie und dunkle Materie. Die letzten beiden Dinge sind mengenmäßig in der Überzahl, denn das sichtbare Universum ist nur einen Bruchteil so groß.

Über die dunkle Energie und dunkle Materie wissen wir fast gar nichts.

Außer, dass sie rein rechnerisch existieren muss.

Fragen Sie mich nicht, wie man das ausgerechnet hat, mir ist es wirklich schleierhaft, wie dir Forscher an die Zahlengekommen sind. Aber sie sagen, ohne diese dunkle Seite des Universums funktionieren all ihre Vorstellungen nicht. Also gehen wir mal davon aus, es gibt diese dunklen Dinge. Meine ganz laienhafte Vermutung ist ja, die dunkle Energie ist letztendlich, die von vielen immer noch nicht akzeptierte Vakuumenergie. Immerhin, einige Wissenschaftler rechnen schon mit ihr und halten diese geheimnisvolle Energie nicht mehr für ein Hirngespinst einiger verrückter Forscher und Tüftler. Die moderne Physik spricht von Vakuumfluktuationen, Energie die aus dem Vakuum heraustritt und wieder ins Vakuum zurücktritt. Andere Wissenschaftler sprechen von fraktal strukturierter Vakuumenergie. Ich werde zu gegebener Zeit noch mal auf diesen Gedanken zurückkommen. Jetzt befinden wir uns erst mal immer noch Sekunden nach dem Urknall. Das Universum ist zu diesem Zeitpunkt unermesslich heiß und es dehnt sich schnell und immer schneller werdend aus. Dabei kühlt es ab und die Energie beruhigt sich etwas. Jetzt können sich die ersten Elektronen bilden. Nach der Stringtheorie sind dies winzigkleine Ringe aus Energie. Ich finde so etwas kann man sich durchaus gut vorstellen. Diese Ringe rasen in einer ungeheuren Geschwindigkeit durch den Raum, stoßen dabei aneinander und je mehr das Universum abkühlt, desto ruhiger werden die darin befindlichen Elektronen.
Jetzt kommen wir zu meiner ganz persönlichen Vermutung, denn die Wissenschaft kann, die nun plötzlich auch entstehenden Protonen, nicht erklären. Sie sagen einfach, nach den Elektronen entstanden die Protonen, doch wo diese hergekommen sein sollen, das wissen sie nicht. Ich habe dazu jedoch eine wie ich finde sehr einleuchtende Idee.

Man muss nämlich wissen, in dem frühen

Universum herrschte ein ganz

enormer Druck.

Galapagos-Inseln:

CIMG6302Bild zu Galapagos-Riesenschildkröte Aktualisiert am 06. Oktober 2018, 10:00 Uhr

Schließlich befand sich viel Energie an einem noch kleinen Ort.

Dieser Druck machte jetzt, meiner Meinung nach, etwas ganz Entscheidendes.

Er brachte eine Vielzahl von Elektronen zueinander und sie, die Ringe, jeweils zwei von ihnen, verbanden sich unter dem äußeren Druck zu einer Acht. Diese Acht war energetisch günstiger als zwei einzelne Ringe und deshalb konnten sie sich nicht mehr voneinander lösen. Doch das wollten sie eigentlich gerne, denn die schon früher von mir erwähnten Torsionsfelder waren sich im Weg. Die Acht nahm eine zerdengelte Form an, wie ich es nenne. Eine Form, die es den gleichsinnigen Torsionsfeldern ermöglichte sich möglichst weit weg voneinander zu befinden. Jetzt strebten dieverbundenen Elektronen aber natürlich nicht mehr in die gleiche Richtung und so trudelt die zerdengelte Acht vor sich hin. Sie kommt weder vor noch zurück, sondern verbleibt an einem Ort. Dieses Gebilde verursachte nun mit der Zeit eine Verdünnung des umgebenen Vakuums. Man muss nämlich wissen, die Torsionsleder lösen die Vakuumenergie auf, führen diese durch die schon erwähnte „Sanduhr“ und geben die Energie wieder an das Vakuum ab. Durch diese ständige Auflösung der Vakuumenergie entsteht ein Ort geringerer Dichte im Vakuum und es bildet sich irgendwann so etwas wie eine Blase. Und diese Blase hat einen Drehimpuls, entweder links oder rechts herum. So stelle ich mir die Entstehung eines Quarks vor.

Unsere zerdengelte Acht ist der Kern eines Quarks.

Drei Quarks nun verbinden sich mit Hilfe des chiralen, toroidalen Magnetknoten, den wir Liebe nennen, zu einem Proton. Ich finde das ist alles durchaus gut vorstellbar. Natürlich kann ich die Richtigkeit meiner Annahme nicht beweisen, aber ich kann es aufzeichnen. Und ich habe zu Wolfgang gesagt, was man aufzeichnen und logisch nachvollziehen kann, das kann auch existieren. Zumindest ist es überhaupt mal eine Erklärung für das plötzliche Auftreten der Protonen im Universum.

Ich muss natürlich zugeben, auf diese Idee bin ich nicht allein gekommen, ich bin mir ganz sicher, dass damals als mir diese Idee das erste Mal so richtig bewusst wurde, also da hatte ich schon den Eindruck, dass mir der liebe Gott das alles gerade eingeflüstert hatte. Denken Sie selbst mal darüber nach und ich bin sicher, auch sie können sich das Ganze so gut vorstellen. Wenn meine Worte nicht ausreichen es deutlich zu machen, dann schauen Sie sich bei Gelegenheit mal meine Bilder aus diesem Frühling genauer an. Vielleicht füge ich ja Fotos von ihnen diesem Buch bei. So, jetzt ist es wieder fast halb Elf und ich muss ins Bett, morgen früh erwartet mich die Atemgymnastik und dann das therapeutische Einzelgespräch.

Da muss ich ausgeschlafen sein.

Darum geht es morgen wei/

t-er im Text.

CIMG1709Bild zu Star Wars

10. Juli 2012

Es ist jetzt Acht Uhr morgens und in

einer halben Stunde muss ich zur Atemgymnastik.

Irgendwie ist ein Tag ohne Frühsport ein guter Tag. Geschlafen habe ich sehr gut, denn da ich gestern viel Spaß an meiner Schreiberei hatte, fühlte ich mich sehr gut, als ich die Augen schloss. Für mich ist kreatives Schaffen eine Freude. Sie gibt mir das Gefühl meine Zeit sinnvoll zu nutzen. Ich denke, ich werde mir zu Hause ebenfalls schnell eine schöne Herausforderung suchen. Dieses unendliche Fernsehgucken ist lange nicht so interessant wie selbst etwas auf die Beine zu stellen. Als Erstes werde ich alles was ich bis dahin geschrieben habe noch mal aufmerksam durchlesen und korrigieren. Danach werde ich das Ganze ausdrucken, vielleicht drei Exemplare. Meinem Sohn werde ich die Sache als E-mail- Anhang schicken und dann werde ich mich auf die Suche nach Lesern machen. Ich fände es ja wirklich ganz toll, wenn meine Frau Mitschuleit es lesen würde, oder eben der neue Therapeut. Aber die haben natürlich oft nicht die Muße sich auf so viele Seiten einzulassen. Aber ich denke, eigentlich müsste es für sie interessant sein.

Dann werde ich mich auf den Weg machen einen Herausgeber zu finden.

Das ist natürlich auch nicht einfach. Die Frage: „Wie findet man einen Verlag?“ habe ich schon einmal versucht zu beantworten, doch besonders erfolgreich war ich damit nicht. Ob es an meinem Manuskript „Die schwarzen Steine“ lag? Dieses Werk ist einfach ziemlich dick geworden und es ist kein herkömmlicher Roman. Es ist auch kein Sachbuch oder Krimi. Mein dickes Buch ist eine große Innenweltreise und damit etwas sehr Eigenständiges.
Das ist eigentlich immer wieder mein Problem. Ich habe keine üblichen Ideen. Meine Drucke waren etwas ganz Neues, das Freizeit- und Erlebniszentrum war einfach mehrere Nummern zu groß, meine Möbel waren für Deutschland zu revolutionär, mein Bombini war für alle schlicht eine verrückte Angelegenheit. Und mein Tagebuch? Wie finden Sie es bisher?
Nun, ich werde jedenfalls versuchen einen Verleger davon zu begeistern. Wenn Sie dieses Buch in einem Buchladen gekauft haben, dann ist es mir tatsächlich gelungen einen Verlag zu finden. Aber so weit bin ich jetzt ja noch nicht, noch ist mein Tagebuch nicht fertig. Doch bevor ich Ihnen weiter etwas über unser

Universumerzählen kann, muss ich erst mal meinen

Terminen nachgehen. Von da her, bis später.

Herbstwetter, Sonne

FORTSETYUNG folgt!

monalisatv

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *