Die Wunderwaffe (2)

 Königreich Deutschland

Justizminister Maas

„Es brennt sich durch das Fleisch“ –

Amnesty warnt vor Phosphor-Einsatz in Mossul

Gibt es neben "guten" und "bösen" Bomben nun auch "gute" und "böse" Chemiewaffen? Amnesty International kommt hinsichtlich dieser Frage möglicherweise zu anderen Antworten als führende deutsche Zeitungsredaktionen.

1.11.2016 • 18:50 Uhr Gibt es neben „guten“ und „bösen“ Bomben nun auch „gute“
und „böse“ Chemiewaffen? Amnesty International kommt hinsichtlich dieser Frage
möglicherweise zu anderen Antworten als führende deutsche Zeitungsredaktionen.
Die US-geführte Anti-IS-Koalition hat bei der Offensive auf Mossul im Nordirak
Weißen Phosphor eingesetzt. Dies behauptet die Menschenrechtsorganisation Amnesty
International. Die chemische Waffe stellt eine ernste Gefahr für die Zivilbevölkerung dar…

Daniele Ganser – Schweiz sollte aus PfP der NATO austreten

Published on Nov 1, 2016

Daniele Ganser stellt in diesem Vortrag sein neues Buch „Illegale Kriege“ vor.

Ein spannender Vortrag mit intressanten Themen.

Vorläufiger Durchbruch in Mali:

Islamisten rufen einseitigen Waffenstillstand aus

Mitglieder der islamistischen Gruppierung Ansar Dine in Kidal, Mali; June 16, 2012

Mitglieder der islamistischen Gruppierung Ansar Dine in Kidal, Mali; June 16, 2012
1.11.2016 • 17:25 Uhr Iyad Ag Ghaly, der Kopf der malischen Extremistengruppe Ansar Dine, erklärt sich zu einem einseitigen Waffenstillstand bereit. Trotz der Zusicherungen ist Skepsis geboten. Der Imam und Präsident des Hohen Islamischen Rates in Mali, Mahmoud Dicko, bestätigte am Montag, ein entsprechendes Schreiben vom Kopf der Islamistengruppe Ansar Dine („Verteidiger des Glaubens“), Iyad Ag Ghaly, erhalten zu haben. Aus dem Schreiben ging jedoch weder hervor, wie lange die Waffenruhe anhalten soll, noch, welche Gegenleistungen vonseiten der malischen Regierung erwartet werden. Die malischen Sicherheitsbehörden machten diesbezüglich bis dato ebenfalls noch keine Angaben…

Der Internationale Strafgerichtshof könnte

US-Kriegsverbrechen in Afghanistan untersuchen

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag könnte US-Kriegsverbrechen in Afghanistan untersuchen

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag
könnte US-Kriegsverbrechen in Afghanistan untersuchen
1.11.2016 • 19:30 Uhr Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag ist bereit, eine Ermittlung gegen US-Militärs wegen möglicher Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Afghanistan einzuleiten. Die US-Zeitschrift „Foreign Policy“ schreibt unter Berufung auf eigene Quellen, dass das Verfahren innerhalb der kommenden Wochen angestrengt werden kann. Dem Magazin zufolge sollen Vertreter der US-Behörden kürzlich Den Haag besucht haben, um über den Ablauf der Untersuchung zu diskutieren…

Polizei Dänemark

Happening Now 10/31/16 James Comey:

Hillary Clinton email inquiry is FBI chief’s latest controversy

Published on Oct 31, 2016

Bewertung schreiben und gewinnen!

Dailies Total 1 Kontaktlinsen

Liebe Frau Kraemer,

auf unserer Mission „Besser Sehen“ begegnen wir immer wieder vielen Menschen, die über Einschränkungen bei der Nah- und Fernsicht klagen. Die Lösung dafür war bisher häufig der Griff zur Brille oder gar zur Lupe. Dank Apollo und den neuen DAILIES TOTAL1® Kontaktlinsen ist damit Schluss: Diese Premium-Silikon-Hydrogel-Tageslinsen sitzen so sanft auf dem Auge

– Sie werden sie nicht spüren. Und Sie können wieder stufenlos

in die Ferne wie auch in die Nähe sehen….

BRICS bauen Weltraumkooperation aus: China will russische Raketentriebwerke kaufen

Evil Zion Press

Published on Oct 10, 2016

Sebastian Vettel hat sich bei Charlie Whiting persönlich entschuldigt

Freiwillig ausgeschieden? Nö! Diese Serienstars wurden gegangen!

Roberto Blanco

Zion World Crimes

Published on Oct 4, 2016

Sorry Hillary, Ambassador Proves

DNC Email Leaks Are Not The Russians Fault

Published on Nov 2, 2016

It’s now clear from numerous sources that the Podesta hack, which led to Wikileaks

releasing tens of thousands of Clinton campaign emails, as well as other hacks

targetingthe Democratic Party, were the work of U.S. intelligence operatives

attempting to save America from a Clinton presidency…

http://www.infowars.com/confirmed-us-…

Lou Dobbs Tonight 11/01/16 FBI releases

documents from 2001 investigation into Bill Clinton

Published on Nov 1, 2016

Die Wunderwaffe

Zweiter Teil:

Selbst Satan ist davon geschockt.

Was versteckt der Mann da unter seinem Rock?

Ist es eine Schlange oder ist es ein Stock?

Und Satan bekommt die Kutte zu fassen,

doch was er findet, sind immer nur Affen.

Wer hält die Sau unter sich versteckt?

Ist er Oben oder etwa unter Deck?

Und Satan bekommt die Leiter zu fassen:

Ich reise gern wie die unteren Klassen.

Und so findet er den armen Mann,

der einen Pfennig vermehren kann.

Ich fahre nach Berlin, da bin ich zu Haus.

Darf ich mich vorstellen, mein Name ist Klaus.

Dann haben wir ja den gleichen Weg,

und Du kannst mir erklären wie das geht,

mit dem Geld und den Finanzen,

ich werde mich auch bei Dir bedanken.

Ach, da gibt es gar nicht viel zu erklären,

Du musst eigentlich nur die Straße kehren.

Du musst die Gelder nur dazu kriegen,

das sie aus dem Fenster fliegen.

Und das heißt:

Gib den Leuten genügend Taler in die Hand,

dann lebst Du im Schlaraffenland.

Oder: Wenn der Taler wandern kann,

dann gibt es Eis für Jedermann.

Was, so einfach soll die Sache sein?

Und wieso bist Du dann so ein armes Schwein?

Nun, es bildeten sich plötzlich dunkle Löcher,

die saugten das Geld auf, in große Köcher.

Und als ich kam mit meinem Besen,

habe ich nur noch Krümel aufgelesen.

Die Schwarzen Löcher hatten alles weggefressen,

und dann haben sie angefangen mich auszupressen.

Alle waren von heut auf morgen ruiniert,

selbst die, welche das Geldwesen gut studiert.

Seifenblasen sind halt sehr fragil,

wann sie platzen, weiß man nie.

Und Klaus holt seinen Pfennig heraus:

Doch dies ist der Grundstock für mein neues Haus.

Ich habe ihn von einem Engel bekommen,

ich bin vor Freude noch ganz benommen.

Denn, dieser Pfennig ist Millionen wert,

wenn man weiß, wie man ihn mehrt.

Und wie willst Du die gefräßigen Löcher austricksen?

Willst Du sie vielleicht stopfen mit ein paar Kissen?

Zinsen, die Zinsen sind das entscheidende Wort,

sie saugen in Wahrheit alles fort.

Zinsen gehören daher strengstens verboten,

auch Aktien und all die anderen Schoten.

Das ist ja wirklich sehr interessant,

und jetzt gehst Du zurück in Dein Heimatland?

Ich weiß, ich weiß, dort ist der Teufel los,

wenn ich dran denke, krieg ich nen Klos.

Doch es ist ein schönes Land,

und dort Leben Menschen mit Verstand.

Ich werde ihnen das System erklären,

und dann werden wieder alle die Straße kehren.

Du bist ja ein ziemlicher Optimist,

Du weißt wohl nicht, wer heute Kanzler ist?

Was soll mir denn noch groß passieren?

Ich habe nur noch meine Ehre zu verlieren.

Und diese gönne ich den Schweinen nicht.

Und das sage ich denen auch mitten ins Gesicht.

Nein, ich lass mich nicht noch mal verarschen,

nicht mit mir, da ist nichts zu machen.

Heidi Klum, Halloween

God with us

Published on Oct 7, 2016

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„Monalisa TV – Wohin soll die Reise gehen? – 16.Februar 2015“

„Was sagst Du dazu, Siegfried? Sollen WIR das „ALTE REICH“ anfahren um dort einen STOPP zu machen? Ich weiß zwar nicht, ob es dort einen funktionstüchtigen Bahnhof gibt, aber FUTTER für die Pferde und FRISCHES WASSER bestimmt.“ „Aber WIR wollten doch in eine moderne Stadt, so wie DÜSSELDORF,“ meinte der FUCHS….

You are my aspiration, I own few web logs and occasionally run out from post :).

„Fiat justitia et pereat mundus. Let justice be done,

though the world perish.“

by Ferdinand I.

15. November 2005:

Hund, Tiere, Reue, Fehler, lustig

Satan und Klaus versteckten sich in einem Container,

sicherlich, auch Satan reiste schon bequemer.

Aber sie freundeten sich an in der Not,

und teilten unter sich sogar das letzte Stück Brot.

Und als sie dann in Hamburg ankamen,

knurrte Beiden gehörig der Magen.

Klaus kannte eine Kneipe direkt am Hafen,

unter der Brücke, gleich daneben, wollten sie schlafen.

Und in der Kneipe haben sie dann einen Esel gefunden,

auf dessen Kosten sie sich satt getrunken.

Später nahm der Esel sie mit und bot ihnen ein Bett.

Der Typ war einfach, ehrlich und sehr nett.

Am nächsten Morgen trennten sie sich,

denn jeden rief woanders die Pflicht.

Dem Esel sagten sie vielen Dank:

Sehr gastfreundlich ist das Gotenland.

Klaus stellte sich an die Autobahn,

und streckte aus den rechten Arm.

Da hielt ein LKW und Klaus stieg ein:

Wunderbar! Bald schon werde ich zu Hause sein!

Satan zog es nicht nach Berlin,

er wollte in Köln seine Kreise ziehen.

Er ging zum Bahnhof und suchte einen passenden Zug:

Sicherlich, Schwarzfahren, das war Betrug.

Die Preise jedoch schienen ihm ziemlich verflucht.

Da stubpste ihn eine alte Frau an: Sie! Sie habe ich gesucht!

Wenn Sie mir diese Koffer hier tragen,

dann können sie mit mir und auf meiner Karte fahren.

Jennifer Aniston, Justin Theroux

*

Das traf sich ja wunderbar!

Und so wurde die Beiden ein Reisepaar.

Später packte die Frau dann auch noch Brote aus,

und dann stand er auch schon vor seinem Haus.

Er hatte es lange nicht mehr betreten,

er war überhaupt nur einmal erst darin gewesen.

Schwarz wie die Nacht trotzte der kaltfeuchte Stein:

Hier würde er in Zukunft wieder der Hausherr sein.

Mythen Metzgers Woche #10

Vielleicht unsere letzte echte Chance?

Published on Nov 1, 2016

Die Idee: Ein Netzwerk um Aussteiger aus dem System aufzufangen.

The Reich lives on…

Published on Oct 4, 2016

Vorverkauf läuft!

*

"Symphonie der Liebe"

Und auch Monalisa sprang durch das göttliche Sternentor.

Mirrage zerrte sie dabei hinter sich her.

Ihm war das Ganze nicht geheuer,

denn er sah vor sich nur eine dicke Mauer.

Doch noch ehe er sich noch versah,

waren sie in Papua Neuginea.

Die Göttin hatte sich nur leicht verschätzt,

und hatte deshalb etwas zu tief aufgesetzt.

Und so hatte auch sie zunächst keine andere Wahl,

und sie betrat eine kleine Bar:

Ihre Augen mussten sich an die Dunkelheit gewöhnen,

doch dann sah sie jemanden in der Ecke stöhnen:

Entschuldigen Sie bitte guter Mann,

wenn ich vielleicht etwas für Sie tun kann?

Lieber Gott, so lass mich doch in Ruh!

So bekomme ich ja nie ein Auge zu!

Verzeih, ich dachte, ich hörte Sie stöhnen.

Ach, sagte der Mann, das liegt doch alles nur an meinen Söhnen!

Sie haben verlassen den fruchtbaren Wald,

sie wollten hoch hinaus, in die weite Welt.

Zu verlockend erschien das dort zu verdienende Geld,

und so zog jeder aus, wollte werden ein Held.

Die Göttin setzte sich zu dem alten Mann,

der nicht viel größer als einen Meter gewesen sein kann.

Ein weiterer Gast saß noch an der Theke,

und Mirrage bettelte beim Wirt um einen der Kekse.

Der Gast wurde auf sie aufmerksam,

und schaute Monalisa immer wieder an.

Er kam zu ihnen an den Tisch,

entschuldigen Sie bitte, aber kennen wir uns nicht?

Mein Name ist Jochen, ich bin Biologe,

ich bin hier auf der Suche nach einer Droge.

Morgen fliege ich wieder nach Deutschland zurück,

denn, was ich hier fand, bringt vielen das Glück.

Und Jochen bestellte für sie alle ein Bier,

er dachte dabei sogar an das Hundetier.

Er ließ Mirrage etwas Wasser bringen,

dann ließen sie die Gläser klingen.

Und der kleine Mann erzählte seine Geschicht,

und die Göttin machte daraus ein Gedicht:

Wir waren einst die Ersten hier,

und bezogen, schon damals, tief im Wald Quartier.

Wir passten uns als Gäste an,

höflich und bescheiden, Frau und Mann.

Wir lebten dort im Paradies,

wir wussten gar nicht, was Elend ist.

Zigtausend Jahre ging das auch sehr gut,

doch jetzt verlässt uns langsam doch der Mut.

Die Jugend zieht vom Wald in die Städte,

und träumt davon, was jeder gern hätte.

Reichtum, Bildung und ein warmes Zuhause,

und dazu eine gezuckerte Brause.

Im Fernsehen haben sie all dies für sich entdeckt,

und sie sind ganz sicher, das die Limo auch schmeckt.

Sie zogen sich darum an wie die Großen,

und gewöhnten sich an Essen in Dosen.

Ich habe es vorhin erst selbst mal probiert,

doch ich denke, ich wäre fast daran krepiert.

Ich gehe morgen wieder in meinen Wald zurück,

mir bringt das Leben hier kein Glück.

Im Wald bin ich ein freier Mann,

dort ich ganz ich selbst sein kann.

Die Jugend mag es mir verzeihen,

aber so eine Dose macht mich speien.

Und Jochen gab dem Alten Recht.

Gerade dieser Wald ein wahrer Speicher ist.

Tausende unbekannte Pflanzen lebten darin versteckt,

und diesmal hatte er auch etwas ganz besonderes entdeckt.

Hier waren Genies am Werk:

You had one job, fail

Verschwörungstheoretiker in den Medien | WTF

Published on Nov 1, 2016

Immer öfter kommen die Aluhut träger in die Medien.

Das ist ein Zeichen, das wir immer mehr werden.

GEFÄHRLICHE SCHÖNREDNER

Published on Nov 1, 2016

Steuern Parasiten unser Bewusstsein? – Dr. Dieter Broers

Published on Nov 1, 2016

30% bis 50% der Weltbevölkerung sollen von ihm befallen sein: Toxoplasma gondii ist ein Gewebsparasit, der für Verhaltensänderungen verantwortlich gemacht wird. Befällt der Erreger etwa eine Maus, verliert sie ihre Angst vor Katzen. Infizierte Mäuse laufen ihrem Fressfeind direkt in die Arme. Das perfide Ziel des Parasits: Mäuse, Vögel und Menschen werden nur als Vehikel benutzt, um von einer Katze zur nächsten zu gelangen.

Steuern also Parasiten unser Bewusstsein?

Der Biophysiker Dieter Broers erklärt…

Welt im Wandel.TV

For the german Future

Published on Oct 3, 2016

BRD Reichsbürger – Joe Kreissl Freeman Austria

Published on Nov 1, 2016

Reichsbürger im Amt? Echt? Warum verwendet die BRD, aktuell die alten Gesetze aus der Nazizeit?

Blodsinn? Verschwörungstheorie? Wird schon nicht so schlimm kommen wie damals? So denken

doch nur GUTMENSCHEN? Wer lesen und denken kann ist klar im Vorteil, sagt der

Volksmund! Oder ist denken doch nur Glückssache? Viel Spaß und große

Aha-Effekte wünschen wir Euch bei diesem Video!

Er packte eine Schachtel aus:

Oh, das kenne ich, das verwendet meine Frau!

Sie macht sich daraus täglich einen Tee,

den Trick weiß sie von einer Fee.

Dieser Tee verschließt den Mund,

wenn sie nicht will ein weiteres Kind.

Die Pflanze wächst eigentlich überall,

im Wald ist sie kein Sonderfall.

Der Wirt brachte etwas zu Essen herbei,

eine Spende des Hauses, er war so frei.

Und dann fragte er den Alten nach dem Tee,

und ob er denn das gute Geschäft nicht sehe.

Auch er wäre an dem Kraut durchaus interessiert,

denn, bei seiner Frau wäre es schon wieder mal passiert.

Er würde der Kinder bald nicht mehr Herr,

er gäbe dafür durchaus auch etwas mehr.

Ach, Dein Geld interessiert mich wirklich nicht,

koche mir lieber ein gutes Fischgericht.

Dafür bringe ich Dir gern den Tee,

doch Dich am Ende bedanken, das tue bei der Fee.

Später gingen sie gemeinsam hinunter ans Meer,

und der Abschied fiel selbst dem Alten sehr schwer.

Gerade hier am Strand war es wunderschön,

sie hatten sogar eine Sternschnuppe gesehen.

Clintons Auftritt am Montag in Ohio

struggling to live

Published on Oct 9, 2016

*

Consumer Reports 2017: Das sind Tops und Flops beim Thema Zuverlässigkeit

Für Satan sah der Abend anders aus.

Erst schmiss man ihn aus einem Beichtstuhl raus,

und nachdem er erklärte wer er sei,

kamen auch schon Männer in Weiß herbei.

Er musste sich schon wirklich sputen,

hier würde er es nicht noch mal versuchen.

Er entwischte den Kerlen durch die Hintertür,

für letzte Auswege hatte er ein Gespür.

Er mischte sich unter die Leute,

was er auch sogleich bereute.

Das Weihnachtsgeschäft hatte gerade erst begonnen,

der ganze Trubel machte ihn schlicht benommen.

Er war müde von der langen Fahrt,

das war nun wirklich kein guter Start.

Außerdem war ihn doch auch ziemlich kalt,

ihn hätte es nicht gewundert, hätte es geschneit.

Er ging frustriert zum Bahnhof zurück,

vielleicht hatte er ja dort mehr Glück.

Es gab dort einen Männerstrich,

vielleicht erkannte er ja ein Gesicht.

Er fand die Tunte Mariaborn,

sie war berühmt für ihren Dorn.

Sie hatte gerade Kasse gemacht bei einem Schwein,

drum lud sie ihn auf einen Kaffee ein.

Die Typen sind wirklich total pervers,

stehen immer öfter nur noch auf Schmerz.

Früher waren sie echte Freier mit Herz,

da hüllten sie mich noch in noblen Nerz!

Doch jetzt Zocken uns sogar schon die Pfaffen ab,

ich verstehe Dich gut, ich bin auch oft knapp.

Aber ich weiß einen Platz für dich,

und ich verspreche, da verjagt man Dich nicht.

Sie brachte ihn zur holden Berte,

die sogleich heulte, als sie von ihm hörte.

Ich habe ein Herz für arme Männer,

zwinkerte sie, die schaffen es länger.

Oh je, und Satan drehte sogleich ab,

und auch hier, war es mal wieder sehr, sehr knapp.

Er kam in einen Park und verlangsamte den Schritt:

Ja, wusste die Göttin eigentlich, wie sehr er litt?

Zu Hause war es so bequem,

da könnte er jetzt unter eine Dusche gehen.

Er tastete sich durch ein Brennesselfeld,

hier konnte er schlafen ohne Geld.

Er legte sich unter eine alte Tanne,

ihre Nadeln piekten seine Wange.

Sie versprach ihm Schutz und endlich Ruh,

und so machte er denn seine Augen zu.

*

Tatort

16. November 2005:

Satan stand noch vor der Sonne auf,

er wärmte sich mit Dauerlauf.

Er suchte und fand ein großes Haus,

von ihm erzählt hatte der Klaus.

Alle seine Vorgänger hatten hier gewohnt,

und hatten auf dem Stuhl gethront.

Der Letzte hatte wohl zu schwer gedrückt an einem Braten,

mehr jedoch wollte die Haushälterin ihm noch nicht verraten.

Er hatte einfach angeklopft,

sie hatte geöffnet, in der Hand einen Topf.

Tut mir Leid, der ist nicht mehr hier,

ich füttere jetzt ein anderes Tier.

Ich bin sein Engel, ich wollte ihn holen.

Oder ihm zumindest den Hintern versohlen.

Oh wei, was hat der Mann den verbrochen?

Er hatte mir meinen Stuhl zerbrochen!

Der Stuhl, nein, der ist noch hier!

Doch darauf sitzt jetzt ein anderes Tier.

Wollen Sie vielleicht mit ihm sprechen?

Natürlich, ich kann es nicht versprechen.

Der Mann ist ziemlich schwer beschäftigt,

und fühlt sich auch sehr schnell belästigt.

Er ist zwar gerade erst aufgestanden,

aber, vielleicht können Sie das mit ihm verhandeln.

Die Frau ließ Satan in das Haus:

Bitte, ziehen sie sich die Schuhe aus.

Ich habe gerade alles geputzt,

auch wenn es nicht sehr viel hat genutzt.

Die Schweinerei ist festgebrannt,

sie schrubbt sich nur mit eiserner Hand.

Oh, ich bin in diesen Dingen versiert,

haben Sie es schon mal mit Essig probiert?

Das nützt gar nichts, ich bin selbst vom Fach,

die Scheiße quillt hinauf bis zum Dach.

Ach, das ist ja interessant,

sagte Satan, und nahm den Schrubber in die Hand.

Die Frau ging zurück in die große Küche,

von Oben her hörte sie laute Flüche.

Sie nahm die Treppe und klopfte an eine Tür:

Auch sie hatte immer noch Angst vor dem Tier.

Und Satan legte den Schrubber zur Seite,

schnell war er Oben, was die Frau freute.

Gemeinsam betraten sie das Zimmer,

hier war es mit der Scheiße noch viel Schlimmer.

Er ist ein Messi, haben sie mir gesagt,

was das jedoch ist, habe ich nicht gefragt.

Ich will mich ja nicht nur beschweren,

aber ich weigere mich, ihn zu verehren.

Da war der Vorgänger wirklich besser,

der aß wenigstens mit Gabel und Messer.

Nur ein schmaler Durchgang war noch frei,

sie gingen an riesigen Stapeln vorbei.

Und ganz hinten, an einem Tisch,

da saß ein Mann, er bewegte sich nicht.

Er starrte nur auf seinen Teller:

Dumme Frau, geht das nicht schneller!

Satan war doch etwas geschockt.

Dort saß ja der Mann mit dem langen Rock.

Er holte seine Keule hervor,

und knallte sie dem Mann ans Ohr.

Dem flog auch gleich der Kopf zur Seite,

und seine Füße suchten schnell das Weite.

Die Frau war nun doch etwas erstaunt,

soviel Kraft hatte sie ihm gar nicht zugetraut.

Der Kopf des Messis fiel zu Boden:

So, der hat genug gelogen!

Und Satan gab ihm einen Tritt,

solche Typen mag ich nicht.

Dann ging er um den Tisch herum,

setzte sich auf den Stuhl und schaute stumm.

Wie wäre es mit etwas zu Essen?

Ich habe schon lange nichts mehr gegessen.

Na, klar, mein Engel, ich laufe schon,

ich koche für Sie, als wären sie mein Sohn.

Und Satan zog den Mantel an:

Wie einfach das Leben doch sein kann!

Und als die Frau mit der Suppe kam,

war sie ganz begeistert von dem Mann.

Er sah zwar wie ein Satan aus,

aber vielleicht würde ja noch ein Engel daraus.

BH-Größe

*

Rettungswagen im Einsatz

Jochen ging mit der Göttin in den nächsten Ort.

Auf ihrem Weg sprachen sie kein einziges Wort.

Erst als sie an den Ortsrand kamen,

sagte Jochen: Du, ich will Dich mal was fragen.

Kann es sein, das wir zusammen in der Kiste lagen?

Ich meine, so vor gut zwei Tagen?

Oh, Katharina hatte wohl mal wieder zugeschlagen:

Nun, ich denke, das war meine Schwester vor zwei Tagen.

Du hast eine Zwillingsschwester?

Und er verfiel in ein lautes Gelächter:

Zwei von Euch! Du meine Güte!

Da drauf brauche ich ne Tüte!

Als sie beide dran gezogen,

fragte Jochen: Und das ist auch nicht gelogen?

Und ich dachte schon Du spielst Theater,

ich meine, Du weißt wegen dem Kater?

Doch der Göttin sagte das nichts.

Tut mir Leid, von einem Kater weiß ich nichts.

Du, oder SIE, hat sich geschämt,

weil ich war wohl unverschämt.

Ich hab sie Muschikätzchen genannt,

doch da ist sie fortgerannt.

Sie hat mich angespuckt und sehr laut geschrieen,

und hat gemeint, dass würde nie verziehen.

Und Jochen schaute die Göttin an:

Verzeihst DU denn einem reuigen Mann?

Lebenslänglich gibt es bei mir nicht,

ich glaube an das Gute im Licht.

Nun, und ich verzeih mir selbst ja täglich auch,

so dass sich bei mir die Wut sehr schnell verbraucht.

Nur wenn jemand Wiederholungstäter ist,

dann gehe auch ich mit ihm hart ins Gericht.

Und Jochen lud die Göttin ein:

Komm, wir trinken noch ein Glas Wein.

Der Hund lief zurück ans ruhige Meer,

ihm war im Ort zuviel Verkehr.

Und Jochen führte die Göttin in ein Lokal.

Spiegel und Kerzen hingen überall,

dieser Laden war sicher erste Wahl.

Ein Ober führte Beide durch den Saal.

Der Blick ging zur Terrasse raus.

Es war ein wirklich wunderschönes Haus.

Ich kann Dir hier ein Zimmer mieten,

jedoch ich glaube, sie haben nur Suiten.

Bitte, Jochen, häng Dich nicht zum Fenster raus,

und bitte nenn mich hier nicht Muschimaus.

Entschuldige, ich dachte nur, es sieht einfach besser aus,

wenn man hier denkt, Du seiest meine Frau.

Sie setzten sich an einen runden Tisch.

Einzelne Stühle gab es nicht.

Ein anderer Ober brachte die Karte,

und machte einen Diener, das es scharrte.

Der Göttin wurde ziemlich ungemütlich.

Was ist, Du schaust nicht glücklich?

Fragte Jochen leicht besorgt.

Ich weiß es auch nicht, hier riecht es nach Mord.

Entschuldige, aber ich will an einen anderen Ort.

Und sage nie wieder das eine Wort!

Und der Ober schaut geschockt.

Wer hat denn hier nur was verbockt?

Und nimm vor allen Dingen die Finger von meinem Knie!

Sonst werd ich zu Katharina, ich weiß nicht wie!

Aber Muschimäuschen, was regst Du dich auf!

So geht es doch nun mal jeder Frau!

Da gab es plötzlich einen lauten Knall!

Der Angriff kam wohl direkt aus dem All.

Von dem Laden blieb nicht viel übrig,

und nach Resten zu suchen war sehr müßig.

Und die Göttin stand wieder am Meer,

und ihr Hund, der freute sich sehr.

Ich sage ja, da ist zuviel Verkehr.

Da treibe ich lieber im offenen Meer.

Doch das hätte der Hund nicht sagen dürfen,

und die Göttin begann sogleich zu schürfen.

Sie saßen zu Zweit in einem Boot,

und das Loch in ihm, das war kein Trost.

Ein Schiff das längs zur Seite kam,

gab sogleich auch laut Alarm.

Beinahe hätte es sie überfahren,

doch es nam sie mit, mit Ziel Balearen.

Man fragte die Göttin nach Papieren,

doch sie schien nicht zu kapieren.

Ich bin Monalisa Silberwind,

ich muss nach Hause, und zwar geschwind.

Wir sind ein schweres Tankerschiff,

das macht so ein Tempo leider nicht mit.

Der Kapitän schüttelte mit dem Kopf.

Dann schickte er sie zu dem Koch.

Mirrage jedoch, musste an Deck verbleiben,

und sollte sich die Zeit vertreiben.

Er schnupperte sich so richtig ein:

Hier irgendwo, da ist ein Schwein.

Die Göttin ging in die Kombüse,

und schnibbelte Gemüse.

Der Koch war ein Vietnamese,

er kannte das, die Not auf der See.

Du viel Glück, viel Glück,

Kapitän sonst hauen in Stück!

Kapitän sehr schlechter Mann.

Kapitän nicht fahren kann.

Die Göttin war erstaunt.

Was hatte der Koch ihr zugeraunt?

Und Mirrage trieb sich herum,

zum Glück, er war nicht dumm.

Die Göttin ließ das Gemüse liegen,

sie stieg hinauf, sie nahm die Stiegen.

Sie sah den Hund weit unter sich,

von hier aus hatte sie die beste Sicht.

Der Tanker fuhr stur geradeaus,

das bisschen Seegang machte ihm nichts aus.

Da erkannte die Göttin plötzlich ein tödliches Riff,

es würde zerreißen das ganze Schiff.

Die Göttin kletterte zum Kapitän herunter,

sie klopfte ihm auf die Schulter:

Da ist ein Riff, geradeaus,

mach sofort den Motor aus!

Ich glaube Du spinnst!

Schafft mir fort das dumme Kind!

Ich glaube es kommt auf ein Wind!

Bringt die Frau weg, und zwar geschwind!

Da gab es einen lauten Knall!

Es war ein wahrer Sonderfall.

Der Tanker war plötzlich explodiert,

niemand wusste, wie so was passiert.

Doch das Riff, das war gerettet.

Zigtausend Korallen hatten darauf gewettet.

Drum nahmen sie die Göttin auf,

und auch Mirrage kletterte herauf.

Der Hund schaute sie verärgert an:

Ich war doch gerade so nah dran!

Ich habe das Schein gesehen,

es hat gerade gepinkelt und zwar im Stehen.

Ist das für dich denn ein Problem?

Du pinkelst doch auch meist sehr bequem.

Aber ich verwische nicht meine Spur,

und ich schau dabei auch nicht auf die Uhr.

Und das findest Du suspekt?

Zumindest wenn sein Urin voller Krankheiten steckt.

Nun, dann waren die Erreger wohl zu aggressiv.

Dann war es richtig, wie es lief.

Später kam ein Schiff vorbei,

das brachte sie zur Polizei.

Man fragte sie nach den Papieren,

und wieder einmal schien sie nichts zu kapieren.

Ich bin Monalisa Silberwind,

ich muss nach Hause, ganz geschwind.

So einfach ist das aber leider nicht.

Sich auszuweisen, das ist Pflicht.

Die Göttin kam in einen Bau,

und dort kam es zur Nabelschau,

die nicht nur entwürdigend für eine Frau.

Und der Wärter, der war eine Sau.

Der Göttin verschlug es fast die Sprache:

Pass nur auf was ich jetzt mache!

Und dann gab es einen Knall,

er wurde gehört weit bis ins All.

Und der Göttin wurde schlecht:

Was war der Typ doch für ein Knecht!

Die Bevölkerung war fassungslos:

Was machen diese Wärter bloß?

Und die Göttin ging hinauf in die Berge:

Vielleicht wohnten dort ja noch ein paar Zwerge.

Der Hund lief frei neben ihr her,

nicht selten fiel das Gehen schwer.

Sie erreichten dann ein kleines Kloster,

und man ließ sie ein, als Schwester.

Der Hund, der musste draußen bleiben,

er sollte sich die Zeit vertreiben.

Er begann auch gleich zu schnüffeln,

an seinem Ziel war nicht zu rütteln.

Die Göttin betrat ein kleines Büro:

Bitte, darf ich mal auf Klo?

Pinkeln tun wir nur nach Plan,

mit solchen Freiheiten fangen wir gar nicht erst an.

Hier, unterschreibe das Papier,

all Deine Habe ist jetzt mir.

Die Göttin wurde ziemlich rot.

Ich hätte gerne ein Stück Brot.

Das gibt es auch erst spät nach Sechs,

es sei denn es gibt Gruppensex.

Und die Göttin hörte einen Knall,

oder war es Donnerschall?

Sie schaute auf den roten Fleck,

doch das Kloster, das war weg.

Sie hatte sich etwas verletzt,

und sich erst mal hingesetzt.

Der Hund kam zu ihr angelaufen,

auch er schien sehr zu schnaufen.

Jetzt hätte ich ihn doch fast gehabt!

Was ist das heut nur für ein Tag!

Und die Göttin legte sich unter eine Tanne:

Und jetzt ein Stück Kuchen aus der Pfanne!

*

Wenn die Götter auf der Erde waren,

dann lauerten plötzlich überall Gefahren.

Dann hieß es wirklich: Aufgepasst!

In ein paar Punkten verstanden sie keinen Spaß.

Und für einen Multiwiederholungstäter,

gab es auch bestimmt kein: Später!

Denn die Götter wussten ganz genau,

wie man sie erkennt, die faule Sau.

Und da ein Gott selten nur alleine kommt,

sollte Vieles sich bessern, und zwar prompt.

Und wer das nun mal nicht kapiert,

der soll nicht jammern, wenn’ s passiert.

*

Und warum ist SIE dann nicht geflogen?

Wenn SIE doch ein Engel ist!

Was treibt SIE auf dem offenen Meer?

Es fällt ihr wohl das Gehen schwer!

Wenn ich es Dir doch sage!

Und ich wirklich was vertrage!

Nein, lass mich mit Deinem Buch in Ruh!

So krieg ich nie die Augen zu.

Und der Mann drehte sich auf die Seite

Pass nur auf, der Teufel sucht noch das Weite.

Ich sage Dir, die Götter verstehen keinen Spaß.

Auf ihren Plan, da ist Verlass!

Ja, ja, vielleicht, wenn’s gut für die Kasse ist.

Aber auf Erden gibt es kein Göttergericht.

Sag das nicht, etwas wird bestimmt geschehen.

Selbst der Satan pinkelt nicht mehr im Stehen.

Ach, lass mich damit doch in Ruh!

Da höre ich doch gar nicht zu!

Das ist ja gerade das Problem.

Sonst könntet ihr schon längst wieder stehen.

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht.

ImStehenPinkler kommen vor Gericht!

So ein Gesetz begreif ich nicht!

Wen geht es etwas an, wann und wie ich piss?

Die Göttin hat es nun mal verboten,

so war das eben früher, bei den Goten.

Sünder mussten in die Hocke gehen,

nur der Gute, der durfte stehen.

Und wer kontrollierte das?

Nun ja, der Sünder wurde nass.

Die Götter haben den Sündern

den Schniedel halt ans Bein gebunden.

Die haben sich selbst bepinkelt?

Das machst Du auch, wenn Du im Stehen machst.

Ich? Niemals! Höchstens mal ein Tropfen.

Na, dann lässt Dein Sündenkonto ja noch hoffen.

Du solltest das Buch wirklich mal lesen,

ich finde es klasse, wie es damals gewesen.

Das Buch setzt Dir noch lauter Flausen ins Ohr.

Hast Du etwa Angst davor?

Komm, leg das Buch weg, hier spielt die Musik.

Lass mich, sie spricht auch über die Physik.

Und die Frau will ein Engel sein?

Komm, mach das Licht aus, ich bin ganz allein.

Also gut, dann lass uns schlafen.

Die Frau macht das Licht aus.

Und? Liebst Du mich?

Liebste, Du bist eine wahre Göttin für mich.

Kanalinfos und Infos von Kanalis November

Published on Oct 31, 2016

*

17. November 2005:

Kleopatra lief am Strand entlang,

da sah sie an ihrer Seite einen Mann.

Wer bist Du? Und was machst Du hier?

Und Du? Du suchst wohl einen Stier?

Er zeigte auf ein großes, rotes Tuch,

und auf ein ziemlich dickes Buch.

Sie trug Beides auf ihrem Kopf,

denn in der Hand hielt sie einen großen Topf.

Ach, magst Du mir vielleicht tragen helfen?

Ich will den hier bringen zu den Elfen.

Der Mann nahm einen der Henkel,

und dabei erblickte er die Schenkel.

Ihh, was hast Du denn da drin?

Sind die etwa von einem Kind?

Schrecklich, nicht wahr?

Ich finde das Ganze auch untragbar.

Und Kleopatra erzählte Anton eine Geschichte,

sie hatte zu tun mit ihrer Nichte:

Das junge Mädchen war gerade erst zur Frau geworden,

sie wurde vergewaltigt und wäre fast daran gestorben.

Doch sie überlebte die Geschichte, leider nicht allein,

denn jetzt trug sie auch noch ein Kind von dem Schwein.

Kleopatra war ziemlich geschockt, als sie davon erfuhr,

und fragte sich: Wie helfe ich dem Kind jetzt nur?

Welche Mutter kann lieben ein Kind,

wenn die Väter Vergewaltiger sind?

Du meinst, es war nicht nur einer?

Es waren mehrere, es geschah auf einer Feier.

Es ist tatsächlich unfassbar,

aber leider, leider, es ist wahr.

Es gibt wirklich Männer, die sind Schweine,

wenn Du verstehst, was ich meine.

Mir brauchst Du das nicht zu sagen,

da kannst Du meine Mutter fragen.

Sie hat etwas ähnliches erlebt,

und sie hat das Kind in den Müll gelegt.

Sie hatte es niemanden gesagt,

erst als ich sie sehr genau dazu befragt.

Und dennoch hat sie es nie verwunden,

auch wenn das Kind entstand in ihren schrecklichsten Stunden.

Genau, das ist ja grade mein großes Problem,

wie soll es mit meiner Nichte nur weitergehen?

Da kamen sie an einen großen Wald,

seine Bäume waren schon Jahrtausende alt.

Sie trugen den Topf über einen schmalen Weg,

dann kamen sie an einen alten Steg.

Hallo Elfen hört ihr mich?

Ich habe hier ein Kind, das gehört mir nicht.

Da kam eine Frau aus einer kleinen Hütte:

Dann stellt den Topf auf des Steges Mitte.

Anton und Kleopatra taten wie befohlen,

dann entfernten sie sich wieder auf sehr leisen Sohlen.

Und sie hatten wirklich Glück,

denn die Elfen nahmen das Kind zurück.

Sie würden ihm diesmal noch keinen Namen geben.

Es würde wiedergeboren in einem anderen Leben.

Allerdings, so stellten diese Elfen fest,

diese Tat, sie gehört gerächt.

Und so wurde der Schniedel den Männern an ihr Bein gebunden,

und das nicht nur für ein paar Stunden.

Und jeder Mann gehe dabei mit sich ins Gericht,

wie viel Anteil habe ich wohl selbst an dieser wirklich bösen Geschicht.

Als Anton und Kleopatra wieder erreichten den weiten Strand,

da gingen sie schon Hand in Hand.

Und danach betraten sie in ein neues Land,

das sich nannte: Gesunder Menschenverstand.

Anton half ihr den schweren Karren ziehen,

den sich Kleopatra bei Satan ausgeliehen.

Darauf stand ein Herd und eine Spüle,

und sie hatten damit wirkliche Mühe

Der Boden unter ihnen gab beständig nach,

denn es hatte viel geregnet in der Nacht.

Die Göttin, die ist jedoch ausgeflogen,

ich denke, sie hat die Renovierung der Küche wohl verschoben.

Erklärte Anton der Göttin plötzliches Verschwinden.

Aber Dir einen Kaffee zu kochen, das wird mir gelingen,

ja, und das Kind hat sie mir auch in Obhut gegeben,

obwohl, ich weiß nicht: Ist es noch am Leben?

Kleopatra betrat das Zimmer des Kindes.

Das ist doch das Kind des Windes!

Sie fühlte seine zarte Stirn.

Keine Sorge Anton, der lebt, dieser Stern.

Sie hatte das Kind mitgenommen,

doch dann war sie in die Brandung gekommen.

Das Boot, es wurde umgeworfen,

und sie hatte gedacht, das Kind, es sei verloren.

Ach wie gut, das die Göttin es fand,

und Du sagst es lag am Strand?

Der Hund, er hat es wohl entdeckt,

es hatte tief im Sand gesteckt.

Da machte das Kind seine Augen auf.

Da war sie ja wieder, diese gute Frau.

Guten Morgen mein verlorenes Kind,

und wie schön, das wir zusammen sind.

Dann ging Kleopatra in die Küche.

Die Beiden hörten von Oben ihre Flüche.

Oh je, oh je, wie sieht es hier denn aus!

Und das in einem Gotenhaus!

Tablette

Und Satan packte all die Akten aus,

die er fand versteckt im Haus.

Mit der Haushälterin war er zufrieden,

Hauptsache war, er musste sie nicht lieben.

*

Die Göttin hatte halbwegs gut geschlafen,

sie stand auf und ging zurück an den Hafen.

Und dort sah es ziemlich übel aus,

denn eine Bombe hatte gesprengt das Gefängnishaus.

Es war wohl ein Selbstmordattentäterin,

schrieben die Zeitungen nicht viel später.

Man fragte sich: Wo hatte die Frau die Bombe nur versteckt?

Und, warum hatte man sie zuvor nicht entdeckt?

Und die Göttin betrat eine kleine Hafenkneipe,

der Hund ging ganz nah an ihrer Seite.

Ein Mann saß allein an einem Tisch:

Warum fang ich keine Fisch?

Er fragte sich zum X-ten mal,

Warum sind plötzlich keine mehr da?

All die Jahre hab ich gut gefangen,

all die Jahre ist es gut gegangen.

Die Göttin bestellte sich ein Bier,

und etwas Wasser für ihr Tier.

Dann setzte sie sich zu dem Mann:

Vielleicht kann ich es Dir verraten.

Ich zahle Dir Dein Bier, wenn du es mir sagst.

Nun, den Fischen schmeckt es nicht mehr, wenn Du mich fragst.

Sie kotzen von der üblen Brühe,

und dafür machen sie sich nun nicht mehr die Mühe.

Früher schwammen sie Dir freiwillig ins Netz,

heute wird ihnen im großen Stile nachgehetzt.

Früher erkannten sie Deine Not,

darum legten sie sich auch gern in Dein Boot.

Doch viele enden noch auf hoher See als Hundefutter,

sag selbst, welcher Fisch begegnet heute noch einem einfachen Kutter?

Sie das Ganze auch mal von ihrer Seite,

Du an ihrer Stelle suchtest bestimmt auch das Weite.

Der Mann schaute sie mit roten Augen an.

Ob denn so etwas wahr sein kann?

Fahre mich hinaus aufs Meer,

dann hole ich Dir die Fische her.

Dann kannst Du sie gleich selber fragen,

ich bin sicher, sie werden es Dir sagen.

Der Mann setzte sich die Mütze auf:

Dann fahren wir aber sofort hinaus.

Die Ebbe hat grad eingesetzt,

fertig geknüpft ist mein Netz.

Er schaute auf den großen Hund.

Wenn der mich anpinkelt, dann geht’s aber rund.

Alle Drei kletterten auf seinen Kutter,

und der Göttin fiel auf: Der Fischer ist ja ganz schön im Futter.

So schlimm konnte das mit den Fischen dann doch gar nicht sein,

und der Mann schenkte sich und ihr ein Schnäpschen ein:

Na, und wie gefällt es Dir hier auf der Insel?

Bist Du allein oder hast Du einen Pinsel?

Die Lampen der Göttin sprangen alle an:

Ich würde sagen, das geht Dich nichts an.

Fragen ist doch wohl noch nicht verboten,

ich lass sie schon bei mir, meine Pfoten.

Das will ich Dir auch geraten haben,

sonst werde ich es den Fischen sagen.

Und der Fischer warf den Diesel an,

im Grunde war er gar kein schlechter Mann.

Entschuldige, ich dachte, vielleicht ist es Deine Masche,

willst vielleicht arbeiten auf eigene Kasse.

Die meisten Mädchen haben ja ihren Luden,

und nicht alle sind auch welche von den Guten.

Da kann ich es schon verstehen,

wenn Mädchen lieber mit einem Hund auf Suche gehen.

Ach, so hast Du mich eingeschätzt.

Ich hoffe ich habe Dich damit nicht verletzt.

Schwamm drüber, es ist geklärt,

und schließlich, Fragen ist ja nicht verkehrt.

Er fuhr sie hinaus aufs offene Meer,

denn in Küstennähe sammelte sich schon der Teer.

Hier habe ich immer volle Netzte gehabt,

doch wenn das so weitergeht, häng ich am Bettelstab.

Seit Jahren wird es immer schwerer mit der Fischerei,

die guten Zeiten sind vorbei.

Und die Göttin ging hinaus an Deck,

hier zu rufen hatte gar keinen Zweck.

Fahr doch noch etwas weiter raus,

und dann werfe Deine Netze aus.

Der Fischer tat wie sie befohlen,

und nach einer Weile ließ sie ihn die Netzte holen.

Siehst Du, sie sind alle leer,

es ist wirklich kein Fisch mehr im Meer.

Da nahm die Göttin einen meergrünen Stein,

und warf ihn ins tosende Meer hinein.

Sie hatte ihn am Strand gefunden,

und ihn durchaus für gut befunden.

Er würde das Meer wiederbeleben,

nur müsste man ihm auch eine Chance dazu geben.

Fahre ruhig täglich hier hinaus,

und werfe Deine Netze aus.

Ab jetzt wird es jeden Tag ein Fisch mehr,

wenn Du pflegst Dein krankes Meer.

Da sah sie plötzlich in der Ferne sehr helle Lichter:

Ja, diese Kerle gehören vor den Richter!

Lass uns lieber wieder fahren,

diese Armada, sie gehört dem Zaren.

Der Fischer schaute mit besorgtem Blick:

Die schrecken auch nicht vor Mord zurück.

Und schon kam auch ein Schiff zur Seite,

ein Schnellboot mit geringer Breite.

Scheinwerfer wurden auf sie gerichtet:

Wer sich bewegt, der wird vernichtet!

Mehrere Männer sprangen auf das Boot,

und die Göttin, sie wurde mal wieder rot.

Sie schaute auf ein Maschinengewehr,

ziemlich neu und nicht sehr schwer.

Na, Deine Waffe ist ja interessant.

Da ist es ja kein Wunder, wenn ihr nichts fangt.

Wir fangen hier genug, mein Mausekätzchen.

Und Du bist noch nicht mal eine von den Schlechten.

Und der Mann kam näher,

die anderen machten die Steher.

Und die Göttin klappte auf das Messer,

gewappnet war Frau einfach besser.

Mirrage war direkt hinter ihr,

doch niemand anders sah das Tier.

Nur den alten Fischermann,

den pinkelte er gerade an.

Was wollt Ihr von dieser Frau!

Willst Du wohl kehrt machen, komm, mach kein Radau!

An was willst Du uns schon hindern,

wenn Du nicht spurst, gibt’s was auf den Hintern!

Die Frau ist unser, ist das klar!

Los, die kommt mit, so eine Frau, die genießt der Zar!

Die Göttin gab dem Hund ein Zeichen,

am nächsten Strand würde er sie wieder erreichen.

Und dann ging sie mit den Männern:

Sie wusste, die Meinung des Zaren, die würde sich ändern.

Man brachte sie auf ein großes Schiff,

ein Flugzeugträger klein dagegen ist.

Hier wurden die Fänge verarbeitet und registriert,

hier wurde richtig abkassiert.

Alles stand hier voller Dosen,

und jedem klebten die Schuppen an den Hosen.

Die Göttin versuchte den Sinn zu erfassen,

doch, so etwas konnte ein Fisch nur hassen.

Und der Gestank von verärgertem Fisch,

nun, der beschreibt sich wirklich nicht.

Ihr taten all die Tiere leid:

Der Zar ist wohl nicht ganz gescheit!

Sie wurde in die Messe geführt,

hier wurde gerade Hai diniert.

Und der Zar war so galant,

er bot ihr Platz auf seiner Bank.

Er legte ihr die Hand aufs Knie:

Und, wer sind denn Sie?

Die Göttin legte seine Hand zur Seite:

Wenn Sie so weitermachen, sind Sie bald pleite.

Der Zar war doch etwas überrascht,

normalerweise wurden die Frauen bei ihm blas.

Wirklich, Sie überspannen das Fass.

So etwas macht den Fischen keinen Spaß.

Der Zar war nun doch irritiert,

normalerweise wurde ihm die Frau flambiert.

So, sagen Sie den Fischen jetzt Adieu,

machen Sie es von mir aus wie Miereille Mathieu!

Aber die Überfischung, die hört jetzt auf.

Und wenn Du deine Schiffe verkaufst.

Ich habe dem Fischer seine Fische versprochen,

und außerdem den Gestank gerochen.

Da brach der Zar in schallendes Gelächter aus.

Die ist ja süß, die kleine Maus!

Das ist doch grad das Geile hier!

Andre zahlen Geld dafür!

Und die anderen Herren an dem Tisch, lachten erst mal kräftig mit.

Da gab die Göttin dem Tisch einen Tritt!

Was seid ihr nur für miese Kerle,

Was macht ihr hier auf dieser Erde?

Und die Welt um sie herum begann zu beben.

Tiefe Nacht herrschte, wo gerade noch eine Fabrik gewesen.

Einfach wie vom Erdboden verschluckt,

so haben es die Zeitungen am nächsten Tag gedruckt.

Und die Göttin stand am Strand,

mit dem geöffneten Messer in der Hand.

Dann klappte sie es wieder zu,

und auf dem Meer war endlich Ruh.

Und der Hund, der kam gelaufen:

Gott, ich brauche was zu saufen!

Wieder ist er mir entwischt!

Also, ich versteh das nicht!

So konnte das nicht weitergehen,

das war ja langsamer als zu stehen.

So kamen sie nie nach Düsseldorf,

und in den kleinen, netten Ort.

Immer wieder sah sie rot,

an allen Ecken tat es Not.

Die Erde brauchte dringend ein Butterbrot,

und der Mensch, der brauchte das Got.

Und die Göttin schwamm hinaus,

der Hund und sie, immer geradeaus.

Die Sonne ließen sie nicht untergehen,

sie wollten sich schließlich die Welt ansehen.

Lisa Fitz: „Viele Kabarettisten sind systemimmanente Hofnarren“

Published on Nov 1, 2016

Lisa Fitz ist Kabarettistin und hat die Schnauze voll vom Russland-Bashing.

Bei ihrem Auftritt in der SWR-Sendung „Spätschicht“, teilte sie über fünf Minuten lang gegen die NATO aus. Das Risiko, dafür nicht nur Applaus zu bekommen hat die Müncherin bewusst einkalkuliert. RT Deutsch-Reporter Stefan Dyck spricht mit Lisa Fitz über ihre Ansichten zur Rolle der NATO und fragt, warum es Russland so schwer hat in den westlichen Medien. (Anmerkung: Wir bitten um Entschuldigung für die schlechte Tonqualität am Anfang des Beitrags.)

Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/

*

18. November 2005:

Und die Göttin schwamm durchs Meer,

sie zog dabei Wellen wie ein Speer.

Ein Wal wurde auf sie aufmerksam,

und schob sich sehr behutsam heran.

Hallo große Königin,

ich hoffe Du weißt noch, wer ich bin?

Hallo mein geliebter Wal,

Du bist geworden ganz schön kahl.

Das liegt an den dummen Putzerfischen,

sie lassen nicht mal eine Pocke mehr sitzen.

Viele wurden wundrasiert,

es ist eine Krankheit die grassiert.

Das Gleichgewicht ist schwer gestört,

kein Fisch der heut noch richtig hört.

Selbst in der Tiefsee wird es eng,

überall verstört das Peng.

Das Peng? Was ist denn das?

Ein Ton, er durchdringt das ganze Fass.

Erst hört man einen lauten Knall,

er durchdringt alles und ist überall.

Danach kommt ein Donnerhall,

und der erschüttert den großen Saal.

Von allen Seiten kommt der Krach,

die meisten legen sich nur flach.

Die Orientierung wird sehr schwer,

kaum einer will noch bleiben im Meer.

Und dann auch noch der ätzende Teer,

durch ihn fällt uns das Atmen schwer.

Und der Gestank, ich sage Dir,

das ist kein Leben für ein Tier.

Des Lebens Sicherung ist durchgebrannt,

wo, so frage ich, bleibt der Verstand?

Vorsicht, da vorne kommt ein Netz,

nicht das Du Dich daran verletzt.

Viele Delfine verendeten schon darin.

Warnt der Wal die Königin.

Und die Göttin tauchte unter die Oberfläche,

und sie schnitt große Löcher in die riesigen Netze.

Und es war ihr durchaus klar, das Sie das Netz einer Spinne verletzte,

und, dass diese das nun gar nicht schätzte.

Der Wal und die Göttin schwammen auf die andere Seite,

und der Hund entschied: Ich werde reiten.

Er schwamm auf den Rücken des alten Wals,

und klopfte ihm beruhigend den Hals.

Ruhig Brauner, ich bin doch auch noch da.

Ich sage Dir, ich werde einmal Superstar!

Ich finde das Schwein, ich habe es versprochen,

ich habe nicht umsonst soviel gerochen!

Na, Deinen Optimismus in allen Ehren,

ich will Dich auch nicht dumm belehren.

Aber das Schwein ist ein Verwandlungskünstler,

mal ist er Hai, mal Umweltschützer!

Der Feind an sich ist unsichtbar,

und darum ist er eine so große Gefahr.

Er ist so flüchtig wie der Wind,

und er steckt in jedem Kind.

Kinder sind doch nicht gefährlich,

ich mag sie, sie sind frech und ehrlich.

Mit ihnen lässt sich super spielen,

nur selten, das sie mich mal kriegen.

Hat Dir denn noch nie eins von ihnen weh getan?

Dich getreten oder gezogen an den Haaren?

Ich sage Dir: Ihre Väter haben uns erbärmlich abgeschlachtet,

sie haben uns nur noch als Ware betrachtet.

Das liegt an dem Wal in ihrem Kinderbuch,

denn, der erzählt ihnen nichts von diesem schrecklichen Mordversuch.

Ich bin sicher, die Kinder würden Dich beschützen,

die wahre Geschichte würde sie ehrlich bestürzen.

Wenn ich erst bin ein großer Star,

dann stell ich das bei denen klar.

Ich bin nun mal ein Optimist,

für mich die Zukunft, Hoffen ist.

Die Göttin tauchte plötzlich ab,

und Wal und Hund folgten ihr nach.

Es wurde ziemlich dunkel um sie herum,

und viele Fische schauten stumm.

In der Tiefe erschien plötzlich ein Licht,

und die Umgebung trübte sich.

Es weitete sich zu einem ganzen Lichterheer:

Dies war ja eine Stadt im Meer!

Das Zentrum dieses großen Netzes, das war hier,

und in seiner Mitte saß das Tier.

Eine giftige Wasserspinne im tiefsten Mittelmeer,

und um sie herum sehr viel Verkehr.

Ein U-Boot hatte sie sogleich entdeckt,

und sich hinter einem Felsen versteckt.

Jetzt kamen es vorsichtig hervor,

vor sich herschiebend ein großes Rohr:

Und daraus kam ein Netz geschossen,

die Göttin wurde darin eingeschlossen.

Der Hund sprang sogleich auf das Netz,

Mein Gott, hast Du Dich verletzt?

Dann wurde das Netz auch schon eingezogen.

Und das Wasser wurde herausgesogen,

dann wurde das Netz auseinandergeschoben,

und die Göttin wurde aufgehoben.

Du meine Güte, was machen Sie denn hier?

Ich dachte schon, Sie seien ein Tier!

Und der Hund kam angelaufen,

Ja, ja, das ist mein geliebtes Frauchen!

Wer sind Sie? Und was wollen sie hier?

Fragte ein anderer Mann, er stand in der Tür.

Hier war man offensichtlich sehr überrascht,

so einen Fang hatte man noch nie gemacht.

Sie muss eine von den Roboterschwimmern sein,

die fallen hier immer öfter ein.

Mein Name ist Monalisa Silberwind,

und ich wollte Fragen wann der Test beginnt.

Von einem Test hier wissen wir nichts,

wir sind hier auf Patrollienschicht.

Und dann fragte er nach ihren Papieren,

und die Göttin schien endlich zu kapieren:

Tut mir Leid, sie sind wohl etwas verdorben,

ich denke, sie sind nass geworden.

Und die Göttin reichte dem Mann ein Papier,

darauf steht, ich sollte mich melden hier.

Das Blatt ist leer, es steht nichts drauf.

Da haben sie jetzt aber ein Problem, gute Frau.

Nein, ich denke, Sie haben das Problem,

warten sie, kann man denn nicht mal die Anweisung sehen?

Was für eine Anweisung? Von wem soll die sein?

Na, vom Männergesangsverein!

Weißt Du was, diese Roboterin ist bescheuert,

ich denke ihre Festplatte, sie gehört erneuert.

Das Beste wird sein, wir bringen sie zum Labor,

die haben da Ersatzteile für.

Gut, wir fahren sie zur Zentrale zurück,

obwohl ich oft denke, die sind genauso verrückt.

Sie fuhren in eines der Gebäude hinein,

und der Hund wollte ganz nah an ihrer Seite sein.

Wo sind wir hier nur hingekommen?

Die Antwort, mein Guter, die werden wir bekommen.

Die Göttin kletterte aus dem Boot,

um sie herum roch es nach Tod.

Bleib Du schön in dem U-Boot hier,

ich komme gleich schon wieder zu Dir.

Man brachte sie zu einem Offizier:

Das ist sie, und im Boot ist das Tier.

Solche Roboter hat nur der Boss,

sie gehören zu dessen eigenem Tross.

Ich bringe sie am Besten in ein Labor,

dort macht man ihr nen neuen Chip ins Ohr.

Du, sie sprach von einem Test vorhin,

meinst Du, das da ist was dran?

Ich kann Dir dazu gar nichts sagen,

nur das alle nervös sind, und das schon seit Tagen.

Irgendetwas steht bevor,

und es wird viel getuschelt im Labor.

Ich verstehe das nicht.

Warum steht davon nichts im Bericht?

Hier wimmelt es von Geheimdienstleuten,

und das hat selten etwas Gutes zu bedeuten.

Mir wird es hier auch langsam viel zu heiß,

es ist schrecklich, wenn man nichts weiß.

Ich könnte es Euch vielleicht sagen,

aber da müsstet ihr mich schon fragen.

Genau, der Roboter von dem Boss,

er ist doch von dem geheimen Tross!

Und der Offizier zog sie zur Seite.

Sag uns, was geschieht hier heute?

Ein Test. Er ist gefährlich.

Ich bin ganz ehrlich.

Ich wollte fliehen,

mit dem U-Boot in die Ferne ziehen.

Denn hier wird es bald sehr ungemütlich,

ich wäre gerne etwas weiter südlich.

Denn, wenn der Test gelingt,

dann ein Zunami den Tod in den Norden bringt.

Und wenn der Test nicht gelingt?

Dann das Wasser hier eindringt.

Ach Du lieber Himmel, ist das wahr?

Willst Du darauf warten? Ich bin kein Narr!

Dann sollten wir die Flucht ergreifen.

Uns zumindest darauf vorbereiten.

In diesem Moment kam ein anderer Mann angelaufen,

er schien ziemlich arg zu schnaufen.

Los, fort von hier! Ich habe es gerade erfahren,

die haben die Motoren nun doch hoch gefahren,

sie setzen tatsächlich alles auf eine Karte!

Ich rate Dir, steig ein und starte!

In diesem Moment hörten sie ein Grollen,

und dann war leider schon nichts mehr zu wollen.

Und die Göttin wurde Puterrot!

Ihr stieg in den Kopf die kalte Wut!

Die eigenen Leute so zu verraten!

Was waren das für Satansbraten?

Und sie schoss wie der Blitz durch das Meer,

den Hund und die Männer zog sie hinter sich her.

Später fand man sie schlafend an einem Strand,

ihr nacktes Leben gerettet, doch, wo sie herkamen blieb unbekannt.

Denn, sie erzählten eine so kruse Geschichte,

das sie erschien unter der Rubrik: Kuriose Berichte.

Alcyon Pleyaden 47:

Irdische Zeit 24 auf 16 Stunden,

Schumann-Resonanz, fraktales Universum

Published on Oct 31, 2016

Syrienberichterstattung:

Interview mit Aktham Suliman | 01.11.2016 | www.kla.tv/9300

Published on Nov 2, 2016

► Aktham Suliman ist syrischer Journalist und Autor. ✓ http://www.kla.tv/9300 Im Jahr 1989 zog er von Syrien nach Berlin, wo er ab 1990 u.a. Islamwissenschaften und Politologie studierte. Von 1998 bis 2002 arbeitete er als fester freier Mitarbeiter für das arabische Programm der „Deutschen Welle“. 2002 bis Oktober 2012 war Suliman Korrespondent des arabischen Nachrichtensenders Al Jazeera in Berlin. Im Oktober 2012 verließ er den Sender und erhob in einem Artikel vom 11. Dezember 2012 auf faz.net – der Frankfurter Allgemeine Zeitung – den Vorwurf der seit 2004 schleichenden und mittlerweile massiven politischen Einflussnahme der katarischen Regierung auf den Sender.

*

Und auch Satan fand eine Akte darüber,

die erzählte viel von Früher.

Und wie das anfing mit den großen Wasserspinnen,

und warum sie in die Tiefe gingen.

Doch dafür hatte er jetzt gar keine Zeit,

vor der Tür stand die Polizei bereit.

Der Gärtner hatte sie gerufen,

denn er hatte gefunden, den Kopf eines Toten.

Er hatte nicht sehr tief gegraben,

doch er ahnte, das noch mehr da lagen.

Und Satan hatte genug gesehen,

ihm blieb nicht mehr viel Zeit, um zu gehen.

Er packte ein paar der vielen Akten ein,

und warf noch kurz einen Blick in die Küche hinein.

Die gute Frau, sie war am kochen,

er sah sie eine Gans voll stopfen.

Ich bin nur mal kurz weg,

und bitte, denken Sie an den Speck.

Und dann war er schon hinaus zur Hintertür,

denn für geheime Wege hatte er ein Gespür.

Er suchte einen anderen Ort,

und er dachte nur noch an ein einziges Wort:

Keller! Keller! Keller!

Und Satan lief immer schneller.

Hier um die Ecke musste es sein,

hoffentlich komm ich da auch herein!

Er rüttelte an einer Eisentür,

und es verließ ihn nicht, sein geniales Gespür.

Sein bester Freund hatte ihm von diesem Ort erzählt,

und gesagt, er sei der sicherste in der ganzen Welt.

Nur bei einem Wasserschaden,

ginge man auch in diesem Keller leider baden.

Und die Göttin lief durch Afrika.

Was ist das nur für ein Skandal!

All die Kranken! Überall!

Waffen gibt es, aber kein Brot!

Ich frage: Wer bedient sich an der Not?

Und was sind das für Elektrozäune?

Und wem gehört das Zeug da in der Scheune?

Was ist das hier für ein Betrieb?

Sind das etwa Waffen für den Krieg?

Da kamen 2 Soldaten in einem Millitärfahrzeug,

die Göttin lief ihnen entgegen, überaus erfreut:

Wie gut das Sie hier vorbeigekommen,

mir ist doch glatt die Zeit zerronnen!

Was gehen Sie denn hier spazieren?

Sie haben hier nun wirklich nichts zu verlieren!

Ich bin halt immer geradeaus gelaufen,

und, ich denke, der Hund braucht was zu saufen.

Hier ist aber Sperrgebiet,

und Spaziergänger sind nicht beliebt.

Ich habe mich dann wohl verlaufen.

Ich würde nur gerne etwas verschnaufen.

Das ist hier aber verboten,

und jetzt ist Schluss mit diesen Schoten!

Der Soldat befahl ihr einzusteigen,

den Hund jedoch, den wollte er vertreiben.

Das hat gar keinen Zweck,

ohne mich geht er nicht weg.

Dann knall die Töle einfach ab,

sagte darauf ein anderer Soldat.

Und dann schaute er auf seine Armbanduhr:

Wir werden niemals mehr fertig mit der Tour.

Die Göttin wollte eigentlich keinen Streit anfangen,

aber jetzt hatte der Mann einen Fehler begangen.

Er richtete sein Maschinengewehr auf den Hund:

Na, wie viel läuft er wohl die Stund?

Und die Göttin sah mal wieder rot,

und auch der Hund erkannte seine Not.

Das war nun wirklich ein sinnloser Tod,

drum lag auf ihm ein schweres Verbot.

Dem Soldaten war das offensichtlich egal,

drum schoss sie ihn hinaus ins All.

Und auch der Zweite flog hinterher,

danach hatte sie keine Puste mehr.

Von diesem Vorfall wurde weiter nichts bekannt,

er wurde geführt als Kollateralschaden im eigenen Verband.

Doch die Göttin verlor so langsam die Lust,

ständig nur rot sehen, ergab nur Frust.

Sie stieg in das Fahrzeug der beiden Soldaten,

dann ließ sie den Motor starten.

Der Hund sprang auf den Beifahrersitz,

und aus der Hand der Göttin zuckte ein Blitz.

Das ganze Gelände wurde durch ihn gesprengt,

und weite Teile des Umlandes durch sein Licht versengt.

Manch einer sprach von einem Angriff aus dem All,

doch, das war diesmal nicht der Fall.

Und die Göttin war zutiefst frustriert:

Was muss ich denn noch machen, damit ihr es kapiert?

Wo Sie auch hinkam, trat Sie in Scheiße.

Es war wirklich keine schöne Reise.

Und so beschloss Sie durch die Wüste zu fahren,

da war die Chance größer, dass sie alleine waren.

Der Sprit ging dann schon nach wenigen Kilometern aus,

nein, so kam sie nie nach Haus.

Ihr Frust, der wurde immer größer

und auch der Hund wurde immer nervöser.

Da kamen sie an eine Palme,

unglücklich schlossen sie sich in die Arme:

Dann schliefen Beide unter ihr ein,

die Palme würde in der Nacht ihr Wächter sein.

*

19. November 2005:

Und auch Satan saß im tiefen Keller,

bei ihm ging es auch nicht gerade sehr viel schneller.

Er saß zwar mitten in seiner Lieblingsstadt,

die Frage war nur, was er draus macht.

In dem Keller war es feucht und kalt,

da schlief er doch viel lieber im Wald.

Doch, andererseits, hier war er sehr gut versteckt,

hier war er sicher, dass man ihn nicht entdeckt.

Und so packte er die Akten aus,

und sagte sich: Ich bleib im Haus.

Und als er alles darin kapiert,

war er doch ziemlich frustriert.

Das Schwarze Schwein war vor Kurzem umgezogen,

und Satan fühlte sich betrogen.

Er hatte geköpft das falsche Schwein,

und so konnte auch er nicht wirklich glücklich sein.

*

Und auch dem Klaus aus Berlin ging es nicht besser,

in seinem Rücken steckte ein Messer.

Jemand hatte sich über ihn beschwert,

er hatte wohl zu laut gekehrt.

*

Die Göttin musste sich entscheiden:

Wollte sie Mensch werden, oder Göttin bleiben?

Beides zugleich macht zu viele Probleme,

sagte ihr die Wüstenpalme.

Die Palme wusste von vielen solcher Geschichten,

denn, sie hatte des öfteren entnervte Götter unter ihr sitzen.

Alle erzählten von den gleichen Sorgen,

die Menschheit war halt schwer verdorben.

Kaum einer nahm die Götter noch ernst,

und das war noch nicht einmal der größte Schmerz.

Auch das fehlende Geld war an sich nur ein Ärgernis,

ein wirkliches Unheil war es nicht.

Denn Geld lies sich jederzeit neu erfinden,

viel schlimmer war, das die Menschen erblinden.

Sie konnten gut und böse nicht mehr unterscheiden,

wahrlich, die Götter waren nicht zu beneiden.

Nur der Hund, er war zufrieden,

Hauptsache war, er konnte fliegen.

Denn im Morgenlicht sah er sie liegen,

unter einer dünnen Sandschicht versteckten sich Mienen.

Und damit war es für die Göttin entschieden.

Sie würde sich ändern, je nach belieben.

Sie konnte durchaus Beides sein,

nur halt eben kein Schwarzes Schwein.

Die Göttin pflückte ein paar Datteln vom Baum,

und dachte an ihren letzten Traum:

Sie ging mal wieder durch Afrika,

ihr Hund war natürlich schon längst ein Star.

Überall fragten die Trommeln im Busch:

Wann kommt endlich der nächste Bus?

Denn alle waren sehr gespannt,

die Göttin war mal wieder im Land.

Sie hatte alle eingeladen,

zu ihr zu kommen, mit ihren Fragen.

Sie saß entspannt auf ihrem Sonnenthron,

um den Rest kümmerte sich ihr gestresster Sohn.

Und der hatte tatsächlich viel zu tun,

so viele Menschen kamen in der Frühe schon.

Sie wollten alle mit ihr sprechen,

mit der Göttin, dieser Superfrechen.

Sie hatte das Schwarze Schein wieder eingefangen,

und so war es ihnen endlich wieder besser ergangen.

Auf den Feldern wuchs das Korn,

und auch in der Technik, ging es nach vorn.

Sie hatte ihre Bombinis mitgebracht,

und ihnen gezeigt, wie man sie selber macht.

Sie schöpften Energie zum Nulltarif,

und das vertrieb den korrupten Chief.

Er konnte keine Geschäfte mehr machen,

und auch sonst hatte er nicht viel zu lachen.

Die Göttin hatte alle Korrupten eingestellt,

sie fegten jetzt die halbe Welt.

Auch die Sahara wurde zum größten Teil hinweg gefegt,

sie war einfach viel zu groß angelegt.

Überall standen Meerwasserentsalzungsanlagen,

sie gaben das Frischwasser in den ersten Tagen.

Doch schon bald kam auch der Regen wieder,

und all die Menschen freuten sich darüber.

Es könnte wirklich so einfach sein,

regierte nicht das Schwarze Schwein.

Der fürchtete Bombinis nämlich mehr als die Pest,

denn diese Dinger warfen ihn schon einmal aus dem Nest.

So lange war das noch gar nicht her,

da erfand so ein Ding, ein an sich sehr netter Herr.

Thomas Taunsend Brown hieß dieser Mann,

er war ein Physiker, mit aufrechtem Gang.

Er präsentierte seine Erfindung dem Millitär,

und danach wurde sein Leben wirklich sehr schwer.

Alles nahmen sie ihm weg,

sich dagegen zu wehren hatte keinen Zweck.

Sie kauften ihm ein Haus auf Hawai,

und mit seiner Forschung war es vorbei.

Mit niemandem durfte er mehr darüber reden,

sonst nähme man ihm auch noch sein bescheidenes Leben.

Die Göttin hatte es in den letzten Jahren mehrfach versucht,

und immer wieder einen mutigen Physiker gesucht.

Doch kaum einer wollte es sich mit dem Schwein verscherzen,

zu groß war die Angst vor den Folterschmerzen.

Denn das Schwein machte diesbezüglich kurzen Prozess,

es war eben zu gemütlich im warmen Nest.

Drum hatte sie sich letztlich dazu entschieden,

die ganze Sache selbst anzuschieben.

Die Bombinis gehörten nun mal auf die Welt,

auch wenn das Schwein nichts davon hält.

Sie musste nur einen einzigen Menschen finden,

dem sie konnte das Bombini an die Beine binden.

Sie fand auch eine solche Person,

es war eine Frau, mit einem Sohn.

Sie lebte in Deutschland, dem Reich der Dichter und Denker,

und sie fuhr Fahrrad, wenn auch mit schlenkerndem Lenker.

Von theoretischer Physik hatte diese Frau zum Glück keine Ahnung,

denn die Erfindung eines Bombinis war nun mal eine Sache der Erfahrung.

Und diese Erfahrung ließ die Göttin die Frau gleich mehrmals machen,

damit sie sich stärkte, für den Kampf mit dem Drachen.

Denn eines wusste die Göttin eben auch sehr genau,

gegen so ein Ungeheuer gewann nur eine Frau.

Die Männer neigten halt zu schnell zur Gewalt,

und meistens verlangten sie auch noch Gehalt.

Und darum wollte Sie auch nach Düsseldorf,

und anschließend in den kleinen Nachbarort.

Dort wohnte die Frau schon seit vielen Jahren,

und sie erwartete Sie, nun schon seit mehreren Tagen.

*

Kleopatra ging es eigentlich ganz gut,

das sie das Kind wieder hatte, machte ihr Mut.

Es war ein Mädchen, an sich ein sehr liebes Kind,

auch wenn ihr Vater bewegt den eisigen Wind.

Er hatte Kleopatra das Kind anvertraut,

und ihr auch das Boot gebaut.

Er wollte das sie das Mädchen rettet,

und in seidene Laken bettet.

Es war sein Liebstes, ein echtes Winterkind,

doch es hatte seine Mutter sehr verstimmt.

Denn, das Mädchen hatte diese nicht mehr lieb,

und zur Mutter gesagt: Du bist ein Dieb!

Du hast einer Frau den Mann gestohlen,

Dir sollte der Wind den Arsch versohlen!

Doch das hörte die Mutter gar nicht gern,

und schoss ihr Kind auf einen anderen Stern.

Dort hatte der Wind Kleopatra hingeblasen,

zusammen mit ein paar Langohrhasen.

Denn, die hatte das Mädchen auch sehr gern,

sie halfen ihr zu überleben, auf dem einsamen Stern.

Sie hoppelten gemeinsam durch den Schnee,

als sie Sie sah, diese gute Fee.

Mein Name ist Kleopatra,

und ich bin in Zukunft für Dich da!

Sie packte das Kind mit den Hasen ins Boot,

und gab ihr erst einmal ein Butterbrot.

Teile es Dir jedoch bitte gut ein,

und friss nicht wie ein altes Schwein.

Aber, ich habe doch so großen Hunger!

Und dennoch, vom Fressen wird man dümmer!

Das sah das Mädchen sofort ein,

denn, ihre Mutter aß auch wie ein Schwein.

Doch die Fahrt, sie sollte dauern,

denn, überall stießen sie auf wogende Mauern.

Der Vater half ihnen wo und wie er konnte,

doch der Wind blieb kalt, auch wenn er sich sonnte.

Kleopatra riet: Kuschel Dich gut in die Hasen ein,

dann wird es Dir gleich wärmer sein.

Warum muss der Vati immer so eisig sein?

Und warum ließ auch er mich ganz allein?

Der Wind, mein Kind, ist ein lebendiges Spiel,

er verfolgt halt ein besonderes Ziel.

Dein Vati hat Dich wirklich ganz doll lieb,

doch im Moment verfolgt er einen Dieb!

Das Mädchen sagte lieber nichts.

Es hatte nicht vergessen wie es ist,

geschossen zu werden auf einen Stern,

und der Mutter zu winken aus der Fern.

*

Und Robinson wurde so langsam klar,

er hatte sich benommen wie ein Narr.

Er war fluchtartig weggerannt,

denn, die Göttin, so schien es ihm, hatte verloren den Verstand.

Sie hatte schlicht auf Sand gebaut,

wie konnte es anders sein, SIE hatte ihm vertraut.

Doch Sand hing ihm zum Halse raus,

zulange hatte er auf ihn geschaut.

Jahrtausende hatte er auf ihm gesessen,

und nicht selten hatte er nur ihn zu Fressen.

Zwischen den Zähnen knirschte er,

während er starrte hinaus aufs Meer.

Jetzt saß er wieder auf seiner Insel,

Mammomann, ich bin ein Esel!

Schön warm und gemütlich könnte ich es jetzt haben,

und mich an ihrer guten Küche laben.

Der kalte Wind strich um seine Füße,

von der Göttin jedoch kamen keine Grüße.

Er wusste, sein Warten hatte keinen Zweck,

sie ließ ihn hier sitzen, im eigenen Dreck.

Nicht das er den Weg nicht fand,

dafür kannte er zu gut das Land.

Auch wusste er, wie er wieder nach Oben kam,

doch, noch hielt ihn zurück die glühende Scham.

Was würde Sie ihm nicht alles vorwerfen können?

Doch es nützte nichts, davor weg zu rennen.

Schließlich nahm er sich selbst überall mit hin,

und die Vorwürfe, die steckten tief in ihm drin.

Das wurmte ihn doch ganz gewaltig,

auch wenn Kleopatra ihn verteidigt.

Diesmal hatte er keine Chance,

er hatte zerstört die eigene Balance.

Er wusste, er konnte nur wieder schweben,

wenn Sie ihm würde voll vergeben.

Ohne Ihre befreiende Entlastung,

saß er in seiner eigenen Festung.

Das Dasein als Wurm war zwar nicht so schlimm,

aber ihm zuckte trotzdem das Kinn.

Er könnte sich die Augen ausheulen,

so sehr begann er seine Flucht zu bereuen.

Was würde Sie wohl mit ihm machen?

Er dachte an Satan und all die anderen Sachen.

Die Göttin hätte den Blödmann fast umgebracht,

damals in der großen, entscheidenden Schlacht.

Allerdings, selbst dem hatte die Göttin ganz offensichtlich verziehen,

denn, er sah die Beiden mal wieder vereint über den Himmel ziehen.

Er wusste, bei ihr gab es kein Lebenslänglich,

es sei denn, jemand vergab sich selber nicht.

So packte er denn seine Sachen,

es war halt nicht anders zu machen.

Er würde einfach zu IHR gehen,

und ihr seine Dummheit eingestehen.

Er klopfte bei der Göttin an,

doch es öffnete ihm ein Mann.

Hallo, ist die Göttin vielleicht da?

Ich bin Robinson, der gefallene Narr.

Tut mir Leid, die Frau ist verreist.

Oh Mann, was für ein Scheiß!

Nun, SIE wird sicher wiederkommen,

dann wird die Audienz bestimmt wieder aufgenommen.

Wer ist denn an der Tür?

Ein gewisser Robinson, antwortete Anton.

Ist das nicht meine Schwester?

Doch da kam sie auch schon angelaufen und rief: Da ist ja mein Bester!

Und Kleopatra nahm ihn in ihre Arme,

Na, mein Lieber, alles Banane?

Ich wollte mich bei Monalisa entschuldigen.

Wenn’s sein muss, werde ich ihr auch huldigen.

Ach, so einen Unsinn lass mal schön sein,

sonst wird SIE nachher doch noch zu einem Schwein.

Wichtig ist, das Du Dir selbst vergibst,

Du weißt doch, gerade Dich hat sie besonders lieb.

Aber gerade ich habe sie total verraten,

ich wollte doch mit ihr die Küche starten.

In der ist für Dich auch noch genug zu tun,

und pass auf, Du hast immer noch Dreck an den Schuhen.

Jetzt komm doch erst einmal herein,

der kalte Wind zieht sonst noch rein.

Willst Du vielleicht einen heißen Tee?

Danke, aber ich hätte lieber einen Kaffee.

Na, wenn Du schon wieder Ansprüche stellst,

dann ist sie ja wieder in Ordnung, Deine Welt.

Und Kleopatra ging zurück in die Küche,

und schon wieder hörte man ihre Flüche:

Wer war schon wieder an dem Kuchen dran?

Das man Dich auch nicht einen Moment alleine lassen kann!

Aber, wenn ich doch so einen Hunger hab!

Oh, Du bringst mich mit der Esserei noch an den Bettelstab!

Wer ist denn dieses schöne Kind?

Das ist die Tochter vom eisigen Wind.

Na, dann ist das doch klar, mit dem ewigen Hunger,

verwandelt gerade dieser Wind ihn doch in Kummer.

Dieser Robinson ist aber wirklich sehr nett,

sagte das Kind, als es später als üblich, ging zu Bett.

Kleopatra deckte die Kleine zu:

Das ist er. So, und jetzt mach bitte beide Augen zu.

Kleopatra?

Ja?

Darf ich Mami zu Dir sagen?

Da musst Du erst den Vati fragen.

Aber, der ist doch nie da!

Habe noch etwas Geduld, spätestens im Winter ist er uns wieder nah.

Und … spielt der Robi morgen wieder mit mir?

Mein Kind, ein Mensch ist kein Kuscheltier.

Und jetzt wird geschlafen,

sonst verdummen Deine Hasen.

Und sie rieben sich die Nasen,

damit er auch gut wuchs, der grüne Rasen.

Robinson war in seine Pension zurückgekehrt,

Anton und Kleopatra hatten ihn nochmals belehrt.

Er sollte in Zukunft vorsichtiger mit seinen Versprechen sein,

sonst würde aus ihm womöglich doch noch mal ein Schwein.

Dann ging jeder in sein eigenes Bett,

und dachte, was ist der andere doch nett.

Und Kleopatra wickelte sich in ihre Decke ein:

Wie schön könnte es zu Zweit hier sein?

Und auch Anton lag noch lange wach,

Mensch, was war das für ein Tag!

Und wie gut, das sie nicht weiß,

das ich eigentlich Mark Antonius heiß.

*

Und die Göttin fasst sich an den Kopf.

Die Göttin flog nach Israel.

Sie suchte eine Frau mit dem Namen Rachel.

Sie fand sie in ihrem kleinen Zimmer,

sie wollte sie mitnehmen, und zwar für immer.

Diese Frau hatte wahrlich genug gelitten,

drum sollte sie nicht länger mehr darum bitten.

Zu viele Söhne hatte sie nun schon verloren,

auch wenn es waren, unglaubliche Toren.

Jeden einzelnen hatte sie groß gezogen,

doch immer wieder verließen sie den Heimatboden.

Es zog sie in die weite Ferne,

sehnsüchtig schauten sie in die Sterne.

Jeder suchte sein eigenes Königreich,

wo es lag, war ihnen gleich.

Weder Bauern noch Knechte wollten sie sein,

zu groß war ihre Angst vor dem eigenen Schwein.

Doch so viele Länder gab es nun mal mitnichten,

und außerdem, auch ein König hatte seine Pflichten.

Ihre Söhne waren harte Arbeit jedoch nicht gewöhnt,

und darum war auch immer noch keiner von ihnen gekrönt.

Doch so viele Möchtegernkönige konnte sich kein Stern leisten,

und so durften sie auch nicht mit Bombinis reisen.

Der ganze Kosmos war sich einig,

sollte es einer wagen, dann wird er gesteinigt.

21. November 2005:

Und weil Bombinifahren ihnen nicht war erlaubt,

haben sie sich eines geklaut.

Und weil sie nicht wussten wie man es fliegt,

haben sie die Wut gekriegt.

Und dieser Ärger machte sie dann krank,

drum griff einer von ihnen in den Schrank.

Dort stand ein kleines Fläschchen:

Ein Tropfen davon lässt jeden wieder lächeln.

Und bald schon waren sie süchtig von dem Zeug,

doch kaum einer von ihnen hat es bereut.

Sie lächelten breit den ganzen Tag,

dann schlossen sie untereinander einen Vertrag:

Wir machen uns alle unsichtbar,

und dann suchen wir uns einen Narr.

Dieser wird für uns dann das Bombini fliegen,

und den ganzen Kosmos bekriegen.

Und wenn dann alle Könige sind besiegt,

und die Welt am Boden liegt,

dann kommen wir wieder zurück ins Licht,

und dann endlich erfüllt es sich.

Dann sind wir die Könige der Welt,

niemand sich dann mehr gegen uns stellt.

Und ihr Lächeln wurde bei diesen Gedanken ganz breit:

Mannomann, was sind wir doch gescheit.

Wir sind nun mal die Auserwählten,

für uns ganz besondere Bedingungen gelten.

Und so machten sie sich unsichtbar,

und suchten sich dann einen Narr.

Den haben sie auch schnell gefunden,

und sich an sein Bein gebunden.

Dieser merkte davon nichts,

denn, Unsichtbare sieht man nicht.

Und Rachel saß allein in ihrem Zimmer,

ihre Einsamkeit, sie wurde immer schlimmer.

Wo nur waren ihre geliebten Söhne?

Doch das Einzige was sie noch hörte war ihr Gestöhne:

Denn der Narr, an den sie sich gebunden,

hatte den Schlüssel zum Bombini nicht gefunden.

Er wusste leider auch nicht, wie man es fliegt,

und dann hat er es an die Nerven gekriegt.

Er begann wie wild um sich zu schlagen,

auch für die Unsichtbaren war es kaum noch zu ertragen.

Er trampelte ständig auf ihnen herum,

und das nahmen sie ihm mächtig krumm.

Bis einer ihm von den Tropfen gab,

da war Ruhe, zumindest für einen Tag.

Der Narr lächelte und war zufrieden,

endlich, endlich konnte er wieder fliegen.

Sein Geist hob ganz begeistert ab,

doch dann stieß er an ein Dach.

Und dort holte er sich eine dicke Beule,

denn dort saß Satan mit der Keule.

Wirst Du wohl von hier verschwinden,

und Dir die Unsichtbaren vom Beine binden!

Ich lass mich doch nicht von Dir verarschen,

und außerdem, was hast Du da in Deinen Taschen?

Der Narr verstand den Ärger nicht,

er tat doch immer nur seine Pflicht.

Und von Unsichtbaren wusste er nichts,

an seinem Bein sah er sie jedenfalls nicht.

Dann griff er in seine Taschen,

und was er fand, das waren Flaschen.

Er probierte von dem Zeug,

doch das hat er schnell bereut.

Denn er wurde davon sofort süchtig,

doch der Inhalt der Flaschen, hatte sich sogleich verflüchtigt.

Drum begann er aufs neue zu toben,

und hat seine Not auf Satan geschoben.

Er hatte ihn auf die Flaschen aufmerksam gemacht,

ihm aber nichts von den schrecklichen Folgen gesagt.

Die Unsichtbaren litten schwer unter seinen Tritten,

selten nur hatten sie so gelitten.

Drum gaben sie ihm was er wollte,

und das machen sie bis heute.

Doch so besoffen wie der Narr jetzt täglich war,

konnte er erst recht nicht fliegen, das war klar.

Und so schloss sich dann der Teufelskreis,

und der verlangte dafür einen Preis.

Er wollte nämlich auch gerne mal ein Bombini fliegen,

und so ist der Narr mit ihm in das Fahrzeug eingestiegen.

Doch selbst der Teufel verstand die Technik nicht,

und so brüllte er dem Narren ins Gesicht:

Dieses Scheißding tut es einfach nicht,

ich will nie wieder etwas hören, von dieser dummen Geschicht.

Die Unsichtbaren waren erschrocken:

Worauf sollten sie denn jetzt noch hoffen?

Ohne Bombinis hingen sie auf der Erde fest,

und bei dieser Aussicht wurde ihnen ganz schlecht.

Denn eines war damit auch ganz klar,

sie würden auf ewig bleiben unsichtbar.

Und Rachel saß verzweifelt in ihrem Zimmer,

denn ihre Einsamkeit würde nun ebenfalls bleiben für immer.

In ihrer Not hatte sie sich an die Göttin gewand:

Große Mutter, ich verliere noch den Verstand!

Bitte hole mich hier raus,

ich halte die Einsamkeit einfach nicht mehr aus.

Und die Göttin hatte erbarmen,

und sie nahm die Frau in ihre Arme.

Liebste Rachel, nun weine nicht mehr,

ich weiß, Du hattest es sehr schwer.

Doch ich denke, ich habe eine Lösung gefunden,

wie wir kriegen Deine Söhne wieder vom Bein gebunden.

Komm, setze Dich erst mal wieder hin,

Du weißt doch, das ich fantasievoll bin.

Und die Göttin sprach zu ihr:

Sicherlich, ich könnte Dich mit mir nehmen,

doch, dann würde es auch keine Söhne mehr geben.

Und, vor allen Dingen, Deine jetzigen Söhne blieben weiter unsichtbar,

und auch gebunden an den Narr.

Ich biete Dir etwas anderes an,

und das wirkt, was ich Dir versprechen kann.

Es hat schon mehrmals sehr gut funktioniert,

und auch die Deutschen haben es erfolgreich ausprobiert.

Um monarchistischen Sehnsüchten zu begegnen,

feiern sie Karneval, statt sich zu bekriegen.

Dann kann jeder einmal im Jahr ein König sein,

oder auch ein Narr mit einer unsichtbaren Last am Bein.

Jeder der will, kann sich mal ordentlich die Kante geben,

und mit den Mächtigen Tacheless reden.

Und auch die Frauen können Königin oder Hexe sein,

auf Wunsch allein, oder auch organisiert im Verein.

Der Karneval selbst dauert nur ein paar Tage,

am Aschermittwoch ist Schluss damit, das ist keine Frage.

Dann wird wieder brav zur Arbeit gegangen,

bis zum 11.11. 11Uhr11, dann wird von vorne angefangen.

Rachel schaute die Göttin zunächst sprachlos an,

doch dann fing sie heftig zu weinen an:

Ich glaube nicht, dass das jetzt noch geht,

für einen solchen Vorschlag ist es zu spät.

Meine Söhne haben sich so viele Waffen gekauft,

und auch schon die großen Bomben getauft.

Sie setzten schon vor Jahren alles auf Krieg,

denn sie sind sauer, weil der Narr sie nicht sieht.

Überhaupt, niemand, so meinen sie, nimmt sie noch ernst,

denn, alle Menschen glauben, sie machten nur Scherz.

Sie drohten sogar schon mit ihrer neuesten Wunderwaffe,

und immer noch denken die Leute, das sei eine witzige Sache.

Und hinzu kommt, dass der Narr überall herum erzählt,

in Wahrheit sei er der mächtigste König der Welt.

Sie haben die Nase gestrichen voll von den seinen ständigen Tritten,

sie haben darunter einfach zu viel gelitten.

Die Göttin hörte sich das Ganze in Ruhe an,

und fragte sich, wie man nur so blöd sein kann.

Dann sagte sie: Tut mir Leid, meine geliebte Rachel,

aber Deine Söhne sind dämliche Engel.

Sie sollten doch langsam wirklich klüger sein.

Warum binden sie sich nicht einfach wieder los von dem Narrenbein?

Da schaute Rachel sie traurig an:

Na, das fragst Du am Besten mal meinem Mann.

Er hatte ihnen einst den genialen Tipp gegeben,

sich mit Sekundenkleber an das Bein zu kleben.

Und die Göttin fasste sich an den Kopf:

Ja sind die Jungen denn total bekloppt?

Die Göttin dachte an das Zaubermittel, welches Gottvater ihr mitgegeben.

Ob die Söhne ihr die Behandlung damit würden vergeben?

Die Schmerzen waren zuerst wohl ziemlich heftig,

anschließend jedoch, fühlte man sich auch schnell wieder prächtig.

Denn die Bewegungsfreiheit ist ein wichtiges Lebenselixier,

das gilt für alle, ob Mensch oder Tier.

Und Schmerzen, nun, die können durchaus heilsam sein,

und das gilt gerade für das eigene Schwein.

Der Schweinebraten auf dem Tisch,

hörte dies, und er beschwerte sich:

Schmerzen sollen heilsam sein?

Das glaubst Du nur ganz allein!

Welches Tier auf dieser Welt,

wird wohl noch wie wir gequält?

Wir ernähren fast die halbe Welt.

Wie viele verdienen mit uns ihr Geld?

Millionen Ferkel sehen nie der Sonne Licht,

sie kennen nur des Schlachters Gesicht.

Von einem Spaziergang träumt die Muttersau,

doch auch sie kommt nie heraus aus ihrem Schlagverhau.

Bewegung ist nicht angesagt,

denn zähes Fleisch ist nicht gefragt.

Auch wenn uns verfault das komplette Bein,

zart und rosa soll es trotzdem sein.

Drum werden wir mit Medikamenten vollgestopft,

und nicht wenige werden davon bekloppt.

Beruhigungsmittel lassen uns verstummen,

und unsere Gehirne, die verdummen.

Und wenn es dann zum Schlachthof geht,

der Wind erst Recht von Vorne weht.

Die Angst fährt uns in alle Knochen,

denn was dann kommt, haben wir gerochen.

Ein Tritt in den Hintern ist noch das geringste Übel,

die Meisten kriegen richtig Prügel.

Wir hören die Schmerzensschreie unserer Freunde,

Leid und Elend erfüllt das Gebäude.

Niemand ist da, der mit uns fühlt,

unser vergossenes Blut wird einfach weggespült.

Und dann ist auch schon der Nächste dran,

der Tod kommt mit dem Menschenmann.

In zwei Hälften werden wir gesägt,

ohne das noch Zeit vergeht.

Und unsere Seelen schreien noch,

da fällt unser Herz schon in den Topf.

Unsere Innereien werden grob herausgerissen,

die Wurst daraus, sie schmeckt beschissen.

Und wenn dem Fleisch fehlt das Gewicht,

dann wird’s mit Wasser aufgespritzt.

Ein guter Braten wird da niemals draus,

es rebelliert der Magen, der das verdaut.

Und soviel Elend auf einem Haufen,

gibt es heute überall zu kaufen.

Göttin, ich halte das im Grunde nur aus,

weil ich weiß, der Mensch isst alles auf.

Wer ist hier das wahre Schwein?

So stellt sich für mich die Frage.

Und, Du bist was Du isst, das ist es, was ich dazu sage.

Und die Göttin sagte dazu nichts,

grün stand es in ihrem Kummergesicht:

Ich will kein Schwein sein in dieser Welt,

doch bin ich erschrocken, das dies selbst für Schweine gilt.

Und Rachel stellte den Braten weg,

ihn noch anzubieten hatte keinen Zweck.

Auch ihr war der Appetit gründlich vergangen,

seine Geschichte reduzierte das Verlangen.

Und säßen ihre Söhne jetzt am Tisch,

sie würde sie erinnern an ihre erste Hirtenpflicht:

Die Schweine müssen schnellstens wieder hinaus ans Licht,

so hat es entschieden das Müttergericht.

Und wenn ihr dazu seid zu faul,

dann stopfe ich Euch das große Maul,

Sekundenkleber habe ich noch,

und wie der wirkt, das wisst ihr doch!

Dann bat Rachel um das Gottvatermittel,

und steckte es in ihren Kittel.

Ich werde sie vom Bein befreien,

und wenn sie noch so schrecklich schreien.

Und ich verspreche:

Sie werden in Zukunft Schuhsohlen kauen,

wenn sie noch einmal ein Schwein verhauen.

Und nächstes Jahr gibt es Karneval,

und dann wird auch wieder getanzt im Stall!

Satan saß in seinem Kellerloch.

Und Satan schaute auf die große Karte.

Weiß SIE denn nicht, das ich hier warte?

Wo nur steckte diese Frau?

Sie sprang doch nach, ich weiß es ganz genau.

Doch nun waren schon so viele Tage vergangen.

Hatte man SIE etwa eingefangen?

Die Ungewissheit machte ihn nervös.

Oder war SIE ihm noch immer bös?

Sicher, er war ohne SIE gesprungen,

und SIE hatte auf gemeinsames Tun gedrungen.

Sicher, er hatte ihre Wünsche nicht beachtet,

und das Schwein ruckzuck geschlachtet.

Sicher, es war das falsche Schwein gewesen,

und er könnte sich dafür auch selber treten.

Aber seit wann kam SIE nicht, um sich darüber zu beschweren?

Und, warum versuchte SIE nicht ihn zu belehren?

Jetzt saß er hier in diesem Kellerloch,

und das er auf SIE wartete, das wusste SIE doch.

Ob er sie etwa suchen sollte?

Wenn er doch nur wüsste, ob SIE ihn noch grollte!

Denn IHR zu begegnen, wenn SIE schmollte,

nun, das war das Letzte, was er wollte.

SIE war selbst ihm dann schlicht und ergreifend zu gefährlich,

er hatte Schiss vor IHR, da war er ganz ehrlich.

Und wieder schaute er auf seine große Karte.

Mein Gott, Du weißt doch, das ich warte!

Vielleicht hatte Sie sich ja verschätzt,

und hatte im falschen Orte aufgesetzt?

*

Der weiße General

Die Göttin ging immer geradeaus,

bis sie kam zu einem kleinen Haus,

Ein alter Bär saß dort auf einer Bank,

und sie spürte es gleich, er war sehr krank.

Guten Abend, alter Bär,

oh je, oh je, Du hustest aber sehr!

Nun ja, ich warte auf den Teufel hier,

er hat versprochen, er bringt mich ans Meer.

Die Seeluft, so sagte er, tut mir gut,

und sie lindert die Schmerzen meiner brennenden Wut.

Worüber ärgerst Du Dich denn so sehr?

Nun ja, ich habe mich wohl duelliert mit einem Bär.

Die Göttin war nun doch ein wenig überrascht:

Ach, ich wusste gar nicht, das ein Bär so etwas macht.

Ich auch nicht, aber es kann nicht anders gewesen sein,

sonst wäre ich jetzt schließlich immer noch ein Schwein.

Das war ja wirklich interessant!

Und die Göttin setzte sich zu ihm auf die kleine Bank.

Magst Du mir die Geschichte nicht genauer erklären?

Ich wusste gar nichts von sich duellierenden Tieren.

Der Bär sah die Göttin von der Seite an:

Und ich dachte immer, der liebe Gott ist ein Mann.

Nun ja, das habe ich auch gedacht,

bis man mich zur Göttin gemacht hat.

Ach, warst Du zuvor etwa auch ein Schwein?

Nein. Ich wollte durchaus alles, nur nicht dieses sein.

Was hast Du an einem Schwein denn auszusetzen?

Ich finde, gerade die Schweine gehören doch zu den Besten.

Und die Göttin sah ihren Hund im Wald verschwinden:

Na, der würde schon wieder zu ihr zurück finden.

Und diese Unterhaltung würde sicher noch etwas länger dauern,

denn, vor ihnen lagen offensichtlich die Urteile sehr alter Mauern.

Nun ja, vielleicht sollten wir jetzt doch lieber ins Haus gehen.

Ich habe noch etwas heißen Tee auf dem Ofen stehen.

Gute Idee, mir ist auch schon ziemlich kalt geworden.

Dann komm herein, dann zeige ich Dir auch meine Orden.

Und die Göttin ging mit dem Bär ins warme Haus.

Oh, das sieht hier ja richtig gemütlich aus!

Nun ja, ich habe das Haus von meinem Vorgänger übernommen,

ich denke, hier ist er auch über den strengsten Winter gekommen.

Der Bär half der Göttin aus ihrem Mantel heraus:

Wenn Du magst, zieh ruhig auch Deine Schuhe aus.

Ich mache uns gleich den Kamin noch an,

ich denke, das man so doch besser miteinander reden kann.

Da hast Du vollkommen Recht,

ja, und ein kleines Feuer, das kommt jetzt wirklich nicht schlecht.

Und der Bär reichte ihr einen Becher mit dampfendem Tee:

Hier, den habe ich von einer guten Fee.

Sie meinte, er vertreibt das Eis aus meinem Herzen,

und es würde lindern meine argen Schmerzen.

Wo tut es Dir denn am stärksten weh?

Überall, vom Kopf bis zum Zeh.

Oh je, das klingt aber gar nicht gut.

Ich sagte es ja schon, es liegt an meiner Wut.

Ich hätte nicht auf ihn schießen dürfen,

dann würde ich jetzt immer noch Champagner schlürfen.

Ich würde tanzen auf den feisten Festen,

ich würde Frauen haben, und zwar nur die Besten.

Ich würde in Kaviar gebettet sein,

ich würde eben Leben wie ein echtes Schwein.

Schau, dies sind meine schönsten Orden,

und den hier, den bekam ich, als ich General geworden.

Ich war wirklich einer der Größten im ganzen Zarenreich,

und wahrlich, ich war unglaublich reich.

Ich war ein Held, ein echter Macher, ich war genial,

ich war unbeugsam, unnachgiebig und brutal.

Ich habe so viele getötet, so viele besiegt,

ich war ein Mann, ich liebte den Krieg.

Doch dann kam dieser eine, dieser Typ,

er zeigte mir einen Revolver und sagte: Üb!

Der Kerl war einfach unverschämt und dreist,

und ich weiß leider immer noch nicht wie er heißt.

Es war ein Gast auf der Geburtstagsfeier meiner Nichte,

und, da fing sie an diese böse Geschichte:

Ich weiß nicht wer ihn eingelassen hatte,

doch ich erkannte es sofort, der Typ war eine Ratte.

Seine Augen blickten verschlagen,

sein Gang alleine schon, er war nicht zu ertragen.

Er war arrogant und provozierend,

doch die Frauen fanden das imponierend.

Sie lagen ihm ohnmächtig zu Füßen,

jede ließ ihn mit rosa Kärtchen grüßen.

Und dann sah ich ihn mit meiner Nichte tanzen,

und ich dachte: Jetzt beißen mich aber gleich die Wanzen.

Und als er dann mit ihr auch noch auf die Terrasse ging,

da fiel nicht nur mir herunter das Kinn.

Ich bin ihnen hinterher gegangen,

doch da hielt er sie auch schon umfangen.

Und da begann mein Schwein zu pfeifen,

ich konnte es einfach nicht begreifen.

Ich habe ihn aus dem Haus gewiesen,

und ein Duell gefordert auf den Wiesen.

Er hatte die Wahl der Waffen,

doch der Typ fing nur an zu lachen.

Er ließ mir seine Revolver bringen.

Damit wollte er mich umbringen.

Und auf seinem Kärtchen stand nur ein einziges Wort:

Üb! Sein Sekundant nannte Zeit und Ort.

Ein Revolver war damals noch sehr unbekannt,

kam er doch aus einem weit entfernten Land.

Ich hatte selbst auch noch nie einen gesehen,

und ich war neugierig, ich muss es gestehen.

Ich ging mit dem Ding in den Garten,

ich konnte es überhaupt nicht erwarten.

Die halbe Nacht habe ich damit herumgeschossen,

ich wollte ihn töten, ich war entschlossen.

Im Morgengrauen war es dann endlich soweit,

ich war zum Töten mehr als bereit.

Ich war eiskalt und innerlich absolut am kochen.

Es schneite heftig, und der Frost kroch in meine Knochen.

Wir trafen uns an der alten Kastanie direkt unten am Fluss,

10 Schritte hatte jeder, dann kam es zum Schuss.

Ich bin sicher, ich habe ihn getroffen,

doch leider, auch mein Herz war offen.

Und als ich wieder zu mir kam,

da sah ich ihn mit meiner Nichte am Arm.

Sie gingen plaudernd im Zoo spazieren,

und ich hockte da, auf allen Vieren.

Es war nicht leicht für mich von dort zu entkommen,

aber irgendwann bin ich hier angekommen.

Und seitdem plagt mich diese brennende Wut.

Diese Ratte zu sehen, mit Spazierstock und Hut.

Und wie kommst Du darauf, der Typ sei ein Bär gewesen?

Nun, eine Ratte hätte ich unter Garantie tödlich getroffen.

Aber ein Bär ist einfach nicht tot zu kriegen,

sonst würde ich schon längst im Grabe liegen.

Ich habe wirklich alles ausprobiert,

und ich weiß sehr wohl, wie man krepiert.

Aber ich lebe leider immer noch,

und das sogar mit einem Herzen mit Loch.

Doch die Göttin schüttelte mit dem Kopf:

Den endgültigen Tod, mein Lieber, den gibt es nicht,

solange ein Wesen trägt in sich das Licht.

Der Tod ist nur ein Übergang,

mit ihm fängt es für jeden immer wieder von Neuem an.

Du wurdest zum Bären, weil Deine Energie diese Form angenommen,

nun, und die Ratte war offensichtlich noch einmal davon gekommen.

Doch wenn auch für sie die letzte Stunde schlägt,

dann wird sich zeigen, wohin ihr Licht sie trägt.

Vielleicht wird sie als Wurm wiedergeboren,

vielleicht auch als Elefant mit großen Ohren.

Es hängt ab von ihrer inneren Energie,

denn sie bestimmt das nächste Ziel.

Der Bär runzelte die breite Stirn,

es arbeitete heftig in seinem Gehirn.

Und wie bist Du zur Göttin geworden?

Ich meine, als was bist Du gestorben?

Nun, wenn man alles durchgemacht,

und man auch die letzte Hürde schafft,

dann kann man wählen was man werden will,

dann ist zu Leben, das einzige Ziel.

Nun, und ich wollte eine kleine Hummel sein,

doch dann kam die Sache mit dem Schwarzen Schwein.

Und als Hummel konnte ich dieses Tier nicht besiegen,

und so entschloss ich mich zu den Göttern zu fliegen.

Doch dort hat man mir erst nicht zugehört,

und deren Gelassenheit hat mich auch gestört.

Sie saßen den ganzen Tag nur faul herum,

und meine Kritik daran nahmen sie mir krumm.

Sie meinten, ich hätte ja gar keine Ahnung,

und außerdem, sie bräuchten keine Warnung.

Alles sei schon so wie es ist in Ordnung,

und außerdem, ich würde stören ihre Tagung.

Tagung! Von wegen! Ein Saufgelage, mehr war das nicht!

In meinen Augen vergaßen die Götter schlicht ihre Pflicht!

Sie waren nur mit sich selbst beschäftigt,

und ich rastete aus, und zwar ziemlich heftig.

Ich habe ihnen alles mögliche vorgehalten,

und ganz besonders dem dicken Alten.

Und als ich mit meiner Anklage zum Ende kam,

da packte er mich fest an meinem Arm.

Gut, meinte er, dann mach es besser,

hier, ich gebe Dir mein magisches Messer.

Und dann warfen sie mich aus dem Haus,

und riefen noch: Mach das Beste daraus!

Du hast Dich mit den Göttern angelegt?

Ich wusste gar nicht, dass das geht.

Und Du hast sie offensichtlich schwer provoziert,

ich muss schon sagen, das mir das imponiert.

Der Bär goss noch etwas Tee in ihre Tasse:

Also, das finde ich so richtig Klasse!

Ich würde den Göttern auch gerne mal die Leviten lesen,

ja ich finde, es ist wirklich an der Zeit gewesen.

Der Bär schaute die Göttin mit feuchten Augen an.

Gut, der liebe Gott ist also eine Frau und kein Mann.

Nun ja, damit kann ich durchaus leben.

Und Du bist auf die Erde gekommen,

um ein mieses Schwein zu töten?

Ich sagte ja bereits, es gibt keinen Tod.

Und ein Mord, nun ja, ich denke,

der würde die Not nur vergrößern.

28. November 2005:

Der Bär legte auf das Feuer weitere Scheite,

und die Göttin schaute aus dem Fenster. Es schneite.

Hell leuchtete auf eine stürmische Nacht.

Blitze entluden ihre Kraft.

Ja, das Häuschen war tatsächlich sehr stabil gebaut.

Da hörte die Göttin plötzlich einen ihr bekannten Laut.

Mirage! Die Göttin öffnete die schwere Tür,

und ließ herein das weiß verschneite Tier.

Doch da drängte sich noch eine weitere, verschneite Gestalt herein:

Guten Abend die Herrschaften! Ich bin’s das miese Schwein.

Der Bär wandte sich langsam um:

Mannomann, Du hast aber Mumm!

Wollten wir nicht zum Meer?

Sag, Du Schwein, wie lang ist Dein Versprechen her?

Ich bitte vielmals um Verzeihung alter Bär,

doch der Weg hier ihn war schwer.

Draußen ist der wilde Teufel los,

und ein Ferkel tanzt auf seinem Schoß.

Mit Sekundenkleber festgebacken,

ich sage Dir, der Teufel wird noch zum Drachen.

Mirage schüttelte sich den Schnee vom Fell:

Ich brauche etwas zu trinken, und zwar schnell!

Mann, was bin ich weit gelaufen,

Mensch, ich muss erst mal verschnaufen!

Aber diesmal habe ich es geschafft!

Ich habe gefangen, ein Schwein in der Nacht!

Und auch das Schwein befreite sich von dem Schnee:

Ach ja, und ich hätte auch gerne eine Tasse Tee.

Einen Satz bunte Ohren kannst Du bekommen!

Was!? Heißt man etwa so einen Freund willkommen!

Ach Du! Mach erst mal vor der Dame einen Knicks,

wahrlich, solche Freunde wie Dich, die brauche ich nicht!

Die Göttin streichelte ihren Hund,

und steckte ihm einen Keks in den Mund.

Schön, das Du wieder hier hin gefunden,

denn, auch ich habe gewartet auf Dich, viele Stunden.

Dann kam das Schwein und setzte sich auf den anderes Sessel:

Ach ja, genau, und ehe ich es vergesse,

in Deutschland regiert jetzt eine Frau,

und die kennt die Spielregeln ganz genau.

Sie hat es sich gleich erst mal mit allen verscherzt,

ich sage Dir, sie ist ein Schwein mit Herz.

Die hat es faustdick hinter den Ohren,

die gibt dem Esel jetzt erst mal kräftig die Sporen.

Dann schaute das Schwein die Göttin aufmerksam an:

Und ich dachte immer Gott sei ein Mann.

Hallo Göttin, wenn ich es so sagen darf,

doch in solchen Dingen bin ich wohl ein Schaf.

Der Bär kam mit einer Kanne Tee in der Hand:

Also, das bringt mich doch um den Verstand!

Wirst Du wohl von meinem Sessel aufstehen!

Du kannst ruhig wieder nach Hause gehen!

Was bist Du denn nur so sauer auf mich?

Das es jetzt schneit, dafür kann ich doch nichts.

Ich glaube Du hast wirklich eine Schraube locker!

Los, steh jetzt auf, hol Dir den Hocker.

Und der Bär drohte ihm mit der Macht des Gewichts,

und das Schwein verzog das Gesicht:

Mann, Du bist doch sonst nicht so kleinlich,

dieses eine mal, das ist doch verzeihlich.

Du hast mich nicht nur einmal belogen,

Du hast mich sogar um den Himmel betrogen!

Ich verstehe wirklich nicht, was in Dich gefahren,

gestern warst Du noch bereit gewesen mich zu bezahlen!

Das Schwein trollte sich und nahm sich den Hocker:

An dem ist aber eines der Beine locker.

Dann setz Dich eben auf den Boden,

die anderen Stühle habe ich oben.

Ich habe sie auf den Speicher getragen,

ich konnte ihre Leere einfach nicht mehr ertragen.

Ständig habe ich mich an ihnen gestoßen,

oder ich zerriss mir die Hosen.

Das Schwein hockte sich zwischen den Bär und die Göttin,

dann schaute es von einem zum anderen hin:

Habt ihr Euch etwa ineinander verliebt?

Oh je, wenn das mal nicht die Weltlage verschiebt.

Der Bär sah auf das Schwein herunter:

Also, Du bist mir einfach immer noch viel zu munter!

Und seine Riesenpranke landete auf der Schulter des Schweins:

Ich würde sagen, Du bist jetzt meins.

Dann packte er das Schwein im Nacken:

Aus Dir werde ich noch mal Hackfleisch machen!

Er trug das quiekende Bündel aus dem Haus,

und im Stall wartete auch schon die Maus:

Kannst Du mir vielleicht mal sagen, wo Du so lang gewesen bist?

Und komme mir nicht schon wieder mit einer Lügengeschicht!

Der Bär gab dem Schwein noch einen Tritt:

Auf so miese Typen steh ich wirklich nicht!

Und die Göttin hörte das Schwein kläglich jammern:

Ich war doch nur mal eben etwas wandern!

Doch die Maus hatte dafür offenbar nur sehr wenig Verständnis,

und auf das Schwein brach herein sein wahres Verhängnis.

Die Göttin zog sich ihren Mantel an.

Guter Bär, ich muss noch zu einem anderen Mann.

Wie? Du willst wirklich schon gehen?

Aber was wird nun mit mir geschehen?

Ich werde Dich rufen zur rechten Zeit,

und dann werden auch wieder Champagnerkorken geknallt.

Bis dahin sammle die nötige Energie,

dann bringt Dich der Tod auch an das richtige Ziel.

Ach ja, und das Schwein, das setze am Besten auf Stroh,

und wenn’s nicht spurt, ein Klaps auf den Po.

Und lass Dir von ihm nichts mehr von einem Meer erzählen,

im Grunde musst Du nur den richtigen Fluss erwählen.

Und die Göttin ging mit dem Hund hinaus,

ja, der Sturm würde sie bringen schnell nach Haus.

Der Bär gab ihr zum Abschied noch einen Kuss:

Wirklich schade, dass Du schon gehen musst.

Und die Göttin legte ihre Hand auf seine Brust,

ich denke, auch das kommt wieder richtig in Schuss.

Trinke ruhig täglich von dem Tee,

ach ja, und liebe Grüße an die kleine Fee.

Dann drehte die Göttin sich auf einer Stelle,

um sie herum wurde die Dunkelheit helle.

Den Hund hielt sie dabei fest im Arm,

und beide lösten sich auf in einem Schneeflockenschwarm.

Und der weiße General ging zurück in seinen Bau,

da fiel sein Blick auf eine kleine, weiße Sau.

Ein rosa Zettel schaute aus ihrem Maul heraus:

Darauf stand: Alles Liebe! Und, mach was draus!

*

Die weißen Schwestern

Und die Göttin tanzte mit dem eisigen Wind:

Wie schön, das auch wir mal wieder zusammen sind!

Ich hörte, Du hast aufgenommen mein kleines Kind?

Mein Guter, ich heiße nicht umsonst Prinzessin Silberwind.

Sie zogen gemeinsam eine große Schleife,

und schon wurden sie zu Wasser und Seife.

Millionen Schneeflocken fielen dabei aus ihren Taschen,

mit Schnee ließ sich einfach wunderbar waschen.

Aller Staub und aller Dreck,

mit einem Wisch war alles weg.

Nicht ein Fitzelchen sollte jetzt noch ihre Aussicht trüben,

denn sie wollte die Wahrheit und keine Lügen.

Sie setzte in einem Städtchen, das hieß Velbert, auf.

Sie stand auf einem Parkplatz, direkt vor einem Haus.

Sie schellte an der einzigen Klingel,

sie hörte Schritte, und dann eine Stimme.

Ja, bitte, wer ist da? Wer sind Sie?

Ich brauche Hilfe, ich habe mir wohl verletzt mein Knie.

Sie hörte Flüstern und das klappern einer Kette.

Das ist ein Trick, da mache ich jede Wette!

Dann rief eine andere Stimme durch die geschlossene Tür:

Tut uns Leid, aber wir haben Angst vor Dir!

Mit Gastfreundschaft hat Euer Verhalten aber wenig gemein.

Tut uns Leid, doch Du könntest der Teufel sein.

Die Göttin schaute durch die Wand,

dahinter sie drei verängstigte Frauen fand.

Sie hatten weiße Nachthemden an,

und hinter ihnen stand ein Mann.

Der Mann trug einen schwarzen Mantel,

in jeder Hand hielt er eine Hantel.

Haltet die Tür nur gut verschlossen,

nicht wenige Frauen wurden so schon erschossen!

Ein Zittern durchzog die Frauen,

und dennoch, sie wollten die Göttin gern schauen.

Drum drängten sie sich um das Schlüsselloch.

Was soll das nur? Ich sehe Euch doch!

Ohhhh … die Frauen sprangen zurück!

Aua, ja seid ihr denn verrückt!?

Sie hätten den Mann beinahe umgerannt,

so sehr war ihre Furcht entbrannt.

Der Mann schüttelte verständnislos den Kopf.

Solch dumme Hühner gehörten schon längst in den Topf!

Das hätte er jedoch besser nicht so laut gedacht,

denn nun keimte in den Frauen auf der Verdacht.

Welchen faulen Zauber beherrschte er denn schon?

Und außerdem, wie unverschämt hoch war sein Lohn?

Die Göttin jedoch, die war umsonst,

und hoch gelobt für ihre Zauberkunst.

Die Frauen schauten sich kurz an,

und warfen hinaus den Schwarzen Mann.

Dann luden sie die Göttin ein:

Sei herzlich willkommen in unserem Verein!

Der Hund blieb lieber draußen vor der Tür,

für Diskretion hatte er ein Gespür.

Er ging lieber Hundezeitung lesen,

da erfuhr er garantiert, was wirklich gewesen.

Die Frauen führten die Göttin in eines der vielen Zimmer:

Hier versammeln wir uns, hier meditieren wir immer.

Und hier in der Ecke haben wir unseren Altar,

wir wechseln die Kerze einmal im Jahr.

29. November 2005:

Blumen und ein paar grausame Bilder,

zum Beispiel: Eine Mutter mit einem ihrer Kinder.

Sie hatte seinen Leichnam auf ihren Knien,

und schien ihm gerade etwas überzuziehen.

Oder auch ein blutender Mann,

an einem Kreuz mit einem Schilde dran.

Darunter weinte seine Mutter und seine Frau,

und im Hintergrund rannte fort die feige Sau.

Eine der Frauen trat auf sie zu:

Sollen wir Siezen, oder sagen wir Du?

Ich heiße Monalisa, und ich wähle meistens das Du.

Es sei denn, mein Gegenüber trägt die falschen Schuh.

Der Blick der Dreien ging zu Boden.

Sie trugen Sandalen, und das war durchaus zu loben.

Allerdings hatten sie sich schwarze Mäntel übergezogen,

und ihre Haare unter einen Schleier verborgen.

Sie hielten allen lebendigen Schmuck verborgen,

und das war so gut, wie sich selbst zu ermorden.

Weisheit, Fruchtbarkeit und Schönheit sahen wahrlich anders aus,

ihr Anblick trieb die Göttin fast aus dem Haus.

Warum verunstaltet ihr Euch so?

Unser Heiland will das so.

Meint ihr denn, er findet Euch schön?

Er will nur in unsere Herzen sehen.

Was ist das denn für ein Mann?

Schönheit doch innen und außen sein kann.

Wir zeigen uns ihm nur allein,

zu groß ist unsere Angst vor dem Schwein.

Das Schwein läuft draußen frei herum.

Glaubt ihr denn, es kehrt von selber um?

Zieht Euch besser ein paar Hosen an,

und dann macht ihr Jagd auf den feigen Mann.

Holt ihn aus den Kneipen heraus,

zieht ihm wenn nötig die Schuhe aus.

Und dann schickt ihn in den Stall,

ausmisten kann er auf jeden Fall.

Bereitet einem Schwein ein sauberes Heim,

dann werden es bald schon viele sein.

Aber wir wollen doch keine Schweinezucht betreiben!

Nun, dann werdet ihr wohl Vogelscheuchen bleiben.

Die Göttin riss sich wirklich zusammen,

sie wollte die Scheuchen auch nicht gleich verdammen.

Sie dachte vielmehr an einen Wettbewerb:

Slogan: Eine gute Scheuche ist nie verkehrt!

Wer hat die schönste Vogelscheuche auf seinem Feld?

Teilnehmer sind erwünscht aus der ganzen Welt.

Jeder, der mag, schicke ein Foto ein,

gefeiert soll dann das Schönste sein.

Die Frauen schauten ziemlich entsetzt.

Sie fühlten sich doch arg verletzt.

Die Göttin jedoch schaute auf die schrecklichen Bilder,

und dann dachte sie an die vielen ermordeten Kinder.

Hier musste einfach wieder mehr Leben hinein,

und sollte es auch durch eine Scheuche sein.

Außerdem mussten die Frauen zurück in die Hosen,

sonst gab es bald wirklich nur noch Essen in Dosen.

Der Gebete waren jetzt wirklich genug gesprochen,

denn schließlich, die Göttin hatte längst zu Helfen versprochen.

Die Jüngste der drei Frauen fiel auf die Knie und begann zu weinen:

Das will mir alles so ungerecht erscheinen!

Da nahm die Göttin ihre Hand und zog die Frau zu sich heran:

Warum hast Du Angst vor dem feigen Mann?

Die Frau senkte beschämt ihr Haupt:

Nun ja, er schlägt zu, wenn man nicht an ihn glaubt.

Was ist das denn nur für ein Mann,

der nur mit Gewalt die Menschen führen kann?

Die Göttin setzte sich auf eine Bank,

da fiel ihr Blick auf einen Schrank.

Und die Göttin fühlte einen Schmerz.

Hier irgendwo schlug doch ein Herz.

Sie stand auf und öffnete den Schrank:

Nein, das war doch wirklich krank!

Die Göttin war nun doch geschockt:

Da saß er wieder, der schöne Mann im Rock!

Hinter Gittern war er eingesperrt,

Und das war der Mann, den man hier verehrt?

Ist das etwa Euer Heiland hier?

Warum haltet ihr ihn wie ein Tier?

Eine Schweinezucht, die wollt ihr nicht betreiben,

aber diesen Mann hier, den wollt ihr verspeisen?

Er hat seinen Leib für uns hingegeben,

er sagte, durch ihn könnten auch wir ewig leben.

Sein Blut ist unser aller Lebenselixier,

aber wir sehen in ihm kein Schweinetier.

Aber, ihr behandelt ihn so.

Und ihr glaubt tatsächlich, dieses Dasein macht ihn froh?

Er hat die Schmerzen gerne auf sich genommen,

damit wir in den Himmel kommen.

Die Göttin fand das alles ziemlich pervers.

Seit wann Liebte man durch Schmerz?

Ich denke, ihr habt da etwas missverstanden,

dieser Mann hier wird sich für diese Haltung niemals bedanken.

Ihr betreibt hier im Grunde ein ziemlich grausames Ritual.

Glaubt ihr denn wirklich, das sei egal?

Einen Gott auf diese Weise zu verehren,

also, ich würde mich darüber zutiefst beschweren!

Und Liebe, Licht und Leben,

würde ich dafür bestimmt nicht geben.

Der Anblick schwarzer Mäntel täte mir zudem ziemlich weh,

erinnert er mich doch an ein schwarzes Schwein im Schnee.

Die Frauen begannen laut zu weinen:

Aber wir haben doch nur diesen Einen!

Wenn wir ihn nicht mehr verehren sollen,

dann wird uns die große Gottlosigkeit überkommen.

Ihr dürft von mir aus sehr wohl weiter um ihn trauern,

aber besser wäre es, ihr würdet ihn befreien aus diesen Mauern.

Bringt ihn wenigstens mal hinaus in Euren schönen Garten,

das wirkt wahre Wunder, soviel kann ich verraten.

Der Mann hier ist jedenfalls ziemlich krank,

und das ist kein Wunder, wenn man so lang sitzt im Schrank.

Er hat doch seit Jahren keine Sonne mehr gesehen,

also, ich kann seine Kraftlosigkeit sehr gut verstehen.

Ich würde sagen: Pflegt den Mann erst mal gesund,

und steckt ihm vielleicht auch mal was in den Mund.

Ein Gott kann zwar durchaus nur von Licht und Liebe leben,

aber im Dunkeln allein gelassen, da hilft selbst ihm kein beten.

Ein Mord wird nun mal nicht dadurch gut,

weil man trinkt des Opfers Blut.

Gebt dem guten Mann Wasser zu trinken,

statt selbst durstig vor ihm nieder zu sinken.

Und zieht vor allen Dingen diese Mäntel aus,

es sieht einfach zu schrecklich aus.

Und dann zeigt dem Mann wie schön das Leben ist,

und das Schmerz zum Glück nicht Liebe ist.

Und die Göttin ging zur Tür hinaus.

Wie? Verlässt Du jetzt schon unser Haus?

Die jüngste der Frauen eilte hinter ihr her:

Sag, liebst Du uns jetzt nicht mehr?

Ich liebe Euch wie eine Schwester,

aber frische Luft, finde ich jetzt einfach besser.

Und bringt den Mann zurück ans Licht,

eine bessere Lösung weiß ich nicht.

Ihr habt um meinen Rat gebeten,

nun, und ich bin da gewesen.

Die junge Frau verfiel ins Sie:

Und was ist mit Ihrem verletzten Knie?

Bitte, hier, ich möchte gerne helfen,

ich habe eine Salbe, ein Geschenk meiner Elfen.

Sie heilte bisher alle Wunden,

und das meist schon in wenigen Sekunden.

Die Göttin sah der Frau ins offene Gesicht,

auch einen Mantel trug sie nicht.

Blonde Locken schimmerten im Kerzenlicht:

Du bist eine Schönheit, vergiss das nicht.

Die Frau gab der Göttin eine kleine Dose,

und diese steckte sie sich dann in die Hose:

Liebe Schwester, ich danke Dir,

und wenn Du mich brauchst, dann ruf ruhig wieder nach mir.

Und als sie vor die Türe trat,

war es schon wieder heller Tag.

Der Hund kam freudig angelaufen:

Nein, nein, diesmal brauche ich nichts zu saufen!

Diesmal habe ich die Schweine mehrfach eingekreist,

ich sage Dir, das hält so gut wie fest verschweißt.

Sie halten sich zwar noch hinter ihren Schilden versteckt,

aber ich habe sie trotzdem entdeckt!

Die Göttin klopfte dem Hund auf die Schulter:

Ja, ja, ich weiß, Du bist ein Guter!

Aber wir müssen jetzt wirklich weiter gehen,

nach Deinen Schweinen kannst Du später noch mal sehen.

Der Sandkasten

Und die Göttin kam nach Ratingen.

Hinter einem großen Fenster sah sie Kinder singen.

Es war ein riesiges, ja, fast herrschaftliches Haus,

und viele Kinder gingen dort offensichtlich täglich ein und aus.

Sie klingelte an einer großen, gläsernen Pforte:

Hoffentlich fand sie diesmal die richtigen Worte.

Guten Tag, ich bräuchte Hilfe, ich habe mir mein Knie verletzt.

Doch auch diesmal hatte sie sich wohl verschätzt.

Tut mir Leid, wir sind kein Krankenhaus,

was Sie suchen, finden sie dort hinten, immer geradeaus.

Ich würde mich dennoch gerne etwas setzen,

und mir meinen Zopf neu flechten.

Bitte, bitte, aber ich hoffe auch, Sie bluten nicht,

denn, solche Flecken, die schätzen wir hier nicht.

Jetzt war die Göttin doch überrascht,

was wurde denn hier bei Verletzungen gemacht?

Kinder bluteten doch immer mal wieder,

gerade, wenn sie werden wollten richtige Sieger.

Und die Göttin setzte sich auf eine Bank,

sie stand im Foyer, gleich rechts an der Wand.

Dann sah sie eine Gruppe kleiner Mädchen kommen,

jeweils zu Zweit und einander an die Hand genommen.

Die Kinder wurden auf sie aufmerksam,

und kamen vorsichtig zu ihr heran.

Bist Du unsere neue Lehrerin?

Kann schon sein, das ich das bin.

Die Göttin sah die Mädchen an:

Wie man nur so hübsch sein kann.

Was wollt ihr denn gerne lernen?

Oh, bitte, erzähle uns etwas von den Sternen!

Wir wollen alle Astronauten werden,

dann brauchen wir vielleicht nicht zu sterben.

Die Göttin war nun doch etwas überrascht:

Was hatte den Kindern denn nur solche Angst gemacht?

Wir haben gehört, es gibt bald Krieg.

Und, nun ja, Kinder erleben selten den Sieg.

Die Göttin sah die Kinder an:

Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?

Niemand!

Und wenn er kommt?

Dann laufen wir!

Und wohin?

Ja, das ist es ja gerade!

Wir wissen es nicht!

Habt ihr vielleicht einen Sandkasten hier?

Einen Sandkasten? Ja, gleich hinter der Tür.

Und die Kinder führten die Göttin auf einen großen Hof.

Unterricht in Räumen fanden alle doof.

Der Hund schnüffelte schon wieder überall herum,

doch als er die Göttin sah, drehte er sich nach ihr um.

Und als er die vielen Kinder sah,

da wusste er: Jetzt bin ich der Star!

Und er kam mit wehenden Ohren angerannt:

Jetzt werde ich stadtbekannt!

Die meisten Kinder schauten ihm gespannt entgegen,

doch einige wagten sich nicht mehr zu bewegen.

Habt ihr etwa Angst vor mir?

Sprachen die Augen in dem Hundetier.

Und er zog vorsichtshalber einen eleganten Bogen:

Ich komme in Frieden, ungelogen!

Das ist Mirage, mein treuer Zauberhund,

er tut Euch nichts, ist er doch selbst noch wie ein Kind.

Ein, zwei Mädchen gingen mutig auf den Hund zu,

und die andern folgten nach im Nu.

Und bald schon konnte der Hund sich kaum noch retten,

die Kinder hatten schnell erkannt: Der gehört zu den Netten!

Jede wollte ihn mal streicheln,

und besonders eine, sie schien nicht mehr von ihm zu weichen.

Und als sie zu dem Sandkasten kamen,

lagen das Mädchen und der Hund sich auch schon in den Armen.

Und die Göttin hockte sich in den Sand,

sie begann ihn zu formen mit der Hand.

Einige Kinder taten es ihr gleich,

der feuchte Sand, er war ganz weich.

Auch der Hund kam freudig angelaufen,

und das Mädchen begann mit ihm zu raufen.

Dann begann die Göttin mit ihrer Unterrichtung:

Unser Thema: Die Sterne. Was sind Sterne?

Und warum hat man sie so gerne?

Der ganze Himmel glitzert und funkelt,

denn sie leuchten auf, sobald es dunkelt.

Millionen Sonnen verteilt im All.

Sie sind Gottes Widerhall.

Sie verschenken ihr Licht und ihre Wärme,

die Energie des Himmels, ja, das sind die Sterne.

Und um sie herum kreisen viele Planeten,

auf ihnen leben Menschen, wie hier, in großen Städten.

Und überall gibt es Kinder wie ihr,

auch Hunde, und vieles andere Getier.

Und die meisten Menschen verstehen sich untereinander auch ganz gut,

und deshalb sage ich Euch: Habt Mut!

Denn, diese Erde hat im Grunde nur ein kleines Problem,

ja, es ist wirklich winzig, für Viele ist es kaum zu sehen.

Und wenn dieses eine, kleine Problem beseitigt ist,

dann auf der Erde auch wieder Frieden ist.

Eines der Mädchen kratzte sich am Kopf:

Aber noch besteht das Problem doch, oder?

Und ein anderes Kind warf ein:

Müssen wir denn dann alle Engel sein?

Der Hund kam mit einem Stock herbei,

er knackte darauf und brach ihn entzwei.

Die Göttin nahm einen der Teile:

Leih mir den mal für eine Weile.

Dann nahm sie etwas trockenen Sand,

und lies ihn fließen von Hand zu Hand.

30. November 2005:

Dann ging sie damit zu einem flachen Stein:

Schaut, dies hier soll jetzt mal die Erde sein.

So, und ich bin der liebe Gott, ich lasse jetzt Menschen regnen,

und jetzt sagt mir, wie kann ich die Menschen dazu bringen zu leben,

das heißt sich auf der Erde umherzubewegen?

Die Kinder schauten die Göttin fragend an:

Ach! sagte eine, das ist doch etwas, das jeder kann!

Und sie nahm ihre kleine Hand,

und bewegte damit hin und her den trockenen Sand.

Gut, sagte die Göttin, das ist natürlich eine Möglichkeit.

Aber Du musst die Bewegung machen, die ganze Zeit.

Besser wäre es doch, die Körner würden sich von selbst bewegen,

denn, dann könnte der liebe Gott sich auch mal schlafen legen.

Das könnte der Wind doch für ihn machen!

sagte eines der Mädchen und begann zu lachen.

Dann blies es sich die Wangen auf,

und pustete die Körnchen zu einem Häufchen auf.

Auch das ist sicher keine schlechte Idee,

nur tut dies den Menschen ganz unten bestimmt ziemlich weh.

Da zog ein anderes an dem Ärmel der Göttin:

Vielleicht muss man den Sand einfach nur ganz lieb bitten.

Die Göttin schaute das Mädchen an:

Wie man nur so klug sein kann!

Doch ein anderes warf grob dazu ein:

Das funktioniert nicht, und da kannst Du noch so sehr schreien.

Sand hat nun mal keine Ohren,

darum kann er auch nicht auf Dich hören.

Da drehte sich die Göttin um:

Wer hat denn hier gesprochen so dumm?

Dann nahm sie den flachen Stein mit dem Sand,

und hielt das Ganze in ihrer Hand.

Mit der anderen Hand nahm sie den Stock:

Und ich sage, der Sand hört doch!

Die Kinder versammelten sich neugierig um sie:

Jetzt seid bitte so ruhig wie noch nie.

Alle Augen schauten gespannt,

und die Göttin führte den Stock mit der Hand.

Sie streichelte den Stein damit an seiner Seite,

und die Körnchen hüpften zur anderen Seite.

Diese Bewegung wiederholte sie mehrmals hintereinander,

die Kinder sahen die Körnchen wandern.

Und plötzlich wurde ein Muster sichtbar,

es bestand aus vielen Lienen, fein und klar.

Die Göttin veränderte nun die Bewegung,

und die Steinchen suchten daraufhin eine neue Ordnung.

Die Körnchen tanzten im Takt hin und her,

und aus ihnen Bilder zu machen war plötzlich gar nicht mehr schwer.

Und die Kinder klatschten in die Hände:

Wenn das doch nie ein Ende fände!

Und? Wer möchte es als Erster versuchen?

Und sofort machten die Kinder sich auf die Suche.

Jedes holte sich einen Stock und einen Stein,

und jeder wollte der Erste sein.

Und die Göttin ging von einem zum anderen,

und zeigte ihnen, wie die Steinchen wandern.

Dann riss sie sich ein paar Haare aus,

und machte kleine Bogen daraus.

Jedem gab sie solch einen Stab:

Damit solltet ihr üben, Tag für Tag.

Der Hund war nun doch ein wenig enttäuscht,

er hatte sich doch so auf Rummel gefreut.

Doch die Kinder waren auf einmal viel zu beschäftigt,

und der Hund wurde ihnen auf einmal lästig.

Irgendwann nahm er sich darum auch einen Stock!

Ich denke mir einfach, dies sei der Mann mit dem Rock.

Nicht jedes Kind zeigte die gleichen Erfolge,

und in einer Ecke gab es sogar Geheule.

Denn um den Bogen in der rechten Weise zu führen,

musste man in sich auch den Ehrgeiz verspüren.

Die Göttin ging daher zu dem weinenden Kind:

Sag mir, was Dich traurig stimmt.

Ach, immer können alle alles besser,

und außerdem, mich stört das Wetter.

Ich habe auf all das keine Lust!

Und überhaupt: Ich finde es doof, das ich in die Schule muss!

Und der Göttin fiel die Frage ein:

Müssen wir dann auch alle Engel sein?

Nun, Du kannst gerne hinein gehen zum Alternativunterricht,

doch, da ist mitmachen allerdings Pflicht.

Das Mädchen schaute ziemlich verwundert drein:

Nein, da wollte sie dann doch lieber ein Engel sein.

Und als es dann ganz plötzlich schellte,

klagte keines der Kinder mehr über die Kälte.

Und so entließ sie die Göttin mit den Worten nach Hause:

Gut gemacht! Und ab morgen trefft ihr Euch zum üben in der Pause.

*

Und die Zeitungen meldeten:

Eltern besorgt: Lehrerin unterrichtet Grundschüler im Freien,

Wollen die Behörden etwa Energie sparen?

Götter in Weiß

Und die Göttin ging zum Krankenhaus,

ihr Knie sah tatsächlich nicht gut aus.

Sie hatte sich mal wieder bei der Landung verschätzt,

und sich dabei das Knie verletzt.

Außerdem bekam sie Schnupfen,

und schon ein paar mal musste sie husten.

Die Füße waren ihr wohl doch etwas zu kalt geworden,

na ja, dachte sie, davon ist, zum Glück, noch niemand gestorben.

Vor dem Krankenhaus sah sie einen Bettler sitzen,

er schien zu frieren und zu schwitzen.

Er hatte seine Mütze auf dem Boden abgesetzt,

ein Zettel lag darin und 2-3 Euro, grob geschätzt.

Die Göttin betrachtete eine Weile diesen Mann,

und sprach ihn dann ganz offen an:

Warum gehst Du nicht in das warme Haus?

Und vor allen Dingen, setzte Deine Mütze auf.

Du holst Dir hier ja noch den Tod.

Bettruhe ist’s, die tut jetzt Not.

Sag mal, willst Du mich verarschen?

Ich habe nicht mal einen Cent in den Taschen.

Die Götter in Weiß haben mich doch längst um Hab und Gut bestohlen,

von mir aus kann mich auch der Teufel holen!

Und der Mann krümmte sich, er musste heftig husten.

dann begann er in seine Hände zu pusten.

Die Göttin schaute sich nach Hilfe um,

doch die wenigen Passanten blickten stumm.

Was für eine Sauerei!

Die Leute gingen tatsächlich an ihm vorbei.

Entschuldigen Sie bitte, aber dem Mann hier geht es nicht gut.

Sagte die Göttin zu einem Herrn mit Hut.

Und, was geht mich das an?

Sollen andere sich drum kümmern, ich bin da der falsche Mann.

Dann beschleunigte er seine Schritte.

Peinlich berührt durch ihre einfache Bitte.

Er zog seinen Hut tief in die Stirn,

und ein unangenehmes Klopfen durchzuckte sein Gehirn.

Das schlechte Gewissen bekam ihm schlecht,

er wusste es auch: Die Welt war nicht gerecht.

Er hatte zwar etwas Geld auf der Bank,

aber seine Frau, die war sehr krank.

Doch was nützte ihm sein schönes Haus,

wenn er verlor seine süße Maus?

Seit Tagen schon wartete er auf den Arzt,

und das er ihm die Wahrheit sagt.

Alle Haare waren ihr schon ausgefallen,

und faustgroß gewachsen der linke Tumorballen.

Der Arzt, er wollte schnellstmöglich operieren,

doch dann müsste er weit mehr riskieren.

20 000 war Minimum.

Doch, wofür leg ich mich krumm?

Was ist, wenn sie trotzdem stirbt?

Oder ihre Brust verliert?

Kann ich sie dann trotzdem lieben,

wenn wir zu Zweit im Bette liegen?

Und wie sieht sie dann wohl aus?

Ist sie dann noch meine Supermaus?

Warum lässt der liebe Gott das zu?

Warum schaut er hier nur zu?

Warum muss ich das erleiden?

Aber, vielleicht lasse ich mich auch scheiden.

Der Müller hat das auch getan,

mit einer kranken Frau, so sagte er, würde ein Mann schnell arm.

Und am Ende bliebe einem Nichts,

und das wär noch nicht mal das Schlimmste an der Geschicht.

Tragischer sei für ihn das ewige Gejammer.

Und dann die gähnend leere Speisekammer.

Er hätte sich deshalb erst grad wieder neu verheiratet,

und auch beruflich sei er endlich durchgestartet.

Das Leben war einfach ungerecht,

der eine hatte Glück, der andere Pech.

Doch das diese Frau ihn so direkt angesprochen,

das machte ihn dann doch betroffen.

Er blieb abrupt stehen:

Vielleicht sollte ich zurück zu ihr gehen?

Doch dann ließ er sich von den Passanten weitertreiben:

Ach, ich kann mir auch anders die kalte Zeit vertreiben.

Und die Göttin dachte: Das hättest Du besser nicht getan.

Denn, jetzt wirst Du richtig arm.

Und dann hob sie die Mütze auf:

So komm, wir gehen hinein ins Haus.

Nein, das will ich lieber nicht,

da ist bestimmt immer noch dieselbe Schicht.

Sie haben mich erst kürzlich hinauskomplimentiert,

sie sagten, ich hätte ihnen die Sitze beschmiert.

Ach, das war ja interessant.

Hippokrates ist hier wohl unbekannt!

Die Göttin wurde etwas ungehalten.

Wie nur sollte sie sich jetzt verhalten?

Wenn die Menschen sich nicht untereinander halfen,

dann konnte auch ein Gott nicht eingreifen.

Sollte er etwa alles alleine machen?

Nein, das ist für keinen Gott zu schaffen.

Und dann gab sie dem Mann einen Ring in die Hand.

Hier, mehr habe ich nicht. Betrachte ihn als Pfand.

Und dann ging sie in das Krankenhaus,

und dort suchte sie nach einem Mann, mit Namen Klaus.

Zimmer 148, hinten durch die Glastür und dann rechts.

Aber ich sage es ihnen gleich, dem Mann geht es schlecht.

Ach, dann war es ja gut das sie die Salbe hatte,

auch wenn der Typ einst war eine echte Ratte.

Und die Göttin drückte auf die Klinke,

doch da machte auch schon jemand Winkewinke:

Da können sie jetzt leider nicht hinein,

der hat Besuch vom Oberschwein.

Das ist unser neuer Chefarzt jetzt,

er wurde uns erst gestern vorgesetzt.

Und dann war die Frau auch schon verschwunden,

sie schob Schicht, und das schon seit Stunden.

Ihr letzter Patient war grade erst gestorben,

nein, sie hatte wirklich andere Sorgen.

Im Schwesternzimmer roch es nach frischem Kaffee,

und die Göttin dachte, vielleicht sitzt dort ja die Fee.

Doch dort stand nur eine Kaffeemaschine,

und ein Zettel, das man sich doch bitte selbst bediene.

Die Göttin goss sich also einen Kaffee ein,

und dann wollte sie ihn sprechen, den Herrn Oberschwein.

Was ist das denn hier nur für ein Verein?

Fragte hier denn niemand mal nach ihrem Bein!

Madam, wir sind hier in der Chirougie,

um so etwas kümmern wir uns nie.

Da müssen sie schon runter in die Ambulanz,

dort macht man wegen so etwas vielleicht einen Affentanz.

Hier geht es dagegen um Leben und Tod,

hier ist der Mensch noch wirklich in Not.

Ja, wir retten selbst das dünnste Leben,

hier wird wirklich alles gegeben.

Die Göttin sah sich diesen Chefarzt genauer an:

Was war das nur für ein arroganter Mann!

Und schon stolzierte der Typ auch schon wieder hinaus:

Er war jetzt endlich einer der Chefs im Haus.

Die Schwestern waren deswegen richtig sauer,

und sie hielten zusammen wie eine Mauer.

Nur eine, die ging mit ihm schon mal aus,

obwohl, er Frau und Kinder zu Haus.

Na, dem Mann wahr wohl nicht ganz klar,

dass der liebe Gott wirklich alles sah.

Und die Göttin betrat das abgedunkelte Zimmer,

und aus dem Bett, da hörte sie Gewimmer.

Hallo, hallo Klaus! Reg Dich nicht auf,

wenn Du willst, dann bring ich Dich hier raus.

Was? Wie? Wer? Warum?

Glaubst Du wirklich ich bin dumm?

Außerdem habe ich sehr große Schmerzen,

und jetzt habe ich auch noch was am Herzen.

Ich bin schon fast tot, hat er mir gerade gesagt,

er weiß nicht wie viel, vielleicht noch 10 Tag.

Na, Klaus, dann hast Du es ja bald überstanden.

obwohl ich finde:

Du solltest mit Deiner verbleibenden Zeit etwas besseres anfangen.

Schau, ich habe hier eine Zaubersalbe,

ich würde sagen, wir machen Halbe Halbe.

Ich bekomme etwas für mein Knie,

und Du, ich weiß nicht, was brauchst Du, wie viel?

Hier schmier Dich damit gründlich ein,

und dann werden wir es zeigen diesem Oberschwein.

Und wenn Du in 10 Tagen dann immer noch lebst,

dann wirst Du sehen, das es dennoch weitergeht.

Da schlug der Klaus die Decke auf,

und setzte sich auf die Bettkante drauf:

Du bist wirklich total verrückt,

aber trotzdem, ich bin entzückt.

Die Schmerzen sind wie weggeblasen,

ja, so gut ging es mir nicht mehr, seit vielen Jahren.

Na, das ist ja wunderbar,

ich brauch Dich nämlich noch ein paar Jahr.

Was! So lange muss ich mich verpflichten?

Tut mir Leid, auf Straßenkehrer kann ich nicht verzichten.

Ich brauche einfach jemanden der weiß wie das geht,

das man nie mehr pleite geht.

Denn, ich weiß zwar, wie das Leben sich vermehrt,

aber bei Geld mache ich schnell was verkehrt.

Ich brauche einen guten Finanzminister,

und, nun ja, Du bist ein Rechter.

Ich bin doch grade erst bankrott gegangen!

Ich mußte von ganz unten und von vorne angefangen.

Doch als ich dann endlich die Lösung hatte,

da ist das passiert, mit dieser dummen Ratte.

Sie hat mir in die Arme gebissen,

ich hab mir vor Angst fast in die Hose geschissen.

Und dann kam plötzlich dieses Wahnsinnsmesser,

Herr Oberschwein war damals wirklich mein Retter.

Und er hat mich auch sofort operiert,

und mich hier hin überführt.

Denn mein Herz sei leider völlig ruiniert,

er befürchte fast, das es den Kampf verliert.

Es sei ein Loch in meinem Herzen,

obwohl, ich fühl dort gar keine Schmerzen.

Es sei eine Folge der letzten OP.

Ein vergessener Tampon, wenn er das richtig sehe.

Und der müsse jetzt auf jeden Fall raus,

und er sei dafür der Spezialist im Haus.

Doch, Deine Salbe wirkt anscheinend tatsächliche Wunder,

ich fühle mich plötzlich gut, ich fühle mich munter.

Das freut mich. Darauf sollten wir einen Kaffee trinken,

und dem Herrn Oberschwein zum Abschied winken.

Der hat hier heute nämlich seinen letzten Tag,

ihm ist gekündigt der Chefarztvertrag.

Er weiß es zwar vielleicht noch nicht,

aber so ein Arzt bricht sich schnell das Genick.

Und als sie grad zur Tür raus kamen,

da hob man ihn auch schon auf einen Wagen.

Doch die OP hatte ihn nicht gerettet,

er blieb gelähmt und an das Bett gefesselt.

Glück und Pech ist eben nicht nur eine Frage der Zeit,

die Frage ist halt nur, wann man das begreift.

Und die Göttin verließ mit Klaus das aufgeschreckte Haus,

den Kaffee tranken sie erst gar nicht aus.

Und als die Göttin nach dem Bettler sah,

stellte sie fest, auch er war nicht mehr da.

Plötzlich wurde sie von einem Passanten beinah umgeworfen:

Schnell, schnell, ich habe eine Niere zu verkaufen.

Sie ist erst eine Stunde alt,

die Operateure sind schon bereit.

Und die Göttin schüttelte mit dem Kopf,

so etwas gehörte doch höchstens in einen Topf.

Der Handel mit Organen war ihr höchst zuwider,

nein, so entschied sie, hierhin will ich niemals mehr wieder.

Die Götter in Weiß hatten offensichtlich nichts verstanden,

hier wurden wahrlich eklatante Fehler begangen.

Wie viel Leid befand sich nur hinter diesen Fenstern,

und der Einzige Lichtblick, waren die Schwestern.

Doch auch ihnen ging so langsam die Puste aus,

sie verloren schlicht die Nerven in diesem Haus.

Und so entschied sie: Ein Gesundheitshaus muss her,

und das war zum Glück ja auch gar nicht so schwer.

Die Matrix

Und Klaus erzählte ihr von einem Film,

den er vor Kurzem im Kino gesehen.

Die Matrix und die Revolution,

sie ließen ihn seither kein ein Auge zu tun.

Was nur, wenn wirklich alles nur geträumt?

Was, wenn wir die Realität versäumt?

Was, wenn am Ende lebt nur das grausame Tier?

Und des Menschen Leben? Ein bedrucktes Blatt Papier?

Die Göttin verstand nicht sein Problem.

Wie sollte es denn anders gehen?

Natürlich ist in Wahrheit alles nur ein Traum.

Die Realität ist nichts als Badeschaum.

Du bist ein schwingendes Bläschen im kosmischen Meer,

Du bist mal eine Ratte, mal ein Bär.

Du befindest Dich in ewiger Verwandlung,

es kommt nur an, auf Deine Handlung.

Aber, zwischen Traum und Realität muss doch ein Unterschied sein?

Das Leben kann doch nur etwas Reales sein!

Mein Lieber, in Wahrheit ist es genau umgekehrt,

ohne Traum ist das Reale gar nichts Wert.

Das sogenannte Reale ist nichts als ein Bild,

erst Geist und Seele machen daraus das Wild.

Ach, ohne Geist geht selbst die Pflanze ein,

und ohne Seele wird man schnell zum Schwein.

Du hältst ein Schwein für unbeseelt?

Nun ja, das kommt drauf an, in wessen Stall es steht.

Wenn Du Dein eigenes Schwein nicht gut behandelst,

es auch schon mal mit dem Teufel verhandelt.

Nun, und der kauft ihm gerne seine Seele ab,

er bietet dafür ein Paradies bis zum Grab.

Danach, so glaubt das Schwein, sei sowieso alles zu Ende,

und so reibt es sich freudig die Hände.

Lieber ein einziges aber ein dekadentes Leben,

als immer nur das eigene Gute zu geben.

Und wenn es dann auch noch geschlagen wird,

dann kommt es schon vor, das es die Nerven verliert.

Und es reißt sich die Seele aus seinem Leib,

und sein Geist fühlt sich dadurch zunächst auch sehr befreit.

Dann sucht er sich ein vermeintlich besseres Los,

und setzt sich bei einem anderen auf den Schoß.

Dort hofft er dann so richtig glücklich zu werden,

jetzt will er genießen das Leben auf Erden.

Jetzt zählt für ihn plötzlich jede Sekunde,

denn, irgendwann schlägt seine letzte Stunde.

Körper, Geist und Seele leben nur im Verband.

Nur gemeinsam bilden sie den gesunden Verstand.

Und der erzählt Dir dann: Das hier ist real!

Der verbleibende Rest tritt in den Hintergrund, er ist ihm egal.

Deine Sinne bestimmen was Du siehst.

Ihr Bild bestimmt wie und was es ist.

Die reale Welt ist eine Illusion,

und das hat mit der Zeit zu tun.

Moment, Moment, mir platzt der Kopf!

Was Du da sagst, ist für mich ein Schock!

Die Materie ist doch real zu empfinden,

ich stoße dagegen, auch im Blinden.

7. Dezember 2005:

Das ist ja gerade das besondere an der Welt der Erscheinungen.

Der Traum ist fühlbar, er ist kollektives Erleben.

Das Ich erkennt sich selbst als lebend,

und nicht nur das Du auf festem Boden stehend.

Die Cyberwelt wäre angetan,

würde sie von dieser Kunst erfahren.

Doch Selbstbewusstsein funktioniert nur im Dreierverbund,

alles andere ist ungesund.

Und wer seine Seele hat verkauft,

am Ende in die Röhre schaut.

Der Weg in die nächste Dimension ist ihm versperrt,

und seine Güter sind dort gar nichts Wert.

Doch nicht nur durch den Tod öffnet sich der Kanal,

im Grunde geht das immer und überall.

Man benötigt halt ein Sternentor,

oder man hat einen Knopf im Ohr.

Es gibt auch noch andere technische Geräte,

schön wäre es, wenn auch der Erdling sie hätte.

Doch befinden sie sich in den Händen der falschen Leute,

sie haben sie versteckt und betrachten sie als Beute.

8. Dezember 2005:

Aber wenn ich den Film richtig verstanden habe,

dann sind wir in Wahrheit des Bösen Sklaven.

Die schöne, weite Welt existiert nur in unserem Kopf,

stattdessen saugt uns aus ein grässliches Geschöpf.

Es ernährt sich von unserer ureigenen Lebenskraft,

und es beherrscht uns mit dem Geist der Macht.

Und wieder ist es genau anders herum.

Der Film dreht die Wahrheit völlig um.

Du wirst genährt durch das ewige Licht,

das im Hyperraum gefrorenen ist.

Denn dieses Licht ist überall.

In allen Dimensionen erklingt sein Schall.

Es ist überall und dadurch nirgendwo,

es dingt selbst in des Teufels Klo.

Und auf diesem Thron hat der sich diesen Film ausgedacht,

denn er weiß um dessen Bilderkraft.

Er weiß, allein der Gedanke hat die Macht,

die aus dem Nichts ein Etwas erschafft.

Doch, das Thema zu diesem Matrixfilm,

ist noch nicht mal selbst von ihm.

Er hat es dem Werner Fassbender geklaut,

und dann auch noch den Sinn verbaut.

Er hat an einer kleinen, unscheinbaren Stelle die Geschichte gedreht,

darin hat er Erfahrung, er weiß wie das geht.

Es ist sein allerwichtigster Trick,

mit ihm bricht er selbst der Wahrheit das Genick.

Doch auch diesen Trick hat er bei Gott nur abgekupfert,

und sich dessen Idee, unter die Sohlen geschustert.

Und mit diese Schuhen machte er sich auf den Weg,

hinaus aus dem Paradies, über einen kleinen Steg.

Er floh in den Wald, bei Regen und Sturm,

und verschanzte sich in einem Turm.

Dort zog er sich dann die Schuhe aus,

dann hat er sich das Zeichen angeschaut.

Einmal links und einmal rechts herum,

aha, damit drehte Gott also alles um.

Und dann schmiedete er sich einen passenden Schlüssel,

und legte ihn in eine einfache Schüssel.

Dann legte er sich auf einen Haufen Stroh,

er war tatsächlich, zum ersten mal, so richtig froh.

Selten hatte er sich so gut gefühlt,

jetzt hätte er sogar gespült.

Das war sein Job, er war zwar recht schwer,

doch mit Fleiß wurde man damit auch schnell Millionär.

Fleiß war seine Sache jedoch nicht,

er empfand alle Arbeit ehr als Pflicht.

Warum gerade ER? Das fragte er sich.

Nein, vom Spülen hielt er nichts.

Er wollte lieber selbst ein König sein,

und sei es nur von einem Schwein.

Und dieses Schwein war dann auch schnell gefunden,

es leckte verletzt an seinen vielen Wunden.

Sein Knecht hatte es mal wieder brutal geschlagen,

mehrmals und immer besonders feste in den Magen.

Da zog der Teufel schnell den Schlüssel hervor,

und beugte sich über das Schweineohr:

Hiermit hole ich Dich hier heraus,

und dann nehme ich Dich mit in mein Haus.

Dort prasselt ein Feuer und auf der Erde liegt Stroh,

besser findest Du es nirgendwo.

Das Schwein schaute aus seinen tränenden Augen:

Konnte es dem Teufel wirklich vertrauen?

Da hörte es die Schritte des Knechts,

und der hatte wohl mal wieder schwer gezecht.

Das Schwein überlegte darum nicht lang:

Nimm mich mit! Ich bin Dein Mann!

Nicht so hastig! Gib mir zuerst Dein Lebenslicht,

denn, ohne dies, nun ja, geht es leider nicht.

Und das Schwein riss sich schnell die Seele heraus,

und händigte diese dem Teufel aus.

Und der benutzte seinen Umkehrschlüssel,

und der Knecht kotzte in die hingehaltene Schüssel.

Dann sperrte er das Gatter auf,

und ließ dem Schwein seinen Lauf.

Und dieses rannte sofort in den Wald,

bis zum Teufelsturm war es zum Glück nicht so weit.

Dort hatte es sich dann erst mal versteckt,

bis ihn etwas aufgeweckt.

Und als das Schwein zu Bewusstsein kam,

fand er sich liegend in einem Frauenarm.

Er hätte vor Schreck fast zugebissen,

von Menschen wollte er nie mehr etwas wissen.

Was hatte sie ihn nur gequält,

nicht ohne Grund hatte er den Teufel gewählt.

Aber hier war es tatsächlich sehr schön warm,

und er hatte eine Frau im Arm.

Dies war zwar des Teufels Wohnquartier,

aber wen interessierte das noch hier?

Hier lag selbst der Herr auf dem Stroh,

und zu Essen gab es bestimmt auch irgendwo.

Er stand auf und inspizierte den Turm,

doch, was er fand, war nicht mehr als ein Wurm.

Er sah sich getäuscht,

und fast hätte er die Entscheidung bereut.

Doch der Teufel machte ihm Mut:

Hier, ernähre Dich von der kalten Wut.

Dann bist Du frei und brauchst nicht mehr darben,

dann kannst Du wirklich alles haben.

Und das Schwein nahm die angebotene Pille,

er nahm sie jedoch ein, in sehr großer Stille.

Denn seinen Geist musste er dem Teufel gegeben,

jetzt hatte er nur noch einen Ring zum Leben.

Sein Körper war ihm zwar geblieben,

doch er spürte es gleich, das war kein Leben.

Das Schwein fühlte sich auf einmal seltsam leer,

und dabei trotzdem unendlich schwer.

Es konnte sich plötzlich nicht mehr bewegen,

um ihn herum begann sich die Welt zu drehen.

Er fiel durch einen langen Tunnel,

er wurde mitgerissen von dessen Strudel.

Dann ging es einmal links herum,

und gleich auch wieder anders herum.

Da Unten kannst Du jetzt von mir aus verrecken,

es sei denn, Du machst mir ab sofort die Betten.

Und das Schwein überlegte auch jetzt nicht lang:

Ab sofort war er des Teufels Mann.

Und als dieser des Nachts an seinen Hintern wollte,

tat er so, als ob er schmollte.

Dem Teufel schien das zu gefallen,

doch dann ließ er die Peitsche knallen.

Ich sehe wohl, es mach Dir Spaß.

Doch jetzt gebe ich erst richtig Gas.

Das Schwein gab sich sehr bald geschlagen,

und bald schon wollte es das Gefühl immer wieder haben.

Und so flehte es den Teufel an:

Schlag mich, schlag mich, ich bin Dein Mann!

Der Teufel ließ sich jedoch immer länger bitten,

er vermisste an dem Schwein nun mal die Titten.

Drum holte er die Frau herbei,

der war schon lange alles einerlei.

Und als die Nacht zu Ende ging,

befand sich in der Nase Beider ein Ring.

Der Teufel hatte sie markiert:

Damit ihr mir auch gut pariert.

Und so hatten sie am Ende sogar ihren Körper gegeben,

und damit verloren ihr ganzes Leben.

Und der Teufel hatte wieder mal Frust,

schließlich war er nun allein mit der Lust.

Er brauchte neues Fleisch zum ficken,

drum ließ er nach der Hexe schicken.

Und die half ihm heraus aus der Not,

sie hatte grade zwei Kinder im Angebot.

Das Mädchen würde sie am Abend bringen,

den Jungen jedoch wollte sie selber vertrimmen.

Und Beide kühlten an den Kindern die Wut,

die Göttin kannte solche Geschichten schon genug.

Der Teufel war schlicht und ergreifend durchgebrannt,

er gehörte gebändigt, und das mit Verstand.

Er war ein klarer Fall für die Psychatrie,

und, herauslassen sollte man ihn dort besser nie.

Zur Not hielt man die Tür zunächst etwas fester zu.

Nicht ohne Grund gab es selbst im Paradies, das eine oder andere Tabu.

9. Dezember 2005:

Und gewaltätiger Sex, nun, der gehörte dazu.

Sodomie, ob nun mit einem Schwein oder einer Kuh,

war im Paradies streng verboten.

Zumindest hielten es so die Goten.

Natürlich ging es auch bei ihnen ziemlich hoch her,

doch hielt man sich zurück mit dem Analverkehr.

Er war zwar nicht direkt verboten,

aber auch er konnte lösen den Knoten.

Gewalt und Sex, das waren zwei Dinge,

sie konnten sprengen die göttlichen Ringe,

die Seele, Geist und Körper zusammenhielten.

Und das war auch der Grund, warum sich alle daran hielten.

Kein Gote wollte im Teufelsturm verrecken.

Schließlich gab es noch Anderes zu entdecken.

Im Paradies war ein jeder letztendlich so beschäftigt,

da wurde der Sex sowieso schnell lästig.

Nicht wenige verzichteten ganz darauf,

zumindest, wenn man nicht genau hinschaut.

Masturbation war für einige die tägliche Lösung,

für andere war dies jedoch nur eine Tröstung.

Und darum gab es im Paradies auch die Badeanstalten,

hier konnte ein jeder frei schalten und walten.

Hier wurde Erotik ziemlich groß geschrieben,

hier wurde es auch gerne gemeinsam getrieben.

Dort bekam auch ein Engel schon mal den Hintern versohlt,

doch keinem geschah dabei wirkliche Not.

Denn auch der Schmerz war eine beliebte Erfahrung,

gab er doch die Würze bei der geschlechtlichen Paarung.

Es gab für den Teufel also keinen Grund,

das Badehaus hatte geöffnet jede Stund.

Allerdings brauchte man Punkte dafür,

sonst öffnete sich nicht die Tür.

Punkte bekam man jedoch nur für Fleiß,

schließlich wusch man sich dort ab den frischen Schweiß.

Ohne Fleiß kein Preis lautet eine alte Gotenregel,

und diese galt selbst für die größten Engel.

Faulheit hingegen wurde mit Punktabzug bedacht,

es war einfach zu wichtig, das jeder mitmacht.

Denn Faulheit ist selbst im Paradies ein Problem,

durch sie konnte ein ganzes Reich schnell untergehen.

Im Paradies gibt es Sex? Bist Du Dir da sicher?

Nun, lieber Klaus, Vermehrung funktioniert so einfach besser.

Wie Oben so Unten, kennst Du nicht diesen berühmten Spruch?

Er steht auch auf der Erde in fast jedem guten Buch.

Nun, und diesen Spruch kennt auch der Teufel sehr gut,

für ihn war der Film darum auch nicht sein erster Versuch.

Er weiß sehr wohl, seine Macht ist gewaltig,

wenn niemand mehr das Paradies verteidigt.

Er weiß, wenn er das Unten geschickt manipuliert,

kein Mensch mehr die Wahrheit kapiert.

Und wenn er das Paradies dann auch noch zur Hölle erklärt,

dann macht selbst der Gute alles verkehrt.

Sein Hass auf alles Gute ist sehr alt,

denn, schließlich, er hockt schon lange im Wald.

Die Hexe war lange sein einziger Freund,

doch jetzt verkehrt er mit anderen Leut.

Und die haben auch den Film finanziert,

denn, die Idee der Matrix hat sie sehr fasziniert.

Die Matrix soll den Menschen vom Himmel ablenken,

sie sollen nur noch an die Hölle denken.

Sie sollen sich vor der Zukunft fürchten,

um die Keime des Hasses zu züchten.

Denn nur durch diese negative Gedankenkraft,

wird dem Teufel verliehen seine wahre Macht.

Die weiße Revolution

11. Dezember 2005:

Und so schickte die Göttin Klaus zurück nach Berlin:

Am 21. 12. werden wir uns wiedersehen.

Dann setzte sie sich in einen Zug,

vom herum streunen hatte sie jetzt genug.

Den Hund nahm sie an die Leine:

So, dem schwarzen Schwein machen wir jetzt Beine.

Sie stieg in Düsseldorf in eine Bahn.

Die würde sie jetzt in dieses Städtchen fahren.

An einem kleinen Bahnhof stieg sie aus.

Ein paar Schritte nur, dann stand Sie vor ihrem Haus.

Glutgold versank die Sonne im Westen,

und wirklich alles stand zum Besten.

Die weiße Revolution war endlich angesagt,

und schon bald würde kommen der große Tag.

Die Göttin suchte den besagten Schlüssel,

und fand ihn unter einer großen Schüssel.

Sie betrat das stille Haus:

Nach Wohlstand sah das aber gar nicht aus.

Auf der Treppe saß eine rotweiße Katze,

sie miaute, und hob begrüßend ihre rechte Tatze.

Der Hund blieb wie angewurzelt stehen:

Ich trau mich nicht vorbeizugehen.

Doch die Göttin zog ihn mit sich mit,

die Katze behielt sie dabei fest im Blick.

Die Göttin ging die Stufen hoch,

auf halber Treppe, vorbei an einem Klo,

kam sie zu einer Tür,

an der klebte ein Stück Papier:

Mache Dir bitte schon mal das Essen warm,

ich bin noch mal kurz in die Stadt gefahren.

Und so trat die Göttin ein:

Was war das denn hier für ein Schlampverein!

Der halbe Flur war zugestellt.

Wen hatte sie da denn nur auserwählt?

Und die Küche war eine einzige Baustelle:

Ja, ja, hier ging zaubern offensichtlich auch nicht auf die Schnelle.

Im Wohnzimmer brannte ein dumpfes Licht:

Aufgeräumt war es hier aber gerade nicht.

Der Laptop auf dem Schreibtisch war heruntergefahren.

Und hier wurde SIE erwartet seit wie viel Tagen?

Die Göttin schaute sich in Ruhe um,

auch der Hund blieb erst mal lieber stumm.

Und sie warf einen Blick in die Pfanne:

Oder möchte ich erst mal in die Wanne?

Sie ging durch das dunkle Treppenhaus,

auf einer Stufe lag eine ziemlich große Maus.

Sie war wohl gerade erst vor Schreck gestorben,

und die Göttin entschied sie vor die Tür zu werfen.

Ein prüfender Blick ging in den Sicherungskasten:

Ich werde mir erst einmal Wasser einlassen.

Das Badezimmer war leider nicht geputzt,

und die Bodenfliesen schon ziemlich abgenutzt.

Dann öffnete sie das Gästezimmer:

Oh wei, hier war es ja noch schlimmer!

Mäuseköttel auf dem Bett!

Nein, was war das für ein Dreck!

In ihrem Schlafzimmer sah es ganz genauso aus:

Und das in einem Gotenhaus!

Doch die Göttin kannte alles nur zu gut:

Wir sind halt aus dem selben Blut.

Drum zog sie sich die Schuhe aus.

nur der Hund sah wirklich traurig aus.

Die Göttin stellte ihm etwas Wasser hin:

Warte bis ich fertig bin.

Dann legte sie sich in die Wanne.

Und nachher esse ich aus der Pfanne.

Und die Göttin schloss die Augen:

Und alles andere wird vertagt auf Morgen.

*

FORTSETZUNG folgt!