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Nackter Protest vor Deutscher Botschaft in Kiew

„Was wird aus der NATO nach Trumps Wahlsieg?“

Published on Nov 24, 2016 – Während die Aufrüstung in der baltischen Region weitergeht, herrscht
gleichzeitig Unklarheit darüber, welchen Kurs die NATO in der Zukunft einschlagen wird. Nach
dem Wahlerfolg von Donald Trump in den USA könnt es zu einem Paradigmenwechsel
kommen. Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/

Schalke

US-Präsidentschaftskandidatin zu EU-Resolution:

RT ist Hauptmedium für Widerstand und Kriegsgegner

24.11.2016 • 15:13 Uhr – Die diesjährige US-Präsidentschaftskandidatin der Grünen-Partei, Jill Stein,
hat gestern RT verteidigt, nachdem die Resolution zur Bekämpfung der russischen Propaganda v
om Europäischen Parlament durchgewunken wurde. Stein betonte, dass der politische
Widerstand und Kriegskritiker in den USA von den Mainstream-Medien
ignoriert werden und sie nur durch RT an die amerikanische

Öffentlichkeit treten können…

So süß, der ist zum Fressen! Ein Hamster feiert Thanksgiving

SSL Single Domain: 6 Monate nur 0,50 €/Monat, danach 3,00 €/Monat. Abrechnung 6 Monate im Voraus. Laufzeit 12 Monate. Preise inklusive Mehrwertsteuer.

Das Economist lIIuminaten Trump(f)

Tarot – Am0k Alex & Frank Stoner Show Nr. 90

Published on Nov 24, 2016

Der nächste Tag war ein

paradiesischer, wöchentlicher Feiertag.

An diesem Tage wurde bei vielen die Arbeit niedergelegt und die Straßen der Stadt waren angefüllt mit flanierenden Menschen. Jeder tat an diesem Tage was er wollte. Er ging ins Kino, er machte einen Ausflug, er traf sich mit Freunden und Verwandten, nicht wenige gingen in eine der zahlreichen Messen. Es gab sie für die Christen, die Moslems, die Juden, selbst die wenigen Hindus und auch die Außerirdischen nutzen diesen Tag zum Gebet. Es gab viele verschiedene kleinere Sekten und es gab auch Menschen, die sich vor einen Computer setzten und mit Gott Zwiesprache hielten. Alle kannten nur einen Gott und Echaton war zum Ersten mal wirklich zufrieden mit dem Paradies. So musste es sein. Sie mochten alle Unsterblich sein, vielleicht hatten sie auch Macht und Einfluss, aber jeder Mensch brauchte jemanden zu dem er aufschauen konnte, denn nur durch Gott wurde das alles möglich. Er nannte ihn Aton, den Gott der Sonne, den Schöpfer von Allem. Er ging zum Gebet in Ermangelung eines Tempels in den Garten. Dort begrüßte er den Tag und erfreute sich an den Blumen. Er hatte auf dieser Reise wichtige Erkenntnisse gewonnen. Das Isis auch nur eine Unsterbliche war, das hatte er sich ja eigentlich schon die ganze Zeit gedacht. Sein Volk betete die falsche Quelle an. Isis mochte Fürbitten bearbeiten, aber was war das schon im Gegensatz zur Sonne, die Sonne machte doch alles erst möglich. Ohne Licht kein Leben. Das Licht war göttlicher Schein, seine Strahlen gingen auf ihn nieder und erfüllten ihn mit göttlichem Geist. Er konnte seine Kraft auf seiner Haut und im Herzen spüren. Er wollte Joseph wegen eines Tempels für diesen Gott fragen. Wenn er seine Mission auf der Erde hinter sich hatte, dann wollte er auch hier im Paradies einen Tempel für ihn bauen. Einen großen und mächtigen.

Joseph konnte Echantons Gedanken lesen.

Er sah ihn im Garten des Hotels mit den Blumen sprechen. Einen Tempel für Aton wollte er also bauen. Nun ja, soll er es erst mal auf der Erde versuchen, hier ist so ein Tempel eigentlich gar nicht nötig. Außerdem gab es da langsam auch ein Platzproblem. Unter der großen Bombinikuppel gab es mittlerweile sehr viele Gotteshäuser. Jede Sekte, jede Religion hatte ihre eigenen Vorstellungen davon wo Gott wohnen wollte, doch keiner fragte sich, ob er nicht viel lieber ein kleines Häschen im Grünen haben wollte. Er jedenfalls hatte so ein Häuschen und dahin wollte er sich jetzt kutschieren lassen. Er hatte sich eine Kutsche bestellt, denn auch dieses Beförderungsmittel war im Paradies sehr beliebt. Man kam in einem gemütlichen Tempo voran, sah etwas von der Landschaft, roch die gute Luft und bekam den Duft der blühenden Hecken in die Nase. Außerdem freuten sich auch die Pferde, wenn es hinaus ging auf das Land. Dort gab es saftige Wiesen auf denen sie auslaufen konnten.

Joseph zog sich Hemd und Hose an, nahm seine Strickjacke und

verabschiedete sich von Europa, die immer noch im Bett lag.

Andrea Nahles

Nordsyrien: IS profitiert

vom Zwist zwischen USA, Türkei und Kurden

Bildquelle: Twitter/ FSA-Aktivist, Bild von türkischer Sondereinsatzkraft in Syrien
Bildquelle: Twitter/ FSA-Aktivist, Bild von türkischer Sondereinsatzkraft in Syrien
24.11.2016 • 17:45 Uhr – Uneinigkeit zwischen den Anti-IS-Parteien erreicht in Nordsyrien
einen neuen Höhepunkt. Pro-türkische FSA-Rebellen und kurdische YPG-Kämpfer kommen
sich gefährlich nah. Weil die USA nicht zwischen beiden Seiten vermitteln, droht ein neuer
Konflikt auszubrechen. RT-Reporter Miguel Francis-Santiago erklärt, warum die
US-Strategie gegen den IS in Syrien zum Scheitern verurteilt ist.

24.11.2016 • 17:45 Uhr – RT Deutsch

Europa hatte lange geschlafen und frühstückte jetzt im Bett.

Das tat sie eigentlich immer. Ein Ei, ein halbes Brot mit Butter und eine Hälfte mit Marmelade. Dazu ein Kaffee mit Milch, das war’s, mehr brauchte sie nicht zum glücklich sein. Obwohl, sie hätte sich schon gefreut, wenn ihr Reinhard das Ei gebracht hätte. So hatte eine liebe Seele ihr wie immer das Frühstück hingestellt. Sie hatte ein aufgeschlagenes Buch am Bett liegen, doch heute war sie viel zu aufgeregt um darin weiter zu lesen. Sie wollte sich gleich duschen, anziehen und ins Hotel hinüber gehen. Reinhard und sie wollten an den Badesee. Die Sonne schien schon kräftig und es würde herrlich sein im Schatten zu liegen und mit Reinhard über ihre gemeinsame, große Reise zu sprechen. Sie war überglücklich jemanden gefunden zu haben der nett und neugierig auf das Universum war. Er würde sich wunderbar in ihre Crew einfügen, sein Charakter passte gut zu ihnen. Sie brauchte für das Fliegen nicht viele Leute, aber sie wollte eben auch Expeditionen machen. Sie wollte ebenfalls ein Forschungsschiff sein. Ein richtig Großes, mit viel Platz für Proben, Fossilien, vielleicht kam auch noch der eine oder andere Außerirdische hinzu. Es gab da einen Stamm, weit weg, am anderen Ende des Universums, die könnten unter Umständen interessiert sein, mit auf ihre Reise in ein anderes Universum zu kommen. Sie hatte Wissenschaftler dabei, es waren nicht wenige, die interessiert waren und einige hatte sie ausgewählt. Alle brauchten Platz für ihre Untersuchungen. Es waren auch Ärzte mit dabei. Diese Fahrt war für viele ein großes Abenteuer. Das Leben im Paradies war ihnen nicht mehr ausreichend genug.

Sie wollten mehr von der Welt sehen und erfahren.

Sie hatte auch einige Gärtner an Bord, die würden mit Hilfe von künstlichem Licht für ihre Ernährung sorgen. Natürlich hatte sie auch einen Koch mit ein paar Gesellen, die waren spezialisiert auf gute, vegetarische Küche. Sie sprang aus dem Bett und stieg unter die Dusche.

Reinhard wartete schon auf sie. Er saß beim Frühstück, auf der schönen Sonnenterrasse. Neben ihm saß Echilar, Echanton war schon fertig und ging im Garten spazieren. Sie unterhielten sich über das gestrige Fest, Reinhard hatte Echilar und Echnaton nämlich nicht gesehen und sich schon gefragt, was die Beiden wohl machten. Da erzählte Echilar von der Göttin Isis und ihrem Tempel. Echialr fragte Reinhard, ob er auch gleich in eine Kirche oder einen Tempel ginge, doch Reinhard winkte ab und meinte er glaube nicht an einen Gott. Für ihn sei das alles eine Frage der Physik. Das Leben sei Physik und Chemie. Damit konnte Echialr nicht viel anfangen. Was war Chemie? Reinhard empfahl ihm ein paar Filme, er könne sie sich im Forschungsbombini gerne ansehen, die würden die Natur der Dinge sehr gut erklären, ihm fehle da jetzt die Konzentration zu. Er erwarte gleich Europa und wollte dann mit ihr an den Badesee. Ob er nicht auch Lust hätte schwimmen zu gehen?

Produktbild

Schwimmen? So etwas kann ich nicht,“ antwortete Echilar.

Da meinte Reinhard, dass er dies unbedingt lernen sollte, schwimmen sei sehr gesund und mache auch sehr viel Spaß. Echilar fehlte dafür etwas die Vorstellungskraft. Bei ihnen gingen nur Kinder zum spielen ins Wasser, doch blieben sie am Ufer, der Nil sei dafür viel zu gefährlich.

Reinhard sah ein, so einfach brachte man dann einem alten Ägypter auch nicht das Schwimmen bei. Er sah Europa auf die Terrasse treten und stand auf um ihr entgegen zu gehen. Sie sah mal wieder super aus. Ein relativ kurzes Sommerkleidchen, ein Strohhut, eine Umhängetasche mit einem Handtuch und ihrem schönsten Bikini. Das konnte einfach nur ein guter Tag werden. Sie verabschiedeten sich von Echilar und wünschten auch ihm einen guten Feiertag.

Dann verschwanden sie durch den Garten in Richtung Badesee.

AlterMedia, Trump vs. Pizzagate: satn. Kinderschändernetz

Published on Nov 24, 2016ClusterVisionMach2

Echilar wusste jetzt eigentlich nicht so richtig was er machen sollte.

Da kamen Johannes und Josefine. Sie setzten sich zu ihm an den Tisch und frühstückten. Ihnen ging es offensichtlich prächtig und Echilar hörte von Josefine, dass sie in die Stadt gehen wollten. Es sollte dort einige Ausstellungen geben, verschiedene Künstler öffneten heute ihre Ateliers und luden Besucher ein, sich die Arbeiten anzuschauen. Außerdem wollten sie den Dom besichtigen und schauen wie weit der Dombaumeister schon gekommen war. Marylin hatte ihnen gestern auf dem Fest außerdem von einem schönen Lokal erzählt, dieses wollten sie später aufsuchen. Die Gastronomen waren so gut wie die einzigen, die heute arbeiteten. Doch das taten sie gerne, denn selten war das Haus so gut besucht wie an einem Feiertag. Das war dann zwar ein anstrengender Tag, aber er machte viel Spaß. Man traf die unterschiedlichsten Leute an den Tischen an, konnte sich kurz dazu setzten und ein Schwätzchen halten. Außerdem arbeiteten sie ja auch keine 12 Stunden, die Schicht endete nach 4-5 Stunden, danach kellnerten andere, und man hatte Zeit um sich mal so richtig verwöhnen zu lassen. Es gab einen wunderbaren Wellnesstempel in der Stadt und dort trafen sich viele nach ihrer Schicht und es wurde zusammen ein Drink im Wirlpool genommen. So ein Feiertag hatte für jeden seine Besonderheit.

Natürlich gab es auch richtige Kirchgänger,

nicht wenige fuhren mit der Kutsche vor.

Und alle waren in ihren schönsten Anziehsachen zu sehen. Der unfertige Dom war praktisch überfüllt und auch bei den Moslems wurde dieser Tag für das Gebet genutzt. Sie nannten den Tag Freitag, was ja auch stimmte. Es war ein freier Tag. Die Juden hatten sich auch auf diesen Tag verständigt, obwohl sie traditionell den Samstag als den Tag für den Gang in den Tempel hatten. Doch hier oben gab es keine Wochentage, hier gab es nur den regelmäßigen Feiertag für alle.

Echilar entschied ebenfalls in die Stadt zu gehen, er wollte sich das alles gerne mal in Ruhe anschauen, ohne einen ziemlich oft nörgelnden Echanton an seiner Seite. Echnaton würde den Tag in Meditation und Gebet verbringen und an seiner Gegenwart nicht unbedingt interessiert sein. Er wünschte Johannes und Josefine einen schönen Tag und bestieg ein Taxi.

Damit wollte er erst einmal eine kleine Rundfahrt machen.

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Andreas und Anton lagen noch in ihren Kojen und würden

sicherlich den halben Tag verschlafen, das paradiesische Gras hatte

so seine Nebenwirkung. Es schenkte einem einen lange, erholsamen Nacht.

Leonardo wurde neben Marylin wach und die kuschelte sich gerade an ihn, als er sich des Ortes und der Nacht bewusst wurde. So schnell konnte das gehen und man war ein Liebhaber. Er hoffte, er hatte gestern alles richtig gemacht, mit Frauen hatte er einfach nicht viele Erfahrungen bisher. Aber nach dem Wohlbefinden, welches Marylin ausstrahlte war wohl alles Bestens gelaufen. Er küsste ihr Haar und streichelte ihren Arm, der auf seiner Brust lag. So schön hatte er sich das mit einer Frau nie vorgestellt, es war wirklich eine ganz wunderbare Erfahrung.

Marylin hatte ihm ein schönes Frühstück versprochen, aber noch schlief sie. Er musste mal pinkeln und so schälte er sich vorsichtig aus dem Bett und ging ins Bad. So ein Bad war wirklich eine wunderbare Erfindung. Bei ihm hatte das wirklich anders ausgesehen. Man gewöhnte sich schnell daran. Er stieg unter die Dusche und plötzlich kam jemand und umarmte ihn. Sie hatte ihn weggehen spüren und war erwacht. Sie küssten sich und machten da weiter, wo sie in der Nacht aufgehört hatten. Danach gab es einen Kaffee und Croissants mit Butter und Marmelade. Anschließend ging es wieder ins Bett. Beide konnten irgendwie nicht genug davon bekommen. Erst viel später würden sie aufstehen und bei Einigen im Haus Hallo sagen.

Danach wird man sie irgendwo etwas essen gehen sehen.

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Einstein saß allein am Tisch und las die Zeitung.

Es war das allgemeine Sonntagsblatt, welches viel gelesen wurde. Hier erfuhr man wer gerade angekommen war, man wusste wer sich auf den Weg zur Wiedergeburt machte, es wurden lokale Geschichten erzählt, es gab einen Sportteil, denn auch hier im Paradies gab es einige Sportarten, die gepflegt wurden. Golf war zur Zeit der Renner, denn es gab gleich mehrere Golfplätze, einige nahe der Stadt, für andere musste man etwas fahren. Leichtathletik war gerne gesehen und es gab auch eine Pferderennbahn. Die schnellsten Pferde wurden prämiert. Das war den Züchtern sehr wichtig, denn sie wollten zeigen, wie gut ihre Pferde waren. Geld gab es allerdings nicht zu verwetten, es ging einzig nur um das Gewinnen. Aber auch die Verlierer hatten ihren Spaß, denn nach dem Rennen wurde bei Sekt und Canapes zusammen geplaudert und Neuigkeiten ausgetauscht.

Einstein suchte nach seinem Interessensgebiet und tatsächlich es gab auch einiges Wissenswertes zu die neuesten Erkenntnissen der Naturwissenschaften zu lesen. Auch hier kannte man die Stringtheorie und sie wurde eifrig diskutiert. Ein Journalist stellte die Frage: „Ist Gott ein String?“ Der Schreiber meinte, wenn Gott in allem wäre, dann könnte er eigentlich nur ein String sein, denn ein String sei überall. Alles bestünde letztendlich aus Strings und zusammengefasst ergäben sie einen Riesenstring, denn die Form des Universums sei wahrscheinlich eine Achterschleife, also ein String. Einstein fand das mittlerweile gar nicht mehr so abwegig. Dieser String war wirklich eine ganz fantastische Sache. Eigentlich war es auch keine Sache, denn der String war reine, manifestierte Energie. So ein String war ein winziger Teil Gottes und alle Strings gemeinsam ergaben das Universum. Und so wie er es fühlte, wenn ihm jemand auf den Zeh trat, so fühlte Gott eben, wenn etwas in ihm nicht in Ordnung war. „Gott ist das Licht“, hatte dies nicht dieser Jesus einmal gesagt. Nun, ihm würde man sagen können, Gott ist nicht nur das Licht, Gott ist alles. Gott ist auch die Dunkelheit. Das Universum ist Gott, Einstein fand sie Idee sehr einleuchtend. Nur, dass der in einer Wanne sitzen sollte, wie er gehört hatte, das bezweifelte er dann doch. Aber die Sache mit dem Muliversum, die hatte schon ihren Reiz.

Einstein war mit Marlene zum Spaziergang verabredet, sie wollte ihm die Landschaft zeigen und ein Picknick machen. Jetzt war sie bestimmt noch mit den Vorbereitungen dazu beschäftigt. Einstein dachte, wahrscheinlich hat sie lange geschlafen, denn es war spät geworden. Er hatte sie irgendwann zum Taxi begleitet und war dann in sein Zimmer gegangen und hatte sich müde und dennoch beschwingt ins Bett gelegt. So schlecht war es gar nicht, dass man ihn gezwungen hatte diese Reise zu unternehmen. Vielleicht sollte er das Angebot annehmen und auch hier bleiben. Was erwartete ihn schon zu Hause. Er war nicht mehr der Jüngste und irgendwelche bahnbrechenden Ideen hatte er auch nicht mehr. Seine Hochzeit war eigentlich die Zeit zwischen 20 und 40 gewesen. Da hatte er wunderbare Einsichten gewonnen. Doch später war er irgendwie auch stehen geblieben. So ein Nobelpreis war halt irgendwie auch fatal. Man befand sich eigentlich immer unter Beobachtung, jeder kannte einen und wollte mit ihm auf ein Foto. Wenn er wieder jung wäre, dann könnte er noch mal loslegen und die letzten Rätsel knacken. Und er könnte vielleicht Marlene haben. Sie war eine kluge und interessante Frau. Eigentlich viel zu schön für ihn, aber da ließ sich ja vielleicht was machen. Doch Marlene schien das gar nicht zu bemerken, sie war ehrlich an ihm interessiert, das spürte er. Aber er wollte an ihrer Seite kein alter Mann sein, er wollte wieder jung und frisch im Geiste sein, mit aller Erfahrung natürlich, die er gesammelt hatte. Noch einmal jung sein und die Frage klären: Was ist das Licht? Wie schnell ist es nun wirklich?

Was war dieses ominöse Torsionsfeld, dass scheinbar alles konnte?

Ihm war es immer schon darum gegangen zu wissen wie die Welt funktionierte. Er wollte auch gerne mal ein Schwarzes Loch sehen. Marlene meinte, es gäbe hier im Paradies ein sehr gutes Planetarium, dort könne man viele interessante Bilder vom Universum sehen. Vielleicht sollte er dort tatsächlich mal hingehen und sich auch diesen Außerirdischen anschauen, der dort arbeiten soll. Er hatte die Begegnung mit Außerirdischen ja eigentlich für unmöglich gehalten, aber so langsam hielt er Vieles für möglich. Die Welt besaß offensichtlich mehr als vier Dimensionen und alle waren irgendwie relativ. Alles war relativ.

Plötzlich klopfte ihm jemand leicht auf die Schulter, es war Marlene. Sie hatte einen Korb dabei. Er nahm ihr den Korb ab und schaute sie an. Sie sah wunderbar aus. Und da reifte in ihm die Entscheidung, er würde hier bleiben und mit dieser Frau das Paradies erkunden.

Gleich morgen würde er mit Joseph sprechen.

Der saß auf seiner kleinen Veranda und schaute ins Land hinaus.

Von seinem Landhäuschen aus konnte er den Berg sehen. Er müsste mal wieder da hinauf, dachte er. Er hatte einiges zu Beichten. Mit Satan Senior war er ja nicht auf die Dinge eingegangen, die ihn belasteten. Wirklich schlimm waren seine Sünden nicht, aber wenn es viele kleine waren, dann war das auch ein ganz schönes Päckchen, das man bei sich trug. Vielleicht würde er am nächsten Feiertag dort mal hinaufklettern. Sein Besuch in der Hölle stand ja auch noch an. Er hatte im Sekretariat nachgefragt und seine Sekretärin hatte ihm einen vollen Terminkalender gezeigt. Fast jeder wollte ihn sprechen, doch das war selbst ihm nicht möglich. Er sprach mit einigen seiner wichtigsten Vertreter und konnte so den Plan etwas leerer machen. Jetzt hatte er drei Tage frei für die Hölle. Er sagte sich, dass dies doch eigentlich reichen würde, sich die Grundsätzlichkeiten dieses Ortes mit eigenen Augen anzuschauen.

Dann war da auch noch Monica, sie wollte einen Vortrag halten.

Da musste er natürlich dabei sein. Er hatte mit Reinhard besprochen, dass sie an diesem Abend eine kleine Veranstaltung organisieren wollten, möglichst viele sollten zuhören können. Dazu war es nötig, dass Bild und Ton aus dem Bombini heraus auf eine Großleinwand kamen. Die konnte in Josephs Garten stehen, die Wiese war auch mit dem Forschungsbombini groß genug dafür. Seine Sekretärin sollte dafür sorgen, dass Einladungen zu diesem Event verschickt wurden. Er hatte dabei vor allen Dingen die Wissenschaftler im Auge, aber auch normales Publikum. Wenn es bei dem Termin blieb, dann würde der Vortrag übermorgen stattfinden.

Danach könnte er dann ja in die Hölle gehen.

Er goß sich einen zweiten Kaffee nach.

Diese friedliche Zeit hier auf der Veranda liebte er ganz besonders. Manchmal kam ein Wanderer vorbei, aber eigentlich war er hier ganz für sich. Er betrachtete die Rosen und seinen Essigbaum. Er sah dem Baum der Erkenntnis sehr ähnlich, darum hatte er ihn angepflanzt. Den eigentlichen Baum hatte er weggeschlossen. Er stand in einem beleuchteten großen Tresor und er wurde von einem Roboter versorgt. Niemand sollte an ihn heran, ihm war es lieb, wenn man ihn vergaß.

Christoph Hörstel DM ▶Ich habe mit der

Familie Rothschild Kontakt aufgenommen

Published on Nov 24, 2016

Wir finden Geldgeber durch unser Mitgliederwachstum! Darunter sind auch „kleine“ Oligarchen. WIR WACHSEN! Und wir haben die Aufgabe und die Pflicht, so stark zu werden, dass wir den großen Oligarchen sagen können: JETZT IST SCHLUSS mit einem menschenverachtenden, naturzerstörenden System, das alles kaputtschlägt.

WIR SIND NICHT AUFZUHALTEN.  Die Mitgliederzahl 2.000 wird soeben überschritten.

Damals, als er Adam und Eva verbannt hatte,

war dies aus Verärgerung geschehen.

Die Beiden hatten sich nicht an die einzige Regel gehalten, die er aufgestellt hatte. Damals gab es den Spiegel noch nicht und er wollte nun mal keine Kinder. Nicht, dass er etwas gegen Kinder hatte, ganz im Gegenteil, aber Kinder unter Geschwistern, das war einfach nicht richtig. Es ließ die Gene verkümmern und Krankheiten konnten die Folge sein. Es war einfach notwendig, dass man sich an diese Regel hielt. Kein Sex unter Geschwistern. Aber die Beiden hatten vom Baum der Erkenntnis genascht und waren dann wie die Tiere übereinander hergefallen. Er hatte sie dabei beobachtet und er war sauer geworden. Diese Beiden pervertierten gerade das wunderbare, die DNA weiterentwickelnde Prinzip der sexuellen Vermehrung. Ihre Kinder würden krank und missgestaltet werden. Nicht in der ersten, aber vielleicht schon in der zweiten Generation. Das war wirklich ein ernstzunehmendes Problem. Es gab für die Beiden nur eine Lösung, sie mussten sich mit anderen Menschen vermischen. Nur dadurch war der Schaden wegzumachen.

Andere Menschen aber musste man

in diesem großen Universum erst mal finden.

Er machte sich daher umgehend auf die Suche und fand die Erde.

Dort lebten gar nicht so wenige, zum Glück.

Damit war weiterer Inzucht vorgebeugt.

Er begleitete Adam und Eva bis zum großen Tor, eine Maschine, die jetzt noch bei ihm im Keller stand. Damit konnte man Dimensionen durchdringen und wenn man durch dieses Tor ging, dann landete man an jedem gewünschten Ort. Er schickte sie in das heutige Palästina, eine fruchtbare Gegend mit einer freundlichen Urbevölkerung. Adam und Eva waren zutiefst entsetzt. Jetzt war es plötzlich vorbei mit ihrem paradiesischem Leben. Adam musste auf das Feld hinaus und sie wurde Schwanger. Es war eine wirklich harte Zeit für sie Beide. Um alles mussten sie sich ab jetzt selbst kümmern, sie mussten Obstbäume pflanzen, Beerensträucher und essbares Gemüse. Sie brauchten Fleisch und hielten sich darum ein paar Schafe. Die gaben auch noch Milch für Käse. Den musste Eva jetzt selbst machen, und die hatte davon keine Ahnung. Aber zum Glück gab es nette Nachbarn und die brachten den Beiden das Wichtigste bei. Mit der Zeit gewöhnten sie sich an ihr neues Dasein und sie hatten auch viel Freude mit ihren Kindern. Kinder gab es im Paradies nämlich nicht mehr.

Leider machten Kain und Abel irgendwann Schwierigkeiten.

Sie stritten sich um den rechten Weg. Abel wollte Vegetarier sein und Kain wollte Fleisch essen. Abel jedoch wollte das Fleisch lieber opfern. Kain verstand das als Verschwendung und weigerte sich das gute Fleisch auf den Altar zu legen.

Joseph hatte ja geahnt, dass Kinder aus einer Inzenst-Verbindung

einen Schaden haben würden und so kam es zu einem Mord.

Kain erschlug Abel. Das war einfach ungeheuerlich. Damit war Kain der erste Kandidat für Satans Hölle. Die war nämlich bisher noch völlig leer. Kain wurde nicht sofort dort hineingesteckt, nein, Satan wollte noch mehr Insassen und so ließ er Kain auf der Erde andere Menschen mit seiner Unbeherrschtheit anstecken, je mehr Kain auf andere traf, desto mehr Seelen kamen in seiner Hölle an. Kain vermehrte sich auch gut und so war für Seelennachschub gesorgt, das Geschäft in der Hölle konnte beginnen.

Aber die große Fruchtbarkeit der Menschen wurde jetzt

langsam zu einem großen Problem, denn das

Paradies-Bombini reichte nicht mehr aus.

Überall standen die Seelen Schlange und wurden oft ohne Aufenthalt in der Hölle oder im Paradies wiedergeboren. Das war natürlich nicht gerade die beste Lösung, denn so fehlte die Läuterung der Seele. Ein Sünder kam ohne Bestrafung davon und erhielt die nächste Chance für seine Missetaten. Das Paradies wurde zu einem Ort, in dem nur noch die Besten untergebracht werden konnten. Das entzog der Menschheit aber eigentlich nur ihr bestes Potential. Die Wiedergeburt wurde so auch für das Paradies nötig, ewiges Leben auf dem Bombini wurde zu einem seltenen Fall. Irgendwann musste einfach Platz geschaffen werden.

Dies waren die Gründe warum Joseph

mit einem Umzug auf die Erde liebäugelte.

Er würde die Erde zu einem Paradies machen. Natürlich würde es dort auch eine Hölle geben müssen, aber die musste ja nicht unbedingt an ein mittelalterliches Verließ erinnern. Er hatte auf der Erde auch den geschlossenen und offenen Vollzug kennen gelernt. Man gab die Menschen nicht auf, sondern versuchte sie zu therapieren. Danach bekamen sie eine neue Chance für ein Leben in Freiheit. Ihn hatte dieses Konzept eigentlich sehr gut gefallen. Klar, es würde immer Dauerinsassen geben, in der Hölle, aber auch im Paradies. Doch nur die Fluktuation ermöglichte es, jedem eine Möglichkeit zu geben seine Seele weiterzuentwickeln. Sei es durch Buße in der Hölle oder durch einen Kuraufenthalt im Paradies.

Nur für diese Pläne musste er erst einmal

die richtigen Vorraussetzungen schaffen.

Er konnte einfach nicht plötzlich am Himmel erscheinen und um Asyl bitten. Die Menschen würden sich durch dieses große Ding am Himmel bedroht fühlen. Und wenn er landen würde, dann wäre es auch noch die Frage wo. Er hatte ja immer an die Wüste gedacht. Dort war viel Platz. Mit den paar Wüstenbewohnern und Touristen würde er sicherlich einig, doch was war mit den Herrschenden auf der Welt. Wie würden sie auf sein Bombini reagieren? Wie würden sie mit den Unsterblichen umgehen, die dann wahrscheinlich überall auftauchen würden.

Was, wenn ihnen klar wurde, dass es nur wenigen Politikern gelang

in das Paradies zu kommen, sondern dass viel mehr nicht

wenige von ihnen in der Hölle landeten?

Einige auf ewig weggesperrt. Auch die Banker kamen selten ins Paradies. Das hieß also, die Mächtigsten würden mit der Hölle konfrontiert. Das könnte zu einem größeren Widerstand von ihrer Seite führen. Was, wenn man eine Atombombe auf sein Bombini warf? Aber auch eine konventionelle Armee konnte einem das Leben schwer machen. Wahrscheinlich würden sie sowieso das Bombini mit ihren Panzern umstellen und verlangen, dass er sich damit wieder vom Acker macht. Nein, ihm war schon klar, wenn er wirklich irgendwann mit seinem Bombini landen wollte, dann müsste sich die Welt noch entscheidend verändern.

Monalisa hatte dazu ja eine Idee gehabt und den Versuch gewagt,

das Bombini-Prinzip unter das Volk zu bringen.

Ihr Gedanke war, wenn die Menschen selbst das Prinzip entdeckten, dann würden sie Joseph und sein Bombini ehr mit offenen Armen empfangen. Außerdem würde das Bombini die Welt entscheidend verändern. Die mächtige Ölindustrie würde zusammen schrumpfen und an Einfluss verlieren, die neu entstehende Bombini-Industrie würde überall die Wirtschaft ankurbeln. Die plötzlich frei zugängliche Energie zum Nulltarif würde vielen Ländern neue Kraft geben. Sie würden sich endlich richtig entwickeln können. Natürlich, die alteingesessenen Mächte würden zum Teil bedeutungslos, aber das war schließlich gewollt. Sie missbrauchten einfach ihre Macht und diesem Missbrauch musste unbedingt entgegengewirkt werden.

Joseph ging in seine kleine Küche und holte ein Stück Kuchen hervor.

Das hatte ihm wie immer eine gute Seele mitgegeben, doch in diesem Moment kam ein Wanderer mit einem großen Hund am Haus vorbei. Es war Jesus. Joseph grüßte ihn und lud ihn mit seinem Begleiter ein bei ihm zu rasten und auch ein Stück Kuchen zu essen. Jesus nahm dankbar an, denn er war schon einen langen Weg gewandert. Er kam gerade vom Berg. Auf dem hatte er die letzte Nacht verbracht. Maria Magdalena hatte er zu Hause gelassen, sie wollte gerne auf Josephs Party gehen, aber er hatte dazu keine Lust gehabt. Er wollte einfach mal ein paar Tage für sich sein und war darum mit Petrus losgezogen und durch die Landschaft gewandert. Jetzt war er auf dem Heimweg und es war sehr erholsam, nun mit Joseph in der Sonne zu sitzen und einen Kaffee zu trinken.

Beide verstanden sich immer schon sehr gut.

Damals, als Joseph ihn zu sich ins Paradies geholt hatte, da war Jesus in einem denkbar schlechten Zustand gewesen, auch nach dem Durchgang durch den Spiegel. Seine Wunden waren damit zwar geheilt, doch in seiner Seele saß ein tiefer Schmerz. Er war einfach total enttäuscht von der Menschheit. Er hatte es sich so einfach vorgestellt und dann war es am Ende eine Katastrophe geworden. Joseph hatte ihm in vielen Gesprächen gut zureden und wieder aufbauen müssen. Jesus war ein gescheiter Mensch, aber er hatte leider eben auch ein paar Fehler gemacht. Man konnte die Welt nicht durch einen revolutionären Auftritt verändern. Er hatte die Macht Roms völlig unterschätzt.

Es hatte lange gedauert, bis Jesus seine Niederlage verkraftet

hatte, doch irgendwann sah er, dass sein Wirken

nicht ohne Früchte geblieben war.

Es entstand auf der Erde um seine Person herum eine ganz neue Religion, die viele sympathische Züge hatte. Und so hatte er sich ein Lagezentrum gebaut und die vielen Anfragen begonnen zu bearbeiten. Zum Glück kamen mit der Zeit immer mehr aufrechte Christen in das Paradies und er gründete eine eigene Gemeinde. Ähnlich wie Isis, hatte er ein Gotteshaus und eine Verwaltungszentrale mit guten Mitarbeitern. Bald war seine Anhängerschaft wirklich riesig. Und auch noch heute gab es viele, die an ihn und seine Ideen glaubten.

Nun aber aß er erst einmal ein Stück Kuchen und unterhielt sich mit dem Kommandanten. Er hatte diesem Mann wirklich viel zu Verdanken und er schätzte ihn sehr. Joseph war fast wie ein Vater für ihn, auch wenn dieser jetzt so jung vor ihm saß. Joseph erzählte von seiner Zeit auf der Erde, von seinen Erfahrungen und neuen Überlegungen. Er wollte nicht nur die Hölle renovieren, auch im Paradies würde sich etwas ändern. Die Menschen, die jetzt bald zu ihnen kamen, die waren Kinder der Moderne. Sie hatten Handys, Computer und lebten oft in Petschworkfamilien. Die alten Ordnungen lösten sich auf und dies würde sich dann auch auf die Verhältnisse im Paradies auswirken. Es gab auch immer mehr die homosexuell lebten und natürlich auch im Paradies so weiter machen wollten. Es würden sich Subkulturen bilden und auch die Musik würde sich verändern. Joseph kam ja mittlerweile mit der Jazzmusik klar, doch es gab heutzutage auch Rockmusik und Punk. Außerdem glaubten viele dieser Menschen nicht mehr an einen allmächtigen Gott. Jesus und Joseph besprachen noch eine Weile diese Dinge, doch dann verabschiedete sich Jesus, er wollte pünktlich zum Abendessen zu Hause sein, seine Maria würde bestimmt schon in der Küche stehen und das Essen vorbereiten.

Und so machte sich Jesus mit seinem großen Hund auf den Heimweg

und Joseph schaute ihnen noch eine ganze Weile hinterher.

Dieser Mann ist wirklich eine Bereicherung für sein Paradies gewesen, dachte er. Er hatte die richtige Einstellung und mittlerweile auch die Souveränität. Er unterhielt sich immer sehr gerne mit ihm. Er hatte es etwas schade gefunden, dass er nicht auf das Fest gekommen war, er hätte ihn gerne einigen seiner neuen Gäste vorgestellt, aber letztendlich, es würde noch viele Gelegenheiten zum gegenseitigen kennen lernen geben. Das Maria Magdalena gekommen war, das hatte ihn sehr gefreut. Sie war wirklich eine sehr sympathische Person und sie arbeitete eng mit Jesus zusammen. Beide waren ein gutes Team und auch ihre Kinder waren wohlgeraten. Alle hatten sich auf der Erde das Paradies verdient und so saß die Familie oft zusammen und feierte, diskutierte und besprach die drängenden Probleme auf der Erde. Sie hatten sich um sehr viele Menschen zu kümmern.

Joseph überlegte, ob er nicht auch noch einen kleinen Spaziergang machen sollte, die Sonne verbreitete gerade jetzt ihr schönstes Licht. Er schloss das Haus und machte sich auf den Weg in Richtung Stadt, irgendwann würde er sicherlich ein Taxi oder eine Kutsche antreffen, damit konnte er dann schnell auch wieder bei sich im großen Haus sein. Arbeitsreiche Tage warteten dort auf ihn, aber er freute sich auch darauf. Er hatte schließlich den schönsten Job der Welt.

Zu Hause angekommen legte er sich für ein paar Minuten auf sein Sofa. Er hatte doch ganz schön laufen müssen, bis er einen Kutscher fand, der ihn mitnahm. Aber auf dem Weg hatte er Gelegenheit gehabt sein Reich zu begutachten. Auf den Feldern wuchs das Getreide und die Feldfrüchte waren auch schon fast Reif für die Ernte. Da sie immer Sommer hatten, waren mehrere Ernten pro Jahr möglich, und das war auch notwendig, denn es mussten immer mehr Menschen damit versorgt werden. Die Überbevölkerung auf der Erde wirkte sich auch bei ihm aus. Langsam war er wirklich an der Kapazitätsgrenze angekommen. Damals, als er nur mit seiner Familie und einigen Freunden unterwegs gewesen war, da reichte noch ein großer Garten. Den Rest hatte er mit Tieren aller Art gefüllt. Diese lebten friedlich miteinander, denn sie fraßen nur das Gras. Fleischfressende Jäger hatte er auf ihren Planeten gelassen, sie eigneten sich nicht für ein Leben auf einem Bombini. Es gab zum Beispiel viele Vögel, sie ernährten sich von den Früchten der Bäume und Würmern. Schafe und Rinder hielten das Gras kurz und trugen zur Ernährung bei. Er hatte auch viel Schmetterlinge gesammelt, deren Raupen wiederum Nahrung für die Vögel waren. Er hatte sich sehr bemüht ein sinnvolles ökologisches Gleichgewicht zu gewährleisten, was gar keine leichte Aufgabe gewesen war.

Mittlerweile aber konnten sie auch Hunde halten,

denn es gab genug Fleischabfälle

für sie. Er selbst hatte auch lange einen Hund gehabt, doch irgendwann wollte dieser wiedergeboren werden. Der Abschied war ihm schwer gefallen, doch konnte er seinen Hund auch verstehen. Für ihn stand nämlich die Wiedergeburt als Mensch an. Das hatte für einen Hund durchaus einen gewissen Reiz. Er wollte eine Familie gründen und Kinder haben, er wollte selbstbestimmt durch die Welt wandern und nicht immer auf ein Herrchen hören. Das mit der Menschwerdung natürlich auch noch viele andere Dinge auf ihn warteten, nun, Joseph hatte es ihm erzählt, aber sein Steff war ein mutiger Kerl und traute sich das Ganze durchaus zu. Und so war er zu Satan gegangen und hatte ihn darum gebeten ein passendes leben für ihn zu finden. Diese Dinge überließ er meistens seinem Bruder, so war es schließlich abgemacht. Jeder hatte seinen Aufgabenbereich und Satan war nun mal für das Schicksal zuständig. Er stellte die Aufgabe und er entschied nach her auch, ob derjenige die Herausforderung erfüllt hatte. Wenn nicht, nun, dann kam derjenige in die Hölle.

Joseph überlegte sich wieder einen Hund anzuschaffen.

Auf den Gedanken war er gekommen, als er Jesus mit seinem Petrus nachgeschaut hatte. So ein Spaziergang mit Hund war doch wirklich etwas ganz Wunderbares. Er entschied, sich bei Gelegenheit nach einem solchen Begleiter umzuschauen. Jetzt war es jedenfalls erst mal Zeit für das Abendessen. Er hatte vor hinüber ins Hotel zu gehen und sich zu seinen Gästen zu setzten und zu hören, wie sie den Tag verbracht hatten.

Als Erstes traf er Einstein und Marlene. Sie kamen von einem Picknick und für Beide war es wohl ein sehr entspannender Tag gewesen. Einstein bat ihn kurz mit ihm unter vier Augen sprechen zu können. Marlene schaute wissend und ging gerne schon mal vor ins Hotel. Dann rückte Einstein mit der Sprache heraus. Er wollte bleiben, er wollte durch den Spiegel gehen. Allerdings bat er um eine kleine Gunst, er wollte nicht unbedingt als kleiner, junger Einstein daraus hervorgehen. Ihm schwebte eine Figur vor, die mehr zur schönen Marlene passte. Joseph überlegte nur kurz, denn es war für ihn kein Problem Einstein etwas größer erscheinen zu lassen. Hatte Einstein sich dies verdient? Wenn man genau überlegte, dann hatte dieser Mann auch ein paar Sünden auf seinem Konto. Andererseits, so dachte er, wer nicht? Selbst er hatte schließlich auf der Erde nicht alles richtig gemacht. Eigentlich hätte Einstein den Weg über die Hölle nehmen müssen, wie alle Menschen. Dort wurde entschieden, was mit ihnen geschehen sollte. Doch war Einstein nun mal mit ihm zusammen durch den Hintereingang gekommen und das war nicht seine Schuld. Er hatte schließlich eigentlich gar nicht mit gewollt. Einstein war im Prinzip entführt worden. Einstein sah ihn flehentlich an und so konnte er gar nicht anders als Ja zu sagen. Einstein würde durch den Gang durch den Spiegel ein großer Mann werden.

Einstein schien sehr erleichtert und freute sich riesig. Er fragte wann er diesen Schritt gehen konnte und Joseph meinte, am Besten gleich. Noch war etwas Zeit bis zum Abendessen und dann konnte er schon heute seiner Marlene mit neuem Selbstbewusstsein entgegentreten. Die ganze Prozedur dauerte denn auch nicht lange und Joseph betrat mit einem großen, jungen Einstein den Speisesaal. Marlene war nur wenig überrascht, aber sehr zufrieden mit dem Ergebnis. So passten sie wirklich sehr gut zueinander. Joseph suchte sich einen Platz an einem freien Tisch. Dabei kam er an einigen Gästen vorbei, die ihn alle sehr freundlich begrüßten und ihm Komplimente zu seinem wirklich wunderbaren Paradies machten.

Der Tisch, den er sich ausgesucht hatte blieb nicht lange leer. Europa und Reinhard setzten sich dazu. Sie berichteten von ihrem schönen Tag am Badesee und nun erfuhr Joseph auch offiziell, dass Europa Reinhard zu ihrem ersten Offizier machen wollte. Er hatte es eigentlich schon geahnt. Dieser Reinhard war für eine solche Exkursion wie geschaffen. Er hatte Mut, war ein guter Kapitän und er schien Europa wirklich sehr zu schätzen. Daraus konnte wahre Liebe werden. Er war jetzt auch ehrlich froh, dass Europa einen passenden Partner an ihrer Seite hatte. Er fragte, wann sie denn losfliegen wollten und Europa meinte, sobald Reinhard die Ägypter zurückgebracht habe und Monalisa ihre Aufgabe gemeistert hätte. Da meinte Joseph, nun, das könne durchaus noch eine Weile dauern, doch Europa machte sich darum nur wenig Sorgen. Ihre Schwester war sehr gescheit und würde sicherlich bald schon einen Weg finden, die Bombini-Idee unter das Volk zu bringen. Sie sei schon sehr gespannt auf den Vortrag, danach könne es bestimmt nicht mehr lange dauern. Joseph versuchte sie vorzuwarnen, der Weg sei für Monalisa noch lange nicht gelaufen. Sie habe wirklich mächtige Gegner zu fürchten und außerdem müsse sie erst mal noch die richtige Form finden. Europa blieb jedoch optimistisch. Sie hatte vollstes Vertrauen in ihre Schwester und in die kluge Monica.

Zum Abendessen wurde alla Carte gegessen. Die Speisekarte war groß und es war für jeden etwas dabei. An allen Tischen wurde über den schönen Tag erzählt, den man in ganz unterschiedlicher Weise verlebt hatte. Was allerdings auffiel, Leonardo und Marylin waren nicht gekommen. Joseph konnte sich schon denken, wohin die Beiden sich verzogen hatten. Er fragte Europa nach einem schönen Loft mit Atelier-Werkstatt für Leonardo und Europa machte auch gleich einen Vorschlag, eine alte Fabriketage. Im Innenhof gab es eine alte Werkstatt und es war auch nicht weit zum Institut für Computertechnik. Dort wurden unter anderem seit einiger Zeit schon Kurse in den unterschiedlichsten Programmen angeboten. Dort sollte Leonardo sich schnell auf den Stand der Technik bringen lassen können.

Joseph war sehr gespannt, was ein so kreativer Geist wie

Leonardo mit einem Computer machen konnte.

Doch erst mal schien die Sache nicht zu drängen, bei Marylin ließ es sich auch ganz schön leben. Aber irgendwann würde es Leonardo nicht mehr reichen die Tage im Bett zu verbringen, dann würde er sicherlich wieder arbeiten wollen. Joseph hörte am Nachbartisch Johannes und Josefine von ihrem Stadtbummel erzählen, sie hatten wunderbare Ausstellungen besucht, sie hatten den Dom besichtigt und sie waren auch irgendwo eingekehrt.

Und so hatte Joseph ganz den Eindruck, dass dieser Feiertag für

so gut wie alle ein echter Freudentag gewesen war.

Allerdings fiel ihm das Fehlen von Andreas und Anton auf. Sollten die Beiden etwa immer noch im Forschungsbombini abhängen? Er nahm sich vor nach dem Essen dort einmal vorbei zu gehen und nach dem Rechten zu schauen.

Und so verabschiedete sich Joseph nach

seinem abschließenden Cognac

und ging in seinen Garten.

Auf der Wiese stand das Bombini im Abendlicht. Die Sonne ging gerade unter, bald würde das Sternenlicht sichtbar werden. Es gab auch einen Mond, um nicht zu sagen mehrere. Er hatte versucht die jeweils schönsten Ausblicke des von ihm erkundeten Universums an seinen Himmel zu bringen. Er war schon auch sehr stolz auf sein Werk, denn es sah wirklich einmalig aus. Er warf noch mal einen Blick auf die ersten Sterne, die gerade sichtbar wurden, aber dann betrat er das Bombini. Dieses Bombini unterschied sich kaum von seinen Bombinis, die alle in der großen Halle standen. Bombinis sahen einfach auf Grund der verwendeten Technik schnell gleich aus. Sie hatten alle die Form eines etwas platt gedrückten Berliners, ein Gebäck, das ihm auf der Erde sehr geschmeckt hatte. Er hatte deshalb das Rezept mitgebracht und in der Küche abgegeben. Er überlegte gerade, ob er nicht zum Vortrag Berliner anbieten sollte, da kam ihm Andreas entgegen. Er hatte einige Kabel in der Hand. Sie begrüßten sich höflich und Andreas erklärte, das dies wahrscheinlich die richtigen Kabel für die Übertragung auf die Großleinwand wären, er und Anton hätten schon mal erste Vorbereitungen getroffen. Er meinte, sie warten jetzt noch auf Klaus, denn der wäre der eigentliche Experte für so etwas.

Joseph fragte, ob sie denn keinen Hunger hätten, die Küche hätte bestimmt noch auf und würde ihnen noch etwas zu Essen machen, doch Andreas winkte ab und meinte sie seien in diesem Bombinin noch bestens versorgt, der Kühlschrank sei voll und sie hätten sich gerade erst eine Pizza geteilt. Zu trinken hatten sie auch genug, und außerdem würden sie lieber etwas arbeiten, als sich zu vergnügen.

Joseph roch den Duft von Cannabis und dachte sich:

„Na, ihr habt offensichtlich auch so Euren Spaß,“

und ließ es dabei bewenden.

Er ging mit Andreas zu Anton, der sich vor seinen Bildschirm gesetzt hatte um dafür zu sorgen, das nur die Küche auf der Großleinwand zu sehen war. Dazu verwendete er eine Kamera, die Zentral von der Decke hing und das Bild der Standkamera. Die Bildqualität war zwar nicht so berauschend, aber es sollte ja letztendlich auch um den Inhalt gehen. Nur auf einer großen Leinwand würde das Bild wahrscheinlich etwas dünn wirken. Er zeigte Joseph die Anordnung und der meinte, die Kamera von der Decke sei vielleicht nur ab und zu einzublenden, die Standkamera würde sicherlich größtenteils ausreichen.

Dann gingen sie den morgigen Tag durch, so eine Leinwand aufzubauen und richtig zu verkabeln, für guten Ton zu sorgen und so, dass alles würde nicht einfach werden. Sie seien nur so wenige Leute, denn fast alle würden sich lieber im Paradies vergnügen als auf ihrem Posten zu sein. Joseph meinte, heute sei doch für alle ein arbeitsfreier Tag gewesen, morgen würden sicherlich auch noch einige andere sich wieder einfinden.

In diesem Moment kam Klaus und der legte auch gleich los. Er hatte auch das Cannabis gerochen und er meinte mit bekifften Leuten könne er wirklich nichts anfangen, die nähmen die Aufgabe nicht ernst genug. Da verteidigten sich die Beiden, sie seien doch die Einzigen, die etwas tun würden, alle anderen seien doch auf Vergnügungstour. Sie wären sehr wohl in der Lage ihren Job zu machen und überhaupt, sie rochen Alkohol. Da schauten sich Joseph und Klaus an und mussten gestehen, sie hatten sich beide zum Abschluss des Essen eine Verdauungshilfe gegönnt. Andreas und Anton zeigten auf ihr alkoholfreies Bier und meinten, sie würden sich den Kopf nicht mit Alkohol vernebeln, sie rauchten lieber dieses gute paradiesische Gras. Es sei wirklich sehr gut, denn es würde einen nicht platt machen sondern erst so richtig kreativ. Sie wären jedenfalls durchaus motiviert, denn sie wollten, dass Monica einen guten Auftritt haben würde. Ihnen läge etwas an der Sache.

Damit gab sich Klaus dann letztendlich geschlagen und sie konnten wieder an die Arbeit gehen. Joseph sah, dass alles gut war und verließ die Drei mit den Worten: „Ihr macht das schon.“ Allerdings nicht ohne noch mal einen kurzen Blick in die Küche zu werfen. Da war ja auch noch ziemlich viel zu tun.

Während die drei Zurückgebliebenen sich um die richtigen

Anschlüsse kümmerten, konnte man Monica

in der Küche aufräumen sehen. 

Edward Snowden NSA Documentary on Global Surveillance

Published on Nov 24, 2016 – Edward Snowden NSA Documentary on Global Surveillance

Der ganze Verputzkram musste beseitigt und das Werkzeug zusammengepackt werden. Der Boden musste geputzt werden und auch im Esszimmer sah es ziemlich wüst aus. Sie hatte keine Spüle und langsam auch keine sauberen Becher mehr. Sie packte alles Schmutzige zusammen und ging ins Bad spülen. Sie hatte zwar noch viel Zeit, bis Wolfgang kommen würde um dem Vortrag beizuwohnen, doch sie wollte auch noch etwas Zeit haben um sich auf den Vortrag vorzubereiten. Schließlich ging es um ein wichtiges Thema. Ja, es ging um das Thema ihres Lebens. Sie hoffte sehr, dass sie Wolfgang endlich überzeugte und für ihr Bombini gewann. Das würde sicherlich nicht so einfach werden, denn Wolfgang gehörte zur Fraktion: „Was nicht sein darf, das nicht sein kann.“ Irgendein Nobelpreisträger hatte dies auch schon vor Zig-Jahren zu Thomas Thaunsend Brauns fliegenden Zweiplattenkondensator gesagt. Seit dem hatte sich die offizielle Meinung dazu nicht geändert. Es gab einfach sehr viele, die keine Bombinis wollten. Die Welt, so wie sie war, würde dadurch ins Wanken geraten. Monica wusste dies und rechnete von da her mit großer Abwehr ihrem Projekt gegenüber. Aber sie war von der Richtigkeit ihrer Kernaussage überzeugt. Das würde sie vermitteln müssen, doch leider hatte Wolfgang fast keine Ahnung von der Stringtheorie. Zu seiner Zeit wurde diese Theorie nicht an den Schulen gelehrt, da konnte man schon froh sein, wenn das Thema mal auf die Quantenphysik zu sprechen kam. Sie selbst hatte davon eigentlich auch nicht viel Ahnung, doch waren ihr die Grundzüge in ihrem Biologiestudium vermittelt worden. Bei Heisenberg ging es um Wahrscheinlichkeitsräume. Alles war verschwommen und nicht unbeeinflusst beobachtbar. Jeder Betrachter ging mit in die jeweilige Beobachtung ein. Man konnte zum Beispiel einfach nicht sagen wo und wie schnell ein Elektron war. Hatte man den einen Messwert, dann erfuhr man nichts mehr über den Zweiten. Eine Aussage, wie ein Elektron also letztendlich aussah konnte man demnach nicht machen.

Sie jedoch machte eine Aussage darüber, denn sie hatte nicht

mit einem Mikroskop nachgeschaut sondern mit ihrer Fantasie.

Diese war durch die Lektüre des Buches: „Das elegante Universum“ von Brian Green belebt worden. Denn die Stringtheoretiker gingen davon aus, dass sich alle Energie als Strings, also kleine Ringe, manifestiert. Für Monica war dies eine Sache, die sie sich vorstellen konnte. Das war nämlich erheblich einleuchtender als sich einen unendlich kleinen Punkt vorzustellen. Doch nachdem sie sich diesen String genauer angeschaut hatte, da kam ihr der Gedanke, dass dieser String ein Magnetfeld haben musste, denn Elektronen waren nun mal magnetisch, zumindest verhielten sie sich in einem magnetischen Feld entsprechend. Sie setzte sich also hin und zeichnete einen Ring, der sollte den String darstellen. Dieser String erinnerte sie an einen Kreisstrom und so ein Kreisstrom hatte ein ihn umgebendes Magnetfeld. Sie zeichnete es ein und damit sah ihr Ring jetzt wie ein Rettungsring aus.

Dieser Rettungsring hatte nun oben und unten einen Pol.

Nord und Süd. Doch wie und wodurch kam dieser Pol zu Stande?

Waren es wirklich nur die einmal in das Loch hinein verlaufenden

Magnetfeldlinien, und auf der anderen Seite

die herauskommenden Linien?

Sie wusste leider nicht mehr wie die Wissenschaftler hießen, die bei einem magnetischen Körper auch noch ein Torsionsfeld vermuteten. Die Wissenschaftler waren Russen gewesen, das hatte sie noch im Kopf, doch ansonsten konnte sie sich nur noch an eine Zeichnung erinnern. Auf dieser Zeichnung hatten die Beiden dem Torsionsfeld die Form einer Sanduhr gegeben. Diese Sanduhr zeichnete sie jetzt in ihren Rettungsring. Torsionsfelder waren Wirbelfelder im Vakuum, also eigentlich nicht ganz von dieser Welt. Über das Vakuum wusste man schließlich fast gar nichts. Lange war die Wissenschaft davon ausgegangen, das Vakuum einfach nur materiefreier Raum und damit Nichts war. Doch seit einigen Jahren schon wurde immer klarer, dass das nicht sein konnte. Vakuum enthielt sogar sehr viel unsichtbare Energie. Diese Energie wurde nun durch diese beiden, gegenläufigen Kegel aus ihrer Struktur herausgelöst. Diese Struktur stellten sich die beiden Russen als fraktal strukturiert vor. Davon hatte Monica auch eine gewisse Vorstellung und so zeichnete sie einen Energiefaden, der mit der Drehung durch die Kegel verlief. Das hieß, Oben wurde aus dem Vakuum etwas weggenommen und auf der unteren Seite wieder dem Vakuum zugeführt. Das hatte zur Folge, oben entstand ein kleiner Unterdruck und unten ein Überdruck. Das war aber genau das Prinzip des Auftriebes und damit war auch klar, warum sich alle Elektronen immer von Süd nach Nord bewegten. Nachdem sie dieses Prinzip einmal begriffen hatte, war sie schnell überzeugt. So musste es einfach sein. Es war total logisch.

Sie hatte vor in ihrem Vortrag auf diesen Punkt ganz besonders intensiv einzugehen. Denn es war wichtig, dass diese Sache verstanden wurde. Und jetzt war der nächste Gedanke einfach nur noch folgerichtig. Sie ging davon aus, dass es möglich war so ein natürliches Elektron nachzubauen. Und wenn es sich so verhielt wie sie glaubte, dann müsste sich dieses künstliche Elektron auch genauso schnell bewegen können, wie ein natürliches Elektron, nämlich in Lichtgeschwindigkeit und möglicherweise auch darüber hinaus. Dieses künstliche Elektron konnte nun ausgebaut werden und schon hatte man ein Bombini, dass hieß ein Raumschiff, dass in Lichtgeschwindigkeit fliegen konnte. Was man dazu brauchte war nur etwas Hochspannung für den Kondensator. Einmal aufgeladen würde so ein Zweiplattenkondensator praktisch ewig fliegen können, zumindest wenn er gut isoliert war.

Sicherlich, ihr war zu diesem Zeitpunkt auch klar, eine Realisierung

würde noch viele größere Probleme mit sich bringen, aber

prinzipiell hielt sie einen Bau für möglich.

Im Paradies ging der Tag langsam zur Neige und die Bewohner gingen in ihre Häuser, Wohnungen oder ins Hotelzimmer. Alle hatten einen schönen Tag gehabt, doch morgen begann wieder der Alltag im Paradies. Und das hieß viel Arbeit. Jeder hatte irgendeine Aufgabe, der eine mehr, der andere weniger. Doch faulenzen tat kaum einer. Höchstens die Neuankömmlinge, viele ruhten sich meistens einfach erst mal aus. Sie mussten sich erst zurecht finden, die Stadt kennen lernen und eine sinnvolle Beschäftigung finden. Doch mit der Zeit fand jeder etwas, dass er tun wollte und so funktionierte das Leben im Paradies eigentlich sehr gut.

Einige mussten sich allerdings erst mal

daran gewöhnen, dass es kein Geld gab.

Wenn sie auf den Markt gingen, dann konnten sie sich einfach etwas aussuchen und mitnehmen. Wenn sie etwas zum Anziehen brauchten, gingen sie in einen Laden und trugen ihre Tasche mit den neuen Sachen einfach nach Hause. Für die Wohnung oder das Haus musste auch nichts bezahlt werden. Es war einfach alles umsonst. Trotzdem funktionierte das Zusammenleben sehr gut. Die Bewohner waren einfach sehr gut ausgewählt. Jeder brachte nützliche Eigenschaften und Kenntnisse mit, die er in die Gemeinschaft einbringen konnte. Geld zur Motivation war nicht nötig, denn die Bewohner wollten etwas tun. Ein Bauer wollte einen Hof bewirtschaften und da er keine Pacht zu zahlen hatte und die Energie für seine Maschinen kostenlos war, hatte er auch keine Ausgaben. Er lebte von seinem Garten, was er sonst brauchte, besorgte er sich in der Stadt und seine Überschüsse, die bot er auf dem Markt an.

Ein Künstler bekam seine Farben und Leinwände ebenfalls ohne dafür bezahlen zu müssen, er brauchte auch nicht für seinen Lebensunterhalt zu bezahlen und so konnte er auch seine Bilder einfach weggeben. Geld war schlicht unnötig.

Joseph stand auf seinem Balkon

und schaute auf die aufgehende Sonne.

Dies würde ebenfalls ein guter Tag werden. Unten auf der Wiese war Klaus und Andreas zu sehen, sie hatten mit ihrem Tagewerk also auch schon begonnen. Joseph ging ins Haus und zog sich einen Anzug an, er wollte ins Büro. Dort erwartete er einen Politiker. Es gab tatsächlich nicht viele von ihnen im Paradies, aber so ein Mann wie Willi Brandt durfte natürlich nicht fehlen. Und der hatte sich für heute angemeldet.

Joseph schloss die Tür hinter sich und ging durch

den Park in sein großes Verwaltungsgebäude.

Dort saßen schon die meisten seiner Mitarbeiter an ihren Schreibtischen und bearbeiteten die Akten. Alle begrüßten ihren Chef freundlich, einige hatten auch gleich eine Frage oder es entspannte sich eine kleinere Diskussion über irgendeinen Sachverhalt. Aber irgendwann kam er in seinem Büro an und begrüßte erst mal seine Sekretärin. Sie hieß Engel und war eine Seele von einem Mensch. Sie behielt über alles den Überblick und war ihm in vielerlei Hinsicht wirklich eine große Hilfe. Sie wusste wo jede Akte zu finden war, sie sortierte die Briefe und Anfragen, die von den Mitarbeitern bearbeitet worden waren, und die nun Joseph zur Entscheidung vorgelegt wurden. Natürlich konnte er sich nicht um jede Anfrage kümmern, doch die schwierigen Fälle, die landeten bei ihm. Der Rest wurde von Josephs Stellvertretern erledigt. Davon hatte er eine ganze Menge und alle paar Tage trafen sie sich um sich über ihre Arbeit auszutauschen. Die einzelnen Entscheidungen mussten schließlich zueinander passen und mehr sein als die Summe ihrer Teile. Das war natürlich gar nicht so einfach, aber sie schafften es meistens, die Dinge gut ineinander spielen zu lassen. Natürlich ging auch schon mal etwas schief, zumindest zunächst, doch am Ende gab es meistens eine glückliche Lösung.

Jetzt ging es natürlich auch um die Dinge, die Joseph wegen

seiner Abwesenheit nicht mitbekommen hatte.

Allgemein war man sehr froh, dass er wieder da war, denn die Zeit unter Satan Seniors Führung war nicht immer leicht gewesen. Und das hatte man auf der Erde dann auch zu spüren bekommen. Zwei Weltkriege waren ausgebrochen, ein langer kalter Krieg kam noch hinterher, die ganze Atomtechnik wurde entwickelt, samt Abwurf zweier Atombomben, eine die Welt verpestende Ölindustrie entstand und machte die Menschen abhängig von einigen wenigen Superreichen. Die Welt veränderte sich ziemlich schnell zu ihren Ungunsten, auch wenn in den Industrienationen auch Fortschritte gemacht wurden. Aber die Ausbeutung der zweiten und dritten Welt wurde immer dreister. Der Hunger in der Welt war erschütternd, die Kindersterblichkeit war hoch und dennoch wuchs die Bevölkerung rasant. Die Probleme waren auf der Erde also nicht kleiner sondern leider erheblich größer geworden unter der Regie von Satan Senior.

Willi Brand saß schon in der Longe.

Joseph ging zu ihm und begrüßte ihn freundlich.

Er hatte ihn auf der Erde als ehrlich bemühten Politiker kennen gelernt, auch wenn er mit seiner Partei nicht immer sympathisiert hatte. Doch Willi Brand war ein Ausnahmepolitiker gewesen, der sich sehr um Annäherung zwischen Ost und West gekümmert hatte. Sein Kniefall hatte Joseph sehr imponiert. Dieser war aber auch wirklich nötig gewesen, denn das Leid, welches Deutschland über seine Nachbarn gebracht hatte war wirklich unbeschreiblich grausam gewesen.

Willi Brand stand auch für die Idee mehr Demokratie wagen zu wollen, von Demokratie hielt Joseph in seinem Paradies zwar ziemlich wenig, aber für die Erde war es wohl die einzige Möglichkeit, Gerechtigkeit zu gewährleisten. In seinem Paradies gab es allerdings kein Parlament, denn hier regierte der gesunde Menschenverstand und er. Aber er brauchte eigentlich auch nur wenig zu regieren, denn die Dinge waren einfach von vorne herein so geordnet, dass es keine Ungerechtigkeit gab. Jeder konnte hier nach seinen Wünschen und Fähigkeiten glücklich werden. Doch, das hatte er ja nun selbst erlebt, auf der Erde funktionierte dies nicht so ohne Weiteres. Da gab es nun mal das Konzept, alles über das Geld zu regeln, trotz all der negativen Nebenwirkungen. Denn dabei wurden nur wenige superreich, doch der Rest der Welt musste sich entweder abstrampeln für das Nötigste oder er hatte sogar gar nichts. Die Demokratie versuchte das ein Bisschen abzufedern und Deutschland versuchte es mit dem Prinzip der sozialen Marktwirtschaft. Doch wurde die immer unsozialer und die Wirtschaft wurde immer stärker. Die Politiker machten sich gemein mit den Besitzenden und kümmerten sich nur wenig um die Armen im Land. Jetzt hatte dieser Schröder vor ein paar Jahren das Hartz-System eingeführt und dadurch wurde die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer.

Willi Brand sah auch diese Entwicklung

und war darüber sehr unglücklich.

Club der 1.000 Pferde: Diese Autos durchstoßen die vierstellige PS-Schallmauer

Gerhard Schröder war wahrlich kein Enkel von ihm.

Zunächst hatte er ja gedacht, dieser Mann würde vernünftige Reformen durchsetzen, aber jetzt zeigte sich, Schröder war ein Mann der Banken und der Autoindustrie. Wenn dieser Kanzler einst vor Satan Senior stehen würde, das würde ein hartes Urteil geben. Da waren einige Jahre Hölle drin und dann vielleicht die Wiedergeburt als HartzIV-Kind. Dann würde Schröder am eigenen Leibe erfahren, was es bedeutete von 3 Euro am Tag zu leben. Es gäbe kaum schönes Spielzeug für ihn, vielleicht eine Mutter und ein Vater, die frustriert vor einer Flasche Bier saßen und in die Glotze schauten, er würde in der Schule in der hintersten Bank sitzen und kein Geld für den Fußballverein haben. Seine Ausbildung wäre ziemlich schlecht, wenn er wieder Lehrer werden wollte, dann würde er große Hürden überspringen müssen. Sicherlich, er hatte es schon einmal geschafft sich aus kleinen Verhältnissen herauszuarbeiten, doch mit dem Stigma HartzIV war es noch einmal um einiges schwieriger. Da er dies wohl jedoch zu seinen Lebzeiten nicht erkennen würde, bliebe Satan gar nichts anderes übrig, als ihn irgendwann dieses traurige Schicksal zuzuweisen. Aber noch lebte Gerhard Schröder und plante es sich als Manager bei Gasprom gut gehen zu lassen. In seiner Funktion dort würde er allerdings den letzten Rest seiner ehemaligen Ideale verlieren. Umweltschutz war für ihn ein Fremdwort und Menschenrechte interessierten ihn nur noch am Rande. Er war ein Freund Putins geworden und wünschte sich immer häufiger auch so eine unbedingte Machtposition gehabt zu haben. Er hatte sich ja leider mit einem kritischen Parlament herum ärgern müssen. Dort gab es auch viel Kritik auch aus den eigenen Reihen. Aber er hatte sich über alles geschickt hinweggesetzt und gehofft, die Bevölkerung wäre so blöd und würde ihn wiederwählen. Doch da hatte er sich verrechnet und er musste seinen Regierungsstab nun an Angela Merkel weiterreichen. Das schmerzte ihn sehr, denn von der Frau hatte er einfach gar nichts gehalten. Er hielt sie für eine dumme Kuh. Nun, jetzt stand er ziemlich doof da.

Joseph und Willi setzten sich

an einen Tisch am Fenster mit Blick auf die Stadt.

Sie tranken einen Kaffee und Willi erzählte von dem Ältestenrat. Diesen gab es schon sehr lange im Paradies, dort wurden Vorschläge zur Verbesserung erarbeitet. Nicht um das Paradies zu verbessern, denn dieses entwickelte sich prächtig, nein, den Ältesten ging es um die Erde. Sie wollten auch gerne irgendwann dort landen und fragten sich, was geschehen müsse um diesen Traum wahr zu machen. Denn es war schon so, im Paradies war es herrlich, aber eben nicht vollkommen. Es fehlte das Meer, die hohen Berge, die vielen, wilden Tiere, die großen Metropolen und die Kinder. Die lebten nun mal nur auf der Erde, denn sie hatten ein Recht darauf sich zu entwickeln und erwachsen zu werden. Das ging im Paradies nicht, da hieß es einmal ein Kind, immer ein Kind. Aus diesem Grund hatte man beschlossen die Kinder möglichst gleich der Wiedergeburt zuzuführen. In die Hölle kamen sie natürlich auch nicht, denn ihre möglichen Sünden wurden ihnen großzügig vergeben. Es ging einfach darum, in ein gutes, neues Leben zu starten um erneut an seiner Seele zu wachsen. Hatte man es geschafft und war zu einem Erwachsenen geworden, dann wurde allerdings ziemlich genau hingeschaut und die Sünden kamen alle in Satan Seniors dickes Buch. Die darin gemachten Notizen waren die Grundlage für das zu treffende Urteil. Einige Jahre oder Jahrzehnte in der Hölle, die Chance auf eine Wiedergeburt oder ein Platz im Paradies.

Der Ältestenrat suchte jedenfalls

für das Paradies einen Platz auf der Erde.

Und natürlich machte man sich auch viele Gedanken um den rechten Zeitpunkt. Der Rat verstand sich als Ratgeber, denn hier waren die unterschiedlichsten Persönlichkeiten versammelt, die alle ihre besonderen Erfahrungen von der Erde mitgebracht hatten. Das war zum Beispiel Katharina die Große und einige Philosophen ihrer Zeit. Aber auch Leute wie Martin Luther King. Sie alle diskutierten die Probleme und Schwierigkeiten, die mit so einer Übersiedelung verbunden waren. Sie trafen sich im Haus der Politik, ein mehrstöckiges Gebäude mit einem großen Konferenzsaal. Auch Willi war dort mittlerweile ein gern gesehener Kollege. Zu Anfang hatte er es etwas schwer gehabt, denn von Demokratie waren nicht alle begeistert. Diese Regierungsform hatte einfach auch so ihre Tücken. Denn diese ständig wechselnden Politiker und Machthaber sahen oft nicht weiter als bis zur nächsten Wahl. Ihre Entscheidungen waren daher meist sehr kurzfristiger Natur. Die durch ein Gesetz verursachten langfristigen Folgen mussten sie oft nicht mehr verantworten. Da hatte die Monarchie einfach auch ihre Vorteile. Natürlich war die Machtfülle eines Monarchen auch ein Problem, doch konnte durch ein zusätzliches Parlament vieles abgefedert werden. Es gab gut funktionierende Beispiele von sogenannten konstitutionellen Monarchien überall auf der Welt.

Joseph selbst sah in der Demokratie durchaus auch eine

große Chance, damit war er sich mit Willi einig.

Doch das Geldsystem war seiner Meinung nach ein großer Hemmschuh für einen Erfolg dieser Regierungsform. Denn in Wahrheit hatte oft nicht das Parlament das Sagen, sondern die Geldgeber, also die Banken und Superreichen der Welt. Sie diktierten den Politikern geschickt die für sie interessanten Gesetze. Sie streuten über die Presse der Bevölkerung Sand in die Augen und bombardierten diese zusätzlich mit einem Haufen Werbung. Sie wollten den totalen Konsum, denn der füllte ihre Taschen. Das die Menschheit in der Gesamtheit dadurch immer nur ärmer wurde, das interessierte diese Leute herzlich wenig. Sie lebten in ihrer eigenen Welt, sie erschufen sich ein exklusives Paradies auf Erden, denn im Himmel war ein Platz alles andere als sicher. Viele der einst mächtigsten und reichsten Menschen hingen nun bei Satan ab. Sie erfuhren dort zumindest die elende Armut, die sie auf Erden geschaffen hatten. Einigen wurde jedoch noch Schlimmeres zu Teil.

Da hofften viele von ihnen auf eine Chance zur Widergeburt, denn

auf der Erde war ein Schicksal endlich, in der Hölle

konnte es jedoch ewig andauern.

Joseph erzählte Willi, dass er vorhabe drei Tage in die Hölle zu gehen um sich vor Ort ein eigenes Bild von den Zuständen zu machen. Er erzählte ihm auch, dass ihm vorschwebe, dort so etwas wir einen therapiebegleitenden Vollzug einzuführen. Er habe einfach den Eindruck, dass die Hölle mehr sein sollte als eine reine Verwahranstalt. Willi gab ihm Recht, auch seiner Meinung nach war ein moderner Strafvollzug mehr als nur Wasser und trockenes Brot.

Willi hatte in der Hölle ja auch ein paar Wochen verbracht,

bevor er ins Paradies aufgenommen wurde.

Er sollte für sein Verhalten seinen Kindern und seiner Frau gegenüber büßen. Und es stimmte, das konnte er jetzt durchaus sagen, er war kein guter Vater gewesen, für ihn war das Leben immer nur Politik gewesen, die Sorgen und Nöte seiner Familie waren an ihm vorbeigegangen. Hier im Paradies hatte er allerdings nun eine nette Partnerin gefunden, sie war selbst Politikerin gewesen und verstand es gut, dass man sich nicht auf alles gleichermaßen konzentrieren konnte. Natürlich hatten sie keine Kinder. Sie gingen zusammen zum Ältestenrat, sie hatten ein schönes Büro in der Stadt und ab und an kam auch eine Anfrage, mit der sie sich auseinander setzten konnten. Willi war zwar kein Heiliger, wie Isis und Jesus, aber er bekam dennoch Post, denn einige auf der Erde vermissten ihn und hofften er würde ein gutes Wort für ihre Sache beim lieben Gott einlegen können. Nun, einen lieben Gott hatte er nicht hier oben gefunden, aber einen Joseph. Das war kein Gott, wie er festgestellt hatte, sondern einfach nur ein sehr kluger Kopf. Ein Mann mit Charakter und einigen besonderen Fähigkeiten. Er schätzte Joseph und unterhielt sich gerne mit ihm. Jetzt wo dieser seine eigenen Erfahrungen auf der Erde gemacht hatte, da konnte man noch viel besser mit ihm reden. Das Verständnis für die alltäglichen Schwierigkeiten war bei ihn sehr viel größer geworden.

Nach dem Gespräch mit Willi wendete sich Joseph seinen Akten zu und er musste erkennen, Satan Senior hatte in den letzten Jahren vor allen Dingen seinen eigenen Interessen gedient. Er hatte seine Position ziemlich ausgenutzt und einen Haufen neuer Probleme geschaffen. Es war wohl doch ein Fehler gewesen, seinem Bruder die Stelle des obersten Stellvertreters gegeben zu haben. Joseph hatte nicht unbedingt damit gerechnet, dass dieser in so kurzer Zeit so viel Schaden anrichten konnte. Es würde nun eine ganze Menge Arbeit machen, die Folgen dieser Zeit auszubügeln. Bei Gelegenheit würde er ein erstes Wort mit ihm reden müssen, insbesondere der 2. Weltkrieg war doch nun wirklich unnötig gewesen. Und die Sache mit der Judenverfolgung sowieso. Seine Regentschaft hatte auf der Erde fast ausschließlich die negativen Kräfte unterstützt.

Gut war, dass Europa irgendwann wieder da gewesen war und ihren Onkel von seinen Aufgaben entbunden hatte. Sie übernahm den Posten und hatte nun auch schon einiges wieder in Ordnung gebracht. Aber es war noch längst nicht alles wieder im Lot.

Satan Senior hatte diese Absetzung sehr geärgert, er war darum auf Europa nicht gut zu sprechen. Aber sie hatte die gesamte Mannschaft hinter sich gehabt. Keiner wollte mehr unter Satan arbeiten. Sollte er in seiner Hölle machen was er wollte, aber im Paradies war er nun endgültig nicht mehr gern gesehen. Jeder hier oben fragte sich, wer diesen gemeinen Typen denn mal bestrafen würde. Und Joseph dachte auch schon darüber nach. Doch andererseits, Satan konnte nur so mächtig werden, weil die Menschen mitmachten. Sie ließen sich zu den größten Schandtaten verleiten.

Ganz besonders deutlich war dies

am 11. September 2001 geworden.

Da hatten völlig verblendete Gestalten ein riesiges Unheil angerichtet und mehreren Tausend Menschen das Leben genommen. Und diese Typen glaubten Satans Märchen von den 72 Jungfrauen, die auf sie im Paradies warten würden. Joseph nahm sich fest vor nach diesen Kerlen in der Hölle Ausschau zu halten.

Andererseits, Satan hätte nicht so viel Erfolg bei seiner Mission mit diesen Attentätern gehabt, wenn die Amerikaner nicht so dreist und unverschämt gewesen wären. Sie hielten sich wahrlich immer noch für etwas Besseres. Sie schauten auf die Welt nach dem Motto: „Wir haben die Macht, und wenn diese nicht anerkannt wird, dann bomben wir uns den Weg eben dahin frei.“ Sie hielten sich für auserwählt und glaubten der allmächtige Gott sei auf Seiten der Amerikaner. Doch da hatten sie sich geschnitten, Gott fühlte sich nur dem Leben selbst gegenüber verpflichtet.

Eurpoa verschlief ausnahmsweise fast den ganzen Vormittag,

denn die Nacht war sehr leidenschaftlich zu Ende gegangen.

Sie hatte Reinhard abends zu sich eingeladen und als dieser sie in die Arme genommen hatte, da entflammte in ihr eine Lust, die die halbe Nacht lodern und brennen sollte. Es war für Beide eine ganz große, langersehnte Erfahrung gewesen, die sie immer wieder machen wollten. Doch irgendwann waren sie Arm in Arm eingeschlafen.

Reinhard war als erster erwacht und war aufgestanden.

Er stellte sich nur mit einem Hemd bekleidet an das Fenster und schaute in den Garten. Dort waren einige seiner Mitarbeiter mit dem Aufbau der großen Leinwand beschäftigt. Offensichtlich funktionierten die Dinge auch ganz gut ohne ihn. Er sah nun auch endlich mal wieder Richard, der hatte sich wie er wusste auch ganz gut in den letzten zwei Tagen amüsiert, doch jetzt schien er dort unten das Kommando übernommen zu haben. Reinhard überlegte, ob er nicht Richard die Tour zu Ende bringen lassen sollte. Er wäre durchaus in der Lage die Ägypter nach Hause zu fliegen und dann mit der Mannschaft in das 23. Jahrtausend zurück zu kehren. Dann aber schlug ihn sein Pflichtbewusstsein, er war es von sich gewohnt, die Dinge, die er angefangen hatte, auch zu Ende zu bringen. Er fragte sich deshalb, ob er nicht Europa auf diese Reise mitnehmen sollte. Dann könnte sie sich ein Bild von der Zukunft machen. Reinhard fragte sich, wie sehr sich seine Welt wohl durch die Veränderungen und Manipulationen der Vergangenheit verändert haben würde. Wenn Joseph mit seinen Einwirkungen Erfolg haben würde, dann würde die Verschmutzung der Meere gestoppt und es gäbe echten Fisch auf den Tellern und nicht diese Eiweißburger in Fischform. Er musste auch zugeben, echtes Fleisch, zumindest das hier im Paradies, schmeckte sehr viel besser als ihr Fleisch aus der molekularen Küche. Auch hatte er gegen die Wirkung eines Glases alkoholhaltigen Rotweins nichts einzuwenden. Die Dinge mussten einfach nur in Maßen genossen werden. Vielleicht war seine Welt ja wirklich noch zu verbessern. Dafür musste aber einiges anders laufen, als dies geschehen war.

Er hatte mit Europa darüber geredet und auch sie war der Meinung,

eine Welt ohne ein funktionierendes Ökosystem war nicht lebenswert.

Er hatte ihr von den verheerenden Waldbränden und den Überflutungen berichtet. Er hatte ihr auch von den Rückwärtsgewandten erzählt, und dass die im Prinzip ganz auf elektrischen Strom verzichteten. Sie wollten, so wie er es aus der Zeitung erfahren hatte, eine Welt des Mittelalters. Das war seiner Meinung nach auch keine gute Lösung, denn das Mittelalter hatte er sich einmal angeschaut. Da regierte das Gesetzt des Stärkeren und die Armut unter der Bevölkerung war zumindest auf dem Land sehr groß. In den Städten hatte es zwar viele Bettler gegeben, aber die Handwerker hatten meist schon auch ihr Auskommen. Ihre Arbeit war nun mal sehr gefragt. Dennoch, die Herrschenden kamen selten ihrer eigentlichen Aufgabe nach, sie trieben einfach immer nur noch mehr Steuern ein und planten einen Krieg nach dem Anderen mit ihren Nachbarn. Europa musste zugeben, das Mittelalter war sicherlich auch keine Lösung. Sie hatte sich die Vorschläge des Ältestenrates angeschaut. Ein Teil der dort versammelten bevorzugten die konstitutionelle Monarchie mit freier Energie für alle, andere sahen in der Eine-Welt-Regierung die einzig sinnvolle Möglichkeit. Es gab auch Verfechter der Demokratie, doch diese Lösung hatte viele Gegner. Die Korruption und Ahnungslosigkeit vieler Politiker machte eine zukunftsgewandte, fortschrittliche Politik fast unmöglich. Sie war trotz intensiver Beschäftigung mit dieser Frage nicht zu einem Ergebnis gekommen und hatte sich dann sowieso mehr auf den Bau ihres Forschungsbombinis konzentriert. Das Leben auf der Erde war ihr einfach nicht alles. Es gab mehr im Universum zu entdecken und vielleicht sogar darüber hinaus. Sie war froh, dass ihr Vater jetzt wieder da war, er würde schon den richtigen Weg finden.

Europa räkelte sich im Bett und schaute auf die Uhr.

„Was schon so spät und ich liege noch im Bett!“ Reinhard ging schnell zu ihr und nahm sie in den Arm. „Du brauchst doch heute nicht unbedingt zu arbeiten, sage erst mal der Sonne und mir guten Tag.“ Da ließ sie sich wieder in ihre Kissen fallen, vom ihr aus konnte ihr die Arbeit heute tatsächlich gestohlen bleiben. Das waren wirklich ganz neue Gefühle für sie, denn sie hatte die letzte Zeit eigentlich wie im Akkord geschuftet.

Reinhard schlug die Vorhänge zur Seite und öffnete die Tür zum Balkon. „Schau Dir meine Leute an, die sind schon fleißig dabei die Leinwand aufzubauen. Wir sollten nach dem Frühstück mal dort hinunter gehen, ich würde Dir einige meiner Mitarbeiter gerne vorstellen.“

Einverstanden. Jetzt möchte ich aber erst mal noch einen Kuss.“

Sehr wohl Madam, kommt sofort.“

Und schon kuschelten sie wieder wie es Frischverliebte eben einfach unheimlich gerne taten. Doch nach einer Weile sprang nun Europa aus dem Bett und öffnete die Tür von ihrer kleinen Wohnung. Da stand vor ihr ein Wagen mit einem wunderbaren Frühstück darauf. Sie schob den Wagen herein und Reinhard half ihr den Tisch zu decken.

Sie tranken einen Schluck Kaffee und entschieden dann jedoch erst

mal zusammen duschen zu gehen. So einen Morgen hatten

beide schon lange nicht mehr erlebt.

Einstein hatte die Nacht bei Marlene verbracht. Sie waren nach dem Abendessen im Hotel zu ihr in die Wohnung gefahren. Marlene lebte in einer schönen, großen Jugendstilvilla mitten in der Stadt. Sie wohnte ganz oben, denn die Wohnung besaß eine herrliche Dachterrasse. Dort saßen sie jetzt ebenfalls bei Frühstück. Marlene schlug Einstein vor mit seinen Unterlagen zu ihr zu ziehen, bis er eine eigene Wohnung haben würde. Sie hatte noch ein freies Zimmer, dort könne er an seinen Berechnungen weiterarbeiten. Sie sei froh, wenn sie jemanden um sich habe, den sie verwöhnen könne und außerdem lebten in der Umgebung eine ganze Reihe von Wissenschaftlern. Viele trafen sich regelmäßig gleich gegenüber in einem Bistro und man würde sich dort sicherlich freuen, wenn Einstein zu ihnen stoßen würde. Faraday und Maxwell kämen auch ab und zu auf ein Bierchen vorbei, auch wenn sie sich mittlerweile mehr für ihre neuen Hobbys interessieren würden. Morgen zum Vortrag würden sicherlich viele von ihnen kommen, da könnte sie ihn schon mal mit einigen bekannt machen.

Einstein war mit allem einverstanden.

Ihm ging es wirklich so gut wie schon seit langem nicht mehr. Die Berechnungen waren ihm zwar wichtig, doch konnten die auch noch etwas warten, jetzt wollte er erst einmal entspannen und ausruhen. So etwas hatte er in seinem Leben nur sehr selten getan, auch wenn er genügend Geld gehabt hatte um auch mal zu faulenzen. Aber er hatte nie die Ruhe dazu gefunden. Immer gab es irgendwen, der ihn sprechen wollte, ein Brief der beantwortet werden musste, eine Einladung die nicht abgesagt werden konnte. Gerade die Korrespondenz mit seinen Physikerkollegen sei sehr zeitaufwendig gewesen, denn es reichte natürlich nicht nur ein paar Grüße zu senden, nein, man wollte seine Einschätzung zu den unterschiedlichsten physikalischen Fragen haben. Dazu musste er immer wieder ellenlange Berechnungen anstellen und Theorien durchdenken. Es war ein arbeitsreiches Leben gewesen und jetzt hatte er erst mal Urlaub.

Zu dem Vortrag würde er aber natürlich gehen,

diese Monica interessierte ihn mittlerweile schon.

Sie war irgendwie hinter das Geheimnis der Bombinis gekommen und das ohne Physikstudium. Und darum interessierte er sich jetzt doch auch sehr dafür, wie sie das geschafft hatte. Er hatte die ganze Geschichte ja zu Beginn für einen Alptraum gehalten, aber mittlerweile konnte er nur noch hoffen, dass er nicht irgendwann daraus erwachte. Aber ohne Scherz, sagte er sich, das hier kann kein Traum sein, denn er wäre einfach viel zu lang.

Josefine und Johannes hatten sich bei Richard zurück gemeldet und angeboten bei den Vorbereitungen mit anzupacken. Sie hatten wie alle eine schöne Zeit gehabt, aber nun wollten sie auch wieder an die Arbeit. Ihre Dienste an ihrem Platz im Kommandozentrum wurden allerdings im Moment nicht benötigt und so sollten sie sich um die Bestuhlung kümmern. Sie gingen an die Rezeption des Hotels und fragten dort nach jeder Menge Stühle und tatsächlich, dort konnte man ihnen helfen. Sie wurden in einen Kellerraum geführt und dort befand sich alles was sie brauchten. Jetzt fehlten nur noch ein paar Helfer, doch auch damit konnte das Hotel dienen. Der Mann an der Rezeption wollte sich sofort darum kümmern und während sie in der Lobby warteten, rief dieser irgendwo an. Bald kamen denn auch gleich ein paar kräftige Männer und so schafften sie ca. 100 Stühle und einige Tische in den großen Garten. Dort stellten sie gemeinsam mit den Helfern die Stühle auf und bald schon nahm alles Gestalt an. Die Männer verabschiedeten sich wieder und Josefine und Johannes waren bereit für weitere Aufgaben. Sie meldeten sich bei Richard, doch der meinte, es sei alles fast so gut wie fertig, sie sollten doch einfach noch etwas schwimmen gehen. Das war ein schöner Vorschlag und so machten sie sich auf zu einem kleinen Geschäft mit Bademoden und Dessous. Es lag ganz in der Nähe und bald schon waren sie zu sehen, wie sie mit einem Handtuch bewaffnet den Weg in Richtung Badesee einschlugen.

Andreas und Anton sahen ihnen hinterher und beschlossen, sobald alles gut verkabelt war, ebenfalls zum Badesee zu gehen. Sie würden sich etwas von diesem wunderbaren Gras mitnehmen und einfach mal die Seele baumeln lassen. Das hatten sie sich nun wahrlich verdient. Auch Leonardo und Marylin beschlossen den Nachmittag am See zu verbringen und so würden sie zusammen mit den anderen eine schöne Gruppe ergeben, die sich miteinander amüsieren konnte.

Echnaton lag in seinem Zimmer und wollte nicht aufstehen.

Echilar hatte bei ihm angeklopft, doch Echnaton hatte nur gesagt, er wolle in Ruhe gelassen werden. So machte sich Echilar allein auf den Weg zum Frühstück und anschließend in die Stadt. Er fand diese Stadt einfach wunderbar. Die Menschen schienen alle so glücklich zu sein. Es gab keine Bettler, es gab keine einsamen Menschen, es gab dafür unendlich viele Orte an denen Menschen aller Farben miteinander Kaffee tranken. Er hatte durchaus auch ein paar Landsmänner entdeckt, doch die waren eigentlich fast alle aus einer Zeit nach ihm. Sie erzählten ihm, dass die einstige Größe Ägyptens im Sand verloren gehen würde und das alle möglichen fremden Herrscher ihr Unwesen in diesem Land treiben würden. Gerade auf die Kunstschätze der alten Zeit hätten sie es dabei abgesehen und man wüsste nicht ob dies ein Segen oder ein Fluch sei, denn erst durch diese Plünderungen hätten sich Wissenschaftler aus aller Welt mit der Geschichte Ägyptens beschäftigt. Leider seien viele wertvolle Kunstgegenstände von ihnen auch geraubt worden und die stünden jetzt in Museen in aller Welt. Insbesondere der Verlust der Büste von Nofretete täte den Ägyptern von heute sehr weh. Echialr fragte, wo sich denn diese Büste nun befinden würde und man erzählte ihm von einer Museumsinsel in der Mitte der Stadt Berlin. Diese Stadt kannte Echilar natürlich nicht, aber er konnte sich vorstellen, dass so ein Raub der Geschichte eines Landes sehr schmerzhaft war.

Er lernte aber auch andere Menschen kennen,

sie waren ihren Glauben nach Moslems.

Sie erzählten ihm, dass die meisten Ägypter von heute Moslems seien. Sie würden aber nun schon seit vielen Jahren von einem Diktator regiert. Dieser habe die Macht des Militärs auf seiner Seite und schalte und walte wie ein Pharao.

Man war sich allgemein ziemlich einig, dass dieser Möchtegern-Pharao einmal für seine Taten in der Hölle landen würde, denn er unterdrücke sein armes Volk. Die Wirtschaft des Landes beruhe fast ausschließlich auf den Tourismus, denn viele Menschen wollten die Pyramiden mit eigenen Augen sehen. Auch Fahrten auf dem Nil seien sehr viel gebucht, es gäbe sehr viele Hotels und viele kleine Geschäfte, die davon lebten, dass die Touristen ins Land kamen. Große Persönlichkeiten würde das Land jedoch kaum noch hervorbringen, die großartigen Zeiten der mächtigen Pharaone sei leider einfach vorbei.

Echilar wusste ehrlich gesagt nicht so sehr,

was an den Pharaonen so toll sein sollte.

Sie waren auch meist Despoten und nur an ihrem eigenen Schicksal interessiert. Echnaton versprach da anders zu werden. Ihm ging der Glaube an seinen Aton einfach über alles. Natürlich hätte er es gut gefunden, wenn Echnaton sich auch etwas mehr für andere Dinge interessieren würde. Hier im Paradies konnte er zum Beispiel lernen, wie man eine funktionierende Stadt aufbaute. Er konnte sehen, wie fruchtbar die Vielfalt der Menschen und ihre Glaubensrichtungen waren. Er konnte erfahren, was man über ihn und seine Stadt einmal denken würde und vielleicht konnte er dann doch Fehler vermeiden und die Dinge etwas anders angehen. Hier konnte er, nach Echilars Meinung, sehr viel dazu lernen. Aber Echnaton verschanzte sich in seinem Zimmer und war nicht bereit sich auf das Paradies einzulassen. Echilar wusste deshalb auch nicht was er tun konnte um Echnaton aus seinem Bett zu locken. Aber er selbst wollte sich amüsieren, andere Menschen kennen lernen und die Stadt erkunden. Er wollte heute auch noch mal zur Göttin Isis gehen. Dort hatte es ihm gut gefallen und vielleicht fiel dieser Frau ja ein, was er mit Echnaton machen sollte.

Doch als er da ankam, musste er feststellen,

Isis war aufs Land gefahren.

Sie wollte dort einige alte Tempel besuchen. Sie wurden nur noch selten bewohnt, aber es gab doch noch den einen oder anderen Gott, der sich dort niedergelassen hatte. Da war vor allen Dingen Osiris. Isis war seine Frau, doch lebten sie mittlerweile jeder ihr eigenes Leben. Isis war eine immer noch sehr gefragte Göttin, Osiris hingegen kümmerte sich fast ausschließlich nur noch um seinen Garten. Er bekam selten Anfragen auf seinen Tisch und hatte darum viel Zeit sich um seine Blumen und das Gemüse zu kümmern. Aber er freute sich jedes Mal, wenn Isis sich Zeit nahm, um ihn zu besuchen. Dann gingen sie durch die alten, verlassenen Tempel spazieren und sprachen über Gott und die Welt.

Meistens liebten sie sich dann auch irgendwann,

und Osiris freute sich an seinem Geschlecht.

Das hatte er nämlich verloren, als der Gott Seth ihn zerstückelt hatte. Wie gut, dass Joseph diesen Spiegel gehabt hatte und er als vollständiger, junger Kerl dahinter hervor gekommen war. Zu Beginn seiner Zeit hier im Paradies hatte er sehr viel zu tun gehabt, denn viele Gläubige auf der Erde wendeten sich an ihn. Doch heute war es ziemlich ruhig um ihn geworden und er beklagte dies nicht. Er hatte seinen großen Garten und der machte schon genug Mühe. Doch die Arbeit gefiel ihm und er freute sich jedes Mal, wenn er etwas ernten konnte. Er gab Isis meistens jede Menge davon mit in die Stadt. Seine Überschüsse gab er einem Bauern, der seine Ernte auf dem Markt anbot. Osiris Gemüse war dabei sehr beliebt. Seine Salate waren riesengroß, seine Tomaten sehr süß und auch sein Schafskäse war berühmt. Er machte ihn selber, aus der Milch seiner kleinen Schafherde. Die Käserei war sein großes Hobby. Und wenn er abends bei einem Brot mit seinem Käse und ein paar eingelegten Oliven den Sonnenuntergang betrachtete, dann war ihm sehr wohl. Die Stadt vermisste er gar nicht. Die war ihm einfach mittlerweile zu belebt. Früher war er öfter mal zu Isis in die Stadt gefahren, aber da waren die Häuser noch kleiner und die Anzahl der Bewohner niedriger gewesen.

Doch jetzt war erst mal Isis da und nachdem sie im Bett gewesen

waren, erzählte sie von Echilar und Echnaton.

Vor allen Dingen berichtete sie über die Pläne von Echnaton. Beide wussten, er würde mit seinem Projekt einer Stadt ganz allein für seinen Aton scheitern, aber auf lange Sicht würde er sich mit seinem einen Gott durchsetzen. Heute war Ägypten praktisch vollkommen moslemisch. Sie fanden es schade, aber letztendlich würde sich diese Wahrheit auf der ganzen Welt verbreiten. Es gab nur einen allmächtigen Gott. Das war auch ihnen hier im Paradies irgendwann klar geworden. Nur fragten sie sich eben auch, wie dieser eine Gott das alles schaffen sollte. Er brauchte doch einfach ein paar Helfer für die vielen Anfragen, die eingingen.

Echnaton lag derweil immer noch grübelnd im Bett.

Wie lange würde es wohl noch dauern bis er zurück in seine Welt gehen konnte? So wie die Dinge lagen, konnte das noch eine halbe Ewigkeit dauern. Er würde sich mit etwas beschäftigen müssen und da dachte er an Leonardo. Der hatte sich einfach Zettel und Papier geben lassen und hatte angefangen zu zeichnen. Damit könnte er es ja auch einmal probieren. Seine Stadt musste schließlich auch angemalt werden und dafür brauchte er Motive.

Er konnte eigentlich sogar ganz gut zeichnen, wie er fand.

Er wälzte sich daher irgendwann am Nachmittag aus seinem Bett und ging in die Wanne. Danach aß er das Frühstück, dass er vor seiner Tür stehen hatte. Anschließend zog er sich sein Gewandt an und machte sich auf den Weg zu Joseph. Er wollte ihn fragen, ob er ihm nicht bei seinen Plänen zu zeichnen weiter helfen konnte. Einstein wusste einfach nicht wo in der Stadt er Papier und Stifte bekommen konnte.

Joseph hatte früh Feierabend gemacht und saß auf seiner Terrasse und schaute den letzten Vorbereitungen für den morgigen Vortrag zu. Nur noch Richard wuselte herum und zog die Kabel glatt, alle anderen waren zum Badesee gegangen. Da sah er Echnaton bei ihm an der Haustüre stehen und ging ihm öffnen. Er lud Echnaton zu sich auf die Terrasse ein und stellte ihm ein Glas Wasser hin, denn Kaffee wollte Echnaton nicht, er habe gerade erst gefrühstückt, erklärte er.

Joseph goss sich auch etwas Wasser ein und dann fragte er

Echnaton wie es ihm in den letzten Tagen denn ergangen sei.

Doch Echanton konnte nur wenig berichten. Er hatte den Feiertag im Garten verbracht und war früh zu Bett gegangen. Echanton erklärte, er würde gerne bald nach Hause gehen. Doch da musste Joseph ihn enttäuschen, es würde sicherlich noch eine ganze Weile dauern, bis er wieder bei sich im Garten wäre, er meinte zu ihm, er solle sich auf ein paar weitere Wochen ruhig einstellen. Das gefiel Echnaton gar nicht, aber er erkannte, ihm würde nichts anderes übrig bleiben als geduldig zu sein. Er hatte alleine nicht die Kraft und die Mittel zurück in seine Zeit zu kommen. Und so erzählte er von seinem Plan schon mal die Wandgestaltung seines Palastes und seines Atontempels zu entwerfen. Er meinte, er sei ein ganz leidlicher Zeichner und hätte wohl auch Freude an dieser Beschäftigung. Joseph freute sich, dass Echnaton eine Aufgabe für sich gefunden hatte und er beschrieb ihm den Weg zum Künstlerbedarfsladen. Dort könne er zwischen den unterschiedlichsten Papieren und Malutensilien wählen und es gäbe dort auch eine sehr gute Beratung. Echnaton fragte, wie lange der Laden denn noch geöffnet sei, und Joseph meinte, wenn er gleich losginge, dann könnte er es sicherlich noch schaffen. Also machte sich Echnaton auf den Weg zu dem beschriebenen Laden. Er benutzte dafür die Starßenbahn, denn die fuhr direkt vom Hotel in die Stadt. Gerne hätte er dafür jetzt Echilar gehabt, den hätte er dort hinschicken können, andererseits war es vielleicht auch wirklich gut, wenn er sich beraten ließ, denn noch wusste er die modernen Stifte nicht zu benutzen. Er hatte zwar mal bei Leonardo in das Zimmer geschaut, als sie noch auf dem Forschungsbombini unterwegs waren, aber er hatte sich nicht getraut nach den bunten Stiften zu fragen, die überall herumgelegen hatten.

Jetzt würde er sich jedenfalls selbst solche Stifte besorgen und morgen würde er wieder in den Garten gehen und anfangen die Blumen zu zeichnen. Blumen lagen ihm, dass wusste er. Aber er dachte auch daran Vögel und andere Tiere zu malen. Bis er genug Motive für seinen Palast und seinen Tempel haben würde, da wäre die Zeit des Wartens, so dachte er, sicherlich auch schnell herum.

Der Tag ging friedlich zu Ende und

alle waren nun weitestgehend zufrieden.

Am nächsten Morgen trafen sich die Meisten an Frühstücksbuffet wieder und diesmal war Echanton auch dabei. Er hatte sich eine Staffelei besorgt, jede Menge Papier in einer größeren Mappe, jede Menge Stifte, sowie einen Kasten mit Wasserfarben. Damit wollte er nach dem Frühstück in den hinteren Teil des Gartens gehen. Dort gab es eine Bank mit einem Tisch, viele verschiedene Blumen und es plätscherte dort auch noch ein kleiner Springbrunnen. Ja, dort hin wollte er gehen und sich an die Arbeit machen. Echilar würde ihm helfen alles dort hin zu tragen. Der war nämlich total froh, dass sein Freund nun endlich aus seinem Zimmer gekommen war und sich mit einem längeren Aufenthalt arrangiert zu haben schien. Die Sache mit dem Malen fand er ganz gut, denn er wusste,

Echnaton hatte durchaus etwas Talent dazu.

Die anderen hatten den Vormittag nichts Besonderes vor, denn alle warteten im Prinzip auf den Vortrag. Er sollte am frühen Abend stattfinden, dann wenn die Sonne langsam untergehen würde. So sollte das Bild auf der Leinwand für alle besser zu sehen sein.

Michel hatte sich endlich getraut und gefragt,

ob er mal einen Blick in die Küche werfen dürfe.

Das war Joseph sogar sehr Recht, denn es sollten dort heute die Berliner produziert werden und Michel hatte damit einige Erfahrung. Also führte ihn Joseph nach dem Frühstück in die große Hotelküche. Sie lag tatsächlich ziemlich versteckt, eine Spiegeltür ließ den Eingang unsichtbar erscheinen. Dahinter war die Hölle los. Hier wurde wirklich ziemlich hart gearbeitet. Aber es gab genügend Personal, so dass so eine zusätzliche Bestellung wie die 300 Berliner eigentlich kein Problem waren. Joseph stellte Michel den Chefkoch vor und schnell waren die beiden Köche in einem Fachgespräch über Fettgebackenes. Michel fühlte sich wohl, endlich mal wieder in einer richtigen Küche zu stehen und er ließ sich alles zeigen. Joseph sah, dass Michel gut zurecht kam und ließ die Beiden mit ihrer Arbeit zurück. Michel würde bei der Herstellung der Berliner zur Hand gehen und dabei sehr glücklich sein. Er hatte sich zwar in den letzten zwei Tagen auch ganz gut amüsiert, aber jetzt war er froh sich nützlich machen zu können. Immer nur entspannen, das war eben auf die Dauer auch etwas langweilig.

Anton saß an seinem Bildschirm und

beobachtete das Treiben in Monicas Wohnung.

Sie hatte alles schön aufgeräumt und sogar die Treppe geputzt. Ihr war dieser Vortrag offensichtlich sehr wichtig und sie wollte es schön bei sich in der Wohnung haben. Sie hatte die Kamera schon in die Küche gestellt und war gerade dabei einen Korbstuhl aus dem Esszimmer hineinzutragen. Sie stellte auch einen Stehtisch in den Raum. Dieser bestand aus einem Ständer, der eigentlich zu einem Schlagzeug gehörte, doch statt einer Trommel befestigte sie ein größeres Schachbrett darauf. Sie holte ein kleines Pappkistchen mit Kohlestäbchen herbei und stellte auch ein Glas mit Wasser darauf. Sie hatte sich einige Notizen gemacht und die ging sie jetzt noch mal in Ruhe durch. Anton stellte fest, alle waren für diesen Auftritt gut vorbereitet, denn auch sie hatten alles fertiggestellt.

Auf den Tischchen vor der großen Leinwand

waren Aschenbecher und Gläser gestellt worden.

An einer Theke sollten Kaffee und Berliner zu haben sein, gerade brachte jemand einen Wagen mit Servietten, Zucker und Milchkännchen herbei. Die Vorfreude nahm daher so langsam bei allen zu. Anton hoffte sehr, dass Monica mit ihrem Auftritt Erfolg haben würde. Er schaute ihr jetzt schon so lange bei ihrem Leben zu, so dass er mit ihr fühlen konnte.

Joseph hatte ein paar Stunden in seinem Büro verbracht, aber jetzt kam er um zu schauen, ob alles gut vorbereitet war. Und nachdem er sich alles angeschaut hatte und vor allen Dingen die Berliner sah, da war er doch sehr zufrieden. Die Zusammenarbeit mit den Leuten aus dem Forschungsbombini klappte wirklich ganz hervorragend.

Obamas Ex-Boyfriend Blows Whistle!

Michelle Is A Man & Obama Is Gay!! 2016

Published on Nov 23, 2016 – How much more proof do you need America? Expect a video compilation of all these videos I’ve just uploaded!! This man, like Joan Rivers, has been murdered for exposing Obama as gay, and Michelle a Tranny. KIDS ARE ADOPTED CLICK HERE https://www.youtube.com/watch?v=yI5rG… CLICK HERE FOR VIDEO ABOUT JOAN RIVERS BEING MURDERED FOR EXPOSING THE SAME INFORMATION. https://www.youtube.com/watch?v=xFXXM…

Obama Murdered Joan Rivers

For Exposing Tranny Michelle Obama!! 2016

Published on Nov 23, 2016

Joan Rivers assassinated after revealing Obama as gay, and Michelle Obama as a TRANNY!!

Die ersten Zuhörer betraten den Rasen und zu seiner großen

Freude waren auch Jesus und Mohammed gekommen.

Sie wollten Monalisa sehen. Beide kannten die Tochter des Kommandanten sehr gut und nun waren sie gespannt auf die Zusammenarbeit zwischen Monalisa und dieser Monica. Würden sie Monalisa in ihr wiedererkennen, oder würde sie sich ganz zurückhalten und Monica die Sache allein durchziehen lassen? Sie waren jedenfalls sehr gespannt auf den Vortrag, denn so etwas hatte es im Paradies bisher auch noch nicht gegeben. Jesus und Mohammed hatten zwar seit ihrem Aufenthalt im Paradies auch die Fähigkeit in die Wohnungen der Menschen zu schauen, doch bedurfte dies einer großen Konzentration und sie konnten ihre Einsichten nur selten mit jemandem teilen. Hier jedoch war die Möglichkeit gegeben, dass sie gemeinsam mit anderen Bilder von der Erde sahen, und sogar Ton hatten. Das war wirklich ziemlich revolutionär.

Jesus und Mohammed, Letzterer trug einen bequemen Anzug und Jesus hatte eine Jeans und ein schönes, helles Hemd an, gingen noch etwas im Garten spazieren und unterhielten sich über ihr zur Zeit mal wieder wichtigstes Thema. Der Streit zwischen Christen und Moslems. Im Paradies gab es diesen von kleinen Ausnahmen abgesehen nicht, aber auf der Erde war seit dem 11. September zwischen beiden Glaubensrichtungen ein tiefsitzender Konflikt zu Tage getreten. Jesus und Mohammed wussten sich langsam auch keinen Rat mehr. Wie sollte man den Menschen auf der Erde klar machen, dass ihre vermeintlichen Konflikte völlig unsinnig waren. Es gab zwischen den Religionen keinen Abgrund. Im Paradies existierten beide Glaubensrichtungen friedlich nebeneinander. Mohammed und seine Leute bewohnten nur einen anderen Stadtteil. Dort stand auch die große Moschee und das Verwaltungszentrum im dem die vielen Millionen Anfragen bearbeitet wurden. Sicherlich, man lebte in gewisser Weise unter sich, aber es gab überall Austausch und Begegnung. Und so war es auch in ihrer Beziehung zu den Juden, der ältesten Religionsgemeinde nach den ägyptischen Göttern. Letztere spielten eine immer geringere Rolle, mit Ausnahme von Isis, deren Philosophie alle späteren Religionsgemeinschaften stark geprägt hatte. Auch ihre Vorstellungen von der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau hatte in den Lehren von Jesus und Mohammed Eingang gefunden. Nur, was die Menschen auf der Erde aus ihrer aller Religionen gerade mal wieder machten, dass war einfach nur frustrierend. Viele standen sich völlig feindlich gegenüber und fühlten sich von dem jeweils anderen bedroht. Es war einfach nur noch total ärgerlich und nicht zum ersten Mal fragten sich Jesus und Mohammed, wie sie dieses Problem in den Griff bekommen sollten.

Während sie miteinander die unterschiedlichsten Maßnahmen besprachen, trafen sie auf Echnaton, der gerade an einer Blume malte. Jesus und Mohammed gingen auf ihn zu und grüßten ihn freundlich. Auch wenn Echnaton jetzt noch jung war und sein Wirken auf der Erde noch vor sich hatte, sie sahen in ihm den Vordenker für ihre eigenen Erkenntnisse. Echanton hatte den Gedanken an den einen allmächtigen Gott in die Welt gebracht. Durch ihn und seine Mission hatten auch sie von diesem einen Gott erfahren. Echanton war daher der Vater ihres Weltbildes.

Jetzt jedoch beschäftigte sich Echnaton erst mal mit der Natur.

Er zeigte Jesus und Mohammed seine ersten Versuche und Beide waren nicht schlecht überrascht, Echnaton konnte wirklich ganz gut zeichnen. Er hatte sich sogar an einem Vogel versucht, doch so ganz stimmte die Anatomie noch nicht. Jesus schlug ihm vor, doch mal mit Leonardo zu sprechen, der habe sich intensiv mit dem Vogelflug auseinandergesetzt und könne ihm sicherlich den einen oder anderen Tipp geben. Sie plauderten noch ein wenig über dies und das, doch dann verabschiedeten sie sich wieder von Echnaton, der noch die gerade begonnene Blume fertig zeichnen wollte. Aber danach wollte er seine Sachen bis zum morgigen Tag wegpacken und auch zu dem Vortrag kommen. Nicht so sehr weil dieser ihn besonders interessierte, sondern weil die Sonne untergehen würde und das Licht zum Malen dann verschwunden sei. Außerdem wollte er den Rat annehmen und Leonardo, der sicherlich auch zum Vortrag kommen würde, wegen der Vögel ansprechen.

Jesus und Mohammed begegneten auf ihrem Rückweg zur großen Wiese Echilar, der seinem Freund helfen wollte die Sachen wieder ins Hotel zu tragen. Man begrüßte sich höflich, aber ansonsten ging man aneinander vorbei.

Als Echilar bei Echnaton ankam fragte er diesen, wer die Beiden denn gewesen seien und Echnaton meinte, dies seien zwei kluge Köpfe, die ebenfalls an den einen, allmächtigen Gott glauben würden. Er nannte ihre Namen und Echilar war erstaunt. Echnaton war den Begründern der beiden größten Religionen der Erde begegnet und schien sich dessen gar nicht bewusst zu sein. Echnaton erzählte nur von seinem missglückten Vogel, und dass er unbedingt mit Leonardo sprechen müsse.

Als Jesus und Mohammed auf der großen Wiese ankamen, da sahen sie, dass sich schon ziemlich viele Zuhörer eingefunden hatten. Man bediente sich bei den Berlinern und trank einen Kaffee dazu. Viele der Tische waren schon besetzt und einige ließen sich daher auf der Wiese nieder. Joseph begrüßte die Ankommenden und freute sich, dass dieses Event auf so großes Interesse stieß. Auf der Leinwand war noch nichts zu sehen, außer dem Titel des Vortrages: „Das künstliche Elektron“ eine Vorstellung von Monica Kraemer.

Anton saß vor seinem Bildschirm und wartete darauf, dass

auch bei Monica der erwartete Zuhörer erschien.

Die Aufregung stieg, doch noch waren die Gäste nicht alle eingetroffen. Leonardo war mit Marylin erschienen, Einstein kam gerade mit Marlene an seiner Seite. Reinhard und Europa saßen schon an einem der Tische und probierten einen Berliner. Sie befanden, dass diese Mini-Bombinis sehr lecker waren und überhaupt, dass alles doch sehr gut vorbereitet worden war.

Johannes und Josefine saßen auf der Wiese, sie unterhielten sich mit Klaus und Andreas. Beide wollten noch mal ins Bombini gehen und schauen ob es langsam so weit war. Echanton und Echialr tauchten jetzt auch auf und eigentlich konnte es langsam wirklich losgehen.

Klaus und Andreas traten zu Anton, doch der meinte, Wolfgang sei noch nicht da, aber er sähe ihn schon die Straße herunter kommen. Gleich würde es sicherlich losgehen, sie sollten ruhig wieder nach draußen gehen, er habe alles im Griff und würde bald mit der Übertragung beginnen. Also gingen die Beiden wieder hinaus und gaben Joseph ein Zeichen. Daraufhin stellte sich Joseph vor die Leinwand und begrüßte die Gäste ganz offiziell. Er machte noch einmal auf die Berliner und den Kaffee aufmerksam und dann suchte auch er sich einen guten Platz.

Die Leinwand flackerte kurz auf und alle

konnten von oben in die Küche sehen.

Die bestand zur Zeit aus nicht viel mehr als frisch verputzen Wänden. Auf dem Korbstuhl nahm gerade ein Mann Platz, der fast allen bisher noch völlig unbekannt war. Nur Joseph und Reinhard und seine Leute wussten wer sich hinter dieser Person versteckte.

Monica schaltete die Kamera auf Aufnahme und jetzt sahen die Zuschauer diese, eine den Meisten ebenfalls völlig unbekannte Frau vor einer hellen Wand stehen. Ein Schachbrett mit einem Glas Wasser darauf war ebenfalls zu sehen. Und dann ging es los. Auf der Wiese wurde es Mucksmäuschen still und auch der Zuhörer auf dem Korbstuhl sagte nun nichts mehr. Der Vortrag begann:

Um die Idee, um die es jetzt gehen soll, richtig zu verstehen, muss

ich etwas auf die Grundzüge der Stringtheorie eingehen.

Sie ist der Ausgangspunkt meiner Überlegungen.

Die Stringtheorie geht davon aus, dass alles im Universum in seinem Kern aus Strings besteht. Dies sind winzig kleine Ringe aus Energie. Ihre Frequenz bestimmt alleine die Erscheinungsform aller bisher beobachteten, subatomaren Teilchen. Auch das Elektron soll danach aus einem solchen winzig kleinen Energiering bestehen.“

Monica nahm sich einen Kohlestift und

zeichnete einen Ring auf die nackte Wand.

Und nun erklärte sie, dass dieser Ring ihrer Meinung nach so aber nicht vollständig wiedergegeben sei, denn dieser winzige Ring sei eine Art Kreisstrom und müsse daher ein Magnetfeld besitzen. Jetzt zeichnete sie die, den Ring umschließenden Magnetfeldlinien und sie erklärte, dass diese Magnetfeldlinien natürlich eigentlich unsichtbar seien, doch dass sie Einfluss auf das Vakuum haben würden. Sie meinte, diese Magnetfeldlinien würden die an sich „feste“ Energie des Vakuums verformen. Danach ging sie etwas näher auf das Vakuum ein und erklärte, dass sie sich diese Vakuumenergie als fraktal strukturiert vorstelle, ganz ähnlich, wie es sich auch zwei russische Wissenschaftler vorstellten, deren Namen sie aber leider nicht mehr wüsste.

Sie erklärte, dass diese Wissenschaftler bei jedem magnetischen

Gegenstand auch noch Torsionsfelder vermuteten.

Dies seien Wirbelfelder im Vakuum. Und sie zeichnete eine stilisierte Sanduhr in ihr Elektron. Sie zeichnete mit ihrem Kohlestift eine Linie, die den Wirbelfeldern in ihrer jeweils entgegengesetzten Drehung folgte, und erklärte, dass es sich dabei um die aufgelöste Vakuumenergie handeln würde.

Dann ging sie auf den Unterdruck und Überdruck an den breiten Seiten der Kegel ein und erklärte, dieser unterschiedliche Druck führe bei dem Elektron dazu, dass es sich in die Richtung des Unterdruckes bewegen würde. Und zwar unter bestimmten Vorraussetzungen sogar in Lichtgeschwindigkeit. Dies sei die Ursache dafür, wieso sich Elektronen bewegen würden, die Torsionsfelder wären praktisch der Antrieb.

Und nun kam sie auf ihr Bombini zu sprechen.

Sie zeichnete zwei übereinander liegende Scheiben, die ein Loch in ihrer Mitte hatten und sie erklärte, dass diese beiden Scheiben elektrisch voneinander getrennt werden müssten durch ein geeignetes Dielektrikum, wie zum Beispiel Glas, Keramik oder Ähnliches. Würde man nun die obere Scheibe unter Hochspannung setzen, vielleicht mit 150 000 Volt Gleichspannung, dann entstünde wie bei dem Elektron ein Magnetfeld sowie ein Torsionsfeld. Sie zeichnete alles auf die Wand und dann machte sie einen Pfeil oberhalb der Scheiben und meinte, dieses Objekt würde sich, wenn sie das Elektron richtig verstanden habe, ebenfalls nach Oben bewegen, also in Richtung des entstehenden Unterdruckes. Ihr Bombini sei also eigentlich nichts anderes als ein künstliches Elektron und dieses könne man so groß bauen wie man wollte, und wenn man es dann noch sinnvoll ausstatten würde, dann hätte man ein Raumschiff, das mindestens in Lichtgeschwindigkeit unterwegs sein könnte. Plötzlich brach das Bild ab und nun war wieder der Raum als Ganzes zu sehen. Man sah wie Monica an der Kamera die Kassette auswechselte und auf der Leinwand erschien das Wort Pause.

Es entstand ein Gemurmel unter den Zuschauern und so bekam nicht jeder mit, was in der Küche nun gesprochen wurde. Doch, die, welche nahe der Leinwand saßen hörten wie sich Wolfgang Luft machte. Er legte, mühsam um Beherrschung bemüht, los: „Das ist doch totaler Schwachsinn, ich habe noch nie etwas von Torsionsfeldern in diesem Zusammenhang gehört. Du geht’s einfach von einer Reihe von unbewiesenen Behauptungen aus. Es ist für mich kaum auszuhalten zu sehen wie Du Dich mit Deinem scheiß Bombini verrennst.“

Monica schien etwas überrascht über

den Ausbruch, antwortete aber ganz ruhig:

Natürlich ist das alles zunächst einmal eine Hypothese, aber findest Du meine Argumentation nicht überzeugend. Wenn es diese Torsionsfelder gibt, dann erklären sie die Bewegung eines Elektrons. Die aktuelle wissenschaftliche Theorie gibt darauf nämlich keine Antwort. Ja, sie sucht noch nicht einmal danach. Es wird einfach gesagt, dies sei eine dem Elektron innewohnende Eigenschaft, die nicht erklärt werden könne.

Ich habe in diesen Feldern aber eine Erklärung dafür gefunden.

Das ist doch eigentlich ein kleiner Applaus wert, findest Du nicht?“

Donald Trumps öffentliche Demütigung durch

Barack Obama bei Eliten Event

Published on Nov 24, 2016

Das Video zeigt, wie Donald Trump am 20 April 2011 bei eines die glanzvollen Abende im gesellschaftlichen Leben Washingtons. Vor der versammelten Elite des Establishments tritt Präsident Barack Obama am Rednerpult auf und beginnt Donald Trump aufs schärfte zu demütigen. Der persönliche – diffamierende Angriff auf Donald Trump veranlaßte ihn, mit hohe Wahrscheinlichkeit dazu, ernsthaft als US-Präsidentschaftskandidat anzutreten um 2017, die an diesem Abend persönlich erlittene Schmähung von der elitären Kaste des politischen „Demokraten“ Lagers des Establishment, heimzuzahlen in dem er der mächtigste Mann der westlichen Welt wird… was er ja auch wurde. 🙂

„Warum gelten Verschwörungstheorien als lächerlich?“

Published on Nov 24, 2016 – Der Frage warum Verschwörungstheorien als lächerlich gelten wird zunächst durch eine Analyse der Begriffe „Verschwörung“ und „Konspiration“ nachgegangen. Dabei kommt zum Vorschein, daß mittlerweile nicht nur der Begriff der Konspiration von einem ehemaligen Straftatbestand in eine ganz normale, gute Sache umgewertet worden ist, sondern daß derzeitig auch auch an dem Begriff der Verschwörung „gearbeitet“ wird, um ihn aus seiner rein negativen Bedeutung zu lösen und statt dessen in einen positiven Zusammenhang zu stellen.
Dabei stellt sich unwillkürlich die Frage, wer an solchen Begriffsänderungen arbeitet und zu welchem
Zweck. Haben natürlicherweise nicht Verschwörer das größte Interesse an solchen
Umwertungen von Begriffen, durch die sie verurteilt sind?

Finanzexperte Ernst Wolff zu Trumps Sieg:

Die Wall Street diktiert die Politik | 23.11.2016 |

Published on Nov 24, 2016

► Der deutsche Finanzexperte Ernst Wolff wuchs in Südostasien auf, ging in Deutschland zur Schule und studierte in den USA. ✓ http://www.kla.tv/9424 Er arbeitete u.a. als Journalist, Dolmetscher und Autor. Die Wechselbeziehung von Wirtschaft und Politik, mit der er sich seit vier Jahrzehnten beschäftigt, ist für ihn gegenwärtig von höchster Bedeutung. Vor diesem Hintergrund und als einer, der die amerikanischen Verhältnisse kennt, erklärt Wolff in einem Interview mit dem internationalen Nachrichtenportal „Sputnik“, worauf Donald Trumps Sieg zurückzuführen sei…

Diesen Satz hatten nun mehrere auf der Wiese mitbekommen

und tatsächlich einige begannen zu applaudieren.

Sie hatten sich zwar noch nie gefragt, warum ein Elektron fliegt, ja, es hatte sie noch nie interessiert, aber die Erklärung bot nicht nur eine Antwort auf die Frage nach der Bewegung von Elektronen, sondern sie war auch eine Erklärung für die Bewegung der Bombinis. Und die sahen sie öfter hin und her fliegen, aber nur wenige hatten sich bisher gefragt, wie diese Bewegung zustande kam. Nur Einstein natürlich, der hatte sich die letzten Tage, ja Wochen mit fast nichts anderem beschäftigt und er fand diesen Zusammenhang zwischen Elektron und Bombini ziemlich genial.

Dann ging der Vortrag weiter.

Monica erklärte nun, dass, wenn die Torsionsfelder implodieren würden, sie und das Objekt unsichtbar werden ließen. Diese Implosion zeichnete sie indem sie wieder zwei Scheiben zeichnete und zwei große Torsionsfelder einzeichnete. Diese ragten nun über den Rand der Scheiben und der Magnetfelder hinaus, und dadurch, so erklärte sie würden die Felder sich anziehen und eine Kugel um das Objekt bilden. Da die Felder sich im Unsichtbaren befanden, sei nun auch der Inhalt dieser Blase unsichtbar. Das Objekt würde sich praktisch in seiner eigenen Dimension befinden. Innen bliebe alles wie gehabt, doch von außen betrachtet sei das Objekt verschwunden.

Nun hielt es Wolfgang nicht mehr auf seinem Stuhl und er fragte aufgebracht: „Bist Du jetzt endlich fertig? Ich kann mir diesen Mist einfach nicht länger anhören, ich muss früh raus und habe mit realen Problemen zu kämpfen. Ich will jetzt gehen.“

Und die Zuschauer sahen, wie Monicas Zuhörer seine Sachen

packte und grußlos durch die Tür verschwand.

Das war ziemlich unhöflich und eigentlich auch total ungerecht. Monica hatte alles wirklich gut erklärt und es wurde diesmal ein schon etwas kräftigerer Applaus hörbar. Doch davon bekam Monica in ihrer Küche nichts mit. Sie stellte sich stattdessen an ihre Kamera und begann die Kassetten zurückzuspielen. Danach setzte sie sich auf den Korbstuhl und sah sich ihren ganzen Vortrag über das kleine Display an. Die Übertragung wurde abgebrochen und es war nur noch eine leise Musik im Hintergrund zu hören.

Die Menschen, die ihrem Vortrag beigewohnt hatten kamen nun miteinander ins Gespräch und einige gingen zu Joseph und meinten, seine Enkelin auf der Erde sei doch wirklich eine ganz gescheite Frau. Joseph freute diese Reaktion, aber er war auch traurig über Wolfgangs Abgang. Das hatte Monica wirklich nicht verdient. Ihr Vortrag war gut gewesen, die Zeichnungen hatten alles sehr gut deutlich gemacht und auch ihre Begründungen waren nachvollziehbar.

Aber ihm war auch klar, Wolfgangs Reaktion war nicht untypisch, es gab mehrere kluge Köpfe auf der Erde, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatten. Was nicht sein darf, das nicht sein kann! Dieser Satz spukte in Vielen herum und ließ sie für die Erkenntnisse nicht offen sein. Es würde Monica noch viel Überzeugungsarbeit abverlangen, bis sie mit ihrer Idee von einem künstlichen Elektron auf Gegenliebe stoßen würde.

Im Paradies jedoch war ihr Vortrag gut angekommen, nun verstanden

die Zuhörer ihre Welt ein bisschen besser.

Die Bombinis fliegen, weil Elektronen fliegen. Und die Sache mit den implodierenden Torsionsfeldern machten ihnen verständlich, wieso die bei ihnen im Paradies fliegenden Bombinis oft plötzlich nicht mehr zu sehen waren.

Einstein war ziemlich beeindruckt.

Das hätte er einem Laien nicht zugetraut.

Diese Frau war ohne ein gründliches Physikstudium auf einen ganz entscheidenden Zusammenhang gestoßen. Er würde sich in den nächsten Tagen in sein neues Zimmer setzten und ihre Hypothese nach allen Regeln der Kunst durchdenken. Vielleicht steckte ja doch ein kleiner Fehler darin, aber es schien ihm zumindest an diesem Abend alles ziemlich einleuchtend zu sein.

Reinhard war mit dem Vortrag ebenfalls zufrieden.

Für diese Erkenntnis, dass das Elektron auf Grund des Unterdrucks seines nördlichen Torsionsfeldes flog und dass dieses Prinzip auch künstlich realisiert werden konnte, hatte Monica in dem Film, der bei ihnen so große Furore gemacht hatte, den Nobelpreis bekommen. Schade, dass dies jetzt wohl nicht passieren würde. Ohne Physikstudium und die entsprechenden erfolgreichen Experimente würde es keinen solchen Preis geben können. Aber er freute sich, dass Monica auf die Lösung dieses Rätsels auch ohne Studium gekommen war. Die Rückwärtsgewandten hatten diese bahnbrechende Erkenntnis durch ihren gemeinen Vorstoß nicht verhindert. Gut, noch saß sie damit allein in ihrer Küche und konnte sich nur selbst an ihrer Theorie erfreuen, dieser unverschämte Wolfgang war ja einfach abgehauen, statt sich ernsthaft diesem neuen Gedanken zu öffnen. Er hatte sich ja noch nicht mal damit auseinandersetzen wollen. Stattdessen kamen von ihm nur die üblichen, destruktiven Argumente.

Er fragte sich wie Joseph nur darauf kam, dass dieser Mann Monica eine große Hilfe sein würde. Erst nahm er ihre Kaskade auseinander und jetzt beschimpfte er sie auch noch. Reinhard war wirklich ziemlich sauer auf diesen Typen und wenn es nach ihm gehen würde, dann wäre diese Beziehung etwas für den Ofen. Monica brauchte jetzt jemanden, der ihr Mut machte und sie unterstütze, denn wenn sie diese Idee unter das Volk bringen wollte, und das wollte sie, dann würde sie noch einige Hürden überspringen müssen. Er nahm sich vor, nun wieder öfter den Bildschirm anzumachen und sich ihre Bemühungen auf diesem Weg anzuschauen. Vielleicht konnte er ihr ja doch noch in irgendeiner Weise unter die Arme greifen.

Europa war auch zufrieden, Monica hatte einen guten Vortrag gehalten und dabei hatte sie auch noch ziemlich gut ausgesehen. Sie war zu einer hübschen Frau herangewachsen und offensichtlich weder auf den Kopf noch auf den Mund gefallen. Sie hatte diese Nichte immer ganz besonders in ihr Herz geschlossen gehabt und auch jetzt, wo sie hier im Paradies lebte, dachte sie oft an sie und die in ihr versteckte Monalisa. Von ihr hatte man kaum etwas gemerkt, offensichtlich ließ sie Monica einfach machen. Das Vertrauen in sie muss groß sein, dachte Europa.

Johannes und Josefine hatten den Vortrag auch ganz gut gefunden, nur waren sie wie Reinhard auch traurig darüber, dass er nicht zu einem Nobelpreis führen würde. In dem Film, den Beide mehrmals gesehen hatten, war die Geschichte viel großartiger dargestellt worden. Da hatte sie bei ihrem Vortrag vor der wissenschaftlichen Gemeinschaft tobenden Applaus geerntet. Die ganze Dramaturgie des Filmes war einfach ergreifend gewesen. In Wahrheit aber gab es hier nur einen relativ einsamen Vortrag in einer Baustelle. Über diesen Wolfgang regten sich beide ziemlich auf. Der Typ war ja absolut fantasielos. Was Monica an dem nur fand, war ihnen schleierhaft. So gut sah er dann ja nun auch nicht aus. Sie teilten sich noch einen der leckeren Berliner und dann beschlossen sie noch einen Spaziergang zu machen. Der Himmel sah jetzt wieder mal wunderschön aus.

Auch die anderen Zuschauer

machten sich so langsam auf ihren Heimweg.

Man bedankte sich bei Joseph für den interessanten Abend und nachdem auch er langsam müde wurde, verabschiedete er sich von den Übrigen und ging hinauf in sein Wohnzimmer. Dort genehmigte er sich einen Cognac und schaute vom Fenster aus auf das große Bombini in seinem Garten. Und er fragte sich: „Wann war wohl die Idee zu dem ersten Bombini geboren worden?“ Er wusste es nicht. Solange er denken konnte fuhr er schon in seinem Paradies-Bombini. Es schien irgendwie schon immer da gewesen zu sein. Doch das konnte natürlich eigentlich gar nicht sein. Auch sein Bombini hatte irgendwann einmal gebaut werden müssen. Er erinnerte sich nur leider überhaupt nicht mehr daran. Seit er durch dieses Universum flog, war alle Erinnerung an die Zeit davor wie weggeblasen. Kam er mit seiner und seines Bruders Familie aus einem anderen Universum? Was war mit den Erinnerungen der kindlichen Monalisa, die von einem Ort erzählte, an dem Zauberer lebten. Große Zauberer mit vielen Kindern. Monalisa erinnerte sich an Onkel Satan und seine immer wieder platzenden Seifenblasen. Sie erinnerte sich an einen Mann in einer Badewanne, der mit Tausenden von leuchtenden Seifenblasen spielte.

Wo konnte das nur gewesen sein?

Anton hatte sich gemeinsam mit Monica den Vortrag zum zweiten Mal angehört und auch er kam zu dem Schluss: „Das war gar nicht so schlecht.“ Leider gab es für Monica keinen Applaus sondern nur Ärger. Der Abgang von diesem Wolfgang war wirklich ziemlich enttäuschend. Warum taten sich einige so schwer mit dieser Hypothese? Er kannte sich in dem 20. und 21. Jahrhundert ziemlich gut aus und er wusste, Wolfgangs Reaktion war kein Einzelfall. Die Menschen dieser Zeit verlangten immer erst Beweise. Doch, dass es nun mal schwierig war ein Elektron zu filmen und dabei auch noch die unsichtbaren Magnet- und Torsionsfelder zu zeigen, dass hielt sie nicht davon ab, genau solche Beweise zu fordern. Sie wollten haarkleine Berechnungen, möglichst leicht nachvollziehbar und auch dem Laien verständlich, so wie mit Einsteins berühmter Formel E=mc zum Quadrat. Dann ließen sie sich begeistern und überzeugen. Eine einfache Zeichnung an der Wand jedoch, das war ihnen zu wenig, auch wenn die Schlussfolgerungen logisch und wie er wusste stichhaltig waren. Nein, Monica würde sich etwas anderes einfallen lassen müssen, wenn sie mit ihrer Mission Erfolg haben wollte. Er machte den Bildschirm aus und ging in seine Kammer. Dort setzte er sich an den Tisch und schrieb in sein Tagebuch.

Jesus und Mohammed machten sich gemeinsam auf den Heimweg.

Was dachten sie nun über den Vortrag? Mohammed fragte Jesus: „Meinst Du mit so einer Botschaft kann Monalisa die Welt revolutionieren?“

Ich weiß es nicht“, antwortete Jesus, „Ich denke, das kann höchstens der Ausgangspunkt sein, aber für eine die Welt erschütternde Revolution reicht es nicht aus. Den Menschen fehlt die Fantasie sich die Folgen dieser Erkenntnis selbst vor Augen zu führen. Sie muss das Ganze in eine größere Botschaft verpacken. Es geht ja schließlich auch um mehr als nur ein Bombini.“

Ich werde die Sache jedenfalls mal beobachten lassen, ich selbst habe zu wenig Zeit dazu, aber ich habe ja meine Eische, die soll sich der Sache mal annehmen. Die Frau braucht irgendwie Unterstützung.“

Ich denke, auch Maria wird sich dafür interessieren. Sie hatte immer ein sehr gutes Verhältnis zu Monalisa. Von der habe ich übrigens kaum etwas wahrgenommen, sie scheint sich ziemlich zurück zu halten und die Hauptlast Monica zu überlassen.“

Nun, das war die Abmachung, nur zugucken und vielleicht mal mit einer kleinen Eingebung hilfreich sein, alles andere muss von Monica selbst geleistet werden.“

Ich muss ja sagen, dieser Wolfgang ist echt ein Blödmann. Haut einfach ab und ergreift die Flucht vor der Erkenntnis.“

Ich habe mich auch schon gefragt,

wer dieser Typ eigentlich ist. Warum gibt sich Monica

nur mit ihm ab? Er scheint mir ein ziemlicher Sturkopf zu sein.“

Nun, sind wir das nicht auch ab und an?“

Nico Rosberg und Lewis Hamilton

Ohne Handschlag ins Finale mit Hamilton:

Rosberg in „Megasituation“

Mohammed sah Jesus an und beide mussten Lachen.

Ja, auch sie konnten Sturköpfe sein und nicht selten waren es dann ihre Frauen, die für deren Aufweichung sorgten. Jesus und Mohammed verabschiedeten sich voneinander und jeder ging zu sich nach Hause. Es war wie so oft ein schöner und interessanter Tag im Paradies gewesen.

Der nächste Tag versprach ebenso schön zu werden und so langsam gewöhnten sich die neuen Bewohner und Gäste an die entspannte Lebensweise im Paradies. Fast jeder hatte nun eine Aufgabe und Beschäftigung für sich gefunden oder er war immer noch mit der Erkundung beschäftigt. Johannes und Josefine zum Beispiel machten sich auf das Land kennen zu lernen. Sie gingen zu einem Gestüt in der Nähe und bekamen dort zwei friedliche Pferde, auf deren Rücken sie nun einmal um den großen Berg reiten wollten. Sie würden die alten ägyptischen Tempel besuchen und in einer kleinen Hütte übernachten, die hinter dem Berg für Besucher offen stand. Dort gab es einen größeren See und weite, saftige Wiesen, auf denen die Pferde auslaufen konnten.

Einstein richtete sich in seinem neuen Zimmer ein und Echnaton ging natürlich wieder in den Garten um zu malen. Er hatte sich dort mit Leonardo verabredet, der ihm versprochen hatte sich seinen Vogel anzuschauen. Selbstverständlich war er bereit ihm an seiner Erfahrung teil haben zu lassen.

Reinhard und Europa wollten ins Kommandozentrum gehen um dort nach dem Rechten zu sehen. Europa wollte ihm zeigen, wie im Paradies die Lebensfunktionen des Mega-Bombinis kontrolliert wurden. Denn das riesige Bombini wurde von ihnen nicht nur als ein großes technisches Wunderwerk betrachtet sondern auch als großes intelligentes Lebewesen.

Einige Agenten und Wissenschaftler des Forschungsbombinis hatten sich zu einer Gruppe zusammengeschlossen und man besuchte gemeinsam die großen Museen der Stadt. Hier gab es viel Neues und Wissenswertes zu erfahren. Anschließend wollte man an einem Dossier arbeiten um die Erkenntnisse aufzuarbeiten. Anton und Andreas planten einen gemeinsamen Stadtbummel. Sie wollten in einem Coffeeshop für Nachschub an Gras sorgen. Außerdem hofften sie ein paar paradiesische Kiffer kennen zu lernen, die sollte es nämlich hier auch geben.

Richard blieb beim Bombini, er hatte sich einen Liegestuhl auf die Wiese getragen und wollte ein Buch lesen. Er hatte in einer Buchhandlung „Das elegante Universum“ von Brian Green gefunden. Er kannte zwar die Grundzüge der Stringtheorie, denn sie war Stoff in seiner Schule gewesen, doch interessierte er sich nun für die Details und die waren in diesem Buch gut beschrieben. Natürlich war es aus seiner Sicht ein sehr altes Buch und in einigen Aspekten war es vielleicht auch nicht mehr ganz aktuell, aber ihn interessierte auch die historische Sicht auf diese Erkenntnisse. Er wollte wissen auf welcher Grundlage Monica ihre Bombini-Theorie aufgebaut hatte. Der Vortrag hatte ihm nämlich sehr gut gefallen und ihm war klar geworden, dass er sich zwar mit der angewendeten Technik auskannte, doch mit den eigentlichen Grundlagen hatte er sich bisher nur wenig auseinandergesetzt.

Joseph hingegen nahm ein ausgiebiges Frühstück ein und ging danach noch mal kurz ins Büro um einige Anweisungen zu geben. Dann verabschiedete er sich für die nächsten drei Tage und machte sich auf zu Satan Senior. Er wollte sein Versprechen einlösen sich die Hölle einmal ganz genau anzuschauen. Er war tatsächlich schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr dort gewesen und er war gespannt, wie dieser Ort sich in den vielen Jahren weiterentwickelt hatte. Damals, bei seinem letzten Besuch, war es dort vor allen Dingen dunkel gewesen. Er war an vielen Verließen vorbeigekommen in denen die Insassen stöhnend herumgesessen hatten. Es hatte auch eine kleine Ortschaft gegeben, in der Satan mit seiner Familie lebte. Das Haus von Satan erinnerte an eine große mittelalterliche Burg mit vielen Wirtschaftsgebäuden. Allerdings konnte man nur wenig davon sehen, denn es war immer Nacht. Darum hatte er seinem Bruder auch angeboten, dass er und seine Kinder zu ihm ins Paradies hinauf kommen könnten, um dort auch mal die Sonne zu sehen. Doch Satan war nur wenig interessiert, er liebte die Dunkelheit. Seine Kinder allerdings nahmen das Angebot dankend an und kamen seither regelmäßig um Sonne zu tanken. Auf diese Weise hatten sich Satan Junior und Monalisa dann auch kennen und lieben gelernt. Natürlich war es eine platonische Liebe, eine unter Cousin und Cousine, aber sie hatten sich regelmäßig getroffen und viel miteinander geredet. Sie waren zusammen schwimmen gegangen oder hatten eine Wanderung über das Land gemacht. Während dieser für sie sehr schönen Zeit war dann auch die Idee entstanden, ein Leben auf der Erde zu leben.

Dort, so hofften sie würden sie sich als

normale Liebende begegnen können.

Horst Seehofer

Horst Seehofer lädt Donald Trump nach Bayern ein

Das war tatsächlich ihre erste Motivation gewesen.

Die Sache mit der Weltrettung, die kam erst später auf, als sie

feststellten, dass die Zukunft dieses Planeten sehr gefährdet war.

Sie waren mit ihren Plänen zu Joseph gegangen und hatten mit ihm tage- und nächtelang diskutiert, bis sie einen Plan entwickelt hatte, der versprach viele der auf der Erde herrschenden Probleme zu beseitigen. Denn Satan Junior und Monalisa waren von der Aussicht, mit ihrem großen Bombini auf der Erde zu landen, total begeistert. Ihnen war das Paradies einfach nicht mehr groß genug. Doch der Plan war kompliziert und er würde auch ein gewisses Risiko beinhalten. Denn es war klar, Satan Senior würde kaum etwas unversucht lassen um ihren Plan zu stören. Er wollte zwar auch dort landen, aber dort wollte er kein Paradies sondern eine Hölle auf Erden einrichten. Satan Junior stand diesem Vorhaben seines Vaters ziemlich kritisch gegenüber, denn er hatte das Paradies nun auch sehr schätzen gelernt und er hatte nichts dagegen, wenn alle Welt in einer solchen Anarchie lebten. Denn für ihn war das Leben im Paradies die perfekte Anarchie. Die einzigen Gesetze, die man dafür brauchte, waren die zehn Gebote und über deren Einhaltung war er bereit zu wachen, wenn er einmal die Rolle seines Vaters einnehmen würde. Der plante nämlich sich irgendwann aus dem aktiven Geschäft mit den Sündern zurück zu ziehen. Er fühlte sich durch die viele Arbeit, die er mit der ständig wachsenden Hölle hatte, mittlerweile ziemlich ausgebrannt. Ihm schwebte ein Job als oberster Banker vor, er wollte sich nur noch um seine Finanzen kümmern. Er wollte das Geld für sich arbeiten lassen und wie Dagobert Duck im Gold baden. Mit dem Geld würde er sich auf der Erde einen riesigen Palast bauen und von dort aus würde er die Welt regieren. Mit den Sünden der Menschen sollten sich dann seine Söhne auseinandersetzen. Er hatte sehr viele Söhne, doch leider waren die ziemlich faul und unzuverlässig. Sie hatten alle ihren eigenen Kopf und trieben ziemlich viel Unsinn auf der Erde. Denn dahin hatte Satan Senior sie ausgesandt. Sie sollten dort jeder an seinem Platz die Macht an sich reißen. Satan Junior hatte er auf eigenen Wunsch in die Zukunft geschickt. Doch war er schon nach einem Jahr zurück gekehrt und hatte erklärt, in so einer Welt wolle er nicht leben. Sein Junior hatte ihm ein paar Leute von dort mitgebracht und gesagt, die gehörten alle in die Hölle und dann war er nach oben ins Paradies verschwunden. Ja, das Verhältnis zu seinem Sohn war nicht unbedingt das Beste. Dennoch wusste Satan, irgendwann würde er gerade diesem Sohn sein Lebenswerk überantworten, denn dieser Sohn war der geborene Fehlersucher.

Er übersah wahrlich nichts.

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Doch nun war erst mal Joseph auf dem Weg.

Er ging einen geheimen Gang entlang, der sehr verwinkelt und verwirrend war. Ein nicht mit dieser Örtlichkeit vertrauter würde sich garantiert verlaufen und auch die kleine Tür übersehen, an der Joseph jetzt ein ganz bestimmtes und geheimes Klopfzeichen machte. Die Tür wurde ihm sofort geöffnet und ein blinder Zwerg führte ihn wieder durch ein verwirrendes Labyrinth. Diesen komplizierten Verbindungsgang hatte sich Satan Senior ausgedacht, denn er wollte es unbefugten Besuchern unmöglich machen in sein Reich zu kommen oder gar, was noch schlimmer gewesen wäre, einem seiner Bewohner den Weg ins Freie und damit ins Paradies ermöglichen. Joseph bemerkte Kameras, Lichtschranken und Fallgruben. Doch der Zwerg führte ihn gekonnt durch diesen Durchgang und nach einer Viertelstunde Weg öffnete sich vor ihm die Unterwelt. Und sogleich stellte er staunend fest, es hatte sich tatsächlich sehr viel verändert. Gut, es war immer noch ziemlich dunkel, aber es gab einige Straßenlaternen und sogar schwaches Licht in einigen Fenstern. Die Häuser waren gigantisch groß und es schienen sehr viele Menschen darin zu leben. Auf den Straßen begegnete er einigen, dunklen Gestalten, die jedoch alle schweigend und mit gesenktem Kopf an ihm vorbeigingen. Sie alle trugen Arbeitskleidung und waren offensichtlich auf dem Weg zur Arbeit oder kamen gerade daher. Er sah große Gebäude hinter deren Mauern es laut klopfte, zischte und stampfte. Sie gingen eine ganze Weile durch immer gleich aussehende Straßenschluchten bis sie zu einem großen Wolkenkratzer kamen. Er überragte alle anderen Gebäude und Licht kam aus vielen Hundert kleinen Fenstern. Nur ganz Oben waren die Fenster größer und es strahlte helles Licht heraus. Dort hin brachte ihn nun ein Aufzug. Der Zwerg begleitete ihn nicht, sondern ging zurück zu seinem einsamen Posten an der Tür zum Paradies.

Joseph dankte dem Zwerg,

doch dann stellte er fest, der Zwerg

war nicht nur blind, er war auch noch taub.

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Oben angekommen begrüßte ihn eine Frau

hinter einer großen Theke.

Er meldete sich bei ihr an und wurde gebeten auf einem der Stühle an der Wand Platz zu nehmen. Die Frau war nicht unfreundlich, aber sie redete auch kein einziges überflüssiges Wort. Joseph versuchte es mit einem Lächeln, doch dies wurde ignoriert. Also setzte er sich auf den Stuhl, er war hart und unbequem und dann musste er warten. Die Zeit schien nicht vergehen zu wollen und ihm wurde ziemlich mulmig zu Mute. Worauf hatte er sich da nur eingelassen? Er sah sich etwas genauer um und ihm viel auf, an den Wänden hingen keine Bilder, überhaupt war der Raum völlig unpersönlich, nichts ließ darauf schließen, was sich hinter den Türen verbarg, die von diesem Raum abgingen. Eine Tür war sehr groß und besaß zwei mächtige Flügel. Dahinter vermutete er das Büro seines Bruders. Das dieser ihn hier so lange warten ließ war ziemlich unfreundlich, denn er hatte seinen Bruder noch nie warten lassen. Er hatte ihn immer herzlich begrüßt, trotz aller Differenzen. Aber solche Regeln galten hier anscheinend nicht. Als er schon ungeduldig werden und einfach durch die Tür gehen wollte, da wurde er hereingerufen. Eine Stimme aus dem Nichts rief seinen Namen und die große Tür ging auf. Als er den dahinter befindlichen Raum betrat, staunte er nicht schlecht. Das Büro war sehr erlesen und teuer eingerichtet. An der, der Tür gegenüberliegenden Seite stand ein riesiger Schreibtisch und dahinter saß sein Bruder. Er stand nicht auf zur Begrüßung sondern forderte Joseph auf, auf dem winzigen Stuhl Platz zu nehmen, der einige Schritte vor dem Schreibtisch stand. Joseph folgte dieser kühlen Einladung und setzte sich.

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Sein Bruder entschuldigte sich nicht für

das lange Warten, sondern kam gleich zur Sache:

„Ich habe Dich zum Latrinenausleeren bei den Verdammten eingeteilt. Dort hat schon länger keiner mehr sauber gemacht. Einer meiner Helfer wird Dich dort hin führen, ich habe dafür keine Zeit, ich muss gleich zu einer Gerichtsverhandlung. Es ist Dir erlaubt mit den Gefangenen zu reden, aber an ihrem Schicksal wird nichts verändert, egal, was Du auch zu ihrer Lage sagen magst. Sie verbüßen alle ihre gerechte Strafe.“

Ich soll die Latrinen leeren, na, das ist ja eine tolle Aufgabe.

Sind meine Sünden denn wirklich so schwerwiegend?“

Ich kann Dir versichern, es ist noch eine der angenehmsten Aufgaben hier. Mache Deine Sache ordentlich und Du wirst abends etwas zu essen bekommen. Es wird nicht so opulent sein, wie Du es gewohnt bist, aber es wird Dir genügend Kraft geben um den kommenden Tag zu überstehen. Ich will Dich nicht unnötig quälen, aber so ein Bisschen solltest Du schon spüren, was es heißt in der Hölle gelandet zu sein.“

Gut, ich werde mein Bestes geben, und was erwartet mich morgen?“

Lass Dich überraschen, es wird Dir viele

neue Erkenntnisse bescheren.“

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Und damit war Joseph entlassen und ein Mann mit Glatze kam herein und führte ihn durch die Stadt zu einem großen, sehr alten Gebäude. In den Fenstern war kein Glas und er konnte es daraus stöhnen hören. Er machte sich auf Schlimmes gefasst, doch als er das Haus betrat, da wurde ihm fast schlecht. Es stank gewaltig nach Exkrementen und Erbrochenem. Ihm wurde eine Schubkarre gegeben und eine Schaufel in die Hand gedrückt. Dann führte man ihn an den Zellen vorbei.

Der Glatzkopf ging in einen Raum, aus dem Licht heraus schien. Joseph schaute hinein und sah einen Fernseher laufen. Außerdem gab es noch mehrere Bildschirme auf denen die Zelleninsassen zu sehen waren. Es war nur wenig auf den ersten Blick zu erkennen, denn in den Zellen herrschte ziemliche Dunkelheit. Er fragte sich, wie er dort die Latrine finden sollte. Doch das war kein Problem, der Abort befand sich immer direkt neben der Tür, sagte ihm der Glatzkopf. Er würde ihm die Türen automatisch öffnen und auch wieder schließen, sobald er mit seiner Arbeit fertig war.

Joseph hatte sich zum Glück eine bequeme Jeanshose und ein T-Schirt angezogen, denn er hatte geahnt, dass er würde arbeiten müssen. Doch, dass er eine solche Drecksarbeit erledigen sollte, damit hatte er nicht gerechnet. Er ging also zur ersten Tür, sie öffnete sich und er schaute sich in dem Verließ um. Es bestand aus nackten Backsteinwänden, einem harten Betonboden und einer Pritsche. Auf der lag ein alter Mann. Der Mann rührte sich nicht als Joseph herein trat. Die Latrine war ein einfacher Eimer, er war voll und roch unerträglich. Aber es war jetzt nun mal sein Job und so riss er sich zusammen und bückte sich um den Eimer auszuleeren.

Der Mann auf der Pritsche hob kurz den Kopf und fragte: „Hast Du etwas zu essen für mich?“

Tut mir leid, leider nein. Ich bin nur gekommen um den Eimer zu leeren.“

Das ist gut, der stinkt nämlich schon eine halbe Ewigkeit hier herum. Was hast Du denn verbrochen, dass Du diesen Scheißjob machen musst?“

Ich habe meine Freu und meine Kinder geschlagen.“

Ich habe meine gleich umgebracht. Es war im Suff geschehen, habe es nicht gewollt. Aber sie waren mir mit ihrem Gezeter ziemlich auf die Nerven gegangen.“

Und bereust Du jetzt Deine Tat?“

Das habe ich damals gleich getan, und bin von der Brücke gesprungen. Doch was hat es mir gebracht, der Strafe konnte ich nicht entgehen, ich muss noch Hundert Jahre hier ausharren, dann komme ich vielleicht in den Steinbruch und danach in die Fabrik. Doch, das ist auch nicht viel besser als hier herumzuliegen. Ich habe mir wirklich eine ziemliche Scheiße eingebrockt.“

Das tut mir leid, aber die hast Du Dir selbst zuzuschreiben.“

So ist es.“

Und damit verließ Joseph diesen Raum und wendete sich dem Nächsten zu.

Hinter der Tür sah er einen Mann, der an die Wand gekettet war. Der Latrineneimer stand in seiner Nähe und war ebenfalls ziemlich voll. Der Mann rührte sich erst als Joseph nach dem Eimer griff. „Das ist mein Eimer.“

Ich will ihn Dir auch nicht stehlen, ich leere ihn nur aus. So, bitte schön.“

Um etwas zum scheißen zu haben, müsste ich erst mal etwas zu Essen bekommen, ich weiß wirklich nicht, wann dies das Letzte mal geschehen ist.“

Bekommst Du denn nicht täglich Wasser und Brot?“

Wann soll man hier merken, wann ein Tag zu Ende ist. Ich habe einfach nur Hunger und dies schon eine halbe Ewigkeit.“

Warum hat man Dich denn angekettet, bist Du gefährlich?“

Wie Du mir, so ich Dir, hat der oberste Richter gesagt. Ich habe eine Frau entführt und diese in meinen Keller gesperrt. Ich wollte ein Lösegeld für sie erpressen.“

Das ist wahrlich eine sehr schlimme Straftat gewesen. Und hast Du das Geld bekommen?“

Ja, aber dann hat mich ein Kumpel ausrauben wollen und es kam zu einem Handgemenge. Da habe ich ein Messer gezogen und ihn umgebracht. Leider hat er mir auch eine ziemliche Wunde verpasst. An der bin ich dann elendig verreckt.“

Und jetzt musst Du hier abhängen. Wie lange denn?“

Das Urteil lautete Hundert Jahre. Allerdings hoffe ich irgendwann in den Steinbruch zu kommen.“

Und wie lange sitzt Du hier schon?“

Ich weiß es nicht. Ich kann nur hoffen, dass der Richter mich hier nicht vergisst.“

Bereust Du denn, was Du getan hast?“

Wenn ich gewusst hätte, was mich erwartet, ich hätte die Finger von der Frau gelassen und wäre einer ordentlichen Arbeit nach gegangen, ich wäre freiwillig in den Steinbruch gegangen, aber ich habe gedacht ich käme mit der Entführung durch und wäre anschließend ein gemachter Mann.“

Nun, das ist ziemlich in die Hose gegangen.“

Das kannst Du laut sagen.“

Joseph ließ den Mann zurück

und betrat den nächsten Raum.

Auch hier war ein Mensch, der eine schlimme Straftat begannen hatte und nicht von irdischen Justiz geschnappt worden war. Aber so etwas funktionierte nun mal nicht auf Dauer. Die Strafe kam so sicher wie das Amen in der Kirche. Als Joseph alle Räume gesehen und die Eimer geleert hatte, da sagte er sich, dass die Leute wirklich nicht ohne Grund dort gefangen waren. Sie hatten geraubt und getötet, sie hatten vergewaltigt und gemordet. Immer war ein Leben ausgelöscht worden und sie hatten sich der irdischen Justiz entzogen, sei es durch Selbstmord oder einen anderen Umstand. Joseph fand zwar die Strafen hart und er war sich auch nicht sicher, ob diese Menschen wirklich aus ihrer Lage lernten, aber er hoffte es. Buße musste nun mal sein.

Joseph fand, die Männer hatten alle ein hartes Urteil bekommen,

viel härter als es wahrscheinlich auf der Erde gewesen wäre.

Das hatten viele unter ihnen auch gemerkt und sie bedauerten, nicht schon dort ins Gefängnis gegangen zu sein. Dort wären sie oft nach 15-20 Jahren wieder frei gewesen. Möglicherweise wären sie zwar trotzdem in die Hölle gekommen, aber ihr Los dort wäre um einiges leichter und auch kürzer gewesen. Vielleicht hätten sie sogar auch ziemlich schnell eine Chance auf Wiedergeburt gehabt, so jedoch mussten sie in den Kerker und anschließend in den Steinbruch. An eine Wiedergeburt war für lange Zeit nicht zu denken. Einige meinten, wenn sie dies alles gewusst hätten, dann wären sie gar nicht erst auf die schiefe Bahn geraten und wären mit ihrem Leben sorgsamer umgegangen. Alle hofften jedoch irgendwann, wenn alles angebüßt war, noch einmal eine Chance zu bekommen und dann würden sie ein ehrenwertes Leben führen, was auch immer für Versuchungen ihnen in den Weg gestellt würden. Die Meisten waren schlicht davon ausgegangen, dass die Sache mit der Hölle ein Märchen war, doch nun wussten sie, die Hölle gab es wirklich und es gab auch tatsächlich einen strengen Richter, der über all ihre Schandtaten Bescheid wusste. Es gab hier oben auch nur selten einen Anwalt, der sich für sie stark gemacht hätte. Einer hatte auf der Erde so einen Anwalt gehabt, der hatte ihn geschickt rausgehauen, doch das hatte ihm letztendlich nichts genützt und nun war die Strafe um ein Vielfaches höher als sie auf der Erde je hätte sein können. Auch die Todesstrafe in einigen Ländern bewahrte sie nicht. In der Hölle angekommen, ging es gleich wieder in die Zelle.

Obwohl die Gefangenen alle zu Recht im Gefängnis gelandet waren, fragte sich Joseph warum die Umstände nicht ein Bisschen kultivierter waren. Hier herrschten wirklich schlimme Zustände. Aber andererseits, dies hier war nicht sein Verantwortungsbereich und Satan wusste wahrscheinlich besser, was eine mörderische Seele verdient hatte. Er selbst war einfach zu nachsichtig und er hätte diese Menschen sicherlich zu milde bestraft. Dennoch war er der Meinung, eine Grundsanierung des Gebäudes war ziemlich überfällig. Zumindest eine funktionierende Toilette und eine regelmäßige Mahlzeit würde er schon befürworten.

Nun wurde er zu den politischen Gefangenen geführt,

denn auch dort stanken die Eimer zum Himmel.

Steve Bannon gilt als mit der "Alt Right"-Bewegung verbandelt.

Die Zellen waren verputzt und es brannte auch eine schwache Birne an der Decke. Nicht selten waren die Leute in Mehrbettzimmern untergebracht, sie konnten sich also zumindest mit jemandem unterhalten. Alle waren sie jedoch auch zu Mördern geworden, nur hatten sie vordergründig nicht aus Habgier oder im Suff jemandem das Leben genommen, sondern ihre Taten waren ideologisch motiviert gewesen. Da gab es sogar noch Leute, die zur Zeit der französischen Revolution gelebt hatten.

Es waren viele Kommunisten drunter, die

Andersdenkende erschossen hatten, da waren

auch jede Menge Nazis dabei, die im Machtrausch

gehandelt hatten. Viele waren in der SS gewesen.

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Sie saßen jetzt bunt gemischt und büßten gemeinsam ihre Strafe ab.

Die war ebenso lang wie bei den anderen Mördern und auch auf sie wartete am Ende der Steinbruch oder eine ebenso anstrengende Arbeit in einer der Fabriken. Für ehemalige Lagerkommandanten der Konzentrationslager, die es überall auf der Welt schon gegeben hatten, hatte Satan sich die Mühe gemacht genau solche Lager aufzubauen. Dort fristeten die Sadisten von einst nun das gleiche Schicksal, wie das, welches sie zum Beispiel den Juden, Homosexuellen, Romas und Sintis angetan hatten. Doch ihr Leid wurde nicht durch eine Gaskammer oder einen Schuss in den Kopf beendet, sondern danach direkt weitergeführt. Sie alle hatten so viele Leben auf ihrem Gewissen, dass es noch sehr lange dauern würde, bis diese Insassen den Steinbruch sehen würden.

Joseph leerte überall die Latrinen und kam auch mit dem

einen oder anderen in ein kurzes Gespräch.

Fast alle beklagten ihr Leid und wünschten sich ein Ende der Qualen. Doch auch Joseph war der Meinung, dieser Aufenthalt war die einzig richtige Konsequenz. Wie Du mir, so ich Dir! Nur so konnte das Unrecht wieder gut gemacht werden, wobei es nicht ungeschehen gemacht wurde und deshalb war an eine Wiedergeburt auch nicht unbedingt zu denken. Ideologische Verblendung war nicht so leicht aus den Köpfen zu bekommen, einige sahen auch heute noch nicht ihr Unrecht ein. Es gab alte Nazis, die sahen diese ganze Höllengeschichte als eine Erfindung der Juden an und sie erklärten, dass sie beim nächsten Aufenthalt auf der Erde denen endgültig das Handwerk legen würden. Bei ihnen war von Läuterung nichts zu erkennen und Joseph wünschte ihnen einen langen Aufenthalt in Satans Hölle.

Nach den Lagern kam er zu den ganz üblen, politischen Fällen.

Das fing bei römischen Kaisern an und hörte auch bei Hitler nicht auf. Sie alle hatten Kriege angezettelt und nach der Weltherrschaft gestrebt und dabei waren sie über viele Leichen gegangen. Was sollte man mit diesen Menschen machen? Sie waren absolut uneinsichtig und sahen sich immer noch absolut im Recht.

Hitler zum Beispiel saß in einer Einzelzelle

und hielt immer noch große Reden.

Er schrie sich fast immerzu in Rage und sah in dem Ganzen eine Verschwörung der Juden. Sie hatten sich das doch mit der Hölle einst ausgedacht, schrie er, sie hätten demnach nicht nur die Erde, sondern auch den Himmel unterwandert. Nur wegen ihnen saß er jetzt hier und bekam nichts zu Essen.

Sein Eimer war tatsächlich nicht sehr voll.

Carlo Ancelotti, FC Bayern München, Krise, FK Rostow

Er starrte Joseph wütend an, als dieser zu ihm in die kleine Zelle kam.

Noch so ein Jude! Joseph leerte den Eimer und setzte sich auf den Boden. Ihm taten langsam die Knochen weh und außerdem wollte er sich mit diesem Mann wirklich gerne einmal unterhalten. Doch Hitler war zunächst alles andere als erbaut darüber. Mit Juden wollte er einfach nichts zu tun haben.

Joseph übersah seine feindselige Körperhaltung

und sagte erst mal Guten Tag.

Das brachte Hitler ziemlich auf, denn er hatte einfach keinen guten Tag. Schon lange nicht mehr und es würde auch noch sehr lange keinen guten Tag geben. Und wenn ihn schon jemand begrüßte, so schrie er Joseph an, dann hebe er zumindest den rechten Arm. Da erhob sich Joseph und streckte seinen Arm und schlug damit dem völlig überraschten ins Gesicht. Ein flammender Handabdruck wurde unversehens darauf sichtbar und Joseph beschloss, dieses Handzeichen würde rote Narben hinterlassen. Hitler war total geschockt, noch nie hatte es jemand gewagt ihn anzurühren. Ja, er war hier die ganze Zeit sogar noch ziemlich gut weggekommen.

Joseph beschloss, dass sich dies ändern musste.

Dem Mann gehörten die Beine langgezogen. Das würde auf jeden

Fall ein Thema sein, welches er mit Satan noch mal besprechen würde.

Jetzt hockte Hitler jedoch auf seiner Pritsche und fluchte. Dabei liefen ihm einige Tränen die Wange herunter. Er empfand diese Ohrfeige als ungeheuer demütigend. Was war das nur für ein Typ, der so feste zuschlagen konnte? Ihm war jetzt nicht mehr nach großen Reden zu Mute, am liebsten hätte er geheult wie ein kleiner Junge. Er erinnerte sich an die Ohrfeige seiner Mutter und an die Schläge seines Vaters. Damals hatte er sich auch so beschämt und elend gefühlt.

Joseph sprach ihn an:

„Wer hat aus Dir nur so einen Wahnsinnigen gemacht?“

Hitler empörte sich, er sei kein Wahnsinniger, er habe einfach nur erkannt, wer das ganze Unheil auf die Erde bringen würde. Es seien die jüdischen Banker und Geschäftsleute. Sie würden durch ihren Zinseszins die ganze Welt verschulden und darüber beherrschen. Sie seien die Pest der Erde.

Und Du meinst Du bist die richtige Medizin dagegen?“

Ich habe sie ausrotten wollen, weil sie schädlich für die Erde sind. Sie gehören hier nicht hin, sie sollen einfach verschwinden wo sie her gekommen sind.“

Und wo kommen sie her?“

Was weiß ich denn, wahrscheinlich von einem anderen Stern oder vielleicht kommen sie ja auch gar nicht aus diesem Universum.“

Wer hat Dir denn den Floh ins Ohr gesetzt?“ wollte Joseph nun wissen.

Na, es wird so etwas gemunkelt. Die Wände haben hier Ohren.“

Und da hast Du so etwas gehört?“

Ach, was weiß ich woher ich das habe, ich weiß es eben.“

Nun, dann weißt Du ja vielleicht auch, dass es noch ganz andere Planeten gibt, auf einem könnte ich Dir ein Plätzchen besorgen. Dort wird mit Leuten wie Dir ein langer Prozess gemacht. Da wird jede Untat eingehend untersucht und das Strafmaß darf anschließend als gerecht bezeichnet werden. Dort wird man sich auch ganz besonders Deiner Motivation widmen und auch Deine Kindheit unter die Lupe nehmen. Dein Buch wird genauestens gelesen und hinterfragt. Wenn Du also eine wirklich gerechte Verhandlung wünschst, ich kann sie Dir verschaffen.“

Ach, da steckt doch garantiert auch wieder so ein dreckiger Jude in der Richterrobe. Ich gehöre auf ein Denkmal und nicht in den Gerichtssaal.“

Das können wir natürlich auch machen, ich stelle Dich auf ein Denkmal und dann bleibst Du dort so lange Stehen, wie ein Stein es tut. Das kommt auch billiger, denn ein Denkmal ist und trinkt nicht.“

Du bist ein Sadist.“

Und Du bist wahnsinnig. Du bildest Dir eine jüdische Weltverschwörung ein, die bis in den Himmel reicht. Dabei braucht man sich doch einfach nur kein Geld bei Zinsnehmern zu leihen, dann muss man es auch nicht zurückzahlen.“

Das sagt sich leicht hin, wenn man genug Geld hat, aber die Welt wird nun mal über das Geld und damit durch die Juden regiert.“

Seid ihr das nicht selber Schuld? Ihr habt den Juden doch das Geld verleihen erlaubt. In anderen Berufen wolltet ihr sie doch gar nicht sehen. Im Grunde ist es doch ganz einfach, die Mächtigen haben sich bei den Juden Geld für ihre Kriege geliehen und wenn sie es zurückzahlen mussten, dann haben sie die Schuldner einfach aus dem Land gejagt oder, wenn es noch schlimmer kam, gleich umgebracht. Ihr wolltet einfach nur nicht Eure Schulden begleichen.“

Der Jude ist ein ewiger Brunnenvergifter, ein Scharlatan, ein Betrüger. Und außerdem haben die Juden den Jesus einst umgebracht. Mir ist dieser Jesus zwar scheißegal, aber die Christen mögen diesen Gottesmord einfach nicht verzeihen.“

Jesus ist kein Gott und außerdem war er ein Jude

und seine Mörder waren Römer.“

Ach was, die machtgierigen Tempelanbeter haben ihn ans Messer geliefert. Ihren eigenen Mann haben sie an die Römer verraten.“

Auch wenn dem so gewesen sein sollte, was geht Dich und die Menschen des 20. Jahrhunderts das noch an? Es wurden seit dem schon so viele andere Rebellen umgebracht, denen weinst Du doch auch keine Träne nach.“

Die Juden sind in meinen Augen trotzdem Untermenschen, man muss sie auf ihre Plätze verweisen. “

Ach ja, Deine kruden Ideen von der Herrenrasse.

Auch so ein Schwachsinn.“

Das ist kein Schwachsinn, das ist wie man jetzt so schön sagt, reine Genetik. Der Jude ist einfach anders. Er ist kein edler Mensch. Er taugt nur als Sklave.“

Ach ja, das wäre vielleicht eine angemessene Strafe, sei der niederste Sklave eines reichen Juden. Wie wäre es, wenn Du für so einen Mann die Drecksarbeit machen musst?“

Niemals! Ich werde so etwas bestimmt nicht tun. Ich würde ihn garantiert umbringen.“

Das ist zwecklos unter Unsterblichen, es verlängert nur Deine Strafe.“

Weißt Du was, lass mich einfach in Frieden. Hier in der Zelle geht es mir schlecht genug.“

Den Eindruck habe ich nicht gewonnen. Und darum wird sich an Deiner Situation auch etwas ändern müssen. Ich werde noch mal mit Satan sprechen. Das hier scheint mir einfach nicht angemessen zu sein.“

Mach doch was Du willst! Ich bin und bleibe der größte Feind der Juden, sie sind einfach an all dem Scheiß auf der Welt schuld.“

Joseph verließ die Zelle.

Wie trieb man nur diesen unseligen

Geist aus so einer kranken Seele wieder aus.

Joseph ging es dabei nicht unbedingt um diese eine Seele, sollte sie ruhig in der Hölle schmoren, aber leider hatte dieser Mann eine ansteckende Krankheit und nicht nur ein Volk damit angesteckt. Er war nicht unbedingt zufrieden mit sich bei diesem Gespräch, er war gegen diesen Judenhass einfach machtlos.

Ihm taten die Knochen weh und er hätte sich jetzt gerne etwas ausgeruht, aber ein weiterer Glatzkopf kam und forderte ihn auf jetzt in den Frauentrakt zu gehen. Was konnten Frauen schon so Schlimmes gemacht haben, sie hatten doch nur selten die Macht inne gehabt? Aber dann fiel ihm ein, es gab natürlich auch böse Giftmischerinnen, die dem Gefängnis entkommen waren. Also leerte er nun schon zum X-ten Mal die Karre und folgte dem Glatzkopf in das Frauengefängnis. Hier stank es fast genauso schlimm und es wurde wirklich Zeit, dass hier einer einmal für Ordnung sorgte. Im Verließ fand er keine Frau, aber es gab genug kalte Einzelzellen. Dort saßen tatsächlich Giftmischerinnen und Kindermörderinnen ein. Sie alle waren in einem ziemlich verwahrlosten Zustand und nicht wenige zischten ihn unfreundlich an, wenn er zu ihnen in den Raum trat. Sie hatten gedacht, sie wären der Justiz entkommen und jetzt saßen sie bei Wasser und Brot und verbüßten eine sehr lange Strafe, danach kam das Arbeitslager und dann ein Job in der Fabrik.

Er traf eine Frau an, die reagierte ziemlich freundlich und so ließ

er sich auf ein kurzes Gespräch mit ihr ein.

„Warum bist Du hier?“ fragte er.

Weil ich meinen Mann nicht daran gehindert habe kleine Mädchen zu entführen und zu entehren. Einige der Mädchen sind dabei umgekommen.“

Und Du hast es nicht verhindern können?“

Nein, ich habe sogar mitgemacht. Durch meine Schuld sind zwei der Mädchen elendig verhungert.“

Da hast Du aber noch Glück gehabt, wie ich sehe hast Du ein Brot zum Essen.“

Das liegt schon lange da. Ich bekomme es nicht herunter.“

Das ist Dein schlechtes Gewissen.“

Ja, es schreit die ganze Zeit in meinem Kopf. Ich mache schon seit ewigen Zeiten kein Auge mehr zu, die Stimmen machen mich einfach fertig. Ich höre die ganze Zeit die Mädchen miteinander flüstern und ich höre sie weinen.“

Das ist nicht einfach.“

Nein, das ist es nicht. Ich wünsche mir nur noch, dass die Stimmen Ruhe geben. Aber egal was ich tue, es hört nicht auf.“

Vielleicht solltest Du mit den Mädchen reden, ihnen Trost spenden und ein Nachtlied singen.“

Meinst Du, die können mich hören?“

Wenn Du sie hörst?“

Danke für Deinen Rat, ich werde es versuchen. Wer bist Du überhaupt?“

Ich bin der Kommandant dieses Raumschiffes hier.“

Dann bist Du der liebe Gott?“

So weit würde ich nicht gehen, aber ich bin im allgemeinen sehr lieb.“

Und warum musst Du jetzt die Eimer leeren?“

Ich habe meine Frau und meine Kinder geschlagen.“

Das ist auch schlimm, aber natürlich mit meiner Schuld nicht vergleichbar.“

Du hättest Mitleid mit den Mädchen haben müssen.“

Ja, aber ich muss zugeben, ich empfand es nicht. Heute ja, da empfinde ich mit ihnen, aber damals hat mich einfach mein Mann verrückt gemacht. Seine Leidenschaft für kleine Mädchen ist ansteckend gewesen.“

Hast Du Dich an den Mädchen auch vergangen.“

Nein, aber ich habe zugeschaut und Lust empfunden.“

Das ist natürlich sehr schlimm. Warum empfandest Du Lust bei dieser Grausamkeit?“

Ich fühlte mich mächtig und ich erinnerte mich an meinen Vater, der hat sich auch an mir vergangen. Damals war ich so schrecklich hilflos. Doch wenn ich meinem Mann zuschaute, dann habe ich das Ganze aus der Position der Machtperspektive heraus erlebt. Das hat mich erregt.“

Du sprichst sehr offen, es ist gut, dass Du die Ursachen erkennst, nur so kannst Du diese Sache überwinden.“

Wenn ich hier heraus komme, dann gehe ich in ein Kloster. Das Kloster zu den Liebfrauen. Die haben hier eine Niederlassung und versuchen den gefallenen Seelen zu helfen.“

Ich wusste gar nicht, dass es hier ein Kloster gibt?“

Nun, auch diese Frauen haben manchmal Schuld auf sich geladen, sie haben Kinder geschlagen und Schlimmeres. Sie haben ihre Macht missbraucht. Es gibt mittlerweile eine ganze Menge Geistliche hier. Doch die Meisten haben gleich erkannt, dass ihr Tun ein großer Fehler war und zur Buße haben sie hier ein Kloster erbaut. Dort sitzen sie bei Wasser und Brot und beten für die Seelen.“

Und zu ihnen willst Du gerne gehen?“

Ja, dann bin ich nicht mehr so alleine und kann etwas für andere tun.“

Also gut, ich werde auch Deinen Fall mit Satan besprechen, wenn es nach mir geht, dann soll Deine Buße hier in der Einsamkeit zu Ende sein.“

Ich werde für Dich beten.“

Bete um die Kinder, meine Zeit in der Hölle

ist günstig bemessen worden.“

Joseph war ziemlich erschüttert von all dem Elend, welches er gesehen hatte, aber andererseits hatten diese Menschen alle eine praktisch unverzeihliche Untat begangen, was sollte man da tun? Sie mussten bestraft werden und die Erde hatte es nicht getan. Alle waren ihrem Schicksal zunächst entronnen oder sie hatten sich durch Selbstmord diesem zu entziehen versucht. Jetzt traf sie das Gesetz um einiges härter, als es auf Erden der Fall gewesen wäre. Nur hatte Joseph den Eindruck, dass nur die Wenigsten sich läuterten und bei den Nazis war oft gar keine Einsicht vorhanden. Sie fluchten zwar über die Haftbedingungen, aber sich selbst verfluchten sie selten. Ein normaler Mörder wurde vielleicht seiner Schuld gewahr, aber es gab ja so viele, bei denen selbst die Hölle nichts änderte.

Er dachte natürlich ganz besonders an diesen Hitler,

er fragte sich immer noch, was man gegen

seine Verblendung unternehmen konnte.

Aber er dachte auch an seinen Magen. Er hatte nun schon den ganzen Tag nichts gegessen und nur einmal war ihm etwas Wasser von einem der Glatzköpfe angeboten worden. Er fragte sich natürlich auch, wer diese Typen waren. Warum waren sie in der Hölle und mussten als Aufpasser fungieren. Dies war so wie er es beurteilen konnte auch kein leichter Job. Sie saßen meist allein in ihren Kabuffs und hatten als einzige Ablenkung von dem Stöhnen und Schreien der Insassen nur einen Fernseher. Doch was dort für Sendungen liefen, dass fand Joseph auch nicht besonders interessant. Die meiste Zeit kam irgendwelche Werbung für Dinge, die es seiner Meinung nach, in der Hölle nicht zu kaufen gab.

Der Mann, der ihn nun zu seinem nächsten Arbeitsplatz bringen sollte, den fragte er was ihn in die Hölle geführt hatte. Erst wollte der nicht so recht mit der Sprache heraus, aber dann meinte dieser, er sei auf der Erde ein übler Schläger gewesen. Er habe sich besonders gerne mit anderen Schlägern abgegeben und mit denen zusammen einige krumme Dinger gedreht. Ein Mord sei in seinem Fall nicht dabei gewesen, aber er habe andere dabei auch nicht aufgehalten. Sie seien oft von der Polizei besucht worden und man habe sie auch wegen einiger Delikte in Haft genommen, aber meistens seien sie durch windige Anwälte schnell auch wieder draußen gewesen. Jetzt müsse er dafür die Verdammten bewachen und das sei keine angenehme Aufgabe. Sie als Aufpasser seien eigentlich genauso dumm dran, keine Sonne, kein vernünftiges Essen, keine Familie, kein Geld um sich etwas Schönes zu kaufen. Er habe nur die Werbung, die erinnere ihn an sein schönes Leben, welches er als Kind gelebt hatte. Aber irgendwie sei er auf die schiefe Bahn geraten und habe sein Leben völlig sinnlos gelebt. Er habe immer nur sein Motorrad im Kopf gehabt und irgendwann sei er damit vor einen Baum gefahren. Nun und vor dem himmlischen Richter habe er dann die Wahl gehabt, harte Arbeit in der Fabrik oder dieser Posten hier. Da sei ihm der Job als Aufseher als die bessere Wahl erschienen. Doch jetzt würde er oft denken, eine ordentliche, sinnvolle Tätigkeit, die sei doch besser. Da könne man sich bewehren und käme vielleicht auf die Liste zur Wiedergeburt. Und dann, wenn er diese Chance bekommen würde, dann würde er auf seine Eltern hören und einen anständigen Beruf erlernen und eine Familie gründen.

Joseph fragte ihn, ob er denn ein schlimmer Schläger gewesen wäre und da meinte er, ja, er sei wirklich sehr wild und unbeherrscht gewesen, es gäbe sicherlich einige Menschen, die große Angst vor ihm gehabt hatten. Und diese Angst hätten jetzt eben auch seine Insassen vor ihm, denn Faxen mache man mit ihm nicht. Da dachte Joseph, vielleicht war so ein Typ hier gar nicht falsch, einer mit einem weichen Herzen wie ihm, der würde nicht die nötige Härte an den Tag legen und man würde sein Mitleid ausnutzen wollen. Diesem Glatzkopf allerdings, dass sah man schon, der hatte kein Mitleid, der machte nur stoisch seinen Job.

Jetzt kam Joseph zu den Kriminellen,

die ebenfalls nicht erwischt worden waren.

Unter ihnen waren sehr viele Banker und Versicherungsvertreter. Sie hatten das Geld ihrer Kunden veruntreut und ihnen dazu noch die unsinnigsten Policen verkauft. Sie hatten sich selbst schwer bereichert und einige in große Armut gestürzt. Die Justiz hatte sie unbehelligt gelassen, denn sie hatten immer teure Anwälte gehabt, die sie rausgehauen hatten. Jetzt saßen sie in einem großen Saal und mussten irgendwelche stumpfsinnigen Tätigkeiten ausüben. Auch hier wurden sie von Glatzköpfen bewacht und zurecht gewiesen, wenn sie sich mit ihrem Nachbarn unterhalten wollten.

Man erklärte ihm, dass diese Leute meist schon nach einigen Jahren eine Stufe höher kamen und dann in der Stadt in irgendeiner Fabrik arbeiten durften. Ein Job in so einer Fabrik war ziemlich begehrt, denn danach lockte die Wiedergeburt. Auch hier wurde viel von einem anständigen Leben geträumt. Viele hatten in ihrem letzten Leben nicht daran gedacht, dass sie für ihre Taten einmal bestraft würden. Sie hatten die Hölle für ein Schreckgespenst gehalten. Doch jetzt wussten sie, niemand entkam seinen Missetaten.

Joseph war nun langsam am Ende seiner Kräfte.

Er hatte so viel Dreck und Elend gesehen, ihm schmerzten die Glieder, er hatte Hunger und Durst. Zum Glück hatten die Glatzköpfe ein Einsehen und luden ihn ein mit ihnen ein Abendmahl einzunehmen. Sie trafen sich dazu in einem Aufenthaltsraum. Es gab eine dünne Suppe und trockenes Brot. Ein Fernseher lief und zeigte wunderbar aussehende Fertiggerichte. Allen lief das Wasser im Mund zusammen, aber keiner sagte etwas. Sie wussten auch, diese Quälerei gehörte zum Konzept. Also taten sie so, als hätten sie ein Kohlroulade vor sich stehen. Einer fragte Joseph wie er seinen Arbeitstag empfunden hätte und Joseph antwortete: „Ich fand es schon sehr hart, aber gemessen an den Insassen geht es mir ja immer noch sehr gut. Allerdings werde ich Satan fragen, ob er diese Gebäude hier nicht mal renovieren will, irgendwie sind das doch auch sehr schlimme Umstände.“

Die Sünder haben es nicht besser verdient, finde ich,“ sagte einer der Glatzköpfe. „Ich hatte mir die Hölle immer viel schlimmer vorgestellt. Ewiges, brennendes Feuer, Schwefelgestank und so. Hier aber sitzen die Meisten doch immerhin im Trockenen und bekommen sogar ab und zu etwas zu essen.“

Nun, früher war das wohl auch so, mit dem Höllenfeuer, doch Satan ist mit der Zeit gegangen und hat sich von den Gefängnissen auf der Erde inspirieren lassen. Aber dort wird seit einiger Zeit der Strafvollzug modernisiert. Es gibt vernünftig ausgestattete Zimmer, halbwegs gutes Essen und immer öfter auch ein Angebot an Therapien. Damit kommen die Straffälligen nicht selten schneller wieder auf die richtige Bahn. Sie lernen einen Beruf und werden gezielt auf ein Leben nach dem Gefängnis vorbereitet. Mit so einem modernen Strafvollzug würde sich der Aufenthalt sicher stark verkürzen lassen und die Menschen wären geläutert.“

Das ist Träumerei,“ sagte ein Anderer, „die Typen sind meistens nicht

zu kurieren, schau Dir nur die Nazis an. Die träumen selbst hier

noch von ihrem tausendjährigen Reich.“

Da hast Du wohl nicht Unrecht, bei denen habe auch ich kaum Einsicht feststellen können und leider fällt mir auch nichts ein, wie man auch bei denen Fortschritte erzielen könnte. Sie sind wirklich auf einem sehr hartnäckigen Trip.“

Dieser Hitler ist wirklich ein schlimmer Fanatiker, er schreit den ganzen Tag herum und will am Liebsten dieses Raumschiff hier vergasen.“

Ja, was man mit dem machen soll, das ist mir auch noch ein Rätsel,“ sagte Joseph, „jetzt denke ich, vielleicht sollte man ihm einmal das Paradies zeigen und ihm ein wahres Tausendjähriges Reich vor Augen führen. Vielleicht erkennt er dann, was er falsch gemacht hat.“

Wenn Du kannst, dann nimm ihn mit, wir hier können seine Schreierei jedenfalls kaum noch ertragen.“

Nach dem Essen wurde Joseph zu einer leeren Zelle

geführt, darin sollte er übernachten.

Celle

Aktualisiert am 24. November 2016, 20:11 Uhr

Eine an den Händen gefesselte junge Frau ist

im Celler Ortsteil Boye entdeckt worden. Die 18-Jährige wurde

möglicherweise zuvor entführt. Die aus dem nur wenige Kilometer entfernten

Hambühren stammende Frau sei am Mittwochabend auf eine Straße gelaufen, um

auf sich aufmerksam zu machen, sagte Polizeisprecher Thorsten Wallheinke

am Donnerstag. Eine Autofahrerin hielt daraufhin an und rief

die Polizei, die noch bis in die Nacht ermittelte…

Innenminister wollen Verkehrssünder deutlich mehr zur Kasse bitten.

Es gab eine harte Pritsche und als Zugeständnis eine dünne Decke. Der Eimer in der Ecke war geleert und die Türe wurde auch nicht abgeschlossen. Joseph legte sich auf die Pritsche und stöhnte, denn seine Knochen schmerzten wirklich sehr. Er war harte, körperliche Anstrengung einfach nicht gewohnt. Früher, ja, als es noch um den Aufbau seines Paradieses gegangen war, da hatte er oft mit angepackt, einfach aus Freude an der Arbeit, doch das war nun schon lange her. Sein Paradies bewohnten mittlerweile so viele Menschen, die alle gerne ihren Teil zum Ganzen beitrugen. Dies ermöglichte ihm ein im Grunde sorgenfreies Leben. Natürlich, er arbeitete auch nicht wenig, aber es war überwiegend geistige Arbeit. Er kümmerte sich um den reibungslosen Ablauf in seinem Reich und dann hatte er ja auch noch die vielen Schicksale auf der Erde zu begleiten. Man erhoffte sich von ihm Hilfe und Unterstützung und richtete unzählige Bitten an ihn. Nicht jedem konnte er helfen, aber wenn einer besonders in Not war und nicht mehr als seine Hoffnung auf die Hilfe einer höheren Macht hatte, dann versuchte er die Zufälle des Lebens ein Bisschen zu beeinflussen. Letztens hatte er erst noch so einen Fall gehabt. Da war ein Familienvater, der mit seiner Frau und seinen Kindern seine Sippe verließ, weil er deren Lebensstiel nicht mehr teilen wollte. Diese Sippe war sehr rückwärtsgewandt und schottete sich vollkommen von der Welt ab. Sie lebten nach sehr strengen Regeln, die keinen Platz für freie, persönliche Entfaltung zuließen. Ihre Gemeinschaft war so gut wie autark und nicht unähnlich der Lebensweise der Rückwärtsgewandten von denen Reinhard erzählt hatte. Dieser Familienvater jedoch wollte am allgemeinen Leben teilnehmen und seinen Kindern ein freies Leben ermöglichen. Doch er hatte bisher kein Geld und keine Erfahrung in der modernen Welt sammeln können und stand jetzt ziemlich hilflos da. Er brauchte ein Haus für seine Familie und einen Job um die Miete und auch alles andere bezahlen zu können. Joseph fand den jungen Mann mutig und er freute sich über sein Gottvertrauen, denn diese Familie glaubte ganz fest daran, dass Gott ihnen bei ihrem Schritt in die Welt zur Seite stehen würde. Nun, da half er dann gerne, denn ihm war klar, Gott konnte sich um solche Kleinigkeiten nicht kümmern, da mussten auch andere ran. Er sprach mit Jesus und der sorgte dafür, dass eine evangelikale Gemeinde sich dieser Familie annahm. Joseph sorgte für die Begegnung mit einem freundlichen Bauer, der dieser Familie Haus und Arbeit gab. Das Gottvertrauen sollte nicht enttäuscht werden. Doch solche Hilfe konnte er nicht in jedem Fall leisten, dafür reichten die Kapazitäten des Paradieses nicht aus, auch wenn dort wirklich viele mit Rat und Tat den Menschen auf der Erde zur Seite standen. Doch es waren einfach viel zu viele und es gab nicht wenige, die sich nicht ohne Grund etwas verlassen fühlten.

Sehr oft wurde daher die Frage gestellt: „Warum hilft Gott nicht,

warum lässt er dieses oder jenes Unglück nur zu?“

Doch da konnte Joseph nur sagen, viel vermeintliches Unglück war nur die Vorstufe zum nächsten Glück. Manchmal musste man eben auch etwas Geduld haben um zu erkennen, durch einen schweren Schicksalsschlag kam man erst in den Genuss des wahren Glücks. Deshalb wurde eben auch nicht jeder Wunsch positiv beantwortet. Gott dachte die Dinge oft von Hinten, er wusste was in der Zukunft lag und konnte so sinnvollere Lösungen finden. Und Joseph sah sich mit vielen anderen im Paradies als Vermittler und Vollstrecker dieses göttlichen Willens.

Müde wie Joseph war schlief er bald schon ein.

Doch mitten in der Nacht wurde er durch irgendetwas geweckt und er streckte seine Beine und Arme aus und setzte sich auf die Kante seiner Pritsche. Was hatte ihn geweckt? Er lauschte und da hörte er von irgendwo her ein lautes Wimmern und Weinen. Er stand auf und ging auf den Gang hinaus. Ein fahles Licht brannte er konnte im Dämmer viele Türen sehen. Er ging den Gang entlang und folgte dem Geräusch. Vor einem der Zimmer blieb er stehen. Hier weinte jemand bitterlich. Er klopfte an die Tür und wie von Wunderhand öffnete sie sich. Er trat ein und schaute sich um. Das Zimmer war so kahl wie alle anderen, die er bisher gesehen hatte. Auf dem Bett lag ein Mann, er weinte immer noch. Da setzte er sich zu diesem Mann auf die Pritsche und berührte ihn an der Schulter. Der Mann zuckte zusammen und wendete sich ihm zu. Joseph erkannte ihn, es war Rudolf Hess.

Joseph schaute ihn freundlich an und fragte: „Warum weinst Du?“ Der Angesprochene reagierte überrascht und zog die Nase hoch. „Hitler will nicht mit mir sprechen, dabei habe ich doch die ganze Zeit, auch im Gefängnis an ihm festgehalten. Ich habe seinen Traum von einem Paradies auf Erden geglaubt, ich habe alles ausgehalten, doch jetzt tut er so, als kenne er mich gar nicht.“

Ein Paradies auf Erden wolltet ihr?“

Ja, ein Paradies mit Arbeit und Wohlstand für Jedermann, ein Reich in dem niemand ausgebeutet wird, insbesondere nicht von den hinterhältigen Juden. Wir wollten alle eine große Familie sein, die Länder zusammenführen und unter einer Herrschaft vereinigen. Doch sein Krieg hat alles zu Nichte gemacht. Der Krieg war der falsche Weg. Aber das will er nicht einsehen. Jetzt macht er auch noch mich für das Scheitern verantwortlich, er meint, ich hätte die Sache verraten. Dabei habe ich doch nur verhindern wollen, dass noch eine zweite, große Front im Westen entsteht. Und dann auch noch diese Hölle hier. Jetzt sitzen wir in der Falle.“

Mich wundert es Dich hier zu sehen, hast Du auf der Erde nicht

schon lange genug im Gefängnis gesessen?“

Ich wollte bei meinem Führer sein, ich hätte wiedergeboren werden können, aber ich habe abgelehnt. Doch was habe ich davon, Hitler spricht nicht mit mir, er meint nur ich sei wahnsinnig.“

Nun, ich finde es schon etwas verrückt diesem Mann sogar bis in die Hölle zu folgen. Du hättest die Wiedergeburt besser angenommen, hier wirst Du kaum ins Paradies kommen. Auf der Erde hättest Du jedoch eine Chance dazu gehabt.“

Das weiß ich jetzt auch, doch nun ist es zu spät. Jetzt sitze ich erst mal mit Hitler in einem Boot. Satan meinte, ich sei zu blöd für die Welt.“

Es war ja auch ziemlich dumm von Dir, diesem fanatischen Massenmörder zu folgen.“

Hitler ist doch kein Massenmörder,

er hat niemanden getötet.“

Was wir über Trump wissen sollten, aber noch

nicht bekannt ist – Hagen Grell bei SchrangTV-Talk

Published on Nov 24, 2016

Hagen Grell hat mit seinen Trump-Videos für Furore gesorgt

und hunderttausende Menschen erreicht. Jetzt spricht er bei SchrangTV-Talk.

Aber er hat es angeordnet und zwar millionenfach, dass ist sogar noch viel schlimmer. Ein Massenmörder greift zumindest selbst zum Messer, aber Hitler hat eigentlich friedliche Bürger zu Bestien gemacht. Er hat die schlimmsten Seiten bei ihnen zum Leben erweckt. Euer blödsinniger Judenhass hat alle vergiftet.“

Die Juden sind aber auch das Problem. Schau Dir nur an was sie heute in Palästina anrichten, sie sind doch um kein Deut besser wie wir. Und dann die Sache mit dem Geld. Sie erpressen es von den Ärmsten, ja sie beuten alle aus. Sie streben die Weltherrschaft an, indem sie die Machtzentren der Welt besetzen. Sie stecken auch hinter den großen Medienkonzernen und die verdummen die Welt mit ihren Lügen.“

Du machst es Dir zu einfach, wenn Du hinter allem Bösen die Juden vermutest. Es gibt sehr viele Rechtschaffende unter ihnen und die habt ihr fast alle ausgerottet mit Eurem Hass. Jetzt sind die Juden natürlich endgültig gewarnt und wollen verhindern, dass sich so etwas noch mal wiederholt. Sie wissen, sie müssen Einfluss nehmen, wenn sie nicht wieder so ein Unheil über sie kommen soll.“

Mir ist es mittlerweile ja auch scheiß egal, ich bedaure nur, dass wir nicht unseren nationalsozialistischen Traum leben konnten. Der beinhaltet mehr als nur die Vernichtung der Juden. Wir wollten im Einklang mit der Natur leben, wir wollten in sozialer Gemeinschaft leben, wir wollten die Kraft und die Schönheit des arischen Menschen bewahren, wir wollten eine bessere Welt, ohne diesen elenden Kapitalismus.“

Das hättet ihr ja auch haben können, doch ihr musstet ja Kriege

führen, das konnte die übrige Welt einfach nicht dulden.“

Ja, der Krieg war ein Fehler, das habe ich immer schon gedacht. Darum war ich ja auch nach England geflogen, ich wollte dort klar machen, dass wir mit dem Westen Frieden wollen. Doch die haben mich nicht ernst genommen.“

Wie dem auch sei, weine nicht, überlege Dir besser, wie Du hier wieder heraus kommst und ein neues Leben bekommst. Hitler ist wohl unbelehrbar, er wird bei seinem Schuldenkonto wohl ewig in der Hölle sitzen bleiben.“

Sag, wie kommt es dass Du hier sitzt und mit mir redest?

Bist Du kein Gefangener?“

KURDISCHER FRAUENSCHLEIFER

IN HAMELN GEHÖRT ZU DEUTSCHLAND?!

Published on Nov 24, 2016 | ZERBERSTER

Ich bin der Kommandant dieses Schiffes und leiste hier gerade meinen Bußdienst, denn auch ich bin nicht frei von Schuld.“

Das ist ja erstaunlich, ein Kommandant der Buße tut. Das hast Du doch sicherlich gar nicht nötig, Du hättest Immunität geltend machen können.“

Immunität halte ich für keine gute Lösung, jeder sollte nach seinen Taten gemessen werden und wie gesagt, auch ich habe in meinem letzten Leben gefehlt.“

Wie lange musst Du hier bleiben?“

Nicht lange, ich konnte drei Tage aushandeln.“

Drei Tage, das ist wirklich nicht viel, ich sitze jetzt schon ein paar Jahre hier ein.“

Völlig unnötig, das kannst Du Dir eindeutig Deiner Blindheit zuschreiben. Hitler ist kein Held, er ist auch keine Lichtgestalt, er ist noch nicht einmal von besonderer Klugheit. Er ist einfach nur ein Wahnsinniger, der an die Macht gekommen war. Ein gescheiterter Möchtegern-Künstler, ein Mann mit Hss im Herzen, der zugegebener Maßen eine unerklärlich magische Ausstrahlung besitzen muss, auf die, die Menschen hereingefallen sind. Sie haben sich verrückt machen lassen, es gibt Wahnsinn, der ist einfach ansteckend. Wenn Du wiedergeboren werden solltest, dann suche nicht nach einem Führer, sondern nach Gott. Mit seiner Hilfe kann auf der Erde ein Paradies entstehen, denn er weiß wie man es anstellen muss.“

Ach, mit Gott habe ich bisher noch nicht viel am Hut gehabt.“

Dann wird es Zeit, dass Du Dich ihm zuwendest. Er kann Dich hier heraus holen und Dir eine Zukunft schenken.“

Gott kommt bestimmt nicht hier vorbei, der sitzt in seinem Paradies und lässt es sich sicher gut gehen.“

Nun, eines weiß ich, wenn man sich an ihn wendet, dann hört er meistens zu.“

Und Du meinst ich sollte es noch mal versuchen? Mit dem Leben meine ich.“

Vergiss diesen verrückten Blödmann und suche Dir einen wahren Führer, einen der Erfahrung mit er Erschaffung von Paradiesen hat. Hitler hat dazu nicht genug Fantasie.“

Ich werde mir das durch den Kopf gehen lassen.“

Gut, dann schlafe jetzt noch ein bisschen und Morgen versuchst Du einen Termin bei Satan zu bekommen und sagst Du willst auf die Liste.“

Danke, ich werde es versuchen.“

Die EDEKA Rechten

Published on Nov 24, 2016

Und so verließ Joseph diesen Rudolf und hoffte, er hatte nun wenigstens

einen von diesem destruktiven Trip herunter bekommen hatte.

Am nächsten Morgen wurde er früh geweckt und

zu seinem neuen Arbeitsplatz gebracht.

Es handelte sich um eine riesige Bäckerei.

Dort wurde das Brot für alle gebacken. Joseph sah riesige Öfen, in denen Tausende von Broten lagen. In der großen Halle war es wahnsinnig heiß und laut. Die heißen, leeren Bleche wurden übereinandergestapelt und in riesigen Trögen wurde der Teig geknetet. Das Getreide kam aus dem Paradies, dort wurden extra große Felder, nur für die Versorgung der Unterwelt bestellt. Dieses Getreide war Teil des Vertrages mit Satan und unbedingt notwendig, denn in seiner dunklen Welt wuchs nicht ein Grashalm. Überall gab es nur Sand und Steine. Damit belieferte Satan wiederum das Paradies. So war ein gerechter Austausch geschaffen worden, denn Geld als Zahlungsmittel existierte nun mal nicht. Was hätte man in der Hölle auch mit Geld anfangen können, es gab keine Geschäfte in denen man hätte etwas kaufen können.

Joseph sollte nun jedenfalls beim beschicken der Öfen helfen.

Dies war eine sehr anstrengende und schweißtreibende Arbeit. Er verbrannte sich einige Male an den heißen Blechen und sehnte die Pause herbei. Es gab aber keine. Es gab auch nichts zu trinken. Die ganze Zeit hieß es immer nur Bleche in den Ofen und wieder heraus. Einige Brote fielen dabei auf den Boden, doch wurden sie sogleich aufgehoben und wieder zu den anderen gelegt. Hier hatte man keinen Sinn für Verschwendung, denn es kam auf jedes Brot an.

Mit jemandem zu sprechen war bei dem Krach einfach unmöglich und den Arbeitern stand auch nicht der Sinn danach. Sie wollten einfach nur das der Tag verging damit sie nach Hause gehen konnten. Dieses Zuhause sollte Joseph später auch kennen lernen, denn nach dem die lange Schicht zu Ende war, wurde er für die Brotausgabe eingeteilt und kam in ein Gespräch mit einem anderen Brotausteiler. Der fragte Joseph seit wann er denn diesen tollen Job habe, denn die Bäcker waren unter den Höllenbewohnern sehr angesehen. Sie saßen an der Quelle ihrer einzigen Nahrung und durften sich jeder nach der Arbeit ein halbes Brot mit nehmen.

Joseph erklärte wer er war und

warum er in der Hölle Dienst tun musste.

ENTSCHULDIGUNG - PROBLEM BEHOBEN!

Das erstaunte den Kollegen und er wollte gerne mehr über das Leben im Paradies erfahren. Darum lud er Joseph zu sich nach Hause ein. Zu zweit durften sie ein ganzes Brot mitnehmen und so kam Joseph an diesem Tag in eines der vielen Häuser, die um den großen Wolkenkratzer erbaut worden waren.

Der Kollege hieß Heinz und er lebte auch nicht alleine. Er hatte hier in der Hölle eine Frau kennen gelernt, sie hieß Ilse. Heinz und Ilse bewohnten ein Zimmer. Es war recht klein, hatte aber Platz für ein Bett und einen Tisch mit zwei Stühlen. In der Ecke stand ein kleiner Schrank, das war es. Heinz stellte Joseph seiner Ilse vor und lud ihn ein am Tisch Platz zu nehmen.

Ilse war eine schon etwas ältere Frau, die mit einem schlimmen Rücken zu tun hatte. Sie saß in der großen Näherei, dort wurden die Arbeitshosen für die vielen Arbeiter genäht. Die Baumwolle dazu kam ebenfalls aus dem Paradies. Sie musste allerdings dann noch gekämmt, gesponnen und verwebt werden. Das war viel Arbeit für die Frauen, die in die Hölle gekommen waren. Der Lohn für Beide war ein Brot und etwas Wasser. Dieses aßen sie jetzt zusammen und Joseph ließ sich von den schlimmen und gefährlichen Arbeitsbedingungen berichten. Die Maschinen liefen immer in einem sehr hohen Tempo und ständig wurde man dazu aufgefordert schneller zu weben und schneller zu nähen. Es gab keine Pause und der Durst während der Arbeit war sehr schlimm. Das konnte Joseph jetzt durchaus mitfühlen, denn auch er war den ganzen Tag über durstig gewesen. Auch das hohe Arbeitstempo hatte ihn ganz schön geschlaucht. Er sehnte sich nach seinem Balkon, und er erzählte von seinem herrlichen Blick in den Garten, jetzt würde bei ihm im Paradies gerade die Sonne untergehen und ein sanfter Wind würde den Duft aus den Gärten zu ihm tragen. Er hätte ein Glas Rotwein und etwas Käse bei sich stehen und wenn ihm danach war, dann konnte er in jedes Restaurant gehen um etwas Ausgefalleneres zu essen. Hier jedoch gab es nun schon den zweiten Tag nur trockenes Brot zu essen. Aber nun hatte er richtig Hunger und darum schmeckte es gar nicht so schlecht. Es war zwar Brot von Vortag, aber das machte gar nichts.

Heinz und Ilse waren freundliche Leute und sie wollten gerne

mehr über das Paradies hören und so erzählte

er ihnen noch eine Weile davon.

Sie fragten ihn, ob er bei ihnen übernachten wolle. Da er nicht wusste, wo er sonst hingehen sollte, sagte er nicht nein. Doch wo sollte er schlafen, das Bett der Beiden wollte er nicht nehmen. Doch die bestanden darauf. Sie würden auf dem Boden auf einer Decke schlafen, dass hätten sie schon öfter gemacht, damals, als sie hier angekommen waren. Da hätten sie viele Monate auf nacktem Boden und unter freiem Himmel schlafen müssen. Sie hätten nichts gehabt, noch nicht mal etwas Brot. Man hatte sie einfach in die dunkel Wüste geschickt und gesagt, seht zu wie ihr klar kommt. Sie waren viele gewesen und dort hatten Heinz und Ilse sich dann auch kennen gelernt.

Jetzt fragte Joseph, was sie

denn nur in diese Situation gebracht hatte.

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Und dann erzählten Heinz und Ilse, dass sie leider einen großen Fehler in ihrem Leben gemacht hätten. Sie wären auf diesen Hitler hereingefallen und seien ihm willig gefolgt. Ja, sie hatten auch Juden beschimpft und sich sogar an Plünderungen beteiligt. Sie waren auch ohne Mitleid gewesen als ihre Nachbarn von der Gestapo abgeholt worden waren. Im Gegenteil, sie hätten sich an deren Hausrat schadlos gehalten. Ilse lebte damals in Berlin und Heinz in der Nähe von München. Ihnen wäre das Unrecht überhaupt nicht klar geworden und sie hätten auch laut mitgejubelt als es in den Krieg ging. Heinz hatte den Krieg als Soldat mitgemacht und er hatte auch eines der Konzentrationslager gesehen. Gut, das sei kein schöner Anblick gewesen, aber auch er hätte Hitler geglaubt, der immer wieder behauptet hatte, die Juden seien an dem Übel der Wirtschaftskrise schuld. Der Nationalsozialismus versprach eine bessere Welt und an die hätten beide geglaubt. Erst in der Hölle sei ihnen klar geworden, dass dies alles einfach nur ungerecht und unmenschlich gewesen war, doch da war es zu spät für die Reue. Jetzt hieß es büßen. Aber zum Glück hatte die Zeit in der Wüste nach einigen Monaten ein Ende und sie durften in der Stadt arbeiten. Erst waren es die ganz niedrigen Arbeiten wie kehren und Wolle zupfen, doch dann seien sie wegen guter Führung langsam aufgestiegen und sie hätten dieses Zimmer zugewiesen bekommen. Ja, und sie standen nun sogar auf der Liste für die Wiedergeburt. Sie wollten unbedingt gemeinsam wiedergeboren werden, möglichst als Zwillinge. Wo sei ihnen egal, sie würden jedes Schicksal annehmen und versuchen das Beste daraus zu machen.

Das hörte sich für Josephs Ohren alles gar nicht schlecht an.

In diesen beiden Fällen hatte die Hölle also doch etwas Gutes bewirkt.

Und so nahm er ihr Angebot an und legte sich mit seinen müden Knochen auf das Sofa, die Decke gab er den Beiden. Die legten sich zusammen in die andere Ecke des Raumes und bald schon waren alle tief und fest eingeschlafen.

Am nächsten Morgen wartete ein Auto auf Joseph.

Er stieg ein und wurde durch die Stadt in eine Tiefgarage gefahren. Dort standen die unterschiedlichsten Fahrzeuge, auch Kutschen waren darunter. Er wurde zu einem Fahrstuhl geführt und dann ging es alleine viele Stockwerke hinauf. Oben angekommen öffnete sich die Tür und er stand in der großen, schönen Wohnung von Satan Senior und seiner Frau. Diese begrüßte Joseph mit den Worten: „Joseph, nein, wie siehst Du denn nur aus!“ Sie wagte ihn nicht zu berühren, sondern sie geleitete ihn geradewegs in ein großes, modernes Badezimmer. Dort sollte er sich erst mal ordentlich duschen. Sie legte ihm einen schwarzen Anzug ihres Mannes hin. Als er aus dem Bad heraustrat, nahm sie ihn endlich in den Arm und begrüßte ihn sehr herzlich.

Satans Frau war eine sehr schöne, rassige Rothaarige.

Sie war zwar eigentlich eine Hexe, aber dennoch sehr liebenswürdig. Sie hatte herrlich schöne, große, grüne Augen und wunderbare Locken. Ihre Figur war sehr sexy und ihre Kleidung unterstrich diese Vorzüge auch noch. Ihr Kleid war an der Seite ziemlich hoch geschlitzt und ließ ihre langen, schlanken Beine sichtbar werden.

Joseph hatte sie schon öfter getroffen, meistens war sie dann gerade auf Shoppingtour im Paradies unterwegs. Sie traf sich dort auch noch mit ein paar anderen Hexen, die jedoch im Paradies ihr Zuhause hatten. Diese Hexen waren einmal auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden, weil sie Heilkundige gewesen waren und sich auch mit den verschiedenen Wirkungen der Kräuter ausgekannt hatten. Sie waren allesamt sehr kluge und weise Frauen, die Lösungen für die unterschiedlichsten Krankheiten des Körpers, aber auch der Seele gefunden hatten.

Roxelane, die Frau des Satans, war nicht seine erste Frau,

das hieß, sie war nicht die Mutter seiner Kinder.

Von der wusste niemand etwas Genaueres. Sie war eines Tages einfach verschwunden und nicht mehr aufgetaucht. Es ging das Gerücht, dass sie auf der Erde als unsterblicher Geist ihr Unwesen trieb. Sie wusste wie man in die Seele eines Menschen einfuhr und von dort aus übte sie ihre Macht immer wieder aus. Sie konnte es auch verhindern für ihre Untaten zur Rechenschaft gezogen zu werden, denn bevor sie vor das satanische Gericht gestellt werden konnte, war sie auch schon wieder in eine neue Person eingedrungen. Man hatte allerdings durchaus auch den Verdacht, dass Satan Senior dagegen nicht viel einzuwenden hatte, im Gegenteil.

Er war sehr zufrieden mit seiner Roxelane und das Wirken

seiner ersten Frau machte ihm nur wenig Kopfschmerzen.

Joseph ließ sich in ein wunderbar eingerichtetes Esszimmer geleiten und dort wartete erst einmal ein ordentliches Frühstück auf ihn. Ihm war allerdings gar nicht so sehr danach. Er begnügte sich mit einer Tasse starken Kaffees und einem halben Brötchen mit etwas Käse. Er dachte an Heinz und Ilse, die nun wieder an ihren beschwerlichen Arbeitsplätzen durchhalten mussten. Roxelane war ein Bisschen enttäuscht, denn sie hatte sich mit dem Frühstück sehr viel Mühe gegeben.

Er biss gerade in sein Käsebrötchen,

da kam der Hausherr an den Tisch.

So süß, der ist zum Fressen! Ein Hamster feiert Thanksgiving

Er begrüßte Joseph ebenfalls sehr freundlich und forderte ihn auf nur gut zuzugreifen, denn es würde ihn ein weiterer anstrengender Tag erwarten. Satan erklärte, dass Joseph heute Beisitzer bei einigen Gerichtsverhandlungen sein würde, denn Satan wollte, dass Joseph sich ein ganzes Bild von der Hölle machte, schließlich hatte sich in den Jahren seit seinem letzten Besuch doch auch einiges geändert. Das Höllenfeuer war erloschen, die Luft war durch die Verbrennung einfach zu schlecht geworden. Es gab auch kaum noch die ewige Verdammnis, fast alle wurden irgendwann wiedergeboren, ansonsten wäre in der Hölle gar kein Platz mehr. Gerade die letzten beiden Weltkriege hatten, so erklärte Satan, die Hölle an ihre Grenzen gebracht. Es war einfach nicht möglich jeden Soldaten der geschossen hatte aufzunehmen. Die Wiedergeburt war daher die einzige Lösung gewesen.

Das hatte jetzt natürlich zur Folge, dass

viele nicht geläuterte Seelen auf der Erde lebten.

Nackter Protest vor Deutscher Botschaft in Kiew

Allen am Tisch war klar, dies war ein ziemlich großes Problem, denn

diese Menschen mit einer solchen Seele, die waren schnell bereit wieder

eine Waffe in die Hand zu nehmen. Satan hatte daher begonnen diese

Menschen möglichst in eine Hölle auf Erden zu schicken, was

allerdings bedeutete, dass es sehr viele Orte auf der Welt

geben musste, die der Hölle etwas ähnlich waren…

FC Bayern München

70 TOTE bei Attentat…

…Härtere Strafen für Raser

Terrorists Across The Globe Know Our Border Is Open

Published on Nov 24, 2016 – Infowars reporters Joe Biggs and Margaret Howell

discuss the state of the American southern border.

Indianer Prophezeiung zu den USA und deren Untergang

Published on Nov 24, 2016

zum Nachdenken…

Europa League: Mainz 05

scheidet aus – nur 0:0 in St. Etienne

Andrea Nahles

Ungarischer Ex Geheimdienstler:

„Tausende ‚Flüchtlinge‘ bereiten Bürgerkrieg in Deutschland vor!“

Published on Nov 24, 2016

http://www.Wahrheitsbewegung.TV – Ein Ex-Geheimdienstagent aus Ungarn spricht in einem

Interview darüber, dass sich unter den eingewanderten Siedlern, welche durch Soros und

Merkel angelockt wurden, zahlreiche hochgefährliche Menschen befinden. Diese

planen möglicherweise, sogenannte „No Go Areas“ auszuweiten und

die einheimische Bevölkerung zu bekämpfen.

Bedeutung der Wahrheit – Jo Conrad & Robert Salopek

| Bewusst.TV – 23.11.2016

Published on Nov 24, 2016 – 23.11.2016 – Für den Online Kongress „Authentic Spirit & Science“,
der am 15. Dezember 2016 startet, interviewte Robert Salopek Jo Conrad, insbesondere über
die Beweggründe für seine Arbeit, seine Leitmotive und die Bedeutung der Wahrheit
für ihn selbst. Das Gespräch dürfen wir vorab veröffentlichen.

Dr. Friedrich Weinberger

Die Agenda hinter dem Gender Mainstream –

Published on Nov 24, 2016

Götz Wittneben im Gespräch mit dem Neurologen und Psychiater Dr. Friedrich Weinberger

Der Neurologe, Psychiater, Psychotherapeut Dr. Friedrich Weinberger ist in dem mitte des Jahrzehnts Aufsehen erregenden Psychiatrie- und Justiz­skandal um Gustl Mollath bekannt ge­worden durch seinen Einsatz für den zu Unrecht langfristig psychiatrisch Inter­nierten. Wein­berger trat gutacht­lich seinen hier involvierten Fachkol­legen, ja letzt­lich dem ganzen mit­ver­strickten Establish­ment scharf ent­gegen und schuf so die Voraussetzung, daß Mollath nach sieben­einhalb Jahren seine Freiheit wiedergewann. Seit über 40 Jahren setzt sich Weinberger mit etlichen Kolle­gen zu­sammen in der „Walter-von-Baeyer-Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie e.V.“ gegen den Miss­brauch seiner Fachdisziplin, seines Berufs zu politischen Zwecken ein. Ur­sprüng­lich war dieser über­wiegend aus der Sowjetunion bekannt geworden.

Für seine ehren­amt­liche Arbeit wurde Weinberger 2006

mit dem Bundesverdienst­kreuz ausge­zeichnet…

FORTSETZUNG folgt!