Der RATTENFÄNGER (2005)

 "Segelyacht A" 

Alex Jones: Emergency Message To Patriots In FBI and NYPD

Published on Nov 7, 2016

Alex Jones has a special message to the patriots inside the FBI and NYPD as FBI director James Comey

gives Hillary the all clear from he email scandal. Help us spread the word about the liberty movement,

we’re reaching millions help us reach millions more. Share the free live video feed

link with your friends & family: http://www.infowars.com/show

US-Präsident, Donald Trump, Hillary Clinton

OMG!!!

Last Update Trump 59% Hillary 34%

If You are a Voter You Should see this Video

Published on Nov 5, 2016 – The Time News

Manuel Neuer Freundin Nina

Sebastian Rode Dortmund Borussia BVB Operation Blinddarm

Mordverdächtiger

US-Polizei ist Serienmörder auf der Spur…

FBI Exposes Clinton Pedophile Satanic Network

Published on Nov 5, 2016 – The FBI has been forced into exposing
the Clinton pedophile network by the NYPD.

Tornado Italien

Unfall

WIKILEAKS 28:

CLINTON PEDO RING & CONSTITUTIONAL CRISIS

Published on Nov 3, 2016

Wikileaks 28 ‚The DOJ-FBI–Huma Special‘ is out and the TREASON of Hillary Clinton has never been more evident or quantifiable, and now the 650,000 emails on Huma and Anthony Weiner’s computer allegedly implicate Bill and Hillary in what is being described as a pedophile ring, and the CNN-CIA mockingbird media is IGNORING all of it. If Hillary Clinton is „elected“ OR „selected“ and placed in the White House as the felon she clearly is,

we will be facing a Constitutional crisis like never before seen.

PLEASE SUBSCRIBE!

Hillary clinton US-Wahl FBI

Hillary’s Escape Plan! How She’ll VANISH, Where She’ll Hide!

Published on Nov 3, 2016 – Barry Soetoro

FBI IS TIGHTENING THE NOOSE AROUND HILLARY CLINTON’S NECK, BUT WASHINGTON

CROOKS DON’T ‚GO TO JAIL.‘ INSTEAD, THEY VANISH. IF THEY ACTUALLY

WENTTO JAIL, THEY MIGHT SQUEAL AND SEND THE

REGIME’S OTHER CROOKS TO PRISON…

Hamburger SV - Borussia Dortmund

Aktualisiert am 05. November 2016, 21:55 Uhr

„Ich habe eingesehen, dass ich mit meinem Trip nach Mailand einen Fehler gemacht habe

und ich wollte mich bei der Mannschaft und vor allem beim Trainer entschuldigen“,

sagte der Gabuner am Samstag nach dem 5:2-Sieg des BVB in der

Fußball-Bundesliga beim Hamburger SV im TV-Sender Sky.

Jesse Eisenberg

Wurde die Antifa zur Schächtung freigegeben?

– 1, 2, 3 … Danke Wortmarke „Polizei“

Published on Nov 6, 2016

Bayerische Bergwelt

Der Rattenfänger

Sie hörte ihn schnaufen. Uff … ahhh … uhhh …

Was machte er denn jetzt schon wieder?

  • Ich nehme ein heißes Bad.

  • Und willst Du Dich dabei etwa verbrühen? Du schwächst Deinen Körper, wenn Du ihn immer weiter forderst, statt ihm seine Ruhe zu gönnen. Es ist Sonntag, da sollte auch die leibliche Hülle mal ein bisschen ausschnaufen, gerade, wenn man sich in der Nacht noch so fordert, wie Du es tust.

  • Ein bisschen spazieren gehen, bei Mondschein, das kann doch wohl nicht schaden.

  • Nicht, wenn man dabei schwere Wagen anschiebt.

Stille. Er sagte nichts mehr.

Sie hörte ihn die Nase hochziehen. Dann sagte er:

  • Weißt Du was? Die Mäuse hier Oben, die machen mich verrückt. Die laufen hier alle frei herum und fressen alles an. Und ihr Kot … also, da kann man wirklich … weißt Du, ich glaube, mein Schnupfen … der kommt durch die Mäuse. Gestern war ich mal auf dem Speicher … also, was da alles herumliegt … als ob jemand die Mäuse gezüchtet hätte.

  • Hier? Im alten Palast? Aber wozu, die Mäuse konnten hier doch eh die ganze Zeit machen was sie wollten.

  • Geh, und schau es Dir selbst an. iIch habe dort jedenfalls auch noch eine ganze Menge anderer interessanter Dinge gefunden.

  • Und? Hast Du alles gefunden, was auf der Liste steht?

  • Was für eine Liste?

  • Na, die, die Du heute Nacht so eifrig abgearbeitet hast.

  • Das war keine Arbeit; das war fast so etwas wie Weihnachten, wenn ich ehrlich sein soll.

  • Sag mal, wieso gibst Du eigentlich nicht zu, das Du abhängig beschäftigt bist, für Arbeit braucht sich hier wirklich keiner zu schämen. In Zukunft wird auch im Paradies regelmäßig gearbeitet. Drei Tage Arbeit – und vier Tage frei.

  • Drei zu Vier? Ich dachte Vier zu Drei.

  • Wieso? Das Paradies übernimmt die Wochenendschicht, und die Hölle die vier Tage in der Woche. Am Samstag und Sonntag und vor allen Dingen am Montag, da ist im Paradies zukünftig die Hölle zu Gast. Nun, Und in der Woche gehen die Engel, Elfen und Zwerge auf die andere Seite.

  • Ach so. Die total geordnete Durchmischung, ich verstehe.

  • Ja, aber keine Brutalstmögliche, damit wir uns da gleich von Anfang an richtig verstehen.

  • Also, wenn jemand das Chaos in der Bude hat, dann ist das dieser alte Gotenpalast hier. Bei uns sah das nie so aus. Wir hatten einfach nicht so viel Kram, als das wir alles hätten einfach so wegschmeißen können. Was ich alles schon gefunden habe …

  • Und was machen die maskierten Kerle in den weißen Schutzanzügen hier im Haus?

  • Das sind Kammerjäger.

  • Ach … und hinter wem jagen die her?

  • Ungeziefer, Mäuse, Ratten …

  • Sag mal, ich glaube bei Dir piept es wohl!

Jetzt hatte Monalisa aber langsam die Nase voll, und wollte

schon zu ihm herüberschießen, aber da kam er selbst,

noch nass, in ein altes Tuch gehüllt.

  • Hier, ich will Dir mal einen Teil meiner Beute zeigen …

Und Satan zeigte Monalisa Dinge, die sie sehr nachdenklich machten. Eine Fernsehantenne, benutzt, aber funktionsfähig, ein Radio, mehrere Festplatten von Computern, verschiedene TV-Karten, eine Hand voll Stecker, und ein Adapter, dessen Adaption Satan jedoch unbekannt war.

  • Ich sage dir, hier, da steht das Herstellungsdatum … also, damals, glaube mir, wenn ich so etwas gehabt hätte … zusammen mit meinem Kram, also, daraus hätte ich ein Sendestudio …

  • Eine Fernsehstation?

  • Wenn man über das Internet geht, kein Problem.

  • Dann lass uns so etwas aufbauen!

  • Du meinst wohl ehr: Bau Du auf …

  • Wenn Du es kannst.

  • Mach es doch selber.

  • Sicher, es dauert dann halt nur etwas. Dann müsste ich … aber nee, lass mal. Wenn Du keine Lust hast, dann möchte ich Dich zu nichts verpflichtet haben.

  • Lust hätte ich schon …

  • Nun, dann verpflichte Dich … oder, vergiss was ich gesagt habe.

Satan sah sie traurig an:

  • Kannst Du nicht einmal bitte sagen.

Monalisa schaute zurück:

  • Warum muss ich darum bitten, das man sich selbst retten soll. Es geht doch nicht darum, das ICH eine Fernsehstation haben will, um sie zu besitzen. Ich will sie benutzen. Und zwar, um UNS die Möglichkeit zu geben, etwas gegen diese ganze Scheiße zu unternehmen. Ich bin doch nicht zum Spaß Göttin und jetzt auch noch Königin dieses Saftladens hier. Willst Du etwa meinen Job? Bitte … da sage ich, Bitte … mach! Aber tue auch was. In 10 000 Jahren komm ich wieder und schenke Dir eine Brille. Vielleicht siehst Du dann klarer.

  • Ich würde Dir auch gerne eine besorgen.

  • Rosa womöglich, nein Danke.

  • Nicht unbedingt … aber vielleicht eine Lesebrille für das Kleingedruckte auf der Rückseite.

  • Welcher Rückseite?

  • Unseres Vertrages. Unserer gegenseitigen Verpflichtungserklärung.

  • Willst Du mich etwa heiraten?

  • Das ginge natürlich auch. Aber ich dachte zunächst an eine gegenseitige Adoption. Ich adoptiere Dich, und Du mich. Dann sind wir offiziell Geschwister, ins Bett willst Du mit mir ja nicht.

Monalisa ahnte, das sie nun ziemlich nah an dem falschen Hasen

dran war, der da die ganze Zeit schon im Pfeffer lag. 

Zerstörung der Westlichen Zivilisation

durch den Kulturellen Marxismus

Published on Nov 6, 2016

Wenn man heute Menschen von der Gefahr des „kulturellen Marxismus“ erzählt, so schaut man

meist eher in leere Gesichter? Wie? Kommunismus? Haben wir den nicht 1989 besiegt?

Was sollen uns da ein paar Hinterbänkler und Altkader gefährlich werden?

Ob der starke Schnupfen vielleicht in diesem

berühmtberüchtigten Tellergericht seine Ursache hatte?

Monalisa, die oberste Sonnengöttin und die Gotische Königin dieses Sonnensystems, und darum auch die Göttin der Liebe unter den Menschen, stellte sich etwas an, wenn es um Sex ging. Das war nicht ihr Thema. Im Moment jedenfalls nicht. Sie hatte andere Sorgen. Das mit der körperlichen Liebe, das musste einfach warten.

Sex, das war etwas für Friedenszeiten und Zeiten überstandener Not. Und das hieß für sie: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Und das galt ganz besonders für die gotischen Götter. Allen würde sie am Liebsten das Bumsen für eine Weile verbieten. Und ganz besonders hart würde sie den treffen wollen, der gegen das Arschfickverbot verstieß.

Aber, das hatte sie schnell eingesehen, so einfach war das mit der Einführung neuer Gesetze nicht. Sie würde Überzeugungsarbeit leisten, oder zu diktatorischen Mitteln greifen müssen. Nur, so fragte sie sich, sollte sie jedem die Hand davor halten? Ein Feigenblatt für alle, mit freundlichen Grüßen, Eure Liebe. Nein, dieses Reizthema musste vertagt werden.

Monalisa zog sich ihre Lieblingsjeans an. Sie hatte abgenommen. Als Fledermaus war man offensichtlich nicht besonders speckig. Wenn sie an die kritischen Blicke ihrer Tante Mo auf ihren Po und ihre Oberschenkel dachte … als Hummel hatte man es wirklich nicht ganz leicht unter Bienen und Wespen.

Einmal, es war zu Beginn ihrer persönlichen Selbstständigkeit, war sie von einem ganzen Schwarm Bienen in deren Wabenbau eingeschlossen worden. Eigentlich war sie dadurch erst richtig aufgewacht.

Dort wurde sie gut und regelmäßig gefüttert, gewaschen und bekam das Einmaleins der Bienen gelehrt. Es ging dort ziemlich streng und geordnet zu. Und jeden Donnerstag mussten sie alle auf die Waage.

Nun, und es kam, was kommen musste, Monalisa war immer ein bisschen zu schwer. Man sah etwas besorgt zu ihr herüber und tuschelte. Ob sich das wohl gibt, wenn sie älter wird?

Es hat einige Zeit gedauert, bis diese Bienen eingesehen hatten, das sie keines ihrer vielen Lieblinge, sondern ein sogenanntes Kuckucksei. Die Bienenkönigin ließ sie in Frieden weiterziehen, und als sie das nächste Mal in eine ähnliche Situation kam, da sorgte sie schnell für Klarheit, denn die Fürsorge und der etwas allzu nervöse Arbeitsstil der Bienen konnte einer einzelnen Hummel, und sei sie noch so gemütlich veranlagt, auch schon mal etwas viel werden.

Ansonsten kam sie jedoch gut mit Bienen aus.

Mit denen konnte man tatsächlich sehr

gut zusammen arbeiten, wie sie fand.

Sie überlegte, wie sie die Bienen mit den Mäusen, Katzen, Hunden und Schlangen an einen Tisch bekommen könnte. Wenn sie allerdings von dem Kammerjäger erfuhren … da flohen auch die Bienen, das wusste sie schon im Voraus. Und am Ende blieb sie dann mit den Spinnen hier allein. Denn Spinnen hat noch niemand wirklich vertreiben können. Sie verstecken sich in der kleinsten Ritze, sie sind extrem genügsam und die Härte im Kampf ums Überleben, die war ihnen so in Fleisch und Blut übergegangen, das sie mehr und längere Beine als alle anderen Insekten entwickelt hatten. Sie waren Beine … superschnelle, dünne Beine, die von einer zentralen Steuereinheit kontrolliert wurden. Sie überstanden Wassereinbrüche, Hitzewellen und Stürme. Einer von ihnen überlebte immer. Und jede konnte einen neuen Staat aufbauen. Ein großes Netz, mehr war dazu nicht erforderlich. Und dann legte sie Eier, gut eingepackt und beschützt.

Als Hummel hingegen war man ehr ein Einzelgänger,

vielleicht hatte man Familie, aber im Grunde war man staatenlos.

Der Mond ist keine Kugel | AstroToni TV

Published on Nov 6, 2016

Warum der Mond keine Kugel sein kann…

Ganz anders war es wiederum bei den Fledermäusen. Sie hingen aneinander, wie Pech und Schwefel. Und, da wo sie waren, da gab es dann auch nichts mehr zu meckern. Sie hielten alle in Schach. Insekten, aber auch größere Tiere hatten zumindest Respekt vor ihnen. Auch der Mensch. Obwohl, ein Bauer, der eine Fledermausgesellschaft in einer seiner alten Scheunen hatte, sich sehr glücklich schätzte. Denn sein Hof war frei von allem was den Frieden und die Idylle stört.

Monalisa war mittlerweile durch fast alle Metamorphosen gegangen.

Doch die Hummel, mit ein bisschen Biene drin, die Spinne und die Fledermaus, hatte sie als ihre persönlichen Wappentiere erwählt. Diese Drei, vereint mit all den anderen Weltbewohnern, … Mensch, so müsste es doch gelingen können, die paar Nematoden wieder loszuwerden, die nicht in unser Universum gehören, dachte sie nun schon zum wiederholten Male.

  • Hallo? Hallo … ist hier Jemand?

  • Ja, hallo, wer ist denn da bitte?

  • Mein Name ist Jan van Helsing, ich bin der Rattenfänger. Man sagte mir, ich sollte mich hier melden.

  • Jan van Helsing? Sind sie nicht der, der Graf Drakula das Leben so schwer gemacht hat?

  • Ganz Recht, der bin ich. Meine größte Leistung, sicherlich.

  • Kommen sie nur herein, aber, bitte, fangen Sie mich nicht gleich ein.

Die Tür zu ihrem Zimmer ging auf, und

der Kammerjäger betrat Monalisas kleine Dachstube:

  • Guten Tag, oder besser, es ist ja schon fast dunkel, guten Abend.

  • Guten Abend Jan.

  • Sie kennen mich.

  • Der Graf hat mir einmal von ihnen erzählt, und dann habe ich hier diesen sehr langen Brief von Dir, ähm, Ihnen bekommen.

  • Sie haben einen Brief von mir?

  • Ja, den hat mir ein guter Freund geschickt. Er kam über Umwege, aber er hat sein Ziel gefunden. Entschuldigen Sie die Vertraulichkeit, aber Sie sind mir durch diesen Brief so sehr ans Herz gewachsen, dass ich ins Du verfallen bin.

  • Wir können gerne dabei bleiben, ich duze gern.

  • Ich auch. Ich heiße Monalisa.

  • Sie, äh Du bist Monalisa?

  • Nun ja, eigentlich heiße ich Mona Isa, doch das L der Liebe ist in meinen Namen gerutscht. Und jetzt heiße ich eben Monalisa. Irgendwie passt das aber auch ganz gut, finde ich.

  • Vielleicht sollte man um Verwechslungen auszuschließen besser Monalisa II. sagen. Jedenfalls im offiziellen Rahmen.

  • Guter Vorschlag. Angenommen. Und? Haben sie noch mehr gute Vorschläge? Vielleicht, wie ich wieder Herr in meinem eigenen Haus werde?

  • Geschlechtsumwandlung ist ehr etwas für ein Unternehmen wie Frankenstein und Co. Aber, natürlich einige Vorschläge habe ich schon.

Und Jan schaute sich in der Dachkammer um.

Dann schaute er Monalisa tief in die Augen.

  • Also, wenn Du hier oben bleibst, Dich still verhältst und nur hinaus gehst, wenn die Sonne untergegangen ist, dann können wir Dich hier durchaus wohnen lassen. Fledermäusen fallen nicht unter die Rubrik Ungeziefer. Wenn Du allerdings eine Königin mit einem eigenen Staat sein willst, dann, ja dann … wird es Probleme geben, um es mal vorsichtig zu formulieren.

  • Wieso?

  • Ein solch großes Haus, für eine einzige Fledermaus? So etwas ist nicht vorgesehen.

  • Ich wollte auch nicht alleine hier wohnen. Das Areal ist schließlich groß genug. Ich denke, hier werden wir mit ein bisschen gesundem Verstand alle satt.

  • Du sprichst nicht von Menschenverstand?

  • Er ist nicht das Maß aller Dinge. Das wird er aber noch einsehen, wenn er etwas älter ist. Der Mensch als Wesen an Sich ist noch jung, viel jünger, als die meisten Wesen. Er ist zwar die Krone der Entwicklung, aber das bedeutet eigentlich nur, das er zunächst einmal ziemlich unerfahren ist.

  • Aha … aus dieser Perspektive betrachtet …

  • … ergeben manche seiner unsinnigen Handlungen Sinn. Ja … so sehe ich das. Der moderne Mensch, der neueste Prototyp. Und ein solches Versuchsmodell ist nicht nur eine Weiterentwicklung, es ist auch sehr störanfällig.

Jan schmunzelte. Gut. Die Frau hatte offensichtlich Humor. Den würde sie aber auch brauchen, wenn er ihr jetzt seinen Vorschlag machte:

  • Können wir hier ohne Zuhörer sprechen?

Sie dachte an den Erzengel und seine Kumpanen. Die hatten unter Garantie ihre Augen und Ohren überall, zumindest, solange sie nicht mit anderen Dingen beschäftigt waren. Fressen zum Beispiel. Sachen anknabbern, Nestbau … Verstecken und Fangen spielen. Und schwatzsüchtig wie sie waren …

  • Nein, Jan, wir sollten an einen anderen Ort gehen.

Und Monalisa zog sich ihren blauen Mantel über. Es war doch empfindlich kühl geworden in diesem alten Gemäuer. Wenn man allerdings in Betracht zog, das sie mittlerweile von Eisbergen umgeben waren, dann hatten sie es unter der gefrorenen Oberfläche richtig kuschelig. Es war halt alles eine Frage der Perspektive. War man drinnen oder draußen? Das war reine Ansichtssache. Für eine angemessene Einschätzung und eine Lageanalyse, wie sie jetzt notwendig war, dafür brauchte auch Gott einen Maßstab.

Der Eine nahm Luft, und der andere Gold. Wieder andere nahmen die Zeit oder einfach nur Punkte. Sie hatte sich für Punkte entschieden. Oder Ringe, Strings. Sie rechnete mit Elektronen, Gravitonen, Quarks, Protonen und Neutrinos. Sie kam mit diesem einfachen Baukastensystem gut zurecht.

Und deswegen entschied sie sich auch für den kleinen Raum neben dem schönen Bad. Jan van Helsing war also ihr erster Gast in diesem altehrwürdigem Raum.

Na, wenn das mal nicht Graf Drakula hört,

dachte sie und öffnete die Tür.

Anonymous – Gigantische Demo in Berlin vor dem

Brandenburger Tor I Million Mask March 2016 [Deutsch]

Published on Nov 6, 2016

Riesige Anonymous Demonstration in Berlin. Demonstranten waren

unter anderem am Brandenburger Tor und am Hauptbahnhof.

*

Der Hundeführer

Nun, und als sie Beide den Raum betraten, da staunten sie

nicht schlecht. Dort saßen auch noch andere Besucher.

Oder besser Einer, aber der hatte einen

großen schwarzen Hund dabei.

  • Hallo Monalisa.

  • Hallo Chef.

  • Oho … ich denke, Du bist jetzt die Chefin hier.

  • Das heißt aber ja nicht, das Du nicht auch verantwortlich für den Laden bist.

  • Saftladen. Saftladen, vergiss das nicht.

  • Das vergesse ich schon nicht. Darf ich Dir vorstellen, Jan van Helsing.

  • Der Rattenfänger von Hameln?

  • Nein, Vater, da verwechselst Du etwas.

  • Ach … wie Du nicht sagst. Dann würde ich Dir empfehlen seine Vita noch einmal ganz genau zu studieren.

  • Und wenn schon, Vater, was ist dabei, wenn er den Mäusen und Ratten den Foxtrott beibringt. Wichtig ist, das sie nicht mehr einfach so herum panken. Ein bisschen Ordnung kann nicht schaden.

  • Bis er sie im Gleichschritt marschieren lässt.

  • Entschuldigung, aber, wenn ich vielleicht auch mal etwas einwerfen dürfte, Guten Abend erst mal, also, mein Vorschlag zielt eigentlich in eine ganz andere Richtung.

  • Aha … na, da sind wir aber sehr gespannt, Herr Helsing, oder wie immer Sie sich auch nennen mögen. Menschen mit falschen Namen konnte ich irgendwie noch nie richtig einschätzen. Bitte setzten sie sich doch, wo kommen sie noch mal her? Deutschland? Planet Erde. Interessant, interessant. Wo sind sie denn geboren?

  • Vater, bitte, man muss nicht alles wissen wollen.

  • Aha … willst Du mir etwa erzählen, das Du einen wildfremden, unbekannten, namenlosen Kerl hier einfach einlässt? Das hatten wir doch schon einmal.

  • Eben drum … allein deshalb werde ich ihn mit Achtung und Respekt behandeln. Und außerdem, er kommt als Kammerjäger, er soll …

  • Eben, Monalisa, der Kerl damals behauptete auch Kammerjäger zu sein, er kam jedoch ungebeten und hat sich an der Theke durchgeschnorrt. Ich war froh als der weg war. Und dann sehe ich diesen Hurensohn mit Euch in der Küche! Was hätte ich denn machen sollen, die Flöhe sprangen einem ja förmlich ins Gesicht.

  • So siehst Du das?

  • Wie siehst Du das denn?

  • Du hast ihn aus dem Warmen ins Kalte geschmissen. Und darum hat er uns alle, die wir in der Küche zurück geblieben sind, verflucht. Die ganze Familie, den gesamten Clan.

  • Aha, jetzt kommen wir der Sache ja schon etwas näher.

Jan van Helsing, der sich dem Hundeführer gegenübergesetzt hatte, war nicht ganz wohl in seiner Haut. Er hatte zunächst an einen einfachen Auftrag gedacht, doch diese Aufgabe hier, die nahm ja mit jedem Satz immer größere Ausmaße an. Weil mit Flüchen, also … da wollte er lieber nichts mehr mit zu schaffen haben. Flüche, die können einen um die ganze Welt jagen, wenn man Pech hatte.

Ein verfluchtes Haus von seinen Parasiten zu befreien, das war, nach allgemeiner Einschätzung, eigentlich fast unmöglich. Er hatte da schon Vieles erlebt und erlitten.

Und witzig waren die meisten Geschichten auch nicht.

Ihr Ende oft tragisch.

Gottfried Glöckner –

Ein Landwirt packt noch weiter aus…

Published on Nov 6, 2016

Ein Bauer der jetzt auspackt! „Teil 2“

Ein spannender Vortrag in dem er erzählt was Staat, Firmen und

sonstige Graue Gestalten im Landwirtschaftlichen Berreich so treiben…

An einem VortragsAbend bei Botti in Stetten. Unter anderem mit

Daniele Ganser, Urs Hans und Heino.

www.gottfried-gloeckner.com

Monalisa sprach zuerst wieder:

  • Aber, zu was hat es geführt? Der Laden musste am Ende Dicht gemacht werden. Und zum Schuss der ganze Palast. Sachen packen und verschwinden, ohne ein Wort des Abschiedes, der Erklärung. Ich finde das Verantwortungslos. Das Sonnensystem braucht eine geordnete Struktur, und seit wann hört das geistig moralische System vor der eigenen Zimmertür auf?

  • Ich weiß, ich bin ein Waschlappen in Deinen Augen. Weg mit Schimpf und Schande. Ein Verräter, ein Versager.

  • Das habe ich nie behauptet.

  • Aber gedacht. Und Du solltest nicht vergessen, was Du kannst, das kann ich auch.

  • Na, dann mach! Ich habe doch gar nichts dagegen. Ich bin doch nur hier, weil kein anderer sich gemeldet hat. Weißt Du überhaupt, wie lange ich nach einer Alternativbesetzung gesucht habe? Es wollte keiner. Niemand hat sich auf meine Anrufe gemeldet. Jedenfalls fast niemand. Und die, die sich von selbst angeboten haben, nun, die haben selten gehalten, was sie versprochen haben.

  • Siehst Du, so ging mir das mit dem Kammerjäger. Er hätte mir die Bude ausgeraubt und mich dann noch vor meine eigene Tür gesetzt. Schau Dir nur an, was aus seinen ehemaligen Vorgesetzten geworden ist. Sind alle untergegangen. Verraten und verkauft, Und der Dreckskerl lacht sich heute noch ins hinterhältige Fäustchen.

Das der Mann ein wirklicher Kammerjäger gewesen sein sollte, das kam ihr auch etwas merkwürdig vor. Dafür fand sie ihn auch damals schon zu schmutzig und ungepflegt. Aber, ihrer Meinung nach hatte der Mann einfach nur ein Vollbad gebraucht, ein paar frische Klamotten und was warmes zu Essen. Dann wäre er gegangen und hätte sich nicht über sie alle geärgert. Und dann hätte er sie auch nicht verflucht. Und dann wäre vielleicht das Leben ganz anders verlaufen. Nur, das nützte uns allen heute natürlich gar nichts. Jetzt war es wie es ist. Und jetzt hieß es: Nicht schon wieder den selben Fehler zu machen. Aus Fehlern lernen. Das war ihre Devise. Es besser machen. Think big, think bigger, think gothic! Das war ihr geheimster Zauberspruch. Damit konnte sie Universen erschaffen. Es war im Grunde ganz einfach. Was im Kleinen funktionierte, das funktionierte auch im größeren Zusammenhang. Man musste die Seifenblase nur richtig kräftig aufblasen, man musste vorsichtig sein, aber er war möglich Millionen Kilometer im Durchmesser große Seifenblasen zu erschaffen, es kam nur auf den Maßstab an. Das eine war ein Luftbläschen, das andere war eine Planetenhülle, die nächste Stufe war das Sonnensystem, auch ihres hatte eine Hülle. Jede Galaxie. Jedes Universum. Denn, alles war Schaum.

  • Wo ist eigentlich Dein Satan?

  • Der räumt auf dem Dachboden auf. Interessante Sachen hat er da entdeckt. Vor allen Dingen, wenn man auf die Datierungen achtet.

In dem Moment klopfte es an der Tür

und Satan steckte den Kopf herein.

Choose Wisely

Published on Oct 18, 2016

  • Hallo … äh, ich möchte nicht stören.

  • Komm nur herein, Satan wir sprachen gerade von Dir.

  • Nein, ich muss noch mal dringend weg, soll der Hund hier bleiben?

  • Mirage? Komm Mirage …

Aber der blieb wie angewurzelt in der Tür stehen. Satan gab ihm einen stups nach vorn, aber Mirage weigerte sich. Weg wollte er aber offensichtlich auch nicht. Der schwarze Hund verhielt sich unterdessen ganz ruhig. Aber es war nichts zu machen, und so schloss Satan die Tür und nahm Mirage mit sich mit. Den fliegenden Kuss, den sie Satan anbot, hatte er abgelehnt. Nun ja. Sie wollte sich gerade wieder ihren Gästen zuwenden, als es erneut an der Tür kratzte. Sie stand auf und schaute nach. Es war der Hund. Ansonsten war alles dunkel, Satan war nicht da.

Und als sie sich zu ihren Gästen umschaute, da waren auch die nicht mehr da. Mirage ging schnüffelnd durch den Raum.

Was sollte das denn nun schon wieder. Machten die hier denn alle plötzlich das Licht aus? Auch die eine Kerze, die sie auf dem Tisch entzündet hatte war fast ganz herunter gebrannt, und das verhieß alles irgendwie nichts Gutes.

Sie legte etwas erkaltetes Wachs zur Flamme,

aber lange würde dieses Licht nicht reichen.

Die Tür war zu. Sie brauchte nicht nachzuschauen, sie wusste, wenn ein Bann um sie gezogen worden war. Sie kannte das Gefühl. Einen Bann zu legen war ja auch keine große Kunst. Der Wille musste da sein, das reichte meist schon. Viel interessanter war die Frage, wer wollte sie bannen? Wieder einmal der Schwarze Mann?

Mirage lag mit dem Kopf direkt vor der Tür und stöhnte leise kurz auf. Was ihm wohl jetzt so durch den Kopf ging? Fühlte er den Bann? Es kam keine weitere Reaktion von ihm. Er war eingeschlafen. Na super, und sie war hell wach. Bald würde die Flamme ausgehen. Dann würde es hier an diesem verborgenen Ort stockfinster werden. Worauf hatte sie sich einzustellen? Wer kam da auf sie zu? Oder kam gar keiner und sie saß in der sichersten Falle aller Zeiten. Von Gott, Satan und dem Kammerjäger verlassen? Etwas klapperte. Nur kurz, aber es war eindeutig vom Tisch aus gekommen, das Geräusch.

Sie hörte Mirages Atem. Er schnaufte, er träumte …

Sie ging an den Tisch und setzte sich:

  • Gute Nacht Monalisa.

  • Gleichfalls eine guten Nacht. Ich habe schon auf Dich gewartet.

  • Das schlechte Gewissen ruft mich wohl …

  • Dann sprich Dich aus, das hat immer schon geholfen. Und vielleicht erklärst Du mir bei dieser Gelegenheit, wie es dazu kommen konnte, das Fledermäuse sich kaum noch ans Licht trauen und statt dessen, zum Beispiel, in alten Särgen den Tag verschlafen.

  • Ja, ja das Licht, Grenzüberschreitungen, Tabubrüche, Schandtaten … Schweinereien, Sauereien … den Schweinehund kriegst Du des Nachts einfach leichter aus seiner Haut gepellt.

  • Ich denke, Du willst nur an ihr Blut.

  • Die Anderen aber wollen den Rest.

  • Und was passiert mit der blutarmen Frau?

  • Sie verwandelt sich entweder in eine Sau, oder in ein kleines Würstchen. Das kommt auf ihren Charakter an. Ich habe schon Frauen erlebt, die da richtig doll drauf standen und hinterher auch total heftig abgefahren sind.

  • Aber Du bist Dir schon im klaren darüber, dass Du damit die heiligen Regeln verletzt hast. Wissen, wagen, wollen … und keine Schweinereien.

  • Schweigen, Madam, wissen wagen, wollen und schweigen, so lautet die Regel. Und wir alle haben gewusst, gewagt, gewollt und geschwiegen.

  • Nur die Frauen nicht.

  • Mit ein bisschen Nachhilfe …

  • Wie meinst Du das?

  • Nun, es gibt Mittel und Wege, auch bei einer Göttin den Schweinehund herauszukitzeln, um damit ihr Maul zu stopfen.

  • Freiwillig bekommst Du mich nicht dazu.

  • Ach Monalisa, wer will das schon? Es ist einfach tierisch belebend, wenn eine Frau um ihr Leben schreit. Wenn sie jammert und fleht, wenn sie weint und in die Knie geht. Wenn sie hat den Mund schön voll … dann wird auch sie so richtig doll.

Monalisa schaute sich den Grafen genauer an. 

Dazu musste sie auf Ultraschall umstellen, denn die Flamme der Kerze war mittlerweile endgültig erloschen. Damit sah sie zwar nur schwarz-weiß, aber immerhin, so konnten die schillernden Farben ihren Geist auch nicht von dem eigentlichen Problem ablenken:

Human Being

Published on Oct 11, 2016

Graf, wohin hat der Missbrauch die Welt nur geritten?

Wer hat bloß Spaß an den perversen Riten?

Warum nur sind die Geschlechter so zerstritten?

Wie viele haben schon darunter gelitten?

Die Katze schreit: miau … au au …

Der Hund bellt: wau … au au …

Und der Mensch, der schreit: du Sau … au au …

Und der Nematode sich die Hoden kratzt,

was war der Hass doch für ein Schatz,

Feuchte durchdringt den Hosenlatz.

Graf Drakula kommt in der Nacht.

Die Sau, geschlagen und geschunden,

ist die Rache einsamer Stunden,

die eine Frau mir auferlegt,

da sie mit einem anderen geht.

Graf, Du sollst nicht begehren Dein eigenes Blut.

Du sollst nicht begehren Deine eigene Brut.

Du sollst die Frau des Anderen nicht nehmen,

muss ich Dir denn noch mehr erzählen?

Die Gebote kennst Du doch …

ihr Missbrauch frisst hinein ein Loch.

Und da wieder heraus , das weißt Du genau,

kommt allein nur die Nematodensau.

Und die lacht uns dann alle aus,

ja, ja ich sitze drin im Haus!

Ihr glaubt gar nicht, wie mich das freut,

da ihr jetzt meine Knechte seid.

Ob Mann, ob Frau, sie sind gebrannt,

bald werden sie wieder Sklaven genannt.

Sie sind unsere Wirte, denn, sie schenken frei aus,

den Saft, aus dem der Hass gebraut.

Das ist mir alles scheißegal,

ich brauche diesen Saft nun mal.

Es ist die Sucht, die mich zwingt,

es befreie sich, wem das gelingt.

Ich schaff es nicht, ich hab’ s Versucht,

Ich bin zu schwach, ich bin verrucht.

Ich habe so viel Schuld geladen,

ich kann nur noch mich selbst anklagen.

Und darum schaue ich nicht hin,

es tut mir weh, das ich so bin.

Ich habe verloren das eine Licht,

das den finstersten Schatten zerbricht.

Ich habe erkannt, ich bin ein Nichts,

ich fürchte mich vor Gottes Gericht.

Darum ich nach Unendlichkeit strebe,

ich hoffe, das ich ewig lebe.

Und mit dem Saft gelingt mir das,

darum bin ich darauf so scharf.

Solange ich das Blut aufsauge,

schaue ich nicht in SEIN Auge.

Das mit der Unsterblichkeit kannst Du vergessen,

irgendwann wird vor dem Stuhl gesessen,

Und dann kommt die eine Frage,

was hast Du gemacht, all die Tage?

Die Sonne bringt es an den Tag,

das die Zeit gar nichts vermag.

Sie heilt auch nicht alle Wunden,

sie gären weiter, viele Stunden.

Und dann kommen sie ans Licht,

das schlechte Gewissen will es zwar nicht,

doch die Physik ist unbestechlich:

das Bild im Spiegel, das bleibt hässlich.

So schleicht der Mann des Nachts herum,

und macht die kleinen Katzen stumm.

Den Hund behandelt er sehr schlecht,

und dann beißt er noch den Knecht.

Und der Nematode lacht und lacht,

ja, ja, so wirkt der geile Saft.

Auch das Rumpelstilchen springt herum,

Gott, was sind die Menschen dumm!

Graf Drakula schaut die Göttin an.

Was hat die Frau, das ich nicht kann?

Mein Schwanz ein nasser Lappen ist,

verschrumpelt bin ich, ein kleiner Wicht.

Mein Gott, ich verstehe das nicht.

Wo ist die Angst in ihrem Gesicht?

Hilfe, mich blendet IHR magisches Licht!

Hilfe, Hilfe, ich steh vor IHREM Gericht!

Lieber Graf, täusche Dich nicht!

Es ist Dein Gewissen, das zu Dir spricht.

Und der Teufelskreis im Hier und Jetzt,

wird geöffnet durch die Hex.

Und da wurde der Graf plötzlich ganz klein,

und seine Augen sehr groß.

In seiner Kehle steckte ein bitterer Klos.

Er würgte, spuckte und dann war es heraus,

und er warf den Nematoden aus dem Haus.

Bah … was war das ekelhaft,

nein, so schmeckte nie der Saft!

Das Zeug riecht einfach fürchterlich,

was ist das für ein Scheißgericht!

Und in diesem Moment ging in dem Raum das Licht an. Und Monalisa gratulierte dem verdutzten Mann, und verkündete erfreut: So, mein lieber Graf, jetzt kannst Du auch wieder bei Tag aus dem Hause gehen.

Ich fasse es nicht, ich bin geheilt!

Ich kann mich in dem Spiegel sehen!

Ich kann einfach draußen spazieren gehen!

Ich fasse es nicht, ich bin befreit!

Mann, wie mich das super geilt!

Lass die Finger bei Dir …

sonst fängt das Drama von Neuem an,

und so bescheuert, kann nicht einmal

sein, der dümmste Mann!

*

Haben wir eine freie Presse? | 05. November 2016 |

www.kla.tv/9325

THE FBI HAS RELEASED THE BIGGEST BOMBSHELL

JUST IN TIME FOR THE 2016 ELECTIONS! (MUST SEE!)

Published on Nov 5, 2016

Newly discovered emails that FBI Director James Comey told lawmakers Friday could

be pertinent to the now-closed investigation into Clinton’s private email server

were sent or received by Abedin, according to a law enforcement official.

*

Schweden

Die Hüter der Schlange

Als Monalisa den runden Tisch verließ, schien die

Sonne durch die offenen Fenster herein.

Sie hatte die Läden aufgedrückt und die Gardienen zur Seite gezückt, die Fenster weit geöffnet, hatte die Göttin frische Morgenluft und die wärmenden Strahlen der Sonne in das altehrwürdige Zimmer hinein gelassen.

Sie ging durch das Bad und schaute sich um. Wo war Satan hin? Und, wo war der Hund? Mirage war mit dem Sonnenlicht aufgewacht, und hatte sich zum Pinkeln auf den Weg gemacht. Sie ging in den Garten, direkt vor der Tür. Und dort stand der Hüter der Schlange, und fragte nach ihr:

  • Guten Tag, ich suche die Königin.

  • Ich grüße Euch, was wollt ihr denn von ihr?

  • Das würden ich gerne mit ihr persönlich besprechen.

  • Ich kann nichts dazu sagen, ich sehe hier nur nach dem Rechten.

  • Wann hält sie denn Audienz? Ist es wohl möglich, das man eine Bitte vorbringt?

  • Was ist denn Euer Begehr?

  • Das steht alles in diesem Kuvert.

  • Ich werde sehen, was ich machen kann, und einen guten Tag noch, guter Mann.

Das mit den Hütern, das wollte sie sich noch in Ruhe überlegen. Sie nahm den Brief in ihre Hand.

Dann ging sie zu Kundera, die auf einer der Palmen, über dem Schwimmbecken hing.

  • Hallo Kundera, wie geht es Dir?

  • Danke der Nachfrage, ich liege halt hier.

  • Und was hast Du früher so den ganzen Tag lang getan?

  • Da hing ich meistens an einem Stock, und wenn Sprechstunde war, dann ging ich zum Doc.

  • Zum Doc? Wer ist denn das?

  • Der Mann, mit dem Auge aus Glas.

  • Das ist ja interessant. Und wo kommt der her? Aus welchem Land?

  • E.E.C.

  • Kenne ich nicht.

  • In diesem Universum liegt es auch nicht. Er sagt er kommt von woanders her, er ist ein Reisender, leider jedoch im falschen Meer.

  • Ach, den Suche ich doch schon die ganze Zeit! Wo ist der Mann? Ich weiß Bescheid!

  • Der Hüter der Schlange kennt ihn gut. Er drückt ihm täglich die Augen zu.

  • Aha … was ist das denn für ein Ritual?

  • Weiß nicht, es kommt aus dem anderen All.

  • Das ist ja wirklich hochinteressant.

Monalisa öffnete den Brief und las gespannt:

Verehrte Göttin,

es schreibt ihnen hier ein völlig verzweifelter Mann, ich weiß wirklich nicht mehr, was ich noch machen kann. Ich halte mich im Dunklen versteckt, und hoffe, das man mich nicht entdeckt. Sie haben verkündet im ganzen Land, das sie etwas gefunden im Wüstensand, genau an der Stelle, wo ein Engel mich fand.

Wie, der Kerl schrieb ihr einen Brief? Wenn das nicht mal wieder so ein gemeiner Hinterhalt ist. Monalisa las weiter:

Den Schlüssel den Sie nun halten in Ihrer Hand, er verschloss die Tür zu meinem Land. Ich ließ ihn fallen vor lauter Schreck, als dieser Typ mich fand in meinem Versteck. Bitte geben Sie den Schlüssel heraus, ich bitte Sie, die Große Fledermaus.

War das nun eine Anrede, oder die Unterschrift?

Monalisa schüttelte den Kopf, sie wusste es nicht.

  • Kundera, was sagst Du dazu?

  • Ich denke, er ist der Kerl mit dem zu großen Schuh. Er zündete die Bombe, und war weg, im Nu. Und als er dann wieder zu sich kam, sah er sich gefangen, in einem anderen Universum.

  • Ach herrje, ER ist der Mann?

  • So ist es, so sagt es jedenfalls die einsame Hex, die ihn damals bei sich versteckt.

  • Aha … den Mann würde ich ja gerne etwas näher kennen lernen.

  • Er fürchtet das Licht, schon wenige Sterne können ihn verbrennen.

  • Oh wei, oh wei … wie soll das denn gehen?

Das ist ja ein völlig neues Problem, befand Monalisa.

Da musste sie jetzt erst einmal in Ruhe drüber nachdenken.

Mirage kam aus dem Garten ins Zimmer gelaufen. Er hechelte, aber ihm schien nicht mehr schlecht zu sein, und seine Nase war wieder kalt und feucht.

  • Sag mal, weißt Du nicht wo Satan ist?

  • Ich glaube, er sitzt da hinten am Tisch.

Monalisa schaute in den großen Nebenraum. Eine Bibliothek, ein wahrer Traum. Das Wissen der Welt war hier gelagert. Hier fand jeder eine Antwort, auf alle Fragen.

  • Hallo Satan, wie geht es Dir?

  • Ich habe Schnupfen. Mache bitte zu die Tür.

Von Innen oder Außen, fragte sie sich. Aber sie entschied

sich zu Schweigen über sein beleidigtes Gesicht.

Ich habe hier einen Brief, von einem verzweifelten Mann….

UPS Stystemabbruch?

Anm.d.AUTORIN:

T“ja, da war doch glatt jemand schneller als die POLIZEI erlaubt.

Fortsetzung folgt, doch jetzt nicht mehr, ich bin einfach

zu müde jetzt….viel Spaß beim alleine lesen…

🙂

So, weiter geht’s….

  • Was Du nicht sagst? Den kenne ich bestimmt.

Du meine Güte, war der Kerl heute wieder mal widerlich. Aber sie entschied sich zu Schweigen über sein rotes Gesicht.

  • Der Mann schreibt, er kommt aus einem anderen Universum.

  • Wenn Du es glaubst? Ich bin nicht so dumm.

Was war er doch wieder überheblich! Aber sie entschied sich zu Schweigen, mehr sagte sie ihm nicht, und sie steckte den Brief wieder in das Kuvert.

Dann ging sie nach oben in ihr kleines Zimmer.

Tagebucheintrag: 22. August 2005:

„Ich habe hochinteressante Post bekommen. Die Große Fledermaus … Anrede oder Unterschrift. Wenn es eine Unterschrift ist, dann würde das Vieles erklären. Sehr viel. Die Parallelwelt. Was hier +, ist dort – … hier weiblich, dort männlich? Doch, welches der vielen Nachbaruniversen ist wohl tatsächlich Seines? Es gibt doch so viele davon … wie soll er bloß sein Heimatuniversum unter all Milliarden Blasen wiederfinden? Wenn ich ihm den Schlüssel wieder geben würde. Wenn. Das werde ich aber wohl nicht. Er hat damit schon genug Unheil angestellt …“

Monalisa holte den Schlüssel aus ihrer Hosentasche. Es war der Originalschlüssel, er war etwas verbogen. Warum wollte der liebe Gott noch mal einen Zweiten nachmachen lassen? Hatte er womöglich schon damals ganz ähnliche Post bekommen? Hat er dem Mann etwa den anderen Schlüssel übergeben? Oder was steckte sonst noch dahinter? Das mit dem Aufzug hatte man ihr schließlich auch nicht erzählt. Nur, hier ging es nicht um Reisen durch das Universum, sondern um Reisen hinein und hinaus. Raus aus der einen Blase, hinein in eine Nachbarblase. Nur, welches Universum gerade neben einem andockte, konnte man das wissen? Andocken … andocken … doc? Der Angedockte? Und das Land, E.E.C.? Sie würde sich um diese Angelegenheit kümmern müssen.

Sie nahm den Schlüssel und steckte ihn an ihren Schlüsselbund,

den sie meist an einem längeren Band mit sich führte.

Sie zog sich um. Sie wollte einen abendlichen Rundgang durchs Haus und die umgebende Anlage machen. Sie hatte ihr Fahrrad vor der Tür, an einem Baum gelehnt stehen sehen. Und der Hund hatte auch Lust dazu. Das Klimpern mit de Schlüsseln hatte ihn herbeieilen lassen. Er stand wedelnd vor ihr.

  • Willst Du mit?

  • Ich bin dabei, wohin es Dich auch treibt.

  • Ja, ja, das kenne ich, und gleich beim ersten Häschen bist Du weg. Ich habe die Hasenjagd verboten, ich hoffe Du erinnerst Dich rechtzeitig daran.

  • Ist gebongt. Ey Ey, Sir!

  • Wie bist Du denn drauf, hast wohl gute Laune?

  • Superboy hat er mich genannt.

  • Wer? Satan.

  • Nein, der Mann, der mir den leckeren Keks gegeben hat.

  • Wer hat Dir denn den Keks gegeben?

  • Zeugenschutz. Ich verrate ihn nicht. Das wäre ja Verrat.

  • Ach so. Also ich finde, wenn Du dich von Anderen bestechen lässt, und mir noch nicht einmal mitteilen willst, wer Dich da anfüttern will, also, das nenne ich Verrat. So etwas wie Loyalität kennst Du wohl nicht? Aber gut. Dann kriegst Du von mir eben Keine mehr. Hast ja offensichtlich genug andere Freunde.

  • Du siehst das wirklich falsch …

  • Wir reden später darüber. Jetzt mache ich erst mal meinen Rundgang. Wenn Du willst, komm mit, ansonsten lässt Du es eben bleiben. Kannst in der Küche fragen, ob man Dir da etwas in Deine Schüssel tut.

  • Oh … Göttin … Göttin, das war doch nicht …

Aber Monalisa sagte nichts mehr. Sie ging einfach.

Mirage trottete mit hängenden Ohren hinterher.

Manchmal war sie wirklich kleinlich …

In manchen Dingen konnte Monalisa sehr kleinlich sein. Und bei dem Thema Loyalität verwendete sie ihre persönliche Goldwaage. Da war sie empfindlich. Zu viele Enttäuschungen hatte sie schon hinnehmen müssen. Nicht eigentlich bei den Tieren, die waren im Grunde sehr berechenbar, wenn man ihre Natur verstand. Aber bei den Menschen, den Engeln und gerade auch bei den Göttern, da hatte sie ihre traurigsten Erfahrungen gemacht.

Was war es nur, das die Menschen einander so entfremdete?

Ihrer Meinung nach lag die Ursache für diese zunehmende Feindseligkeit, Mann gegen Frau, Frauen gegen Männer, Gemeinschaften gegen andere Gemeinschaften und wenn Brüder plötzlich zu Feinden werden, in der Trennung. Nur wenn alle gemischt beieinander standen, Kinder, Männer, Frauen und Alte, dann konnte man unter ihnen, auch als Gott oder Göttin relativ sicher sein. Wurden die Menschen jedoch voneinander separiert, dann fing das an mit dem Vergleichen: besser, schlechter, größer, teurer, schöner, stärker … und dann war plötzlich der eine Gott besser als der andere. Oder der eine so gut wie jeder andere.

  • Warte, ich komme mit.

Das war Satan. Na, offensichtlich hatte er sich dasmit der

beleidigten Leberwurst noch einmal überlegt.

Mirage wedelte ihn an.

  • Na, Alter? Und wo wollt ihr hin?

  • Musst Du nicht arbeiten?

  • Ich habe Schnupfen und den gelben Schein.

  • Was für ein Schein ist das?

  • Nun, wenn ich nicht gleich die Rote Karte nicht ziehen will, dann versuche ich es schon mal mit dem gelben Sonnenschein.

  • Erkläre mir das bitte genauer.

  • Gelb ist die Warnung, Rot ist die Wut und Violett bedeutet Zorn. Schwarz ist der Tod, aber der hält, zugegebener Maßen, nicht lange. Und die ganze Geschichte fängt von vorne an.

  • Aber ein weißes Blatt ist man dann trotzdem nicht mehr, Satan, das sollte jedem 4-Farben-Mensch auch klar sein. Denn bis man einen dunklen Fleck wieder herausgewaschen hat, das dauert einfach seine Zeit. Und ein Loch bleibt ein Loch. Das wäscht sich nicht weg. Da muss man stopfen oder ausbessern.

  • 4-Farben-Menschen? Was ist das denn für eine Rasse?

  • Das ist keine Rasse, das ist eine Frage der Entwicklungsstufe. Es gibt Schwarz-Weiß-Denker, Regenbogenmeister, Lichtträger und eben auch 4-Farben-Menschen. Letztere sind häufig Engel, aber nicht alle sind gleich erwachsen. Die Blauen sind die gutmütigen Vögel, grün sind die eingebildeten Pfauen, rot sind wichtigtuerische Angeber, und gelb steht für erwartungsvolle Phantasten. Es ist ja schließlich nicht so, als das ein Engel schon fertig auf die Welt kommt. Auch er macht seine Schritte auf der einen, großen Leiter.

  • Und Du bist die Göttin für alle?

  • Ich bin Göttin, für die, die mich als solche erkennen.

  • Und wenn Dich jemand nicht erkennt?

  • Dann sieht er nicht alles. Und das bedeutet, er ist unter Umständen, noch nicht einmal ein 4-Farben-Mensch.

Monalisa stutzte. Hatte sie sich da verhört? Aus dem Zimmer, an dessen Tür sie gerade vorbei gingen hörte, sie die Worte:

  • Sie ist gefährlich, ich sagte es ja.

Monalisa öffnete ruckartig die Tür. Sie sah niemanden. Der Raum war nicht groß, und zu ihrer Überraschung stand ein alter Fernseher in diesem Zimmer.

Ja hatten die Goten denn schon vor 700 Jahren Kontakt mit dieser Technik gehabt? Oder wer hatte dann dieses gerät hier aufgestellt? Ihr fiel die Zentralsteuerung, im jetzt rosa Schloss ein. 80er Jahre-Design. Der Fernseher in diesem Raum passte ebenfalls in diese Zeit.

Monalisa fragte sich, wer es sich in

diesem Gebäude so gemütlich gemacht hatte.

  • Sag mal, die Zentralsteuerung, oben im Schloss, hattest Du beim Einbau und bei der Inbetriebsetzung nicht mitgeholfen?

  • Nur die Beschaffung. RA hatte das Problem, das er sich mit der neuen Technik nicht auskannte und er sie eigentlich auch für völlig überflüssig hielt. Aber sein Doppelgänger, den ich leider nie persönlich kennen gelernt habe, er bestellte bei der Satanischen Gesellschaft das Neueste vom Neuesten und bekam, was er bezahlen konnte.

  • Er hat dafür mit Geld gezahlt?

  • Nicht Geld, das braucht in der Hölle keiner mehr, nein, wir hatten damals einen dermaßen großen Überhang an jugendlichen Dummköpfen, das wir mit diesem unsichtbaren Gott eine Art Arbeitsteilung vereinbarten.

  • Und die sah wie aus?

  • Wir bekamen das o.k. diese Technologie auch in die Kinderzimmer einziehen zu lassen. Er hatte zwar Bedenken angemeldet, aber sich letztendlich auf den Deal eingelassen.

  • In welche Kinderzimmer?

  • In alle.

  • Ach … und wenn der Doppelgänger nein gesagt hätte?

  • Dann gäbe es jetzt nur in Ausnahmefällen einen Fernseher oder Computer in den Zimmern der Kleinen. Aber so? Die Zimmer sind voll davon. Und die Katzen freuten, und die Hunde grämten sich. Und als dann auch noch das Internet als neues Medium in dieses Sonnensystem einzog, da war er einer der Ersten, die um die Installation einer Standleitung in dieses Netz bat.

  • Und die habt ihr ihm dann auch eingerichtet.

  • Nun, er zahlte gut.

  • Und der Preis, was gab er Euch dafür?

  • Den Vorzug der englischen Sprache.

  • ER ist dafür verantwortlich?

  • Ja, er meinte, die Sprache sei kinderleicht, und er wollte gerne, das alle Kinder die Botschaften, die ins Internet gesetzt werden, auch verstehen. Und Englisch, so erklärte er meinem Vater sei heutzutage Wichtiger als Latein. Mein Vater sah das zu meiner Schulzeit noch anders, doch heute lernt er ebenfalls Englisch und kommuniziert täglich über dieses Netz.

  • Was macht Dein Vater eigentlich zur Zeit?

Satan sah Monalisa tief in die Augen, er überlegte.

  • Wenn wir zusammenarbeiten wollen, Satan, meinst Du nicht, das wir dann zueinander offen und ehrlich sein sollten?

  • Mein Vater ist verreist.

  • Aha, und wohin, wenn ich fragen darf?

  • Er ist mit einer größeren Reisegruppe zum Saturn aufgebrochen. Zur Erde wollte er nicht, die Hölle, die dort für die nächsten 1000 Jahre geplant und vorbereitet wurde, die fand nie seine wirkliche Zustimmung.

  • Ja, aber … wer steht der Hölle denn dann jetzt vor? Du etwa?

Wieder zögerte Satan mit der Antwort.

  • Die Satanische Gesellschaft hat einen anderen Kandidaten zu ihrem Oberhaupt erwählt.

  • Nein! Das ist ja unfassbar! Gewählt? Aber das ist doch gegen das kosmische Prinzip. Es kann nur den Einen geben …

  • Eben, aber der ist jetzt ein anderer. Mein Vater möchte sich deshalb wieder auf den alten Familiensitz zurückziehen. Ihm ist die neue Regierung nicht ganz geheuer. Er sagte am Freitag zu mir: Das ist nicht mehr mein Spiel. Die Koffer hatte er schon vor Wochen heimlich, und ohne das Wissen meiner Mutter gepackt.

  • Wie, sag bloß, er ist ohne Deine Mutter …

  • Nein, natürlich nicht, er würde sich niemals von ihr trennen.

  • Lieben sie sich denn immer noch so sehr?

  • Nein, das nicht gerade, aber er kennt seine Pflichten. Er steht zu seinen Entscheidungen. Beide feiern zur Zeit übrigens silberne Hochzeit. Sie haben diese Hürde geschafft, und er hat ihr diese Reise als Überraschung präsentiert.

  • Und Du hast beim Umzug geholfen, verstehe ich das richtig?

  • Es musste plötzlich alles so schnell gehen, der Untergang der Hölle stand unmittelbar bevor, er wartete nur noch auf den Zug, der ihn dort hinbringen sollte. Doch, dann kam das Wasser früher als erwartet.

    Ich sage Dir, ich musste über mich selbst

    hinaus wachsen, bis alle unbeschadet und mit

    ihren Sieben Sachen einsteigen konnten.

Die Völkerwanderung

Monalisa versuchte sich das Ganze vorzustellen:

  • Hm … aber hast Du mir nicht erzählt, nein, ich habe es doch auch selbst gehört, als wir aus der Tiefe kamen und ich noch in dem Kokon eingezwängt war. Da sagte doch einer der Ordnungshüter so etwas wie: Die alten Helden, die auf der Sonne zurück bleiben wollten … oder so ähnlich.

  • Eine offizielle Darstellung, sie war für die Masse der Höllenbewohner gedacht. Sie sollten von dem Konflikt, der innerhalb der satanischen Gesellschaft ausgebrochen war, nichts mitbekommen. Das hätte nur Unruhe und Verunsicherung ausgelöst. Und es sollte schließlich eine geordnete Übersiedelung durchgeführt werden, die es so vielen Bewohnern wie möglich erlaubte in den fahrenden Zug einzusteigen.

  • Wie? In den Fahrenden Zug? Womöglich noch mit Gepäck?

  • Nun ja, Schwarzfahrer haben nun mal keine eigene Haltestelle. Und die Fahrt zur Erde ist im Gesamten gesehen, eine einzige Schwarzfahrt. Für sie besitzt im Grunde niemand einen gültigen Fahrschein.

Monalisa verstand.

Aha … so verhielt sich die Sache also.

  • Aber Dein Vater, mit welchem Zug ist er denn dann gefahren? Ist er etwa auch Schwarz unterwegs?

  • So etwas würde er nie tun. Im Gegenteil, wenn er früher einen erwischte, dann gab es was auf die langen Finger. Ich erzähle Dir jetzt etwas, das muss aber unter uns bleiben, wirklich, ich komme in Teufels Küche, wenn heraus kommt, das ich Dir das verraten habe.

  • Ja, aber was denn?

  • Mein Vater hat gemeinsam mit Deinem Vater eine Besichtigung der alten Gleisanlagen durchgeführt. Die große Aufzuganlage, der alte Bahnhof, die Weichen, die Energieversorgung.

  • Mein Vater mit Deinem? Das ist ja der Hammer! Und die haben sich vertragen?

  • Sehr gut verstanden haben sie sich. Sind schließlich über einige Ecken miteinander verwandt, und sie haben eine Menge gemeinsamer Positionen für sich entdeckt.

  • Die alte Gleisanlage, ist das die, welche ich bei unserem ersten Abstieg in den Keller … und Moment mal, in was für einem Aufzug steckten wir denn damals?

  • Ein alter Verbindungsschacht, ich hatte den Aufzug schon als kleiner Junge entdeckt. Später habe ich an dem alten Kasten herumgeschraubt und einige neue Bauteile integriert. Nun, und irgendwann sprang das alte Ding wieder an. Und das war auch gut so, ich wäre sonst aus dem Keller wohl nie wieder heraus gefunden.

  • Wie bist Du eigentlich dort hineingekommen?

  • Berti, mein alter Freund Berti hat mich da eingesperrt.

  • Ein Freund? Ein Freund macht so etwas doch nicht.

  • In der Hölle ist Freundschaft nicht so klar definiert. Da kann Freundschaft viel bedeuten. Gerade Männerfreundschaften. Sie sind besonders effektiv, aber eben auch sehr labil. Nun, und manchmal ist es als Freundschaftsakt zu werten, wenn Du weggesperrt wirst.

  • Und Du hast Dich wegsperren lassen?

  • Ich habe überleben wollen.

  • Wie? Ja, aber wer bedroht denn schon einen Satan, zumal, wenn er noch ein Junior und ohne großen Einfluss ist?

  • Nun, Monalisa, das machen Typen, die weit vor und hinter sich schauen können.

Und Monalisa fragte sich, welche Tiere das wohl sein konnten. Wer hatte so bewegliche Augen? Hinten und vorne? Ihr fiel im Moment nur das Chamäleon und seine Artverwandten ein. Und das war gar kein gutes Zeichen. Sie gingen eine Weile schweigend nebeneinander her. Dann fragte Satan:

  • Sollen wir ein kleine Runde mit dem Fahrrad machen?

  • Ich hatte auch schon dran gedacht. Doch, ist es draußen nicht zu kalt? Ich habe friere jetzt schon.

  • Wir können ja unter der Oberfläche bleiben.

  • Und uns die alten Gleisanlagen anschauen?

  • Monalisa, aber Du musst den Mund darüber halten. Noch. Ich bitte Dich darum. Denke auch daran, das andere in Deinen Gedanken lesen können. Und ich will nicht, das diese Anlage auch noch von den neuen Machthabern besetzt wird.

  • Wer sind diese Typen denn bloß?

  • Du wirst es mir nicht glauben, wenn ich es Dir sage.

  • Warum nicht, wenn es doch die Wahrheit ist.

  • Monalisa, sie haben den Papst mit seinen verfressenen Hunden, zu ihrem obersten Hirten gewählt. Und jetzt schlage mich nicht, ich habe jetzt noch Schmerzen in der Schulter.

Satan wusste es also auch. Sie hatte nichts sagen wollen, aber ihr war auch schon seit längerem klar, das es eine sehr alte und sehr unglückliche Verknüpfung war, die zum Entstehen dieser Machtverhältnisse geführt hatte. Sie war nicht ohne Grund ziemlich sauer auf den Mann, der jetzt dem Himmel und der Hölle vorstehen wollte. Ein Arschloch ohne Gleichen. Ein Meisterdieb, ein betrügerischer Hurensohn. Oh … sie fing schon wieder an sich aufzuregen. Satan mochte das überhaupt nicht an ihr, sie wusste das, aber wenn es um bestimmte Themen ging, dann konnte sie sich nur mit sehr viel Mühe zurück halten. Und die Sache mit den Hurensöhnen regte sie besonders auf.

Sie hatten sich mittlerweile auf die Fahrräder begeben und Satan führte sie zu einem versteckt liegendem Gang, der durch mehrere Türen unterteilt war. Er hatte einen Schlüssel.

  • Zeig mir doch bitte diesen Schlüssel einmal.

  • Bitte, verliere ihn nicht, ich habe nur diesen Einen.

Und er reichte ihr den Schlüssel. Er sah dem Schlüssel, den sie in aus dem Haufen wieder hervorgeholt hatte sehr ähnlich. Sie waren fast identisch. Aber nur fast. Sie gab ihm den Schlüssel zurück. Satan sah sie neugierig an:

  • Du solltest aber auch offen und ehrlich zu mir sein, Monalisa.

  • Ich habe Dir doch von dem Mann erzählt, der mir geschrieben hat. Er meint, ich hätte seinen Schlüssel, nun, und der sieht Deinem hier sehr, sehr ähnlich.

  • Das ist aber meiner, den habe ich mir selbst beschafft.

  • Hast Du ihn vielleicht in einem Haufen Müll gefunden?

Fragte ihn Monalisa.

  • Nein, den habe ich … von Deinem Vater. Er hat ihn mir, bevor ich den Aufzug betrat, in die Hand gedrückt. Ich wusste nur nicht zu welchem Schloss er gehörte. Mein Vater gab mir den richtigen Wink. Er hatte ihn wiedererkannt und mich gleich zu der alten Gleisanlage geschickt. Ohne ihn, hätte ich meine Familie nicht aus dem Chaos, das durch den Wassereinbruch ausgelöst wurde, heraus holen können. Sie wären ertrunken, wie all die anderen, die nicht rechtzeitig weg gekommen sind.

  • Und wegen dieser Heldentat hat Gott Dich zum Ritter geschlagen?

  • Unter anderem. Die Zusammenhänge sind weitergehend, aber jetzt sollten wir uns auf den Weg konzentrieren, der vor uns liegt, denn jetzt wird es etwas heikel. Mirage? Los, komm, ich nehme Dich jetzt besser an die Leine.

Und Satan schnallte dem freudig wedelndem Hund das Hundegeschirr um und befestigte daran einen langen Strick. Monalisa nahm er an die Hand, dann öffnete er eine weitere Tür mit dem Schlüssel.

Dahinter war es stockfinster. Es roch muffig und feucht. Ihre Schritte hallten durch einen offensichtlich riesigen leeren Raum. Auf dem Boden lagen allerhand Sachen, die sie in der Dunkelheit kaum erkennen konnte. Alte Koffer, Zeitungen, ein Kinderwagen lag umgestürzt auf dem Gleisbett. Hier war es offensichtlich vor noch nicht allzu langer Zeit, zu einer überstürzten Abfahrt gekommen. Satan kroch in einen Sicherungskasten, und plötzlich ging das Licht an. Erst flackernd, dann aber erhellte sich der ganze Raum.

Und Monalisa staunte. Das war ein Bahnhof. Ein richtig großer Bahnhof, mit alten, zum Teil wunderschön verzierten Schmiedeeisernen Trägern und Geländern. Papierfetzen und andere leichtere Dinge fegten über den Boden. Ein leichter Wind durchzog das ganze Gebäude.

  • Und von hier aus sind Deine Eltern abgefahren?

  • Ja, letzten Samstag … es war knapp, aber sie sind gut angekommen. Mein Vater hat mich vom Saturn aus angerufen, und gesagt, ihm und Mama ginge es sehr gut, Mutter würde es dort besser gefallen, als er gedacht hatte, und er wünscht uns Beiden eine gute Zeit.

  • Wie kommuniziert ihr eigentlich miteinander? Telepathisch oder telefonisch.

  • Die Telefontechnik ist auf dem Saturn noch auf dem Stand von Vorgestern, da werden die Pioniere noch einiges an Arbeit zu leisten haben, bis diese alte, vergessene Anlage wieder funktioniert. Aber er kann mit dem Laptop, den ich ihm besorgt habe, ins Internet gehen. Und gestern schickte er die erste e-mail. Der Kontakt soll aber ausgebaut werden. Ohne meinen Rat in technischen Dingen fühlt er sich einfach noch nicht sicher genug. Er kann die moderne Technik zwar bedienen, aber so wirklich verstehen tut er sie nicht. In diesem Punkt hat er sich immer schon gerne auf mich verlassen.

Sie schauten sich um. Mirage schnüffelte ohne Unterlass, und es war schon sehr vorausschauend gewesen ihn anzuleinen. Wäre er in einer der vielen Röhren gelaufen, er hätte sich womöglich schrecklich verirrt. Denn die Gänge und Schienenstränge verliefen von hier in alle Richtungen. Dies war ein Sternbahnhof, wie sie erkannte. Von hier gingen einmal täglich Züge in alle Richtungen, sogar der hinterletzte Planet stand auf dem Fahrplan.

  • Schau mal hier, es ging sogar ein Zug zum 10. Planeten. Erstaunlich, und hier … ein Zug ging Stündlich in Richtung Milchstraße.

  • Der Fahrplan ist auch noch von Vorgestern. Aber schau mal hier, hier war mal ein Bahnhofsrestaurant. Die Teller stehen zum Teil noch auf den Tischen … und hier, sieht fast so aus, als hätte hier eine Bombe eingeschlagen.

Monalisa war fasziniert von den herrlichen Kachelbildern,

die sie in einer der großen Wartehallen an der Wand entdeckte.

Bilder von der Venus, der Erde, vom Mars und vom Saturn. Landschaftsansichten, Bilder von riesigen Wasserfällen, Flüssen und Seen. Rosarote Bäume, eisblaue Monde, goldgelbe Kometen … Blumen, Tiere und Menschen. Schwarze, Braune, Weiße, Rote, Gelbe und Grüne.

Und plötzlich erinnerte sie sich wieder: Der Bahnhof … die Spinne hatte sie ständig damit genervt. Sie wollte unbedingt zu einem bestimmten Bahnhof gebracht werden. Von dort aus, würde sie alleine weiterkommen, hatte sie gesagt. Monalisa hatte das immer für eine Schrulle dieser Alten gehalten und die Sache nicht weiter ernst genommen. Sollte die Hexe etwa diesen von allen Geistern verlassenen Bahnhof gemeint haben?

Monalisa kam an der Gepäckaufbewahrung vorbei. Sie ging durch die angelehnt stehende Tür und schaute sich um. Ein alter Tresen und im Hintergrund Regale. Ellenlang. Und ein Koffer neben dem anderen. Sie ging die Regale entlang und schaute auf die rosa Zettel, die an den gelagerten Gegenständen befestigt worden waren.

Zypern. Ägypten. Palästina. Marseille … Griechenland.

War das nicht das Land, wo die alte Hexe unbedingt hin wollte? Sie hatte Monalisa immer wieder damit in den Ohren gelegen, so dass sie sich gezwungen sah, die Spinne für eine Weile dort hin zu schicken.

Per Kosmopost war das ja auch eigentlich kein so großes Problem, wenn man bereit war die entsprechenden Marken auf den Umschlag zu kleben und natürlich, wenn man eine gutgeführte Poststation antraf. Der kleine Stern, zu dem der betrunkene Kapitän sie gelotst hatte, war so eine Zwischenstation.

Sie hatte also die kleine dortige Poststelle aufgesucht und tief in die Tasche gegriffen, um die Nervensäge auf den gewünschten Weg zu schicken. Und als ob sie nicht schon genug andere Sorgen gehabt hätte, es sollte sich rächen, das sie versucht hatte sich auf diese weise dieser Hexe zu entledigen. Denn, leider kam die Spinne nie in Griechenland an.

Ein kleiner Fehler im System hatte sie stattdessen in Portugal an Land gesetzt. Und das Gezeter nahm von da an kein Ende mehr. Und ihre Schreie durchdrangen gesamte Weltall bis ins Mark: Holt mich hier raus! Holt mich hier raus! Ich bring mich um! Ich bring mich um!

Und Monalisa musste die Hexe zurück nehmen. Eine Delegation mehrerer Götter hatte wegen des Lärms, den diese Alte machte, entschiedenen Protest eingelegt.

Als Monalisa die nächste Tür öffnete, befand sie sich in dem alten Fundbüro. Satan war auch schon hinein gegangen und ging suchenden Blickes durch die Regale. Mirage hing immer noch an der Leine und trottete hinter ihm her. Plötzlich blieb der Hund stehen und schnüffelte aufgeregt. War da etwa eine frische Spur?

Auch Satan schaute auf den Hund. Was hatte er da entdeckt? Sie sah wie Satan sich zu Mirage hinunterbeugte. Dann hörte sie Satan nach ihr rufen:

  • Monalisa, komm doch mal, schau was hier liegt.

Und als Monalisa auf die Stelle schaute, die Mirage

und Satan im Auge hatten, da schrie etwas in ihr laut auf:

  • Der zweite Schuh! Ich fasse es nicht! Der Schuh … ja, er ist es, ich erkenne ihn genau! Der Rechte, es ist der Rechte! Das ist aber ein unglaublicher Zufall! So ein wunderbarer Zufall!

  • Oder ein wunderbares Versteck, Monalisa. Ein perfektes Versteck, würde ich fast sagen.

Monalisa nahm den Schuh unter ihren Arm, und sie gingen durch die große Bahnhofshalle zurück zu dem Gang, indem sie ihre Fahrräder zurückgelassen hatten. Monalisa legte den Schuh in ihr Fahrradkörbchen, und sie machten sich gemeinsam auf den Weg zurück. Der Schuh lag still da und Monalisa freute sich. Hier unten, hier unten hatte sie ihn endlich gefunden, und sie konnte es wirklich kaum glauben.

Zurück in ihrem Zimmer nahm sie den Schuh und schüttelte ihn ein paar mal hin und her, dann hielt sie ihn sich an ihr Ohr:

  • Hallo, hallo … hörst Du mich? Aufwachen! Hallo …

Keine Antwort. Hm … diese Prinzessin schlief aber tief. Sie nahm den Schuh und stellte ihn auf eine ihrer Truhen. Dann setzte sie sich auf ihren Teppich und schaute den Schuh lange an. Er war es. Sie war sich ganz sicher. Da würde einmal eine Prinzessin heraus kommen. Ganz bestimmt. Sie musste ihr nur Zeit lassen. Nichts mehr überstürzen. Nicht so wie damals. Da hatte sie sofort Ja gesagt. Im Gegenteil sogar, sie hatte sich den Schuh, den ihr dieser junge Baron anbot, sogar sehr gewünscht. Er war so schön und seine Größe war vielversprechend. Schuhgröße 64. Das war nahezu perfekt. Nein, das war perfekt. Aber dann hatte sie auch sehr viel Ärger wegen dieses einen Schuhes an den Beinen gehabt. Ohne ihn wäre sie sicherlich viel schneller unterwegs gewesen. Aber sie hatte versprochen auf ihn aufzupassen, bis er ausgewachsen war. Nun, und leider war diese Frucht bisher immer noch nicht aufgegangen. Oder zumindest hatte sie noch nichts davon gehört. Sie musste sich selbst allerdings auch eingestehen, das sie sich um diese Angelegenheit seit dem denkwürdigen Vorfall mit dem Krokodil nicht mehr gekümmert. Wenn sie ehrlich zu sich war, dann konnte ihr die ganze Geschichte auch gestohlen bleiben. Aber das war natürlich nur eine sehr vorläufige Haltung ihrerseits, und das wusste sie natürlich auch. Und das wusste auch ihr entlaufener Stinkstiefel.

Monalisa musste schmunzeln. Sie kannte diesen lauten Treter gut. Vor dem großen Donnerwetter, welches zum Untergang der Hölle mit samt ihrer angegliederten Vorhölle geführt hatte, hatte ihr Schuh Zuflucht in einer der vielen grauen Schuhkartons gefunden, die bei dem Schuhmacher im Lager auf Kundschaft warteten.

Die Blumen, die sich wenn auch sehr vereinzelt, auf einigen Balkone hatten halten können, hatten, obwohl sie ihre Köpfe in alle Richtungen gestreckt hatten, die Schachtel mit ihrem Schuh nicht direkt einsehen können. Aber man hatte ihr ausrichten lassen, das es ihm den Umständen entsprechend gut ging, und regelmäßig den Müllschlucker aufsuchen würde. Und das war alles, was sie von diesem Kotzbrocken im Moment hören wollte. Irgendwann hatte sie es jedoch nicht mehr ausgehalten und sie hatte ihm eine magische Postkarte geschickt. Sie wollte ihn vor der bevorstehenden Flut warnen. Dann hatte sie ihm noch geschrieben, dass er gerne bei ihr vorbeischauen könne, die Große Fledermaus.

Er hatte darauf nicht reagiert, und nun fragte sie sich,

ob vielleicht auch er sich fragte: Anrede oder Unterschrift?

Vielleicht dachte er ja, das er erst zu einer Fledermaus werden muss, bevor er wieder ihr zu ihr kommen kann. Aber das wäre ihm gegenüber wirklich sehr gemein, denn bis er soweit war, da würden noch viele Jahrhunderte ins Land gehen. So schnell ging das mit dem Klettern auf der großen Leiter nun auch wieder nicht.

Und jetzt hatte sie wieder einen dieser 64er-Schuhe in der Hand. Sie prüfte die Sohle. Weit gelaufen … dieser Schuh hatte schon viele Sterne und Monde von Oben gesehen. Ein Steinchen fiel aus dem Profil. Sie nahm es auf und holte eine Lupe hervor, um das Fundstück genauer zu betrachten. Diese Lupe hatte sie früher, für solche Fälle, immer bei sich getragen. Sie hing an einem Lederband und war ein Geschenk ihres Botanikprofessors. Ein Wirrkopf, wie er im Buche steht, aber ein sehr Liebenswürdiger. Vielleicht sollte sie sich die Lupe wieder umhängen, überlegte sie gerade, als es an ihrer Tür klopfte.

  • Herein!

  • Ich komme an die Klinke nicht heran.

Es war Mirage, wiedereinmal ziemlich durchnässt und groggy. Sein Gesicht war schmerzverzogen, seine Beine zitterten … und dann ließ er sich einfach fallen.

Erschrocken hockte sich Monalisa neben ihn. Was war geschehen?

Der Hund atmete schwer. Sie streichelte ihn. Er litt offensichtlich schrecklich unter schmerzhaften Krämpfen. Jetzt kam auch Satan herbei und beugte sich zu ihm herunter.

Er hat gejagt. Ich konnte es nicht verhindern.

Monalisa TV –

R(W)ITT(G)ER..V(I)ER..B..Oh..D/T?

US-Präsident, Donald Trump, Hillary Clinton

…8.November 2016

*

Wahl zwischen Pest und Schnupfen: Clinton vs. Trump

Published on Nov 7, 2016

Die morgige Präsidentschaftswahl der USA wird in den deutschen Medien – leider auch

teils alternativen Medien – fälschlicherweise als Wahl zwischen Pest

und Cholera dargestellt. Doch wenn Clinton die Pest ist,

dann ist Trump nur ein Schnupfen.

„Sag niemals nie“ –

USA starten Militäroperation in Rakka

"Sag niemals nie" - USA starten Militäroperation in Rakka

 7.11.2016 • 17:48 UhrDie USA wenden sich ohne Autorisierung der syrischen IS-Hochburg Rakka zu.
Sie unterstützen syrische Milizen mit Luft- und Bodentruppen. Regierung Obama
startete die Operation in Mossul nicht nur aus militärischen,
sondern auch politischen Gründen.

Der Durchbruch

Monalisa gefiel die ganze Geschichte irgendwie nicht,

denn auch sie erinnerte sich nun an so einige Ungereimtheiten.

Was unter Göttern soviel hieß wie, da ist etwas im Busch versteckt worden, denn die Lüge reimt nun mal nicht gut. Sie dichtet sich zwar täglich eine neue Sage, aber eine Fabel ist nun mal etwas anderes.

  • Aber ich habe doch noch gar nichts gegessen heute!

Protestierte der Hund gegen diese Anordnung. Aber was nützte es? Die Tür würde ansonsten von der Königin eigenhändig von anderen Seite zugemauert, meinte die Maus.

Mordverdächtiger

Davon hatte Monalisa zwar nichts gesagt, aber

die Maus hatte halt ein gutes Vorstellungsvermögen.

Mirage kam schnüffelnd durch den alten Obstgarten getrottet. Monalisa rief ihn herbei und erzählte ihm von dem fremden Hund hinter der Tür.

  • Soll er doch bleiben wo der Pfeffer wächst.

War seine Antwort zu diesem Problem. Dann ging er zur Mauer, hob in aller Seelenruhe sein rechtes Bein und pisste ausgiebig gegen die alte Holztür. Und auf der anderen Seite ging ein derartiges Gebrüll los, das die kleine Maus wie ein Blitz aus der Fuge geschossen kam.

  • Mann! Mach doch jetzt hier keinen Ärger! Der bellt noch das ganze Haus zusammen!

  • Ist mir doch egal. Was will der Typ hier? Sind wir vielleicht ein Asylantenheim?

  • Mirage, jetzt sei doch ein bisschen gastfreundlicher … ein Hund in Not, kann das denn nicht auch Dein Mitgefühl erwecken?

  • Ich rieche ihn 3 Pissuars gegen den Wind, Leute, und das kann nur heißen, der Typ ist ein kaltblütiger Kannibale. Seid froh, das die Mauer da ist. Ich halte ihn für einen üblen Verräter, einen Hurensohn, einen Mörder.

  • Eine solch vernichtende Anklage, die solltest Du gut begründen können, Mirage.

Monalisa war nun doch überrascht, über die Heftigkeit seines Widerstandes. Und auch als die maus ihm noch einmal in allen Einzelheiten von dem Fellwechsel berichtete und auch der Hund auf der anderen Seite immer wieder bestätigend dazwischen wuffte, Mirage wich von seiner gefassten Meinung nicht ab. Er würde es riechen.

Der Hund auf der anderen Seite schnüffelte an seinem eigenen Hintern. War da was? Etwas piekte ihn und er wollte sich schon kräftig über den Anus lecken, da blickte er in ein kleines schwarzes Auge.

  • Wer bist Du? Was machst Du an meinem Hintern?

  • He, he, he … ich bin ein Nematode. Aber Pscht, schrei es nicht gleich in die Welt hinaus. Ich will Dir helfen, verrate mich nicht. Ich kann Dich durch die Türe bringen … he, he, he ich bin ein Nematodenschwein, denn ich komm durch jede Tür hinein.

Dem gewendeten Hund wurde heiß. Er begann zu hecheln.

Er brauchte Zeit zum Nachdenken, zuviel Ungewöhnliches war passiert an diesem Tag, und er wusste überhaupt nicht mehr, wo die Wahrheit eigentlich noch lag, oder wo sie noch zu finden war. Er war verwirrt. Er hechelte.

Die kleine Maus hatte den Nematoden ebenfalls gesehen, und ein gutes Gehör hatte sie auch. Sie kroch wieder durch die Fuge auf die andere Seite. Dort waren Monalisa und Mirage in ein ernstes Gespräch vertieft:

Ich rieche sie genau, diese grässliche Sau.

Glaube mir, Göttin, ich habe schon viel gesehen und

vor allen Dingen auch gerochen.

In diesem Hund steckt in Wahrheit ein ganz mieses Schwein.

Er frisst seine eigenen Leute als Tellergericht,

er ist es, der des Teufels Füße küsst.

Und wenn ihm auch wüchse goldenes Haar,

er und ich, wir werden niemals ein Paar!

Er hat probiert von falschen Tier,

drum sollte er bleiben hinter der Tür.

Ich kenne mich aus in des Teufels Küche,

dort überlebt keiner der Verzichtet.

Sie fressen es alle, ob Herr oder Knecht,

es ist nun mal ihr Leibgericht.

Sie schlucken es herunter mit seinem Blut,

es soll ihnen verschaffen den geilen Mut,

zu töten ihre eigene Brut.

Der Hund auf der anderen Seite hatte zugehört

und war jetzt wirklich total empört:

Was ist das für eine gemeine Verleumdung!

Du missverstehst die tiefere Bedeutung.

Wir preisen Gott und ehren den Herren,

wir alle suchen den Friedensstern,

wir alle wollen Friedenssiege,

darum bekämpfen wir die Kriege!

Wir essen täglich Gottes Brot,

wir halten zusammen in der Not.

Bausparvertrag

Wir nehmen auf den Geist des Herrn,

das Opferblut ist ein Glas Wein.

Sieh wie harmlos unsere Speise ist,

ein kaltblütiger Kannibale bin ich wirklich nicht.

So einfach ist die Sache nicht,

Du hast genascht von dem verbotenen Gericht.

Auch Dein Teller stand auf des Teufels Tisch,

ich kann es riechen, Lügen fruchten bei mir nicht.

Oh, was bist Du ungerecht!

Ich war niemals des Teufels Knecht!

Und vor wem nimmst Du denn dann Reißaus?

Was treibt Dich aus dem Rosa Haus?

Hat der Hund Angst vor einer weißen Maus,

schaut aus seinem Arsch ein Nematode raus.

Ich kenne mich in der Sache aus,

habe ich doch selbst schon in sein Auge geschaut.

Olivier Ndjimbi-Tshiende

Ach, das ist ja interessant!

Was schwingst Du dich dann so zum Richter auf?

Weil ich nicht zugegriffen, weil ich verzichtet.

Weil ich sah, was auf dem Teller lag, so herrlich angerichtet.

Ich roch daran mein eigenes Blut,

das schnürte mir den Magen zu.

Und ich nahm auf mich die Hölle auf Erden,

aber zu so einem Schwein wollte ich niemals werden.

Wem einmal schlug der Gestank ins Gesicht,

der riecht es danach in jedem Gericht.

Und Du hältst einen Nematoden in Dir versteckt,

und diese Tatsache gibt mir das Richterrecht!

Scheiß Dich erst mal richtig aus,

mit einem Nematoden im Arsch,

das versichere ich Dir,

kommst Du mir nicht in unser Haus.

Und zur Bekräftigung seines Standpunktes pisste er

dem anderen diese Warnung auch noch

gegen die verschlossene Tür.

Hillary Clinton, Donald trump, US-Wahl 2016

Und Monalisa fragte:

Wo ist nur die Krankenstation?

Wie verwandle ich einen Hurensohn,

zurück in einen Gotensohn,

der nicht nur denkt an seinen eigenen Lohn?

Außerdem gilt es noch zu bedenken:

Wenn Nematoden sich in ihm verstecken,

dann sitzen sie oft fest im Wohlstandsspeck.

Diät ist also angesagt, und Quarantäne 100 Tag.

Wenn Du diese Bedingung akzeptiert,

dann öffnet sich von selbst die Tür.

Und Monalisa ging zurück ins Haus, zuvor jedoch setzte sie

Mirage noch als Wächter vor die verschlossene Tür:

Pass auf, das der Weg verschlossen bleibt.

Ich weiß nicht, wer sich sonst noch hier rumtreibt.

Schlage bitte sofort Alarm,

wenn der Teufel macht den langen Arm.

Hillary clinton US-Wahl FBI

*

Tagebucheintrag, 26. August 2005: „Die Sache mit dem Hund ist jetzt erst mal geklärt. Tür und die Mauer selbst bleiben aber immer noch ein Rätsel.

Wer hat die Mauer wann errichtet, und wer hat jetzt die Schlüsselmacht über diese Tür? Welche Räume verband die Tür einst und was verbindet sie heute miteinander? Und die andere Frage: Warum bin ich über diese Tür genauso wenig informiert wie über den Aufzug? Keiner meiner Schlüssel passt … und das Schloss ist auch nicht mehr das Originale. Das ist offensichtlich, denn das Schloss passt schon rein optisch nicht zur Tür. Sie ist mit ziemlicher Sicherheit, jüngeren Datums.“

Mario Götze, Ann-Kathrin Brömmel

Monalisa war beunruhigt.

Die Spuren vor der Tür verrieten, das erst kürzlich Jemand durch dieses versteckte Tor gegangen war. Von wo nach wo war erst einmal egal … allein die Tatsache, das eine, ihr bisher unbekannte, undichte Stelle hatte überhaupt existieren können, das allein war schon ein Unding an sich. Es war nun mal ein Naturgesetz, das eine Göttin alles Wissen in sich trug. Etwas, was sie nicht sah, das gab es schließlich nicht, oder etwa doch?

Die Göttin grübelte. Wie war es möglich, das sie die Mauer nicht aus ihrer Kindheit wieder erkannte? Wie war es möglich, das ihr die Tür entgangen war? So etwas war in Wahrheit doch gar nicht möglich. Und, wenn sie es sich richtig überlegte, dann konnte diese Mauer eigentlich nur das Schweigen selbst sein. Das Tabu.

Tabu … der unsichtbare Schuh.

Tabu … der Kopf der großen Kuh.

Nanu … wer schaut da aus dem Schuh?

Tabu … der Gott der Gotenkuh.

Einer hat das Tabu gebrochen.

Danach sind andere durch die Tür gekrochen.

Die Tür verführte viele Leute,

kaum noch einer, der den Eintritt scheute.

Man gab sich die Klinke in die Hand,

im Grunde war sie stadtbekannt.

Die Folgen tragen alle heute,

auch, wer es später sehr bereute.

Die Pest vertrieb die letzten Leute,

die Ratten besetzten das ganze Gebäude.

Die Pest zerstörte das Paradies,

weil, das nun mal die Folge ist.

Ein Tabu hat seinen guten Grund,

wer es bricht, schaut in den Schlund.

Und, wer sich weiter zu gehen traut,

den infiziert die geile Braut.

Nora Illi

Das Tabu ist ein Gott der Goten.

Die Götter von der Sonne flohen.

Und alle, die das Tabu gebrochen,

verschlang die Schlange unberochen.

Denn, in ihr lachte der Geist der Gier,

und schon wieder grüßt das Nematodentier.

Dieser Vorfall ist nun 700 Jahre her,

seitdem steht der Tempel leer.

Die Götter haben sich verpisst:

Wir kommen wieder, wenn es sauber ist.

Die Ratten unterm eigenen Dach,

machten einfach zuviel Krach.

Prinzessin Silberwind sah das nicht ein.

So faul durften Götter auch nicht sein.

Der Dreck vor der eigenen Tür, schaffe ein jeder selber weg.

Den Müll zu beschauen, das ist der Zweck.

Nur wer auf die Folgen sieht,

für die Zukunft die richtigen Schlüssel zieht.

Da kam Monalisa ein neuer Gedanke. Sie griff zu ihrem Schlüsselbund und drehte den Originalen vom Ring. Er war verbogen und eingerissen, lies sich das nicht vielleicht richten? Sie umschloss ihn mit beiden Händen und konzentrierte sich. Sie öffnete die Hände und der Schlüssel lag gerade und im Sonnenlicht glänzend in ihrer rechten Hand. Sofort machte sie sich wieder auf zu der alten Tür. Mirage lag vor ihrer Schwelle und schaute sie überrascht an. Die 100 Tage konnten doch unmöglich schon vorbei sein.

Doch Monalisa ging festen Schrittes auf die Tür zu und steckte den Schlüssel in das Schloss. Er passte. Sie drehte ihn noch nicht vollständig um, sondern lies den Schlüssel zunächst in dieser Position stecken.

Ein gutes Zeichen.

War es wirklich ein gutes Zeichen?

Sie kombinierte noch einmal alle Faktoren durch … dieses war der Originalschlüssel, dass hieß, das Gottvater selbst diese Tür auf und zu geschlossen hatte. Und für wen hatte dann den Zweitschlüssel nachmachen lassen?

Sebastian Rode Dortmund Borussia BVB Operation Blinddarm

Monalisa wendete sich an die Maus, die gerade mal

wieder oberhalb des Türrahmens auftauchte.

  • Und, hat er sich ausgeschissen?

  • Er weiß nicht wie. Er hat nichts zum Drücken, sagt er. Und auch der Nematode an seinem Arsch, der hätte sich sogleich verpisst, als der Schlüssel ins Schloss gesteckt worden sei.

Und so drehte Monalisa den Schlüssel endgültig um und öffnete die Tür.

Auf der anderen Seite stand ein großer, weißer Hund, dem die Haare immer noch gehörig zu Berge standen.

  • Guten Tag, mein Name ist Rochus.

  • Hallo Rochus, wie geht es Dir?

  • Danke, ich sehe wieder Licht am Ende des Tunnels.

  • Bist Du einverstanden mit der 100-Tage-Quarantäne?

  • Ich akzeptiere die Bedingungen ohne zu Murren.

  • Nun, dann hoffe ich dass das auch so bleibt, denn die alte Krankenstation muss erst noch renoviert werden. Du wirst Dich also nicht auf die faule Haut legen können, sondern selbst mit anpacken müssen. Ich hoffe Du hast keine zwei linken Hände. Ich brauche Hunde die mitdenken und mitarbeiten wollen. Faule Säcke landen hier schnell auf dem Scheiterhaufen.

  • Ey, Ey, Sir! Ich bin dabei! Auch wenn es ein bisschen klingt nach Sklaverei.

Und Monalisa war sich sicher das Richtige getan zu haben, denn ein dichtender Hund, dem sprach die Wahrheit gerne durch den Mund.

Migage war skeptisch aber nicht wirklich unleidlich. Weißen Hunden steht das nicht. Er stellte seine Fahne empor, und auch der andere holte seine hervor.

Frieden, Frieden … ernst gemeint,

uns zu einem Ganzen eint.

Die Fahne weht im Wind,

seine Bedeutung erkennt ein Kind:

Das wir in Wahrheit alle Geschwister sind,

das wir gemeinsam spielen im Sonnenlicht,

und einen geizigen Gott, den gibt es nicht.

Frieden, Frieden … ernst gemeint.

Mann und Frau vor Gott vereint.

SUV: Ford Kuga

Dann band Monalisa den Neuankömmling an ihr braunes Band, die Maus kletterte wieder auf seinen Rücken und Monalisa führte alle durch ihr gemeinsames Land, sie zeigte ihnen die Plantagen, den Park und die Gärten. Dann brachte sie den Hund zu Noha in die Küche. Vom Tellerwäscher zum Millionär war eine häufig erzählte Geschichte, und gerade im Paradies immer wieder sehr beliebt.

  • Mach das Beste draus, das ist immer schon meine Devise gewesen.

Sagte Rochus und nahm sich gleich die ersten Teller vor.

So, ja genau so hatte er sich einen Job im Paradies immer schon vorgestellt. Und das gute beim Spülen war, man konnte in Ruhe nachdenken. Zuviel war heute passiert. Von einer Küche in die Nächste … hoffentlich kam er mit dem Koch klar.

Noha … irgendwo hatte er den Namen schon mal

gehört, es würde ihm wieder einfallen …

spätestens, wenn er ihn sah.

Spinne Australien Riesenkrabbenspinne Charlotte

FORTSETZUNG folgt!