18.10.2018

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Schiedsrichter-

Kolumne zum 8. Spieltag:

Hitler-Glocke, Horxheim, Hakenkreuz Bild zu Überfall auf Geldtransporter Schimmel, Lebensmittel, Bild zu Bundesliga, 8. SpieltagZeitumstellung Oktober 2018 Angela MerkelAktualisiert am 22. Oktober 2018, 08:53 Uhr

Stunde vor oder Stunde zurück stellen?

Bild zu Donald Trump Wladimir Putin20140101_025450 20140102_015509 20140102_020334 20140105_003212

Bild zu Hagelsturm in Rom

Bild zu ZeitumstellungBild zu Sawsan Chebli

Darf eine SPD-Politikerin eine Rolex tragen? Ein Foto von Staatssekretärin

Sawsan Chebli mit Luxusuhr entfacht auf Twitter eine riesige Diskussion.

Auch die Sozialdemokratin selbst meldet sich zu Wort…

Bild zu Victoria BeckhamBild zu Rosapelikan

Spaziergänger haben an der Münchner

Isar einen Pelikan gesichtet…

Herbststurm bringt Regen und Orkanböen

Buch, Herbst, lesen

In den kommenden Tagen meldet sich der Winter

mit ersten Boten an: Es gibt Bodenfrost, eisige Sturm/

böen und etwas Regen. Mit der Dürre ist es

trotzdem noch nicht vorbei...

Ryanair

@833

Lionel Messi Jamal Khashoggi Bild zu Fahrkartenautomat

In Halle ist am Samstag ein Mann bei der Detonation eines Fahr/

kartenautomaten gestorben. Auf dem S-Bahnhof fuhren

anschließend keine Züge mehr…

Ein Porsche für Sylt: Porsche 911 Targa 4 GTS Exclusive Manufaktur Edition Zwei Tote bei Unfall in der Lüneburger Heide PythonElton, ProSieben, Alle gegen Einen

ProSieben? Neue Show „Alle gegen 1“

Der Hang bei ProSieben zu Shows mit Überlänge ist bekannt.

Mit „Alle gegen 1“ schmeißt der Sender nun den nächsten

Dreistünder in den Samstagabend. Ein Kandidat muss

dabei den Ausgang von Experimenten erraten. Das

ist gar nicht mal so langweilig, wie

es sich anhört…

Expresszug entgleist:

Zugunglück in Taiwan Bild zu Prinz Harry und Meghan in Australien20140101_030117Harry, Meghan

Notable Scientist Publishes A Book About

‘Real Magic’ That Nobel Laureates Are Endorsing

Published on Oct 20, 2018 /

Is magic real? That depends on how you define it, but yes, I believe ‘magic’ is definitely

real, and I’m clearly not the only one. Cases of ‘supernormal’ powers and ‘magic’

of all kinds have been reported throughout history and across almost all cultur/

es–at least until religion was invented and these topics were

ushered into the realm…

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Wirbel um Kavanaugh-Verfluchung

Wirbel um Kavanaugh-Verfluchung

Eine Veranstaltungsankündigung eines Buchladens im New

Yorker Stadtteil Brooklyn hat für große Aufregung gesorgt: Catland

Books hatte zu einer gemeinsamen Verfluchung von Brett Kavan/

augh eingeladen, Richter am Obersten Gerichtshof.

 © Reuters

Meghan

Viel Gegenwind für Trump?

Donald Trump

Wieder einmal versetzt Donald Trump mit einer Ankündigung

die Welt in Aufruhr. Diesmal soll es einem Abrüstungsab/

kommen der USA mit Moskau an den Kragen gehen.

In Berlin hat man dafür kein Verständnis…

Die Bundesregierung hat vor den Folgen eines Ausstiegs der USA aus einem wichtigen Abrüstungsvertrag mit Russland gewarnt. „Wir werben gegenüber den USA dafür, mögliche Konsequenzen zu bedenken“, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Sonntag und bezeichnete Donald Trumps Pläne als „bedauerlich“. Der INF-Vertrag sei seit 30 Jahren „eine wichtige Säule unserer europäischen Sicherheitsarchitektur“.

Ein Ausstieg stelle Deutschland und Europa

vor „schwierige Fragen“…

Hertha BSC vs SC Freiburg

B-er..ich-t:

Bild zu Verteidigungsministerin Ursula von der LeyenBild zu Polizei Bild zu Tschechischer Außenminister Petricek bei Maas Schwarze WitweAktualisiert am 20. Oktober 2018, 14:16 Uhr

Schwarze Witwe treibt ihr Unwesen…

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat nach einem Zeitungsbericht den Soldaten und Beamten der Bundeswehr eigenständige Kontakte zu den Abgeordneten des Bundestags untersagt…Die Oppositionsparteien zeigten sich empört und sprachen von einem „Maulkorb“.

Sie werten das Schreiben dem Bericht zufolge als Reaktion von der Leyens
auf die Kritik des Bundesrechnungshofs am Einsatz von
Unternehmensberatern im Ministerium…

Dreierpack

Borussia Mönchengladbach - FSV Mainz 05Donald Trump

Borussia Mönchengladbach hat den FSV Mainz deklassiert

und den zweiten Rang in der Bundesliga-Tabelle hinter den

Borussen aus Dortmund erobert. Jonas Hofmann ist

gleich dreimal erfolgreich…

Formel 1, Sebastian Vettel,

PROGRAMM f[r den 22.10.2018

FC Bayern gelingt Befreiungsschlag

Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund hat auch in Stuttgart frühzeitig

alles im Griff. Der FC Bayern holt nach vier vergeblichen Anläufen wieder

einen Sieg und lässt den Abstand nicht noch größer werden. Lever/

kusen vermied eine schmerzhafte Heimniederlage…

Feine Sahne Fischfilet, wirsindmehr, KonzertBild zu Matteo SalviniBild zu Zeitumstellung Winterzeit Sommerzeit

Jetzt kommt der Umschwung

Wetter, Herbst Candice Swanepoel

Dem „Herbstsommer“ geht die Puste aus: Nach wochenlangem Sonnen/

schein mit anhaltend hohen Temperaturen kommt nun der Wetterum/

schwung. Meteorologen erwarten Regen – doch ob dieser nach

der langen Trockenheit ausreichen wird, ist unklar…

Bild zu Zeitumstellung Oktober 201820160623_140126

PROGRAMM f[r das WOCHENENDE

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Schulterschluss in Zeiten Trumps:

 Supertalent, RTL, Dieter Bohlen, Bruce Darnell, Sylvie MeisPrinz Harry, Herzogin MeghanBild zu Horst SeehoferBild zu Asem-Gipfel, Europa, Asien, Sebastian Kurz, Federica Mogherini, Teodoro Locsin

MUSIK nicht nur f[r das WOCHENENDE

Soll Kiffen auch in Deutschland legal sein?

Bild zu Mallorca

Wenige Tage nach der verheerenden Flutkatastrophe mit 13 Toten

und schweren Sachschäden ist Mallorca wieder von heftigen

Unwettern heimgesucht worden…

Zugunglück in IndienTexelschafeJudith WilliamsCannabis

Nach der Cannabis-Freigabe in Kanada ist

auch in Deutschland die Frage

wieder aufgekommen.

© Reuters

Treffen sei nicht „wie erwartet“ verlaufen

Bild zu Jamal Khashoggi Bundestag Stefan Raab Donald TrumpFC Bayern

Silb..e/rf*r(ischchen:

Bild zu Herzogin Meghan

Das Versteckspiel hat ein Ende! Endlich kann

Herzogin Meghan ihren Mini-Babybauch der ganzen

Welt zeigen. Am Strand von Sydney offenbarte die wer/

dende Mama allerdings auch, dass die Schwanger/

schaft nicht nur Positives mit sich bringt…

Aus..nah..me-zustand:

Bild zu Annemarie EilfeldVampirbegräbnisBild zu Robin WrightBild zu Donald Trump

Tausende auf dem Weg in die USA

Während des Präsidentschaftswahlkampfes kündigte Donald Trump an, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen. Nun will der US-Präsident den US-Grenzübergang komplett dichtmachen und notfalls auch das Militär dorthin schicken.

Grund: Tausende Migranten aus Zentralamerika, die sich von

Guatemala aus in die USA durchschlagen wollen…

Bild zu Kirchheim, Rheinland-Pfalz, Schusswechsel, Polizei, Tatort

Alle wollen Herzogin Meghans Kleid

Herzogin Meghan

Herzogin Meghan gilt als absolute Trendsetterin.

Mit ihrer jüngsten Kleiderwahl schaffte es die

werdende Mutter nun sogar, einen ganzen

Online-Shop lahm zu legen…

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Meghan Markle trägt M{LL?

Herzogin Meghan

Schick und nachhaltig: Herzogin Meghan Markle

tritt bei der Wahl ihrer Schuhe in Australien

umweltbewusst auf…

Bild zu Borussia Dortmund - AS MonacoESO-Forscher entdecken "kosmischen Titan"Taylor Schilling, Orange is the new Black

NEUE RAU*S(CHPRODUKTE

Bild zu E-Zigaretten Kanada

Kanada kifft. Seit einigen Stunden gilt Cannabis landes/

weit als legal. Erwachsene dürfen bis zu 30 Gramm Mari/

huana in speziellen Shops erwerben. Doch es

gibt auch kritische Stimmen…

Bild zu WetterBierAktualisiert am 18. Oktober 2018, 18:48 Uhr

Drogenbeauftragte warnt vor Schäden

durch Rauchen und Alkohol…

„unschöne Befunde“

Bild zu Cathy Lugner

Cathy Lugner teilt in ihrem neuesten Instagram-Post

beunruhigende Neuigkeiten mit. Der Ex-Frau des

österreichischen Baulöwen Richard „Mörtel“

Lugner gehe es gesundheitlich

nicht gut…

Bild zu Guy ArendChristian LindnerDer Wischbär

Armee verklagt Vic/tor-in..ox

Bild zu Victorinox

Schweizerischer geht es kaum: Victorinox mit seinen Messern.

Jetzt wird das Unternehmen verklagt – ausgerechnet

von der Schweizer Armee…

Bild zu Macarthur South West United - Central Coast MarinersShannen Doherty

Finanz-Elite bestiehlt die Steuerzahler

Spam cum exBanksy-Kunstwerk zerstört sich nach Versteigerung selbst

Es geht nicht um Steuerhinterziehung, sondern um regelrechten Steuerraub

in gigantischem Ausmaß. Das war über „Cum-Ex“-Geschäfte bereits bekannt.

Das ARD-Magazin „Panorama“ spricht nun aber davon, dass die Dimen/

s-ionen sogar noch erschreckender sein sollen…

Donald Trump

Ein seit Monaten andauernder Rechtsstreit

gefährdet einem Medienbericht zufolge den

Einzug der FDP in den bayerischen

Landtag…

PROGRAMM f[r den 18.10.2018ff

PEOGRAMM f[r MONDAY

„The Voice of Germany“

Stefan Raab The Voice of Germany

Die Überraschung des Abends bei „The Voice of Germany“

Anders als bei vergleichbaren Gesangswettbewerben ist bei „The Voice of

Germany“ die Talent-Quote extrem hoch. Das bewies auch die Auftaktfolge

der neuesten Staffel am Donnerstagabend. Mit dabei: die Tochter eines Star

ein gutes Dutzend Sänger, die gerne selbst ein Star wären und ein neu/

er Coach, der in seiner Star-Familie der eigentliche Star

ist – aber (noch) nicht in der Jury…

Bundestag

Was für ein Absturz. Bei der Bundestagswahl 2017 waren die Unionspar/

teien zusammen mit der SPD noch auf 53 Prozent der Stimmen gekommen.

Nach dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend liegt die Zustimmung

für die GroKo-Parteien nur noch bei 39 Prozent…

Es geht immer um das richtige System…

Frankreich - Deutschland20140101_010413 20140102_041353 20140102_091936 20140102_084711 20140102_071324 20140102_020009 20140101_010252 20140102_015616

Fritten und Bier:

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich nach

dem ersten Tag des EU-Gipfels auf einen Absac/

ker am berühmten Brüsseler Grand Place

einladen lassen…

Dokumentation

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Der-AchtzehnteTag-Plakat-klDie-Rückkehr

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@750

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16. Juli 2012

Ich komme gerade tatsächlich vom Frühsport, mein Schweinehund jaulte zwar ziemlich, aber ich habe mich durchgesetzt, denn die Ausrede mit der Ärztin zog nicht mehr. Eva erzählte mir heute morgen, als wir nach dem Frühstück zusammen auf der Raucherbank saßen, das Frau Dr. Heß heute auf einer Tagung sei, und deshalb keine Sprechstunde stattfinden würde.

Es war übrigens ein sehr nettes Gespräch mit Eva.

Sie meinte, ich sei doch erheblich ruhiger geworden, und dass ein Mittelding zwischen ihr und mir wahrscheinlich ganz angemessen wäre. Sie müsste etwas mehr aus sich heraus und ich könnte ruhig einen Gang tiefer schalten. Ich sagte ihr, dass ich gerne den Kontakt zumindest über E-Mail mit ihr halten wolle, denn ich sei froh, sie kennen gelernt zu haben. Sie meinte, es ginge ihr ebenso.

Und das ist doch wirklich sehr schön.

Sie bekommt jetzt andere Tabletten und die machen sie ziemlich müde, dennoch hofft sie, dass ihr die Medikamentenumstellung weiter hilft. In ihrem Fall ist es wohl wirklich absolut notwendig, dass sie die Tabletten nimmt, denn wer will schon eine Angstpsychose haben. Da hat man wirklich nur mit den Schattenseiten dieser Erkrankung zu tun und anschließend auch keine lustigen Geschichten zu erzählen. Ich habe mich jedenfalls sehr darüber gefreut, dass Eva das Gespräch mit mir gesucht hat und ich hoffe sie kommt mich irgendwann einmal bei mir zu Hause besuchen, denn so weit wohnen wir nicht voneinander entfernt.  Jetzt ist gleich Basisgruppe und dann muss ich zum EEG, ich melde mich also wahrscheinlich erst nach dem Mittagessen wieder, deshalb, bis dahin.

Ich melde mich doch etwas früher.

Ich komme gerade aus der Basisgruppe.

Es geht dort immer noch um den Themenbereich:

Leistungsdruck und Leistungsabfall.

Heute malte Frau Johannes ein Tortendiagramm, welches sie in drei Teile einteilte: Arbeit, Familie und Freizeit. Und dann diskutierten wir die unterschiedlichen Aspekte, die sich daraus ergeben. Wie äußert sich zum Beispiel Überbelastung in den einzelnen Bereichen? Was sind die Warnzeichen des Körpers? Es ist sehr einleuchtend, dass man für eine gewisse Ausgewogenheit sorgen sollte. Ich gab nämlich zu Bedenken, dass ein Zuviel an Freizeit ebenso ein Problem sein kann. Ich erklärte, dass ich selbst sehr viel Freizeit hätte, doch dies sei auch nicht einfach zu händeln, denn nun müsseich mich selbst motivieren um die Zeit vernünftig zu gestalten. Außerdem sprach ich davon, dass es in meinem Leben so gewesen wäre, dass ich oft unter  erschwerten Bedingungen gelebt hätte, sei es durch meinen Besuch des Abendgymnasiums, dem Studium trotz Kind und ähnlichem mehr. Ich hätte diese Belastung aber nicht als negativ empfunden, sondern daraus Selbstbewusstsein gezogen. Belastung könne also auch zu positivem Stress führen und dem würde man so schnell nicht entgegenwirken wollen, denn positiver Stress sei auch sehr belebend.

Ich wäre diesem Stress jedenfalls nie ausgewichen, im Gegenteil. Ich hätte weitergemacht bis mein Körper mit Hilfe des Gedächtnisverlustes die Reißleine gezogen hätte. Und seit dem würde ich unter einem Leistungsabfall leiden. Ich denke auf diesen Aspekt werden wir in der nächsten Basisgruppe noch mal genauer eingehen. Ich mache mich jetzt mal so langsam auf den Weg zu den Schwestern wegen des EEG. Ich sage jetzt deshalb: Diesmal wirklich bis nach dem Mittagessen.

Und wieder wird es mit meiner Vorhersage nichts.

Da haben mich die Schwestern doch zur Physiotherapie geschickt, dort wusste man nichts von mir und man rief bei den Schwestern an, die baten mich mit meinem Therapieplan noch einmal vorbeizukommen, also Treppen wieder rauf und wieder runter, nur um dann zu hören, der EEG-Termin fällt heute aus und wird auf einen anderen Tag verschoben.
Und so sitze ich doch schon wieder in meinem Zimmer und denke: Na, da hast Du Dir die Haare ja ganz umsonst gewaschen. Ich bin ja mal gespannt, wo sie diesen neuen Termin bei mir noch unterbringen wollen, eigentlich ist mein Plan schon ziemlich dicht gepackt diese Woche. Aber, was soll’s, einfach mal abwarten.
Dann werde ich mir jetzt noch mal einen Kaffee am Automaten ziehen und damit unter den Pavillon gehen, denn jetzt habe ich total viel freie Zeit. Vielleicht sollte ich diese auch nutzen, mir eine Spülung für die Haare zu besorgen. Und danach fällt mir vielleicht auch ein neues Thema für mein Tagebuch ein. Schau’n wir mal!

So, da bin ich wieder.

Ich habe mir eine neue Spülung, Blättchen für meinen Tabak und eine Fitness Molke gekauft und nun kann ich gleich schon zum Mittagessen gehen. Danach habe ich aber etwas Zeit und dann werde ich noch mal auf Gottes wohlgehüteten Tresor zurückkommen, denn die Frage, wie das Leben in das Universum gekommen ist, habe ich noch nicht befriedigend beantwortet. Sicherlichist es möglich, dass dies tatsächlich durch einen Zufall geschehen ist. Irgendwo, an irgendeinem Tag und seit dem verbreitet es sich im ganzen Universum. Dass es nur bei uns geschehen ist, das können wir allerdings, meiner Meinung nach, wirklich ausschließen. Ich glaube sogar, auch in unserem Sonnensystem gibt es noch weiteres Leben. Vielleicht unter dem dicken Eispanzer des fernen Mondes Europa.
Ich weiß nicht mehr genau um welchen Planeten er genau kreist. Aber Europa enthält möglicherweise Wasser und da wo Wasser ist, da ist Leben sehr wahrscheinlich. Dennoch glaube ich, es gehört trotzdem noch etwas mehr dazu um DNA entstehen zu lassen. Die Desoxyribonukleinsäure ist doch ein sehr kompliziertes, riesiges Molekül. Sie haben bestimmt schon mal eine Abbildung oder sogar ein Modell davon gesehen. Es ist nicht leicht vorstellbar, dass dieses Molekül sich aus Zufall selbst erschaffen hat. Deswegen glaube ich ja auch immer noch an so etwas wie einen göttlichen Liebesakt. Nicht nur einfach Sex, denn dann würden die Universen Satans bestimmt auch belebt sein. Nein, es muss etwas mit tiefer Liebe zu tun gehabt haben. Etwas, dass diesem alten Widersacher Gottes einfach nicht gegeben ist.

Aber jetzt ist erst mal das leibliche Wohl an

der Reihe, ich sage mal, bis gleich.

Also, heute liege ich mit meinen Versprechungen irgendwie immer daneben. Aus dem „bis gleich“ ist dann doch ein „später“ geworden, denn nach dem Mittagessen habe ich mich erst mal etwas hingelegt. Dann war ich bei der Wassergymnastik und anschließend habe ich einen Milchkaffee unter dem Pavillon getrunken und bin in ein Gespräch mit einer Frau geraten. Ich weiß ihren Namen nicht, aber sie war auch in unserer Basisgruppe. Morgen fährt sie wieder nach Hause. Natürlich habe ich sie gefragt, wie ihr die Kur denn nun gefallen hat, doch leider konnte sie mir keine positive Meldung machen. Sie fährt eigentlich ziemlich unzufrieden nach Hause, denn sie ist doch sehr enttäuscht von unserer Frau Johannes. Irgendwie hatten sie wohl keinen Draht zueinander gefunden, oder schlimmer noch, Frau Johannes war ihr gegenüber auch noch ziemlich hart. Sie hat ihr gesagt, dass sie an allem selber Schuld hat, und dass ihr eigentliches Problem vor allen Dingen die Unterbringung ihrer Kinder sei. Frau Johannes sah bei ihr keine wirkliche Depression vorliegen und reagierte auf vieles mit Unverständnis.Das hätte ich von Frau Johannes nicht gedacht, denn mir gegenüber ist sie eigentlich mehr als verständnisvoll. So machen hier also einige auch keine guten Erfahrungen.
Jedenfalls hat mir die Frau, einmal in Fahrt gekommen, fast all ihre Sorgen erzählt und selbst für mich war es dann doch auch ein bisschen zu viel des Guten. Aber na ja, so etwas muss dann halt auch mal sein. Jetzt bin ich jedenfalls wieder in meinem Zimmer und ich kann bei meinem Lieblingsthema abschalten. Wo waren wir stehen geblieben?

Ach ja, das geheime Rezept vom lieben Gott.

In diesem Zusammenhang sollte man sich noch mal einige Erkenntnisse des guten Herrn Jesus anschauen. Ich glaube er war es, der gesagt hat: „Gott ist das Licht.“ und „Gott hat uns nach seinem Ebenbild erschaffen.“
Das Gott das Licht ist, dass kann ich nach meiner Reise durch das Universum bestätigen. Die Gestalt, die ich dort sah, die bestand wirklich aus unendlich viel Licht. Es war ein strahlendes, helles Licht und es ließ mich einfach nur ehrfürchtig zusammensinken. Ich empfand auch Angst, aber es war keine Angst vor etwas Bösem, sondern einfach die Angst vor der Größe.

Damals dachte ich auch:

„Gott ist das Licht und wir alle sind

eine Perle auf seinem herrlichen Mantel.

Und wenn wir nicht besser auf unsere

Umwelt achten, dann schnippt er

uns hinweg in die ewige

Dunkelheit.“

Gott selbst sieht möglicherweise gar nicht, dass er aus soviel Licht besteht. Wenn er in den Spiegel schaut, dann schaut ihn vielleicht einfach nur ein sehr wohlgestalteter Mann an. Oder ist Gott vielleicht doch eine Frau? Ich sage immer: „Der liebe Gott“, aber vielleicht ist dieser Gott ja auch Beides. Mann und Frau gleichzeitig.

So etwas gibt es auch unter uns Menschen.

Sie werden Zwitter genannt.

Ich habe schon auch gute Gründe für diese Annahme, denn wenn man sich die Götterwelt der alten Ägypter anschaut, dann gingen auch sie davon aus, dass der Urgott Atum ein Zwitterwesen ist. Er gebar aus sich selbst heraus, allerdings mit der Göttin Sachmet als behandelnder Ärztin, die männlichen Götter Amun und Aton. Ich habe auch über dieses Thema einen Film gemacht. In dem habe ich mal versucht Klarheit in das Durcheinander der ägyptischen Götter zu bringen. Vielleicht veröffentliche ich ihn ja irgendwann einmal im Internet, dann empfehle ich ihnen diesen sich anzuschauen. Danach, so denke ich, blicken auch Sie ein bisschen mehrbei den Ägyptern durch. Jedenfalls stellten sie sich den Urgott als männliches und  weibliches Wesen vor und ich finde den Gedanken eigentlich auch ganz reizvoll.
Allerdings würde ich ihm vielleicht doch auch wünschen, dass er sich zumindest bei Bedarf zweiteilen kann. Alleine ist es ja manchmal schon ziemlich einsam. Außerdem ist Liebe mit sich selbst vielleicht auch nicht so befriedigend wie zu Zweit.
Dann der Satz mit dem Ebenbild. Der ist jetzt wirklich interessant. Denn, auch wir sehen aus einer bestimmten Perspektive wie eine Ansammlung von Licht aus. Stellen Sie sich vor, Sie seien so groß wie ein Elektron, dann, so glaube ich, sehen Sie aus wie unser Universum. Überall leuchten nämlich winzige Punkte, dies sind die den Atomkern umkreisenden Elektronen.
Nur im großen Maßstab sehen Sie Ihr Gesicht und Ihren Körper. Darum denke ich auch, dass Gott sich selbst nicht unbedingt als Lichterscheinung wahr nimmt. Nur wir, weil wir so klein sind, erkennen, dass er im Prinzip aus leuchtenden Punkten besteht, so wie wir eben auch.

Aber der Satz ist auch noch in anderer Hinsicht interessant.

Ich sagte ja bereits, ich vermute einen Liebesakt und eine Zeugung, die den Urknall einst auslösten. Und unser Universum ist das entstandene Kind und wir alle sind Teil dieses Körpers. Darf es da verwundern, wenn wir diesem Kind ähnlich sehen? So im Prinzip? Wir haben zwei Arme, zwei Beine, einen Rumpf und einen Kopf. Wir haben zwei Augen, zwei Ohren, eine Nase und einen Mund, und Sie entschuldigen, auch einen After.

Nach diesem Prinzip sind wirklich sehr viele Lebewesen aufgebaut.

Es ist also anzunehmen, dass es sich dabei um ein sehr sinnvolles und erfolgreiches Konzept handelt und warum sollte Gott nicht auch so aufgebaut sein. Natürlich können Sie sagen: „Dann kann Gott doch vielleicht auch eine Spinne sein oder ein Krebs.“ Das ist natürlich möglich, doch dann würde ich auch annehmen wollen, dass Spinnen und Krebse die denkenden Lebewesen unseres Planeten geworden wären.
Jetzt können Sie sagen: „Vielleicht sind Spinnen oder Krebse ja intelligent, wir erkennen es nur nicht.“ Das ist wahr, aber da nun mal die Säugetiere durch ihre Gedanken, ihre Sprache und ihre Intelligenz aufgefallen sind und nicht die Spinnen und Krebse, so denke ich, liegen wir richtig, wenn wir annehmen: Gott ist ein Säuger. Er wird daher wohl auch einen Busen haben.Außerdem, jetzt denken Sie noch mal an den Zauberer in seinem Labor.

Ist es nicht einfach sehr gut nachvollziehbar, dass

er mit Seinesgleichen sprechen will?

Jemanden, der ihm ähnlich sieht und dem man sich auch wirklich nahe fühlen kann? Also, auch unter den Wissenschaftlern gibt es einige, die davon träumen, einen Menschen selbst zu erschaffen. Sie arbeiten schon fieberhaft daran, selbst DNA zu produzieren um daraus ein eigenes, selbsterschaffenes Leben herzustellen. Noch klappt das nicht so richtig. Außerdem fehlt es an der geeigneten künstlichen Gebärmutter, zum Glück, aber sie haben es schon geschafft, dass sich in ihren Petrischalen ein Zellhaufen gebildet hat. Leider ohne Leben drin. Die Zellen haben sich zwar geteilt, doch in dem Moment, in dem wohl die Seele Einzug halten muss, damit es weitergeht in der Entwicklung, da stirbt der Zellhaufen.
Das geht Satan Senior regelmäßig ganz genauso. Was hat er nicht schon alles versucht, und jetzt wissen Sie auch wofür er all die vielen Seelen benötigt, die er auf der Erde täglich einsammelt. Er hatte sich nämlich gedacht: „Wenn in meinen Universen kein Leben von selbst entsteht, dann klaue ich dem Gott halt ein paar seiner Seelen und erschaffe mir auf diese Weise ein Volk. Doch auch bei ihm klappt es nicht, die Seelen lassen sich nicht einfach verpflanzen. Und schon mal gar nicht in einen Körper, der einmal Satan Senior ähnlich sehen soll.

Das mit den Seelen ist wohl tatsächlich das entscheidende Geheimnis.

Und Gott, sei er nun männlich oder weiblich, rückt

damit einfach nicht heraus.

Ich habe nun zu Abend gegessen und auch eine Zigarette geraucht. Jetzt warte ich wie immer auf Wolfgangs Anruf. Diese Zeit ist für mich eigentlich zum schönsten Teil des Tages geworden. Ich freue mich seine sehr angenehme Stimme zu hören und selbst Siux kann ich Stöhnen und Knurren hören. Auch für die Beiden ist es ein schönes Ritual geworden. Wolfgang meint, Siux wartet jeden Abend darauf sein Frauchen aus der kleinen, schwarzen Kiste heraus sprechen zu hören. Langsam freue ich mich auch wirklich, die Beiden wieder zu sehen. Aber ich denke eben auch, die Zeit hier war für mich sehr wichtig. Ich habe nicht nur durch die Therapien etwas gewonnen, ich habe auch einfach sehr viele nette Menschen kennen gelernt. Ich habe endlich auch mal etwas anderes gesehen als meine eigenen vier Wände, auch wenn ich von der Gegend hier eigentlich nicht viel mitbekommen habe.

Ich habe ja doch die meiste Zeit mit meinem Laptop verbracht. Wenn ich nicht dieses Buch inAngriff genommen hätte, ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich hier dann die ganze Zeit gemacht hätte. Sicherlich wäre ich dann erheblich öfter spazieren gegangen, doch gerade das habe ich zu Hause jeden Tag, der Hund muss schließlich raus, ob die Sonne scheint oder ob es regnet. So habe ich es jetzt auch mal sehr angenehm gefunden, nicht immer raus gehen zu müssen. Jedenfalls denke ich, es war eine gute Idee von meiner Mutter, denn sie hat mir das mit der Kur vorgeschlagen. Ich hatte es dann meiner Frau Mitschuleit erzählt und die fand die Idee auch gut und schwupsdi wupp, schon hatte ich die Bestätigung für die Reise im Briefkasten. Wenn Dinge so problemlos funktionieren, dann habe ich ja immer den lieben Gott mit in Verdacht.
Ich denke, er konnte es auch nicht mehr mit ansehen, dass ich vor dem Fernseher immer dicker wurde. Ich habe es mit dem Fernsehtherapeuten am Ende wohl doch zu weit getrieben. Aber bei aller Kritik, die man an meinem exessiven Fernsehgenuss haben kann, ich bin dieser Kiste auch wirklich sehr zu Dank verpflichtet. Wenn man halbwegs darauf achtet, was man guckt, dann kann man auch viel daraus lernen. Ich kann jedenfalls sagen, mein Gehirn hatte die Nahrung dringend gebraucht. In meinem Oberstübchen war einfach so ein großes Durcheinander angerichtet worden, ja, mein ganzes schönes Weltbild lag auf einmal in Trümmern. Da hat mir das Fernsehen wirklich geholfen, in meinem Gehirn wieder eine gewisse Ordnung zu schaffen. Trotzdem, irgendwann muss es eben auch mal gut sein, und da ich jetzt ja auch wieder lesen kann, werde ich mir wohl einfach öfter mal ein gutes Buch zu Gemüte führen.

Oder ich schreibe eben selber welche.

Ich würde ja wirklich gerne eine Schriftstellerin sein.

Und da kann man mal sehen, das Unterbewusstsein weiß einfach schon sehr früh Bescheid. Damals als ich mit Christian über unsere Zukunft sprach, da träumte ich schon davon. Aber ich habe nie ernst damit gemacht, weil ich damals dachte, man muss erst mal etwas Interessantes erlebt haben, bevor man sich an ein Buch heran wagt. Und interessant fand ich mein Leben überhaupt nicht. Im Gegenteil, ich dachte immer, andere hätten es viel schöner, spannender und erzählenswerter. Doch, das hat sich mittlerweile sehr geändert. Ich finde mein Leben ist bisher sehr abwechslungsreich und interessant verlaufen. Und das liegt auch an meinen schizophrenen und psychotischen Erlebnissen. Ich kann mich wirklich nicht beklagen, sollte es alleinmein Unterbewusstsein gewesen sein, dass sich das alles für mich ausgedacht hat, nun, ich sagte es ja schon mal, es muss ein Siencefiction-Autor darin verborgen sein.

So, jetzt habe ich telefoniert und meinen obligatorischen Abendkaffee getrunken. Natürlich unter dem Pavillon, denn eine Zigarette dazu, das muss einfach sein. Und angenehmerweise findet sich dort meistens auch ganz nette Gesellschaft. Diesmal habe ich mich mit einer schon etwas älteren Frau unterhalten. Sie scheint mich wohl ganz nett zu finden, jedenfalls hat sie sich schon öfter zu mir gesetzt und mir von ihren lieben Söhnen und Schwiegertöchtern erzählt. Außerdem hat sie noch einen liebenswerten Mann. Sie kennen sich jetzt schon 40 Jahre und am Wochenende kommt er sie besuchen. Dann haben sie ihren 38. Hochzeitstag.

Ich habe sie auch schon mal gezeichnet, allerdings ist

die Zeichnung nur bedingt etwas geworden.

Es gehört einfach sehr viel

mehr Übung dazu.

Ich muss wirklich in Zukunft den Bleistift öfter in die Hand nehmen. Wie dem auch sei, jedenfalls strickt diese Frau für ihre Schwiegertöchter diese verrückten Schals, an denen hier viele Frauen arbeiten. Er wird mit einer ganz bestimmten, sehr außergewöhnlichen Wolle gestrickt und damit ist so ein Schal, man glaubt es kaum, in 1-2 Stunden fertig gestrickt. Ich glaube der Handarbeitsladen hier im Ort kann sich wegen des Umsatzes zur Zeit nicht beklagen. Überhaupt lebt wohl der ganze Ort von dieser Klinik hier. Die Patienten gehen regelmäßig in die Lokale, sie kaufen im Supermarkt ein, es gibt auch einen kleinen Schuhladen hier, eine Apotheke, einen Radio- und Fernsehladen mit allerhand Kram, vom Rasierer über Battarien bis zu Kaffeebechern. Ich sage es mal so, ohne die Klinik wäre hier der Hund begraben. Die Klinik ist also auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Er schafft über 100 qualifizierte Arbeitsplätze und es arbeiten fast noch einmal soviel Servicekräfte vom Gärtnertrupp bis zum Koch und der Putzfrauenkolonne. So gesehen ist die Klinik ein ziemlich göttlicher Ort. Das Haus ist auch wirklich sehr schön. Ich bin sicher, hier hatte ein guter Designer seine Finger im Spiel. Ich sehe das an vielen Kleinigkeiten. Die Konzeption und der Entwurf eines solchen Hauses wäre auch für mich eine sehr schöne und interessante Herausforderung gewesen.

Ich habe schon als Teenager abends im Bett gelegen und

im Geiste Krankenhäuser eingerichtet. Ich fand

das einfach ungeheuer interessant.

Mein Onkel, er ist Architekt, hatte mir mal etwas über die Wichtigkeit vonFeuerschutztüren erzählt und natürlich baute ich seitdem in meine Traumhäuser dann auch solche Dinge mit ein. Damals, als es darum ging, was ich gerne studieren wollte, da hatte ich denn auch an Architektur gedacht. Doch dazu musste man eine Mappe mit Zeichnungen abgeben und erst einmal damit zugelassen werden. Der Abgabetermin war für das Wintersemester aber schon vorbei und so hätte ich mit dem Studium noch ein halbes Jahr warten müssen. Das wollte meine Mutter aber nicht. Sie befürchtete nämlich, ich würde, wenn ich nicht gleich nach dem Abitur anfange zu studieren, womöglich mein Hausfrauendasein so toll finden, dass ich das mit dem Studieren nachher ganz lassen würde. Also schrieb ich mich für Biologie ein, denn der Biologie-Leistungskurs hatte mir sehr gut gefallen. Ich hatte auf dem Abendgymnasium eine wirklich tolle Lehrerin, Frau Rupperts hieß sie. Sie förderte mich und gab mir regelmäßig Referate auf. Es waren Themen gewesen, die ich mir selbst erarbeiten musste, um sie dann vor der Klasse vorzutragen. Und darin war ich gar nicht schlecht.

Mir machte es einfach ungeheuren Spaß und

ich fand vor allen Dingen die Zelle

absolut super.

So eine Zelle ist eine sehr lebendige Großstadt mit Rathaus, Bibliothek, Rechenzentrum, unglaublich vielen kleinen Fabriken, Lagerhallen und mehreren großen Energieunternehmen. Außerdem besitzt jede Zelle ein umfangreiches Nahverkehrssystem, intelligente Türen und Tore und bei der Pflanze fand sich auch noch ein System, welches aus Licht Zucker machen konnte.
Ich fand es für mich sehr wichtig, möglichst alles darüber zu wissen und zu verstehen und darum studierte ich auch durchaus mit großem Fleiß. Irgendwann wurde mir aber klar, eine wissenschaftliche Karriere war eine sehr schwierige Angelegenheit, gerade als Frau und vor allen Dingen als Mutter eines kleinen Kindes.
Diplombiologie ist ein 24-Stunden-Studium. Und wenn man da etwas werden will, dann sind auch Auslandsexkursionen sehr wichtig. Am Besten macht man sogar ein Studienjahr im Ausland. Doch daran war bei mir nicht zu denken. Ich hatte zwar meine Mutter, aber ich wollte natürlich auch noch für Felix da sein.

Dann dachte ich:

Werde doch Wissenschaftsjournalistin!

Das wäre wirklich genau das Richtige für mich gewesen.

Doch da spielte das Bafög-Amt nicht mit. Ich kassierte also noch das Bafög bis zum Ende, doch nach dem verpatzen Vordiplom gab ich diese Bio-Träume dann ganz auf. Jetzt interessierte ich mich sowieso viel mehr fürdie Kunst. Und die ließ mir genügend Zeit mich selbst um meinen Sohn zu kümmern, der das auch wirklich brauchte.
So, jetzt ist es wiedereinmal 22 Uhr und es ist Zeit ins Bett zu gehen. Morgen erwartet mich um 8 Uhr die Atemgymnastik bei einer Frau Heller, die kenne ich noch gar nicht. Dann Qigong bei Frau Brose. Um 10.30 Uhr ist wieder die Psychosegruppe und nach dem Mittagessen muss ich zum Test zur geistigen Leistungsfähigkeit. Anschließend habe ich wieder Tanztherapie bei Frau Albrecht. Und um 16.30 Uhr hält
Dr. Süß wieder einen Vortrag, diesmal zum Thema Burnout.

Also ein ziemlich langer Tag morgen, und darum

sage ich für heute: Gute Nacht!

17. Juli 2012

Ich habe relativ gut geschlafen und ich war auch bei der Atemgymnastik.

Doch das Qigong musste ich sausen lassen, denn mein Gespräch mit Frau Dr. Heß hat etwas länger gedauert. Und man soll ja nicht in die Therapien hereinplatzen, wenn man nicht rechtzeitig da ist, dann bleibt die Tür für einen zu. Ich habe mir also einen Kaffee gezogen und bin eine Rauchen gegangen und jetzt warte ich auf die Psychosegruppe.

Die Atemgymnastik war diesmal wieder ganz anders als bei den anderen Frauen.

Frau Heller ist eine ältere Dame mit schon fast weißen Haaren. Sie strahlt eine ziemliche Ruhe und Erfahrung aus. Sie machte mit uns eine Übung, die wir auch im Alltag gut anwenden können. Und zwar soll man dabei tief einatmen und dann den Atem durch ein gedachtes Loch im Kopf an den Ohren und Armen vorbei mit dem Gedanken der Ruhe bis in die Fingerspitzen wieder ausatmen. Das soll man 20 Minuten bis eine halbe Stunde lang machen, zum Beispiel abends vor dem
Einschlafen. Aber auch tagsüber, wenn einen irgendetwas stresst, soll man diese Übung machen und man wird feststellen, die eigene Ruhe kommt tatsächlich auf. Wir probierten es fünf Minuten und zwischendurch erzählte sie mit ruhiger Stimme von den auch gesundheitlichen Vorteilen dieser Atemtechnik. Danach machten wir noch einige andere, kürzere Atemübungen, doch die sind mir schon wieder entfallen.
Bei der Ärztin ging es zum Einen um die Blutwerte, die wie ich vermutet habe, alle in bester Ordnung sind, und zum Anderen um das EEG. Es ist ja verschoben worden, wohl weil mit dem Gerät etwas nicht in Ordnung ist. Es ist also unklar, ob es zu
einem neuen Termin kommen kann. Ich soll dann jedoch zu Hause so ein EEG machen lassen, denn Frau Dr. Heß meinte, bei meinen Medikamenten sei es empfohlen ab und zu so eine Untersuchung durchzuführen. Ich werde also, sollte es hier keinen Termin mehr geben, zu meiner Hausärztin deswegen gehen.

Ich glaube, ich brauche jetzt noch mal einen Kaffee, ich bin gleich wieder da.

Gestern bei dem Telefonat mit Wolfgang habe ich den Vorschlag gemacht, dass wir in Zukunft vielleicht einmal die Woche schwimmen gehen sollten, und siehe da, Wolfgang hat nichts dagegen. Er ist ja in seiner Jugend wettkampfmäßig schwimmengegangen, er war wohl ein vielversprechendes Talent. Doch dann bekam er  körperliche Probleme und musste den Leistungssport aufgeben. Aber  natürlich kann er es immer noch ganz gut. Seine Kondition ist allerdings ebenfalls ganz schön im Keller mittlerweile und so wird auch ihm so ein regelmäßiger Schwimmbadbesuch ganz gut tun. Er hat Lust ins Freibad nach Lörick zu fahren, dort ist das Wasser wohl gut geheizt, denn es schwimmen auch Leute dort, wenn das Wetter schlecht ist. Wir könnten aber auch mal das kleine Schwimmbad in Büderich ausprobieren oder wir  fahren nach Willich ins Spaßbad. Jedenfalls freue ich mich, dass er mit machen will bei meinem Plan, in Zukunft etwas mehr Bewegung in mein Leben zu bringen.
Nachher, so habe ich überlegt, schreibe ich über das Leben und den Tod, ich denke, auch dies ist ein interessantes Thema. Ich hoffe also, Sie freuen sich darauf und sind schon richtig neugierig, was ich dazu zu sagen habe. Bis dahin ist aber noch ein halber Tag mit Therapien zu verbringen und ich denke, ich sollte mich vorher noch ein wenig ausruhen oder eine Zigarette rauchen gehen, also bis dahin.

Ich komme gerade aus der Psychosegruppe.

Heute ging es um Frühwarnzeichen und wir haben wieder viele Zettel mit auf den Weg bekommen. Die Liste der möglichen
Warnzeichen ist lang. Bei mir würde ich sagen: Es kommt zu einem sozialen Rückzug und Schafstörungen. Wahrscheinlich empfinde ich auch eine zunehmende Religiosität. Außerdem treten vielleicht Halluzinationen von kurzer Dauer auf und ich bekommen Angst verrückt zu werden. Auch das Gefühl beobachtet und in meinen Gefühlen kontrolliert zu werden könnte ein ernstes Frühwarnzeichen sein.
Andere beschrieben eine Gespanntheit und Nervosität, Unruhe und Appetitverlust. Auch eine Vernachlässigung der äußeren Erscheinung ist zu beobachten, eine depressive Verstimmung tritt auf, Interessenverlust und das Gefühl der Schwäche.
Auch wenn man plötzlich unbedingt die Medikamente absetzen will, Misstrauen entsteht, schlechte Träume und Reizbarkeit sowie grundloses Unwohlsein. Dies alles können Anzeichen einer drohenden Psychose sein. Für die nächste Psychosegruppe sollen wir unsere persönlichen Frühsymptome auf einem Zettel notieren und mitbringen, dann will Dr. Süß für jeden einen persönlichen Reaktionsplan erstellen.

Reaktionen könnten sein:

Arztkontakt, eventuell Medikationserhöhung oder Ergänzung, Achtsamkeit für weitere Veränderungen und wichtig: vertraute Menschen einweihen und befragen, ob sie ebenfalls Veränderungen bemerken. Außerdem sollman überlegen, ob die aktuelle Lebenslage Anlass für eine Krise gibt und ob es Belastungen oder Überforderungssituationen gibt, die vermieden werden können. Man soll sich auch fragen, ob man die Medikamente regelmäßig eingenommen hat, ob eine Dosiserhöhung erforderlich ist oder ob man sich nicht vorsorglich für ein paar Tage krankschreiben lässt. Vielleicht ist auch ein kurzfristiger Krankenhausaufenthalt ratsam oder auch zusätzliche Psychotherapie. Jedenfalls ist es sehr wichtig die Frühwarnzeichen ernst zu nehmen, vertraute Angehörige zu informieren und den Stress zu verringern. Man sollte sich einfach wirklich mehr Ruhe gönnen und zur Not auch in eine psychiatrische Klinik gehen. Die Chance einen erneuten, schweren Krankheitsverlauf zu verhindern ist so jedenfalls groß.

Was zu vermeiden ist sind Alkohol und Drogen, der Abbruch von Kontakten zu wichtigen Bezugspersonen, die bewusste Anstrengung, die Störung nach außen hin zu verdecken, und Maßnahmen, die zusätzliche psychische Energien erfordern. Zudem sollte man sich nicht ablenken wollen durch Aufsuchen intensiver Reizsituationen wie zum Beispiel einen Kirmes- oder Discobesuch. Solche Bewältigungsversuche können im Einzelfall ablenkend wirken, sie sind aber längerfristig ehr belastungsfördernd. Es ist eigentlich schon klar, was geeignete Strategien sind. Regelmäßige Medikamenteneinnahme, Erhöhung der Dosis, Arzt aufsuchen, Meidung belastender Situationen, Krankschreibung, Vermeidung von Zeitdruck, Gespräche mit Vertrauenspersonen, nein sagen können, wenn etwas zuviel wird, und die eigene verminderte Leistungsfähigkeit akzeptieren. Außerdem sollte man versuchen die innere Unruhe durch körperliche Bewegung auszugleichen. Apropos körperliche Bewegung, ich muss jetzt hinunter gehen zum Mittagessen, ich melde mich wieder.

So, ich komme jetzt vom Tanzen.

Zuvor war ich bei dem Test zur Leistungsfähigkeit, und der hat mir richtig gute Laune beschert, denn ich war ziemlich gut. Beim Wörter merken war ich sogar fehlerfrei. Das lag an dieser besonderen Methode, die ich angewendet habe. Dabei versucht man aus den Wörtern eine Geschichte zu bilden und das hat wiedererwartend bei mir wunderbar geklappt. Bei den anderen Aufgabenliege ich im Durchschnitt oder auch darüber. Die richtige Auswertung erhalte ich aber am Donnerstag im Einzelgespräch. Dennoch denke ich, einer Weiterbildung dürfte nach diesem Test nicht mehr viel im Wege stehen. Ich war danach jedenfalls sehr zufrieden mit mir. Das machte sich dann auch beim Tanzen bemerkbar. Gut, ich habe immer noch Probleme, wenn ich mich im Spiegel sehe, der Anblick ist einfach schwierig für mich, aber das gemeinsame Tanzen zu zweit, das hat mir richtig Spaß gemacht. Ich hatte aber wohl auch gute Partnerinnen, die ebenfalls Freunde daran hatten. Wir sollten allerdings auch mit bunten Tüchern in der Hand tanzen, das kam mir zuerst schon etwas albern vor. Aber auch das war eigentlich eine schöne Erfahrung. Ich muss wirklich zu Hause öfter mal wieder Musik anmachen und mich in der Bewegung üben.

Außerdem muss der Bauch endlich weg, dann sieht

das Ganze auch nicht so schwerfällig aus.

In gut einer halben Stunde beginnt der Vortrag über das Burnout, ich bin ja mal gespannt, was Dr. Süß dazu sagt. Ich glaube ja, ich hatte so etwas nach meinem stressigen „Job“ als Gottes Sekretärin. Das hat mich wirklich an den Rand meiner Nerven gebracht. Der Gedanke, dass das was ich tue live ist, dass heißt, dass andere es zeitgleich beobachten und bewerten, das war schon ziemlich stressig. Klar, in Wirklichkeit hat mir niemand zugeschaut, aber das war mir nicht klar. Ich wusste es zwar auch nicht genau, aber ich musste einfach nach all den Dingen, die vorgefallen waren, davon ausgehen. Und dann war ich es ja auch nicht alleine. Ich glaubte zu einer Gruppe zu gehören, die im Wettstreit agierten. Wer hat die besten Einschaltquoten? So muss es den Fernsehleuten am Live-Mischpult für zig Kameras gehen.

Das war eigentlich immer so etwas wie ein Traumjob

von mir, zumindest seit ich Filme machte.

Ich begann die verwendeten Kameras einer Sendung zu zählen und stellte mir vor, wie der verantwortliche Redakteur die Kommandos gibt: „Kamera 1, jetzt Kamera 4, zurück zur 1 und nun eine Totale auf Kamera 2 …“ und so weiter. Auch jetzt noch finde ich diesen Job sehr interessant, aber unter Live-Bedingungen ist das alles schon ein echter Knochenjob, das geht an die Substanz. Ich denke mal, die Leute wechseln sich auch häufig ab, denn man braucht dafür schon eine ziemlich gute Konzentration. Doch ich habe das damals wochenlang den ganzen Tag gemacht. Kein Wunder, dass mein Gehirn irgendwann durchgedreht ist. Überhaupt,ich habe es ja schon mal gesagt, ich glaube nicht, dass meine Stressanfälligkeit so besonders groß ist, sondern ich denke, ich hatte auch sehr großen Stress über lange Zeit auszuhalten.

Aber mal hören was Dr. Süß zu dieser Modekrankheit zu sagen hat.

Eigentlich ist Burnout ja nur ein anderes Wort für Depression, doch dieses Wort klingt nicht so toll. Außerdem bezieht sich dieses Burnout auf das Phänomen des ausgebrannt seins und das klingt ja schließlich nach einer großen Leistung, die man bis zum Zusammenbruch gebracht hat. Und in unserer Leistungsgesellschaft hat man dafür vielleicht etwas mehr Verständnis als für diese unheimliche Depression. Sie kommt ohne große Vorankündigung und sie geht oft nur wann sie will. Doch ich möchte nicht vorgreifen, lassen wir ruhig erst mal den Fachmann zu Wort kommen.

So, jetzt habe ich noch ein paar Minuten Zeit von dem Vortrag zu berichten.

Zunächst ging es erst mal um die Angst und darüber wie wichtig Angst zu haben für den Menschen ist. Es ist ein natürliches, sinnvolles Gefühl. Aber es gibt auch Ängste, die wir in unserem Leben bewältigen sollten, weil sie uns zu stark einschränken oder behindern.

Es gibt vier Grundklassen, die Angst sich anderen anzuvertrauen und Menschen ehr zu meiden. „Die schizoide Angst“. Dann das genaue Gegenteil, die Angst alleine zu sein, also sich ständig mit Menschen zu umgeben. „Die depressive Angst.“ Dann die Angst vor der Veränderung und die Angst vor der Gewohnheit. Die einen haben Probleme, sobald sich etwas in ihrem Leben ändert, die anderen wollen ständig etwas Neues in ihrem Leben erleben. Dr. Süß forderte seine Zuhörer auf zu überprüfen, ob der Einzelne vielleicht zu der einen oder anderen Gruppe zählt und ob er vielleicht diese Ängste angehen sollte. Ich komme zu dem Schluss, dass ich keine solchen Ängste habe. Ich habe keine Angst mich meinen Mitmenschen gegenüber zu öffnen, aber ich kann auch gut mit mir alleine sein. Ich komme auch mit Veränderungen in meinem Leben klar, aber ich habe Regelmäßigkeit trotzdem gerne. Ich denke, ich habe nur Angst, wenn es auch sinnvoll ist diese zu haben.

Dann kam er zum Themenkomplex „Burnout“.

Er sagte, dass dieses Phänomen ein Neues sei, eines unserer modernen Zeit. Doch es sei im eigentlichen Sinne keine Krankheit, es könne aber in seinem letzten Stadium zu Krankheiten führen. Es beträfe oft die super fleißigen, die, welche sich unabkömmlich fühlten und nicht nur Überstunden am Samstag machten, sondern auch am Sonntag für den Chef noch zusprechen sind. Diese ständige Überbelastung führe dann zum ausgebrannt sein und wenn man auch darauf nicht reagiere, am Ende zu einer Depression. So gesehen habe ich dann doch kein Burnout gehabt. Ich war einfach nur total gestresst und nach meinem Gedächtnisverlust war ich nervlich einfach am Ende. Es war ein sehr seltsames Gefühl, dass ich in den ersten Tagen danach hatte. Ich wusste, ich hatte die Hölle durchlebt, aber ich konnte mich einfach nicht daran erinnern. Ich fühlte mich, als hätte ich die letzten Monate im Frieden gelebt, denn da war ja angeblich nicht Besonderes passiert. Und dennoch wusste ich, das kann so nicht gewesen sein. Ich brauchte nur in meinen Laptop zu schauen um zu sehen, was ich die ganze Zeit gemacht hatte.

Damals hat mich das verrückt gemacht und ich war total sauer darüber. Ich wollte unbedingt meine Erinnerung zurück und ich dachte: „Welche Unverschämtheit, da wird man ungeheuerlich gequält und dann waschen alle am Ende ihre Hände in Unschuld, weil sich der Gequälte zum Glück an nichts mehr erinnern kann. Aber wie gesagt, ein Burnout war es wohl nicht. So, ich gehe jetzt hinunter, es gibt Abendessen und danach soll es dann endlich um das Leben und den Tod gehen. Bis gleich.

Leute, ich weiß nicht was mit Cora ist. Gerade traf ich sie, als ich mir noch einen Tee holen wollte und ich berührte sie grüßend am Arm. Doch sie ging einfach weiter und schaute irgendwie abwehrend.

Ob es ihre Probleme sind, die sie sich so zurück ziehen lassen? Ich würde ihr gerne helfen, doch sie will sich wohl nicht noch mehr bei mir verschulden. Ich werde nachher oder morgen mal genauer bei ihr nachhorchen. Wäre doch schade, wenn wir uns in den letzten Tagen voneinander entfremden. Aber nun zum Thema des Abends. Über das Leben haben wir ja schon gesprochen und dabei erkannt, das Rätsel darum muss in der Kiste versteckt sein, denn richtig verstehen kann man es eigentlich nicht. Gut, es gehört wohl eine gute Portion DNA dazu. Bis auf wenige Lebewesen besitzen alle davon in jeder ihrer Zellen. Einige Lebewesen, winzige Einzeller, die kommen, wenn ich es richtig erinnere, auch nur mit RNA aus. Aber ich weiß es nicht wirklich genau zu sagen. RNA ist ein einzelner Strang, DNA ist die berühmte Doppelhelix. Beide sind aber Informationsträger. Sie sind aus nur vier verschiedenen Grundbausteinen aufgebaut.

Sie werden mit den Buchstaben A, T, C, Ggekennzeichnet.

Und wie in einem Buch gibt es kurze Buchstabenkombinationen, die zum Beispiel einen Satzanfang und ein Satzende bezeichnen. So ist ein weiteres großes Molekül in der Lage den Strang zu lesen und zu replizieren. Dieser entstehende neue Strang wird dann aus dem Zellkern herausgeführt und an den winzigen Ribosomen wird dieser Strang dann ausgelesen und in ein Protein umgebaut. Dies funktioniert, indem immer eine Buchstabendreierkombination für eine bestimmte Aminosäure steht. Und aus der unterschiedlichen Reihenfolge dieser Aminosäuren entsteht dann das Protein, welches für ganz bestimmte Aufgaben in der Zelle zuständig ist. Dies ist wirklich ein ganz wunderbares System und es ist so erfolgreich, dass es sich zumindest auf unserer Erde (fast) vollständig durchgesetzt hat.

Aber ich habe ja schon gesagt,

wahrscheinlich funktioniert es im ganzen Universum so.

Dennoch reicht das Vorhandensein von DNA nicht aus. Es gibt schließlich viele befruchtete Eizellen, die sich nicht voll entwickeln, sondern schon sehr früh absterben. Auch, wenn die Wissenschaftler es im Reagenzglas versuchen klappt es nur selten, das ist auch der Grund warum viele Paare bei einer künstlichen Befruchtung mehrere Versuche brauchen, wenn es überhaupt klappt.
Leben ist also nicht nur etwas rein Chemisches. Es gehört wohl noch etwas anderes dazu. Und ich sage mal, Leben braucht eine Seele. Ich bin nämlich der Meinung, dass alles was lebt eine Seele hat. Also auch die Spinne und der Krebs.

Aber was ist die Seele?

Naturwissenschaftlich ist ihr irgendwie nicht beizukommen,

denn sie lässt sich nicht wiegen, messen oder in einer Lösung gewinnen

Sie ist nicht nur unsichtbar, sie ist auch nichtstofflich. Trotzdem existiert sie. Und, wenn sie einem Körper auf immer entweicht, dann können die Maschinen auf der Intensivstation machen was sie wollen, der Mensch ist und bleibt tot. Bei meinem Großvater war das so. Er erlitt abends beim Abendbrot einen Schlaganfall und fiel einfach vom Stuhl. Die Notärzte waren jedoch erst nach ca. 10 Minuten vor Ort, sie brachten ihn in ein nahegelegenes Krankenhaus und versuchten alles um ihn zu retten. Sie machten auch einen Luftröhrenschnitt, sie schlossen ihn an alle nur denkbaren Geräte an, aber nach 2 Wochen im Koma schlief er für immer ein. Ich sage mal, zum Glück, denn er wäre höchstwahrscheinlich danach ein schwerer Pflegfall gewesen und da mein Großvater immer ein Mann gewesen war, der voll imLeben gestanden hatte, wäre dies für ihn wirklich nicht sehr schön gewesen.

Ich denke, er hat das gewusst und er hat sich deshalb dagegen entschieden.

Seine Seele wollte kein Pflegefall sein.

Es gibt ja auch einige, die erzählen, dass sie zwar eigentlich auch nicht mehr leben wollten, doch sie seien von ihren verstorbenen Verwandten zurück geschickt worden. Oft erzählen sie von einem ganz besonderen Licht, dass sie angezogen hätte. Diese Menschen haben nach diesem Erlebnis auch überhaupt keine Angst mehr vor dem Tod. Sie wissen, danach geht es in einer anderen Dimension weiter. Und diese Dimension hat nichts Beängstigendes. Ich frage mich: Ist dieser Ort das sogenannte Paradies? Gibt es dann einen unendlichen Tod überhaupt? Kommt jeder dahin oder ist es wahr, dass einige in der Hölle landen? Von einem Eingang zu einer Hölle hat meines Wissens noch keiner, der eine Nahtoderfahrung gemacht hat, berichtet. Alle beschreiben immer nur das besonders anziehende Licht, und dass sie am Ende des Tunnels von ihren verstorbenen Verwandten empfangen wurden. Wird auf mich einmal mein Großvater warten und mich fragen, was aus meiner Wunderwaffe geworden ist? Werde ich vielleicht wieder zurück geschickt, wenn ich damit noch nicht erfolgreich war?

Ich denke mal, die Atheisten unter uns werden sich jedenfalls einmal sehr wundern.

Von wegen, nach dem Leben kommt nichts mehr.

Im Gegenteil, vielleicht ist das Dasein in dieser leuchtenden Dimension ja sogar das eigentliche Leben. Das wahre, ewige Leben. Vielleicht ist das Leben als Mensch, Tier oder Pflanze nur ein immer wieder auftretendes Zwischenspiel, damit einem im Paradies auf die Dauer nicht langweilig wird. Vielleicht kommen wir auf die Erde um uns weiter zu entwickeln, unser Karma zu verbessern oder auch, weil wir tatsächlich eine wichtige Aufgabe zu erfüllen haben. Mich würde es jedenfalls heute nicht mehr wundern. Früher habe ich auch geglaubt, nach dem Leben ist Schluss, und der Gedanke hat mich sehr gestört. Ich war einfach viel zu neugierig, wie es mit der Menschheit weitergeht, wie die Wel
in 200 Jahren aussieht und was danach passiert. Jetzt denke ich, gut, dann komme ich eben wieder.

So, jetzt habe ich telefoniert und war anschließend meinen

Kaffee trinken und die Gute-Nacht-Zigarette rauchen.

Diesmal ist es dafür ziemlich spät geworden, denn Wolfgang und ich haben lange miteinander gesprochen. Ich hoffe trotzdem guteinschlafen zu können. Ich habe ihm von  dem schönen Testergebnis erzählt und auch er freute sich sehr für mich. Er hatte aber sowie schon länger den Eindruck, dass ich mental wieder ziemlich fit bin. Nur ich selbst habe immer noch an meinen kognitiven Fähigkeiten gezweifelt. Aber jetzt bin auch ich davon überzeugt, die schlimmen Nachwirkungen der Psychose und vor allen Dingen des Gedächtnisverlustes sind endgültig überwunden.
Dann habe ich ihm auch noch von der Psychosegruppe erzählt, was ihn immer besondern interessiert. Wir sprachen über unsere Erfahrungen mit Frühwarnzeichen. Er selbst meint, er habe diese Anzeichen im Griff, wenn er zum Beispiel ein
zunehmendes Interesse an religiösen Dingen bekommt, dann bekämpft er diese Gedanken mit einer besonderen Hinwendung an das satanische Weltbild. Er vermeidet zudem jeden zusätzliche Stress in seinem Leben und versucht einfach
immer mit den Beinen auf dem Boden zu bleiben.
Ich denke ja, bei mir wird die Sache erst dann wieder zu einem Problem, wenn ich plötzlich wieder verstärkt den Eindruck hätte: „Ach so, jetzt sehe ich die Welt wieder klar, es ist doch alles keine Krankheit gewesen, sondern jetzt erkenne ich wieder die wahre Welt.“ Dann würde ich wahrscheinlich wieder auf eine neue psychotische Reise geraten können. Dr. Süß meinte, ich solle dieses Warnzeichen auf meinem Zettel aufführen, und mich bei Eintritt dieses Gefühls sofort an meine Ärztin wenden. Doch das würde ich dann wahrscheinlich schon gar nicht mehr machen, im Gegenteil. Ich würde die Therapie wahrscheinlich abbrechen.

Aber soweit muss es schließlich nicht kommen.

Ich glaube fest daran, wenn man dem

Unterbewusstsein keinen Grund

gibt, dann lässt es einen

auch in Frieden.

Zum Schluss erzählte Wolfgang mir dann aber noch etwas. Liebe Leser, die Wissenschaft hat doch jetzt tatsächlich das sogenannte Higgs-Teilchen entdeckt. Im „Stern“ steht diese Woche ein großer Artikel darüber drin. Das Higgs-Teilchen wurde von einem Physiker namens Higgs vorhergesagt, und es soll das Teilchen sein, welches der Materie ihre Masse gibt. Leider kann ich ihnen jetzt auch nicht viel mehr dazu sagen, sie werden sich darüber selbst informieren müssen, denn ich werde dieses Buch mit der Reha beenden. Aber ich werde wohl als erstes diesen Artikel lesen, sobald ich zu Hause bin. Ich sagte ihnen ja, die Wissenschaftler suchen die ganze Zeit nach diesen Kraft-Teilchen, wie zum Beispiel auch dieses ominöseGraviton. Das steht jetzt natürlich immer noch aus.

Aber die Wahrscheinlichkeit es zu finden ist nun mit dem Higgs-Teilchen, meiner Meinung nach, größer geworden. Denn die Existenz dieses Masseteilchens zeigt, das Universum funktioniert über solche Kraftteilchen. Das Higgs-Teilchen gibt der Materie die Masse und das Graviton gibt der Materie die Schwerkraft. Möglich ist es wohl. Aber wie gesagt, vielleicht haben sie ja jetzt, nachdem ich ihnen so viel über das Universum erzählt habe, Lust sich mehr mit dieser Materie zu beschäftigen.

Es ist wie ich finde wirklich alles sehr interessant.

Ich freue mich auch, dass ich in Wolfgang einen Freund habe, der sich ebenso wie ich für die Physik interessiert. Er hat auch „Das elegante Universum“ gelesen und das Buch über Heisenberg möchte er nach mir ebenfalls noch lesen. So haben wir
wenigstens die gleichen Vorraussetzungen, wenn wir uns über die Natur der Dinge unterhalten. Natürlich glaubt er trotzdem nicht an mein Bombini, aber das macht mir nichts aus.

Ich habe viele gute Gründe an dieser Sache festzuhalten.

So, jetzt ist es gleich wieder 22 Uhr und ich sollte langsam ins Bett gehen, morgen früh ruft wieder einmal der Frühsport, zum Glück bei Frau Hanas. Danach gehe ich zur Basisgruppe und anschließend muss ich zum kognitiven Training. Nach dem Mittagessen habe ich dann wieder freies Gestalten und um 15 Uhr Nordic Walking. Ob ich danach noch in den Kraftraum gehe, das weiß ich noch nicht. Mein innerer Schweinehund sträubt sich noch. Und dann schauen wir mal, worüber ich morgen Abend schreibe, vielleicht geht es dann noch mal um die Frage:

Wer ist mächtiger? Satan oder Gott?

Aber vielleicht ist diese Frage ja auch schon

längst beantwortet. Mal sehen. Ich sage:

Gute Nacht, bis morgen.

FORTSETYUNG folgt!

 

monalisatv

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