Monalisa TV – R(W)ITT(G)ER..V(I)ER..B..Oh..D/T? …8.November 2016

Donald TrumpMonalisaTV – Die Zeit ist reif

Bis zu 100 MBit/s testen mit o2 DSL

12. – 13.Januar 2015 – … Die SONNENGÖTTIN schaute aus dem Fenster und war mehr als erstaunt, denn der HIMMEL war komplett WEIß, kein einziger Stern war mehr zu sehen, alles war einfach nur weiß … komisch, dachte MONALISA, wo war nur die DUNKELHEIT geblieben, die die Himmelskörper sichtbar machte? … SIE verließ IHR ABTEIL und schaute auf einen der überall im ZUG angebrachten BILDSCHIRME und stellte beruhigt fest, dass zumindest IHR NEUER KANAL – MONALISA TV noch zu sehen war. Im ZUG selbst war es jedoch ungewöhnlich ruhig und die PLÄTZE, an denen die ganze FAHRT über all die fleißigen MITARBEITER GOTTES ihren Aufgaben nachgegangen waren, waren nicht besetzt. Was war denn nur los heute? SIE ging in der ZEIT zurück und dann sah SIE auch schon eine versammelte Menschenmasse.

Die GÖTTIN stellte sich daneben und hörte interessiert zu: …

apfelessig-t

Sorglos dem Ruhestand entgegen

„Ich bin Reichsbürger!“

Published on Nov 7, 2016

Trump VS Hillary – Ein Tag vor der Wahl

Published on Nov 7, 2016

Ein paar letzte Gedanken zur morgigen Wahl in den USA.

Islamisten Ja – Patrioten Nein? Zu Anne Wills Talkshow

Published on Nov 8, 2016

Ein Kommentar im Zug zur neuesten Heuchlei der Medien. Mit Islamisten und ISIS-Heimkehrern „sucht man den Dialog“.
Gegen Patrioten hetzt und geifert man. Während bei meiner Einladung 3 Gäste ihr dabei sein absagen, gibt es keine ähnlichen Reaktionen wenn Islamisten eingeladen werden. Ich will niemanden vorzuschreiben wenn er einzuladen hat. Ich finde aber, dass dieser Fall wieder einmal die seltsame Beziehung der Linken zum Islam aufdeckt. 

Diese Leute haben jedes Maß verloren…

Aufatmen im Berchtesgadener Land

Gute Bomben, böse Bomben –

Gefährliche Stimmungsmache zu Propagandazwecken

Published on Nov 7, 2016

Während Bombenabwürfe in der Realität immer Tod und Leid bedeuten, versucht BILD ihren Lesern

derzeit zu erklären, dass es sehr wohl „gute“ Bomben gibt. Natürlich handelt es sich dabei um

US-amerikanische Sprengköpfe. Wie gefährlich ist eine solche Stimmungsmache?

Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/ 

 Donald Trump und Hillary Clinton nach der ersten TV-Debatte, Hempstead, New York, USA, 26. September 2016.

„Fernsehen (nicht nur) für Außerirdische“

 NACHRICHTEN vom KAMPF der ZAUBERER

corburt erilioGood day! This is kind of off topic but I need some guidance from an established blog.

Is it very hard to set up your own blog? I’m not very techincal but I can figure things out

pretty fast.I’m thinking about setting up my own but I’m not sure where to

start. Do you have any ideas or suggestions? Cheers

Anm. d. AUTORIN: Don’t trust Google!

Zion Banksters

Published on Nov 7, 2016Schiggl Grouba

„Arbeiten 4.0“

Werden künftig noch Köche gebraucht? Prototyp einer Roboter-Küche.

 Sozialpolitik von gestern für die Outgesourcten von morgen…

 Monalisa TV – Nachrichten für GOTT und die WELT!- 12.Februar 2015

Jesse James Reveals Why He Was The First To Endorse Trump

Published on Nov 8, 2016

Alex Jones speaks with Jesse James about his relationship with Donald Trump

and how what he saw made him immediately endorse Donald Trump.

arktik-antarktik-cme-chaos-us-election

Historic 52 Hour Live Election 2016 Coverage – Pt 4

Urgent News: Military Told to „STAND DOWN“

 Hillary to be installed as President

Published on Nov 7, 2016

Aktualisiert am 07. November 2016, 14:30 Uhr

Feuerwehrfahrzeuge in Hamburg

Frau wird von Ex-Partner mit Säure überschüttet…

Hamburg (dpa) – In einem Jobcenter in Hamburg ist eine 46 Jahre alte Frau von ihrem Ex-Partner mit Säure überschüttet worden. Sie erlitt Verletzungen an den Augen, im Gesicht sowie am Oberkörper, sagte ein Polizeisprecher. Der mutmaßliche Täter sei der frühere Lebensgefährte der 46-Jährigen, es handele sich um eine Beziehungstat. Der Mann sei auf der Flucht.

Die Feuerwehr bemühe sich vor Ort darum, die Art der Säure zu analysieren.© dpa

ANOZIN TV

Published on Nov 7, 2016 – Fritz Freier

IS, Festnahme

Mossul: Irakische Armee

befreit zwölf Wohnbezirke vom IS

Mossul: Irakische Armee befreit zwölf Wohnbezirke von IS

Mossul: Irakische Armee befreit zwölf Wohnbezirke von IS
8.11.2016 • 09:58 Uhr – Die irakischen Regierungskräfte haben mindestens zwölf Wohnbezirke während der Bodenoperation gegen die Terrormiliz Islamischer Staat in Mossul zurückerobert, meldet der Sender Sky News Arabia. Dazu gehören beinahe 50 Siedlungen am Rande der Stadt, einschließlich Hamam al-Alil und Bashiqa….
Im Laufe der vergangenen vier Tage seien
mehr als 200 IS-Kämpfer getötet worden…

Die Bärenjagd (2005)

PET BANNER

Monalisa suchte das Fell nach Verletzungen ab.

  • Getroffen haben sie ihn nicht, aber es war echt knapp.

  • Man hat auf ihn geschossen? Hier, in meinem Garten? In meinem Haus?

  • Er war mir durch eine der verbliebenen Hecken des alten Irrgartens entwischt, und dann ab durch die Mitte. Ich bin hinter ihm her, aber er war einfach zu schnell für mich. Trotz Fahrrad. Auf der anderen Seite des Feldes war jedoch gerade der Bär los und die Jäger haben mit großem Kaliber wie wild um sich geschossen.

  • Auf der Sonne … hier, auf dem großen Sonnenberg der Fledermaus … ich kann es immer noch nicht fassen. Und schlimmer noch sind die Folgen für die 3. Dimension. Dort wird das Massaker jetzt nicht mehr lange zu übersehen sein. Irgendwann brüllt der Bär vor Schmerz, und dann … puh …

Mirage beruhigte sich etwas und konnte auch wieder aufstehen. Sie betteten ihn auf ein weiches Kissen und Monalisa deckte ihn mit ihrer Decke gut zu. Satan holte eine Schüssel mit Wasser, und Monalisa versuchte Mirage mit ein paar Keksen aufzumuntern. Aber er war zu schlapp. Er war ernstlich erschöpft, und Monalisa bangte einen kurzen Moment um ihn. Doch der Herzschlag normalisierte sich zum Glück und nach einer Weile schaute er sie auch schon wieder ohne Schmerzen im Gesicht an.

  • Ich hatte die Hasenjagd doch verboten, Mirage. Es ist nicht schön, das Du nicht auf mich hörst. Es ist einfach zu gefährlich im Moment. Sieh es als Warnung. Ein Gelber Schein für Dich, um mit Satans Worten zu sagen. Bettruhe ist nicht zwingend, aber die Spaziergänge werden auf das notwendigste beschränkt. Sonst gibt es die Rote Karte. Kapiert?

  • Ey, Ey Sir … gelbe Betttruhe … roter Gang …

Und dann war er auch schon tief und fest eingeschlafen,

und Monalisa machte sich so ihre Gedanken:

Der Sonnenbär ist los,

stark ist er und wirklich groß.

Er schläft tief im Wald verborgen,

ein kleiner Zwerg macht sich um ihn Sorgen.

Der Zwerg trägt eine Zipfelmütze,

er ist Gärtner und zur Not auch Schütze.

Der Bär ist ihm sehr zugetan,

und nimmt ihn schon mal auf den Arm.

Denn, in der Not sie Freunde sind,

seit der Sache mit dem Kind.

Der Bär hat sie zuerst entdeckt,

zitternd hatte sie sich bei ihm in der Höhle versteckt.

Der Zwerg nahm sie sanft in den Arm,

und der Bär machte ihr das Essen warm.

Sie erzählte ihnen eine schreckliche Geschichte,

beide wurden rot, und riefen erbost nach dem Richter.

Doch das Mädchen schämte sich,

sie bat, bitte, erzählt es nicht.

Ich will nicht zurück,

oh, ich Arme, verloren ist mein Glück.

Der Zwerg und der Bär waren sehr betroffen,

sie wollten gern auf’s Beste hoffen.

Doch in der Höhle konnte sie nicht bleiben,

und so begann der Bär zu schreiben.

Er schrieb an einen alten Freund,

oh, wie sehr hatte er dies später nur bereut.

Der Freund nahm das verzweifelte Mädchen auf,

und schon wenig später war sie eine Frau.

So hatte er sich das nicht gedacht,

doch der Freund hat nur gelacht.

Monalisa schaute aus ihrem Dachfenster.

Es regnete und das war auch gut so.

Der Rasen vor ihr war frisch geschnitten worden, und konnte das Wasser gut gebrauchen. Sie schloss das Fenster und legte den Schuh in einen kleinen Korb. Ihre Großmutter hatte darin früher ihr Strickzeug aufbewahrt. Mirage schlief fest und so ging sie hinüber in Satans Zimmer. Er war, als Mirage eingeschlafen war wieder zurück in sein Zimmer gegangen. Sie klopfte und trat ein.

Er saß auf dem Boden und beugte

sich über einen Eimer. Es war der Eimer.

  • Hallo. Was machst Du da.

  • Ich unterhalte mich mit Plastikboy, ihr kennt Euch, denke ich.

  • Hallo Eimer. Wie geht es Dir und dem Jammerlappen?

  • Der Lappen ist abgehauen. Er wollte lieber mit den Ratten gehen.

  • Du meinst wohl ehr, die Ratten haben ihn mitgenommen?

  • Was weiß ich? Jedenfalls ist der Waschlappen jetzt endlich fort. Mir ging er schon die ganze letzte Zeit ziemlich auf den Henkel.

  • Och, ich hatte gedacht, das ihr ein verschworenes Superteam seid. Ein Eimer ohne Lappen? Was nützt das?

  • Satan kann auch ohne Lappen etwas mit mir anfangen. Wir sind jetzt wieder ein Team, so wie früher. Nicht wahr, Satan?

  • Äh … was … Team, ja, wir Beide, natürlich.

  • Was machst Du denn da, Satan? Spuckst Du da rein?

  • Quatsch, ich erschaffe Universen.

  • In einem Eimer?

  • Wieso, was Gott in der Badewanne machen kann, das mache ich eben in einem Eimer.

  • Ohne Schaum?

  • Ohne Schaum.

  • Und das klappt?

  • Manchmal.

  • Aha.

Satan hatte sein Zimmer mit ziemlich viel Technik vollgestopft.

  • Ja, schau Dich nur um, das habe ich fast alles auf dem Speicher gefunden, und im Keller.

  • Was ist denn das hier?

  • Ein altes Mischpult. Ein alter Bär, das erkennt der Kundige am Plastik. Es ist spröder. Aber der Alte ist robust und die Anordnung der Kanäle ist außergewöhnlich, damit erschließen sich neue Möglichkeiten. Und hier, schau mal, das sind super gute Mikrofone. Sie fangen auch sie feinsten Schwingungen auf. Auch einen Kopfhörer habe ich gefunden.

  • Ich frage mich wirklich, woher die ganzen Sachen sind, Satan.

  • Also, nach dem Herstellungsdatum zu urteilen, sind die Sachen alle so aus den 80ern.

  • Hm … wie im Rosa Schloss. Ob das alles zur gleichen Zeit angeschafft wurde?

  • Nun ja, soweit ich weiß, hat der Unsichtbare auch mit anderen gemeinsame Sache gemacht. Medienleute, Film und Fernsehen, seine Finger waren irgendwie immer mit drin. Zumindest habe ich das so beobachtet.

  • Ob Osiris der Auftraggeber war? Ein Gott der Elektrotechnik dürfte es auch nicht immer leicht haben.

  • Wieso? Computerjobs sind doch sehr begehrt, da lernt er bestimmt viele coole Typen kennen.

Mirage kam wedelnd zur Tür herein, und es schien

ihm zum Glück wieder viel besser zu gehen.

  • Ich gehe noch mal nach Unten.

  • Hast Du Hunger?

  • Wie ein Bär.

  • Na, dann komm, ich gehe mit Dir. Mir knurrt auch schon der Magen.

  • Meiner auch.

  • Dann lasst uns in die große Küche gehen. Vielleicht hat Noha sie ja jetzt endlich geputzt bekommen.

In der Küche angekommen, mussten sie leider feststellen, das Noha als Heinzelmännchen nicht viel drauf hatte. Die Küche sah immer noch ziemlich schmierig aus. Aber ein Kuchen mit versunkenen Äpfeln stand auf der großen Anrichte. Daran ein Zettel: Bin mit den Katzen auf Tour, bis später, Noha.

Anrede oder Unterschrift?

Sie war sich nicht sicher, ob es sich bei dem kleinen schwarzen Fleck um ein Komma handelte, oder ob es ein Ausrutscher war. Sie legte den Zettel zur Seite und verteilte den Kuchen auf drei Teller.

Mirage sollte schließlich auch nicht leben wie ein Hund.

Sie wusste auch nicht warum, aber sie musste plötzlich an den Kapitän und die Elfe denken. Vielleicht weil Beiden etwas mehr Kuchen gut täte? Oder weil die Beiden sich gerade Kuchen wünschten? Oder vielleicht auch, weil der Kapitän an die Göttin dachte? Oder die Elfe?

Die formaljuristische Lebenderklärung 

Menschwerdung auf Malta

Published on Nov 6, 2016

Goran M. Bojic im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt. Ein unwirklich anmutender Status bedroht uns alle, das Verständnis darüber warum wir vor Gericht (und nicht nur da) als „Sachen“ (Rechtlos) bezeichnet und auch so gesehen werden, wird immer klarer von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Noch unglaublicher ist die Tatsache, daß wir alle in diesem Status „freiwillig“ stehen, denn es gibt Auswege, diese werden aber nur zaghaft genutzt. Das fehlende Verständnis und das verschleierte Wissen machen es den Suchenden nicht einfach, aber es gibt (wie immer im Leben) einen Ausweg und eine Lösung. Genau dieser Lösung widmen sich Goran M. Bojic im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt…

Sie stach mit der Gabel in den Kuchen.

  • Aua …

  • Wie bitte? Wer schreit hier Aua?

  • Ich, die versunkene Apfelhälfte. Du hast mir weh getan.

  • Oh … ich bitte vielmals um Entschuldigung.

Monalisa hob den Teller auf Augenhöhe und besah, den sich tief in den Kuchen duckenden Apfel, genauer an. Er hatte leicht gerötete Flecken.

  • Halt. Esst den Kuchen nicht. Er ist möglicherweise vergiftet.

Doch Satan und Mirage hatten sich den Mund, und offenbar auch die Ohren schon damit vollgestopft. Ihre Teller waren wie leergefegt.

Und Satan schmatzte mit vollem Mund:

  • Wieso? Der Kuchen ist einwandfrei.

  • Schmeckt er nicht ein bisschen zu sauer?

  • Nein, er ist köstlich, probiere ihn nur. Der ist nicht vergiftet. Der Kuchen ist gut. Ehrlich.

Monalisa probierte von dem Teig. Der war in Ordnung. Wieder ging sie mit ihrer Gabel an den Apfel, und wieder schrie er auf:

  • Aua. Du blöde Kuh! Du tust mir weh !

Monalisa stellte den Teller weg. Sollte sich ein anderer mit dem Apfel auseinandersetzen. Ihr war der Appetit jedenfalls für’ s Erste vergangen.

  • Ich gehe lieber Schwimmen.

Und Monalisa ließ die Beiden bei dem restlichen Kuchen und betrat das große Bad. Die Ratten und Mäuse hatten sich, seit Kundera wieder über dem Wasser hing, nicht mehr hier blicken lassen. Jedenfalls sah alles sehr schön sauber und aufgeräumt aus.

  • Du hast es aber schön hier.

  • Meine Hüter sind ja auch wieder im Lande.

  • Die waren hier? In meinem Haus?

  • Sie kamen zu Zweit. Haben sich umgesehen und geputzt. Morgen wollen sie wieder kommen … Elf.

  • Elf Hüter kommen?

  • Nein, der eine von denen, der will morgen um 11 Uhr wiederkommen und sich die Abwasseranlage noch einmal genauer anschauen.

  • Die Abwasseranlage? Und warum? Hat er das vielleicht auch gesagt?

  • Im Rosa Schloss steht das Wasser bis in den obersten Keller. Die saufen ab. Und sie glauben, dass das eventuell an diesem Abwasserrohr hier hinten liegt.

Monalisa ging um das große Becken herum und sah in ein Kopfgroßes Loch, das dort in die Wand geschlagen worden war. Was hat derjenige dort nur gesucht? Und dann ohne ihre Einwilligung. Monalisa war mehr irritiert als empört.

Andererseits, sie wollte schließlich auch mehr über den ominösen Fremden

erfahren, und darum merkte sie sich den angekündigten Termin vor,

zog sich aus und stieg in das angenehm kühle Wasser.

openPetition

Lieber Unterzeichner der Petition zum Abzug der

Us-amerikanischen und britischen Truppen aus Deutschland,

wie erwartet lässt sich die Übergabe gerade dieser unbotmäßigen und regelwidrigen Petition nicht so leicht erwirken.
Wir haben allerdings auch noch eine weitere Hürde eingebaut, die soeben langsam überwunden wird: Wir wollten auch den Botschafter der Russischen Föderation einbeziehen. Insofern bedanken wir uns für Ihre Geduld und Aufmerksamkeit – jetzt geht es weiter mit den Problemen an den übrigen beiden Botschaften….

Ahhh … tat das gut! Ohhhhh … das war einfach herrlich!

Und Monalisa tauchte ab:

Ich bin ein Delfin.

Ein Delfin.

Hallo, hallo … hört ihr mich?

Monalisa, wir hören Dich.

Monalisa sind in Not!

Monalisa rette uns!

Der Bär sieht rot.

Monalisa, der Bär, der Bär ist tot!

Monalisa kam wieder an die Oberfläche und sprang aus dem Wasser. So eine Scheiße aber auch! Ausgerechnet jetzt, wo sie sich mal ein bisschen entspannen wollte. Sie trocknete sich ab und zog sich ihre Sachen wieder an. Noch nicht mal frische Klamotten hatte sie. Wo waren ihre Zwerge? Wo steckte dieser ganze Nagerverein? Und die Schlangen, wo trieben die sich eigentlich herum? Musste sie denn wirklich alles alleine machen? Nein, ihre Laune war jetzt wirklich nicht mehr zum Besten!

Ein toter Bär im Paradies.

Wussten die eigentlich was das hieß?

Ein toter Bär im roten Meer.

Ein roter Bär im toten Meer.

Monalisa rannte durch die Gänge,

sie trommelte gegen die Türen und rief:

Los angetreten!

Wo seid ihr?

Aufgestanden!

Aufgewacht!

Jetzt wird aber ernst gemacht!

Ich habe die Nase gestrichen voll!

Jetzt treiben sie es zu doll!

Los angetreten!

Aufgewacht!

Los!

Es hat gekracht!

Der Bär ist wieder aufgewacht!

Und jetzt kommt er mit ganzer Macht!

Sie treiben es einfach zu doll!

Das Maß ist Voll!

Aufgestanden!

Aufgewacht!

Jetzt wird gekämpft mit ganzer Kraft!

Es wird verteilt der alte Saft!

Der aus Träumen Wunder macht!

ASYLBEWERBER RASTET

IM ASYLHEIM KOMPLETT AUS | ZERBERSTER

Published on Nov 7, 2016

Und Monalisa nahm den Schlüssel

und öffnete die große schwere Schwingtür

und betrat die riesige, uralte Saftküche ihrer Vorfahren.

Der alte Saftladen. Sie schaute sich um. Die Wände waren fast bis zur Decke gefliest, an den Seiten des ersten großen Raumes reihten sich mehrere Tische, darauf standen die großen Pressen, und in einem angrenzenden, kleineren Raum fand sie Regale voller Flaschen.

Ja, hier wurde einst gebraut,

der Saft, mit dem sich jeder was traut.

Er ist ein Nektar großer Macht,

er verleiht Dir Zauberkraft!

Den Hummeln ist er wohl bekannt,

sie kamen oft an unseren Stand.

Sie nahmen sich ein Fläschchen mit,

drum sind sie ein bisschen dick.

Der Saft ist süß, das ist der Trick,

denn Du schmeckst das Bittere nicht.

Er macht den Körper richtig fit,

er stärkt die Nerven, und der Hit:

Der Saft macht alles superleicht,

selbst Fische fliegen aus dem Teich.

Ein Felsen wird zu einem Stein,

selbst Teufel wollen Engel sein.

Er löst die Knoten der Gefahr,

und schmeckt dabei noch wunderbar.

Er schimmert wie das Sonnenlicht,

und natürlich: Er kostet nichts.

Und Monalisa schlug die Läden zur Seite, öffnete die Fenster und lies das Licht der Sonne wieder hinein. So lange hatte hier niemand mehr die Öfen angemacht. Die Schränke waren leer, die Töpfe standen gespült und nach Größen sortiert auf Regalen.

Und das würde sich ändern, ganz bestimmt.

Die Zaubersauberkraft

Asterix und Obelix haben den Saft auch sehr gut gekannt. Die Römer sind vor ihnen nur noch weggerannt. Und Cäsar sich die Hoden kratzt, was ist das für eine Zauberkraft? Wie heißt das Rezept für diesen Saft?

Mirakulix hat das Wissen nicht verraten.

Das Einzige, was er Cäsar sagte:

Nehmt Euch selber einen Spaten.

Die richtigen Zutaten findet ihr alle im Garten.

Der Saft erweckt den gotischen Mut,

denn er besiegt die römische Flut.

Monalisa hatte gut geschlafen in der Nacht, auch wenn es zwischen ihr

und Satan noch einen dicken Streit gab, wegen dem Saft:

Du willst den Laden wieder eröffnen?

Ja, hast Du denn Holz für die vielen Öfen?

Die Rohre sind total verkalkt,

auch die Pressen sind sehr alt.

Wer soll die ganzen Äpfel schälen?

Wen willst Du denn damit quälen?

Wie viele Lakaien sollen hier schuften?

Wem soll der Saft in Wahrheit nutzen?

Monalisa ist empört.

Hat man je so eine Frechheit gehört?

Was faselt er da von falschem Zauber?

Dem mach ich Beine, sonst kann er verduften!

Es geht mir doch nicht um den eigenen Nutzen!

Ich brauche niemanden zum Hintern abputzen!

Was bist Du für ein blöder Kerl!

Raus aus dem Zimmer, und zwar schnell!

Danach hatte sie sich auf ihren Teppich gelegt

und war traurig das er sie nicht versteht.

Wie soll ich denn reichen die Medizin,

wenn sie ist bitter wie Lecitin?

Wie kommt der Mut unter die Leute,

wenn sogar Gott die Arbeit scheute?

Das bisschen Schälen ist doch kein Problem,

wenn wir alle am gleichen Strang ziehen.

An seinem Ende ein Stöpsel hängt,

der dem Teufel unter den Nägeln brennt.

Er hätte gerne soviel Kraft,

könnte er nur trinken von dem Saft,

und ziehen den Stöpsel ganz alleine,

doch Scheiße hat nun mal keine Beine.

Er pflegt nicht das Geschwisterprinzip,

das diesem Saft seine Stärke gibt.

Denn, im freien Wille steckt die Macht,

sie ist des Trankes Zauberkraft.

Am nächsten Morgen sammelte Monalisa die Tränen auf, die sie verloren hatte in der Nacht. In ihnen gespeichert war die Kraft, die aus Träumen wahre Wunder macht.

Dann ging sie nach Unten, sie wollte noch mal mit Kundera reden. Wegen der Hüter und der Frau, die sich flüchtete in des Bären Bau.

Kundera war noch sehr verpennt,

als sie ihr den Namen nennt.

Und Monalisa war geschockt

Da war er wieder, der Mann mit dem Stock.

Der mit dem Griff unter den Rock.

Der, der das ganze Geld versoff.

Der seine Frau schlug mit dem Stock,

und der braute den verbotenen Stoff.

Denn eines wussten alle, drum hielten sie sauber,

das mit dem Alkohol war gefährlicher Zauber.

Er entsteht durch Faulenzerei,

und reißt die Ketten der Gier entzwei.

Dieses Tier läuft seither frei herum,

und macht des Nachts die Katzen stumm.

Der geile Mann wurde davon aggressiv,

ihn darum die Frau verließ.

Bald war er von allen verlassen,

seine Einsamkeit lernte er dadurch hassen.

Er sehnte sich nach Gesellschaft und Licht,

doch ihn krümmte hart die Gicht.

Heute er vor Schmerzen schreit,

sein saurer Saft macht nicht mehr breit.

Jetzt hockt er in der eigenen Scheiße,

und wer mit ihm ging, ist heute pleite.

Alles haben sie verspielt,

sie haben versagt beim großen Spiel.

10 000 Jahre sind jetzt um,

und die Göttin ist nicht dumm:

Sie macht den Laden einfach auf,

und ruft ins weite Land hinaus:

Leute, hier wird Saft gereicht!

Mit ihm wird alles superleicht!

Probiert, und schaut Euch einfach um,

wir führen keinen an der Nase herum.

Der Zaubersaft verschenkt die Kraft,

die aus Träumen Wunder macht.

Dazu gibt es Musik und Theaterspiel,

ein Paradies für Alle, das ist das Ziel.

Himmel und Hölle tanzen zusammen,

gemeinsam werden wir es schaffen,

… und der Nematode, der hat nichts mehr zu lachen!

Monalisa war in den Garten gegangen, wie schön, der Himmel war nicht mehr verhangen. Weiße Wolken zogen schnell dahin, und sie dachte an ihren Spin:

Dreh Dich, dreh Dich, dreh Dich schnell!

Dreh Dich, dreh Dich, leuchte hell!

Alles dreht sich leuchtend hell,

wenn es ist genauso schnell.

Verwandle die Blase in einen Ring,

was sich da dreht, das ist ein String.

In seiner Mitte steht ein Kind,

das nun fliegt mit Rückenwind.

Neutrinos verknüpft zu langen Ketten,

ziehen ihn zu allen Stätten.

Und der Kleine weiß Bescheid:

Ach … so kommt die Prinzessin aus dem Eis.

Sie heißt Prinzessin Silberwind,

weil sie fliegt mit Rückenwind.

Dadurch wird sie superschnell,

und ihr Kleid, das leuchtet hell.

Nun flitzt sie durch das weite All,

die Götter tanzen durch den Saal.

Der Laden wird wieder aufgemacht,

der Nematode nicht mehr lacht.

Der sitzt zu Hause und ist sauer,

das sie baute diese Mauer.

An ihr zerplatzt selbst Diamant,

der da liegt im Wüstensand.

Er hat nicht verstanden wie es der Engel gemacht,

das aus dem Diamanten herauskam die Kraft,

die ihn bringt an jedes Ziel,

und das alles ohne Öl.

Drum wählte er den Weg der Explosion,

und machte auch andere abhängig davon.

Die Lösung findet sich jedoch auf der anderen Seite,

Implosion nennt sie die Wissenschaft heute.

Und der Nematode ärgert sich heute,

weil er sich selbst den Weg verbaute.

Denn mit Alkohol, das weiß jedes Kind,

Seifenblasen platzen im Wind.

*

Tagebucheintrag: 25. August 2005: „Wie gut das Robinson hier ist. Er ist wieder voll in seinem Element, nur das er mit Brille doch erheblich besser sieht, und seine Erinnerung scheint zurück zu kehren, denn auch seine Vorausschau wird immer besser… Satan schmollt immer noch ein bisschen, aber er sich offensichtlich entschieden auf Kooperationskurs zu gehen. Manchmal hat dieser Sohn der Hölle doch eine etwas merkwürdige Art im Umgang mit anderen … „

Monalisa ging durch die alte Saftküche.

Sie schob alle Schubladen auf und prüfte die Bestände in den Schränken. Die Messer mussten geschärft werden, die Schneidbrettchen waren auch nicht mehr, was sie mal waren, der Holzwurm hatte sich inzwischen durchgefressen, und so nahm Monalisa das durchlöcherte Holz und ging damit auf den großen Lindenplatz, zu dem die Läden sich nun wieder öffneten. Sie ging über die alten Steinplatten und suchte die Mitte des Platzes.

  • Hallo Monalisa!

  • Hallo Robinson. Na, wie geht es Dir? Schaust ja so fröhlich und zufrieden aus.

  • Weil meine Vorhersage eingetroffen ist. Ich habe nämlich gewusst, das Du hier heraus kommen würdest, ich habe schon auf Dich gewartet.

  • Ach, tatsächlich? Dann weißt Du ja vielleicht auch, was ich hier suche.

  • Du suchst den großen Zentralkreis …

  • Mensch, Du bist wirklich gut. Das stimmt. Nun, und weißt Du vielleicht auch wo er ist?

  • Du stehst mitten drin.

  • Hm … ja? Ich sehe seine Begrenzung gar nicht?

  • Zugewachsen, Monalisa, hier … wenn wir dies wegschneiden, dann wird der Ring wieder sichtbar.

  • Ach ja, hier ist er, Du hast wohl langsam bessere Augen als ich.

  • Das glaube ich nicht, aber vielleicht solltest Du auch eine Brille tragen.

  • Ein Optiker fehlt hier … das … hm … vielleicht sollten wir eine offizielle Anzeige machen. Optiker für Platz an der Sonne gesucht. Schönes Ladenlokal mit anliegendem Häuschen plus Garten. Sofort frei. Renovierung muss selbst übernommen werden. Ob sich darauf jemand meldet?

  • Ich habe mich auf dem Platz hier schon etwas umgesehen, Monalisa, also, hier könnten mehrere Geschäfte entstehen. Ich habe den Eindruck, hier war mal eine ganze Stadt … und der schöne alte Park, direkt in der Nähe … und auch die Linden hier, Wahnsinn, wie groß die sind.

  • Hier war auch mal eine Stadt, wir stehen auf der ehemaligen Lindenallee, sie führte fast bis hinunter ins Tal, diese Bäume hier sind kurz vor meiner Geburt gepflanzt worden, so hat es mir mein Vater jedenfalls erzählt.

  • Schwer alt, die Bäume. Wahnsinn, was die wohl alles zu erzählen haben?

  • Unter den Linden, werden wir uns finden … kennst Du das?

  • Soll ich ehrlich sein, deutsche Volkslieder mochte ich irgendwie noch nie leiden. Fehlt mir als Ägypter einfach der Zugang zu.

  • Das geht nicht nur den Ägyptern so. Nur die Asiaten, die finden alles Deutsche ganz toll, die lieben sogar deren Volkslieder.

  • Dann sollten wir hier irgendwo einen Pavillon aufstellen und Musik machen, dann kommen die Asiaten Busseweise und machen von allem Fotos, trinken ihren Kaffee und kaufen sich eine Kleinigkeit … und dann könnten sie sich auf Bänken, die wir wieder auf den Platz stellen werden, ausruhen und den Liedern aus der ganzen Welt lauschen.

  • Du bist ja wirklich voll drauf, Robinson, gut, sehr gut, das freut mich. Ein Punkt für Dich.

  • Aber wieso, Monalisa, das ist doch total naheliegend.

  • Nicht jeder hat die Gabe sich die Zukunft so schön auszumalen.

  • Och … wenn man weiß wie es geht, ist es kinderleicht.

  • Kinder machen das ja auch täglich. Die spielen im Sand und bauen ein Schloss nach dem anderen. Apropos, Robinson, ich denke wir brauchen auch einen Spielplatz für die Kleinen und Großen …

  • Was hast Du denn mit den Holzplatten vor?

  • Da ist der Wurm drin, ich will sie verbrennen. Später, wenn ich genügend Holz gesammelt habe, dann möchte ich hier auf dem Platz ein großes Feuer machen.

  • Feuer? Im Paradies?

  • Ich habe den Schein dafür.

  • Echt, Du hast es geschafft? Ich gratuliere Dir! Super! … aber Du brauchst nicht gleich alles herumliegende Holz verbrennen, ich baue da immer noch sehr schöne Sachen draus.

  • Aber nicht aus verwurmten Holz, Robinson. Die durchlöchern Dir auf Jahrtausende betrachtet ganze Städte.

  • Hier ist der Wurm auch drin. Die alte Haustür zerfällt bald zu Staub.

Der alte Laden des Faulenzers.

Die Fensterrahmen waren schon zu Sägespänen zerfallen, die Läden abmontiert und die alte Steinbank, die unter der großen Linde immer schon vor diesem Laden gestanden hatte, sie war völlig zugewuchert. Brombeeren lachten Monalisa und Robinson dick und tiefschwarz glänzend an. Monalisa wandte sich an Robinson?

  • Bank oder Brombeeren?

  • Ich würde sagen: Bank … Brombeeren gehören an den Waldrand.

  • Ich frage mich auch, wie es die Brombeeren bis hier hin nur geschafft haben. Vom Wald bis zum Lindenhof ist es zwar nicht weit, aber für eine Brombeere trotzdem ein weiter Weg.

  • Ich denke: Hier hat schon mal ein Bär gesessen. Vielleicht hat er die Brombeeren hier hingeschissen?

  • Interessanter Gedanke, Robinson.

  • Erinnerung, Monalisa, alles nur Erinnerung.

  • Weißt Du dann vielleicht auch wo Kleopatra und all die anderen sind?

  • Die Jungfrau ist über dem Sonnehorizont getreten, es ist also ganz normal, das sie nicht hier auf dem Platz stehen. Jetzt geht es für alle erst mal darum sich und ihre Sieben Sachen zusammenzusuchen um die Neue Zeit, die mit dem Eintritt der Waage in diesen Kreis für viele von ihnen sichtbar werden wird. Der Rest wird später nachziehen, wenn der Skorpion auftaucht. Dann, Monalisa, ich verspreche Dir nicht zuviel, dann werden sie alle wieder auftauchen.

  • Dann entzünden wir am 21. Dezember, wenn der Steinbock über den Horizont erscheint, das Große Feuer hier, mitten auf dem großen Platz.

  • Dann werden wir aber die Bäume ein bisschen stutzen müssen, wegen der Brandgefahr, meine ich.

  • Siehst Du in dieser Richtung Schwierigkeiten, Robinson?

  • So im Kopf kann ich das jetzt auch nicht berechnen, dazu müsste ich meine Bücher hier haben.

  • Wo hast Du Dich denn niedergelassen, hast Du ein schönes Zimmer gefunden?

  • In der alten Pension, an der Ecke. Direkt unter dem Dach, da kann ich bis weit ins Tal hineinschauen, und die Berge im Rücken, das ist ein gutes Gefühl.

  • Ach, dann möchte ich Dich bitten, schau doch mal nach den guten und schlechten Tagen, und einen Kalender mit den Mondpausen hätte ich auch gerne.

  • Ich arbeite schon daran, Monalisa, ich weiß was Du als Königin alles parat haben musst, Ich war wohl nicht ganz umsonst Kleopatras Sekretär, man, was bin ich für sie gerannt.

  • Ich denke, Du hast vor allen Dingen über den Notizen von Hermes gesessen?

  • Na ja, nachdem die Göttin erblindete, da sah auch Kleopatra nicht mehr viel.

  • Aber Du warst doch selber halb blind.

  • Ich habe mich ja auch ganz schön oft verlaufen. Doch, in manchen Dingen vertraute sie nur mir noch. Überall diese Doppelzüngigen … bei mir konnte sie wenigsten sofort sehen, wenn ich etwas sagte, das nicht ganz der Wahrheit entsprach. Meine Zunge spaltete sich, ich bekam tierische Schmerzen, und sie wusste Bescheid.

  • Oh … wie gemein. Hast Du viel gelitten?

Robinson schaute Monalisa tief in die Augen.

Mehr sagte er nicht.

Der Seitenwechsel

Spätestens zum Großen Feuerfest würde auch der Laden des Onkels wieder wie aus dem Ei gepellt dastehen, das hatte sie sich auch vorgenommen, denn einen derartigen Schandfleck wollte sie nicht unbehandelt lassen. Und so beauftragte sie Robinson alles Verwertbare aus dem verlassenen Haus tragen zu lassen. Dafür stellte sie ihm ihre kleine Mäusetruppe zur Verfügung. Eine weiße Ratte machte sie deren gewissenhaftem Schieber und als sie das nächste Mal auf den großen Platz kam, da hatte schon Einiges den Weg vor die vollständig entfernte Eingangstür gefunden, und der Holzstapel in der Mitte des Platzes war mächtig angewachsen.

  • Kommt die Arbeit gut voran?

Fragte Monalisa den Schieber.

  • Also, wir sind immer noch mit der Entkernung beschäftigt. Was sich da alles in den vielen Ecken und Nischen findet … also, was waren das nur für Siffköpfe?

  • Suffköpfe wohnten dort einmal.

  • Aha … habe ich mir schon gedacht. Der Keller steht voller Flaschen. Der Alkohol ist natürlich inzwischen verdunstet … ach ja, und in einem kleineren Raum weiter hinten, er geht zum Garten raus, habe ich einen riesigen Berg schmutziger Wäsche gefunden. Sauberes und Getragenes, manches sogar noch Originalverpackt. Was soll ich damit machen? Soll das auch alles auf den großen Haufen?

  • Nein … warte, diese Sachen möchte ich mir zuerst noch mal genauer anschauen, wenn einiges noch verpackt ist. Vielleicht kann man davon noch etwas gebrauchen. Das Beste wird sein, wir machen einen Trödel auf. Sachen, die noch etwas taugen, kann vielleicht noch ein anderer tragen. Das Beste wird sein ihr lagert alles Tragbare da hinten, vor den großen Springbrunnen.

  • Ey, Ey Sir! Häm … und dann, ich hätte da noch eine Frage, verehrte Göttin.

  • Nur heraus damit!

  • Werden wir für unsere Arbeit eigentlich bezahlt?

  • Punkte. Es gibt Punkte. Ich habe das ehemalige Lohnbüro noch nicht gefunden, aber ich werde Euch sobald wie möglich die Listen zukommen lassen, dann könnt ihr Euch selbst die Punkte gutschreiben. Und am 31. Dezember ist wie immer schon Kassensturz. Spätestens dann werdet ihr Euren Lohn ausgezahlt bekommen. Einverstanden?

  • Und den Punktestand führen wir selber?

  • Jeder Schieber bekommt von mir eine Liste, in der einen Spalte wird die Aufgabe beschrieben sein, in der anderen sind die entsprechenden Punkte angegeben. Da, wo der Schieber später ein Häkchen gemacht hat, findet eine offizielle Besichtigung statt. Und wenn alles in Ordnung ist, dann verteilt der Schieber unter seinen Leuten die Punkte. Wie er das berechnet, das liegt in seiner Verantwortung. Das ist sein Job.

  • Und bis dahin?

  • Wie habt ihr es denn bisher gehandhabt.

  • Die Meisten haben bisher von der Hand in den Mund gelebt.

  • Nun, dann sollen sie es auch weiter so halten. Solange sie damit zurecht kommen, können sie die Punkte ja sparen.

Die weiße Ratte runzelte die Stirn.

War da jetzt irgendwie ein mieser Trick bei, oder wie sollte er die Sache mit den Punkten verstehen? Bekamen sie nun etwas für ihre Schufterei oder nicht? Aber er wagte nicht noch mal zu fragen. Er würde das mit den anderen besprechen müssen, denn die lagen ihm mit dieser Frage schon die ganze Zeit in den Ohren.

Nun, dachte Monalisa, als sie wieder in ihrem Dachzimmer saß, wenn die Jungfrau es so wollte, dann würde sie sich eben auch auf ihre Sieben Sachen besinnen. Und eine Sache brannte mittlerweile auch ihr heftig unter den Fingernägeln, und das war ihr Bombini.

Sie hatte den Mäusetrupp auch zu ihrer kosmischen Hummel geschickt, doch waren sie mit schlechten Nachrichten zurück gekehrt. Die neuen Bewohner des rosa Schosses hatten den Zugang zu diesem Teil des Hauses mit allerhand Fallen versehen. Eine der Mäuse hatte sich durchgemogelt und konnte sich bis zum Bombini durchbeißen, aber auf dem Weg zurück war sie leider in eine Lebendfalle getappt. Und dort saß sie nun schon seit einigen Tagen fest. Ein großer schwarzer Hund bewachte den Raum, in den die Maus eingesperrt worden war. Sie hatte sich zwar über die offen liegenden Leitungen bis zur Deckenlampe flüchten können. Weiter kam sie jedoch nicht. Und der große Hund hatte sich genau unter sie postiert und lies sie nicht mehr aus den Augen.

  • Du hast keine Chance! Ich kriege Dich, und wenn auch nur Deine verhungerten Knöchelchen, aber an Dir ist eh nicht viel dran.

  • Warum interessiertst Du Dich dann überhaupt für mich?

  • Ein Snak für Zwischendurch bist Du für mich, ganz Recht. Aber jetzt hat mein Herrchen mir gerade eröffnet, das ich nichts mehr auf meinen eigenen Teller bekomme, bis ich Dich einverleibt habe, und das ändert die Sachlage natürlich entscheidend.

  • Was interessiert sich denn Dein Herrchen dafür, was Du Dir als Zwischenmahlzeit gönnst?

  • Er hat mir gesagt, die Zeiten würden jetzt nun mal für alle härter, da müsste ich für mein Futter eben auch mal was tun. Und wo er Recht hat …

  • Hat er trotzdem nicht mehr alle Tassen im Schrank.

  • Wer sagt das?

  • Habe ich selbst gesehen. Da, siehst Du das denn nicht, dem fehlt jede Menge Geschirr. Fast jeder Becher hat seinen Henkel verloren, und da sehe ich einen schönen Teller, aber der sieht auch schon ziemlich mitgenommen aus.

  • Ich sehe nichts.

  • Du bist halt zu klein.

  • Ich bin groß, hier, schau, wie groß allein mein Gebiss ist. Und das wird Dich zermahlen und zersplittern …

  • Ach, wie ich Dich Gierhals einschätze, Du schluckst mich doch glatt in einem runter. Und dann werde ich Dir die dazugehörenden Bauchschmerzen machen. Und dann grabe ich mich bis ans Ende durch, und beiße Dir in den Arsch!

Der junge Hund war schockiert und schaute

die Maus plötzlich mit etwas anderen Augen an.

  • Und das tätest Du wirklich?

  • Ganz bestimmt. Schluck mich und ich fick Dich!

  • Bah … was bist Du denn für ein Schwein? Das ist … phui Teufel!

  • Also, das wundert mich jetzt dann aber doch, das Du in diesem Punkt so empfindlich bist. Die meisten Typen hier im diesem Schloss haben doch schon Hornhaut am Hintern, so verlangt es ihnen danach.

  • Was? Was redest Du da für schlimme Sachen! Das hier ist ein heiliges Haus! Ein Sonnenpalast! Der Nabel der Welt!

  • Ne, ne, Hund, da muss ich Dich echt enttäuschen, hier ist einfach nur ein finsteres Kellerloch. Die Sonnengöttin wohn jetzt ganz woanders. Und da wo sie ist, da ist auch der Nabel der Welt. Verstehst Du? Du bist hier einfach nur am Arsch. Das versichere ich Dir. Ich habe schon genug im Leben gesehen, um das beurteilen zu können.

  • Echt? Am Arsch bin ich hier? Und wem gehört der Arsch?

  • Na, wer wohnt denn hier?

Der Hund starrte die Maus fassungslos an, und die Maus schätzte die Lage nicht falsch ein, wenn sie den Eindruck bekam, das dem Köter da unten gerade ziemlich schlecht wurde. Schon fing sein Magen an zu rebellieren, er würgte … noch einmal … und …ja, da kam ihm die Galle endgültig hoch.

  • Uahha … uhhh ist mir übel, bah … pfui Teufel, bäh!

Und dann geschah Etwas, was auch in einem Paradies schon mal vorkommen konnte, aber was auch in der Hölle nicht oft vorkam. Der Hund wechselte von einem Moment zum anderen seine Haarfarbe. Erschrocken sah er an sich herunter und drehte sich zu seinem Schwanz und Hinterteil um. Er war schlohweiß. Nicht ein schwarzes Härchen war von diesem Wechsel verschont geblieben. Erschrocken stäubten sie sich und dann standen sie wie erstarrt zu Berge.

  • Wie sehe ich denn jetzt aus? So eine Scheiße … wenn mein Herrchen mich jetzt so zu Gesicht bekommt, dann verspeist er mich noch am gleichen Tag.

  • Aber wieso denn das? So etwas kommt in den besten Familien vor. Das ist doch kein Beinbruch.

  • Das ist viel schlimmer, kleine Maus, das ist alles viel schlimmer als Du denkst.

Und der Hund fing an zu weinen.

  • Mensch, Hund, jetzt weine doch nicht. Nachher hört er dich noch, und kommt nachschauen was Dir fehlt. Halt also lieber Deine Schnauze und verpiss Dich möglichst ohne gesehen zu werden. Wenn Du Hilfe benötigst, sag Bescheid, ich könnte Dir eventuell einen neuen Dosenöffner besorgen.

  • Ich hasse Dosenfutter.

  • Ich auch. Nein, der Typ ist Koch, der wird Dir immer gutes Futter hinstellen, ganz bestimmt.

  • Und was verlangt er dafür?

  • Ich glaube er sucht gerade dringend nach einem Tellerwäscher.

  • Tellerwäscher? Hört sich ganz cool an.

  • Na, ich weiß nicht, die spülen glaube ich mit warmen Wasser.

  • Egal, ich nehme das Angebot an, wenn es denn eines ist, und Du mich nicht verscheißerst.

  • Niemals, mein Ehrenwort!

  • Von Ehrenwörtern halte ich nicht viel.

  • Und von einem Versprechen? Einem gotischen?

  • Was ist ein gotisches Versprechen?

  • Das ist eines, das man hält, auch wenn man es nicht mehr im Kopf hat. Ein gotisches Versprechen wird nicht vergessen. Dafür sorgt die Königin.

  • Welche Königin?

  • Na, DIE GOTIN natürlich, es gibt im ganzen Sonnensystem keine andere Königin.

  • Na, das ist mir aber neu. Im Rosa Schloss geben sich diese gekrönten Häupter die Klinke in die Hand.

  • Dann sind das Klinkenputzer und keine Monarchen. Ich lebe in einem wahren Königreich. Ich lebe im Sonnenland der Goten.

  • Und wo liegt das?

  • Hinter dieser Mauer, ich muss nur durch die Ritze da schlüpfen, siehst Du sie, da, direkt in Deiner Augenhöhe.

Der Hund steckte seine dicke Nase, die zum Glück schwarz geblieben war, in das Loch. Er schnupperte. Wiesenduft. Wald. Er hörte ein paar Vögel zwitschern.

  • Ich will auch da hin.

  • Dann komm mit!

  • Aber wie soll ich da herüber kommen. Wenn mich jemand sieht, dann werde ich bestimmt sofort eingefangen und in die Speisekammer gebracht, und zwar am Stück und geschnitten.

  • Du meine Güte, ist denn die Versorgungslage so schlecht bei Euch, das ihr jetzt schon auf die eigene Mannschaft losgeht?

  • Der Bär ist tot. Und wiederauferstanden. Das hat hier doch einige sehr nervös werden lassen. Und das Gerede von dem sprechenden Stein, der im Park lag, ist wieder im vollen Gange. Mein Herrchen hat mit der Faust auf den Tisch gehauen und gesagt, alle sollten den Mund halten, und damit wäre für ihn die Angelegenheit erledigt. Aber er weiß natürlich auch, das er die Sache nicht mehr vom Tisch bekommt. Seine Laune ist wirklich nicht gut. Heute morgen hat er mich getreten, heute Mittag hat er mir das Essen verweigert, ja, und jetzt in diesen Keller eingesperrt. Ich weiß auch nicht, was ich dazu noch sagen soll.

  • Dann sage nichts mehr und komm mit uns. Ich weiß einen Weg. Aber Du musst lieb zu mir sein. Nicht beißen und so. Du verstehst schon.

  • Nicht beißen? Keine Knochen zersplittern … also, wenn ich es mir Recht überlege schmeckst Du mir gar nicht. Ich bekomme mein Essen lieber in einer ordentlichen Schüssel, lauwarm abgekühlt und mit ein bisschen Milch dazu.

Und beiden knurrte der Magen.

  • Ich habe Hunger.

  • Ich auch.

  • Dann lass uns schnell rüber machen, ich springe Dir jetzt in den Nacken und dann gehst Du da hinten, in der Ecke durch die Tür und dann gleich rechts die Treppe hinunter … ich werde Dich führen. Einverstanden?

  • Einverstanden.

  • Und wir halten was wir versprochen haben?

  • Ich verspreche es.

  • Dann bist Du hiermit in unserer Gemeinschaft aufgenommen. Hund, ab jetzt bist Du ein Gote.

Und die Maus sprang auf ihren ersten großen Fang.

Das gab Punkte ohne Ende! Sie war reich!

Reich! Reich!

Und die kleine schlaue Maus führte den Hund durch ein kompliziertes Netz von Gängen, Wegen und Treppen. Als sie die alte Tür kamen, die sie endgültig in Monalisas Reich führen sollte. Der Hund sprang auf die Klinke. Die Tür war verschossen und die Maus, war so gescheit, schnell vom Rücken des Hundes auf den Türrahmen zu springen. Dahinter war eine Fuge locker, nur ein kleiner Spalt, Daumendick vielleicht, aber sie passte, wenn sie sich lang machte gut hindurch.

  • Eh Du! Was ist mit Deinem Versprechen?

  • Ich hole nur schnell den Schlüssel, bitte warte dort auf mich, ich bin gleich wieder da.

Der Hund brummte. Aber dann legte

er sich vor die Schwelle und wartete.

Und die Maus flitzte durch den großen Park, durch den Garten und hinauf ins Dachgeschoss, und schon von der Treppe aus rief sie:

  • Monalisa, Monalisa, Monalisa … ich habe einen Hund! Ich habe einen Hund!

Monalisa machte ihre Zimmertür auf und schon huschte die kleine Maus an ihr vorbei, sie hinterließ regelrechte Bremsspuren auf den Holzdielen, als sie ihren Sprint abbremste. Und ganz außer Atem stieß sie noch einmal hervor:

  • Monalisa, ich habe einen Hund!

  • Das freut mich aber sehr. Und bist Du jetzt gerade vor ihm davongerannt?

  • Nein, er steht noch hinter der Tür.

Antwortete die Maus immer noch ganz atemlos.

Monalisa öffnete die Tür ein zweites Mal.

  • Da ist keiner.

  • Ich meine ja auch nicht diese Tür. Ich meine die alte Tür in der großen Mauer.

  • Was für eine Tür soll das denn sein? Die wäre dann aber neu.

  • Die Tür ist alt, ganz alt. Sie liegt sehr versteckt. In unserer Familie erzählt man sich so einige Geschichten über die Beobachtungen, die wir nun, ja, seit vielen Tausend Jahren hier gemacht haben.

  • Das ist ja interessant. Und hinter dieser Tür hockt DEIN Hund?

  • Ja … er saß in dem Keller … aber ich konnte den Hund bewegen mitzukommen. Nur, die Tür ist zu, und durch die Fuge passt er nicht, egal wie lang er sich macht.

  • Gut. Ich komme mit. Zeige mir die Tür.

Und sie machten sich gemeinsam auf den Weg. Die Maus durfte sich auf Monalisas Schulter setzen, um sich dort von der vielen Rennerei auszuruhen. Sie nahm eines ihrer Tücher mit. Zuerst hatte sie nach dem Roten greifen wollen, doch dann viel ihr wieder der Auswurf ein und sie nahm das braune Tuch mit dem Efeumuster. Wachsen, Blühen und gleichzeitig Früchtetragen, das zeichnete diese Pflanze wahrlich aus.

Sie würde sich jetzt wirklich langsam mal um das rote Tuch kümmern

müssen, dachte sie. Nicht das diese fiesen kleinen Kerle

noch von selbst heraus gekrochen kommen.

Die Maus führte sie in einen sehr verborgenen Teil des alten Gartens. Viel war verwildert, die Beete von Rosen überwuchert. Mehrere Birken hatten sich selbst ausgesetzt und die einstigen Kieswege waren in einem dicken Grasbett verschwunden. Rechts war der große Obstgarten angelegt worden, er verlief sich in eine Obstplantage, die sich fast bis zum Wald erstreckte.

Links verlief eine hohe Mauer. Doch weil sich davor allerhand Pflanzen angesiedelt hatten, war diese Mauer so gut wie nicht mehr zu sehen. Monalisa fand auch hier ein paar versteckt liegende Gräber. Gräber im Paradies? Wenn das mal ein gutes Zeichen war, ging es Monalisa gerade durch den Kopf, als die Maus auf ihre Schulter klopfte:

  • Da, da ist die Tür!

Und rutschte geschickt an ihrem Arm herunter, sprang auf einen Stein, von dort über einen herabhängenden Ast, rauf auf den Türrahmen.

Dann war sie nicht mehr zu sehen.

Monalisa schaute sich die Tür genauer an. Ja, die war wirklich sehr alt. Nur das Schloss, das war neu, das erkannte sie sofort. Sie nahm ihr Schlüsselbund und probierte alle Schlüssel durch. Keiner passte. Auch der Originalschlüssel passte nicht. Das war nun wirklich sehr merkwürdig, um nicht zu sagen, das war ein ernstes Problem. Wer verschaffte sich hier einen solch versteckten Zugang? Sie schaute auf den Boden. Fußabdrücke die ihr nicht gehörten … abgeknickte Ästchen, ein zertretener Käfer … und ein Stück weißes Papier, ein Schnipsel ehr, als ein ganzes Blatt. Sie besah es sich von beiden Seiten. Es stand nichts drauf. Sie steckte es trotzdem ein.

Die Maus war wieder aufgetaucht.

  • Er wartet nur noch darauf endlich rüber zu machen.

Die Maus hat ihr von den Problemen berichtet, die dieser Hund mit seinem Herrchen hatte und Monalisa war auch durchaus gewillt diesen Asylsuchenden in ihrer Reich einzulassen, doch die Sache mit den Nematoden lies sie nicht in Ruhe, und so entschied sie:

  • In Ordnung, die Tür wird aufgebrochen und mit einem neuen Schloss versehen, aber wenn der Hund durch die Tür will, wird er sich zuvor noch vollständig ausscheißen müssen. Und dann kommt er in Quarantäne.

Vorher mache ich die Tür nicht auf.

Der Sonnenaufgang

Ob sie jetzt wohl endlich den Stöpsel gezogen bekam?

Monalisa ging an den Strand, dessen Meer immer noch in der Scheiße versank. Gasblasen hatten sich zu einem ekelerregenden Schaum zusammengeballt, an manchen Stellen stießen heiße Fontänen hervor. Unter der Oberfläche war immer noch der Teufel los, das spürte sie genau. Und der Bär grollte mittendrin. Und auch der rote Stier rannte wutschnaubend umher, aber sie waren alle zu sehr mit sich selbst und dem Kampf ums Verrecken beschäftigt, das sie nicht bemerkten, wie Monalisa wiedereinmal den roten Faden in ihre Hände nahm.

Sie breitete ihre Flügel aus und flog, den Faden mit dem Mund festhaltend

über das weite Meer, und als sie zu dem Nabel kam, lies sie den

Faden in das sich zäh dahindrehende Loch hinunter.

In acht Minuten über den Bodensee

Wenn sie mit dem Faden genau auf die Mitte zielte, und die kleine Eisprinzessin das Ende zu fassen kriegte, und das Mädchen dann in den Spiegel schaute, dann tanzt sie dort plötzlich als strahlende Braut, die sich gerade zu küssen getraut. Und wenn sie dann die Hand des Geliebten nimmt, dann wird sie sich drehen im Liebeswind …

Doch bevor sie diesen Tanz stattfinden lassen konnte, musste sie die Ursache der Verstopfung entfernen. Irgendetwas hielt den Abfluss immer noch zurück. Und darum ging sie wieder zurück in ihr altes Gotenhaus. Das Rosa Schloss konnte ihr mittlerweile gestohlen bleiben, wenn nur das Bombini nicht darin eingeschlossen wäre. Sie würde sich selbst auf den Weg machen müssen, denn sie wollte keine weiteren Mäuse mehr durch derartige Expeditionen in Gefahr bringen. Sie würde ihr Bombini also selbst suchen müssen.

Als sie gerade das Haus betreten wollte, da kam ihr der neue Hund mit der Maus auf dem Rücken entgegen.

  • Und? Schon alles gespült?

Rochus Razeputz putzt rochusfrei,

er scheut auch nicht das faule Ei.

Nichts mehr dort nach Schwefel stinkt,

das hasste ich schon als kleines Kind.

Rochus Razeputz putzt einwandfrei,

er scheut auch nicht die Scheuerei.

Nichts mehr in den Töpfen gärt,

vieles im Schrank war schon verjährt.

Rochus Razeputz putzt blitzgescheit,

er putzt bis selbst der Schimmel schreit.

Nichts mehr an den Schuhen klebt,

nur weil man durch die Küche geht.

Brad Pitt

Na, das hörte sich ja richtig vielversprechend an. Monalisa klopfte ihrer neuen Kraft auf die Seiten. Nun ja, nicht alles wird wirklich auf den Müll gelandet sein, so wie sich der Bauch anfühlt. Daraus würde sich bestimmt ein schöner Haufen entwickeln. Und sie bat die Maus die Scheiße für sie in dieses weiße Stück Papier ein zu wickeln. Eine Probe wollte sie auf jeden Fall davon nehmen. Auch wenn kein Nematode drin steckte, dachte sie, so sind doch noch viele andere Informationen darin verborgen.

Die Maus brachte den Hund zu dem Haus, in dem sie mit dem restlichen Mäusetrupp Quartier bezogen hatte, und der Hund freute sich sehr, die erste Nacht in seinem neuen Zuhause nicht allein schlafen zu müssen.

Die Maus hingegen entschied für immer bei ihm zu bleiben. Hatte sie doch erheblich weniger zu laufen, seit sie diesen neuen Freund für sich gewonnen. Sie war ja so reich! So reich … so hatte sie sich das Paradies immer schon vorgestellt. und dann war sie auch schon in seinen weichen Armen tief und fest eingeschlafen.

Monalisa ging in ihr neues Arbeitszimmer. Hier hatten die Ratten all die verschiedenen Instrumente und Geräte, aus den Tausend Einzelteilen, die sie aus dem Rosa Schloss herbeigetragen hatten, schon fast wieder komplett zusammengebaut. Bald bin ich wieder arbeitsfähig, dachte Monalisa. Und dann fängt das Spiel erst richtig an. Dann würde sie den Prozess endlich eröffnen. Und zwar in einem öffentlichen Verfahren.

Wenn sie die Möglichkeiten die ihr das Internet eröffneten, richtig verstanden hatte, dann würde dieses Medium es tatsächlich wahr machen können, ihren alten Traum von einem Königreich, in dem jeder Bewohner sein eigener Herrscher ist. Sie könnte Volksbefragungen zu jedem Thema durchführen, das Volk direkt an allen Entscheidungen teilhaben lassen. Sie könnten durch ihr jeweiliges Votum direkt mitbestimmen. Wozu Parlamente, wozu Demokratie? Damit einige faule Säcke sich Hornhaut am Hintern holten? Wozu? Das war doch alles gar nicht nötig. Dank Internet. Internet finde ich richtig gut, dachte die Göttin. Also, wenn ich mir überlege, Kleopatra hätte damals schon Internet zur Verfügung gehabt … oder Cäsar und Napoleon … nein, diese Herren hätten dieses Medium ganz bestimmt verboten.

Mariah Carey, James Packer

Wissen ist Kraft.

Das Unwissen anderer vergrößert die eigene Macht.

Doch ohne die rechte Wissenschaft

wird auch sie bald zu vergorenem Saft.

Die Physik ist unbestechlich.

Wer nur mit einem Auge schaut, der ist für Tiefe einfach blind.

Wer mit beiden Augen schaut, den Dreidimensionalen Raum erkennt.

Und, wer auch mit dem Dritten Auge schaut, die vierte Dimension sein Zuhause nennt.

Und sie dachte über das Tabu und den Kopf der Kuh nach:

Und ihr kam ein übler Verdacht …

Wer war da gekommen in der Nacht,

und hatte die große Göttin einfach umgebracht?

Wer schlug ihr ab den klugen Kopf,

wer trug ihn heimlich durch die Nacht,

versteckt ihn in einem alten Topf?

Wer drückte beide Augen zu,

als man die Göttin machte zur dummen Kuh?

Als der Sohn das Zepter übernahm,

als das Patriarchat begann.

Und die Mauer des Schweigens hatte ein Loch,

dadurch das Tabu als Lüge kroch.

Kanye West

*

Sie ging in Satans Zimmer. Mirage kam gleichfalls um die Ecke und betrat Satans Zimmer. Er warf sich müde in eine der vielen Ecken. Satan hatte sein Zimmer mal wieder umgestellt und war über seinen Arbeitstisch gebeugt.

  • Hallo Satan, was machst Du da?

  • Ich bastle an einem Stecker.

Er legte einen Lötkolben auf den Tisch.

  • Tja, das ist der Unterschied zwischen uns, Du verteilst Deine Arbeit auch auf die abstrusesten Helfertruppen. Und wir in der Hölle müssen alles selbst in die Hand nehmen. Unsere Mitbewohner sind so fertig mit der Welt oder von ihr so verdorben worden, das man sich wirklich nur noch auf sich selbst verlassen kann.

  • Aber ihr könnt Euch die Schuhe selber anfertigen, auf denen ihr durch das Leben geht. Ich hingegen bin auf das Schicksal angewiesen. Ich muss die Schuhe nehmen wie sie kommen.

  • Das wollte ich Dich sowieso schon die ganze Zeit mal fragen, Monalisa, sind das eigentlich die einzigen Schuhe die Du hast?

Satan zeigte auf ihre Sandalen.

  • Ich kann froh sein, das ich diese Sandalen hier überhaupt habe. Nicht jeder Gott hat Schuhe an den Füßen. Und Stiefel sind fast nie darunter. Deswegen war ich ja auch so glücklich mit meinem kleinen Astronautenstiefel. Gut, er war etwas ungelenk und nahm viel Platz ein, aber immerhin, es war ein Stiefel. Und jetzt habe ich sogar den Zweiten dazu gefunden.

  • Aber Dein erster Stiefel ist am Ende der Reise schreiend davon gelaufen.

  • Er wird wieder kommen.

  • Woher willst Du wissen, das er in der Scheiße nicht verloren geht?

  • Ich habe Vertrauen in ihn.

    Kelly Family, Comeback, Patricia, Angelo, Kelly

Satan sah sie etwas mitleidig an.

  • Also, ich weiß nicht, Monalisa. So einem kopflosen Schuh würde ich noch nicht mal einen meiner durchlöcherten Socken anvertrauen. Wo würde der mit Dir nur hinrennen, wenn Du ihn an Deinen Füßen hättest?

  • Siehst Du, deswegen trage ich ja auch diese Sandalen, da kann man immerhin noch mit eigenen Augen seine Füße sehen, oder ich gehe gleich barfuss, dann muss ich zwangsläufig meinen eigenen Kopf benutzen.

Satan schaute auf seine Füße. Und wie so oft

trug er auch heute seine schwarzen Sicherheitsschuhe.

  • Du solltest vielleicht auch mal wieder etwas Luft an Deine Füße lassen.

  • Dafür liegen zur Zeit zu viele Steine auf meinem Weg.

Er stand von seinem Hocker auf und machte den Wasserkocher an.

  • Hast Du Lust auf einen Kaffee?

  • Dein Höllengesöff, gerne.

Monalisa sah sich in seinem Zimmer um. Etwas Gemütliches zum Sitzen oder wenigstens ein zweiter Stuhl gab es in dieser … ja, sollte man es Höhle, Gruft oder Werkstatt nennen? … seiner Behausung nicht.

  • Setze Dich aufs Bett, mein altes Sofa habe ich leider nicht mehr.

  • Ein Sofa?

  • Ja, ein ganz tolles Sofa sogar. Es war ein sprechendes Möbel. Etwas abgenutzt schon, aber es hatte so viel erlebt. Wenn man auf diesem Sofa einschlief, dann hatte man wirklich die abgefahrensten Träume. Einmal träumte ich, ich sei ein Cowboy in Marlboroland, es war herrlich, das prasseln des Lagerfeuers, gute Kumpels, mit denen man einen erfolgreichen Tag zu Ende gebracht hat, müde und trotzdem glücklich zu sein. So wie Mirage. Er ist auch müde und glücklich. Nicht wahr, Meister! He … was ist mit Dir, willst Du vielleicht noch einen Keks?

  • Ne, las mal, ich bin zu kaputt.

  • Was? Keinen Keks?

  • Morgen vielleicht, jetzt will ich gar nichts mehr, ich bin nur noch müde und glücklich.

Tja, das war natürlich die Kehrseite der Medaille, Bestechungen fruchteten nur bei unzufriedenen Faulpelzen. Und Monalisa kam der Gedanke, das Mirage dem neuen Tellerwäscher offensichtlich kräftig unter die Arme gegriffen hatte, denn auch seine Seiten wölbten sich auffällig nach außen. Tja, dachte Monalisa, es war halt alles eine Frage der klugen Arbeitteilung. Arbeit ist für alle da! Ihr Wahlspruch … ihr persönliches Geheimrezept. Und sie hatte durchaus vor, es nicht für sich zu behalten.

Die Goten und ihre Götter

hatten immer schon im Team gearbeitet.

Kelly Family, Joey, Barbie, John, Angelo, Jimmy, Patricia, Maite, Paddy, Kathy

Jeder tat, was er am Besten konnte und am Liebsten wollte. Und am Ende des Tages wurden die gemeinsam erwirtschafteten Punkte unter allen Beteiligten nach einem einfachen Schlüssel aufgeteilt:

Jeder hatte sich am Morgen eine Aufgaben selbst ausgesucht und diese mit seinem Team abgesprochen. Alle gemeinsamen Ziele wurden dann in eine Liste eingetragen und für jedes Häkchen, das der Listenführer machen konnte, gab es einen Punkt. Manchmal auch zwei, wenn die Aufgabe besonders kniffelig war. Nun, und dann wurde eins und eins zusammengezählt. So einfach war das. Und was man sich für diese Punkte dann alles wünschen konnte, das konnte man in seinen nächtlichen Träumen erfahren.

Satans Sofa schien noch von dieser alten Möbelschule zu sein. Ja, es gab tatsächlich eine Möbelwerkstatt im Universum, dort lernten Tische das eigenständige Laufen, Stühle erfuhren dort, wie man sich selbst verrückt … nun, und Sofas wurde dort unter anderem auch das Sprechen beigebracht. Sie hatte so eine Schule einmal für ein paar Tage besucht. Auch eine Göttin sollte zumindest ein handwerkliches Praktikum gemacht haben. In dieser Schule waren viele begabte Handwerker als Lehrer beschäftigt.

Bella Hadid, Kleid, transparent

Und dort hatte sie auch den Schwarzen Engel einst kennen gelernt. Er machte auf dieser Schule gerade seine erste handwerkliche Grundausbildung, die jeder gutausgebildete Engel absolvieren sollte. Und am Ende hatte er auch wirklich ein ganz besonders edles Möbelstück erschaffen. Eine sprechende Minibar.

Heute steht sie in vielen Hotelzimmern, und oft sind diese Schränkchen die Einzigen, die sich mit ihrem Zimmergast noch unterhalten können. Die anderen Möbel sind oft erheblich weniger gesprächig, sind zu leise oder sprechen eine fremde Sprache.

  • Und wo ist das Sofa jetzt?

  • Ich habe es meinem freund Berti geschenkt.

  • Du hast so ein tolles Möbel diesem TuNichtGut geschenkt?

  • Er kam einfach nicht mehr davon herunter. Im Keller träumte er sich darauf regelmäßig ins Nirwana, und als er aus dem Keller auszog, da habe ich es ihm mitgegeben. Denn das Sofa war mittlerweile an ihm festgewachsen, ich hätte es mit Gewalt von ihm abreißen müssen, und Gewalt, nun, unter Freunden, so finde ich, gehört sich das nicht.

  • Und jetzt rennt der mit einem Sofa unterm Hintern durch das Leben?

  • Na, Monalisa, rennen … rennen kann damit auch ein Berti nicht. Aber das will er ja auch gar nicht. Im Gegenteil, für ihn ist die Anhänglichkeit des Sofas eine willkommene Erklärung für seine Unbeweglichkeit. Und seine Frau sieht das auch so. Mit einem solchen Sofa unterm Arsch kann keiner laufen. Deshalb hat sich Berti ja auch das Wohnmobil beschafft. Da kann er mit dem Sofa unterm Arsch Auto fahren.

  • Und wo ist der Kerl hingefahren mit seinem Sofa?

  • Er hat auf einer kleinen Sandinsel im Meer Zuflucht gefunden. Ich habe ihn schon ein paar mal von Weitem dort gesichtet, aber auf ein Gespräch habe ich bisher verzichtet.

  • Und warum?

  • Ich müsste ihm die Rechnung präsentieren. Und das spare ich mir für Später auf.

  • Hast Du seine Punkte denn wenigstens zusammengezählt?

  • Da gab es am Ende leider nicht mehr viel zu rechnen, Monalisa. Alles Nullen. Was will man da noch groß addieren?

Und Satan reichte ihr einen Becher seines höllischen Kaffees.

Cobie Smulders, Krebs

Uhaa … und supersüß, aber sie gewöhnte sich langsam daran. Sie überlegte, ob sie dieses Getränk nicht auch in ihrem Saftladen anbieten sollte. So für die Quereinsteiger unter den Gästen. Alte Gewohnheiten konnten so schnell nicht geändert werden. Und warum auch? So schrecklich schmeckte dieser Kaffee schließlich nun auch wieder nicht, fand sie. Und sie nahm einen zweiten Schluck.

  • Sag mal, Monalisa, wie ist das eigentlich mit einem Mietvertrag. Ich meine, haben wir überhaupt eine offizielle Erlaubnis hier zu wohnen?

  • Ich habe einen Dauermietvertrag. Für beide Häuser.

  • Hm … und könnte ich dann vielleicht einen Unternietvertrag bekommen, ich hätte mein Recht auf Anwesenheit gerne schriftlich.

  • Aber warum denn das? Hier fragt Dich niemand nach einem Vertrag.

  • Noch nicht. Aber wenn ich meine Zentrale wieder in Betrieb genommen habe, dann wird es sicherlich den einen oder anderen Protest geben, und da möchte ich gerne abgesichert sein.

  • Protest? Aber wieso sollte jemand gegen Deine Anwesenheit sein? Hier kann nur bleiben, wer uns Beide respektiert.

  • Respekt und Protest schließen sich nicht aus, Monalisa.

  • Ich will aber keine Proteste, Satan, ich will Konzepte, Ideen, Anregungen … von diesen ewigen Nörgeleien habe ich die Nase wirklich voll. Da höre ich, ehrlich gesagt, überhaupt nicht mehr hin.

Und Monalisa dachte an die Zeit, als sie noch jedem Problem hinterhergelaufen war. Da stimmte was nicht, und da auch nicht … der hatte auch etwas zu meckern, und der oder die war auch schon wieder am jammern. Nein, diese Zeiten waren endgültig vorbei, sie ließ sich nicht mehr durchs Weltall hetzen. Und sie wollte die Welt auch nicht mehr retten, nein, denn, sie hatte sich entschieden: Sie schuf sich einfach eine Neue. Der Rest konnte von ihr aus mit der Hölle untergehen. Ihr war es gleichgültig geworden. Sie hatte mit ihrem kleinen Sonnensystem wahrlich genug zu tun. Und diesmal würde die Blase auch nicht mehr zerplatzen. Da war sie sich sicher. Denn, diesmal hatte sie Eins und Eins richtig zusammengezählt.

Eins plus Eins ist Zwei, Drei,

Vier, Fünf, Sechs, Sieben …

Wo ist meine Welt geblieben?

Acht, Neun, Zehn und Elf …

Jetzt sehe ich den ersten Berg.

Zwölf …

und es steht ein kleiner Zwerg.

Eins plus Eins ist Zwei, Drei,

Vier, Fünf, Sechs, Sieben …

*

Sarah Lombardi, Shitstorm

FORTSETZUNG folgt!