25.10.2018

PROGRAMM f[r den 27.10.2018ff

Am Wochenende kommt der erste Schnee

Bild zu Niko Kovac

Der FC Bayern will zurück in die Erfolgsspur und Tabellenführer

Borussia Dortmund richtig Feuer machen. Unterdessen hat Trainer

Niko Kovac einen Grund ausgemacht, weshalb sich die Mün/

chner beim Abschluss derzeit so schwer tun…

Angela Merkel, Volker BouffierBild zu Mette-Marit Bild zu Polizei FreiburgRohrbomben in Päckchen versendet

Im Fall der in den vergangenen Tagen versendeten

mutmaßlichen Paketbomben in den USA hat es eine

Festnahme gegeben. Das teilte das US-Justiz/

mini..sterium mit…

DEUTSCHLAND im HERBST

Herbstwetter

Und SCOTA dachte: „Ja, ja … bei einem POLSPRUNG

kommt ALLES heraus … auch solche unglaublichen Dinge.“

Und sie nahm sich noch ein Stück von dem KÄSEKUCHEN. Hm … der war wirklich gelungen. Schade, dass das FEUERPFERD ihn nicht probieren kann … ist ein wahrlich göttlicher KUCHEN…“ Und dann machte sie sich noch einen letzten satanischen ESPRESSO, denn ab Morgen würde es eine neue KAFFEESORTE geben. Die GÖTTIN hatte sich nämlich nun endlich von dem LÖSLICHEN verabschiedet, schweren Herzens, hatte SIE gesagt, aber es musste sein, denn jetzt war echte QUALITÄT gefragt. SCOTA war gespannt, wie der KAFFEE ihren BLINDEN PASSAGIEREN schmecken würde, denn die würden sich ganz sicher daran gütlich tun wollen, so beengt, wie sie es in IHRER KISTE hatten. Ja, SCOTA hatte sie tatsächlich darin entdeckt, dass heißt, sie hatte lieber nicht hinein geschaut, aber da sie und Ihresgleichen mit einer Art RÖNTGENBLICK ausgestattet waren, konnte sie zumindest ihre Umrisse sehen. Ob sie sich wohl nachts heraus trauten um sich in der Speisekammer umzusehen? Nun, den SUPER-KUCHEN hier, den würden sie dort jedenfalls garantiert nicht vorfinden, denn die GÖTTIN hatte ihr aufgetragen, ihn auf IHREN kleinen ALTAR zu stellen.

„GOTT soll auch sehen, was mit SEINEN LEGO/

STEINEN alles möglich ist …“

Deutschland im Herbst Bundestag Gefahr

2. Bundesliga: Live-Ticker – alle Spiele live

Aktualisiert am 26.10.2018, 19:19 Uhr

SV Darmstadt 98 – SpVgg Greuther Fürth (45.) – Halbzeitfazit: – Ohne Nachspielzeit geht es in die Katakomben: Zur Pause führt der SV Darmstadt mit 1:0 gegen Greuther Fürth. Dabei haben wir 20 Minuten fußballerische Armut gesehen. Weder die Hausherren noch die Gäste haben etwas ernsthaft Produktives nach vorne vortragen können…
1. FC Magdeburg – Hamburger SV (45.) – Halbzeitfazit: – Nach 45 Minuten steht es 0:0 zwischen dem FC Magdeburger und dem Hamburger SV. Die Gastgeber erwischten den etwas besseren Start und dominierten die ersten zehn Minuten, ohne sich dabei Chancen herausspielen zu können.
Danach wurde die Wolf-Truppe besser und drängte auf den Führungstreffer…

Keiner verdient so viel wie sie:

Bild zu Sofia Vergara, Jim Parsons

Euro..pa Le..a*r(gue:

Bild zu Caroline Wozniacki FC Zürich - Bayer Leverkusen Bild zu Heidi Klum, Tom Kaulitz Bild zu Mollige Robbe in JapanEintracht Frankfurt - Apollon Limassol

Die Eintracht ist einfach nicht zu stoppen. Die Frankfurter

feierten gegen Apollon Limassol den dritten Sieg im dritten Europa-

League-Spiel. Damit ist die Mannschaft von Adi Hütter klarer Tabel/

lenführer. Ein Sieg beim Rückspiel in Zypern reicht Frankfurt

zum Einzug ins Sechzehntelfinale…

serie, highlights, november, netflix, sky, prime video NudelnCaroline Wozniacki Aktualisiert am 26. Oktober 2018, 08:21 Uhr

RB Leipzig nimmt Kurs auf K.o.-Runde

The Voice of Germany, TVOG, ProSieben, SAT.1, Forster, Catterfeld, Kelly, Smudo, Beck Eintracht Frankfurt - Apollon Limassol Bild zu RB Leipzig - Celtic GlasgowRohrbomben in Päckchen versendet

RB Leipzig hat einen souveränen Heimsieg

gegen Celtic Glasgow eingefahren…

Google Bild zu Sinead O'ConnorZeitumstellung Oktober 2018 Aktualisiert am 26. Oktober 2018, 10:49 Uhr

Live-Ticker – alle Spiele live

Rami Malek als Freddie Mercury SteuernAktualisiert am 25.10.2018, 19:08 Uhr

„Bo..he..mi-an R*e)hap..so..dy“

Es sollte das Epos des Jahres werden, eine Musiker-

Biografie, wie sie noch nie dagewesen ist. Und „Bohemian

Rhapsody“ ist … genau das. Tatsächlich kommen bei

diesem Film nicht nur Queen-Fans auf

ihre Kosten…

Sulawesi, unicef, indonesien, tsunami

„Habe keinen Arbeitsmangel“

Bild zu Sigmar Gabriel

Vize-Kanzler, Ministerpräsident, Bundesminister, Partei/

chef. Sigmar Gabriel war ein großer Politiker. Heute ist

er nur noch einfacher Bundestagsabgeordneter.

Tut ihm das gut oder plant er sein

Comeback?

Meghan, Prinz Harry, Tonga

Wolfgang Joop

Bild zu Wolfgang Joop

Wolfgang Joop sieht seine Generation in der Pflicht,

Platz zu machen für die nächste Generation.

Sonst drohe laut dem Star-Designer der

„Hass gegen Alte“…

Milliardärsreport 2018:

Bild zu Superreichen, Milliardärsreport

Der Club der Superreichen wächst: Einer neuen Studie zufolge gibt es weltweit

immer mehr Milliardäre. Auch das Vermögen dieser rund 2.000 Dollar-

Milliardäre wächst – 2017 so stark wie noch nie. Diese

Entwicklung verläuft besonders in

China sehr rasant…

Auch Real Madrid auf Kurs

Bild zu Manchester United - Juventus Turin

Das Old Trafford in Manchester ist für Cristiano

Ronaldo ein ganz besonderer Ort. Dort stieg der Portugiese

zum Weltstar auf. Mit Juventus Turin kehrte er nun an alte

Wirkungsstätte zurück und feierte einen emotionalen Sieg.

Sein Ex-Verein Real Madrid zitterte sich hingegen

zu einem knappen Sieg…

Bild zu Felix Magath

Polizei rufen oder nicht?

Verkehrsunfall

Nach einem Unfall sitzt bei den Beteiligten zunächst oft der Schreck in

den Knochen. In dieser Situation sind viele unsicher, was sie als Nächs/

tes tun sollen: Die Polizei rufen oder nicht? Die Autos zur Seite fah/

ren oder alles so lassen, wie es ist? Wir erklären, wie man

sich nach einem Verkehrsunfall richtig verhält…

Kramp-Karrenbauer

Schwarze WitwenAnnegret Kramp-Karrenbauer

Deutschland blickt gespannt nach Hessen:

Die bevorstehende Landtagswahl gilt längst als

Schicksalswahl für die kriselnde Bundes-GroKo. Je

größer die Verluste für CDU und SPD ausfallen, des/

to wahrscheinlicher wird ein Bruch der Koalition.

Annegret Kramp-Karrenbauer hat nun erklärt,

dass es in diesem Fall Neuwahlen

geben werde…

Angela Merkel über Nachfolge:

Bild zu Angela Merkel

Miete drückt Millionen

Haushalte unter Hartz-IV-Niveau

Bild zu Juventus Turin - PK

Steigende Mieten und akuter Wohnungsmangel machen Arme in

Deutschland noch ärmer. Eine aktuelle Studie kommt zum

Ergebnis: Ausgerechnet Geringverdiener müssen über/

durchschnittlich viel Geld für ihre

Miete aufwenden…

Notlandung auf dem Freeway

Bild zu Angela Merkel Schwarze Witwe Notlandung auf dem Freeway Bild zu Pizza GeburtstagspartyBild zu Sabia BoulahrouzBild zu Einsturz einer Rolltreppe in Rom vor CL-Spiel

Vor dem Champions-League-Spiel AS Rom – ZSKA Moskau

stürzt eine Rolltreppe mitten in Rom ein. Es gibt viele Verletzte,

die meisten davon Russen. Haben springende Fußball-

Fans das Unglück provoziert?…

Bedeutet Hartz IV Armut?

Maischberger, 24.10.2018 Bild zu Mats Cathy Hummels, OktoberfestBild zu Sohn von vermisstem Journalisten bei König Salman

Drei Wochen nach dem gewaltsamen Tod des saudischen

Journalisten Jamal Khashoggi hat die Führung in Riad

enge Familienangehörige des Opfers empfangen…

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im Fall des getöteten

Journalisten Kashoggi klare Worte gefunden. Sie verurteilte

den Mord in einem Telefongespräch mit dem saudisch

König Salman und forderte eine schnelle

Aufklärung…

Bild zu Robert Wickens

Todesursache noch unklar

halloween, party, gespenst, vampir, blut, nebelmaschine, deko, spinnwebenGestrandeter Finnwal in Belgien

Stiftung Warentest:

GMX News per WhatsApp oder Facebook Messenger Geschirrspüler

Eine Marken-Spülmaschine hält länger durch als

ein No-Name-Gerät? Diesen Mythos wollte die Stift/

ung Warentest in einem Langzeittest prüfen.

Das Ergebnis ist ernüchternd…

Pak-et-bombe?

Landtagswahl Hessen 2018, CDU, SPD, UmfrageRobert De Niro

Unbekannte haben ein verdächtiges Paket an Robert

De Niro verschickt. Es ähnelt den mutmaßlichen

Paketbomben, die an mehrere Demokraten

geschickt worden waren…

Unbekannter hinterlässt sarkastische Botschaft

Bild zu Polizei

Nachdem sie auf der Suche nach einem vermissten Kind waren und einem

verletzten Mann halfen, finden Polizisten im britischen Plymouth nach

ihrem Einsatz einen dreisten Zettel an der Windschutzscheibe ihres

Wagens. In diesem zeigt sich ein Unbekannter sichtlich ver/

ärgert über die Parkweise der Beamten…

Bild zu Prinz Harry, Herzogin Meghan

@555

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Firma belohnt ausgeschlafene Mitarbeiter

Taylor Swift Bild zu Ältestes Schiffswrack der Welt entdeckt Schlaf

Ein japanischer Eventveranstalter hat ein besonderes

System für seine Angestellten eingeführt…

 © ProSiebenSat.1

„Schlechteste Vertuschungsaktion in der Geschichte“

Khashoggi, USA, Donald Trump

Die USA verschärfen die Gangart im Fall des getöteten saudischen

Journalisten Khashoggi: 21 saudische Verdächtige werden künftig

nicht mehr nach Amerika reisen dürfen – und das

soll erst der Anfang sein…

Bild zu Donald Trump

US-Präsident Donald Trump sagte am Dienstagabend im Weißen Haus:

„Ich habe gestern mit dem Kronprinzen gesprochen und er hat nachdrücklich gesagt, dass er damit nichts zu tun hatte, dass das auf einer niedrigeren Ebene war.“ Trump ließ offen, wer für das „totale Fiasko“ verantwortlich sein könnte. Aus seiner Sicht sei die Tötung Khashoggis aber dilettantisch verschleiert worden. „Er wurde schlecht ausgeführt und die Vertuschungsaktion war eine der schlechtesten Vertuschungsaktionen in der Geschichte.“ Trump kündigte an, über mögliche Sanktionen mit dem Kongress zu beraten – und zwar mit Vertretern seiner republikanischen Partei ebenso wie mit den oppositionellen Demokraten.

Er hoffe auf überparteiliche Empfehlungen…

Bild zu Niki Lauda 20160623_140126Bild zu Polizei Berlin

Trotz schlechter Umfragewerte hofft die SPD bei den

Landtagswahlen in Hessen auf ein besseres Ergebnis als in

Bayern. Die Partei ist dort lokal verankert – und tritt mit

einem erfahrenen Spitzenkandidaten an…

Der Wischbär

„Die Höhle der Löwen“

Bild zu Höhle der Löwen 2018, Produkte, Frank ThelenAktualisiert am 24. Oktober 2018, 08:39 Uhr

PROGRAMM f[r das WOCHENENDE

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Milliardengrab und Image-Schaden BER

Bild zu Familie schaut TV Bild zu Angela Merkel

Kanzlerin Angela Merkel lästert bei einer

Wahlkampfveranstaltung in Hessen über den BER.

Insbesondere im Vergleich zum chinesischen Tempo bei Bauvorhaben falle die jahrelange Verzögerung bei der Fertigstellung des Hauptstadtflughafens negativ auf. Besucher aus dem Reich der Mitte würden sich fragen, „was ist denn da los in Berlin, dass die nicht mal einen Flughafen mit zwei Landebahnen bauen können“…

Ursprünglich hätte der Flughafen Berlin Brandenburg im November 2011 seinen Betrieb aufnehmen sollen. Die Eröffnung des Airports hatte sich wegen diverser bautechnischer Probleme, fehlerhafter Planung und anderer Mängel allerdings mehrfach verschoben und das einstige Prestigeobjekt zu einem Milliardengrab gemacht, das dem Image deutscher Handwerkskunst und Verlässlichkeit im Ausland zudem schweren Schaden zufügte. Aktuell ist der Startschuss für den Oktober 2020 geplant. „

In fünf Jahren kann man einen Flughafen immer noch nicht

fertig haben oder ein paar Straßen gebaut haben“,

fügte Merkel süffisant an…

Bild zu VollkornnudelnBild zu Nach dem Schulangriff auf der Krim

Abrüstungsvertrag „veraltet und überholt“??

US-Präsident Trump will aus dem INF-Abrüstungsvertrag

aussteigen, Kremlchef Putin daran festhalten. Womöglich

verhandeln nun beide die Zukunft des wichtigen

Abkommens auf höchster Ebene…

Bild zu Rosie O'Donnell,Bild zu Tarek Al-Wazir, Spitzenkandidat, die Grünen, Landtagswahl, Hessen

18. Juli 2012

Ich komme gerade vom Frühsport und nun schwitze ich.

Das ist das Unangenehme für mich am normalen Sport im Gegensatz zur Wassergymnastik. Eigentlich müsste ich jetzt duschen, und vielleicht sollte ich das wirklich machen.

So, gesagt, getan, jetzt fühle ich mich schon etwas besser. Heute soll es ja etwas schöneres Wetter geben, gestern und die letzten Tage war es nämlich regelrecht  herbstlich. Heute aber schaut die Sonne zwischen nicht all zu dicken Wolken hervor. Vielleicht frage ich Uwe, ob er heute Abend Lust auf einen Spaziergang hat. Andererseits, ich will ja auch telefonieren. Ich sage mal, abwarten.

Heute morgen beim Frühstück habe ich mich mit Gerlinde

über mein Thema von gestern unterhalten.

Leben und Tod.

Butter

Auch sie glaubt nicht an ein wirkliches Ende

nach dem Tod, sondern sie glaubt an die Wiedergeburt.

Sie hat ja eine schwere Krebserkrankung hinter sich und damals zur Zeit ihrer Erkrankung und Genesung hat sie sich viel mit dem Sterben auseinandergesetzt. Sie erzählte zum Beispiel von krebskranken Kindern, die ihren eigenen Todestag nennen konnten, der dann auch wirklich eintrat. Sie meinte, Kinder haben noch das Wissen um die wirkliche Lage der Dinge. Wir Erwachsenen würden den Glauben daran erst wieder neu entdecken müssen. Kinder hingegen wissen ganz genau, dass sie nicht für immer einschlafen, sondern dass sie im Himmel wieder zu sich kommen.

Wir sprachen auch darüber, ob es wohl eine Hölle gibt und ich erzählte ihr, dass ich glauben würde, die Hölle sei unter Umständen ein bestimmtes, hartes Leben auf der Erde. Vielleicht sei es so, wir verfuschen unser Leben und wenn wir wiedergeboren werden, landen wir in einem schweren Schicksal, welches für uns persönlich die Hölle ist. Das würde erklären, wieso manche Schicksale scheinbar so ungerecht hart sind. Aber vielleicht gibt es im Jenseits tatsächlich auch einen sehr unangenehmen Ort. Ich habe in meinem Buch: „Satan und Monalisa“ versucht diesen Ort zu beschreiben, aber eigentlich bin ich zu der Überzeugung gelangt, so ein Ort ist gar nicht nötig, denn auf der Erde gibt es wahrlich genug davon.

Aber das ist ein Thema für den Abend, jetzt mache ich mich

lieber schon mal auf den Weg zur Basisgruppe, ich sage mal, bis später.

Ich komme gerade vom Mittagessen und ich denke, ich werde mich gleich vor dem freien Gestalten noch etwas hinlegen. Ich bin auch heute irgendwie ziemlich müde. Die Basisgruppe war für mich daher anstrengend. Heute war Dr. Süß wieder bei uns und er fragte die Reihe durch nach ihrem aktuellen Befinden. Vor der Stunde war die Russin, ich habe ihren Namen vergessen, mit einer Topfpflanze in den Raum gekommen, doch diese Pflanze verströmte einen fürchterlich intensiven Geruch, so dass sie entfernt werden musste. Die Russin hat die Pflanze nach der Basisgruppe an Dr. Süß verschenkt, da er übermorgen für drei Wochen in Urlaub geht. Ich werde ihn ja morgen in der Psychosegruppe noch mal sehen. Ich finde diesen Mann wirklich sehr gut und ich denke, sollte ich für dieses Buch einen Verleger finden, dann schicke ich ihm ein Exemplar. Er hat schon ziemlich viel Ahnung, auch von der Psychose und ich denke, er wird sich vielleicht für meine Kranken- und Genesungsgeschichte interessieren. Nach der Basisgruppe hatte ich wieder das kognitive Training und heute habe ich zwei mal den Bestwert erhalten. Ich komme irgendwie wohl sehr schnell aus dem Labyrinth heraus, jedenfalls gemessen an den Mitpatienten, die ebenfalls dieses Programm gemacht haben. Morgen Mittag um 12 Uhr gehe ich zu dem zuständigen Ergotherapeuten, und lasse mir die Auswertung erklären. Ich bin ja mal gespannt, aber so wie ich das sehe, habe ich eigentlich zumindest durchschnittlich, vielleicht auch etwas darüber, abgeschnitten. Mal sehen, was er morgen sagt.
So, jetzt habe ich noch eine Stunde Zeit und die werde ich auf meinem Bett liegend verbringen, also bis später.

Ich komme gerade von Zeichnen und habe

mich mit meinem Kaffee ins Zimmer

verzogen.

Ich werde heute das Nordic Walking schwänzen, ich habe einfach keine Lust darauf. Für mich ist das mit den Stöcken einfach nichts, es frustriert mich nur, weil ich es nicht hinbekomme. Aber, das mit dem Zeichnen hat heute wieder ganz gut geklappt. Ich muss es wirklich unbedingt zu Hause weiterbetreiben. Es ist eine Frage der Konzentration und des guten Auges für das Wesentliche. Und Übung, Übung, Übung. Gerade habe ich an der Theke der Cafeteria eine junge Frau mit einem dicken Skizzenbuch und ein paar Stiften in der Hand gesehen. So ein Buch brauche ich auch. Und gute Bleistifte. Das kostet zwar auch wieder ein bisschenGeld, aber ich werde noch etwas auf dem Konto haben, wenn ich nach Hause komme.

Geld ist nun mal für einen Hartzianer und eine Hartzianerin immer ein Problem.

Aber ich sagte ja schon, der liebe Gott sorgt meistens dafür, dass für das Dringende genug da ist. Wirklich, ich habe die Erfahrung gemacht, je weniger man sich darum sorgt, desto besser kommt man klar. Natürlich darf man es nicht für Unnötigkeiten ausgeben, das bestraft der große Zauberer am Ende des Monates ohne mit der Wimper zu zucken. Aber, wenn etwas sein muss, dann sagt er nicht nein, und sorgt für eine Lösung. Jesus sagte ja: „Selig sind die Armen“, und daran ist schon etwas dran. Man muss nur feste daran glauben.

Aber nun zum Thema des Tages, die Unsterblichkeit.

Mein Großvater wollte mit meiner Ermordung

ja beweisen, dass ich unsterblich bin.

Hat er sein Ziel erreicht?

Wohl kaum, denn ich konnte nicht beweisen, dass ich tot war und einfach am nächsten Tag wieder wach geworden bin. Er hätte für Zeugen sorgen müssen. Doch, was denke ich jetzt darüber, wo ich ja weiß was passiert ist? Nun, was ich sagen kann ist, meine Monalisa wurde wohl tödlich getroffen, denn sie sagte ein paar Tage lang wirklich gar nichts mehr, und als sie sich wieder bei mir meldete, war ihre Stimme fast kaum zu hören. Sie war einfach absolut am Ende ihrer Kraft und es brauchte Jahre, bis sie wieder voll einsatzfähig war. Ich hatte den Eindruck, sie sei zunächst ein Baby, ein Kleinkind und nach einigen Monaten eine 6-Jährige gewesen. Danach wuchs sie stetig, sie lernte alles wieder neu und nach einem Jahr machte sie fast schon wieder ihr Abitur. Doch bis sie ganz die Alte war, da dauerte es eigentlich bis heute. Sie hat mit mir mein ganzes Leben noch mal durchlebt.

Das hatte mir mein Großvater allerdings verschwiegen.

Ich war damals davon ausgegangen, ich sterbe, ich bin vielleicht drei Tage tot und dann wache ich auf und alles ist wie vorher. Doch dem war überhaupt nicht so. Damals, als er bei mir am Tisch saß, hatte ich meine Einwilligung zu diesem Beweis nur gegeben, unter der Bedingung, dass ich von Tod selbst nichts mitbekomme, und dass ich meine Erinnerung behalte. Nun, von dem Tod habe ich auch nichts gemerkt, es wurde einfach schlagartig dunkel und ich wurde am nächsten Tag wieder wach, aber meine Erinnerung, die ein paar Tage später verloren ging, um die musste ich mich schon sehr aktiv selber bemühen. Zum Glück hatte ich Vieles zuvor aufgeschrieben oder inForm von Filmen festgehalten, ob ich sonst mein Bombini-Projekt wieder so vollständig zusammen bekommen hätte, das weiß ich wirklich nicht.

Unsterblichkeit bedeutet also nicht unbedingt, dass es einem geht wie Jesus.

Der starb am Kreuz und stand angeblich drei Tage später wieder auf. Ob er sich wirklich an alles wieder erinnert hat? Vielleicht hörte man ja deshalb nichts mehr von ihm, weil er sich irgendwohin zurückgezogen hatte und auch erst mal ein paar Jahre brauchte, bis er wieder voll einsatzfähig war. Vielleicht war das mit der Himmelfahrt daher ja nur als Schutz für ihn gedacht, damit die Leute ihm nicht die Bude einrennen oder die Römer vielleicht auf die Idee kommen, ihn noch mal zu kreuzigen.

Aber mal ganz im Ernst, an eine wirkliche Unsterblichkeit als Mensch

glaube ich nicht. Psychisch mag das allerdings häufiger vor/

kommen. Man stirbt im Geiste und erlebt so etwas

wie eine Wiedergeburt.

Flixbus stellt Elektro-Fernbus vor

Was es allerdings auch gibt, und das wird Satan Senior

interessieren, die Seele eines Menschen kann ausgetauscht werden.

Die Erste stirbt, doch dann wacht der Mensch einige Zeit später mit einer neuen Seele wieder auf. Ich habe darüber mal ein Buch gelesen. Ich glaube es hieß: „Kartarsis“. Es war eine Biographie von einer Frau, die bei einem Verkehrsunfall oder sogar nach einem Selbstmord, ich weiß das nicht mehr so genau, im Krankenhaus wach wurde und jemand völlig anderes war. Mit anderen Erinnerungen, anderen Sprachkenntnissen und anderen Interessen. Auch sie war zunächst so hilflos wie ein Baby, sie musste laufen, sprechen, essen und trinken lernen, sie erkannte ihren Mann nicht mehr und auch ihre Kinder sagten ihr nichts. Als sie wieder halbwegs im Leben zurecht kam, da verließ sie denn auch diese ihr fremde Familie und sie lebte ein gänzlich anderes Leben, als vor dem Koma. Sie war sich sicher, dass sie auch anders hieß und so änderte sie zudem noch ihren Namen. Die Geschichte dieser Frau ist nicht einmalig, so etwas kommt zwar nicht oft vor, aber es ist auch nicht absolut außergewöhnlich. In der einen oder anderen Art haben das auch schon andere erlebt.

Satan Senior wüsste nun wirklich gerne wie Gott das gemacht hat,

aber der lässt sich dabei nicht beobachten und er verrät es ihm auch nicht.

Zum Glück wurde meine Seele nicht verwechselt, zuerst hatte ich ja fast den Eindruck, denn ich hatte plötzlich Gedanken und Ansichten, die ich zuvor nicht gehabt hatte. Heute jedoch würde ichsagen, ich bin wieder fast die Alte. Nicht  ganz die Monica von vor der Psychose, aber ich bin ihr wieder ähnlich. Und das beruhigt mich sehr, denn ich habe mich durchaus geliebt. Dass, was sich heute an Veränderung zeigt, das ist der Zeit und meinen Erlebnissen geschuldet. Es wäre ja auch alles ziemlich sinnlos gewesen, wenn ich nicht auch etwas dazugelernt hätte. Ich sage es mal so, wenn Eva heute meint, ich hätte etwas zuviel Energie, nun da kann ich nur sagen, sie kennt mich nicht von früher.

Ich gehe mir jetzt mal noch einen Kaffee holen und

dann rauche ich auch noch Eine.

Vielleicht fällt mir dabei ja auch ein, wie es inhaltlich weitergehen kann. Bis nachher. Viel schlauer bin ich jetzt nicht, aber auf Eines wollte ich noch eingehen. Die Seele. Denn die ist, meiner Meinung nach, tatsächlich unsterblich. Zumindest lebt sie mehrre Leben und geht dann irgendwann wahrscheinlich in eine höhere Dimension über. Vielleicht wird eine voll ausgelebte Seele ja zu so etwas wie einem kleinen Gott. Ein Gott in der Hinsicht, dass man Fähigkeiten bekommt, die einem Menschen auf der Erde nicht gegeben sind. Ich denke zum Beispiel, mein Großvater ist vielleicht so ein kleiner Gott geworden. Er reist nun mit den Menschen aus der Zukunft durch das Universum und er kann sich bei Bedarf wieder lebendig machen, zumindest für ein paar Stunden, dann wenn es wirklich wichtig ist. Und ihm war es offensichtlich wichtig mir den Beschluss mich umzubringen persönlich zu überbringen. Er wollte mein Einverständnis in dieser schwierigen Angelegenheit. Vielleicht wollte er auch einfach nur, dass ich weiß, warum ich umgebracht werden sollte. In meinen Augen lebt er jedenfalls spätestens seit dieser Begegnung weiter. Und das bedeutet für mich, er ist wohl unsterblich geworden und hat sogar das Privileg erhalten, sich in die Belange der Menschheit einzumischen.

Und mein Bombini ist so ein Belang.

Meine Patentante Monica halte ich auch für unsterblich,

doch ob sie sich noch um die Menschen kümmert weiß ich nicht.

Sie starb damals mit 55 Jahren ganz plötzlich an Lungenkrebs. Meine Tante und ich haben uns sehr geliebt. Sie hatte keine eigenen  inder und darum hat sie sich, als wir kleiner waren, regelmäßig um uns gekümmert. Wir verbrachten oft die Wochenenden bei ihr. Sie holte uns Freitags nachmittags aus dem Internat ab und dann wurden wir erst mal gründlich gebadet, eingeölt und mitbelegten Broten gesättigt. Kochen war  nämlich nicht so ihr Ding. Zum Essen fuhren wir deshalb auch meistens am nächsten Tag gemeinsam zu unserem Großvater. Der hatte sich nach der Pensionierung selbst kochen und backen beigebracht und er war darin großartig. Für ihn war es kein Problem die halbe Verwandtschaft zu bekochen. Wir halfen ihm dabei meistens in der Küche und so lernten auch meine Schwester und ich wie man Apfelkuchen backte und Gulasch richtig zubereitete. Wir gingen Samstags meistens mit ihm durch den Wald spazieren und auf dem Rückweg wurde eingekauft. Kati und ich mussten dann immer die Tüten tragen, aber für unseren Großvater war uns nur selten eine Tüte zu schwer.

Meine Tante putzte derweil die Fenster und wusch die Gardinen.

Sie sorgte jahrelang dafür, dass der Haushalt bei meinem Großvater immer in Ordnung war. Während wir im Internat waren, haben wir unsere  Eltern nicht so oft gesehen. Unsere Mutter lebte bei einem Mann, der eine große Industriereinigung hatte und dort musste sie 1000 Hosen am Tag dämpfen. Das hatte sie sich natürlich so auch nicht vorgestellt, als sie meinen Vater für diesen Mann verließ. Die Beziehung hielt dann auch nicht lange und nach zwei Jahren zogen wir wieder ganz zu ihr. Sie hatte sich einen Job als Nachtschwester in einem Krankenhaus auf der geriatrischen Station besorgt und so hatte sie tagsüber genügend Zeit für uns. Mir gefiel es bei ihr jedoch nicht so richtig und ich wollte gerne zu meinem Vater, doch der lehnte meinen Wunsch ab. Das hat mir damals ziemlich viel ausgemacht, denn ich hatte immer gedacht: „Wenn ich lange Haare habe, dann darf ich bestimmt zu ihm.“ Aber er meinte zu mir am Telefon, er hätte jetzt eine neue Familie und da wäre kein Platz mehr für mich. Das war ziemlich schlimm für mich. Und ich sage es mal so, nach der Sache mit der Scheidung, dann die Zeit im Internat, und darauf noch diese Ablehnung, dass war für mich, so sagte es Frau Dorfert, einfach zuviel und mein Unterbewusstsein erschuf eine Parallelgeschichte. Denn die Begegnung mit diesem Peter, der mich zu diesem Spiel des Lebens auserkor, die fiel genau in diese Zeit. Und die Sache hatte wohl auch ihre Wirkung, denn ich kann mich noch erinnern, dass ich ungefähr als Neunjährige dachte: „Ich bin stark und ich werde alles in meinem Leben aushalten, egal was da kommt.“ Ich sehe mich noch wie heute auf der Straße stehen und diese Erkenntnis haben.An diese Neunjährige musste ich in den letzten 10 Jahren häufig denken. So   schwierig hatte ich mir mein Leben damals wirklich nicht vorgestellt. Ich wusste zwar so gar nichts davon, was mich erwarten würde, aber ich gebe zu, ich habe mir mein Leben leichter gedacht. Damals als ich gerade arbeitslos geworden war, einen Haufen Schulden am Bein hatte und einfach nicht wusste wie es weitergehen sollte, da versank ich geistig in einem tiefen, heftig tobenden Meer und ich wollte schon loslassen und einfach für immer untergehen. Doch da kam diese Neunjährige zu mir und machte mir die Hölle heiß. Sie  schimpfte über mich und meinte, ich solle gefälligst weiter schwimmen. Sie fragte mich entrüstet: „Sieht so etwa eine Prinzessin aus?“ Die unbedingte Stärke und das Selbstbewusstsein dieser kleinen Person gaben mir wieder Auftrieb und ich schwamm zurück an die Wasseroberfläche. Dort hatte sich der Sturm zum Glück verzogen und ich konnte weit hinten am Horizont Land sehen. Und so machte ich mich auf den Weg und schwamm darauf zu. So, jetzt war ich noch mal unten und eigentlich wollte ich dort auf die Zeit zum Abendessen warten, aber da erfuhr ich, heute ist mal wieder Themenabend, da gibt es dann erst um halb Sieben Essen. Diesmal ist es Küche aus Thüringen. Es gibt Thüringer Würstchen, Zwiebelkuchen und Gulasch. Ich werde bestimmt alle drei Gerichte probieren. Die jeweiligen Portionen sind ja relativ klein.

Ich saß, wie schon länger nicht mehr, mit Cora und

Heiko auf der Raucherbank und wir genossen die Abendsonne.

Heute ist es wirklich ein ganz schöner Tag gewesen. Das Wetter weiß hier nämlich nicht so genau welche Jahreszeit eigentlich gerade ist. Die Menschen, die hier wohnen sagen, dass wäre auch für sie kein normaler Sommer. Üblicher Weise sei das Wetter hier durchaus beständiger und schöner. Aber was soll’s, ich verbringe sowieso viel Zeit vor meinem Laptop. Heiko fragte mich gerade, ob auch er in meinem Buch vorkommt und natürlich, so meinte ich, stünde auch über ihn etwas darin. Ich habe zwar nicht jedes Gespräch und jede Begegnung mit Jedem aufgeschrieben, aber die Menschen, die mir hier wichtig waren oder die mir einfach aufgefallen sind, die habe ich alle hierin verewigt. Nur mit ihren Vornamen, denn ich möchte nicht, dass sie allzu genau erkennbar sind. Schließlich sind auch sehr persönliche Gespräche und Lebensgeschichten dabei. Es gibt auch hier so etwas wie Datenschutz.Cora war diesmal wieder etwas zugänglicher. Sie erzählte mir, dass sie endlich zur Ärztin gegangen sei, ihr Problem war einfach nicht mehr zu aushalten. Bei ihr stimmt wohl tatsächlich etwas nicht. Der Schließmuskel muss eventuell operiert werden und möglicherweise hat sich ihre Gebärmutter abgesenkt, meinte die Ärztin. Auch das könne mit einer Totaloperation behoben werden. Außerdem soll sie sich die Slipeinlagen zu Hause vom Arzt verschreiben lassen, es ist klar, jeden Tag ein ganzes Packet, dass kann Cora von ihrer Grundsicherung nicht alleine finanzieren. So ist sie also dieses Problem endlich angegangen und kann wieder lachen. Die letzte Nacht hat sie damit verbracht ihre gesamte Wäsche mit der Hand zu waschen. Sie ist halt schnell ziemlich fies vor allem und dann greift ihre Putzsucht.

Aber ich denke, Hauptsache sie fühlt sich nun wieder etwas wohler

in ihrer Haut und läuft nicht einfach vor mir weg.

Ich habe Uwe nicht wegen des Spaziergangs gefragt, obwohl ich noch gar nicht weiß, ob mir heute Abend überhaupt noch etwas einfällt, dass ich aufschreiben kann. So langsam habe ich nämlich wirklich alles Wichtige über mich erzählt. Obwohl, meine Jugend ist noch nicht ausführlich betrachtet worden. Vielleicht gehe ich heute Abend mal etwas mehr darauf ein. Interessiert Sie das? Ich sage mal so, jetzt wissen Sie schon so viel, da kann das bestimmt auch nicht mehr schaden. Mal sehen, ich bringe die Dinge ja meistens einfach so auf das Papier, wie es mir gerade in den Kopf kommt. Ich sage deshalb mal, bis gleich. Jetzt gibt es erst mal leckeren Zwiebelkuchen.

Also, das Essen war gut mit Ausnahme des Zwiebelkuchens.

Da war Kümmel drauf und den mag ich leider gar nicht gerne. Aber ich habe trotzdem alles aufgegessen. Hoffentlich rächt sich dies morgen früh auf der Waage nicht. Es gab Würstchen mit Sauerkraut und Kartoffelpüree, ein kleineres Stück Zwiebelkuchen und zum Schluss noch einen Kartoffelklos mit einer Kelle Gulasch. Das war schon wirklich eine ganze Menge, wenn man bedenkt, sonst gibt es nur zwei Brote und etwas Salat. Aber den Leuten hat es offensichtlich allen ganz gut geschmeckt, denn die Stimmung im Speisesaal war fast ausgelassen. Und auch danach, bei meiner kurzen Stippvisite unter den Pavillon, drehte sich immer noch alles um das gute Essen.Aber jetzt warte ich natürlich wieder auf Wolfgangs Anruf und danach gibt es wie immer einen leckeren Milchkaffee. Duplos haben sie zur Zeit nicht, aber die sollte ich mir heute wohl besser sowieso sparen.

So, ich komme gerade von meinem Gute-Nacht-Kaffee.

Als ich ihn mir gerade gekauft hatte und über die große Terrasse nach unten zum Pavillon gehen wollte, da sprach mich Ruta an, die dort mit Mareike beisammen saß. Ruta ist die junge Frau mit den 60 Kilo. Sie fragte mich, ob ich mich nicht zu ihnen setzen wollte, denn sie würden gerade über ihre Psychosen sprechen. Da sagte ich natürlich nicht nein, denn Psychosengeschichten interessieren mich immer.

Wir erzählten uns einige unserer Storys.

Mareike war zum Beispiel auch mal Maria Magdalena und sie traf in der Klinik doch tatsächlich auch auf einen Jesus. Zu Maria Magdalena und Jesus kann ich auch einige interessante Gedanken in mein Laptop tippen, aber heute nicht mehr, denn ich bin jetzt schon total müde und vertippe mich die ganze Zeit. Ruta war während ihrer Psychose eine weltberühmte Schauspielerin, was sie schon als kleines Mädchen hatte sein wollen. Ihre Therapeutin meinte, daher käme vielleicht auch ihre Psychose. Ihr Innerstes wollte halt eine Berühmtheit sein, und wenn dies nicht in der Realität funktioniere, dann erschaffe sich das Unterbewusstsein halt über eine Psychose dieses Erlebnis. Ich erzählte ihnen von meinen Bemühungen als Gottes Sekretärin und sie lachten sehr, als ich ihnen von meinen Schnibbelfilmen erzählte. Wir finden unsere Geschichten sehr interessant und wir bedauern so Leute wie Eva, die an einer reinen Angstpsychose leiden. Denen fehlte wirklich die Sonnenseite dieser Erkrankung. Mareike sagte, bei ihr sei die Psychose im Krankenhaus auch in eine Angstpsychose umgeschlagen, denn dort hätte man sie ans Bett gefesselt und in einBadezimmer abgeschoben. Für sie wäre dadurch das Badezimmer zu einemHorrorzimmer geworden. Irgendwann hätte sie gedacht sie sei eine Jüdin und manwolle sie vergasen. Solche schlimmen Erlebnisse hatten Ruta und ich vom Krankenhaus nicht zu berichten, ich schon mal gar nicht, denn ich habe meine Zeit auf der Geschlossnen wirklich in guter Erinnerung.

Und so ist es doch noch ein ganz netter Abend geworden und nachdem wir auf der Raucherbank noch zusammen eine geraucht hatten, habe ich mich von Beiden verabschiedet. Morgen treffen wir uns spätestes wieder zu Psychosegruppe. Dafür muss ich noch etwas auf den Zettel schreiben, aber das mache ich morgen. Jetzt binich einfach schon zu müde. Morgen erwartet mich zuvor das Atemtraining und dann noch das Qigong. Mittags gehe ich dann zur Auswertung des kognitiven Trainings und um 15 Uhr habe ich ein therapeutisches Einzelgespräch.

Dann ist auch dieser Tag schon fast wieder vorbei.

Bis dahin sage ich erst mal: Gute Nacht.

EU, Zuwanderer, legal

19. Juli 2012

Leute, ich habe total schlecht geschlafen.

Ich bin zwar zeitig eingeschlafen, aber so um 1 Uhr bin ich wegen eines heftigen Traumes erwacht und ich habe nur noch mit Unterbrechungen weiter schlafen können und seit 5 Uhr bin ich ganz auf. Jetzt ist es 6 Uhr und ich habe mir einen Kaffee am Automaten gezogen. Nun ja, und gerade habe ich gesehen, ich habe meine Tablette gestern Abend vergessen zu nehmen. Es ist doch immer das Selbe, ohne die Tabletten habe ich totale Schlafprobleme.Und ich habe wild geträumt. Von Heiko und Felix. Heiko traf ich völlig betrunken an und er machte mir gleich eine Liebeserklärung. Ich konnte und wollte ihn nicht abweisen und ich sagte zu ihm: „Wenn meine Liebe zu Dir ausreicht, dass Du endlich mit dem Alkohol brichst, dann will ich bei Dir bleiben.“ Er wohnte nicht mehr in seinem schönen, alten Haus sondern in einer Art Baracke mit Zelten dran. Geheizt wurde mit Gasstrahlern und Heiko fand sein Domizil offensichtlich ganz wunderbar. Doch dann gab es eine verrückte Zwischenstory, auf dem Kirmesplatz hinter seinem Haus sollte ein Flugzeug entführt werden, Banditen hatten es gekapert. Doch es sollte auch durch ein anderes, großes Flugzeug verfolgt werden können, ohne dass die Banditen dies merkten, da diese ohne Fenster flogen. Dann saß ich plötzlich in dem gekaperten Flugzeug, ich war nur leicht gefesselt. Das Flugzeug wollte in Düsseldorf auf der Rheinwiese landen und machte jetzt dann doch mal die Fenster wieder sichtbar. Da sah ich die große Maschine wie sie uns verfolgte. Als wir landeten war die Polizei auch schon vor Ort und stürmte das Flugzeug. Die Banditen taten nun so als seien sie auch nur einfache Passagiere, dabei trugen zumindest zwei von ihnen ganz merkwürdige weiße Overalls. Wir gingen eine Treppe hinunter und einer der zwei Banditen schloss sich mir an, er wollte als mein Partner durch die Kontrolle gehen. Unten angekommen erkannte ich jedoch, die Polizei war nicht echt, es waren Freunde der Banditen und so stürmte ich die Treppe wieder hoch, der Bandit hinter mir her, er wusste offensichtlich nicht, was ich wusste.

Oben angekommen nahm ich mir eine Zigarette, doch die Frau, der diese HB’s gehörten fand das gar nicht gut. Der Bandit bat, ich solle ihm seine Zigaretten reichen, die dort in einer braunen, durchsichtigen Tüte lagen. Sie hießen HB soft. Ich gab sie ihm und da kam die angebliche Polizei und ich wusste nun nicht, sollte ich mich zum Schein als Mitbanditin ausgeben oder doch als Passagierin. Was war indieser Situation das Beste für mich? Mit   dieser Frage wurde ich um 1 Uhr wach und ich konnte erst mal nicht mehr einschlafen, deshalb habe ich mir den Traum auch ganz gut merken können. Danach träumte ich von meinem Sohn, er war vielleicht 5 Jahre alt. Er war mit mir unterwegs und nahm allerhand Merkwürdigkeiten hin, die so passierten. Leider bekomme ich diesen Traum jetzt nicht mehr richtig zusammen, nur mein Gefühl für ihn ist ganz präsent. Er war und ist wirklich ein ganz lieber, verständnisvoller und duldsamer Charakter.
Nun ja, jedenfalls wird das heute ein etwas schwieriger Tag werden, denn ich bin jetzt ganz schön gerädert. Zum Glück habe ich Atemgymnastik und keinen Frühsport, zudem ist die Gymnastik auch noch bei Frau Heller, das ist die weißhaarige Dame von letztem Mal.

Ich verkrieche mich jetzt noch mal was unter die Bettdecke bis zum Frühstück.

Ich war beim Wiegen und leider ist das Ergebnis nicht so toll gewesen wie letzte Woche, aber na ja, ich werde dennoch dran bleiben müssen. Jetzt habe ich mit erst mal vorgenommen den Zucker endgültig aus meinem Milchkaffee zu lassen. Beim Frühstück saßen wir dann alle noch mal zusammen, Monika verlässt uns heute nämlich. Wir hatten die E-Mail-Adressen gestern Abend schon ausgetaucht und Gerlinde hat vorhin noch mal Fotos gemacht. Ich hoffe, ich sehe nicht all zu zerknittert darauf aus.

Danach war das Atemtraining angesagt und

dieses Training war zum Glück sehr entspannend.

Wir haben einige Übungen gemacht, bei der man 3 mal, bzw. 9 mal hintereinander einatmet und mehrfach, bis zu 12 mal ausatmet. Also ich merke schon, dass die viele Raucherei mir mein Lungenvolumen nimmt. Wenn ich zu Hause bin, dann muss ich unbedingt auch daran etwas tun. Beim Qigong ging es heute um die Energiezentren. Wir sollten uns im Schneidersitz sitzend vor den unterschiedlichen Schakren einen Stern vorstellen und mit dem Atem aus dem Stern Energie holen. Bei mir klappte das heute nicht so ganz, denn ich war mit meinen Gedanken immer schnell ganz woanders. Ich bin heute wohl einfach zu müde für solche Sachen. Aber jetzt ist es ja auch vorbei, nun warte ich auf die Psychosegruppe und danach habe ich erst mal wieder frei bis zum Einzelgespräch, dakann ich mich bestimmt noch etwas ausruhen. So, ich schnapp mir jetzt meinen Zettel und mache mich auf den Weg.

Bis später.

Jetzt ist Mittagspause. Zum Essen hatte ich einen

Grießbrei mit Sauerkirschen, und das war wirklich ganz köstlich.

Lange wird das zwar nicht vorhalten, aber vielleicht gönne

ich mir heute ja ausnahmsweise mal ein

Stück Kuchen.

Die Psychosegruppe war wieder sehr interessant, denn nun weiß ich, diese Erkrankung zeigt sich bei jedem mit etwas anderen Frühwarnzeichen. Die Empfehlung ist aber für alle weitestgehend gleich. Man soll sich eine Vertrauensperson ausgucken und die sofort informieren, sobald man Anzeichen bemerkt. In meinem Fall ist das natürlich Wolfgang, obwohl er vielleicht sogar schon vor mir bemerken würde, wenn etwas mit mir nicht stimmt. Danach ist der Arzt zu verständigen, damit man eventuell mit Medikamenten rechtzeitig eingreift. Jeder soll bei sich zu Hause den Plan mit Reaktionsmaßnahmen und Telefonnummern an einem gut sichtbaren Ort anbringen. Ich werde ihn auf meinem weißen Regal, wo ich auch meine Medikamente und wichtigen Adressen liegen habe, hinlegen. Dann war noch Zeit für ein paar offene Fragen, doch eigentlich fühlten sich jetzt alle gut informiert. Verbesserungsvorschläge, was dieses Seminar angeht, hatten wir auch nicht. Wir bedankten uns und wünschten Dr. Süß einen schönen Urlaub.

Das war’s dann.

Anschließend saß ich mit Eva und Simone auf der Raucherbank und ich fragte Eva, ob es ihr denn jetzt besser gehen würde. Sie schaute sehr erstaunt und fragte warum ich dies fragen würde. Nun, meinte ich, ich hätte schließlich mitbekommen, dass es ihr in der letzten Zeit nicht gut gegangen sei. Das überraschte sie, denn sie war davon ausgegangen, wenn sie niemandem von ihren Problemen erzählt, dann bekommt man es auch nicht mit. Da ist sie bei mir allerdings ganz falsch, ich habe für so etwas eine empfindliche Antenne. Ich meinte zu ihr, dass es ihr sicherlich gut tun würde, wenn sie etwas offener mit diesen Dingen umgehen würde und sie sagte, dies hätte sie sich auch für die Zukunft vorgenommen. Sie wüsste jetzt durch die Einzelgespräche schon besser wo die Punkte wären, an denen sie an sich arbeiten müsste.Ich hatte ihr auch morgens schon geraten, sich tiefergehend mit ihren Psychosen auseinander zu setzen, dann könne sie vielleicht herausbekommen, warum ihr Unterbewusstsein ihr immer wieder derartig unangenehm dazwischen funkt. Möglicherweise könne sie dadurch einen Rückfall vermeiden. Ich fragte auch Simone, wie es ihr denn nun so zum Ende der Kur gehen würde und ob die Zeit hier ihr etwas gebracht habe. Doch sie meinte, sie kann das leider nicht behaupten. Ich denke, vielleicht ist es für eine echte Verbesserung für sie ja dann doch noch etwas zu früh, ihre Psychose liegt schließlich noch kein Jahr zurück.

Dann war ich bei dem Ergotherapeuten wegen der Trainingsauswertung und so wie ich es vermutet hatte, sind die Ergebnisse fast durchweg gut bis sehr gut. Zwei Ausreißer hatte ich gehabt, doch bei weiteren Übungen wäre alles wieder bestens gewesen. Mein Gedächtnis und meine Auffassungsgabe sind also tatsächlich wieder ganz gut in Form. Ich bin jetzt doch sehr zuversichtlich, dass ich mit neuen Anforderungen, wie zum Beispiel so einer Weiterbildung, gut klar kommen werde. Doch eigentlich ist das auch zu erwarten gewesen, denn meine Psychose liegt nun 5- 6 Jahre zurück und ich hatte viel Zeit mich zu regenerieren. Ich denke, Frau Johannes wird nach her im Einzelgespräch zu einem ähnlichen Ergebnis kommen.

Ich gehe mir jetzt mal einen Automatenkaffee holen, ohne Zucker allerdings, den sollte ich zukünftig vernünftiger Weise wirklich weglassen. Gestern im Gespräch mit Mareike und Ruta bin ich noch mal auf einen Aspekt der Psychose gestoßen, den ich glaube ich noch gar nicht angesprochen habe. Die sexuelle Erpressung. Zumindest Mareike ist es auch passiert. Sie glaubte, dass jemand Fotos von ihr beim Sex gemacht hatte und dass sie damit erpresst werden sollte. Und da fiel mir ein, dass ist mir ganz genau so gegangen. Heute denke ich, es muss eine dieser verrückten Wahnvorstellungen gewesen sein, denn Mansur hätte mir bestimmt das Bild gezeigt, von dem ich dachte, dass er es gemacht hat.

Aber wenn ich so genau darüber nachdenke, dann

war es vielleicht doch ehr dieser ominöse, schwarze Mann.

Es war noch zu der Zeit, als Mansur und ich noch miteinander ins Bett gingen, wir trafen uns alle 2-3 Wochen und vergnügten uns meistens ein ganzes Wochenende lang. Und da geschah es. Mansur war mitten im Sex plötzlich in der Kücheverschwunden und da kam jemand mit einer Kamera in der Hand herein und fotografierte mein Hinterteil. Ich konnte denjenigen nicht richtig sehen und natürlich ging ich davon aus, es sei Mansur. Dann war der Mann wieder verschwunden. Mansur kam zurück und wir vergnügten uns weiter. Ich vergaß die Sache mit der Kamera, bis in den Herbst 2006. Da plötzlich fiel mir das Foto siedend heiß ein und ich machte mir plötzlich ungeheure Sorgen deswegen. Meine inneren Stimmen drohten mir wegen dieses Fotos, sie sagten, wenn ich mit meiner Internetseite an die Öffentlichkeit gehen sollte, dann würden sie dieses Bild von meinem Hintern in aller Welt öffentlich machen. Sie wollten es als Vorfilm im Kino zeigen. Ich war darüber fassungslos und fühlte mich total in die Enge getrieben.

Wer war in Wahrheit im Besitz dieses Bildes?

Mir war das Ganze schrecklich unangenehm und nun wusste ich auch, es war nicht Mansur gewesen, der dieses Bild gemacht hatte. Es musste einer dieser Außerirdischen gewesen sein. Sie hatten sich in Mansurs Wohnung gebeamt und hatten den Moment seiner Abwesenheit voll ausgenutzt. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr mich dieses Foto in dieser Zeit beschäftigt hat. Es war wirklich fürchterlich. Aber ich wollte mich dadurch natürlich nicht aufhalten lassen und so malte ich mir schon die Reaktionen der Weltöffentlichkeit aus. Und dann hatte ich eine Vision. Ich sah so ein Kino und ich sah auch das Bild auf der Leinwand, aber der Zuschauersaal war leer. Man hatte die Drohung also wahr gemacht, aber keine Zuschauer dazu eingeladen. Oder es war nur eine weitere Drohung, aber vielleicht hatte man am Ende doch Abstand davon genommen mich in so einer intimem, diskreditierenden Situation zu zeigen. Solche sexuellen Erpressungen sind, wenn ich Mareikes Schilderungen höre, also kein Einzelfall, sondern es ist eine Spielart der psychotischen Quälerei.

Ich hatte damals jedenfalls den starken

Eindruck in die Hände Satans

geraten zu sein.

Ihm traute ich solche Gemeinheiten zu. Doch auch er musste sich an bestimmte Gesetze halten, und ein solches Foto zu machen, in privaten Räumlichkeiten, in einer privaten Wohnung, dass stand selbst ihm nicht zu. Aber drohen konnte er ja ruhig damit, und meistens reichte so eine Drohung ja auch aus. In meinem Fall war ich  jedoch bereit, das Risiko zu tragen. Mein Bombini war einfach erheblich wichtiger als die Peinlichkeit meines abfotografierten Hinterns.
Damals entwickelte ich allerdings ein großes Verständnis für die Schauspieler und anderen öffentlichen Personen, wenn sie die Veröffentlichung von Paparazzi-Fotosmit Gerichtsklagen beantworteten. Es ist einfach ein absoluter Eingriff in die Privatsphäre, in den Intimbereich. Aber die Psychose kennt da kein Pardon, sie spielt mit dem Erkrankten ihr eigenes, hinterhältiges Spiel. Darum halte ich die Psychose letztendlich auch für ein Werkzeug Satans. Er kommt zunächst ganz göttlich daher, er erscheint als Jesus oder irgendeine andere  vertrauenswürdige Person, er erschleicht sich das Vertrauen und wenn man ihm dann auf den Leim gegangen ist, dann zeigt er zu was er fähig ist.

Dann bereitet er einem die ganz persönliche Hölle auf Erden.

Heute meinte Monika beim Frühstück, dass die Religionsgeschichte ohne Psychosen neu geschrieben werden müsste, denn wenn man sich so einige Heiligengeschichten anhört, dann hatten auch sie scheinbar göttliche Visionen. Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob Gott sich solcher Wege bedient. Er weiß, es ist sehr gefährlich, denn nur die wenigsten Menschen kommen mit so einer übersinnlichen Begegnung zurecht. Jesus soll ja auch nach seinen 40 Tagen in der Wüste, in denen er wichtige Visionen gehabt hatte, dem Satan begegnet sein. Dieser forderte ihn auf von einer Klippe zu springen, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, aber Jesus erkannte Satan und konnte sich seines Einflusses entziehen. Er war halt trotz 40 Tagen Wüste nic ht verrückt geworden. Andere springen dann tatsächlich, in dem Glauben fliegen zu können.
So, ich hole mir jetzt einen Kaffee in der Cafeteria, die macht gleich auf. Damit werde ich mich dann etwas in die Sonne setzten, denn die scheint ausnahmsweise.

In einer Stunde habe ich mein Einzelgespräch bei

Frau Johannes, das wird sicherlich wieder sehr interessant.

Ich sage deshalb einfach mal, bis später. Ich komme gerade vom Pavillon. Dort habe ich mich länger mit Uwe unterhalten und ich erzählte ihm auch von dem Einzelgespräch, welches ich zuvor mit Frau Johannes geführt hatte. Das Wichtigste kam gleich zu Beginn. Das Testergebnis. Frau Johannes meinte, sie hätte bisher nur selten ein so gutes Testergebnis vorliegen gehabt. Meine Gedächtnisleistung wäre sehr gut, aber auch meine Sorgfalt ließe nichts zu wünschen übrig. Das habe ich sehr gern gehört. Allerdings hatte ich selbst ja auch schon gedacht, schlecht kann es wirklich nicht ausgefallen sein.

Danach sprachen wir über mein Buch.

Ich erzählte ihr, dass ich vor und während der Kurkonsequent daran geschrieben hätte, und dass ich es nun bald zu Abschluss bringen will. Nach dem ich ihr einwenig über den Inhalt erzählt hatte und auch, dass ich eigentlich die ganze Zeit, während der Pausen und am Abend daran geschrieben hätte, da verstand sie auch meine Müdigkeit der letzten zwei Wochen etwas besser. Sie meinte ich hätte auch dafür neben den Therapien und Gesprächen viel Konzentration und Energie aufbringen müssen und da sei es für sie verständlich, dass ich plötzlich nicht mehr so energiegeladen gewesen wäre. Sie hätte sich nämlich schon etwas gewundert, denn an meinem Therapieplan hatte man schließlich nichts geändert.
Sie fragte mich, ob ich vielleicht auch die Nächte durchgeschrieben hätte, aber da konnte ich sie beruhigen, ich hatte im Grunde jeden Abend pünktlich um 10 Uhr Feierabend gemacht und war dann auch ins Bett gegangen. Früher wäre das bei mir sicherlich anders gelaufen, da wäre ich schnell in eine Art Wahn verfallen und ich hätte mich nicht bremsen können. Jetzt jedoch würde ich es regelmäßig aber nicht im Übermaß tun. Das fand sie positiv. Ich erklärte ihr, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema Psychose für mich sehr wichtig gewesen wäre, denn ich würde glauben, dass, wenn ich den tieferen Sinn meiner Erkrankung verstehen würde, dann würde dies einem Rückfall vorbeugen.
Ich meinte zu ihr, dass ich überlegen würde, meine Therapeutin zu wechseln, denn sie interessiere sich eigentlich gar nicht für meine individuelle Krankengeschichte. Eintiefenpsychologisch arbeitender Therapeut würde mir bei meiner Auseinandersetzung sicherlich ehr helfen können. Sie verteidigte jedoch die Arbeit meiner Frau Mitschuleit. Sie sagte, es sei wichtig, den Psychotiker in das Hier und Jetzt zu holen und es wäre gar nicht gut, wenn man dem Erkrankten in seine psychotische Welt folge.

Jetzt nach einem gewissen größeren Abstand könne man sicherlich darüber nachdenken, ob eine Auseinandersetzung mit der Biografie und mit den Inhalten der Psychose selbst sinnvoll sei. Meine Annahme, ich könne eine weitere Psychose verhindern, wenn ich die Ursachen der Erkrankung kennen würde, bezeichnete sie als meine persönliche Vorstellung, ihrer Meinung nach wäre jedoch die Lebensumstellung und Anpassung wichtiger. Ich solle vor allen Dingen möglichst jede Überforderung vermeiden. Deshalb befürwortet sie auch weiterhin die berufliche Reha für mich. Meine Leistungsfähigkeit und Motivation sei zwar sehr ausgeprägt, aber ich sollte trotzdem die Sache langsamangehen lassen. Es sei schließlich nicht entscheidend ob ich in einem halben Jahr oder erst in einem Jahr einem festen Job nachgehen würde. Eine leise aber nichtsdestotrotz deutliche inner Stimme sagt mit eigentlich genau das Selbe. Also wird die Empfehlung an die Rentenversicherung den Vorschlag einer beruflichen Reha enthalten. Wichtig sei in meinem Fall alleine, dass ich nicht noch mal in ein Psychose geraten würde, denn bei der zu erwartenden Schwere der Erkrankung sei wieder mit 5 Jahren Rekonvaleszenz zu rechnen. Und das kann ich mir in meinem Alter natürlich überhaupt nicht mehr leisten. Ich muss sagen, wenn ich so eine Aufbauarbeit noch mal leisten müsste, ich würde einfach nur verzweifeln. Die Psychose selbst ist am Ende gar nicht das große Problem, es sind die Nachwirkungen und Folgen, die mich beunruhigen. Depressionen sind einfach totale Scheiße, ein blankgeputztes Gehirn sogar noch mehr. Dann die Konzentrationsprobleme und auch die soziale Inkompetenz. Ich sehe mich immer noch in der Raucherecke der Medienwerkstatt stehen und mich über mich selber wundern. Ich war einfach zu keinem noch so einfachen Gespräch in der Lage. Das alles will ich nicht noch mal erleben. Daher nehme ich den Rat an und ich werde alles Schritt für Schritt angehen.

Dann sprach ich sie auf mein merk/

würdiges Verhalten in unpackbaren Situationen an.

Ich erzählte ihr von der Sache mit Steini und auch der mit meinem Vater und vor allen Dingen meine Reaktion darauf. Sie meinte, sie könne darauf jetzt nicht im Detail eingehen, dafür reiche die Zeit nicht aus, aber ganz allgemein meinte sie, der Mensch sei ein ökonomisches Wesen, wenn er einmal gelernt hätte in einer bestimmten Weise mit einer schwierigen Situation umzugehen, dann würde er es immer wieder so machen. Ich hätte halt einmal gelernt, dass Konflikte auf diese Weise gut bewältigt werden können und darum würde ich in ähnlichen Situationen auf dieses bewehrte Muster zurückgreifen. Um so etwas zu ändern sei es zunächst einmal wichtig das Muster zu erkennen. Ich hätte dies jetzt getan und nun könne man sich natürlich auch neue Strategien aneignen. Ich solle dies ruhig mit meiner Frau Mitschuleit mal besprechen, dies wäre keine Sache, die man so adhok klären könne.

Alles in allem war es ein gutes Gespräch.

Die Auswertung der gesamten Therapiezeit hier im Hause wollen wir dann aber am Montag machen, beim Abschlussgespräch.Dennoch war uns beiden schon klar,  es war sicherlich gut und auch der richtige Zeitpunkt für mich hier in die Burg-Klinik gekommen zu sein. 2-3 Jahre früher hätte es mir möglicherweise nicht so viel gebracht. Jetzt aber sei auch sie der Meinung, der Aufenthalt hier sei für mich eine wichtige und wertvolle Zeit gewesen.
Ich meinte zu ihr, zu Hause hätte ich mich irgendwie im Kreis gedreht, jetzt jedoch hätte ich wieder einen Weg vor Augen. Mit diesem positiven Ausblick beendeten wir die Sitzung und ich verabschiedete mich fürs Erste von ihr. Danach habe ich mir noch mal einen Kaffee geholt, diesmal doch wieder mit Zucker und ich habe mich zu Uwe in die Sonne gesetzt. Wir haben uns nett unterhalten. Ich fragte ihn, was er nach der beruflichen Reha den machen wolle und er meinte, er wolle gerne Schreiner werden. Das ist ja nun wirklich etwas ganz anderes als mit Computern zu arbeiten und täglich ins Büro zu gehen. Er meinte daraufhin, Computer, dass sollen in Zukunft andere und jüngere machen, er wolle lieber mit so etwas Warmen wie Holz arbeiten. Ich muss sagen, ich kann ihn mir als Schreiner tatsächlich glücklich werden sehen.

Er meinte, seine Therapeutin hier sei wirklich eine sehr Gute.

Er habe in den letzten Jahren ja viele Verschiedene kennen gelernt, aber so kompetent sei wirklich keiner von ihnen gewesen wie diese Frau. Er hatte sich zwar fest vorgenommen nicht an sich und seiner Geschichte kratzen lassen zu wollen, aber sie habe es doch tatsächlich zumindest schon mal an einem Punkt geschafft, seinen Panzer zu durchbohren. Er wolle übrigens gerne die Kur hier verlängern und habe einen Antrag gestellt. Seien Therapeutin sah da auch kaum ein Problem, einzig die Frage, ob ein Zimmer frei sei, müsste geklärt werden. Uwe leidet übrigens zu all seinen Problemen auch noch an einem Tinitus, doch mit dem käme er mittlerweile gut zurecht. Wir erzählten uns einige Dinge aus unserm Leben und am Ende hatte ich das Gefühl, wir könnten sogar Freunde sein, wenn wir vielleicht in der Nähe wohnen würden. So aber wird es eine meiner vielen, befristeten Bekanntschaften hier bleiben. So, jetzt ist bald schon wieder Zeit für das Abendessen. In der Muckibude war ich heute wieder nicht, ich denke, dieser Teil der Therapie kam nicht ganz bei mir an. Aber was soll’s, zu Hause werde ich bestimmt ab Herbst zusammen mit Wolfgang dort hin gehen. Der wird mir solche Schludereien dann sicher nicht durchgehen lassen.

Aber ich muss wirklich sagen, der Frühsport verbraucht

meine gesamte Energie, die ich gegen meinen Schweinehund aufbringen muss.

Morgen wird er wieder schrecklich weinen, aber ich werde hingehen, ganz bestimmt. So, ich komme gerade vom Abendessen. Es gab wieder zwei Brote und etwas Salat. Darauf werde ich zu Hause verzichten müssen, denn wer macht schon mehrere Salate zum Abendessen. Hier am Buffet hat man eine wirklich große Auswahl. Es gibt auch immer noch einen leckeren Brotaufstrich, den ich mir immer auch noch mitnehme. Am Tisch haben wir jetzt einen Neuzugang. Petra. Viel weiß ich noch nicht von ihr, sie scheint ehr zurückhaltend zu sein. Aber sie ist ja auch gerade erst angekommen. Sie ist wohl ganz sympathisch, so dass unsere Tischrunde immer noch eine ganz Nette ist. Reingart interessiert sich immer ganz besonders für die Stimmung meines Schweinehundes, und Gerlinde ist eigentlich immer recht gut gelaunt und unterhält sich gerne. Trotzdem freue ich mich wie immer auf die Ruhe meines Zimmers und auf den Anruf von Wolfgang.
Dann habe ich natürlich überlegt, worüber ich als nächstes schreiben könnte und ich denke, es ist jetzt wirklich Zeit für die religiösen Aspekte. Denn Religion ist ein häufiges Thema in Psychosen. So auch bei mir.

Angefangen hat meine Auseinandersetzung mit Religion eigentlich

nach dem ich mir das erste Mal die Tarotkarten

gelegt hatte, das war kurz nach meinem

Bankrott.

Ich hatte mir ein ganz besonders schönes Tarot gekauft, mit sehr ansprechenden Bildern und einem Buch mit ausführlichen Erläuterungen. Ich legte mir das große Kreuz und was mir ganz besonders in Erinnerung blieb war die Vorhersage, ich würde einmal eine Religionsstifterin. Das konnte ich mir damals ja nun überhaupt nicht vorstellen. Religion war wirklich nicht mein Thema, ich hatte schließlich gerade erst „Das Paradies der Frauen“ entwickelt und darin befand sich nur ein religiöses Element. Ich wollte nämlich bei der Treppe zum „Hexenkessel“ eine Abzweigung machen zu einer Art kleinen Tempel. Den Tempel der Lust. Dort sollte man der Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit huldigen können. Ich hielt diese Göttin nämlich auch zuständig für das ganze Thema Rund um die Erotik. Das war aber auch schon alles, was mich mit der Religion verband.Als Kind hatte ich zwar im Kirchenchor gesungen und mit unserem Großvater besuchten wir Sonntags auch immer die Messe, aber seit dieser denkwürdigen Predigt war für mich die Sache mit der Kirche eigentlich erledigt.

Ich war damals gerade 16 Jahre alt und ich saß mit meiner

Schwester und meinem Großvater in der Kirche

und wir hörten dem Kaplan zu.

Und in seiner Predigt meinte er zu Schluss: „Jetzt machen wir ja gleich die Kollekte, und ich bitte darum, geben Sie diesmal so viel in den Klingelbeutel wie sie Jesus lieben.“ Dann machte sich mein Großvater auf den Weg mit dem Körbchen, denn er war Mitglied im Kirchenvorstand und seine Aufgabe war es außerdem die Kollekte einzusammeln. Ich beobachtete ihn dabei und da bemerkte ich zwei Frauen. Die Eine war offensichtlich sehr arm, die Frau hinter ihr sah dagegen sehr wohlhabend aus. Ich erinnere vor allen Dingen ihre Locken, denn die sahen so aus, als hätte sie gerade die Wickler entfernt und vergessen sich danach zu kämmen. Sie trug viel Schmuck und teure Kleidung. Die andere war das genaue Gegenteil, doch als mein Großvater mit dem Klingelbeutel vorbei kam, da gaben beide einen Fünfmarkschein. Und ich war entsetzt, denn für mich hieß dass, die Eine gab wirklich fast alles was sie hatte und für die Andere war es eine Kleinigkeit. Wer liebte Jesus jetzt mehr? Ich wurde darüber total sauer und als ich meinen Großvater darauf ansprach, da reagierte er mit Unverständnis was meine Verärgerung anging. Ich stapfte durch den Wald nach Hause und wollte mit niemandem mehr reden. Nach dem Mittagessen kamen wir aber darauf zurück und ich kritisierte den Kaplan scharf. Ich fand einfach seine Forderung unmöglich. Überhaupt empfand ich das Verhältnis von Macht und Geld in der katholischen Kirche als sehr problematisch. Mein Großvater sah das allerdings gar nicht so und um die Diskussion mit mir abzuschließen meinte er: „Um an der Kirche Kritik zu üben, bist Du noch zu jung.“ Da war ich dann endgültig bedient. Mir konnte die Kirche fortan völlig gestohlen bleiben und so kam es, dass ich meinen Großvater zur Kirche nicht mehr begleitete. Ich wollte mit so einem geldgierigen Verein nichts mehr zu tun haben. Seitdem war ich der katholischen Kirche in Abneigung verbunden und wenn ich noch an einen Gott glaubte, dann an meinen eigenen.

So, jetzt war ich meinen Abend-Kaffee trinken.

Das Telefonat mit Wolfgang war mal wieder länger geworden, denn ich berichtete ihm von den Testergebnissen und dem Gespräch mit Frau Johannes und er hatte dazu viel zu sagen. Besonders wichtig warihm der Punkt mit der Auseinandersetzung mit der Psychose. Er sieht bei mir schon eine Wichtigkeit mich mit den Ursachen zu beschäftigen, allerdings sieht er diese vor allen Dingen in dem Anspruch meiner Eltern an mich und meine berufliche Karriere. Er glaubt, ich hätte den Druck einfach nicht mehr verkraftet, denn ich hätte den Eindruck gewonnen, ich würde nur geliebt, wenn ich erfolgreich sei. Doch ich muss das ganze Gespräch erst mal sacken lassen und werde vielleicht später noch mal darauf zurück kommen. Jetzt muss ich nämlich langsam zu einem Ende für heute kommen, denn ich bin auch nach dem Kaffee ziemlich müde. Ich habe halt die letzte Nacht nicht viel geschlafen. Auch auf das Thema mit der Religion werde ich morgen weiter eingehen. Es ist für jetzt einfach ein zu weites Feld.

Ich sage deshalb heute schon etwas früher,

gute Nacht und bis morgen.

US-Präsident TrumpBild zu Banksy in New York

FORTSETYUNG folgt!

 

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