31.10.2018…11111…

Größter Stolz/per..stein

in Brexit-Verhandlungen weggeräumt

Bild zu Thierry Roge/BELGA/dpa

In rund fünf Monaten will Großbritannien die EU verlassen – doch die Brexit-Gespräche verlaufen zäh. Unternehmen dies- und jenseits des Ärmelkanals bereiten sich längst auf einen No-Deal-Brexit vor. Einem Zeitungsbericht zufolge soll die EU nun aber ein Zugeständnis gemacht haben – und zwar in der zentralen

Irland-Frage. Ist nun der Durchbruch in Sicht?

Sportgericht setzt Zeichen:

Bild zu Rafinha Fadenkreuz-Plakat - DFB-Gericht verhandelt

Mit einem fragwürdigen Halloween-Kostüm löste

Bayern-Star Rafinha Aufregung in den sozialen Netz/

werken aus. Das besagte Outfit beinhaltete eine Bom/

benattrappe. Am Donnerstag entschuldigte er sich

bei seinen Fans und stellte seine Intention klar…

Florida:

Unfall mit aufblasbarer Riesenrutsche in Woking

Der Mord eines 15-Jährigen an seiner Mutter erschüttert

eine Kleinstadt in Florida. Der örtliche Sheriff spricht von

„einem der verstörendsten und traurigsten Fälle, der

mir in meiner Karriere untergekommen ist.“…

Bild zu Nicklas Bendtner

Internes Gutachten für die AfD:

Bild zu Bundestag

So hat sich die AfD das sicher nicht vorgestellt: Durch ein eigenes

Gutachten könnte die die rechtspopulistische Partei jetzt

ein Fall für den Verfassungsschutz sein…

SpVgg Greuther Fürth - VfL BochumBild zu FC Bayern

Der FC Bayern hat in der Bundesliga weiter Probleme.

Gegen Freiburg reicht es nur zu einem Punkt. Das dürfte in

Wolfsburg für Freude gesorgt haben: Dort baute Spitzenreiter

Dortmund seinen Vorsprung aus. Die meisten Tore

gab’s in Leverkusen…

„Adam sucht Eva“ 2018:

Bild zu Donald TrumpAdam sucht Eva

Pläne für Superliga

Byern München Bares für RaresBild zu Koalitionsverhandlungen zwischen CSU und Freien Wählern

Für 1,50 Mark hätte man diese Artikel in den 1960er-Jahren bekommen.

Dass drei Superhelden-Comics inzwischen für vierstellige Euro-Beträge

gehandelt werden, hätte Horst Lichter nie geahnt. Wieder

was gelernt bei „Bares für Rares“ …

Frankfurter Bankenskyline - EBA-TestBild zu Elektrischer Stuhl, Hinrichtung, USA

In den USA ist erneut ein Häftling hingerichtet worden.

Zum ersten Mal seit fünf Jahren wurde bei der Vollstrec/

kung des Todesurteils ein elektrischer Stuhl verwendet.

Der Verurteilte hatte sich selbst dafür

entschieden…

Anstößige Po-Werbung:

Seilbahngondel abgestürzt, St. Gallen, Schweiz Heidi Klum, Tom Kaulitz, Shrek, HalloweenDonald TrumpNach dem Flugzeugabsturz in IndonesienBild zu Leipzig, Landkreis, Horro-Clown, Prügel

Im Landkreis Leipzig ist ein als Clown verkleideter

Jugendlicher von einem Familienvater verprügelt worden.

Der 19-Jährige erschreckte zuvor Kinder mit seinem

Kostüm und einer Hacke…

AdvertisementBild zu Jennifer Lopez

Hautenge Bühnen-Outfits sind bei Jennifer Lopez

nichts Ungewöhnliches. Jetzt geht die 49-Jährige

aber noch einen Schritt weiter und zeigt sich

fast hüllenlos…

Mädchen macht Selfie

und beschädigt Dalí-Zeichnung

Wie kann die Naturheilkunde helfen?

Alternative Krebsheiler versprechen für viel Geld, Tumore fernab der Schulmedizin auf sanfte Art zu bekämpfen. Für Patienten kann das gefährlich werden. Dennoch sind einige Naturheilverfahren in der Behandlung von Krebs nicht per se auszuschließen.

In der Onkologie werden verschiedene Methoden als Ergänzung

zur Chemotherapie mittlerweile erfolgreich

eingesetzt. Die Unterschiede…

Bild zu Wetter

PROGRAMM f[r das WOCHENENDE

„Las Cruces Sun News“

Bild zu Nadja Abd el Farrag

Aus Versehen hat in Texas ein Jagdhund sein

Herrchen mit dessen Flinte angeschossen. Der

Mann überlebte nur mit viel Glück…

Bild zu Angela Merkel, Daniel CraigBild zu Prinz Harry und Meghan

„Sie hatte unglaubliches Glück.“

Statement by Spahn after cabinet meeting Bild zu USA: Deutsche auf «Pacific Crest»-Wanderweg gerettet

Der legendäre „Pacific Crest“-Wanderweg in den USA führt durch die

Wüste und über hohe Berggipfel. Fünf Monate lang war eine Deutsche

unterwegs, kurz vor dem Ziel wurde sie von Schnee überrascht.

Die 34-Jährige dachte, sie würde sterben…

AF8

Gruppenvergewaltigung in Freiburg:

Eine 18-Jährige wird in Freiburg von einer Gruppe Männern vergewaltigt.

Dabei hätte der Haupttatverdächtige längst im Gefängnis sitzen müssen,

gegen ihn lag ein Haftbefehl vor. Wie konnte das passieren? Bei einer

Pressekonferenz haben Polizei und Staatsanwaltschaft

Erläuterungen dazu gemacht…

Frau schlägt Busfahrer:

Busunfall in China

Ein handgreiflicher Streit zwischen einem verärgerten

Passagier und dem Fahrer verursachte in China den Todes/

sturz eines öffentlichen Busses von einer Brücke 50 Meter

tief in den Jangste-Strom. 13 Leichen sind

bereits geborgen…

Japanischer Co-Pilot will

nach zwei Flaschen Wein noch fliegen

Ein Co-Pilot der Japan Airlines trinkt zwei Flaschen Wein sowie zwei Liter Bier und

besteht den Alkoholtest seiner Airline problemlos. Dass er nicht völlig betrunken den

Dienst antritt, ist dem Fahrer eines Flughafenbusses zu verdanken. Ein Fall,

der Schlagzeilen macht – und kein Einzelfall ist…

Streit in Kant..in-e?

London, Machete

Im noblen Londoner Stadtteil Kensington lösen Gerüchte

über einen Macheten-Angriff Panik aus. Laut Berichten

steckt dahinter ein gewaltsamer Streit zwischen

Mitarbeitern einer Kantine…

„Spiegel“:

Wolfgang SchäubleAktualisiert am 02. November 2018, 13:39 Uhr

Wolfgang Schäuble beförderte Kandidatur

von Friedrich Merz für CDU-Vorsitz…

Ein Streit, ein Toter, ein Verdächtiger:

Bild zu Mordkommission ermittelt nach Fund von totem Jugendlichen

Nach dem Tod eines 16-Jährigen in Wenden liegt ein Geständnis vor.

Am Donnerstagabend bestätigt die Polizei, dass es sich bei dem Tat/

verdächtigen um einen Mitschüler handelt. Der 14-jährige

Freund soll das Opfer nach einem Streit

erwürgt haben…

Die Ps/ori/asis-Krankheit

Bild zu Schuppenflechte Bild zu Polizei

In Niederbayern sind drei Menschen in einem

Auto verbrannt. Den Rettungskräften bot

sich ein schreckliches Bild…

Hartz IV:

Der Deutsche Staat könnte pro Jahr rund 50 Millionen

Euro mehr auf dem Konto haben – wären da nicht krimi/

nelle Banden, die ihn um Hartz-IV-Leistungen

betrügen…

Brasilien:

Bild zu General Augusto Heleno, Brasilien, Jair Bolsonaro

General Augusto Heleno, Jair Bolsonaros erste Wahl für das Amt des

Verteidigungsminister in Brasilien, hält es für eine „notwendige

Reaktion“, Scharfschützen gegen Kriminelle einzusetzen…

War das den Asylstreit wert?

GroKoJudith Williams erklärt: Darum können "Löwen"-Deals noch platzenMeghan Markle, Neuseeland, Rock, durchsichtig Bild zu Sojus-Fehlstart

PROGRAMM f[r den 2.11.2018

Wetter aktuell in Deutschland:

Bild zu wetter, aktuell, deutschland, sonne, temperaturen

Der goldene Herbst kehrt kommende Woche noch einmal zurück.

Dann erwarten uns wieder Temperaturen bis zu 20 Grad…

Herzogin Meghan, Tonga

Sauerland:Vermisster Schüler ist tot

– Verdächtiger festgenommen

Bild zu 16-Jähriger tot im Wald entdeckt

Erst wurde der 16-Jährige Schüler vermisst, dann fand

ihn die Polizei tot in einem Waldstück nahe einer Schule im

nordrhein-westfälischen Wenden. Noch am selben Abend

gab es auch eine Festnahme. Was dahinter steckt,

wollen die Ermittler nicht sagen

– noch nicht…

Leverkusen kontert sich perfekt ins Achtelfinale

Bild zu Borussia Mönchengladbach - Bayer Leverkusen

Bayer Leverkusen überrascht erneut gewaltig.

Die Elf des viel kritisierten Trainers Heiko Herrlich erreichte mit genialem Konterfußball wie im Vorjahr das Achtelfinale im DFB-Pokal. Die Leverkusener gewannen nach dem 6:2-Erfolg bei Werder Bremen auch das zweite Auswärtsspiel nacheinander

mehr als eindeut 5:0 bei Borussia Mönchengladbach durch…

SPD-Abgeordneter Serdar Yüksel rettet AfD-Mitarbeiter im NRW-Landtag das Leben

Bild zu Landtag, NRW, Serdar Yüksel, AfD, SPD

Der SPD-Abgeordnete Serdar Yüksel hat einem Mitarbeiter der AfD-Fraktion

im Landtag von Nordrhein-Westfalen das Leben gerettet. Der Mann war

in einer Sitzung mit schweren Herzproblemen zusammengebrochen…

Tödliches Self..ie?

Bild zu Blackrock Bild zu Bulger

Friedrich Merz plant seine Rückkehr in die Politik.

Seit seinem Rückzug aus selbiger vor fast zehn Jahren war

er als Anwalt und für diverse Unternehmen tätig. Unter an/

derem als Aufsichtsratschef von Blackrock, der weltweit

größten Fondsgesellschaft. Was diese Firma macht

und wie einflussreich sie ist, zeigen wir in

einem kurzen Porträt…

Bild zu Yosemite National Park iPad Pro dupes, kosmetik, beauty, parfum, marke, günstig

Apple hat auf seiner Keynote in New York dieses Mal

ordentlich abgeliefert. Tim Cook hatte unter anderem

ein neues iPad Pro, ein neues MacBook Air und

einen neuen Mac mini im Gepäck. Die

Highlights in der Übersicht…

Bild zu Jamal Khashoggi

ALEX JONES (Full Show) Tuesday –

10/30/18 • InfowarsAPK.com • Brighteon.com • Gab.com • Bitchute.com

Polizei, Rostock, Nürnberg, Pokalspiel, Fußball

schon wieder GEL:SCHT??

Published on Oct 30, 2018 / General Shepherd

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• Infowars Live TV presents •

Bild zu 1. FC Köln - FC Schalke 04 20140101_211245Bild zu Kontoarten, CIMG1922Urteil, Missbrauch, Haft

Freispruch für Christin

Thomas MüllerBild zu Todesurteil gegen Christin in Pakistan aufgehoben

Der oberste Gerichtshof in Pakistan hat das

Todesurteil gegen eine Christin aufgeho/

ben. Die Frau war neun Jahre in

Haft gesessen…

PROGRAMM 11111…

Razzia in Wohnhaus

Horst SeehoferBild zu Herzogin Meghan, Prinz Harry, NeuseelandBild zu Chemikalien bei Durchsuchung in Magdeburg gefunden

Bei einer Razzia in Magdeburg hat die Polizei ein Depot

von Chemikalien, Waffen und Munition sichergestellt.

Ein Vater und seine beiden Söhne wurden

f..est..genom-men…

Lace Trimmed High Low Gothic Coat

Hallo..weed/n:

Bild zu Thiago verletzt sich im DFB-Pokal. Horror-Clown

Für Kostüm-Fans ist dieser Mittwoch ein Festtag – es ist Halloween!

Doch der Gruselfaktor der Verkleidung muss im Rahmen bleiben: Bei Horror-Clowns, die anderen Menschen Angst einjagen, sie bedrohen oder gar angreifen, versteht die Polizei keinen Spaß.

Und auch wer als Hexe, Vampir oder Henker am Steuer

sitzt, muss bestimmte Regeln beachten…

„Trident Juncture“

Nato-Manöver

Während die Nato ihr größtes Militärmanöver seit dem Ende des Kalten

Krieges an der norwegischen Küste durchführt, will Russland gleich ne/

benan in internationalen Gewässern Schießübungen durchführen.

Eine Provokation? Nato-Generalsekretär Stoltenberg

reagiert gelassen…

Bild zu Nato-ManöverOberbürgermeister Martin Horn

20. Juli 2012

Ich komme gerade von Frühsport.

Diesmal verlief er etwas anders als sonst, denn Frau Hanas hatte den Gettoblaster zu Hause vergessen. Darum gab es heute keine Musik zur Gymnastik sondern wir liefen oder walkten durch die Burganlage. Bei den Bänken sollten wir anhalten und einige gymnastische Übungen machen. Sie empfahl den Untrainierten erst einmal zu walken, aber zwischendurch ruhig auch mal ein paar Meter zu laufen. Das habe ich dann auch gemacht und ich muss sagen, so macht mir Frühsport irgendwie etwas mehr Spaß. Zum Schluss stellten wir uns in einem Kreis auf und machten noch ein paar Dehnübungen. So etwas kann man wirklich auch zu Hause praktizieren. Vielleicht werde ich die morgendliche Hunderunde in Zukunft etwas sportlicher gestalten, ich denke dies wäre für Körper und Geist ganz zuträglich.

Geschlafen habe ich ziemlich fest, aber so gegen

Morgen, da habe ich dann doch ganz schön wild geträumt.

Wenn ich es recht erinnere, habe ich in eine südländische Großfamilie eingeheiratet. Allerdings umspannte diese Hochzeit eine sehr komplizierte Geschichte, die ich leider nicht mehr zusammen bekomme. Gleich ist wieder Basisgruppe. Danach schließt sich direkt das sozialtherapeutische Beratungsgespräch an und daran, wieder direkt im Anschluss, die Wassergymnastik. Bei dem Beratungsgespräch muss ich unbedingt fragen wie so eine berufliche Reha im Einzelnen sich gestaltet. Ich habe nämlich gar keine Vorstellung davon, was da eigentlich auf mich zu kommen wird.Nach dem Mittagessen habe ich noch mal freies Gestalten und ich werde bestimmt wieder zeichnen gehen. Dann ruft eigentlich auch noch der Fitnessraum, doch mein innerer Schweinehund wehrt sich noch dagegen.

Mal sehen, wer gewinnt.

BrautSigmar GabrielAktualisiert am 30. Oktober 2018, 20:00 Uhr

Jetzt hole ich mir einen Milchkaffee am Automaten und gehe vor

der Basisgruppe noch eine Rauchen, ich sage deshalb mal, bis später.

Ich komme nun gerade mit einem Automatenkaffee in der Hand von dem sozialtherapeutischen Beratungsgespräch. Es ging eigentlich ganz schnell und so habe ich Zeit über das Bisherige zu berichten.

In der Basisgruppe ging es nach der üblichen Fragerunde um

stressverschärfende Gedanken.

Herzogin Meghan20140101_010114 Bild zu ReformationstagBild zu Uwe Abel, Iris Abel

Der Weg zum Zahnarzt ist für „Bauer sucht Frau“-

Kandidat Uwe Abel kein leichter. Dennoch ist der

Landwirt aus Niedersachsen ihn nun gegangen.

Er gönnt seinen Beißern eine Rundum/

erneuerung…

Bild zu Schnupfen, Winter, Mädchen

Ungebetener Gast

Bild zu Spinne "Falsche Witwe" in Küche gefunden

In Mannheim hat ein Mann eine sogenannte Falsche

Witwe in seiner Küche gefunden. Das giftige Tier

kommt eigentlich nur im Mittelmeer/

raum vor…

PROGRAMM f[r den RUHETAG

Frau Johannes hat uns eine Art Fragebogen gegeben mit typischen Stressgedanken wie:

Ich halte das nicht durch. Das schaffe ich nie. Ich kann diesen Druck einfach nicht aushalten. Oder auch: Ich muss für meinen Betreib immer da sein. Es ist wichtig, dass ich alles unter Kontrolle habe. Auf mich ist 100% Verlass. Ich habe bei der Besprechung der einzelnen Sätze eigentlich fast immer gedacht: Das habe ich alles nicht mehr. Früher war es vielleicht so, da wollte ich alles möglichst selber machen und auch unter Kontrolle behalten. Ohne mich geht es nicht war auch bei mir ein häufiger Gedanke. Auch, dass es wichtig ist, dass mich alle mögen, und dass es schlimm ist, wenn andere mich kritisieren. Aber heute habe ich was diese Dinge angeht, ein ziemlich dickes Fell bekommen. Ich kann Verantwortung durchaus abgeben und Kritik ist auch kein Problem. Sie sollte nur möglichst konstruktiv sein.

Außerdem gab Frau Johannes uns noch eine Checkliste:

Feuerwehr, Neuss, Brandanschläge PilotenDonald Trump, USA, Präsident, Zwischenwahlen,

Warnsignale für Stress.

Es sind körperliche, emotionale und kognitive

Warnsignale aufgeführt, sowie Warnsignale im Verhalten.

Man soll ankreuzen ob man die Signale stark, leicht oder kaum bis gar nicht wahrnimmt und dafür gibt es dann Punkte. Die müssen zusammengezählt werden und am Ende gibt es eine Auswertung. Ich werde diesen Test heute Abend oder am Wochenende mal machen. Aber ich denke, ich habe nun schon seit einiger Zeit kaum noch Stress. Mein Leben ist so abgefedert und ruhig, da kann einfach nur wenig davon aufkommen. Dann gab Frau Johannes den bald Abreisenden wie mir noch einen Zettelstapel mit auf den Weg. Es ist ein Patientenfragebogen dabei, eine Sache betrifft die Ausfertigung für die Rentenversicherung, dann gibt es noch mehrere, weitere Fragebögen mit einem Selbstbeurteilungsbogen zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen und Beschwerden. Außerdem soll ich mir für das Abschlussgespräch Antworten auf einige Fragen notieren. Ich werde also damit eine ganze Weile beschäftigt sein um das alles auszufüllen und zu beantworten. Sie sehen daran, es geht langsam wirklich dem Ende entgegen.

Doch jetzt muss ich erst mal noch zur Wassergymnastik,

ich sage daher mal, bis später.

Bild zu Cacau Agentur für Arbeit, ArbeitslosenquoteAktualisiert am 30. Oktober 2018, 10:33 Uhr

Ich komme gerade von Pavillon und Ruta hat mich nach einer

gemeinsamen Zigarette in mein Zimmer begleitet, denn ich wollte ihr 35 Euro geben.

Sie bat mich ihr das Geld bis Sonntag zu leihen, da sie sich unbedingt eine super tolle Tasche kaufen möchte. Sonntag kommt ihr Freund mit ihren Eltern und dann will sie es mirsofort wiedergeben. Jetzt habe ich    womöglich nicht mehr genug Eros für meinen Kaffee, aber ich kann ja zur Not zur Bank gehen und mir noch etwas Geld holen. Bevor sie mich um das Geld bat, sprachen wir über unsere Drogenerfahrungen. Auch sie hat vor einer ihrer Psychosen viel gekifft. Die Warnung davor ist also wohl nicht ganz unberechtigt. Zu starker Konsum kann eine Psychose durchaus auslösen, auch wenn ich in meinem Fall davon ausgehe, dass es bei mir auch andere Auslöser gab.

Das Schwimmen bei Herrn Gomaa war wiedereinmal ziemlich

anstrengend und nun ist mein Körper ganz schön müde.

Gesetzesänderungen Bild zu Angela Merkel und Horst SeehoferAktualisiert am 30. Oktober 2018, 09:27 Uhr

Aber ich habe danach heiß geduscht und

mir die Haare gewaschen und deshalb

fühle ich mich nun herrlich

entspannt.

Bild zu Emilia Clarke

PROGRAMM f[r den 31.10.2018

Bibbern im Westen, wohlige Wärme im Osten

Aktualisiert am 30. Oktober 2018, 09:40 Uhr

Draußen ist es leider ziemlich regnerisch, aber ich werde wohl

trotzdem mit meinem Zeichenbrett wieder unter den Pavillon gehen.

Vielleicht ist Ruta dann ja auch wieder da und ich kann sie zeichnen, denn das möchte sie gerne. Zum sogenannten MTT, also zum Fitnessstudio werde ich wohl nicht mehr gehen, ich bin jetzt gerade so schön sauber, und nach dem MTT-Training ist man doch ziemlich verschwitzt. Also habe ich bald Feierabend und kann da weitermachen, wo ich gestern wegen zu großer Müdigkeit aufhören musste. Jetzt habe ich gerade, weil noch etwas Zeit ist diese Checkliste ausgefüllt und mir die Bewertung angeschaut: „Sie können sich über Ihre relativ gute gesundheitliche Stabilität freuen. Ein Entspannungstraining wird bei Ihnen vor allem vorbeugende Wirkung haben.“ Habe ich doch gesagt, mir geht es was den Stress angeht ziemlich gut zur Zeit.

Ich komme gerade vom Zeichnen. Heute hat es so la la geklappt.

Ein ganz schönes Bild ist jedoch entstanden, und zwar von Ruta. Sie möchte es gerne geschenkt haben und so gehe ich gleich mir dem Bild zu ihr auf ihr Zimmer. Sie hat mich dort zum Kaffee eingeladen. Damit ist natürlich klar, zum MTT-Training gehe ich jetzt endgültig nicht. Ruta kann sich selbst den Kaffee machen, denn sie wohnt neben den Mutter-Kind-Zimmern und dort gibt es einen Wasserkocher.

Ist ganz gut so, denn dann kann ich mir schon mal die 1,50 Euro für den Milchkaffee

aus der Cafeteria sparen. Jetzt ist mein Geld schließlich

ziemlich knapp bemessen.

„Ungewöhnliche und ernste Sache“

Bild zu Hassan Rouhani, Geheimdienst, Agent, Iran, Dänemark

Unwetter: Ausnahmezustand in Italien und Kroatien

Nun steht jedenfalls mein letztes Wochenende vor der Tür

und ich muss sagen, ich freue mich langsam wirklich auf zu Hause.

Es war doch auch eine lange Zeit, auchwenn sie immer schneller vorbei gerast  ist. 

Diese letzte, komplette Woche verging wirklich wie im Fluge. Ich komme gerade von Abendessen und ich habe mir den Plan für die nächste Woche abgeholt. Der sieht eigentlich sehr schön aus. Montag, klar, beginnt mein Tag mal wieder mit Frühsport bei Frau Krause. Das ist natürlich hart, aber es ist das letzte Mal. Dann kommt die letzte Basisgruppe dran und danach habe ich Tanztherapie Einzel, das bedeutet wohl, dass ich alleine mit Frau Albrecht sein werde.

Nach dem Mittagessen habe ich mein Abschlussgespräch mit Frau Johannes und anschließend noch mal Wassergymnastik bei Frau Hanas. Um 16 Uhr ist dann die offizielle Verabschiedung, soweit ich weiß ist die immer mit Kaffee und Kuchen. Am Dienstag habe ich Atemgymnastik und Qigong, danach noch mal freies Gestalten und dann kann ich endlich die Koffer packen, der Nachmittag ist nämlich frei. Da bringe ich dann auch das Buch hier zum Abschluss. Mit.

Vorhin bei Ruta war es sehr nett, wir haben uns gut unterhalten.

Das ist jetzt das erste Mal gewesen, dass ich in

einem anderen Zimmer war.

Kfz-Versicherung wechseln:

Autounfall

Alle Jahre wieder im November tobt zwischen den Anbietern von Auto/

versicherungen ein regelrechter Preiskampf. Wer seine Kfz-Versi/

cherung wechseln möchte, sollte aber einige

wichtige Dinge beachten…

Red Dead Redemption 2

Ihres sieht ganz anders aus. Gut, es sind auch diese furnierten

Holzmöbel drin, aber die Anordnung ist seitenverkehrt und auch anders gestellt.

Ruta ist eine sehr lebendige, sympathische junge Frau und ich freue mich auch sie als eine der Erstleser meines Buches gewonnen zu haben. Ich werde, sobald ich das Buch korrigiert habe, auch ihr eine Datei zuschicken. Sie interessiert sich wie ich auch sehr für die Psychosen anderer und nachdem wir eine Rauchen waren sind wir zusammen mit Mareike noch mal auf ihr Zimmer gegangen, einen weiteren Kaffee trinken und da habe ich ihnen versucht meine Psychose genauer zu beschreiben. Ich erzählte ihnen von meinen merkwürdigen Erlebnissen in meiner Kindheit und Jugend und von meinem Bombini. Ich versuchte ihnen meine Konflikte während meiner Psychose zu erklären und beide sagten, sie fänden meine Geschichte sehr spannend. Offensichtlich gelingt es mir mittlerweile meine Geschichte interessant zu erzählen. Wenn man bedenkt wie ich nach der Psychose darüber nur stottern konnte und eigentlich gar nichts in einenvernünftigen Zusammenhang bringen konnte, dann freue ich mich über ihre Reaktion. Offensichtlich gewinne ich meine rhetorischen Qualitäten langsam zurück.

Jetzt hoffe ich natürlich, dass davon auch in meinem

Buch etwas rüber kommt.

Borussia Dortmund - 1. FC Union Berlin

Deutsche Post darf Porto

für Briefe vorerst nicht erhöhen

Bild zu Briefumschlag Aktualisiert am 30. Oktober 2018, 07:48 Uhr

Gleich ruft Wolfgang wieder an und dann würde

Ruta sich freuen, wenn ich noch mal bei ihr vorbei schaue.

Ich denke, ich werde mir trotzdem einen Milchkaffee in der Cafeteria besorgen, die Frauen dort müssen sich schon wundern, wieso ich nicht vorbeigekommen bin, ich war schließlich in den letzten Wochen eine absolut zuverlässige Kundin. Wenn ich zu Ruta gehe, bedeutet dies natürlich, dass ich nicht zum Schreiben komme, aber vielleicht habe ich ja am Wochenende noch mal so richtig die Muße mit Ihnen das Thema Religion zu betrachten. So als Abschluss zu meinen Erläuterungen zum Universum würde dies schon gut passen, zumal es in vielen Psychosen zu einer starken religiösen Ausrichtung kommt.

Ich sollte dieses Thema also wirklich nicht auslassen, wenn ich einen

wirklichen Rundumblick zum Thema Psychose geben will.

Aber ich kann ja schon mal anfangen.

Parkschein-App:

Bild zu ParkscheinAktualisiert am 29. Oktober 2018, 23:31 Uhr

Wie ich gestern schon sagte, bei mir wurde das

Thema Kirche sehr klein geschrieben, ich hatte zwar

immer einen lieben Gott, aber es war mein ganz Persönlicher.

Natürlich könnte man denken, dass ich, wenn auch nur als halbe Diplombiologin, die ganze Sache ziemlich nüchtern betrachtet hätte, aber da täuschen Sie sich über die Naturwissenschaftler. Gerade sie können selten anders, als an eine höhere Intelligenz, also an einen Schöpfer zu glauben. Die Natur ist einfach zu perfekt aufgebaut. Gerade die Biologen, also die Wissenschaftler, die sich mit den Geheimnissen des Lebens beschäftigen, sind häufig gläubig. Nicht dass sie unbedingt in die Kirche gehen, aber sie sind davon überzeugt, dass all die wunderbaren Lösungen der Natur nicht nur reiner Zufall sein können. Natürlich erkennen sie die Prinzipien der Evolution, aber wer hat diese Evolution möglich gemacht? Wirklich alles nur ein schnöder Zufall? Ich jedenfalls konnte das nicht glauben, so eine Zelle ist einfach zu wunderbar. Irgendjemand musste sich dies, meiner Meinung nach, einmal ausgedacht haben und dieser Jemand fand einen Weg es zu realisieren.

Er musste gewusst haben was er tat, als er das Universum erschuf.

Schock für den brasilianischen Fußball:

Bild zu Daniel Correa Freitas

Schock für den brasilianischen Fußball: Daniel Correa Freitas vom Erstligisten

FC São Paulo wurde ermordet aufgefunden. Es gibt Hinweise darauf,

dass der 24-Jährige vor seinem Tod gefoltert wurde…

Innerhalb des Universums mag alles dann scheinbar zufällig entstanden sein.Nachdem ich jedenfalls das mit der Religionsstifterin über mich gelesen hatte, da begann ich mich so langsam aber sicher mehr für die Geschichte der Religion zu interessieren und dieses Interesse wurde noch um einiges größer, als ich das Buch: „Das Haupt Gottes“ gelesen hatte. Darin wurde mir eine ganz neue Sichtweite auf Jesus und seine Herkunft gegeben. Auch zu der Frage, wer Moses in Wirklichkeit gewesen war, hatte der Autor eine ziemlich verrückte aber auch gut nachvollziehbare Idee. Ich hörte damals auch zum ersten Mal von dem Schädelkult und den sich daraus entwickelten Geheimgesellschaften. Ich kann hier nicht im Detail darauf eingehen, denn ich möchte ihnen das Vergnügen der Erkenntnis nicht nehmen, ich empfehle Ihnen aber dieses Buch zur Lektüre, denn ich fand es sehr spannend und aufschlussreich. Danach hatte ich eine völlig neue Vorstellung von diesem Jesus und ich machte mich daran, ein großes Bild zu seinen Ehren zu malen. Ich wählte als Motiv den Einzug in Jerusalem, den sogenannten Gründonnerstag. Das Bild ist 1,50 x 1 m groß und zeigt Jesus mit seinen treuesten Anhängern vor einer palmenwedelnden Menschenmenge, ein paar Meter vor dem Tempel, wo ihm schon die jüdischen Geistlichen entgegensahen. Also der kurze Moment vor seinem großen Scheitern. Der Moment, in dem er vielleicht noch an eine Zukunft als König der Juden geglaubt und gehofft hat.
Später habe ich das eigentlich farblich ganz schöne Bild transparent blau übermalt.Ich fand es so interessanter und es hing dann auch sehr lange in meinem Esszimmer über meiner blauen Sitzbank. Heute hängt es im Flur, denn eine andere große, freie Wand habe ich nicht mehr für dieses Bild. Jedenfalls habe ich mich auch beim malen gefilmt und während ich malte habe ich meine Sicht der Dinge zu diesem Jesus und zum Thema Kirche kund getan.

Ich finde den Film gut, aber noch hat ihn kein anderer gesehen.

Ist der Wirtschaftsboom zu Ende?

Wirtschaftsboom, Abschwung, Wirtschaft, Aktualisiert am 31. Oktober 2018, 09:11 Uhr

So, jetzt hat Wolfgang angerufen und mein Milchkaffee

und Ruta warten auf mich. Ich melde mich später noch mal.

Jetzt ist es schon halb Zehn, ich habe meinen Kaffee zusammen mit Ruta, die sich auch gerade einen gemacht hatte, unter dem Pavillon getrunken und dabei auch einige Zigaretten geraucht. Auch Mareike kam auf eine Zigarette zu uns. Sie verbringt in diesen Tagen viel Zeit mit Tischtennisspielen. Irgendwie hat viele hier diese Freizeitbeschäftigung angesteckt, es fand sogar vor ein paar Tagen ein Turnierstatt, Heiko hatte es angeregt und viele haben daran teilgenommen. Ich habe mich eigentlich nie an solchen Abendbeschäftigungen beteiligt. Vielleicht, wenn ich nicht mein Buch gehabt hätte, dann wäre ich hier aktiver gewesen. Man kann heute Abend auch Salsa tanzen oder eben auch mit anderen zusammen ausgehen. Doch ich wollte lieber hier in meinem Zimmer sitzen und schreiben. Manchmal denke ich, vielleicht habe ich so auch etwas verpasst, was auch wichtig für mich gewesen wäre, andererseits freue ich mich mit einem Buch nach Hause zu kommen. Ruta meint auch, dieses Buch müsste Verleger sehr interessieren, denn es gibt eigentlich kaum Bücher von ehemaligen Psychotikern. Das Einzige was besser bekannt ist, dass ist das Buch: „Ich habe Dir nie einen Rosengarten versprochen“. Ich habe es mir vor ein paar Monaten gekauft, doch ich habe es nicht ausgelesen. Ich wollte dann doch lieber ein eigenes Buch schreiben. Und jetzt ist es fast soweit und ich kann es zu Ende bringen. Ich bin ja mal gespannt was meine Erstleser dazu sagen werden.

Es war wie so vieles bei mir ein Experiment. Ob es diesmal ein gelungenes ist?

Schauen wir mal, morgen geht es weiter.

Peer SteinbrückBild zu Kanye WestZug rast in LKW.Prinz CharlesSojus-Rakete wird für den Start vorbereitetRail Nation Jetzt Spielen

21.Juli 1012

Guten Morgen, oder besser guten Tag,

denn es ist jetzt bald schon Zeit für das Mittagessen.

Ich hatte mich nach dem Frühstück heute morgen wieder hingelegt. Zur Entspannung schaute ich mir vom Bett aus einen der Filme an, die Bodo mir auf den Laptop überspielt hatte. Es war ein Film über die Geschichte des iranischen Atombombenprogramms und die Rolle, die auch Deutschland dabei gespielt hat. Es war interessant, doch bin ich am Ende dennoch eingeschlafen und nun ist der Vormittag fast um.

Aber das Wetter ist wirklich ein Wetter um im Bett zu bleiben.

Es soll ja jetzt ab Montag endlich schöner werden, mal sehen, das haben die Wetterfrösche schon öfter behauptet und es wurde dann doch nichts daraus. Gleich nach dem Essen werde ich mich aber hinsetzen und unser letztes Thema weiter bringen, die Religion. Nun werde ich jedoch erst mal hinunter gehen und schauen wer unter dem Pavillon sitzt. Also, bis gleich. Jetzt ist gerade das geschehen, wovor ich mich immer gefürchtet habe, mein Automatenkaffee ist umgestürzt und hat meinen Kram hier auf dem Schreibtisch eingesaut. Aber vor allen Dingen, der Kaffeebecher ist fast leer. Nun ja, dann muss ich halt bis halb Drei damit warten, dann habe ich Ruta zu einem Kaffee aus der Cafeteria eingeladen. Der schmeckt einfach sehr viel besser als ihr Löslicher. Zu Hause habe ich ihn ja auch die ganze Zeit getrunken und immer gerne gemocht, doch der Kaffee hier hat mich verwöhnt gemacht. Solange kann ich jetzt jedenfalls etwas schreiben.
Heute gab es zum Mittagessen Rigatoni mit Tomatensoße und Parmesankäse und man höre und staune, es wurde mir doch tatsächlich ein Nachschlag angeboten. Die Frau meinte: “Sie müssen nur Bescheid sagen.“ Das erfahre ich jetzt zum Ende der Kur, dass man einen Nachschlag auf die kleinen Teller bekommen kann.

Man muss hier also wirklich nicht verhungern.

Dann war ich an der Rezeption und habe mich für den Bus nach Bad Salzungen für Mittwochmorgen angemeldet. Ich könnte auch einen etwas späteren Bus nehmen, den, mit dem ich auch gekommen bin, aber der Klinikbus ist kostenlos und außerdem kann ich dann noch etwas Zeit mit Ruta verbringen. Ihr Zug fährt allerdings eine Stunde früher als meiner ab, ich werde mir also auf dem Bahnhof etwas die Zeitvertreiben müssen. Aber ich habe ja meinen MP3-Player, den ich hier nur wenig benutzt habe. Außerdem kann ich die Zeit vielleicht nutzen um mir noch etwas Reiseproviant zu kaufen, obwohl ich vorhabe mir hier auch noch ein Brötchen zu schmieren. Aber ich brauche ja auch noch etwas zu Trinken und mein Tabak wird dann auch aufgebraucht sein. Während der Fahrt kann man zwar nicht rauchen, aber davor noch eine letzte Zigarette, die schmeckt mir bestimmt ganz gut. Ich denke, es wird mir gut gehen. Ich werde mich auf die Fahrt freuen und vor allen Dingen auf zu Hause. Aber, noch ist es ja nicht ganz so weit.

Darum, zurück zur Religion.

Ich habe mich durch das Buch „Das Haupt Gottes“ plötzlich sehr für die Geschichte der Religion interessiert und mir versucht ein eigenes Bild darüber zu machen. Vor allen Dingen interessierte mich die Verbindung zu den ägyptischen Pharaonen, denn wenn der Autor Recht hat mit seinen Thesen, dann hängt das Judentum und damit auch das Christentum eng mit der pharaonischen Sichtweise der Welt zusammen. Ohne dem Buch im Einzelnen vorgreifen zu wollen, kann man durchaus sagen, die Weltsicht der Christen ist auch durch die Weltsicht der Pharaonen geprägt. Echnaton ist nicht der Einzige, aber der berühmteste Vertreter. Er hat den Monotheismus in die Geschichte eingeführt. Ein Gott für alles. Ein Männlicher noch dazu, natürlich, denn ein großer, mächtiger Mann als Oberhaupt war für viele völlig selbstverständlich. Ich fand diesen Monotheismus immer schon ziemlich ärgerlich. Klar, auch ich hatte einen lieben Gott, aber der konnte beides sein, männlich und weiblich in einer oder auch in mehreren Personen.

Für mich war es durchaus vorstellbar, dass er sich in viele Götter

aufteilen konnte. Allein schon um nicht allein zu sein.

Auf jeden Fall glaubte ich auch an einen weiblichen Gott. Ich gehe sogar soweit zu sagen, unser ganzes Universum ist weiblich. Das Kind, welches im Urknall gezeugt wurde war lange Zeit und ist auch zur Zeit eine Frau. Denn, auch dieser Gott unseres Universums hat natürlich eigentlich zwei Geschlechter, aber seit ein paar Jahren befinden wir uns wieder im weiblichen Zyklus. Den Männlichen haben wir nämlich zum Glück gerade hinter uns gelassen.

Was er uns gebracht hat, das können wir in den Geschichtsbüchern

lesen. Krieg, Elend und eine römisch-katholische Kirche.

Jetzt aber kommen wir in ein weiblich dominiertes Zeitalter und ich weiß zwar nicht was es uns im Einzelnen bringen wird, aber ich denke mal, Kommunikation und Liebewerden in dieser Zeit bestimmend sein. Die Unterdrückung der Frau und ihrer besonderen Qualitäten wird ein Ende haben. Es wird erheblich mehr mächtige Politikerinnen, Wissenschaftlerinnen und Chefinnen geben und sie werden den Umgang mit den Problemen unserer Zeit verändern, so hoffe ich jedenfalls.

Um dieser Universumsgöttin endlich auch einen Namen

und ein Gesicht zu geben habe ich

Monalisa erfunden.

Titelbild

Die frischgebackene Sonnengöttin und ich habe den Eindruck,

diese Rolle gefiel ihr sehr gut und so ließ sie sich auf meine Geschichte ein.

Ich habe auch ein großes, wirklich sehr schönes Bild von ihr gemalt und ich denke es gefällt ihr ebenfalls sehr gut. Ja, sie war sogar so begeistert, dass sie von der Sonne auf die Erde kommen wollte. Nur, als Göttin konnte sie hier schlecht herumlaufen, denn sie wäre sicherlich schnell verhaftet oder in eine psychatrische Klinik eingewiesen worden, wenn sie sich geoutet hätte. In den Kliniken gibt es mehrere, angebliche Götter und auch einige Personen, die sich für Jesus halten. Meine Göttin wäre aber natürlich eine wirkliche Göttin gewesen und sie wäre daher auch bestimmt aus der Geschlossenen wieder abgehauen, aber dann hätte man sie sicherlich verfolgt und sie hätte einen Haufen Ärger am Hals gehabt. Darum kam sie auf eine andere Idee. Sie versteckte sich in mir. Satan Junior tat es ihr Gleich und schlüpfte in Wolfgang. Den kannte er schon ganz gut, denn als Türsteher zum Hintereingang der Hölle hatte er ihn schon einmal näher kennen gelernt.

In unseren Körpern konnten sie nun das tun,

was sie wollten ohne gleich unangenehm aufzufallen.

Monalisa startete das Projekt „Bombini-Revolution“ und Satan Junior machte sich daran, dieses Projekt zu Fall zu bringen. Er wollte keine Bombinis sondern Windräder und Sonnenkollektoren. Er liebte Monalisa zwar, aber er hielt gar nichts davon einer Frau alle Wünsche zu erfüllen, auf jeden Fall nicht diesen und er war sogar bereit, sie dafür umzubringen. Bei einer Unsterblichen ist dies schließlich kein Todesurteil. Gut, dass die Wiedergeburt so lange und aufwendig war, dass hatte er auch nicht vorhergesehen, denn einen Gott hatte man bis dahin nur selten getötet, der Letzte war dieser Jesus gewesen. Doch, der war ja angeblich nach drei Tagen wieder ganz fit, und hat sich etwas später aus dem Staub gemacht.

So hatte er sich das mit seiner Monalisa auch irgendwie vorgestellt.

Er hatte gedacht, sie schläft einfach drei Tage, wacht auf und hat endlich die Nase voll und verschwindetmit ihm zurück auf die Sonne. Doch da hatte er sich ziemlich geschnitten. Monalisa wollte unbedingt auf der Erde bleiben, so hart es auch werden sollte. Sie wollte ihr Projekt umsetzen, gegen alle Widerstände. Und, die waren wirklich sehr groß, denn auch der liebe Gott schien sein Interesse daran verloren zu haben. Jedenfalls hatte es lange den Anschein gehabt.
Aus meiner Sicht entwickelte sich das Ganze so: Ich erfinde eine Göttin, die ist darüber so begeistert, dass sie gleich in mich eindringt, damals an dem verrückten Nachmittag in meinem Schafzimmer.

Einmal losgelassen vertrieb sie sogleich meinen Sohn

und machte sich auch sonst direkt daran, mein Leben umzukrempeln.

Sie verlangte, dass ich die Treppe putzte und die Wände der Wohnung strich, sie wollte schreiben, malen, Filme machen und am Ende eine ganz einzigartige Internetseite damit bestücken. Sie wollte mit mir zusammen weltberühmt werden. Nicht weil sie unbedingt gefeiert und bewundert werden wollte, sondern um das Bombini allen Menschen in die Köpfe zu bringen. Sie war sich sicher, dieses Kinderspielzeug würde so ganz schnell durch irgendeinen anderen, engagierten Geist dann auch endlich realisiert. Denn das hatte sie eingesehen, während sie mich bei meinen Experimenten beobachtet hatte, ich würde mit meinem Zweiplattenkondensator noch lange nicht abheben. Aber es gab schließlich andere Wissenschaftler, insbesondere Physiker. Sie mussten nur erst mal von der, dem Bombini zugrunde liegenden Theorie erfahren und das war heute Dank des Internets ja auch kaum noch ein Problem.

Monalisa ist also demnach die Tochter vom lieben Gott.

ist es vorstellbar für Sie, dass der liebe Gott mit dem

Universum auch eine Tochter gezeugt hat?

In der Natur, also unter den Tieren und Pflanzen nimmt das Weibchen schon von je her eine wichtige Rolle ein. Ich habe gerade unter Bodos Potcasts einen Beitrag gehört, da ging es genau darum. Die Weibchen sind oft das erfolgreichere Geschlecht. Sie kommen unter Umständen sogar ganz ohne die Männchen aus. Die Löwinnen jagen zum Beispiel im Verbund, sie sprechen sich ab und kümmern sich gemeinsam um die Beute. Nur ab und zu hilft ihnen auch schon mal das Männchen, aber das kommt sehr selten vor. Er dient eigentlich wirklich nur zur Paarung und die läuft ganze 5 Tage im Jahr, alle 15 Minuten x mal hintereinander ab, danach ist es dann für lange Zeit auch erst mal wieder  gut. Es gibt wohl auch eine Ameisenart, die kommt ganz ohne Männchen zurecht, denn die Weibchen klonen sich. Das gibt es bei den Pflanzen noch häufiger, viele Pflanzen vermehren sich lange Phasen hindurch allein durch Jungfernzeugung und nur ab und an gibt es eine genetische Vermischung durch geschlechtliche Paarung. Dies lässt mich zu der begründeten Meinung kommen, dass es nicht der Mann war, den Gott zuerst erschuf.

Sein erstes Lebewesen war unter Garantie ein Weibchen.

Deshalb glaube ich ja auch, dass unser Universum zuerst einmal ein weiblich Dominiertes war und erst viel später verwandelte es sich dann auch mindestens einmal in ein männlich dominiertes Universum.

Doch diese Zeiten sind uns zumindest auf der Erde nicht sonderlich gut bekommen, wenn man an die vielen Kriege und das soziale Elend denkt. Der Mann ist halt weniger fürsorglich, er löst Konflikte schnell mit Gewalt statt durch Kommunikation, er ist ziemlich „schwanzgesteuert“ und hat schnell nur Verachtung für das weibliche Lebenskonzept übrig. Das ändert sich gerade, zugegeben, aber eigentlich auch nur, weil die Frauen sich seit einigen Jahren zumindest in den Industriegesellschaften stärker durchsetzen. Und dies liegt meiner Meinung nach daran, dass unser Universum jetzt endlich wieder weiblich ist.

Doch Monalisa will kein Matriarchat,

sie will die wirkliche Gleichberechtigung.

Sie hatte es als Göttin mit dem Namen Isis eigentlich schon damals bei den Ägyptern, ganz am Anfang von deren Kulturgeschichte so gewollt, doch leider setzte sich damals Thutmosis III. mit seinen patriarchalischen Vorstellungen durch und seit dem gab es bei den Ägyptern bis zu Kleopatra keine Frauen mehr auf dem Thron. Hapschetsut, die Pharaonin vor Thutmosis war die Letzte, welche die Göttin Isis in sich trug. Danach wurde Isis verdrängt, bis sie nur noch sehr wenigen wichtig war. Kennen Sie die Göttin Isis? Ich sage, das ist die Vorgängerin von Monalisa.

Die Geschichte der Isis geht ungefähr so:

Isis hatte einen Mann, den Gott Osiris und sie liebten sich sehr. Osiris war für die Ägypter der Gott der Toten, Isis war dagegen für das Leben zuständig. Dann kam jedoch der Gott Seht und der tötete Osiris und teilte dessen Körper in 14 Teile, die er dann über den gesamten Erdball verteilte. Isis machte sich mit ihrer Schwester auf den Weg diese Teile wieder einzusammeln und sie fand auch 13 Stück. Nur das Geschlecht blieb einfach für immer verschwunden.Isis legte die Teile zusammen und legte sich auf sie und angeblich bekam sie auf diese Weise einen Sohn von ihrem Osiris. Das halte ich natürlich für ein absolutes Gerücht. Ich glaube ehr, Seht hat Isis zu allem Überfluss auch noch vergewaltigt und da sie jedoch diese Untat nicht offenbaren wollte, hat sie den Leuten das Märchen von einer geschlechtlichen Vereinigung ohne das Geschlecht ihres Mannes erzählt. Diesen Kunstgriff wendeten in der Geschichte die Frauen schon mal an, man denke nur an die jungfräuliche Empfängnis Marias.

Das kann aber zumindest bei Isis und Maria nicht so gewesen sein,

denn bei einer Jungfrauengeburt entstehen immer

nur weibliche Nachkommen.

Maria und Isis hatten jedoch beide Söhne bekommen. Der Sohn von Isis wuchs wie alle anderen mit der getürkten Geschichte auf, doch als er erwachsen war, da erfuhr er die Wahrheit. Und statt sich mit seinem wahren Erzeuger auseinander zu setzen, tötete er seine Mutter. Das war an sich schon eine ungeheuerliche Tat, doch jetzt kamen auch noch irgendwelche geheimnisvollen Leute und köpften Isis und sie nahmen den Kopf anschließend mit. Das war jetzt natürlich ein Problem und in seiner Not nahm der Sohn dann einfach den Schädel einer frisch geschlachteten Kuh und setzte seiner Mutter diesen an Stelle ihres Kopfes auf.

So wurde Isis zur Kuhgöttin.

Die Frage ist jetzt natürlich, was haben diese

merkwürdigen Leute mit dem wahren Kopf gemacht?

Ich sage mal, lesen sie das Buch: „Das Haupt Gottes“, dann erfahren sie die ganze Geschichte sehr genau. Hier nur soviel, der Kopf wurde nicht geschändet, sondern im Gegenteil man machte aus ihm eine Reliquie. Eine ganz Besondere sogar, denn der Kopf konnte danach sprechen und wenn man dem Autor glauben kann, dann redet er sogar noch heute. Dieser sprechende Kopf wurde von einem kleinen, sehr im geheimen agierenden Kreis sehr gut behütet und zu allem Wichtigen, dass in der Welt geschah, befragt. Es soll mit den Jahren auch noch andere solcher Köpfe gegeben haben und angeblich ist der sagenumwobene Baphomet der Templer auch so ein sprechender Kopf. Das ist im Kurzen die Geschichte des Schädelkultes, lesen sie das Buch und sie gewinnen einen tieferen Einblick in Diesen. Er ist nämlich älter als die Götterwelt der Ägypter und kommt wahrscheinlich aus Nubien, dem Land der herrschenden Frauen.

So, jetzt ist es gleich Zeit zum Abendessen zu gehen.

Ich habe diesen Tag sehr entspannt verbracht.

Ich habe geschlafen, Filme geguckt, etwas geschrieben und mit Ruta Kaffee getrunken. Als wir zusammen unter dem Pavillon saßen, da kam auch Cora zu uns. Ich hatte ihr endlich meine Adresse und Kontonummer gegeben, damit fühlte sie sich jetzt mir gegenüber wieder etwas wohler in ihrer Haut. Vielleicht gehe ich doch Montag zur Bank und gebe ihr noch mal etwas Geld, denn sie kann sich nun keine Binden mehr kaufen und ihr letztes Paket ist bald alle. Es ist wirklich schlimm, wenn man sich noch nicht einmal so etwas mehr kaufen kann, zumindest wenn man unter starker Inkontinenz leidet wie sie. Sie hat wirklich mein vollstes Mitgefühl und ich hoffe sehr, dass ich im Alter nicht in ähnliche Situationen komme, denn wenn meine Situation so bleibt und ich nicht doch irgendwann einmal gutes Geld mit meinem Kram verdiene, dann werde auch ich auf die Grundsicherung angewiesen sein.

Aber noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben.

Dieses Buch hier könnte ja vielleicht schon mal

ein Schritt in die richtige Richtung sein.

In diesem Zusammenhang, ich habe noch gar nichts von dem Gespräch mit der Sozialtherapeutin erzählt. Natürlich habe ich sie wegen der beruflichen Reha gefragt. Sie meinte, diese wäre sehr unterschiedlich und auch sehr individuell. Es kann sich dabei einfach nur um einen ergonomischen Stuhl oder eine Gehilfe handeln, es kann aber auch eine komplette Umschulung sein. In meinem Fall, meinte sie, wäre eine betriebliche Weiterbildung interessant, bei der die Rentenversicherung dem ausbildenden Betrieb einen ordentlichen Zuschuss zahlt. Das fände ich tatsächlich auch sehr gut. Ich stelle mir vor, halbtags oder 3 Tage die Woche in eine Agentur zu gehen und dort lerning by doing in die notwendigen Programme eingearbeitet zu werden. Das würde mir schon sehr gefallen. Ich soll, so meinte Frau Wysotzki, diesen Vorschlag dem Berater von der Rentenversicherung durchaus vorschlagen, die wären froh, wenn sich die Leute auch schon mal eigene Gedanken machen würden, dies zeige schließlich, dass sie motiviert und interessiert sind.

Ich denke dann natürlich auch schon etwas weiter und sage mir, vielleicht ist die betreffende Agentur dann ja auch ganz glücklich mit mir und ich kann auch über die Weiterbildung hinaus für sie, und sei es nur als Honorarkraft, weiterarbeiten. Oder sie verschafft mir wichtige Kontakte zu anderen Agenturen. Jedenfalls lerne ich so neben dem Arbeitsfeld auch noch die entsprechenden Menschen kennen. Es hat michberuhigt, dass ich nicht unbedingt in einer beruflichen Reha-Institution landen muss, obwohl Ruta meinte, sie hätte schon mal in so einem Haus eine Umschulung gemacht und das wäre eine ganz tolle Zeit gewesen. Sie hat dort ihren Verlobten kennen gelernt, was natürlich auch erklärt, wieso sie es dort so schön fand. Aber auch darüber hinaus, sie meinte, eine klassische berufliche Reha-Maßnahme sei wirklich auch nicht schlecht. Doch nun Schluss damit, das Abendessen ruft. So, jetzt sitze ich wieder vor meinem Laptop und es scheint tatsächlich wieder einmal die Sonne herein. Marianne macht jetzt einen schönen Abendspaziergang zu dem Lokal, in dem wir ganz am Anfang der Kur einmal mit Eva gewesen waren. Ich hatte mir schon überlegt mit ihr mitzugehen, aber dann siegte die Gewohnheit. Ich warte lieber wie immer auf Wolfgangs Anruf und gehe danach meinen Kaffee trinken. Vielleicht wäre es aber wirklich nicht schlecht, wenn ich morgen, sollte das Wetter mitspielen, mal einen längeren Spaziergang mache. Irgendwie bin ich jetzt schon ewig nicht mehr hier heraus gekommen. Und ich sage mal, so richtig etwas Neues habe ich auch nicht mehr zu erzählen.

Natürlich könnte ich auf das Eine oder andere noch mal eingehen,

aber eigentlich habe ich so langsam alles Wissenswerte erzählt.

Ich denke, Sie haben sich mittlerweile ein gutes Bild von der schizophrenen Psychose machen können und sollten Sie selbst betroffen gewesen sein oder so einen Fall in ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis haben, dann wissen Sie jetzt auch, aus so einer Geschichte kann man auch wieder herauskommen. Viele denken ja, einmal verrückt, immer verrückt, doch das stimmt so nicht. Es sind in den etwas leichteren Fällen noch nicht einmal unbedingt Medikamente notwendig, zumindest wenn man Wolfgangs Geschichte bedenkt. Und irgendwie ist das ja auch logisch, denn diese Erkrankung des Geistes hat es immer schon gegeben und früher mussten die Betroffenen ja auch damit irgendwie klar kommen. Früher wurden solche Personen auch nicht unbedingt für krank erklärt. Sie waren halt von einem Geist oder Gott besessen, sie hatten vielleicht Visionen oder sie wurden gar zu Religionsstiftern. Die Menschen glaubten halt an Götter oder Geistwesen und es war für sie leicht vorstellbar, dass eben diese Götter oder Geister durch diese Menschen sprachen und wirkten. Der Erkrankte war nicht selten einfach durch sie beseelt.Ich kann mich ja eigentlich auch immer noch nicht richtig damit abfinden, dass all meine Erlebnisse reiner Irrsinn gewesen sein sollen. Eine kleine Ecke in meinem Gehirn sagt nämlich immer noch: „Wer weiß schon was es alles zwischen Himmel und Erde gibt? Vielleicht habe ich durch die Erfindung einer Göttin, diese ja tatsächlich zum Leben erweckt.“

Jetzt sagen Sie nicht:

„Die Frau ist also doch immer noch krank.“

Wirklich nicht, ich bin, meiner Meinung nach, wieder völlig in Ordnung, es ist letztendlich nur meine große Phantasie, die hier zum Tragen kommt. Und irgendwie möchte ich auch gerne, dass meine Geschichte wahr ist. Eine Welt in der Götter tatsächlich existieren, in der es die Wiedergeburt gibt und einen tieferen Sinn im Dasein des Menschen. Was ist an der Vorstellung: „Alles ist aus reinem Zufall entstanden und hat keinen Sinn.“ denn soviel besser?

Ist das nicht eigentlich ziemlich krank?

Macht das nicht krank? Eine Welt ohne Sinn?

Ich war jetzt meinen Kaffee trinken und habe noch etwas in der Abendsonne gesessen. Dabei habe ich an Wolfgang gedacht. Der saß während wir telefonierten auch noch draußen im Garten. Er hat heute unsere Rose beschnitten. Es ist eine Rankrose, die über einem torartigen Spalier gewachsen ist. Er sagt, ich hätte etwas verpasst, denn sie hätte wirklich ganz wunderbar geblüht.

Das ist ein sehr gutes Zeichen, denn für mich steht

diese Rose als ein Zeichen unserer Liebe.

Im Frühjahr hatte Wolfgang sie ziemlich radikal zurückgeschnitten und ich hatte mir schon etwas Sorgen um die Pflanze gemacht. Was, wenn sie sich davon nicht erholen würde? Er beruhigte mich damals und versprach, diese Rose würde noch uralt und auch wenn sie jetzt ziemlich verblüht sei, im Spätsommer würde sie bestimmt noch einmal ganz wunderbar aussehen. Psychose hin oder her, ich glaube wirklich, wenn wir den Dingen eine Bedeutung geben, dann kann man an der Entwicklung dieses Lebewesens oder des Gegenstandes auch die Entwicklung in der Beziehung zu jemanden erkennen. Ich habe zum Beispiel früher meine Kaffeebecher meinen Freunden gewidmet. Jeder Becher stand für einen bestimmten Freund oder eine Freundin. Und ich sage keinen Quatsch, ging einer der Becher kaputt, zum Beispiel weil ich ihn fallen ließ, dann war es auch bald mit der Freundschaft vorbei. Man muss die Dinge nur gut beobachten, dann kann man sehr viel erkennen. Das mit den Bechern mache ich trotzdem nicht mehr, es ist einfach zu gefährlich, denn so vieleFreunde habe ich leider auch nicht mehr. Wenn ich aus Unachtsamkeit auch noch die Letzten verliere, das wäre wirklich sehr bedauerlich.

Das mit den Kaffeebechern habe ich von meinem Großvater.

Ich weiß nicht ob es wirklich geschah oder auch wieder nur eine dieser merkwürdigen Geschichten ist. Er kam uns, zumindest meiner Meinung nach, einmal in Osterath besuchen. Ich war vielleicht 12 Jahre alt und hatte einige meiner Klassenkameraden bei mir zu Gast. Ich war damals noch auf der Realschule und die Klassensprecherin.

Ich kam besonders mit den Jungs sehr gut klar und

darum trafen wir uns öfter zum Spielen.

Jedenfalls kam plötzlich mein Großvater herein und ich stellte ihm meine Kameraden vor. Mein Großvater unterhielt sich etwas mit uns und dann, ich weiß nicht mehr genau wie er es gemacht hat, aber er verknüpfte jeden meiner Freunde mit einem Becher. Er hoffte damals, dass diese tollen Freunde mir vielleicht wirklich ein Leben lang erhalten bleiben würden. Doch leider verließ ich schon ein Jahr später diese Klasse um auf das Gymnasium zu gehen. Später kamen einige von ihnen nach, doch aus der tollen Beziehung, die wir auf der Realschule gehabt hatten, wurde leider nichts Dauerhaftes. Wenn ich jedoch den Einen oder Anderen mal treffe, dann freuen wir uns immer sehr. Es war einfach eine schöne Zeit damals gewesen. Wo die Becher jedoch geblieben sind weiß ich nicht. Ich weiß noch nicht mal, ob es sie überhaupt gegeben hat. Wahrscheinlich war noch nicht einmal mein Großvater da gewesen und wenn doch, dann gab es die Sache mit den Bechern vielleicht nicht. In meiner Erinnerung existiert die Geschichte jedoch.

So ist das halt mit diesen besonderen Erlebnissen. Sie mögen Erfindungen meines

Geistes sein, aber sie sind in mir so real, ich kann einfach

keinen Unterschied zur Realität erkennen.

So, jetzt ist es halb Zehn und ich werde für heute Schluss machen. Ich schaue mir noch etwas von Bodos Sachen an und dann werde ich hoffentlich gut schlafen. Ich sage mal, bis morgen.

22. Juli 2012

Jetzt ist es schon wieder 11 Uhr.

Ich hatte mich wie gestern nach dem Frühstück noch mal hingelegt und einem Potcast von Bodo gelauscht. Das philosophische Radio, sehr interessant und dennoch bin ich wieder einmal weggenickt.

Jetzt kann man schon ans Mittagessen denken.

Heute Morgen, bei der Frühstückszigarette, habe ich Eva angetroffen und ich habe ihr meine E-mail-Adresse gegeben. Sie hat versprochen sich bei mir zu melden, ich hoffe sie macht es auch, wenn sie wieder zu Hause ist. Sie ist zwar mit mir hier angekommen, aber sie bleibt noch zwei Wochen, denn sie hat eine Verlängerung bekommen. Ich hoffe sie findet aus ihren Stimmungsschwankungen wieder heraus und schafft es mit der Zeit auch, die Ursachen für ihre Angstpsychosen zu finden. Meiner Meinung nach ist dies ganz wichtig, wenn man Rückfälle vermeiden will. Ich bin fest davon überzeugt, das Unterbewusstsein spielt nicht ohne Grund verrückt. Vielleicht muss man an seinem alltäglichen Leben etwas ändern oder man muss sich Erlebnisse aus der Kindheit genauer anschauen und aufarbeiten. Jedenfalls reicht es ja ganz offensichtlich nicht, nur Tabletten einzunehmen. Denn laut Statistik bekommen 40% trotz Medikamente eine weitere Psychose. So wie ich es bisher gehört habe, interessieren sich die Psychiater und Therapeuten allerdings kaum für die Inhalte der Psychosen, im Gegenteil, sie machen ganz bewusst einen großen Bogen drum herum. Ich finde das nicht richtig. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr es mich erleichtert hätte, wenn sich jemand für meine Geschichte interessiert hätte.

Aber auch bei mir kümmerte es niemanden, warum ich so durchgedreht bin.

Dabei finde ich wirklich, ich hatte gute Gründe dafür.

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Frau Johannes meinte ja, jetzt mit dem Abstand, könne

man eine  Auseinandersetzung mit den Inhalten der Psychose

vielleicht wagen, wenn es jetzt überhaupt noch interessieren würde.

Nun, ich weiß nicht ob ich dies nach diesem Buch noch benötige. Ich werde mit meiner Frau Mitschuleit am Freitag darüber sprechen, dann habe ich einen Termin bei ihr. Sie ist sicherlich schon sehr neugierig wie es mir hier in der Burg-Klinik ergangen ist und was ich in dieser Zeit für mich erreicht habe. Ich denke, ich habe viel zu erzählen. Aber jetzt mache ich mich erst mal auf den Weg nach unten, ich melde mich später noch mal.

Soll ich mal eine erste Analyse wagen, warum ich psychotisch geworden bin?

Also, der Verdacht der Frau Doerfert war ja, dass ich die Schicksalsschläge in meiner Kindheit nicht verkraftet habe. Da wäre zum Einen die Scheidung unserer Eltern als wir gerade eingeschult worden waren. Wir hatten schon mitbekommen, dass bei uns die Teller flogen, wenn meine Mutter und mein Vater sich auseinander setzten. Wir wurden zwar vor das Haus geschickt, aber wir hörten es trotzdem. Kati und ich schauten uns ziemlich irritiert an und wir wussten nicht recht was dieser Ärger zu bedeuten hatte, aber nur kurze Zeit später verkündete unsere Mutter, dass wir ohne unseren Vater wegziehen würden.

Das bedeutete für uns zunächst einmal ein Schulwechsel und für mich war es sehr schlimm von meinem Vater getrennt zu sein. Ich liebte ihn nämlich über alles. Für mich war er der beste Papi auf der ganzen Welt. An die neue Wohnung habe ich nur wenig Erinnerung, aber an den Spielplatz, den es dort in der Nähe gab, denn dort lernte ich zu schaukeln. Unser Vater besuchte uns jeden Dienstag, denn dann hatte sein Gasthof Ruhetag. Oft kam er an diesem Tag mit einer riesigen Schüssel Vanilleeis. Aber unsere Eltern sollten dennoch nicht wieder zueinander finden. Was der Grund der Trennung war wussten wir nicht.

Dann, eines Tages fuhren wir mit

unserem Vater und unserer Mutter irgendwo hin.

Wir hatten keine Ahnung was auf uns zukommen sollte.

Erst als wir in einem riesigen Schlafsaal standen und unsere Eltern sich von uns verabschiedeten, da begriffen meine Schwester und ich, dass etwas Entscheidendes in unserem Leben geschah. Wir sollten nämlich da bleiben und zwar für eine ganze Woche. Und nach dem Wochenende, an dem man uns wieder abholen wollte, sollten wir wieder in dieses Haus zurückkehren. Wir mussten auch in eine andere Schule. Dies war nun schon die dritte Grundschule, die wir von Innen kennen lernten. Die Schule, in die wir jetzt gehen sollten, gehörte nicht zum Internat, denn eigentlich waren hier nur Mädchen von der 5. bis 10. Klasse untergebracht. Wir waren jedoch gerade erst in die zweite Klasse gekommen und gingen darum auf die Städt. Grundschule.

Im Internat hatten wir eine Nonne als Erzieherin, sie betreute ca. 40 Kinder.

Sie hieß Schwester Theobalda. Wir mochten sie gerne leiden und sie mochte uns wohl auch sehr. Man hatte bei uns aus irgendeinem Grund eine Ausnahme gemacht und damitwir nicht allein unter den schon älteren  Mädchen waren, nahmen sie weitere Grundschülerinnen bei sich auf. Es waren bis auf eine Ausnahme alles Schaustellerkinder. Ihre Eltern waren mit ihren Kirmesbuden immer unterwegs und für die Mädchen war das Internat sicherlich eine gute Lösung. Ein Mädchen war ebenfalls ein Scheidungskind. Wir bildeten eine kleine Clique und machten uns morgens gemeinsam auf den Weg in die externe Grundschule und mittags gingen wir auch gemeinsam wieder zurück ins Internat. Dort saßen wir dann mit den vielen anderen Mädchen in einem großen Speisesaal und nach dem Essen durften wir draußen etwas spielen.

Doch um halb Drei begann das Silencium und dass hieß nun 2 Stunden still sitzen und Hausaufgaben machen. Schwester Theobalda führet die Aufsicht und kontrollierte unsere Aufgaben. Ich war eigentlich eine gute Schülerin, doch mit meiner Rechtschreibung haperte es ziemlich. Ich musste sehr oft meine Sachen neu schreiben, denn einen Tintenkiller durfte ich nicht benutzen. Nach den Hausaufgaben ging es wieder nach draußen auf den Schulhof oder in den Klostergarten zum Spielen. Wir sammelten zum Beispiel Regenwürmer und begruben sie. Wir naschten von den Obststräuchern im Garten oder wir aßen rohen Rhabarber. Wir bauten uns Hütten unter den Sträuchern oder wir tobten im großen Sandkasten der Weitsprunganlage. Es gab auch Schaukeln und an denen probten wir Zirkusaufführungen.

Ich kann nicht sagen, dass wir dort im Internat unglücklich gewesen

wären, nein, es war auch eine sehr schöne Zeit.

Unsere Mutter zog zu dem Verursacher der Trennung unserer Eltern und an manchen Wochenenden waren wir ebenfalls dort. Aber lieber verbrachten wir die Wochenenden bei unserer Tante und bei unserem Großvater. Unseren Vater sahen wir nur in den Ferien, er hatte einfach keine Zeit für uns, sein Gasthof beanspruchte ihn zu sehr, denn der Laden lief nicht mehr besonders gut, seit unsere Mutter dort weggegangen war. Der Gasthof lag halt in einem kleinen Kaff und dort sah man Scheidungen nicht so gerne. Außerdem war der Trennungsgrund ein Vorstandsmitglied des örtlichen Fußballvereins und wenn der nicht mehr in den Lindenhof, so hieß der Gasthof unseres Vaters, einen Trinken ging, dann kamen auch die anderen nicht mehr zum Frühschoppen. Hochzeiten und ähnliche Feste wurden auch immer seltener dort gefeiert.

Es dauerte nicht lange, und unser Vater ging pleite.

Seine neue junge Frau kam mit der Arbeit und der Kundschaft einfach nichtzurecht. Sie wollte lieber ganz viele Kinder bekommen und sich ansonsten allerhöchstens noch um ihren Haushalt kümmern. Das konnte natürlich nicht gut gehen und so machte unser Vater sich mit einem anderen Geschäft selbstständig. Er wurde Subunternehmer einer großen Spedition. Jetzt fuhr er mit dem Lastwagen durch die Gegend und hatte tatsächlich auch mehr freie Zeit, um sich um seine neue, wachsende Familie zu kümmern. Für Kati und mich hatte er allerdings immer seltener Zeit. Ab und zu holte er uns ab und wir durften den Kinderwagen unserer neuen Halbschwester schieben. Aber irgendwann blieben auch solche Begegnungen aus. Wir sahen ihn jetzt eigentlich nur noch zu Weihnachten und Ostern bei unserem Großvater und an unserem Geburtstag kam er vorbei. Außerdem verbrachten wir 3 Wochen in den Sommerferien bei ihm.
Wir blieben knapp 2 Jahre im Internat, danach zogen wir wieder zu unserer Mutter. Die Schule brauchten wir zum Glück nicht zu wechseln, denn sie zog in die selbe Stadt. Den Mann mit der großen Reinigung hatte sie verlassen und nun wollte sie sich endlich wieder vernünftig um uns kümmern. Ich kam damit jedoch nicht besonders gut klar. Ich vermisste einfach meinen Vater und ich wollte viel lieber bei ihm leben, doch, ich erzählte es schon, mein Vater wollte mich nicht zu sich nehmen. Kann es sein, dass dieses Leben mich überfordert hat? Ich selbst sagte mir damals zwar:

„Monica, Du wirst das alles aushalten, egal was noch kommt.“

Aber vielleicht war es doch etwas zuviel für mich und mein Unterbewusstsein legte den Grundstein für eine Parallelgeschichte. Eine Geschichte, in der ich die Hauptrolle zugedacht bekam. Ein Versprechen auf die Zukunft. Oder ist meine verrückte Geschichte genetisch bedingt? Hätte mich die Sache mit dem Spiel so oder so erreicht? In meiner Familie ist eigentlich wenig bekannt darüber, ob auch schon früher mal so etwas aufgetreten ist. Gut, mit Ausnahme des Großonkels meiner Mutter. Dieser Onkel war Rudolf Heß und der soll ja damals in England ebenfalls ziemlich verrückt gewesen sein. Allerdings behauptete er später, dies alles nur simuliert zu haben. Ich denke, man weiß es heute nicht richtig. Hatte er Wahnvorstellungen und litt er unter Verfolgungswahn oder ähnlichem?

War sein Verhalten im Spandauer Gefängnis noch normal?

Ich glaube ja eigentlich nicht, dass er sich nur verrückt gestellt hat, es wäre also durchaus möglich, dass ich mit diesem Mann etwas teile.Wir kamen nach der Grundschule zunächst erst mal auf eine Hauptschule. Unsere Noten waren zwar eigentlich viel zu gut dafür, aber die Hauptschule in dieser Stadt hatte einen guten Ruf und unsere Mutter traute sich irgendwie nicht zu, uns helfen zu können, wenn wir auf eine höhere Schule gehen würden. Sie selbst hatte nur die Volksschule besucht und deswegen einige Komplexe.

Dann aber lernte sie Egon über eine Annonce kennen und der machte schnell Nägel mit Köpfen und drei Monate später waren sie verheiratet. Wir zogen wieder um, diesmal nach Osterath. Das hieß natürlich auch ein erneuter Schulwechsel. Auf der Hauptschule in Osterath kamen meine Schwester und ich allerdings gar nicht gut zurecht, wir heulten unserer Mutter die Ohren voll und da auch die Lehrer meinten, wir seien dort vielleicht auch etwas unterfordert, wechselten wir drei Monate später wieder die Schule. Wir wiederholten nun die 5. Klasse auf der Realschule.

Dort gefiel es mir sehr gut. Meine Schwester bekam allerdings große Probleme.

Man hatte uns nämlich voneinander getrennt. Sie saß zum Beginn der ersten Stunde noch neben mir, dann kam der Rektor hinein und erklärte, einer von uns müsse nun in die Parallelklasse gehen. Meine Schwester fand sich bereit und so waren wir das erste Mal so richtig voneinander getrennt. Für mich war das kein Problem, aber meine Schwester litt ziemlich darunter. Jetzt wurde sie plötzlich gehänselt und hatte keine Schwester mehr an ihrer Seite, die sie beschützte. Ich weiß wirklich nicht was sich die Lehrer und meine Mutter bei dieser Trennung gedacht haben. Ich finde so etwas ziemlich problematisch, vor allen Dingen, weil es auch so unvorbereitet kam.

Doch viel schlimmer als diese Trennung war das Leben mit Egon.

Er kam mit uns ja überhaupt nicht zurecht und wir mit ihm auch nicht. Unsere Mutter hatte deshalb viele, lautstarke Auseinandersetzungen mit ihm und wir hofften immer, dass sie iesen Blödmann verlassen würde. Aber das tat sie leider nicht. Sie wollte für uns da sein können und nicht gezwungen sein, arbeiten gehen zu müssen. Außerdem bewunderte sie Egon für seine breite Bildung. Er war von Beruf Ingenieur und in seiner Freizeit trieb er viel Sport. Er hatte mal Eishockey gespielt und nun baute er sich Boote und ging regelmäßig segeln. Er fuhr nach der Arbeit noch 50 km mit dem Fahrrad oder er ging einfach laufen. Außerdem hörte er viel Jazzmusik und las vernünftige Bücher. Man könnte also meinen, der Mann wäre tatsächlich gar nicht soschlecht gewesen, aber Kati und ich, wir lehnten ihn schon nach kurzer Zeit total ab. Er hatte in unseren Augen einfach eine unmögliche Art. Mir verbot er zum Beispiel den Umgang mit meiner besten Freundin Brigitte. Sie war die Klassensprecherin der Klasse meiner Schwester und sie wohnte direkt gegenüber von uns. Ich liebte sie sehr und ich wollte natürlich so viel Zeit wie möglich mit ihr verbringen, zumal ihre Eltern auch sehr nette Leute waren. Aber ich musste immer höllisch aufpassen, dass Egon mich nicht dabei erwischte. Für ihn, aber auch für meine Mutter, war Brigitte aus irgendeinem Grund nicht der richtige Umgang. Ganz besonders schlimm wurde es, als man uns beim küssen gesehen hatte. Eine Nachbarin erzählte davon meiner Mutter und Egon und der lief sofort zu unserer Hausärztin und fragte die, was man dagegen tun konnte. Von nun an verfolgte er mich auf der Straße um zu verhindern, dass ich bei Brigitte klingelt.

Für mich war das sehr schlimm, denn Brigitte und ich waren

ein gutes Team. Wir liebten uns wirklich sehr.

Meine Mutter gewöhnte sich mit der Zeit an diese Freundschaft und irgendwann durfte ich sogar bei Brigitte übernachten. In dieser Zeit litt ich häufig unter undefinierbaren Magenschmerzen, ich ging deswegen auch zur Ärztin, doch die konnte nicht recht etwas finden. Brigitte legte dann immer ihre Hand auf meinen Bauch und tröstete mich. Ich fühlte mich in ihrer Familie sehr wohl und freundlich aufgenommen. Eine schöne Zeit. Ich ging seit der 8. Klasse allerdings auf das Gymnasium und so sahen wir uns nur nachmittags.

Wir feierten die ersten gemeinsamen Partys bei ihr

und wir hatten ungefähr den gleichen

Freundeskreis.

Ich brachte einige vom Gymnasium mit und sie von der Realschule. Dabei lernten sich auch Brigitte und Annette kennen und viel später auch lieben. Jetzt sind sie wie ich schon sagte miteinander verheiratet. Ich hätte mir durchaus auch ein Leben mit Brigitte vorstellen können, doch ich war nicht wirklich lesbisch. Bei mir bezogen sich solche Gefühle nur auf sie. Ansonsten war ich doch mehr an Jungen interessiert. Das brachte uns dann am Ende auch etwas auseinander, denn ich erlebte mit 16 Jahren meinen ersten richtigen Karnevals-Flirt und Brigitte nahm mir dies doch ziemlich übel. Danach verliebte sie sich in „unseren“ Michael und sie war auch 3 oder 4 Jahre mit ihm zusammen. In dieser Zeit sahen wir uns nicht mehr so oft und bald hatte auch ich meinen ersten,festeren Freund. Den Christoph. Er war schon in der 13. Klasse und ein ehr intelektueller Typ. Er spielte Tennis und ging ins Theater, er hörte lateinamerikanische Musik und las gute Bücher. Wir waren einige Zeit zusammen, doch mit ihm schlafen wollte ich nicht. Ich wollte dieses berühmte erste Mal mit jemanden erleben, für den es ebenfalls das erste Mal war. Doch Christoph hatte vor mir schon eine erste, große Liebe gehabt.

Dann geschah das unmögliche Erlebnis mit meinem Vater, ich war gerade 17 Jahre alt geworden und ich muss sagen, ich wusste schon damals, dass ich dieses Erlebnis nur sehr schwer verkraften würde. Ich wusste nur nicht wie sich der Schaden bei mir einmal auswirken würde. Und zu dieser Zeit begannen die merkwürdigen Besuche der Menschen aus der Zukunft. In den Jahren davor liegen die Erinnerungen an die vermeintlichen Hypnosesitzungen. Doch hatte ich keine direkte Erinnerung daran und auch die Sache mit den Außerirdischen vergaß ich eigentlich sofort wieder. So beeinflussten mich diese Geschichten auch nicht besonders. Ich nahm sie einfach hin und dann waren sie sowieso vergessen. Wenn man dies als schizophren bezeichnen will, dann kann ich nur sagen, meine Erkrankung ist nicht mit einer typischen Schizophrenie zu vergleichen. Dort hören die Betroffenen immer wieder Stimmen, sie sehen vielleicht auch Gestalten, die sich mit ihnen unterhalten wollen, was auch immer, jedenfalls bekommen sie diese Dinge voll mit und vergessen sie auch nicht. Dadurch werden sie in ihrem normalen Leben natürlich ganz schön beeinträchtigt, bei mir jedoch war es nicht so.

Ich lebte völlig normal weiter und machte mir um

diese merkwürdigen Dinge keine großen

Gedanken.

Ich hatte genug tatsächliche Probleme.

Meine Leistungen in der Schule ließen immer mehr zu wünschen übrig und nach der 10. Klasse musste ich eine Nachprüfung machen. Das wollte ich aber auf keinen Fall, denn ich konnte mir den Sommer, der mich damit zu Hause erwartete, schon gut vorstellen. Ich sprach daher mit meinem Klassenlehrer und am Ende des Gespräches gab er mir auch in seinem Fach Mathematik ein Fünf.

Damit hatte ich nun 3 Fünfen und musste die Klasse wiederholen.

Ich wollte das so, ich hoffte nach diesem Wiederholungsjahr wieder erheblich bessere Noten zu haben.Doch das Erlebnis mit meinem Vater machte einen Strich durch diese Rechnung, denn jetzt war ich erst so richtig durch den Wind. Ich schwänzte den Unterricht und irgendwann hatte ich 150 Fehlstunden angehäuft. Meine Noten waren jedoch trotzdem gar nicht so schlecht, deshalb machte ich mir auch kaum Sorgen, das Schuljahr nicht zu schaffen. Als ich mich jedoch zwei Wochen vor den Sommerferien endlich mal wieder in der Schule blicken ließ, da wurde ich zum Rektor gerufen. Ich wusste nicht was dieser von mir wollen konnte, aber ich wunderte mich über einige Äußerungen von Lehrern, die an mir vorbei kamen, während ich auf mein Gespräch wartete. Sie trösteten mich und klopften mir auf die Schulter, sagten aber nichts Genaueres.

Als ich dann endlich vor dem Rektor saß,

da fragte mich dieser, was denn nur mit mir los sei.

Er wollte eine Erklärung für meine vielen, unentschuldigten Stunden und ich überlegte nur kurz. Ich erzählte ihm von meinem Erlebnis mit meinem Vater und meinte zu ihm, ich käme seit dem gar nicht mehr mit mir klar. Ich wollte am liebsten mit dem Kopf immer nur unter der Bettdecke bleiben. Der Rektor bekam total rote Ohren und er zeigte sehr großes Verständnis für mich. Er versprach sich für meine Versetzung trotz der vielen Fehlstunden einzusetzen, aber ich müsse danach die Schule verlassen. Das war sowieso in meinem Sinne, denn ich hatte mich schon an einer Kollegschule in Düsseldorf angemeldet.

Trotz des Einsatzes dieses Rektors sollte es noch ein großes Problem wegen der Versetzung geben, so erzählte es mir jedenfalls mein Klassenlehrer. Denn, als meine Fehlstunden bei der Konferenz offenbar wurden, da senkten fast alle Lehrer die Noten ab. Damit hatte ich aber zu viele Fünfen und es war wohl gar nicht einfach mindestens einen der Lehrer dazu zu bringen, mir doch noch eine Vier zu geben. gerade meine Deutschlehrerin machte wohl große Schwierigkeiten. Mein Klassenlehrer meinte, er hätte ganze 8 Stunden gebraucht um die Frau umzustimmen. Aber es ging dann doch so gerade eben noch mal gut. Meine Beziehung zu Christian ging in dieser Zeit zu Ende, doch wie ich schon erzählt habe überwand ich diese Frustration zunächst einmal auf wundersame Weise ebenfalls ganz gut.
Ich war im Frühling ja schon in eine Wohngemeinschaft nach Düsseldorf gezogen und von dort war es mit der Straßenbahn nicht so weit zu meiner neuen Schule. Dortstieg ich voller Fleiß und Elan neu ein  und innerhalb kürzester Zeit hatte ich beste Noten in allen Fächern. Mir machte Schule wieder richtig Spaß. Ich wollte dort neben dem Vollabitur auch noch eine Ausbildung zur Erzieherin machen. In dieser Zeit traf ich mich auch wieder regelmäßig mit Brigitte und eine Zeit lang experimentierten wir mit einer Art Dreierbeziehung. Denn Michael fand mich auch sehr anziehend. Das ging ein paar Monate ganz gut, doch dann konnte Brigitte ihre Eifersuchtsgefühle nicht mehr beherrschen und es kam zum Bruch.

Jetzt war ich nur noch mit Michael zusammen.

Aber auch das ging nicht gut, irgendwann ging er zu Brigitte zurück. Und das war dann doch etwas zuviel für mich. Ich hatte meinen Vater wegen dieses unmöglichen Übergriffs verloren, dann den Christian, meine erste wirklich große Liebe, dann Brigitte, meine allerbeste Freundin und jetzt auch noch Michael. Ich fühlte mich wirklich total verlassen und das Leben machte mir gar keinen Spaß mehr. Ich hatte auch meine Klasse auf der Kollegschule gewechselt, jetzt war ich bei den Künstlern. Doch schnell merkte ich, das war ein Fehler gewesen, ich kam mit dem Stoff, insbesondere in Englisch, nicht wirklich zurecht.

Da stieg meine Unzufriedenheit ins Unermessliche

und ich fragte mich irgendwann bei einer Schulkameradin auf

der Toilette sitzend: „Wer zwingt Dich eigentlich das alles auszuhalten?“

Und da erkannte ich, dass es niemand war. Ich war 19 und ich konnte schließlich tun und lassen was ich wollte. So reifte in mir der Entschluss die Schule zu verlassen, meine paar Habseligkeiten zu verkaufen, einen Rucksack zu packen und einfach irgendwo hin zu trampen. Ich wollte für niemanden mehr erreichbar sein, denn es war für mich einfach unerträglich, das sich niemand bei mir meldete. Weder Brigitte, noch Michael, Christian schon mal gar nicht und an meinen Vater war auch nicht zu denken. Ich dachte, sollen sie es doch versuchen, ich werde nicht mehr da sein. Und so kam es, dass ich an einem Septembertag in Solingen an der Raststätte stand und meinen Daumen heraus hielt. Ich wollte zunächst mal nach München. Ich hatte im Sommer dort nette Leute kennen gelernt und es wohnte auch eine Freundin einer Freundin dort. Ich wollte meinem Leben eine völlig neue Wendung geben.

Ich wollte am liebsten alles bisherige vergessen und dem Schicksal die

Chance geben mir ein anderes Leben zu bescheren.

Meine Mutter machte sich natürlich die allergrößten Sorgen um mich. Später einmal sagte sie zu mir, sie wäre in dieser Zeit um 10 Jahre gealtert. Denn sie hatte damals gerade den Film „Vogelfrei“ gesehen. Dort ging es auch um ein junges Mädchen, die durch die Weltgeschichte trampte und irgendwann tot im Straßengraben lag. So etwas befürchtete meine Mutter jetzt auch für mich. Aber mich ließen solche Sorgen völlig kalt, ich meldete mich auch nicht bei ihr, sondern ganz im Gegenteil, ich wollte für alle verschwunden sein. Ich hatte ungefähr 600 DM, doch die waren nach ein paar Wochen natürlich völlig zusammengeschrumpft und ich musste etwas tun, denn den Leuten, bei denen ich untergekommen war, wollte und konnte ich nicht auf der Tasche liegen. Also stieg ich in die S-Bahn und fuhr damit zu meiner Patentante, die mittlerweile mit meinem Onkel etwas außerhalb von München lebte. Meine Tante schlug die Hände über dem Kopf zusammen, endlich ein Lebenszeichen von mir und natürlich rief sie direkt meine Mutter an um sie zu beruhigen. Meine Tante kümmerte sich um meine Wäsche, meine Krankenversicherung und schickte mich zum Friseur, denn ich hatte mir von einer Freundin etwas kurios die Haare schneiden lassen. Auf dem Kopf kurz und hinten hing ein langer geflochtener Zopf. Sie machte mir ein Bett auf dem Speicher und natürlich durfte ich bleiben solange ich wollte. Sie war sogar bereit sich um eine Schule für mich zu kümmern, doch das lehnte ich strickt ab.

Ich hatte von all dem einfach die Nase gestrichen voll.

Und so verbrachte ich die Zeit mit Zeitung lesen und rumgammeln.

Meine Tante und mein Onkel waren sehr verständnisvoll mit mir aber mich zog es nach ein, zwei Wochen wieder weg und so fuhr ich wieder mit der S-Bahn an das andere Ende der Stadt zu Sabine, der Freundin einer Freundin. Sie hatte gerade ihr zweites Kind bekommen und konnte Unterstützung gut gebrauchen, denn der Vater der Kinder ließ sich nur ab und zu blicken. Wir freundeten uns schnell an und bald schon pendelte ich von meiner Tante zur Sabine und wieder zurück. Von meiner Patentante bekam ich regelmäßig etwas Taschengeld und so kam ich irgendwie über die Runden. Doch Sabine und ich wollten gerne einen VW-Bus haben um damit durch die Weltgeschichte zu fahren, wir dachten zum Beispiel an ein buddhistisches Dorf in Italien, und so machte ich mich auf die Suche nach einem Job.

Ich fand auch einen in der Schallplattenabteilung bei Herti.

Allerdings war dies nichts Längerfristiges, ich sollte nur in der Vorweihnachtszeit etwas aushelfen. Danachversuchte ich es auch an anderen Stellen, doch als Preußin in Bayern war das gar nicht so einfach. Es dauerte einige Zeit, dann bekam ich einen Job als Servierein in einem edlen Restaurant und anschließend einen in einer Gärtnerei im Dorf meiner Tante. Die Arbeit war zwar sehr anstrengend, aber ich dachte, ein Leben mit Gemüse und Obst, das könnte mir schon gefallen. Ich las das Buch „Utopia“, darin wurde das Leben und die Arbeit auf einem autarken Bauernhof beschrieben und ich war davon begeistert. Jetzt wollte ich ein Praktikum auf so einem solchen Hof machen und ich schrieb mehrere Höfe an. Von einem bekam ich eine Einladung und so machte ich mich auf den Weg in den Norden. Der Hof lag irgendwo zwischen Osnabrück und Bremen. Vorher fuhr ich jedoch in Osterath vorbei und wie es das Schicksal wollte, ich lief Michael über den Weg. Der war mit Brigitte nicht mehr zusammen und so landeten wir zusammen im Bett. Michael hatte seine Lehre als Automechaniker beendet und besaß nun viel freie Zeit. Er beschloss mit mir zusammen zu diesem Hof zu fahren.

Wir trampten natürlich, das war cooler und billiger.

Auf dem Hof angekommen trafen wir erst mal niemanden an und so gingen wir in eine Dorfkneipe um zu warten. Dort sprach man uns irgendwann an und fragte, was wir denn in diesem winzigen Ort wollten und so erzählte ich von dem Biohof. Da schauten die Leute uns ganz merkwürdig an und machten einige abfällige Bemerkungen. Wir ließen uns davon nicht beeinflussen und gingen wieder dort hin. Diesmal war auch jemand da und wir wurden freundlich aufgenommen. Man zeigte uns den ganzen, wirklich sehr gut geführten Hof und irgendwann saßen wir zusammen in der Küche. Da erzählten wir von unserem Kneipenbesuch. Das kam allerdings gar nicht gut bei dem Hofbesitzer an. Er war Biologe und nahm seine Sache sehr ernst. Und es stellte sich heraus, zu den Dorfbewohnern hatte er keinen Kontakt. Er war ein absoluter Außenseiter und sprach schon lange mit niemandem mehr aus dem Dorf. Jetzt verstanden wir die Gesichter und Bemerkungen der Leute in der Kneipe und mir wurde der Hofbesitzer ziemlich unsympathisch. Darauf hatte ich nämlich keine Lust. Ich wollte, wenn ich dort leben und arbeiten würde, nicht als Aussätzige behandelt werden. Doch das war eine Bedingung von diesem Mann, kein Kontakt zum Dorf. Damit war für mich die Sache erledigt, daran konnte auch die Flasche Sekt nichts mehr ändern, die er gegen Abend aufmachte. Wir übernachtetennoch bei diesen Leuten, aber am nächsten Tag standen wir schon wieder an der Straße und trampten an die Ostsee.

Dort schliefen wir unter freiem Himmel und ließen es uns gut gehen und als wir ein paar Tage später wieder in Osterath waren, da zog ich zu Michael ins Gartenhäuschen seiner Eltern. Jetzt wollte ich sowieso kein Leben mehr auf irgendeinem Biohof, jetzt wollte ich mit Michael zusammen sein und außerdem meldete ich mich auf einer Privatabendschule an um mein Abitur nach zu machen. Ich weiß nicht mehr, wer dafür bezahlte, meine Mutter, meine Tante, vielleicht ich selbst, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall hatte meine Herumtramperei ein Ende und ich hatte ein Ziel. Ich wollte nach dem Abitur studieren. Ich wollte wieder etwas lernen. Ich wollte eine feste Beziehung und Sicherheit. Und das alles bekam ich mit Michael. Auch er ließ sich von meinen Zielen anstecken und so besuchte er bald ebenfalls eine Abendschule, auf der lernte er für das Fachabitur. Unsere Eltern, Tanten und Onkel waren alle sehr zufrieden mit dieser Entwicklung und so konnte man erst mal sagen:

Ende gut, alles gut.

Michael und ich zogen irgendwann in unsere erste, gemeinsame Wohnung. Sie war in einem ehemaligen Bürgermeisterhaus und hatte wunderschöne, große, alte Fenster und hohe Decken. Wir bauten uns in das Schlafzimmer ein riesiges Hochbett und ansonsten bekamen wir einige Möbel von meinen Eltern und meiner Tante. Die Küche bauten wir uns selbst. Es war eine tolle Wohnung, unter uns wohnte Michaels älterer Bruder Christoph mit seiner Freundin, die hieß ebenfalls Monika. Über uns zogen noch zwei Freunde von Michael ein und so waren wir ein verrückter, bunter Haufen. Zu dem Haus gehörte auch ein Garten und ein gemauerter, größerer Schuppen. Michael hatte einen alten Renault-Kasten fertig gemacht und so verdiente er unser Geld mit Courierfahrten in Düsseldorf. Ich wollte natürlich auch zu unserem Lebensunterhalt beitragen und so machte ich den Führerschein und schon einen Tag, nachdem ich die Prüfung bestanden hatte, fuhr ich ebenfalls Schneiderwagen. So hieß der Unternehmer, bei dem wir als Subs fuhren. Michael und ich wechselten uns mit dem Fahren ab, so dass uns noch genug Zeit zum Lernen für die Schule blieb.

Ich ging mittlerweile auf das städtische Abendgymnasium, denn meine Privatschule hatte pleite gemacht.Es kamen die Sommerferien und wir wollten unbedingt zusammen nach Portugal in Urlaub fahren, wir wollten uns aber auch eine alte Jolle zum Segeln kaufen, doch für alles reichten unsere Mittel natürlich nicht so ohne weiteres und so entschieden wir, keine Miete mehr zu zahlen. Das war sicherlich ziemlich unmöglich von uns, und die Kündigung kam dann natürlich auch. Ein Onkel von Michael, er war Anwalt, sorgte nach unserem Urlaub dafür, dass die Probleme beseitigt wurden und wir zogen wieder in das Gartenhäuschen der Eltern von Michael. Ja, und dort zeugten wir dann unseren Sohn, an einem Donnerstag morgen. Ich hatte am Abend zuvor ausnahmsweise mal einen Eisprung gespürt und es extra darauf angelegt. Nachdem wir miteinander geschlafen hatten, verkündete ich dem etwas überrumpelten Michael, dass er jetzt womöglich gerade ein Kind gezeugt hätte. Wir hatten natürlich vorher schon sehr oft darüber geredet und nach einigem Hin und Her war er damit einverstanden, es darauf ankommen zu lassen.

Und so kam es, dass wir an diesem Tag eine kleine Familie wurden.

Natürlich dauerte es jetzt noch 9 Monate, aber die gingen schnell vorbei. Wir zogen für ein paar Monate in eine WG auf einem Reiterhof, doch dann fanden wir endlich eine schöne, kleine Wohnung mit einem großen Garten, zogen dort ein und warteten auf unser Kind. Abends ging ich natürlich weiter zur Schule und Michael bereitete sich auf seine Prüfungen vor. Dann kamen die Sommerferien und dies hielt dann auch unser kleiner Sohn für einen guten Zeitpunkt und er kam schnell und ohne Probleme zu uns. Natürlich fand ich die Geburt einfach total schrecklich und ungeheuer schmerzhaft, aber später, als ich von den Geburtserlebnissen anderer Frauen hörte, da wusste ich, ich hatte eigentlich eine traumhaft leichte Geburt erlebt. Jetzt hatten sich wirklich alle meine Wünsche erfüllt. Damals, als ich mit Michael endgültig zusammen kam, da hatte ich drei große Wünsche gehabt. Ich wollte einen Hund, ein Kind und mein Abitur. Den Hund, er war ein riesiger Mischling und hieß Biku, hatten wir nun schon seit 11/2 Jahren, das Kind war auch schon da, jetzt fehlte nur noch das Abitur, doch da meine Leistungen ganz gut waren, sollte dem im kommenden Jahr nichts mehr im Wege stehen.

Und ich dachte: „Der liebe Gott meint es wirklich gut mit mir, er hat mir alle

meine Wünsche erfüllt. Mein Leben ist genauso, wie ich es haben will.“

So, ich komme gerade von meinem Gute-Nacht-Kaffee. Ich habe ihn mit Ruta bei einer Zigarette genossen. Sie hat mir das Geld zurück gegeben und auch ihre Adresse habe ich jetzt. Ich habe übrigens noch einen interessierten Leser für mein Buch gefunden. Vorhin saß ich mit Heiko auf der Bank und er fragte, ob ich immer noch daran schreiben würde. Ich bejahte dies und da meinte er, er würde es auch gerne einmal lesen. Er gab mir seine Visitenkarte und so habe ich jetzt schon 4 Leser für meine Manuskript. Wenn es Heiko gut findet, dann ist es sicherlich wirklich nicht schlecht, denn er liest eigentlich gar nicht gerne. Schauen wir mal, was sie alle am Ende dazu sagen. Ich bin überhaupt auch sehr gespannt, was ich selber dazu sagen werde, wenn ich es zu Hause alles in Ruhe noch mal durchgehe. Hoffentlich finde ich es dann auch immer noch gut. Jetzt jedenfalls mache ich erst mal wieder Schluss für heute, Gute Nacht und bis morgen.23. Juli 2012 Mein Schweinehund hat heute nicht gesiegt, ich war bei herrlichstem Wetter beim Frühsport mit Frau Krause. In einer Stunde beginnt die Basisgruppe und dann um Viertel vor Zwölf habe ich die Tanztherapie Einzel. Ich bin ja wirklich mal gespannt was Frau Albrecht dann mit mir macht.

Ich habe gestern am Telefon zu Wolfgang gesagt, dass ich vielleicht wirklich mal wieder tanzen gehen möchte, doch davon war er gar nicht begeistert. Ein gedehntes „Schauen wir mal“, war die Antwort. Da habe ich ihm gesagt, ich könne auch Mansur fragen, der würde bestimmt gerne mit mir ausgehen und tanzen. Seine Begeisterung hielt sich auch dabei in ziemlichen Grenzen. Aber was kann er schon dagegen haben, wenn er nun mal nicht will? Ich jedenfalls muss mich unbedingt wieder mehr bewegen und tanzen ist eine sehr schöne Art dies zu tun. Es wird zwar noch etwas dauern bis ich zu einer Dancing Queen werde, aber ich werde daran arbeiten. Früher habe ich wirklich sehr gerne getanzt, ich konnte so mein wunderbares Lebensgefühl zum Ausdruck bringen. Das möchte ich wieder tun, denn mein Lebensgefühl ist gut. Noch mache ich vielleicht keine großen Freudensprünge, aber kleine Hopser bekomme ich bestimmt schon wieder hin. Lange Zeit nach meinem Krankenhausaufenthalt war daran wirklich nicht zu denken und ich freue mich einfach, dass die Welt für mich endlich wieder etwas rosiger aussieht.

Gleich habe ich aber zunächst mal meine letzte Basisgruppe.

Ich werde darüber berichten, jetzt gehe ich erst

mal eine Rauchen.

Nun sitze ich mit meinem Automatenkaffee wieder am Schreibtisch und ich habe gerade meine letzte Basisgruppe erlebt. Wie immer wurde erst mal nach dem Befinden gefragt und wie man das Wochenende verbracht hat. Als ich an der Reihe war, konnte ich eigentlich nur meine gute Stimmung vermelden, und dass ich mich auf zu Hause freue. Außerdem gab ich die Hoffung kund, dass ich einiges Positives aus der Kur mit nach Hause nehmen werde und dass ich hoffe, diese Dinge auch in meinem alltäglichen Leben integrieren zu können. Frau Johannes nickte erfreut und meinte, Genaueres werden wir noch nachher im Einzelgespräch besprechen.
Nach dieser Fragerunde ging es wieder um die Liste mit den stressverstärkenden Gedanken. Ich habe diesen Test ja schon gemacht und meine 9 Punkte sind einguter Wert, meinte Frau Johannes. Ich empfinde auch wirklich keinen Stress und wenn es nach den Therapeuten hier geht, dann soll ich dies auch möglichst aufrechterhalten.

Denn Stress ist einer der wichtigsten Auslöser für eine erneute Psychose.

Jetzt warte ich auf meine Tanztherapie und danach ist schon wieder das Mittagessen dran. Um halb Zwei erfolgt dann das Abschlussgespräch. Viel Zeit werden wir dafür nicht haben, denn Frau Johannes hat für diese Woche angekündigt, dass die Einzelgespräche nur maximal eine halbe Stunde dauern können. Nun, ich denke, so groß ist mein Gesprächsbedarf ja auch nicht mehr. Ich habe mich hier wohl gefühlt, ich war aktiv bei den Therapien dabei, ich habe viele nette Menschen kennen gelernt, und interessante Gespräche gehabt. Außerdem habe ich noch ein dickes Buch geschrieben, was will ich also noch mehr? Ich sage mal, diese Kur war und ist ein tolles, aber auch sehr wichtiges Erlebnis für mich gewesen.

Ich komme gerade vom Mittagessen, zuvor war ich bei der Tanztherapie.

Ich hatte ja gedacht diese Einzeltherapie sei als Besonderheit zum Abschluss gedacht, doch Frau Albrecht erklärte mir und einer weiteren anwesenden Patientin, dass diese Einzeltherapie in Zukunft immer für Psychosepatienten gedacht sei. Die Klinik möchte gerade dieser Patientengruppe dadurch eine größere Aufmerksamkeit zu kommen lassen. Dafür dauert die Therapie auch nur 20-25 Minuten. Sie lief eigentlich genauso ab wie in der größeren Gruppe, nur hatten wir jetzt natürlich viel mehr Platz zum Tanzen. Wir sollten den Raum für uns erkunden und mit unseren Bewegungen ausfüllen.

Nach jedem Tanz, es waren insgesamt Drei, sollten wir kurz innehalten und dem Erlebten nachspüren, wie Frau Albrecht es nennt. Zum Schuss setzten wir uns kurz zusammen und erklärten, was wir beim Tanz empfunden und gedacht hatten. Ich erzählte ihr, dass ich vor allen Dingen überlegt habe, ob ich wohl wirklich schon in der Lage wäre in einer Disco zu tanzen und dabei es auch schaffen würde mein neues, gutes Lebensgefühl zum Ausdruck zu bringen. Ich erzählte, dass ich meinen Freund aufgefordert habe, mit mir in den nächsten Wochen vielleicht tatsächlich mal zum Tanzen auszugehen, doch habe dieser keine rechte Lust daran. Aber ich sagte auch, ich hätte noch einen anderen Freund, der mich bestimmt gerne mal dazu ausführt. Sie freute sich an meiner Lust und ermunterte mich dies wirklichmal in Angriff zu nehmen. So denke ich, hat diese Therapie an diesem Tag einen guten Abschluss gefunden.

Jetzt habe ich noch eine halbe Stunde bis zum Einzelgespräch und ich denke, ich lege mich ein paar Minuten einfach mal etwas hin. Bis später. So, ich komme jetzt von meinem Abschlussgespräch und statt danach gleich zur Wassergymnastik zu gehen, habe ich mir einen Cafe aus der Cafeteria gegönnt und mich damit in die herrliche Sonne gesetzt. Das Wetter ist wirklich traumhaft und der Gedanke mich jetzt nass zu machen und duschen zu müssen hatte mich ehrlich abgeschreckt. Ich werde mich vielleicht gleich noch etwas hinlegen, bevor ich zur Verabschiedung gehe.

Bei dem Gespräch mit Frau Johannis sind wir kurz die Fragebögen

durchgegangen, aber bei mir war, wie sie schnell merkte,

alles so gut wie im grünen Bereich.

Also gab es eigentlich nur wenig Gesprächsbedarf. Alles ist gut, alles ist Bestens. Ich werde diese Klinik hier auch durchaus weiterempfehlen, was ich an dieser Stelle schon mal tue. Die Klinikleitung interessiert sich gerade für die Beurteilung des Hauses ganz besonders. Klar, ein guter Ruf bringt viele Patienten. Frau Johannes meinte, sie würden sich auch sehr freuen, wenn ich zu Hause meiner Therapeutin von dem Haus berichte, denn oft kennen die Psychiater vor Ort gar nicht das jeweilige Angebot der Häuser. Deshalb meinte sie auch, mein Buch könne tatsächlich auf größeres Interesse auch bei Fachleuten stoßen, so ein detaillierter Einblick in den Alltag eines Rehabilitationsklinikums ist schon auch etwas Besonderes. Aber es soll und kann auch Betroffenen Mut machen. Gerade wenn man mit den Folgen einer Psychose noch zu kämpfen hat, dann kann meine Erfolgsgeschichte auch sehr gut tun.

Wir sprachen auch über meine Medikamente, denn

ich fragte sie, was denn nun mit der Dosisabsenkung sei.

Da meinte sie, es würden in der nächsten Zeit doch noch einige Veränderungen auf mich zu kommen und da ich eigentlich zur Zeit ganz gut zurecht käme, sollte ich lieber nichts daran verändern. Später aber, wenn ich einen Job hätte und mich auch gut damit arrangiert hätte, dann könne man durchaus eine Absenkung vornehmen. Erst mal 20 mg, dann nach ein paar Monaten vielleicht noch mal 20 mg, doch weniger als 80 mg, das sollte ich besser lassen.Ich meinte zu ihr, ich hätte aber doch eigentlich nur eine Psychose gehabt und da würde man schließlich sagen, dass man nach 2 Jahren die Medikamente auch wieder weglassen kann.
Sie meinte dazu jedoch, meine Diagnose würde immer noch lauten: paranoide Schizophrenie und damit würde ich wohl mein Leben lang auf Medikamente zurückgreifen müssen. Sie könne in meinem Fall wirklich nicht empfehlen, die Medikamente wegzulassen. Die Gefahr eines Rückfalls sei einfach viel zu groß. Und das Problem sei, die nächste Psychose würde wahrscheinlich schlimmer als die Erste und sich davon zu erholen würde wieder viele Jahre in Anspruch nehmen. Außerdem sei meine Psychose sehr lang gewesen, man sage eigentlich immer so als Faustregel, die Erholung von so einer Erkrankung würde drei mal so lange dauern wie die Episode selbst. Nun, ich war mindestens 1 ganzes Jahr psychotisch, wenn man die schleichende Anfangsphase nicht mitzählt. Und es stimmt, ich war eigentlich erst nach drei Jahren wieder halbwegs genesen. Jetzt nach 5 Jahren kann ich sagen, alles ist wieder ganz o.K.. Wir sprachen auch noch darüber wie es jetzt zu Hause für mich weitergeht. Sie empfiehlt mir ja eine richtige, berufliche Reha-Maßnahme. Sie meint, da sei ich zwar wahrscheinlich stellenweise etwas unterfordert, aber ich würde Durchhaltevermögen aufbauen können und mich richtig stabilisieren. Na, schauen wir mal, was die Rentenversicherung dazu sagt und ob es so eine Maßnahme in meiner Umgebung auch gibt. Düsseldorf ist natürlich eine große Stadt, wahrscheinlich gibt es dort so ein Angebot. Ich hätte jetzt ja eigentlich viel mehr Lust auf eine richtige Herausforderung, aber Frau Johannes ist der Meinung, ich solle lieber etwas langsamer ins Leben zurückkehren. Ich sage mal, ich lasse es einfach auf mich zu kommen.
So, jetzt habe ich noch ein Stündchen und ich denke, ich ruhe mich noch etwas mit Bodos Potcasts aus. Ich melde mich später noch mal.

Ich komme gerade von der offiziellen Verabschiedung.

Es saßen ca. 40 Personen bei Kaffee und Kuchen zusammen und die Hausdame begrüßte uns und stand dann für Kritik und Anregung bereit. Im Grunde war die Kritik nur vereinzelt, bis auf die Sache mit den Eiern. Die waren mir ebenfalls sehr unangenehm aufgefallen. Eine Frau einte, sie käme aus dem Einzelhandel und könne die Stempel auf den Eier gutlesen und sie frage sich, wieso wir Eier aus Holland bekommen hätten. Die Eier hätten jedenfalls total nach Fischmehl geschmeckt und ich wie auch viele Andere konnten das nur bestätigen. Ich wette das waren Käfigeier der übelsten Sorte, und das muss ja nun wirklich nicht sein. Die Hausdame notierte sich alle Kritikpunkte undso auch diesen. Auch sie fand, schlecht schmeckende Eier sind herausgeworfenes Geld. Die Küche und der Reinigungsservice wird von externen Firmen betrieben und sie ist für Kritik deshalb sehr offen. Das mit den Eiern wird in Zukunft jedenfalls nicht mehr vorkommen.

Einige beschwerten sich auch über den Kinderlärm,

doch da lies die Hausdame nicht wirklich mit sich reden.

Dem Haus sind auch und gerade die Mütter mit ihren Kindern ein Anliegen, denn gerade für die Mütter sei so eine Reha auch eine Belastung, da sie außerhalb der Therapiezeiten für ihre Kinder voll da sein müssten, im Gegensatz zu den anderen Patienten, die eigentlich auch sehr viel freie Zeit zur Erholung, Entspannung und Abwechslung hätten. Sie könnten das angebotene Abendprogramm immer für sich nutzen, die Mütter hingegen nicht. Ich muss sagen, ich selbst habe von den Kindern kaum etwas mitbekommen und ich fand sie jetzt auch nicht besonders laut oder störend. Doch Cora und auch andere Frauen beschwerten sich ziemlich über Krach. Cora meinte, gestern hätten die Kinder im Foyer Fußball gespielt, so etwas hätte es mit ihren Kindern garantiert nicht gegeben. Aber wie gesagt, ich kann das nicht beurteilen, ich habe von den Kindern praktisch nichts gemerkt.

Dann gab es noch einige Anregungen was den

Volleyballplatz anging.

Aktualisiert am 02. November 2018, 16:36 Uhr

Der war nämlich über zwei Wochen nicht zu benut/

zen, weil man mit der Neubeschichtung nicht klar kam.

Es stellte sich heraus, dass es die Aufgabe des Hausmeisters gewesen war, doch der sei alleine damit nicht fertig geworden. Hätte man jedoch gleich eine Firma dafür beauftragt, dann wäre der Platz nach einem Tag schon wieder zu benutzen gewesen. Die Hausdame erklärte, ja, hier hätte man vielleicht tatsächlich am falschen Ende gespart. Nach der Verabschiedung saß ich noch mit Cora bei einer Zigarette und sie meinte, früher, sie war ja wie ich schon mal erwähnt habe 7 mal in den letzten 20 Jahren hier gewesen, da sei alles viel schöner gewesen, da habe es große Grillabende gegeben mit Musik und allem Drum uns dran. Auch abends sei viel mehr angebotenworden. Ich meinte daraufhin, dass die Kliniken heutzutage vielleicht unter einem größeren Kostendruck ständen und sich einiges deshalb nicht mehr leisten könnten. Ich jedenfalls finde das Haus sehr gut geführt, aber ich habe natürlich auch keine Vergleichswerte.

Gerade habe ich mal mein Geld durchgezählt und irgendwie ist

es mir wohl durch die Finger gerannt, ich habe jetzt nur noch 15 Euro.

Verstehen tue ich das zwar nicht so ganz, aber nun, dann werde ich morgen eben doch noch mal zur Bank gehen. Ich habe Cora jedenfalls noch mal 5 Euro in die Hand gedrückt, sie soll sich davon noch einmal ein Paket Binden kaufen, damit sie morgen auf der Fahrt auch zurecht kommt. Sie will mir das Geld direkt zum Beginn des kommenden Monates zurück überweisen. Ich meinte, sie solle das Geld vielleicht besser in zwei Raten überweisen, aber sie will dieses Angebot nicht annehmen, sie meint ihr Obstchen wird ihr schon aushelfen. Mir ist es heute noch egal, aber es kann natürlich sein, dass ich es bald selbst auch gut gebrauchen kann.
Jetzt gibt es gleich schon wieder Abendessen, dann warte ich auf den Anruf, gönne mir meinen Abendkaffe und dann ist der Tag schon vorüber. Morgen ist der letzte Tag hier in der Burgklinik und auch mein Buch geht damit zu Ende.
Was sagen Sie jetzt, nachdem Sie alles mit mir mit erlebt haben? War es nicht wirklich eine sehr gute Zeit? Haben Sie vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht?

Oder planen Sie eine solche Kur?

Gerne würde ich ja Ihre Meinung zu meinem Buch hören.

Vielleicht mache ich zusätzlich zu dem Buch eine Internetseite.

Auf dieser könnte ich meinen kleinen Film veröffentlichen und Ihre Kritik und Ihre Meinung entgegennehmen. Vielleicht haben Sie ja auch eine verrückte Psychosengeschichte  zu erzählen? Ich würde mich dafür sehr interessieren. Vor allen Dingen bin ich interessiert daran, wie sie die psychiatrische Betreuung und Therapie empfunden haben? Fehlte es Ihnen vielleicht auch, dass Sie sich nicht mit Ihren Erlebnissen im Rahmen der Therapie auseinandersetzen konnten? Wollen Sie vielleicht auch ein Buch darüber schreiben, weil sie glauben Ihre Geschichte sei interessant und spannend? Oder genieren Sie sich wegen ihrer Verrücktheit? Also, ich kann nur sagen, ich schäme mich meiner Sache nicht. Ich bin sicher, jemand anderem in meiner Haut wäre es sicherlich genauso ergangen. Ich muss sogar sagen, ich bin für diese verrückte Erfahrung sogar dankbar. Ja, sie lesen es richtig. Ich habe zwar dieHölle durchgemacht und anschließend sehr gelitten, dennoch möchte ich meine Erlebnisse, seien sie nun real oder nicht, wirklich nicht missen. Ich kann durchaus sagen, ich habe bekommen, was ich gesucht hatte.

Als ich mein dickes Buch „Die schwarzen Steine“ schrieb,

da wollte ich immer auch durch die Hölle gehen, ich

wollte sie kennen lernen, aber ich hatte

sie nicht gefunden.

Jetzt habe ich einen Vorgeschmack darauf bekommen.

Und sicherlich, noch mal brauche ich so etwas wirklich nicht. Aber es war eine sehr existenzielle Erfahrung. Mein Unterbewusstsein hat sich wirklich eine tolle Geschichte einfallen lassen, finde ich. Wolfgang meinte ja, ich solle versuchen daraus einen richtigen Siencefictionroman zu machen, der Stoff gebe es wirklich her. Mal sehen, vielleicht mache ich mich irgendwann wirklich mal daran. Doch ich musste erst mal meine eigene Geschichte schreiben, ganz authentisch ohne besondere Ausschmückungen. Glauben Sie mir, ich habe mich wirklich sehr bemüht absolut bei der Wahrheit zu bleiben, nichts zu beschönigen und auch nicht wegzulassen. In diesem Buch befindet sich nun fast mein ganzes Leben. Einiges ist immer noch nicht erzählt, doch dann wäre es noch um einiges dicker geworden und ich habe bei diesen 600 Seiten schon leichte Bauchschmerzen. Viele schrecken so viele Seiten einfach ab. Da Sie diese Seiten geschafft haben, so hoffe ich, es hat Ihnen gefallen. Vielleicht können Sie mich ja auch weiterempfehlen an jemanden, der sich für eine paranoide Schizophrenie, aus welchen Gründen auch immer, interessiert.
Was Sie jetzt noch erwarten können? Ich weiß es nicht, viel Zeit bleibt mir ja nicht mehr und jetzt muss ich auch erst mal zum Abendessen. Ich sage mal, bis nachher.

So, ich bin wieder da.

Beim Abendessen haben Gerlinde und Reingart mich nach meinem Abschlussgespräch gefragt und ich erzählte ihnen von der Diagnose, die mich doch auch ein wenig geschockt hat. Paranoide Schizophrenie. Wie sich das anhört! Sollte ich wirklich so krank sein? Ich fühle mich überhaupt nicht so. Gerlinde meinte ich solle ruhig einen Schwerbehindertenausweis beantragen, sie gab mir einen Zettel mit, auf dem steht: Integrationsfachdienst IFD für seelisch erkrankte Menschen. Da soll ich mich mal melden, die würden mir nicht nur bei dem Antrag zur Schwerbehinderung helfen, sondern stünden mir auch in anderen Fragen zur Seite.
Insbesondere wenn es um die Stellensuche ging. Ich werde im Internet mal nach der Adresse schauen und dort einen Termin vereinbaren. Schaden kann es ja schließlichnicht. Reingart meinte jedoch auch, mir sei die Erkrankung überhaupt nicht anzumerken, ich wirke völlig fit und gesund. Gerlinde meinte, es sei nun mal eine seelische Krankheit und die sähe man den Menschen nur selten auf den ersten Blick an. Da braucht man eigentlich nur an Uwe zu denken, der schaut aus, als ob er das Glück für sich gepachtet haben müsste. Stattdessen ist er wirklich sehr belastet. Seine, oder besser eine Freundin von ihm war über das Wochenende da, ich habe sie kurz kennen gelernt. Später meinte er zu mir, diese Frau sei der einzige soziale Kontakt, den er noch habe. All seinen früheren Freunde und Bekannten habe er den Rücken gekehrt. Er meinte, vielleicht würde aus dieser Frau und ihm mal etwas Tieferes, Festes, noch sei er jedoch nicht soweit. Er brauche noch Zeit um mit sich ins Reine zu kommen. Das glaubt man wirklich nicht, wenn man ihn so sieht. Andererseits erinnert er mich optisch auch ein bisschen an Steini, der macht nämlich eigentlich auch eine ganz gute Figur, aber er ist innerlich ziemlich fertig.

Und wenn ich in den Spiegel schaue, dann schaut mich dort zwar eine

nun schon ziemlich erwachsene Frau an, aber

krank sehe ich nicht aus.

Und ich fühle mich auch nicht so. Wenn es nach mir ginge, dann würde ich die paranoide Schizophrenie einfach streichen, ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich so gut wie geheilt bin, aber das sagen viele und nachher kommen die Stimmen und Halluzinationen doch wieder zurück. Ich werde mich wohl damit abfinden müssen, dass ich doch nicht zur Fraktion: „immer gesund“ gehöre. So war bisher jedenfalls mein Selbstbild. Doch wenn man akzeptiert, dass all meine verrückten Erlebnisse tatsächlich Ausgeburten meines Unterbewusstseins sind, dann muss man einsehen, ich bin tatsächlich nicht wirklich gesund gewesen und zwar schon mein ganzes Leben lang nicht.

Aber genug davon. Was soll ich Ihnen jetzt noch

erzählen, ein bisschen Zeit haben wir schließlich noch?

Was interessiert Sie? Soll ich Ihnen noch etwas von dem Schwarzen Mann erzählen? Also, wenn ich so darüber nachdenke, dann versteckte er sich eigentlich hinter sehr vielen meiner verrückten Begegnungen. Wenn ich zum Beispiel an diesen Peter denke, den damaligen Freund meiner Mutter, dann habe ich den Verdacht, eigentlich war es vielleicht doch nicht dieser Peter. Ich hatte nur den Eindruck, er sei es, weil ich auch niemand anderen in meinem Zimmer erwartet hätte. Aber ging er wirklich auf Krücken? Sah er wirklich diesem Peter so zumverwechseln ähnlich? Heute zweifle ich ein wenig daran. Der Mann wollte nur, dass ich ihn für Peter hielt.
Auch der Mann, der einmal mit mir am Bettchen meines Sohnes stand. Er sah irgendwie wie Michael aus, aber eigentlich dachte ich damals schon, der Typ neben mir ist ein anderer. Er kam zu mir ins Zimmer, während ich meinen Sohn betrachtete, der im Bettchen schlief und er stellte sich neben mich und sagte: „Dies ist unser Sohn.“ Ehrlich gesagt, der Typ sah aus wie der Schwarze Mann, dem ich nun schon öfter begegnet bin. Auch der Typ, der aus dem Licht auf der Kreuzung zu mir gekommen war, sah so aus. Und ganz besonders gilt dies für den Schwarzen Mann, der damals in meinem Arbeitszimmer gesessen hat und dem ich meine Entwürfe und Arbeitsbemühungen gezeigt hatte. Auch der Mann in meinen Flugträumen entpuppte sich irgendwann als dieser Schwarze Mann. Nur mein Großvater war ganz bestimmt mein Großvater, es sei denn, dieser Typ konnte sich auch richtig in eine andere Person verwandeln. Vielleicht war er auch der Mann mit der Pistole in der Hand. Wenn es ihm wichtig war, dann versteckte er sich perfekt. Glauben Sie nicht an den Schwarzen Mann? Ich denke heute, vielleicht ist dieser Mann ein Bewohner meines Unterbewusstseins. Der Mann meiner Träume, mein Traummann.

Jede Frau kennt so einen Mann, denke ich.

Und die Männer kennen vielleicht auch so eine Frau.

Jedenfalls darf man diesem Mann oder der Frau nicht zu Nahe kommen, dann ist man ziemlich verloren. Damals in meinem Arbeitszimmer konnte ich mich seiner Anziehungskraft nicht entziehen, ich ging spontan auf die Knie und machte diesem unverschämten Typen eine Liebeserklärung.
Jetzt sagen Sie nicht, sie würden so eine Traumgestalt nicht kennen. Ich denke, in jedem steckt so ein Wesen, nur zeigt es sich vielleicht nicht bei jedem so deutlich. Ich könnte mir jedenfalls vorstellen, dieser Typ wäre so ein wichtiges Frühwarnzeichen, wenn er wieder mal erscheinen sollte, dann sollte ich die Dosis der Medikamente schnell erhöhen.

So, jetzt habe ich telefoniert und meinen Kaffee getrunken.

Zuerst habe ich mit Cora und Heiko zusammengesessen und etwas gequatscht. Cora reist morgen ab und sie hat mir versprochen mir zu schreiben, dann habe ich ihre Adresse und ich kann ihr ein paar Fotos schicken. Heiko bleibt noch 2 Wochen, er wird dann ohne uns Weiberauskommen müssen. Aber das wird kein Problem sein, in der Raucherecke ist man nie lange allein, zumal in dieser Woche ja auch wieder viele neue Patienten kommen.

Auch an meinem Esstisch wird bald schon ein Neuer seinen Platz einnehmen. So ist es hier ein Kommen und Gehen, jede Woche aufs Neue. Dann kam auch noch Ruta und ich habe mich auf eine Zigarette zu ihr gesetzt. Sie freut sich jetzt auch schon total auf ihr Zuhause. Wir werden ja übermorgen zusammen zum Bahnhof fahren. Dann werde ich ein Foto von ihr machen und natürlich auch wieder die Reise dokumentieren. Hier war das mit dem fotografieren nicht so einfach, denn viele wollen das nicht. Ich habe deshalb den Apparat nur selten hervorgeholt. Aber vielleicht mache ich noch ein paar Abschiedsfotos. Zu Hause werde ich die Bilder zu einem kleinen Film zusammenfügen, wie gesagt, vielleicht sehen Sie ihn ja auf meiner Internetseite.

Aber ich will noch mal zurück zu dem Schwarzen Mann.

Ich habe Wolfgang am Telefon von diesem Traummann erzählt und ihn schon mal vorgewarnt. Ich versprach ihm von diesem Mann zu erzählen, sobald er wieder mal auftaucht, denn ich vergesse normalerweise diese Begegnungen schon ein paar Tage später wieder. Doch Wolfgang meint auch, dieser Mann sei ein Warnzeichen und müsse unbedingt beachtet werden. Er meinte zum Beispiel, der Mann, der mit mir am Kinderbettchen gestanden habe, den hätte mein Unterbewusstsein vielleicht erschaffen, weil ich mit der Situation damals etwas überfordert gewesen wäre. Vielleicht hätte ich meinem Michael nicht ganz die Vaterrolle zugetraut und mir darum einen Menschen herbeigesehnt, der mir Sicherheit vermittelt. Und dieser Traummann hätte mir mit seiner Anwesenheit seine Unterstützung versichert. „Dies ist unser Kind.“ Also würde er sich auch mit um das Kind kümmern. Jedenfalls müsste man, sobald dieser Typ auftauche, genau überlegen, was einen in der aktuellen Lebenssituation vielleicht gerade überfordere. Ich freue mich, dass Wolfgang so intensiven Anteil an diesen Dingen nimmt. In schreckt auch nicht die Diagnose. Er meint, ich müsse sie akzeptieren und mein Leben daran anpassen, dann würde schon kein Rückfall geschehen. Und wenn, gut, dann müsste ich halt zum Arzt und vielleicht ein stärkeres Medikament nehmen.
Das soll es jetzt aber für heute gewesen sein, ich lese gleich den heutigen Tag noch mal Korrektur und dann gehe ich ins Bett und höre noch einen Potcast von Bodo.

Ich sage also, Gute Nacht und bis morgen, dann beginnt der

letzte Tag hier in der Klinik und in diesem Buch.

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24. Juli 2012

Guten Morgen, heute ein letztes Mal. Ich habe ziemlich heftig geträumt.

Es ist jetzt kurz nach Sechs und an ein, gemütlich im Bett unter der Decke kuscheln, ist nicht mehr zu denken. Ich habe mich gerade im Traum total aufgeregt. Ich habe im Traum gebrüllt und jetzt tut mir der Hals sogar ein bisschen weh. Ich träumte von meinem Sohn und meinem Exmann. Felix war vielleicht 14-15 Jahre alt und Michael sollte ihn über das Wochenende abholen, was er auch tat. Doch ich weiß nicht wie, ich bekam heraus, dass Felix nicht bei Michael war, sondern von irgendeinem, undurchsichtigen Typen mitgenommen worden war. Ich suchte ziemlich verzweifelt nach Felix, ich schaute auch bei Brigitte und Annette vorbei. Allerdings klingelte ich dort nicht, sondern ich schaute ob Licht in den Fenstern ist und ich sprach mit Freunden von den Beiden, die sich draußen vor einem riesigen Haus aufhielten. Ich wurde immer nervöser wegen Felix, denn der Typ mit dem er weg war, gefiel mir ganz und gar nicht. Ich war mir sicher, der wollte mir das Kind stehlen. Da kam plötzlich Michael mit zwei anderen Kindern um die Ecke. Ich bin sofort zu ihm gerannt und habe ihn am Schlawittchen gepackt: „Wo ist Felix?“ Michael wand sich unter mir, doch ich ließ nicht locker. Michael versuchte zu grinsen, doch ich wurde immer wütender. Dann log Michael mich an und meinte, der Junge sei bei ihm. Ich wusste, dass das nicht stimmte und jetzt brüllte ich ihn total an. Ich sagte ihm, dass ich wüsste bei wem das Kind in Wahrheit sei, und dass ich totale Angst um ihn hätte. Da gab Michael zu, ebenfalls nicht zu wissen wo der Junge ist. Und ich wurde wach. Ein schrecklicher Traum, aber er zeigt ganz viel, nicht wahr? Doch ich kann mich durchaus beruhigen, denn es gehört zu den schönsten Erlebnissen hier in der Burg-Klinik, dass mein Sohn mich angerufen hat und wir ein so schönes Telefonat geführt haben. Ich werde ihm gleich, wenn ich zu Hause bin, schreiben und sobald das Manuskript korrigiert ist, schicke ich es ihm.

Ich bin ja mal gespannt was er zu all dem sagt.

Auch Monika werde ich mein Tagebuch schicken, wie auch Ruta und Heiko. Von allen möchte ich erfahren was sie zu meinem Buch hier sagen. Ist es interessant gewesen, unterhaltsam und aufschlussreich? Von ihrer Reaktion werde ich es abhängigmachen, ob ich einen Verleger suche oder nicht. Wenn Sie also ein Verleger sind, der gerade mein Manuskript lies, dann wissen Sie jetzt wie das Urteil ausgefallen ist. Aber gut, soweit ist es noch nicht, einen Tag haben wir noch vor uns. Gleich gehe ich zum Wiegen und anschließend zu Frühstück. Danach ruft die Atemgymnastik bei Frau Heller. Bei ihr werde ich im Anschluss auch Qigong haben. Dann, eine gute Stunde später, habe ich noch mal freies Gestalten. Ich werde bestimmt wieder zeichnen, doch dann ist die Zeit der Therapien hier für mich vorbei. Nach dem Mittagessen werde ich zur Bank und zur Tankstelle gehen, außerdem möchte ich mir noch etwas Reiseproviant kaufen. Danach gehe ich duschen und die Koffer packen. So sieht jedenfalls mein Plan aus für heute.

Kommen Sie noch mal mit mir mit?

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Ich komme gerade von der Atemgymnastik. Frau Heller wurde

von einer jungen Therapeutin vertreten und auch sie hatte ihre ganz eigene Art.

Wir machten ebenfalls auf den Matten unsere Übungen, aber wir sollten zum Beispiel tief durch die Nase mit einem Hi einatmen und mit einem Ha ausatmen. Das war schon ziemlich erheiternd. Die lustigste Übung kam dann aber ganz zum Schluss. Da sollten wir tief einatmen und mit einem kräftigen Ha-Ha-ha ausatmen. Das war gar nicht so einfach, denn man lacht natürlich nur schwer auf Kommando, aber dann fingen einige an richtig zu lachen und zum Schluss klappte es dann ganz gut. Und so ist die Gymnastik mit guter Laune zu Ende gegangen. Frau Heller sollte eigentlich gleich auch das Qigong anleiten aber auch dort wird eine Vertretung abwesend sein und ich bin sehr gespannt, wie sie es machen wird.

Ich werde es Ihnen später erzählen.

Ich komme gerade von

Qigong.

Die Vertretung, ich habe ihren Namen

vergessen, war wieder eine sehr junge Frau.

Eigentlich eine Jogalehrerin, doch sie meinte es gäbe zwischen Qigong und Joga einige Überschneidungen. Wir haben zunächst eine Meditation mit Klangschalen gemacht. Dazu setzten wir uns in den Schneidersitz und richteten unsere Wirbelsäule auf, wieder sollte ein gedachter goldener Faden zum Himmel mit unserem Kopf verbunden sein. Dann ging sie unterschiedliche Stellen des Körpers durch und gab Anleitung wie wir atmen sollten und ähnliches. Dann lauschen wir einfach den geschlagenen Klangschalen. Eigentlich eine sehr beruhigende Übung.Danach ging es dann zum  Buchstabensingen, a, u und m. Jeder sollte möglichst laut und langanhaltend die Buchstaben aussingen. Dann zum Schluss sangen wir die Buchstaben hintereinander, a-u-m, eine Art des berühmten Om. Ganz zum Abschluss schlossen wir noch mal die Augen und sie sang uns ein sehr schönes, meditatives Lied vor. Ein Gebet an die Welt und ihre Lebewesen, dass sie glücklich und zufrieden sind, jedenfalls so in etwa. Es hat mir sehr gut gefallen.

Jetzt aber sitze ich in meinem Zimmer und muss an Cora denken.

Ich traf sie vorhin vor den Toiletten und ich wollte mich von ihr verabschieden. Doch als ich sie in den Arm nehmen wollte, da blockte sie ab. Ihr ging es offensichtlich gar nicht gut und sie wollte nicht berührt werde. Sie sagte zu mir: „Ich schreibe Dir, ich habe Dich lieb, aber jetzt kann ich einfach nicht mehr.“ Ihr fällt der Abschied sehr schwer, denn zu Hause erwartet sie eine, wie sie sagt, feindselige Umgebung. Sie möchte unbedingt dort wegziehen, am liebsten nach Erfurt zu ihrer Tochter. Doch es ist für sie nicht einfach, sich von ihrem Ort aus dort eine passende Wohnung zu suchen. Ich habe ihr gesagt, sie soll sich an das Sozialamt in Erfurt wenden und um Hilfe bitten. Dort wird man sicherlich verstehen, dass sie nun in ihrem Alter in die Nähe ihrer Tochter ziehen möchte. Ich denke, man wird ihr dort weiterhelfen. Jetzt ist sie jedenfalls schon auf dem Weg nach Hause. Mit dem Zug kann sie aus psychischen Gründen nicht fahren, deshalb wird sie mit einem Krankentaxi gefahren. Ich wünsche ihr wirklich alles Gute und ich hoffe, sie schreibt mir auch. Jetzt beginnt gleich die letzte Therapie, das freie Gestalten, wir sprechen uns darum
später wieder.

So, ich komme gerade vom Zeichnen aus der Raucherecke, das letzte Mal.

Eine sehr schöne Zeichnung von Mareike ist mir gelungen, auch die Ergotherapeutin meinte ich hätte mich in dieser Zeit hier gut vorgearbeitet und sie wünscht mir viel Erfolg bei mei en weiteren Bemühungen zu Hause. Es ist wirklich so, man kann die Leute erkennen, wenn ich mir ein bisschen Mühe gebe und ich denke, die Portraitzeichnerei wird mir sehr bei der Malerei helfen. Ich habe zum Beispiel in der Zeit vor dem Tagebuch versucht ein großes Bild von meiner Mutter zu malen. Als Vorlage diente mir ein Schwarz-Weiß-Foto von ihr als sie ungefähr 16 Jahre alt war. Es ist ein sehr schönes, klassisches Fotografenbild, doch ist mir mein eigenes Bild leider gar nichtgut gelungen, von Ähnlichkeit absolut    keine Spur. Ich werde es jetzt noch mal  versuchen, zumindest, wenn ich mich noch ein Bisschen darin geübt habe. So war diese Gestaltungstherapie für mich ein wichtiger Teil der Gesamttherapie hier.

Jetzt aber ist damit zumindest hier in diesem Hause Schluss.

Ich werde mich gleich nach dem Essen auf den Weg in Richtung Bankautomat und Tankstelle begeben, dann dusche ich und packe meine Koffer. Wie ich mich jetzt fühle? Eigentlich wunderbar, ich habe die Zeit hier gut genutzt und viele gute Erfahrungen gemacht. Doch jetzt ist es auch gut damit, ich bin reif für mein Zuhause. Ich freue mich auf die Fahrt und auf Wolfgang und Siux. Es ist schön, dass sie mich vom Bahnhof abholen wollen. Viel zu erzählen habe ich wahrscheinlich aber nicht, denn eigentlich hat Wolfgang alles Wichtige durch unsere abendlichen Telefonate mitbekommen. Es ist fast so, als wäre er dabei gewesen. Aber natürlich ist es noch etwas ganz anderes in seine Augen und sein Gesicht zu schauen, ihn in den Arm zu nehmen und ganz feste zu drücken. Aber ein bisschen muss ich noch darauf warten, morgen um diese Zeit bin ich in Frankfurt und fahre bald die schöne Strecke am Rhein entlang. Das Wetter wird schön sein, auch heute ist es richtig sommerlich und es soll die Woche auch so bleiben. Und so werde ich den Donnerstag bestimmt im Garten verbringen. Ich werde wohl meinen Laptop mit hinunter nehmen und mit dem Lesen beginnen, hier bin ich am Ende doch nicht dazu gekommen. Ich hatte ja gedacht mir würde die letzte Woche gar nichts Gescheites mehr einfallen, aber irgendwie sind doch noch einige, wichtige Dinge angesprochen worden. Das Buch war ein Experiment und ich finde es ist ganz erfolgreich verlaufen. Ich bin jetzt aber auch froh, es zum Ende bringen zu können, auch wenn mir ohne das Tagebuch etwas fehlen wird. Das Schreiben hat mir schließlich auch sehr viel Freude gemacht. Ich werde bestimmt irgendwann ein neues Projekt in Angriff nehmen, mal sehen.

Ich sage jetzt erst mal bis später.

So, die Koffer sind gepackt und ich bin geduscht.

Das Ganze ging ziemlich ruck-zuck und jetzt warte ich darauf, dass die Cafeteria auf macht. Dort hole ich mir gleich einen Milchkaffee mit Zucker, denn anscheinend ist das nicht so schlimm. Ich habe nämlich trotz der vielen Kaffee insgesamt gute 2 Kilo abgenommen. Das ist natürlich noch nicht die Welt, aber für 5 Wochen auch nicht schlecht. Wenn das soweitergehen würde, dann wäre ich im Herbst schon über den Berg. Den Berg meines Bauches. Der ist tatsächlich etwas weniger rund. Jedenfalls bin ich motiviert daran weiter zu arbeiten. Essen in Maßen und mehr Bewegung, dann nimmt man trotz Tabletten ab. Leider ist eine Nebenwirkung der Medikamente der gesteigerte Appetit, ich werde mich also bewusst etwas bremsen müssen. Keine Berge von leckeren Kuchen mehr, keine riesigen Portionen zum Mittag, kein Orangensaft sondern wirklich Mineralwasser zum Durst löschen. Und abends eine schnelle Runde mit dem Fahrrad. Ich denke, das wird helfen.

Das einzige Problem, welches ich jetzt noch mit mir

herumschleppe sind wirklich nur noch die Kilos.

Toyota, produktrückruf

Alles andere ist wieder im Lot.

Ruta hat hier in 6 Wochen 9 Kilo abgenommen, allerdings

funktioniert das bei den schweren Patienten auch um einiges besser.

Sie nehmen leichter ab. Auch Eva, sie hat sogar 11 Kilo abgenommen, wenn sie hier weg fährt werden es bestimmt über 15 sein. Davon würde ich ja auch gerne Träumen, aber dafür bin ich einfach dann doch nicht dick genug. Ich habe Eva vorhin noch mal gesprochen, sie ist schon wieder viel besserer Stimmung, sie meint sie mache ebenfalls gute Fortschritte hier. Wir wollen, wenn sie wieder zu Hause ist und wegen der Arbeit mal nach Düsseldorf kommt, zusammen einen Kaffee trinken gehen. Das freut mich sehr, denn sie ist mir irgendwie nicht nur räumlich am Nächsten. Sie ist wirklich eine sehr patente Frau. So, und jetzt gehe ich Kaffee trinken, mal sehen wie mein letzter Nachmittag hier in der Burg-Klinik verlaufen wird. Darum, bis später.

Ich bin wieder da, draußen ist es mir sogar im Schatten zu warm.

Wie das Wetter es macht ist es falsch. Ich habe zunächst erst mal meinen Kaffee in aller Ruhe getrunken und die Burg noch mal als Ganzes auf mich wirken lassen. Heute reisen wieder eine ganze Reihe von neuen Patienten an und ich erinnerte mich an meine Ankunft, an meine gespannte Erwartung, was mich hier erwarten würde. So wird es jetzt auch den Neuankömmlingen von Heute ergehen. Dann sah ich Ruta uns Lars auf der Terrasse bei einem Stück Kuchen sitzen. Das habe ich mir verkniffen, aber ich setzte mich zu ihnen. Lars ist auch wegen Schizophrenie hier, ich hatte mich schon mal kurz mit ihm darüber unterhalten. Er hat Stimmen gehört. Beim ersten Mal gingen die Ärzte davon aus, dass er diese Erkrankung wegen Drogenmissbrauch bekommen hat, doch danach ist es wiederholt dazu gekommen, auch ohne Drogen.Er ist noch jung, doch er wird wohl ebenfalls sein ganzes Leben Medikamente nehmen müssen. Ruta erzählte noch einmal von dem Psychose-Forum im Internet. Da kann man sich mit anderen Betroffenen oder auch den Angehörigen austauschen. Es gibt auf dieser Seite viele Informationen zum Thema Psychose. Neben Filmen, Texten und Informationen kann man dort auch mit anderen Interessierten chaten. Man erfährt die verschiedensten Psychosegeschichten, einige haben ehr religiöse Erlebnisse, andere erlebten Agentenstorys. Man erfährt wohl auch etwas über die sexuellen Begleiterscheinungen und es wird auch die Problematik des Kinderkriegens besprochen, was ja für Ruta ein wichtiges Thema ist.

Ich kann mir schon vorstellen, dass es sehr problematisch

ist als Psychotikerin Kinder zu bekommen.

Eine Geburt ist schließlich schon für Gesunde eine Extremerfahrung. Aber psychotisch zu sein und Windeln wechseln zu müssen, das ist nicht einfach. Ich denke, gerade auch für die Kinder ist dies schwierig. Sie brauchen stabile und  belastbare Eltern. Man sieht es ja an meinem Fall, obwohl mein Sohn schon 18 Jahre alt war, hat er mich in diesem verrückten Zustand nicht gut ausgehalten, es hat ihm seinen sicheren Anker genommen. Das war für ihn um so problematischer, da sein Vater im Grunde ein ziemlicher Totalausfall ist. Ich bedaure das sehr, denn ich hatte Michael eigentlich für einen netten und liebevollen Vater gehalten. Aber das war er nur mit mir zusammen, alleine kam er mit seiner Rolle nicht besonders gut zurecht, obwohl er keine Psychose hatte und auch sonst keine Handycaps. Ich kann immer nur vermuten, es liegt an seiner eigenen Vatererfahrung. Der war, wie ich schon einmal ausgeführt habe, auch nicht für seine Kinder da, trotz guter Ehe.

Manchmal denke ich, es wäre vielleicht wirklich besser gewesen,

ich hätte mich damals nicht von meinem Mann getrennt.

Der Wischbär

Aber ich kann zu meiner Entlastung einfach nur sagen, es ist auf

die Dauer nicht gut damit zu leben, wenn man nicht wirklich geliebt wird.

Michael, so vermutete ich damals schon, hätte mich vielleicht darum irgendwann selbst verlassen, einfach weil er eine Frau gefunden hätte, die ihn so liebt und bewundert wie er war. Ich hingegen war nie wirklich zufrieden mit ihm. Ich wollte ihn zu einem starken, selbstbewussten Mann machen, denn das war er leider überhaupt nicht. Und ich hätte es wissen müssen, denn er war wie ich ein Zwillingskind, aber er war nicht der Erstgeborene. Das hatte ich aber lange nicht gewusst. Ich war immer davon ausgegangen, dass er zuerst auf die Welt gekommenwar.

Ich glaube tatsächlich, diese 5 Minuten machen etwas aus.

Vielleicht ist es nicht immer so, aber sehr oft.

In meiner Beziehung zu meiner Schwester ist es jedenfalls so gewesen. Aber gut, ich kann es nicht ändern, ich habe meinen Michel jedenfalls viele Jahre lang sehr geliebt und ich kann nicht sagen, dass es keine schöne Zeit mit ihm war. Im Gegenteil, wir galten eigentlich immer als Traumpaar. Aber ich muss gestehen, in dem Moment, wo ich einen Mann traf, der sich wirklich mit Haut und Haaren in mich verliebte, da war für mich die Sache schnell klar. Ich wollte auf keinen Fall noch einmal Rücksicht auf Michael nehmen. Das hatte ich einmal getan und es war für mich zu einem riesigen Problem geworden. Ich weiß nicht ob ich es schon erzählt habe. Ich habe damals in Hamburg zu Michael gehalten und meinen geliebten Christian dafür stehen gelassen. Diese Großtat, die sollte Michael mir zum Einen nicht danken, zum Anderen litt ich in der Folge unter schlimmen Liebeskummer bis hin zum Wahn. Andererseits, ohne Michael hätte ich heute keinen Felix, und er ist wirklich Grund genug, nicht darüber zu klagen.

Ich komme gerade vom Abendessen und der obligatorischen Zigarette danach.

Simone setzte sich zu mir und wir haben uns noch einmal ein wenig über sie und ihre berufliche Zukunft unterhalten, denn auch sie verlässt die Burg-Klinik noch diese Woche. Danach warten auf sie ihre Kinder und eine Woche Ferien mit ihnen. Dann fängt ihre Schule wieder an und sie startet mit der Eingliederung an ihrer alten Arbeitsstelle. Sie ist ja nun mal Psychologin und muss jetzt irgendwie wieder auf die andere Seite. Sie beginnt erst mal mit 3 Stunden, drei Tage die Woche, dann 4 Stunden und so weiter, bis sie wieder voll tätig sein wird. Ihr graut es etwas davor zu ihren alten Kollegen zurück zu kehren, doch ich machte ihr Mut und meinte, vielleicht machen die es ihr ja auch etwas leichter als gedacht. Gut, der eine oder andere denkt womöglich sie käme aus einem Jahr Urlaub, aber eigentlich müssten ja gerade ihre Kollegen wissen, so eine Psychose, auch wenn die Episode nur kurz war, steckt man nicht so einfach weg. Vor allen Dingen die Depression wieder los zu werden braucht Zeit. Aber auch hier versuchte ich ihr Mut zu machen. Ich erzählte ihr von meinen schwermütigen Gedanken zu dieser Zeit, und das ich mich gut in sie einfühlen könne, doch ich versprach ihr, die Depression bleibt nicht, es geht irgendwann vorbei und dann kommt der Lebensmut und die Lebensfreude auch wieder. Noch kann sie es sich nicht richtig vorstellen, sie meint das Leben käme ihrso schrecklich belanglos vor. Allein    wegen der Kinder wünsche sie sich kein Ende, für sich selbst jedoch empfinde sie kaum noch Freude. Obwohl gerade heute auch ein sehr schöner Tag gewesen sei, sie war mit Mareike und noch zwei anderen mit dem Fahrrad an einen See gefahren und sie hätten dort in der Sonne gelegen und seien auch schwimmen gegangen. Trotzdem reiche es nicht für ein lebendiges und fröhliches Lebensgefühl. Ich denke ja, es ist einfach noch zu früh, so eine Psychose hinterlässt einfach tiefe Spuren.

Dennoch glaube ich kann man so eine Erkrankung am

Ende auch als einen Gewinn betrachten.

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In ihrem Fall ganz besonders, denn sie wird dadurch einmal

eine sehr verständnisvolle und gute Psychologin gerade für Psychotiker sein können.

 Ich habe ihr allerdings auch gesagt, dass ich die Lehrmeinung, man solle Psychotiker nicht nach ihren Erlebnissen befragen und diese auch nicht mit ihnen besprechen, überhaupt nicht teilen kann. Für mich wäre es einfach ungeheuer erleichternd gewesen, jemandem von meiner wahnsinnigen Geschichte erzählen zu können. Zum Glück hatte ich Wolfgang, der hat mir sogar wochenlang zugehört, nur konnte ich damals nur sehr schlecht die Zusammenhänge erklären. Trotzdem war es wichtig, jemanden zu haben, der zuhört und diskutiert, denn natürlich hat auch er die ganze Zeit versucht mich davon zu überzeugen, dass all meine Erlebnisse eine Ausgeburt meines Unterbewusstseins waren. Das für mich vielleicht überzeugendste Argument seinerseits war sicherlich die Tatsache, dass er selbst auch eine verrückte Geschichte erlebt hatte. Insofern bin ich sicher, Simone wird ebenfalls sehr überzeugend sein können, wenn sie ihren Patienten sagen kann: „Ich habe es auch einmal erlebt.“

So, ich habe telefoniert und meinen Kaffee getrunken.

Dabei kam ich mit einer Patientin ins Gespräch, die jetzt fast 2 Wochen hier ist. Doch sie denkt darüber nach die Reha abzubrechen und nach dem was sie mir und Ruta erzählte, kann ich es verstehen. Sie leidet schon seit ihrer Kindheit an Diabetis und sie hat sehr mit den Folgen, einer schlimmen Nervenerkrankung zu kämpfen. Doch das ist nicht ihr einziges Problem. Sie wollte uns ihre Krankengeschichte nicht zumuten, sie meinte selbst die Therapeutin hier habe um eine Auszeit gebeten, als sie ihre Krankenakte studiert hat. Wir kamen schon nach nur wenigen Schilderungen zu der Meinung,  diese Reha sei für sie einfach viel zu früh gekommen. Sie kommt eigentlich geradewegs aus einem 7 wöchigen Aufenthalt in einem Akutkrankenhaus. Sie mussMorphium gegen ihre Schmerzen nehmen und überhaupt, die Klinik hier ist mit ihren Fall einfach überfordert und geeignete Therapien, die für sie jetzt vielleicht notwendig wären, bietet dieses Haus gar nicht an. Außerdem leidet sie schrecklich unter Heimweh, denn dort sitz ein Ehemann und ein 15 jähriger Sohn. So wie ich das sehe, wird die Klinik, wenn sich nicht etwas Grundlegendes an ihrem Zustand verbessert, die Kur von sich aus abbrechen. So etwas gibt es hier also auch. Dann kam Uwe angeschlichen, er leidet ziemlich unter einem Riss und einer Zerrung des Gesäßmuskels, eine Verletzung, die er sich beim Kegeln hier im Haus zugezogen hat. Auch er würde gerne wieder nach Hause fahren, er hat das Gefühl hier nicht am richtigen Ort zu sein, es sei ihm alles zu unpersönlich, meinte er. Seine Therapeutin würde er allerdings gerne mit nach Hause nehmen, die sei wirklich klasse. Er wird sich sobald er zu Hause ist einen ebensolchen Therapeuten suchen und dann in einem Prozess von mehreren Jahren alles was bei ihm im Argen ist aufarbeiten.

Ich wünschte ihm dafür viel Glück, und dass er irgendwann

zufrieden als Schreiner leben kann.

Bild zu US-Bundesstaat Washington schafft Todesstrafe ab

So ist die Kur hier eben auch nicht für jeden das Richtige.

Ich denke mit Depressionen, Tinituspatienten, Ex-Psychotikern und Menschen mit starken Erschöpfungen oder auch Ängsten kommen sie hier aber sehr gut zurecht. Jetzt ist es gleich 22 Uhr und ich muss endlich ein Ende machen, ich hoffe ich habe ihnen einen guten Einblick in dieses Haus und seine Patienten verschafft. Sie kennen zwar jetzt nur meine Perspektive, aber ich hoffe, ich konnte sie dennoch an allem gut teilhaben lassen. Mir war es jedenfalls eine Freude dies alles zu erzählen. Jetzt werde ich mir die Zähne putzen und noch einen Potcast zum Thema Urheberrecht anhören. Wenn es nach mir ginge, dann würde ich dieses Buch ja auch gerne im Internet veröffentlichen, doch ich denke, als ein Buch, welches man mit auf das Sofa nehmen kann, sind die gut 600 Seiten einfach bequemer zu lesen.

Ich verabschiede mich also hiermit von Ihnen und wünsche ihnen ein ebenso

gutes Lebensgefühl, wie das, welches ich zum Glück wieder in mir trage.

Alles Gute, Ihre Monica Kraemer.

CIMG7563Bild zu Demarai Gray

FORTSETYUNG folgt!

 

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