SATAN & MONALISA – Teil 5

„Monalisa TV – Wie ein MYTHOS entsteht… – 10.August 2015“

NeilEBaynhamPretty great post. I just stumbled upon your blog and wished to express

that I’ve truly enjoyed browsing your weblog posts. All things considered I’ll be

subscribing inside your feed and I’m hoping you write once again soon!

Monalisa International 09.10.2016

Professor Dr. Dr. Zufall erhob sich von seinem Schreibtisch

um dem Gast entgegen zu gehen:

Guten Tag, mein Herr … schön, dass Sie so schnell kommen konnten. Meine Sekretärin sagte mir bereits, das Sie umfassende Kenntnisse in diesem wirklich verflixten Fall haben … bitte, setzen Sie sich doch … möchten Sie vielleicht einen Kaffee?… Nein, noch nicht … gut, dann sollten wir … wo habe ich denn, ach ja hier … sehen Sie dieses Ding?

Nein.

Sehen Sie hier, das ist doch wirklich unfassbar, nicht wahr? ES ist einfach unsichtbar!

Und nun?

Ja, aber das muss doch einen Grund haben!

Das kann man doch nicht einfach so herumliegen lassen!

Wissen Sie, wie leicht so etwas auf nimmer wiedersehen verschwindet!

Wie soll der Mann denn jemals etwas Unsichtbares wiederfinden!

Die Sekretärin betrat leise den Raum und stellte ein kleines Tablett mit Kaffeetassen

auf den Schreibtisch des Professors und fragte den Gast.

Mit Milch und Zucker?

Von Beidem reichlich, bitte.

Der Professor trank seinen schwarz, aber mit viel Zucker.

Die bittere Pille muss runter, irgendwie … oder was meinen Sie?

Ich frage mich, was die Verwirrung ausgelöst hat. Nur so lässt sich der Zusammenhang wieder herstellen. Uns fehlt halt immer noch ein entscheidendes Detail.

Das sehe ich auch so. Nur, ich befürchte, das Ding ist unsichtbar.

Die Pille. Eine unsichtbare Pille ist natürlich nur schwer zu schlucken.

Das ist das Gleiche, wie mit unsichtbaren Cabrios, nehme ich an.

Scheiße, ja, das ist’s! Das unsichtbare Cabrio! Wir haben es nicht mitgezählt!

Wurde vom ganzen Team übersehen, nehme ich an.

Das Cabrio und der gestohlene Gartenzwerg … eine Dummjungensache.

Sicher, doch unsichtbare Autos auf den Straßen sind auch eine dumme Sache. Geisterfahrer und so … Sie verstehen was ich meine? IHRE unzähligen Traumautos verstopfen im Himmel schon die Straßen. Jeder will eins fahren, nur weil es spaß macht … und was das dann wiederum für Folgen in der Hölle hat, nun, das können Sie in den Nachrichten verfolgen. Ich frage Sie also: Wie ist es zu diesem Umstand gekommen? Seit wann träumt eine Göttin von Autos?

Aber, das tut SIE doch gar nicht. SIE will gar kein Auto. SIE will ein Bombini.

Und auch das ist nach wie vor noch unsichtbar …

So ist es.

Beide Schwiegen eine Weile, dann ergriff der Gast das Wort:

ES ist aber auch eine Frage der Liebe. Die drei Quarks … Sie hat die beiden Aspekte miteinander verknüpft. Liebe, die sich auflöst … wie konnte SIE nur auf so etwas kommen? Jetzt haben wir den Salat …

Ein halbes Jahr sagte SIE … maximal ein halbes Jahr, mehr wäre einer Seele nicht zuzumuten. Damit werden natürlich längerfristige Auslandseinsätze in Zukunft für jeden Familienvater zu einem ernsten Problem.

Ein halbes Jahr, sagten Sie gerade?

Und … wie lange haben Sie ihre Frau nicht mehr gesehen?

6582 Jahre.

Das ist natürlich eine sehr lange Zeit für ihre Frau gewesen. Ihre Zeit ist, wie ich annehmen darf, wie im Fluge vergangen … was habe ich gelesen, hier, in dieser Ausgabe, da steht es … 20 Jahre?

Ich habe mir das Ganze auch erheblich leichter vorgestellt.

Tatsächlich?… ganz schön leichtsinnig, will ich meinen. Wer kommt eigentlich für die Folgekosten auf? Also, ich meine, die Behandlung wird doch noch ein bisschen länger dauern … so wie ich das sehe … welche Kasse übernimmt das eigentlich? Oder muss die Patientin dafür alleine aufkommen? Also, wie schon gesagt … Herr … Ihre Frau ist in guten Händen hier bei uns … wann sagten Sie, reisen Sie wieder ab?

Ich werde nicht abreisen, ich will meine Frau wiedersehen.

Aber nur durch eine dicke Scheibe … von mir aus wenn sie schläft … aber einen direkten Kontakt kann ich beim besten Willen nicht befürworten … jedenfalls noch nicht.

Das sagen Sie jetzt schon wochenlang! Und die Zeit steht still … hier, schauen Sie mal meine Uhr, die Zeiger, ach sehen Sie mal, jetzt drehen sie sich rückwärts …

Ach das ist ja sehr interessant! Sie sind einfach zu weit voraus … das ist es, sie hängen noch in der Zukunft fest … irgendetwas hält Sie dort noch … kann das sein? Das verhalten Ihrer Uhr ließe sich so gut erklären …

Scheiße, ja, Sie haben Recht … oh wei … wie viel Zeit habe ich denn dann eigentlich noch … wann sagten Sie, haben Sie die Betreuung meiner Frau übernommen? August 2006 … hm … ich habe jetzt keinen Taschenrechner dabei, aber ich befürchte, das wird knapp … heute haben wir den 15. Drei Tage noch, dann ist der Achtzehnte Tag. Kennen Sie den Film?

Ich hatte das Vergnügen, mir diesen Film mit dem Papst

gemeinsam anzuschauen, ja, ich kenne den Film.

Und, was meinte der Papst? War er schockiert?

Besoffen … und betroffen. Der Mann, der zu spät kommt. Und diese Füße, die hatten es ihm ganz besonders angetan. Welcher Mann könnte einem solchen Fuß wiederstehen? Und sei es nur ein Tritt von diesem Fuß …

Grauenvoll … die Szene meine ich, absolut grauenvoll. In der Haut dieses Mannes zu stecken … und die Verletzung an der Schulter … wissen Sie wie der Originalfilm ausgeht?

Nein, aber das ist auch uninteressant …

Wieso? Vielleicht entdecken wir auf diese Weise wie es weitergeht …

Sie will keinen Fehler zweimal machen … und wenn ich mich recht entsinne, dann hat sie die ankommenden Reiter zunächst nicht als Bedrohung erkannt. Auch der Junge nicht. ER ist den Reitern sogar entgegen gelaufen … die ritten ihn dann brutal über den Haufen … ja, und dann hat SIE den Feind erkannt … zu spät allerdings.

Und da hängt SIE fest … in der Vergangenheit … na, das ist ja super!

Nun ja, verehrter Herr … derartige Zeitreisen verbergen ihre Risiken, sie lassen sich nur durch das Experiment herausarbeiten. Und soll ich Ihnen was sagen, manchmal weiß ich nicht mal mehr, wer hier noch Patient oder Arzt ist. Geht Ihnen das nicht auch so?

Das liegt an der Meiose.

Mairose? Die Pfingstrose, meinen Sie?

Diese Rose ist auch gut … aber, nein Herr Professor, SIE denkt anders … die Meiose ist IHR Problem … immer und überall, Hinweise, noch und nöcher, aber was die Meiose jetzt im Detail alles für Folgen nach sich zieht? Welcher Rechner soll das noch erfassen?

Ein Elektronencomputer … ein gigantischer Fortschritt. Damit ließe sich auch dieses Problem sicher berechnen. Doch das ist ja mehr Ihr Metier, ich habe von diesen technischen Dingen nur begrenzte Ahnung, am Ende bin ich nur der Arzt.

Oh … ja, hören Sie auf, die Ärztekritik! Was für ein Drama!

Und SIE hatte wirklich alle auf dem Kieker, sogar die Hausärztin, dabei meinte die es doch wirklich nur gut.

Aber eine Rechnung für unaufgeforderte Hilfe zu stellen ist nun mal nicht angebracht.

Das hat sie getan?

Ja. Und Ihre Frau hat sich darüber sehr erregt gezeigt.

Was hat SIE denn mit der Rechnung gemacht?

Zerrissen … SIE hat den Zettel in drei Teile zerrissen

und diese zu den anderen Schriftstücken gelegt.

Ich denke, die Akten sind geschlossen worden?

Es scheint, das SIE das mittlerweile wieder einmal alles anders sieht … hier, schauen Sie, einen kurzen Blick will ich ihnen gestatten, aber nicht reden, hören Sie, da, hören Sie, die Tasten ihrer Tastatur … sie weiß, dass wir sie jetzt hören können.

Woran merkt SIE das?

Das ist IHR Geheimnis.

SIE hat immer noch eins?

Sie hat immer noch eins.

*

Das Verfallsdatum. Auf allen Dingen stand es drauf. Nur bei der Liebe, da wollte sich keiner festlegen lassen. Der eine meinte, Liebe müsse ewig dauern, der andere will aber nebenbei noch verreisen, und auch mal von anderen Tellern speisen.

Doch, ein halbes Jahr, das schien selbst Satan etwas zu kurz zu sein.

ER hatte seinen Liebeskummer schließlich auch ausgehalten, jahrelang … ein halbes Jahr? Das war dann doch keine Liebe mehr … was für ein Kummer sollte das dann noch sein? Nein … ER war nicht einverstanden. Und das hatte jetzt auch überhaupt nichts mit den zukünftigen Arbeitszeiten auf Montage zu tun. Die Liebe als solche war damit in Gefahr.

So musste man das verstehen. Durch das Verfallsdatum würde sich die ganze Geschichte in einen Groschenroman verwandeln. Der Dukatenesel … und Tischlein Deck Dich … Hans im Glück … die drei Brüder, die auszogen, das Wunder der Welt kennen zu lernen … waren es wirklich drei Brüder gewesen? Und hatten die keine Schwester? Bei Monalisa musste man Bibel und Märchenfest sein, sonst kam man gar nicht zurecht.

Und Satan verschwand in den unteren Gemächern seines Vielvölkerpalastes und zog eine grau lackierte Tür hinter sich zu. Ein Name stand nicht darauf.

Dr. Satania schaute ihm nach. Was trieb ER da unten so lange? Sie ging die Treppe hinunter und öffnete leise die Tür. Ein Waschkeller mit vielen Waschmaschinen. Doch der Raum war leer. ER war tiefer in den Keller hineingegangen und Monalisa folgte ihm.

Was tust Du hier?

Ich räume meine Sachen auf.

Suchst Du etwas Bestimmtes?

Du bist ja heute sehr neugierig …

Ich meine ja nur, sag mal … hattest Du als Kind ein rotes Feuerwehrauto?

Immer wieder diese scheiß Autos …

Das Auto ist ein großes Problem,

als Campingbus jedoch sehr bequem.

Und Seines strahlte feuerrot,

doch SIE geriet in große Not.

Das Auto kam für SIE zu früh,

die Tränen hielt SIE nur mit Müh.

In der Entwicklung war ein Fehler drin,

ach Herr je, wie dumm ich bin!

Das Auto fuhr im Kopf herum,

scheiße, scheiße, ich bin zu jung!

Und in der Nacht ging auf ein Tor:

Tatütata, die Feuerwehr!

Lauf weg, lauf weg … ER ist der Falsche!

Dem hängt die Klette schon am Halse!

Er wird Dich immer wieder betrügen,

ihm wird eine Frau nicht genügen.

Er hat einen schwerwiegenden Fehler gemacht,

und darum sei dies Eure letzte Nacht.

Das richtige Auto zur falschen Zeit,

und Monalisa wusste Bescheid.

Und als SIE am morgen die Augen aufschlug,

kam in ihr hoch, die schäumende Wut.

Denn SIE wusste, was ihr nun blühte,

jetzt kamen Traumta und viele Nöte.

Jetzt ging es ab in den U-Bahn-Keller,

und in einen Laster, ohne einen Heller.

Sie würde ganz von vorne anfangen müssen,

und für ihren Fehler würde sie büßen.

Sie wusste sehr wohl, was jetzt kam,

denn von nun an war sie alleine und arm.

Ihr Weg würde sehr schwierig werden,

und Seines würde herrlich werden.

ER hatte Ihren Preis erhalten,

mit dem Sie einmal wollte die Welt bereisen.

Sie wünschte IHM dennoch viel Glück,

dann vergaß SIE ihn, Stück um Stück.

ER würde ohne SIE die Welt bereisen,

die Leistung dafür, musste SIE jedoch erst noch erbringen.

Und, egal, was sie tat, was sie auch machte,

der Zufall sich ins Fäustchen lachte.

Die Göttin war tatsächlich so dumm,

und machte sich für andere krumm.

Kein Preis der Welt würde SIE jetzt noch verlocken,

denn der würde immer wieder anderen zugesprochen.

Wenn sie etwas tat, benötigte sie andere Ziele,

und so war es ja auch des Satans Wille.

SIE hatte IHN nicht zum Mann gewollt,

dann würde jetzt eben wegen eines anderen geheult.

IHM war es sogar ziemlich Recht,

denn, weinende Frauen benahmen sich schlecht.

Ihre tiefen Schuldgefühle konnte ER nutzen,

und mit ihren Tränen würde ER seine Treppe putzen.

Denn das auch Satan das nun drohende Ende nicht wollte,

das war klar, schließlich war SIE seine Beute.

Der Wadenkrampf

Ein Zeichen von Mangelernährung.

Magnesiummangel könnte es auch sein.

Ich brauche nur wieder meine Energiedrinks.

Dieses Gummibärchenzeug? Na, wenn Du meinst. Ist das Gefühl denn wieder im Fuß?

Noch nicht ganz, aber es ist schon besser. Den Krampf habe ich im anderen, dem linken Bein.

Tut immer noch weh. Bin in der Nacht vor Schmerzen wach geworden.

War es schlimm?

Ich spüre immer noch etwas. Überhaupt, ich denke, ich leg mich was aufs Ohr.

Ich fühle mich nicht gut. Und wie geht es Dir?

Ich schreibe.

Das ist doch keine Antwort auf meine Frage.

Der eingeschlossene Autoschlüssel … der verletzte Zeigefinger … der taube Fuß

… ein erster Wadenkrampf … und der Motor fuhr auch schon wieder heiß.

Professor Zufall war gewarnt:

Nicht das SIE noch unsere Agenten enttarnt!

Einige der Kollegen werden nervös,

diese Geschichte endet noch bös!

Wenn diesmal etwas daneben ging,

wäre dies für alle sehr schlimm.

Doch der Professor beruhigte sie:

Aufgeben wird SIE sowieso nie.

Seht einfach zu, dass ihr euch vertragt,

und wir schauen, was ER noch vermag.

Es sind die Augen, die sich nicht verändern,

daran kann selbst so ein Blitz nichts ändern.

Was für ein wahnsinniges Experiment!

Und der göttliche Brunnen fühlte keinen Boden mehr unter den Füßen …

wer dachte sich denn nur so etwas aus?

Und noch im selben Moment erhielt Dr. Satania die Antwort:

SIE selbst hatte ES sich ausgedacht!

Damals, oder besser in der Zukunft, SIE hatte das Experiment angefacht!

Konnte es so gewesen sein … kam SIE etwa durch den Blitz hier hinein?

War SIE am Ende etwa selbst noch das Schwein?

Und Dr. Satania öffnete die Tür:

War SIE wirklich selbst das Tier?

Kopfschüttelnd ging SIE zum Spiegel,

und nahm sich einen Schokoriegel,

den aß SIE dann genüsslich auf:

Wartet nur, ich komm schon noch drauf …

Es war an einem Sommertag,

Gärtner mähten Rasen im Park,

SIE beugte sich über das Buch:

Ja, ich denke, so ist es gut …

Dann nahm sie ein Blatt Papier,

irgendwo klimperte ein Klavier.

Sie schrieb darauf ein paar Daten:

So sollte die Geschichte starten ….

Dann ging sie zurück ins Labor,

Sie hatte keine Angst davor.

Sie schaute hinunter, und über die Erde:

Wenn doch schon alles geschehen wäre …

Willst Du wirklich da hinunter gehen?

Wir werden uns sehr lange nicht sehen.

Ich werde alles vergessen, sogar mich,

aber ganz bestimmt nicht Dich.

Die große Liebe ist zwar nur ein Gefühl:

… aber mein Traummann, der macht daraus viel.

Und Frau Dr. Satania kuschelte sich in die Arme ihres Mannes.

Wie gut sich das anfühlte, und wie angenehm sein Geruch …

dann machte SIE beide Augen zu.

Professor Zufall, wie alle IHN hier nannten, stand vor dem Wasserkocher und raufte sich die Haare:

Hätte ich IHR doch bloß nichts davon erzählt. Jetzt wird SIE noch in die Banane beißen … oder war es doch der Apfel … ich sollte die Bibel noch mal im Original lesen … die Frau selbst bringt nachher noch alles durcheinander … obwohl Bananen allein schon wegen des Klimas wahrscheinlicher sind …

Professor Zufall betrat das Bad:

Wie sollte ER das jetzt nur dem Ehemann beibringen … die ganze Therapie war zum Teufel … die Frau war einfach nicht zu kurieren. Er würde die Behandlung so nicht weiter fortführen, überlegte er sich … soll SIE doch ihren Traummann behalten … was ging IHN das an? Die Eifersucht dieses Ehemannes war wirklich unglaublich … nur, weil er hinter das Wesen Ihres Traummannes kommen wollte … wofür die Leute nur ihr hart verdientes Geld ausgaben …

Professor Zufall schüttelte den Kopf, ergriff die Zahnbürste und putzte sich die Zähne. Dabei betrachtete er sein Spiegelbild:

Es sind die Augen, die sich nicht verändern … das Wesen schaut Dich an, durch die Augen … Irisanalyse Iris, Isis, das Auge … das eröffnete an sich die Möglichkeit für eine sichere Personenidentifizierung … jetzt, wo die wechselhaften Zeiten begonnen hatten. Ganzkörpermodifizierung ohne Skalpell … Schönheitsoperation? Was ist das? Das macht jetzt unser neuer Supermanncomputer … hier geben Sie den Ist-Zustand ein, dort erscheinen ihre Zielkoordinaten … und hinein in den Kasten, einmal tief Luft holen und … aus, so, das war’s, bitte schön, danke schön, auf wieder sehen … was für eine schöne neue Welt!

Die Augen … die Augen … die ließen Professor Zufall nicht zur Ruhe kommen. Augentransplantation … war da etwa ein Hintertürchen? … in der Realität gab es schließlich immer eins.

Und schon vertieften sich seine Gedanken in ein Gewirr aus Kabeln, Leitern und Verstecken: … Spurensuche … Fehlersuche … Problemanalyse … Datenvergleich … Spannungsfreiheit … Neuverbindung … Test ohne Spannung … Test mit Spannung … 1. Versuch und 2. Versuch.

Die Diagonalregel.

Wer hat die eigentlich erfunden?

Meines Wissens war dies eine IsisIdee.

Ach … und wie ist SIE darauf gekommen?

Dr. Zufall und die Eifersucht waren dabei.

Du meinst, SIE wollte den Mann der Anderen.

Nein, SIE wollte die Frau.

Uhh … wie gemein … teuflisch geradezu …

Ich würde ehr sagen, Ehrgeiz, Leistungswille, Energie und der Wille zum Sieg.

Der Preis, ich verstehe. Der 1. Platz. Die Medaille. Das Medaillon … vergeben an welchen Mann?

Scheiße. Scheiße. Scheiße …

… und Isis hatte den Preis bekommen.

Und alles fing von vorne an

Die Teufelskreise.

Ganz schwierige Sache … aber wenn sie einmal eingerichtet sind, dann sind sie eine sehr sichere Sache. Und die Sucht ist der Motor …

Sauerstoff macht auch süchtig. Ohne kann kein Mensch länger als 20 – 30 Minuten überleben, und die Folgeschäden sind frappierend. Für mich ist der Treibstoff einer Sucht interessant … wächst der Suchtstoff auch überall, und das möglichst ebenso zum Nulltarif?

Du hast das Kiffen mit den Bombinis verknüpft?

Na klar, was hättest Du denn getan?

Ja, aber diese Ziele vertragen sich doch gar nicht miteinander

Deswegen sollen Beide ja Fliegen lernen.

Na, Du machst Dir ja Vorstellungen … was wäre das für ein Kosmos, indem alle Sternenpiloten bekifft durch die Milchstraße ziehen …

Ja, und? Ist die Idee so unsympathisch? Immerhin besser, als wenn sich die Kosmosreisenden gegenseitig bekriegen. Außerdem wird doch niemand dazu gezwungen … auch nicht zu einem Vodka, oder einer kleinen Pille. Nichts ist nötig, aber Vieles ist möglich.

Der Joint hilft aus einem Teufelskreis,

schließt er sich doch schnell selber aus.

Keine Wirkung ohne Nebenwirkung.

Fragen Sie Arzt und Apotheker.

Monalisa ging in ihre Kammer.

Dort lag der Spiegel und auch die Klammer.

Wen würde SIE im Spiegel sehen?

Wie schnell würde die Zeit vergehen.

Welches war nun SEINE Dimension?

Oder war Gott schon längst in Pension?

Wie fand man sich wieder, wenn man sich verlor?

Wie fand man zurück zum eigenen Tor?

Was für ein wahnsinniges Kabinett,

da geht’s dem Gleichgewicht aber schlecht.

Wie gut das da einer den Weg markiert,

der Suchende sich sonst schnell verirrt.

Genmanipulation:

Welche Augenfarbe wünschen Sie sich für Ihr Kind?

Und die Seele wundert sich:

Die Augenfarbe stimmt noch immer nicht.

Und Isis ging zum Optiker:

Ein Paar Bunte, bitte sehr!

Die Göttin hatte mal wieder verschlafen,

jetzt könnte SIE einen Kaffee vertragen.

Isis bevorzugte eigentlich Tee,

aber heute tat einfach alles weh.

Die bunten Linsen waren tatsächlich IHRE Idee,

jedenfalls, wenn SIE ES richtig seh …

Damals saßen Beide am Rande der Straße,

und Isis putzte sich betrübt die Nase.

Ich kann meine Kontaktlinsen nicht mehr finden,

ohne die lebe ich halb im Blinden.

Wenn die Dinger wenigstes farbig wären,

könnten sie vielleicht noch gefunden werden.

Und bei Monalisa machte es pling:

Schon wieder so ein Schummelding!

Satan nahm einen kräftigen Zug aus seiner Pfeife:

Mit dieser Frau macht man vielleicht etwas mit!

Der Isis … Iris … Kontakt. Du meine Güte!

Hat oben mehr und auch unten rum …

Traumfraulächeln, lange Beine, blond …

… und schöne blaue Augen.

… fast so blau, wie die Augen ihrer besten Freundin.

Wie hieß die doch gleich?

Die Vogelkundler

Wie machen die Vögel das eigentlich?

Sehen alle gleich aus, und verwechseln sich nicht.

Und jeder Spatz findet zurück zum Nest,

und keiner von ihnen verlangt den Treuetest.

Oh, wenn ER nur könnte, wie ER wollte,

dann würde ER ein Hühnchen rupfen heute.

Ihre Beine weit auseinandergespreizt,

würde ER finden den letzten Beweis.

Oh, was kommt denn meinen Augen so nah,

das Hühnchen liegt gerupft schon da.

Lass mich die fleischliche Tiefe ergreifen.

Ja, darüber müsste man Gedichte schreiben!

Wessen Idee war noch mal der Partnertausch?

Oh, dafür ich Isis den Hintern verhau!

Das Grüne küsste das Blaue.

Das Gelbe küsste das Rote.

Sex und Sen, kennst Du den?

Den Film solltest Du Dir genauer ansehen …

Was glaubst Du, wer den wohl mal gedreht?

… Du weißt doch jetzt, wie so etwas geht.

*

Diese Frau leidet unter Größenwahnsinn.

Die Riesen in der Geschichte.

Das wahnsinnige Y.

SIE will ES dem Manne unterschieben.

Was?

Den Wahnsinn, natürlich.

Und ich dachte, einer von uns hätte das Problem unter den Schuhen kleben gehabt.

Die Selbsthilfegruppe der Sternenflotte 117 hatte sich gerade zum ersten großen Meeting der Woche versammelt. Mittwoch, 17. Januar 10.54 … morgen war mal wieder ein 18. Tag. Die oberste Heeresleitung hatte zu diesem Treffen aufgerufen, da, nun auch schon zum wiederholten male, Gefahr im Verzug zu sein schien. Bei vielen Offizieren lagen mittlerweile die Nerven blank.

Und am Ende … wie immer, so auch diesmal, falscher Alarm.

SIE erkannte IHN.

Der Typ, dahinten, der kennt SIE auch,

eine alte Bekanntschaft von früher, soviel ich weiß …

Ach …

*

Ein Mann betrat den Raum, verschloss die Tür und wendete sich mit

folgenden Worten an die umstehenden Mitarbeiter:

Alarmstufe ROT … und das mir niemand einschläft, verstanden.

Schon wieder … da tut sich doch eh nichts. Dem Mann tun morgen die Eier weh.

Pass auf, was Du sagst, hier fällt am Ende immer alles auf Dich selbst zurück.

Aber, das wirst Du schon noch lernen, mit der Zeit. Lästern wird hier tatsächlich schwer

bestraft … und solche Verwünschungen, also, die werden hier ebenfalls sehr ernst genommen.

Du meinst uns geht es genauso wie den Beiden?

Na klar, glaubst Du die hohen Herren würden sich umsonst solche Sorgen machen?

Ach Du lieber Himmel!

Könnte glatt SEINE Idee sein, aber es war IHRE. Und nun … was glaubst Du,

wie die sich darüber noch in die Haare bekommen werden.

Wieso, es könnten doch Beide gleichzeitig …

Dann wären Beide größenwahnsinnig. Die Rechnung geht aber nur auf,

wenn die Krankheit auf dem Y liegt.

Heiliger Strohsack! Das macht ER nie!

Siehst Du, und das ist das Problem.

SIE hat den Wahnsinn mit der Idee verknüpft … genial, nicht wahr?

SIE oder ER … oder beide … oder keiner.

Ein Mann trat zu den beiden Offizieren.

Sagen Sie mal, was halten Sie davon … wir drehen einen Entlastungsfilm … also einen Film, der die Fehlstellen auflöst … und wenn die Dinge sich realisieren … um so besser! Ein Pilotfilm … ein Versuch … ein Experiment, sozusagen. Natürlich müsste man da im ganz kleinen anfangen, aber mit unserer Frau Doktor, da kann man ja reden, ich meine, von wegen der Küche und so …

Was hat denn jetzt die Küche damit zu tun?

Ihre Spülmaschine ist noch nicht ordentlich angeschlossen.

Na, zum Glück, wer weiß denn auch, was das für Folgen gehabt hätte. Die Frau hat doch alles aufgeladen … eh … jedem Fitzel Papier hat SIE Bewusstsein gegeben … ich sage Ihnen was, das wird noch übel enden …

Jetzt hören Sie schon endlich auf mit ihren Verwünschungen, wissen Sie eigentlich, was mich das jeden Tag kostet, dieses verflixte dynamische Gleichgewicht. Optimismus … Ruhe und Ausgeglichenheit, Geduld und Lebensfreude … das ist jetzt das Motto der nächsten Stunden. Meine Herren, entspannen Sie, machen Sie vielleicht einen kleinen Spaziergang, unterhalten Sie sich ruhig miteinander … und damit sie es wissen, wir sind gerade spaceline, sozusagen.

Was, wie, was heißt das denn jetzt?

SIE ist da.

Wer SIE?

Na, die Frau des Chefs.

*

Zwei der Anwesenden gingen hinaus in den sonnigen Park. Es war

ein herrlicher Frühlingstag. Sattgelbe Osterglocken leuchteten vereinzelt auf:

SIE hat auch den Alkohol mit dem Kiffen verknüpft.

Und im Kabinett diskutieren die immer noch über das Rauchverbot …

als ob wir nicht schon genug Sorgen hätten …

Ein Dinner im 5 Sterne Restaurant und kein Glas Rotwein dazu. Wasser, Tee, Kaffee … aber kein ordentliches Bier mehr … alles nur noch alkoholfrei … Alkohol, die Volksdroge Nr.1 … verstehen Sie, worauf ES ankommt? Das dynamische Gleichgewicht ist eine große Herausforderung …

Oder auch eine großartige Erpressung.

Nicht so ein Wort, spinnen Sie denn, was glauben Sie, was das für Folgen nach sich zieht! Wenn das die Frau vom Chef mitkriegt, dass da irgendwie etwas derartiges auch nur im Ansatz vorhanden sein könnte … Wirklich, Sie müssen hier sehr genau aufpassen, was Sie sagen … jeder Druck stößt zur Zeit auf eine sehr labile Grundlage … Sie verstehen das doch mittlerweile, mit der Seifenblase, meine ich? Wenn nicht, also, dann wird es höchste Zeit Nachhilfe in Physik zu nehmen.

Ich habe Physik noch nie leiden können.

Ja, mein Herr, und darunter leidet die Frau des Chefs am meisten.

Die beiden Herren schlenderten eine Weile schweigend neben einander her,

dann fragte der eine den anderen:

Wissen Sie etwas über diese Zeichentricksache?

Den Karikaturenstreit meinen Sie?

Es geht dabei um einen Film. Viele mythische Figuren machen dabei inzwischen mit. Natürlich spielen auch die religiösen Vorbilder eine wichtige Rolle … und ihre Darstellung, beziehungsweise ihre Selbstdarstellung, ihr Bildnis.

Das Bildnisverbot … ich verstehe.

Eine Zeichentrickdarstellung wäre eine Lösung. Doch bei diesem Bild will natürlich jeder mitreden. Und die Göttin hatte schon angefangen mit dem Bild, als die Idee überhaupt erst aufkam.

Ja, und? Wie siehst ER denn nun aus?

SIE ist noch nicht ganz fertig mit dem Bild.

Aha … ist wohl nicht die richtige Jahreszeit zum malen.

Zum Glück, kann man da nur sagen.

Wieso, sieht der Mann denn so scheiße aus?

Alle haben ihn sofort wieder erkannt.

Na, das ist doch ein gutes Zeichen, oder nicht.

IHM gefällt ES so aber nicht.

Ach …

Vielleicht liegt das wiederum an der Küche.

Wieso an der Küche?

Na, die ist doch auch nur halb fertig.

Küche und Bildnisverbot? Könnte eine Lösung sein.

Das sollten Sie vielleicht mal dem Chef erzählen.

Wenn der das Wort Küche nur hört, bekommt ER schon Bauchweh.

SIE hatte Jahre lang darauf gewartet und die dringend notwendige Renovierung immer wieder auf das nächste Jahr verschoben … denn, SIE wusste, dass ihre Küche ein Problem für Viele war. SIE hatte sich einfach zu lange an diesem Ort aufgehalten. Das war die Schwierigkeit. Auch das Haus, jede Wand war handverputzt, das Bad alleine eingebaut, die Fenster vergrößert … und , und, und … wer kannte sich denn da noch aus. Und was hatte SIE alles weggeschmissen … was hatte SIE hinzugekauft. Was war Geliehen, was war Eigentum … alle diese Fragen hatten etwas damit zu tun. So jedenfalls sagte SIE das dem Chef.

Das ist doch Erpressung! 100%ig!

Sicher, das sieht der Hohe Rat auch nicht anders, doch dort hat man sich doch auch ganz ernsthaft mit den jeweiligen Fragen auseinandergesetzt und ist zu dem Schluss gekommen, das die Projektion des Gesamtproblems auf einen überschaubaren Lebensraum nicht verboten ist. Das ist einfach nur vernünftig. Und selbst der Hohe Rat kann Vernunft nicht verurteilen.

Und deswegen die Wahnsinnsdebatte?

Die Vernunft in der Unvernunft. Ein Wahnsinn mit Methode.

Ja, und wer ist jetzt noch mal der Arzt?

Ein Prof. Dr. Dr. Zufall.

Welch ein Zufall aber auch.

Ist eben kein Zufall, das ist es ja, was die ganze Sache so schwierig macht,

hier gibt es keine Zufälle mehr, alles ist Ursache und Wirkung

… verstehen Sie?

Und wer ist dieser Mann?

Das ist der MagicMan … noch nie von dem gehört?

Im Leben nicht.

Ganz heikler Punkt in der Geschichte. Sie müssen sich die Filme sehr genau anschauen,

und Sie werden feststellen, ES gibt keine Zufälle mehr.

Gilt das jetzt auch wieder für alle?

Das war im Grunde schon immer so. Der Unterschied ist nur, heute können wir ES am Bildschirm sehen. Aber ruhig Blut, die Natur wird bestimmt bald schon wieder zu sehen sein.

Meinen Sie? Na, ihr Wort in Gottes Ohr. Ich finde die Welt ohne Natur nicht mehr so erquickend. Am Anfang hat mich das gar nicht so gestört, mit den vielen Kameras und so, aber mittlerweile … mal ein paar Stunden ohne diese vielen Kulissen hier … aber es nützte nichts, mein Handy ruft das Ende der Privatsphäre herbei.

Und so etwas nennt man dann auch eine Wunderwaffe.

Wenn man keine andere mehr hat? Wer kann der Frau daraus einen Vorwurf machen. SIE hatte die Küche ja nur im Kopf, ER hingegen sah mal wieder weit darüber hinaus, nun und da ist ER dann wohl zu dem Flattermann gegangen … sie verstehen, die alte Fledermaus …

Nee … eine Fledermaus ist auch mit im Spiel?

Ja, aber haben Sie denn nicht das erste Buch gelesen? Da steht doch alles ganz genau drin … Sie dürfen wirklich nicht ein Fitzelchen übersehen, sonnst kommen Sie auch noch aus Ihrem Text raus.

Und was dann?

Na, dann sind Sie draußen.

Wie meinen Sie das?

Andere Platte, anderer Film.

Ja und diese Geschichte hier?

Zuschauer oder Mitspieler, dass müssen Sie letztendlich für sich entscheiden …

oder sind Sie zwangsverpflichtet? … ich meine, hängen Sie in dieser Geschichte fest? …

oder sind sie ein Freiwilliger?

Freier Wille … da war doch was? …

nicht jeder hat ihn, hat SIE das nicht gesagt.

Der Oberarzt

Warum ist diese Frau in einem derartig vernachlässigtem Zustand?

Personalmangel, Herr Doktor, seit die Patientin sich darum bemüht ihre vielen verschiedenen Geistesebenen auf ein Niveau zu bringen … SIE hätte nun mal keine Tausend Arme mehr, sagte SIE zu mir, als ich SIE darauf ansprach … nun, und ich dachte, das ist uns allen im Grunde ja auch sehr recht. Also habe ich sie gelassen … und Sie sollten auch gelassen bleiben, Herr Doktor, Sie sehen ganz geschafft aus … setzen Sie sich doch erst mal … und, wie geht es ihnen, alle Kranken schon erledigt? Wollen Sie vielleicht einen Kaffee? … ich habe noch einen … hier, für Sie.

Die Frau macht mich fertig. Ich gehe lieber nicht zu ihr rein … heute … oder was meinen Sie?

Sie können es ja erst mal mit Klopfzeichen probieren.

Das registriert die Maschine doch sofort. Ich habe schon alles ausprobiert, KGB, CIA und auch das FBI haben sich wirklich sehr kooperativ gezeigt, aber die Frau redet selbst noch im Schlaf … und alle kriegen alles mit. Man kann einem Suchenden das Finden nicht übel nehmen. Dumm ist halt nur, das sie alles aufschreibt …

Aber Ihr habt IHR doch extra den Computer gelassen.

Wer konnte denn ahnen, das sie dieser alten Kiste noch mal Leben einhaucht. Ich selbst hatte doch die Festplatte in der Hand, und die war schrottreif, das hätte mehrere Tausend Euro gekostet, die Kiste wieder flott zu kriegen …

Es war ein Wurm drin, meint Ihre Frau.

Der ist ja, welch ein Glück endlich aufgelöst worden … das war vielleicht eine Prozedur! Mehrere Stunden hat SIE sich nicht ins Bad getraut … und wie skeptisch SIE sich den Kleinen angeschaut hat … die Fühler, als sie sich ausstreckten … buaaaha … ich bekomme jetzt noch eine Gänsehaut …

Sie steckt den Wurm mittlerweile ziemlich locker weg, finde ich,

er liegt einfach nur unbeobachtet in der Ecke.

SIE haben den Wurm auch gesehen?

Alle haben ihn gesehen.

Und ich habe gedacht, der wäre vielleicht doch eine Einbildung gewesen. Wissen Sie, wie die Neutrinoteilchen, die kommen und gehen, als wenn nichts gewesen wäre. Ursachen ohne Wirkungen … Wirkungen ohne Ursachen …

Doktor … Herr Oberarzt, geht es ihnen nicht gut, soll ich einen Kollegen rufen? …

Herr Doktor … hallo … jetzt ist der Mann mir doch glattweg eingeschlafen …

… wenn Nematoden nun von allen gesehen wurden, dann ist das im Grunde ja auch

wunderbar, bisher waren diese Kerle schließlich die ganze Zeit unsichtbar.

Die Würmer sind dunkel braun. Sehen wie kleine Blutsegel aus. Der Wurm wurde vor meinen Augen immer größer, dass heißt er wuchs. Er bewegte seinen Kopf und streckte zwei ebenso braune Fühler aus. Er wand sich sehr schwerfällig, dann blieb er reglos liegen … ein paar Stunden … vielleicht ein ganzer Tag. Ich habe ihn versucht zu ignorieren und mir vorgestellt, dass der Wurm, dort in der Wanne, etwas Eingebildetes ist, aber der Wurm war real. Und damit basta. Der Wurm war da. Er war echt.

Und wo ist der Wurm jetzt?

In dem Arzneidöschen, Baldrian, aus der Apotheke.

Du nimmst Tabletten?

Normalerweise nicht, doch diese Tabletten hatte ich aufgehoben, für Notfälle.

Und dann hast Du Dir an einem Abend gleich 8 oder 9 Stück reingezogen …

Ja, so viele verschiedenen Geister im Kopf, da muss die Dosierung natürlich angehoben werden.

Aber ich bin nicht eingeschlafen … im Gegenteil, ich habe mich

grundsätzlich sogar ganz wohl gefühlt.

Das sah aber nicht immer danach aus.

Sollte es ja auch nicht. Wenn man seine Spuren nicht verwischen kann,

dann muss man möglichst viele Neue setzen.

Aha … Madam haben geschummelt?

Die Heisenbergsche Unschärfe musste schließlich irgendwie in die Geschichte hinein.

Und so ein Elektron … nun, das lässt sich nun mal von Natur aus nicht so leicht einfangen …

Und Du jagst von zu Hause aus?

Spinnen legen dazu Netze aus.

Zum Beispiel in Form eines Theaterstücks.

Da steht alles drin.

Das Ende hakt aber noch.

Tut mir Leid. Ich habe irgendwie den Text nicht mehr parat. Liegt wohl an meiner Unordnung.

Ich konnte mich plötzlich einfach nicht mehr an das Ende erinnern … mit dem Ende einer Geschichte

habe ich jetzt schon öfter meine Probleme gehabt … und, das geht mir

beim Stricken, aber auch beim Suppe essen, ganz genauso.

*

Eine Frau mit zwei Männern … bei Dir piept es wohl!

Wieso? Umgekehrt war das für Dich doch kein großes Problem.

In Deinem Stück findet Satan am Ende aber seine eigene Frau.

Sicher, das soll ER doch auch.

Wenn Du nicht so viel kiffen würdest, vielleicht säße der Text dann ja besser.

Schon möglich, aber, wenn ich nicht kiffen würde, dann gäbe es die ganze Geschichte nicht.

Und andersherum, solange ich kiffe, wird es die Geschichte geben.

Du hast die Geschichte mit dem Kiffen … ich denke das Bombini …

Die heilige Dreifaltigkeit, schon mal was davon gehört? Etwas für den Körper,

etwas für die Seele, etwas für den Geist. Und Alkohol, nun ja,

wie schon gesagt, da halten alle drei mittlerweile

nichts mehr von. Und die Männer plagt

die Impotenz.

Aber über Rauchverbote sprechen …

Rauchen ist ja auch nicht gerade gesund.

Aber es macht nicht impotent. Mich plagt die Impotenz jedenfalls nicht.

Eben, und das macht mich ja so skeptisch.

Aha … weil die Folgen etwa nur die Männer betrifft?

Von wegen, die Frauen finden Impotenz beim Mann alles andere als super.

Und Du meinst das liegt am Alkohol?

Das zeigen allein schon die Statistiken. Alkohol ist in den mittlerweile üblichen Verzehrmengen einfach fruchtbarkeitsschädigend … die Zahlen belegen dies, meiner Meinung nach, eindeutig. Die Geburtenraten sinken dramatisch in den Alkohol trinkenden Teilen der Population.

Alles, von dem wir meinen, wir bräuchten ES zum Leben ist ein Suchtstoff, und kann als solcher somit gezielte eingesetzt werden. Und Alkohol findet Verwendung, ganze Branchen leben sozusagen von der Suchtmittelverbreitung.

Schon mal Heroin probiert?

Bist Du des Wahnsinns! Im Leben nicht.

Pilze?

Auch die nicht.

LSD?

Auch dies würde mir noch nicht mal im Traum einfallen.

Wie kannst Du Dir da sicher sein? Im Traum passieren viele verrückte Sachen.

Und deshalb habe ich entsprechend großen Respekt davor.

Und … warum hast Du das Ende der Geschichte versaut?

Habe ich das tatsächlich? Wer hat denn die Frau mit den vier Kindern abgelehnt?

Eine Frau mit vier Kindern, von vier verschiedenen Männer, und sei sie noch so schön, aber das ist selbst für Satan eine zu harte Strafe … da waren sich alle hier ziemlich schnell einig. Sicher, SIE war reizend und immer noch sehr schön, aber heiraten … vier Kinder, in der heutigen Zeit? Als einfacher Malocher, ja, also, ich bitte Dich, das konnten alle sofort nachvollziehen … vor allen Dingen, wenn man bedenkt, dass er in der Hölle eh schon die ganze Zeit so benachteiligt war.

Na, dachte Monalisa, wenn da mal nicht Bilder vertauscht worden sind … also, die Frau, die SIE für Satan ausgesucht hatte, die war anders. Da musste sich jemand vertan haben. Bei der ganzen Bilderschnipselei war vielleicht eine winzige Kleinigkeit übersehen worden. Oder, vielleicht hatte sich auch jemand verzählt. Die Frau, die Monalisa meinte, die hatte jedenfalls nur zwei Kinder.

… zwei Kinder? Bei dieser Rechnung tötest Du Dich ja selbst.

Nein, Herr Doktor, ich würde gar nicht erst geboren.

Da ich aber da bin, muss der Dreher wohl oder übel woanders sitzen.

Das Trauma der künstlichen Befruchtung … wer hat sich darüber eigentlich schon mal Gedanken gemacht. Welche Urängste verursacht dieser Nadelstich bei der noch unbefruchteten Eizelle eigentlich? Ich frage mich, seit wann es dieses Heroinproblem eigentlich gibt?

Du meinst, die Dinge hängen miteinander zusammen?

Zeitlich auf jeden Fall … und die Vorgehensweise ist identisch … ich bin jedenfalls kein Liebhaber von Nadeln … ich habe aber von Menschen gehört, die hängen sehr dran.

Die Männer wollen aber nicht nur von einer Zeichentrickfigur träumen.

Die wollen mehr sehen.

Dann sollen sie in ein Paradies für Frauen gehen. Für dieses Projekt ist auch immer noch kein Angebot hereingekommen. Dabei hatte ich gedacht, dies wäre doch wirklich mal eine Aufgabe, für die sich Männer und Frauen begeistern lassen könnten … aber der Alkohol scheint tatsächlich nicht nur körperliche Auswirkungen zu haben.

Und was machen, Deiner Meinung nach, die Männer in einem Paradies für Frauen? Was wollen die Frauen denn? Wenn ich mir die Broschüre so anschaue, dann geht es da auch nicht immer nur um Händchenhalten.

Nö.

Eigentlich bettelst Du ja schon fast darum, das man Dir den Hintern versohlt …

Wieso? Ich finde mein Paradies passt einfach gut ins Konzept.

Ich bin für weitere Anregungen durchaus offen und sicherlich auch dankbar.

Dank? Ich denke, der fällt Dir so schwer.

Überhaupt nicht … wenn es denn am Ende passt.

Ich habe den Vorhang zu früh herunter gelassen, meinst Du das?

Ich frage mich ehr, ob ER überhaupt jemals herunter kommt.

Und der Oberarzt fragte sich, ob sich wohl ein Spinnenmännchen genauso fühlte, wie er sich jetzt gerade spürte. Ein riesiges Weibchen, angriffsbereit, Gift verspritzend, nervtötend … absolut grauenerregend große Augen, und davon nicht nur zwei … und ER als kleine Kreuzritterspinne direkt an ihrem Netz … ER könnte SIE erzittern lassen, mit jeder noch so kleinen Bewegung … IHR Netz registrierte alles, jede noch so kleine Winzigkeit … die Berechnung nahezu ideal … immer nur nahezu … und, vielleicht lag der ja auch genau da Hase begraben. ES durfte nicht perfekt sein … und die Pixelfehler als identifizierendes Markenzeichen … das war ja alles sehr interessant …

Das Huhn

Und, willst Du langsam schon ein Huhn sein?

Ich? Ein Huhn? Ich war da noch nie scharf drauf.

Nur, wenn das Huhn erst einmal auf dem Tisch liegt,

dann sieht die Sache natürlich anders aus.

Wie hättest Du es denn gerne? Am Stück oder geschnitten?

Und, mit welcher Beilage? Scharf oder ehr süß sauer?

Ich bin grundsätzlich erst mal für alles offen.

Wie scharf?

Ich bestehe nicht drauf.

Aha … ein ungeschulter Gaumen, das ist ja dann eine richtig große Herausforderung. Wie wäre es mit ein paar Nudeln?… weißt Du was, ich glaube, Du stehst da im Grunde total drauf … mit Paprika und Obergenien … hm … ich habe den Duft schon in der Nase … ja, ich kenne alle Deine noch so winzigen Geheimnisse.

Das trifft sich gut, ich habe das Kochen nämlich verlernt.

Keine Lust mehr dazu?

Nicht die richtigen Zutaten … und außerdem, ich esse nicht gerne allein.

Dinner for one, dinner for two … oder gleich eine ganze Festtafel?

Wonach steht Dir der Sinn? Wovon träumst Du? Sprich!

Von einer unsichtbaren Pizza vom Italiener jedenfalls nicht.

Preislich gesehen ist die immerhin unschlagbar.

Wie wäre es mit einer Ente? Da stehe ich drauf.

Und der Wolf frisst am Ende beide noch alleine auf.

Ach was … der kann in Wahrheit Fleisch kaum mehr ertragen,

liegt ES ihm doch wie Stein im Magen.

Ich sage es ja, ES kommt halt auf die Füllung an.

Ich habe auch ehr ein Problem mit der Aufzucht und Haltung von Hühnern …

Tierhaltung überhaupt … denn, auch solche Dinge wirken sich aus …

… die Du aber nicht erzählen willst.

Soll ich Dir etwa Dein eigenes Geheimnis verraten?

ES ist das Geilste was es gibt auf der Welt …

Der Tod, mein Lieber, schenkt ES jedem.

*

Selbst ein blindes Huhn wollte nicht geschlachtet werden … dachte die Göttin und drehte sich auf die andere Seite. IHR Mann hatte wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank … SIE war wirklich froh weit weg von IHM und seinem Paradies zu sein. Die Hölle wurde so langsam aber sicher zu einem Schutz für sie … ja, die Dinge drehten sich … die Hölle begann sich tatsächlich zu wandeln … und die Göttin ärgerte sich:

DIE mit ihren scheiß Nadeln … bis in die Spitze des britischen Königshauses ließen sich diese Spuren verfolgen … und an jeder Ecke lockte die Versuchung. In IHRER Hölle konnte IHR so etwas nicht passieren. Für solche Partys fehlte hier zum Glück das Geld.

Denn, Geld, wie schon gesagt, das gab es in ihrem Paradies nun mal nicht. In Ihrem Paradies gedachte SIE stattdessen unsichtbare Energieeinheiten einzuführen.

Und, wie eine fruchtbare Vermischung dieser Systeme sich zum beiderseitigen Vorteil realisieren ließen, das hatte Monalisa in ihren Dokumentationen ja nun ausführlich genug dargestellt.

Aber der Mann dachte natürlich, mal wieder nur an das Eine … und die Göttin registrierte ES genau.

Machtmissbrauch … Drogenmissbrauch … Vertrauensmissbrauch … sexueller Missbrauch … Amtsmissbrauch … all diese Punkte der Anklage hatte man einfach weggedrückt …

Und das schlechte Gewissen ist ein hartes Ruhekissen.

Doch, die Frau hatte keines, und das ließ SIE IHN wissen.

Und dann machte SIE ES sich gemütlich im Bett:

Und morgen speise ich die Reste noch weg!

*

Das glaube ich jetzt aber nicht, sagte einer der Offiziere,

die sich in der Kantine versammelt hatten.

Der Chef hängt doch nicht …

Doch, er hängt.

Unglaublich … und die Qualität der Bilder …

immer wieder absolut bemerkenswert, finde ich.

Das überlebt DER nicht.

Ach was … die sind unsterblich … die stehen alle wieder auf. Das ist ja das geile daran … keiner entrinnt. Ein bisschen Dunkelheit und dann geht es weiter. In einer anderen Rolle, in einem anderen Kostüm. Aber Ruhe und Frieden … nein, den haben die Unsterblichen nie.

Manchmal weiß ich nicht, wer besser dran ist … SIE oder ER?

Drogen sind ein ernstes Problem … SIE kifft ja nur.

Oh je, oh je … ein Gott der an der Nadel hängt. Und das britische Königshaus, das hat SIE auch erwähnt … Sie glauben ja gar nicht, was heute Nacht alles los war! Außer Rand und Band war die gesamte Truppe. War ja auch ein tolles Fest … aber je später dann der Abend, nun ja …

Wieso? Was meinen Sie?

Da haben sich wohl zwei getroffen, die sich besser nicht zusammentun. Jedenfalls nicht unter dem Einfluss von harten Sachen. So steht es zumindest in der abschließenden Beurteilung zu diesem Huhn Brassee … nicht die Welt, etwas a la Bonheur … aber der Nachtisch, der hat dann wohl doch alles wieder wett gemacht … so jedenfalls wird es in der Klatschpresse zu hören sein …

Wie Sie die Zusammenhänge immer so schnell heraus finden … alle Achtung. Hat der Chef Sie nicht schon mal angesprochen? ER sucht im Moment Freiwillige.

Freiwillige für was?

Einsteigertests.

Wie? Traut ER sich jetzt schon bei seinen eigenen Patienten nicht mehr herein?

Es sind die Hühner, die sind das Problem. Können Sie sich vorstellen, was ES für Folgen hätte, wenn das Huhn heilig gesprochen würde?

Die Ernährungsgewohnheiten einer ganzen Zivilisation stehen auf dem Spiel. Sie sehen doch, wohin das bei der Kuh geführt hat. Wenn jetzt nur noch die Freilandhaltung erlaubt wäre, ja, wer legt denn dann noch die Eier? Die Käfighaltung, die Bodenhaltung, … das alles sind Fragen, die in der letzten Kabinettsitzung vor der Weihnachtspause zwar diskutiert, aber nichtsdestotrotz offen geblieben sind.

Sie kennen ganz offensichtlich SEINE Träume nicht.

Kennen Sie die denn?

Nein, aber SIE kennt sie.

Pervers?

Jedenfalls nix für die Öffentlichkeit.

Dr. Satanias Handy klingelte. Es war Satan. Ob SIE auch den Sturm herankommen hören würde, und ob SIE draußen alles zu gemacht hätte … ja, ER sei noch auf der Arbeit … der Nachmittagsstau … und Monalisa kündigte an, ihn am Abend aufsuchen zu wollen … während eines Sturmes sei es bei ihm gemütlicher … und tatsächlich, die großen Tannen vor ihrem Fenster bogen sich deutlich unter dem Wind, der nun immer heftiger um ihr altes Haus blies.

SIE sah zwei Gestalten im Sturm auf Knien gegen den harten Wind gebeugt um Vergebung bitten.

Hinter ihnen leuchtete das Licht orangegelb auf. Mutter Gottes bitte für mich …

wahrlich, ich verspreche, ich tat ES nicht.

Todesstrafe?

Ist verboten.

Verwandlung?

In ein Schwein?

Was hast Du Dir eigentlich zur Hochzeit gewünscht?

Ein Schwein jedenfalls nicht.

Eine zukünftige Bauersfrau, die freute sich einmal sehr darüber.

Das Huhn aber nicht.

Was wärest Du denn gerne?

Einfach nur ein Mensch. Und das ist in der heutigen Zeit schon schwierig genug …

zu viele verschwiegene und verbotene Früchte …

Kiffen ist auch verboten.

Ermöglicht mir aber durchaus noch ein Mensch zu bleiben.

Ein Mensch? Ein Huhn warst Du! Ich habe es genau gesehen.

Aber nur in Deinem Geiste. Amen.

Prof. Dr. Dr. Zufall fühlte sich an diesem Tage außerordentlich. Früh schon auf den Beinen hatte er sich ohne große Verzögerungen an sein Tagewerk begeben. Was war das für ein Empfang letzte Nacht! Einfach delikat … erregend … spirituell … nein, wie sollte ER es formulieren, einfach genial … und wie schön SIE war … ER war hingerissen … er musste es gestehen. Der Nachtisch war der Hit.

Der Ehemann seiner Patientin war am morgen bei ihm gewesen, ganz schön mitgenommen dieser Weißglutindianer das musste man ihm schon lassen, hat gekämpft wie ein Tiger, aber geführt hat ES am Ende dann doch zu nichts.

Die sexuellen Fantasien seiner Frau machten ihn einfach nur noch fertig.

Jetzt bin ich ein drogenabhängiger Theaterdirektor, der gemeinsam

mit seiner Sekretärin … ach ich weiß nicht was!

Und ich bin IHR Sexualtherapeut.

Na klasse.

Die Herren schwiegen eine Weile. Dann räusperte sich der Arzt …

Ich müsste dann noch zu einem anderen Patienten, werter Herr, wenn Sie also keine weiteren Fragen haben, dann würde ich sagen, kommen Sie morgen einfach wieder. Wir werden sehen, wie sich die Lage entwickelt … ich habe heute Abend einen Termin mit Ihrer Frau … mal sehen., wie weit Sie bereit ist zu sprechen … Sie hören dann von mir.

Ja, aber … kann ich nicht dabei sein … also, wenn meine Frau weiter solche Fantasien ausbreitet, bitte, verstehen Sie … da, da fühlt man sich als Mann doch auch sehr … wie soll ich es ausdrücken … ausgeschlossen?

Empfinden Sie Eifersucht oder sind es die Geheimnisse, die sie so mitnehmen?

Der Wolf frisst das Huhn.

Und was ist, wenn das Huhn gefressen werden will?

Meine Frau will nicht gefressen werden!

Das sieht SIE aber anders, wenn SIE in der Küche kniet.

Unterstehen Sie sich!

Alles freiwillig … alles freiwillig. Aber ich sage Ihnen eines, werter Kollege, das Huhn muss raus aus Ihrer Frau.

Sie werden SIE doch nicht tatsächlich … Professor! … das Sexverbot … SIE selbst hat ES ausgesprochen … Sie dürfen ES nicht!

Ich habe es ja immer schon gesagt, Männer sollten nicht kochen. Die kommen dann einfach auf fleischliche Gedanken. Ich empfehle Ihnen, werden Sie Vegetarier, oder essen Sie regelmäßig Dosensuppe von Aldi, dann hört das auch mit den Wahnvorstellungen auf.

Und so klopfte Professor Zufall dem Mann noch auf die Schulter

und flüsterte diesem beim öffnen der Tür ins Ohr:

Ich mag ES auch gern scharf.

*

Cooler Film.

Film? Für die Leute ist das die schöne neue Welt.

Ach was, es gibt immer noch Unterschiede zwischen Realität und Fantasiewelten …

Das ist ES ja gerade, aber durch dieses Gerät wird diese Grenze plötzlich fließend und

Wasserstoffbrücken bilden ein riesiges Netz aus, und aus

einer Mücke wird womöglich ein Elefant.

Oder ein Huhn.

Und die Frau des Chefs will ein Huhn sein?

Ihr Mann glaubt das und geht daran fast zugrunde.

Der hat es aber auch wirklich nicht leicht …

Ich wollt ich wär ein … ist es etwa das?

Und nicht wenige lachten sich ins Fäustchen … nur dem Chef direkt in die Augen zu blicken, das mochte an diesem Tag keiner wirklich. ER sah wirklich schlimm aus … Tanja, die neue Hilfskraft stellte ihm einen Becher Kaffee auf seinen Schreibtisch und verließ schnell das Büro. Im Vorzimmer klapperte es geschäftig. Nein, der Chef ist heute nicht zu sprechen, nein, alle Termine abgesagt … ich weiß auch nicht, was jetzt schon wieder los ist, eine Hausdurchsuchung, mit allen Konsequenzen … wie, natürlich sind wir sauber, ja, also … nein, das ist ein Missverständnis, hier ist niemand heroinsüchtig … also, warten Sie bitte, ich schaue ob ER da ist, einen Moment bitte …

Chef … da ist ein Anrufer, von der Presse …

Stellen Sie durch … ja, am Apparat … da haben Sie richtig gehört, der Vorwurf steht im Raum, aber ER ist haltlos … selbstverständlich nicht … meine Frau ist krank, das sagte ich ja bereits, und in diesem Zustand, da schießt Sie einfach schon mal über das Ziel hinaus. Was SIE jagt? … ein Schwein … Sie mich auch, Dankeschön … also, das ist doch, so eine Unverschämtheit … Fräulein Tanja, ja, hören Sie, keine weiteren Telefonate bitte durchstellen, ja, ich pack das heute nicht … Mann Gottes, wenn ich Dich kriege!

Dr. Satania schaute nach draußen, alles grau, Regentropfen klopften leise an ihr Fenster, der Wind warf die zwei großen Tannen hin und her, der einen Tanne direkt vor ihrem Fenster fehlte die Spitze und ihr Stamm war mit Efeu bewachsen … ein starker Baum … und ein Traum kam ihr ins Gedächtnis und SIE grübelte vor sich hin … ja, war das dann überhaupt ein Traum gewesen? Die Nadeln, die Hunde, der Reiter auf dem Pferd … seine grässlichen und gefährlichen Hunde … Waren das überhaupt noch Hunde gewesen? … und der Schwarze Reiter … ER hatte IHR nichts angetan. Aber ihren Vater, den zog er durch den Schlamm hinter sich her …eine Parallelgeschichte, eine Vision?

Und SIE sah in die Augen ihres Vaters: Bleib ruhig da stehen, Du kannst nichts für mich tun. Die zähnefletschenden Hunde hatten IHR große Angst gemacht und SIE suchte dringend Halt … Geliebte bist es Du? … doch dann verwandelte sich die alte Freundin in einen Holzstamm, schon in Stücke gesägt, und die lagen IHR dann ziemlich schwer in den Händen.

Die Teufelsaustreibung.

Die Venusfalle.

Die fleischgewordene Pflanze …

Grenzüberschreitungen.

Steckt alles in Dir drin.

Und das soll raus, sagt Professor Zufall.

Und? … steckt etwas in Dir drin?

Ein Geheimnis … suchst Du ES?

Ich will nur wissen, was in Dir steckt.

Du willst mir etwas entlocken.

Ich will das Huhn sehen.

Dann wende Dich an einen Freund von mir, er ist Grafiker … der hat ein paar sehr schöne Entwürfe gemacht, gerade seine Hühner haben mir immer schon gefallen. Leider hat ihn die Sexsucht gepackt … ich weiß nicht, ob er den Kopf wirklich frei hat … aber ein erotischer Hühnercomik, warum nicht, dem fällt bestimmt eine Menge dazu ein.

Und Du bist das Huhn?

Wohl kaum.

Hast Du Zweifel an seiner Zeichenkunst?

Nein, aber an seiner Aussage.

Der Karrikaturenstreit.

Göttin oder Hure? Und die uralte Frage. Darf man das? Wenn einer es macht, dann machen es alle. Und dann? Dann will es wieder keiner gewesen sein. „Habe ich doch nicht gewusst, das da ein Teufel drin steckt … wusste ich doch nicht, dass das dann solche Folgen nach sich zieht … habe es doch nur gut gemeint.“, und so weiter und so weiter.

Aber am Ende heißt es dann: Eva verführte Adam dazu in den Apfel zu beißen, nicht wahr?

Nix da … diesmal werden die Tatsachen richtig gestellt.

Du verzauberst mich …

… wie schön das zunächst einmal klingt.

Und wenn dazu dann noch der Richtige singt,

dann kann es durchaus schon mal passieren,

und beim Heiko gibt es Nieren.

Ein Huhn, zwar aus dem Kühlregal,

aber das war heute auch egal.

Wann war es doch das letzte Mal,

ach da war Mona ja noch da.

Er hatte versucht sie telefonisch zu sprechen,

aber mit Rückruf war eh nicht zu rechnen.

In Wahrheit war die nämlich immer noch sauer,

obwohl er doch nur Zuschauer.

Von Zauberei hielt er eh nicht viel,

und schon mal gar nix von dem Schnee.

Gut, er hing am verflixten Alkohol,

und das fand er ja auch nicht toll!

Aber sich zum Affen machen zu lassen,

was für ein Image wollte SIE ihm da verpassen!

In Wahrheit war ER doch IHR Kapitän,

also … ich werde heute doch noch in die Kneipe gehen.

Einen Affen will sie aus Dir machen?

Wegen der langen Arme, sagt SIE.

Mit Schwanz oder ohne?

Was macht nicht impotent?

Der Geist geht mit … sagt SIE, in den Schwanz, wenn Du verstehst? Kannst Du Dich mit Deinem noch von Ast zu Ast hangeln … oder läufst Du nur noch auf dem Boden? Das ist eine evolutionäre Frage, verstehst Du?

SIE sagt, der Alkohol ist schuld.

Er tötet die Fruchtbarkeit sagt sie, von Impotenz war glaube ich gar nicht die Rede, oder?

Mein Arzt sagt es aber auch.

Nun, dann hat SIE Dir auch nicht die Impotenz angehext. Lass mal den Fusel da weg …

Draußen tobte der Sturm. Regen schlug gegen IHR Fenster. Es war stockfinster.

Der Stock. Der Zauberstock. Die Rede war vom Stock …

Ich habe ES nicht getan.

Aber Du wolltest ES.

Ich habe ES aber nicht. Verdammt und zugenäht …

Chef … häm … Sie sollen doch nicht fluchen.

Die Aushilfe steckte den Kopf zur Tür rein:

Sie haben mich explizit dazu aufgefordert, Sie sofort zurechtzuweisen …

jetzt dürfen Sie mich aber auch nicht so anstarren!

Ich starre nicht! … und? Das amüsiert Dich wohl … und Dein Termin beim Therapeuten … ach … es regnet, ja … soll ich Dich fahren … nein, gut, ich warte auf Dich, ja, und bitte, rede nicht mehr über solche Sachen, ja Kleines? Ich muss da sehr schwer für büßen, das sage ich Dir, wirklich … wir alle hier.

Wieso müsst Ihr büßen? Wer ist denn bitte schön das IHR?

Deine unsichtbaren Mitarbeiter.

Und IHR leidet?

Höllenqualen.

Hühnernierchen … der Kapitän weiß wie man sie zubeteitet.

Wir wollen das Huhn aber lebend sehen!

Die Aushilfe wunderte sich. Der Herr Theaterdirektor war sonst nicht so gereizt. Außerdem fragte sie sich, mit wem der da eigentlich die ganze Zeit redete … ob der eine Rolle einstudierte? … Hier im Büro pendelte es ständig hin und her, ein Kommen und Gehen … wie in einem Taubenschlag, ging es ihr durch den Kopf.

Sie war erst seit zwei Tagen hier, und Vieles kam ihr auch immer noch sehr merkwürdig vor. Der Direktor, zum Beispiel, der redete doch tatsächlich mit sich selbst … und eine Unsichtbare Sekretärin schrieb alles mit … oh, jetzt dichtete ER … und die Aushilfe lauschte gespannt der Stimme, die durch die Wand an ihr Ohr dran:

Wieso kannst Du nicht einfach normal sein? Die anderen sind auch Hühner … einen Affen hast Du ja schon … mit einem Krönchen, ich bitte Dich! Ein Krönchen will das Huhn! Ich fasse es nicht! Eine Krone … so so, und was passt Dir nicht an dem Geflügel? Eine Ente kommt nicht in Frage … Du bestehst darauf? Eine Taube … in Ordnung, einverstanden, wir nehmen die Taube, so mein Täubchen, ja, ist gut, ich liebe Dich, bis später …

ER spricht mit seiner Frau..

Habe ich mir schon gedacht. Die scheint ja sehr schwierig zu sein.

Der Prinzessinnentick.

Heißt das Stück so?

Nein, die Krankheit.

Und daran stirbt SIE?

Nein, aber die Taube, die ankommt.

Der letzte Notruf aus der Festung …

ich erinnere mich. Und wie ging der Kampf aus?

Die Franzosen gaben auf.

Dann sollten wir das mit der Taube aber schnell wieder vergessen.

Seine Frau ist kein Vogel, das muss der Mann einfach einsehen.

Die war nie ein Vogel und die wird auch kein Vogel.

Wie kommst Du darauf?

Ich habe die Bücher gelesen. SIE ist eine Hummel. Und die Gefahr wäre viel zu groß,

das SIE als Vogel einer Hummel etwas anzutun könnte. Das macht die Frau nie.

Die sind doch Beide total wahnsinnig …

Den Franzosen fehlte Wasser … sonst hätten die weiter gemacht.

Gut … den Franzosen das Wasser … SIE wird zur Taube …

dann bleibt immer noch das Problem mit der Hummel.

Deswegen ja die Krone, Mann! Die Krone! Verstehst Du denn nicht?

Dann ist das mit der Hummel weg.

Bist Du sicher?

Rechne nach!

Eine französische Krone?

Eine europäische Krone.

SIE greift nach den Sternen.

Nun, da will SIE ja auch hin.

„SONNE, MOND und STERNE…“

„Monalisa TV – … und der Krieg der Sterne – 19.Mai 2016“

tworzenie stron www program chomikuj –  I really enjoy reading

on this internet site , it has got fantastic blog posts.

„For Brutus is an honourable man

So are they all, all honourable men.“

by William Shakespeare.

FORTSETZUNG folgt!